Paperback

Urlaub an der Quatschsee

René Antoine Fayette
Ab 12 Jahren

Emil freut sich schon auf die Sommerferien, denn die Eltern wollen die Ferien an der Quatschsee verbringen. Dort war viele Jahre Papa in seiner Kindheit in den Sommerferien gewesen und hatte die merkwürdigsten Dinge erlebt. Denn an der Quatschsee gibt es Würfelwellen und Kugelwellen, auch die seltsamsten Tiere wie Hammerhummer, Würfelfisch, Holzbocklaubkäfer und Zwiebelmuscheln faszinieren Emil. Papa erzählt auch tolle Geschichten über den Dom zur heiligen Mayfreda und die Guglielmiten, die mit Metapolypropylenoxidacrylthymol reich wurden. Oder die abenteuerliche Rettung einer U-Boot-Besatzung, die aus Versehen von einem österreichischen Heißluftballonträger versenkt wurde. Und am Sandstrand tummeln sich die Seeeselchen, die Voltwürmer und seltsame Hörschlangen, die so schnell schwimmen können, dass sie einen Überwellenknall erzeugen können. Emil will unbedingt zur geheimnisvollen und etwas gruseligen Quatschsee, aber ein Virus bringt dann doch alles durcheinander. Aber wir können uns mit diesem Buch schon gründlich auf einen Urlaub an der Quatschsee vorbereiten, wenn der Virus wieder verschwunden ist und der Eismann uns am Strand wieder Lavendeleis bringen darf.
 

Neuigkeiten

Quatschsee

22.01.2021
 
Mein erstes Kinderbuch! Na ja, Erwachsene dürfen es natürlich auch lesen. Manches Detail setzt auch schon etwas Allgemeinwissen voraus, mancher Scherz braucht auch manchmal fünf Anläufe, bis das Gehirn reagiert. So wie im sechsten Kapitel, als Trump wegen den reich ausgestatteten Kirchen in Nambia deren Entwicklungshilfe kürzte und das Geld lieber in eine bessere Erdkundeausbildung in den USA stecken wollte (korrekt ist: Trump hatte am Rande einer UN-Vollversammlung in New York vor afrikanischen Staatschefs als Beleg für Fortschritte auf dem afrikanischen Kontinent die Verbesserung des Gesundheitssystems von „Nambia“ angeführt).

Drei Jahre lag der Text in der Schublade bzw. auf der Festplatte, es wollte einfach nicht nicht heraus, weil die Bilder fehlten. Kinderbücher sollten immer auch Bilder haben, nicht zuviele, aber wenigstens sieben, fand ich. Bilder sind aber aufwändiger als Texte und brauchen viel Zeit und Geduld, die sich aber nicht fand.

Jetzt in der Pandemie aber war plötzlich alles anders. Statt körperlich zu verreisen, musste und konnte ich geistig verreisen, sowohl Raum als auch Zeit ändern und lebte im sechsten Jahrhundert nach Christus zusammen mit Amalasvintha in Ravenna, eine aufregende Zeit mit hochinteressante Menschen. Wie Cassiodor begann ich dann auch zu schreiben, mein nächstes Werk, das aber noch viele Monate brauchen wird und viele hundert Seiten haben wird. Zwischendurch aber fand sich dann endlich die Zeit zum Bebildern der Quatschsee, nun ist es fertig.

Beim Lesen kommen mir immer die Erinnerungen aus meiner Kindheit hoch, als wir jedes Jahr in den Sommerferien drei Wochen in Cattolica verbrachten. Jeden Tag der gleiche Ablauf, die gleiche Strandliege, der gleiche Badestrand. Es gab damals kaum Abenteuer zum Erleben, meine Eltern konnten sich gut erholen, wir Kinder aber hatten Badestrandlangweilestress pur. Den hat der kleine Emil hier im Buch ganz sicher nicht, denn er platzt förmlich vor lauter Neugier, endlich Urlaub an der Quatschsee machen zu dürfen. Dort ist die Welt erheblich aufregender als an der Adria.