"Morgenlatten" von Rudolf F. Thomas
Hardcover

Morgenlatten

Die Gefährten der Maturität

Rudolf F. Thomas
Romane & Erzählungen

Der minderjährige Abiturient Thomas, den seine Freunde Thomy nennen, ist auf dem Weg zur Musterung. Im Zug nach Offenburg trifft er auf einen Vagabunden, der in Straßburg wieder als Söldner in der Légion étrangère anheuern möchte. Der merkwürdige Kauz bietet dem angehenden Rekruten eine Wette an. Er behauptet, er könne in ein Fünfmarkstück ein Loch reinbeißen. Fortan befindet sich Thomy im Spagat zwischen Rebellion und Vernunft, zwischen Freundschaft, Liebeleien und Misstrauen.
Der Roman führt uns erst ins mondäne Baden-Baden im Jahr 1968 und dann in die Abgeschiedenheit des Städtchens Külsheim in "Badisch Sibirien" zur Zeit des "Prager Frühlings." Dort erlebt Thomas, abseits jeder 68er-Romantik, eine harte Zeit, die beherrscht ist vom militärischen Drill und von der Kriegsangst minderjähriger, als "Morgenlatten" verschmähter Wehrpflichtiger.
Sagenhaft leichtfüßig und hinreißend fesselnd erzählt Rudolf F. Thomas in seinen Roman von den Erlebnissen der Gefährten der Maturität.
 

Veranstaltungen

Lesung im KS Moderne Kultur

Beginn: 25.09.2019, 19:30 Uhr
Ort: Würzburg  
Leser-Stimmen:
"Rudolf F. Thomas liest außergewöhnlich unterhaltend und spannend. Er besticht in seinen Lesungen durch einen inspirierenden scharfen Mix aus Provokation, Humor und Tiefgang. Mit seinem Roman "Morgenlatten - Gefährten der Maturität" entführt er seine Zuhörer so lebendig ins Jahr 1968, als wäre es heute."

"Rudolf F. Thomas liest mit Bühnenformat.
Er ist ein geschickter Performer, der sein Publikum auf die Reise ins turbulente Jahr 1968 mitnimmt. Dabei erzählt er so lebendig, als wären Rudi Dutschke, Dorthe Kollo ("Oh Pardon, sind Sie der Graf von Luxemburg?"), Joe Raphael ("Mir scheint, du hast geweint"), Moody Blues ("Nights in white Satin") und Barry McGuire ("Eve of Destruction") im Saal mit dabei."
 

 

Presseberichte

Autor Rudolf F. Thomas träumt von einer Lesung im Casino Baden-Baden

06.11.2019
 
„Viele Menschen hätten Sehnsucht nach dieser Zeit, berichtet der Autor von Erfahrungen bei Lesungen.“
Es ist ein Roman mit autobiografischem Hintergrund. Falls der Titel irritieren sollte: Es geht nicht um Sex, sondern um den Versuch eines Heranwachsenden, für seinen Reifeprozess einem „nervig-spießigen Elternhaus“ zu entfliehen, wie es im Begleittext zum Buch heißt.

Es geht nicht um Sex

Weil sein Vater beim damaligen Südwestfunk (SWF) Arbeit fand, kam der gebürtige Karlsruher Thomas im Jahr 1956 im Alter von sechs Jahren an die Oos – und erlebte später eine Zeit, in der sich Schlagerstars in der Stadt die Klinke in die Hand gaben. Beim Sender gehörten Anfang der 60er Jahre auch die Deutschen Schlager-Festspiele zum festen Programm. Rudolf F. Thomas war bei vielen Produktionen hautnah dabei – als Kabelschlepper. Zu Helmut Flor, besser bekannt als Schlagerstar Joe Raphael („Mir scheint, Du hast geweint“) und Betreiber des Club Raphael, hatte er eine enge Verbindung, weil er auch bei ihm jobbte. Dann folgte freilich ein krasser Übergang: Der junge Thomas wurde zur Bundeswehr eingezogen, musste zum Grundwehrdienst nach Külsheim. Der Ort im Main-Tauber-Kreis ist in einer Region angesiedelt, die umgangssprachlich mit dem Begriff „Badisch Sibirien“ belegt ist.
Vorgesetzte bezeichnen Rekruten als Morgenlatten
Die jungen Rekruten in der Prinz-Eugen-Kaserne sind mit Erniedrigung, Spott und Häme, aber auch mit Kriegsangst wegen des drohenden Konflikts um den Prager Frühling mit den Truppen des Warschauer Pakts konfrontiert. Sie werden von ihren Vorgesetzten als „Blindgänger“ und als „Morgenlatten“ beschimpft – das Wort, das dem Buch den Titel gab und, wie der Autor einräumt, bewusst mit der Irritation spielt.

Autor lebt in Würzburg

Seit 37 Jahren lebt Thomas nun schon in der Universitätsstadt Würzburg und schätzt dort die vielen jungen Menschen. In Baden-Baden, das er immer noch regelmäßig besucht, hätten die es in seiner Jugend eher schwer gehabt, erinnert er sich. „Man musste früher mittags immer ruhig sein. Es hieß: "Die Stadt schläft!“

Das Lebensgefühl der wilden 68er will der Autor nun bei Lesungen wieder aufleben lassen – unter anderem mit Musikauszügen aus der Zeit, also Liedern etwa von Joe Raphael, den Moody Blues („Nights In White Satin“) oder Dorthe („Sind Sie der Graf von Luxemburg?“). Viele Menschen hätten Sehnsucht nach dieser Zeit, berichtet der Autor von Erfahrungen bei Lesungen. Er selbst schaue aber gerne nach vorne, sieht sich als „fortschrittlicher Typ“. Sein Credo: „Ich will eine Mischung hinkriegen: Dinge, die gut waren übernehmen, und sich dem Neuen stellen.“

Klassentreffen im Casino?

Für eine Lesung in Baden-Baden hat er noch keinen Partner gefunden. Thomas träumt von einem Termin im Casino im nächsten Jahr. Das könnte für ihn auch zu einem Wiedersehen mit alten Wegbegleitern werden. Sein Jahrgang feiert dann den 70. Geburtstag – es könnte ein Klassentreffen im Casino geben.

Verlosung: Wir verlosen drei Exemplare von „Morgenlatten“ (Verlag Tredition, 424 Seiten, 17,99 Euro) aus der Feder von Rudolf F. Thomas. Wenn Sie ein Buch gewinnen wollen, schreiben Sie eine Mail an redaktion.badenbaden@bnn.de. Bitte Adresse nicht vergessen! Einsendeschluss ist am Sonntag, 10. November. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

 
Quelle: Badische Neueste Nachrichten

Er ist ein grandioser Erzähler

29.08.2019
 
„Versprochen: Wer diesen grandios erzählten Roman angefangen hat zu lesen, der legt das Buch nicht mehr weg. “
Mit seinem Roman „Morgenlatten – Gefährten der Maturität“ entführt uns der Autor Rudolf F. Thomas, zunächst ins mondäne Baden-Baden im Jahr 1968. Die Kurstadt verharrt zu der Zeit im luziden Mief der Adenauer-Ära. Das soll sich alsbald ändern."

Am 5. Januar bringt Rudi Dutschke etwas Bewegung in die Stadt. Der Abiturient Thomas, den alle nur Mayonnaise-Thomy nennen, marschiert mit dem Studentenführer in der ersten Reihe. Er spürt sehr schnell die ideologische Kälte, die von Dutschke ausgeht. Thomy setzt in seiner Rebellion auf Freundschaft, Intelligenz, sogar auf Kompromisse und Diplomatie. Auch dann, als er zum Wehrdienst nach „Badisch Sibirien“ ins entlegene Städtchen Külsheim eingezogen wird.

Versprochen: Wer diesen grandios erzählten Roman angefangen hat zu lesen, der legt das Buch nicht mehr weg.

Eine Familie in einem biederen Wohnviertel. Thomy lebt mit seiner Mutter, deren Ehemann, der weder sein Vater noch sein Stiefvater ist und drei Halbgeschwistern unter einem Dach. Mit dem Partner seiner Mutter kann er nichts anfangen. Der ist Toningenieur und für den Südwestfunk ständig unterwegs. Die Halbgeschwister sind sechs bis dreizehn Jahre jünger, als der Oberprimaner. Der Altersunterschied ist zu groß für Gemeinsamkeiten. Seit Monaten macht nachts eine Diebesbande die Stadt unsicher. Thomy hat einen Verdacht, der ihn nicht mehr loslässt.

Légion étrangère

Er bekommt Post vom Kreiswehrersatzamt. Im Zug nach Offenburg zur Musterung begegnet er einem heruntergekommenen Mann, der wieder bei der Légion étrangère in Straßburg anheuern möchte. Der Legionär bietet ihm eine seltsame Wette an.

Thomy wird gemustert und als dienstfähig eingestuft. So nebenbei erfährt er, wie der Ober-stabsarzt dafür sorgt, dass sein Sohn vom Wehrdienst befreit wird.

Im Gymnasium stehen Abiturprüfungen an. Seine Schulfreunde nennt Thomy Gefährten der Maturität. Bei der Abiturfeier sorgt er für einen Eklat und erlebt wiederholt Solidarität. In der Diskothek Club Raphael bessert er sich regelmäßig sein Taschengeld auf. Der Disco-Besitzer mag den aufgeweckten jungen Mann vor allem wegen seiner Zuverlässigkeit. Thomy lernt in der Disco populäre Gäste aus der Schlagerszene kennen.

Am 1. Juli 1968 fährt er mit einem Sonderzug nach Bronnbach an der Tauber. Dort wird er zusammen mit anderen Rekruten mit Fahrzeugen der Bundeswehr in die Prinz-Eugen-Kaserne nach Külsheim transportiert. Aus Mayonnaise-Thomy wird Panzerschütze Friedemann, aus Gefährten Kameraden. Die Ausbilder verschmähen ihre Rekruten als Morgenlatten, Bettenbauer, Kanonenfutter und Blindgänger. Im August marschieren die Soldaten des Warschauer Pakts in Prag ein. Unter den Rekruten herrscht Kriegsangst. Die Grundausbildung ist für alle eine nervenzehrende knallharte Zeit.

Der gesamte Roman lebt von klaren Dialogen, die eins zu eins in der damaligen Umgangs-sprache, also ohne Anglizismen, wiedergegeben sind. Rudolf F. Thomas versetzt einem so klar und emotional in seine Erzählungen, als wären wir dabei gewesen. Er springt in Rückblicken zwischen verschiedenen familiären Erlebnissen hin und her, um die Vorgeschichte zu beschreiben.

Angenehm ist seine Ausdrucksweise. Vortrefflich sein klarer prägnanter Schreibstil, mit dem er erkennbar auf unser Kopfkino abzielt. Der Autor ist ein Verfechter kurzer Sätze, was er mit seinem Roman wieder einmal eindrucksvoll bestätigt. (Silke Lehmann, RFT-Presse)

Der Roman „Morgenlatten – Gefährten der Maturität“ ist im Verlag tredition GmbH in Hamburg als Hardcover mit 424 Seiten (ISBN 978-3-7482-2699-4) und als Paperback sowie als E-Book erschienen.
 
Quelle: Presseportal Fair-News

Der Roman ist eine Sensation

16.06.2019
 
„„Ja, so war’s. Was war das für eine tolle Zeit!“ “
"Nights in white satin." Daran erinnern sich alle, die in den späten 60-er-Jahren jung waren. The Moody Blues philosophieren in ihrem Song: "Rot ist Grau und Gelb ist Weiß, aber wir entscheiden, was richtig ist, und das ist eine Illusion." Im Jahr 1968 war wenig Zeit für Illusionen. Wie es wirklich war, hat Rudolf F. Thomas in seinem Roman "Morgenlatten – Gefährten der Maturität" vortrefflich wirklichkeitsnah beschrieben.

Ihm ist es gelungen, das Lebensgefühl seiner Menschen in den 50-er- und 60-er-Jahren hinter zwei Buchdeckeln regelrecht zu konservieren. Die Roman-Form mit ihrem autobiografischen Hintergrund macht das Einfühlen in die damalige Jugendzeit so plastisch.

Besonders beeindruckend ist, wie es dem Autor gelungen ist, die Denkweise und die Jugendsprache dieser wilden Jahre zu rekonstruieren. Wer der gleichen Generation entstammt, bekommt beim Lesen innerlich einen nostalgischen Schub: „Ja, so war’s. Was war das für eine tolle Zeit!“

Je tiefer man in das Buch eindringt, desto mehr spielen sich Bilder im Kopf ab über die eigene spießige Familien-Situation und über das persönliche Ausbruchsverhalten dieser Jahre. Geschichten wie „beim Barras tue ich so, als sei ich schwul und Alkoholiker“ gleicht man mit eigenen Bildern ab.

In dieses bunte Leben, jenseits spießiger Konventionen und lähmendem Opportunismus heutiger Tage, taucht der Leser durch das Buch „Morgenlatten – Gefährten der Maturität“ in seine Jugendzeit ein.

Es ist zwar nur schwer zu beurteilen, wie die heutige Jugend diesen wortgewaltigen Ausflug in das Nachkriegsdeutschland annimmt. Aber für die Generation ihrer Eltern müsste der Roman zur Pflichtlektüre avancieren. Die einmalige Schreibweise ist das Markenzeichen des Autors, dem es gelungen ist, seine Leserschaft zu fesseln.

Dr. Joachim H. Bürger meint in seiner Rezension, Rudolf F. Thomas hat mit seinem Roman das erste lebensbejahende „Geschichtsbuch“ geliefert, das für den Schulunterricht zu verordnen wäre. Es sei nämlich vielmehr als nur ein „Ausflug“ in die Vergangenheit: Es ist das Neue Testament aus dem wahren Leben.
 
Quelle: Presseportal Fair-News

Ein Roman wie eine Rakete

01.03.2019
 
„Der neue Roman von Rudolf F. Thomas ist wie eine Rakete, die sich vor dem Einschlag eines Besseren besinnt und zurückkehrt.“
Der „Armeinhänger“ Rudi Dutschke war 1968 auch dort. Jugendliche Einbrecher betätigen sich so lange als Türöffner bis sie geschnappt werden. Schlager singende Menschen geben sich im mondänen Baden-Baden die Türklinken in die Hand: Mal im legendären Club Raphael, mal auf der anderen Straßenseite im Pits-Club. Joe Raphaels Schlager „Mir scheint, du hast geweint“, ist nur einer von mehreren Hits, der durch den Äther trällert.
Der neue Roman von Rudolf F. Thomas ist wie eine Rakete, die sich vor dem Einschlag eines Besseren besinnt und zurückkehrt.

Das Buch ist großartig und tempogeladen geschrieben. Dazu erzählt es ausgesprochen lebendig und beeindruckend schnörkellos das 68-er-Lebensgefühl einer viel diskutierten Generation. Und der Autor wirft die moralisch brisante Frage auf, darf der Staat Minderjährige zu Soldaten ausbilden?
 
Quelle: Portal der Wirtschaft

Ein Roman wie eine Rakete

01.03.2019
 
„Der neue Roman von Rudolf F. Thomas ist wie eine Rakete, die sich vor dem Einschlag eines Besseren besinnt und zurückkehrt.“
Rudolf F. Thomas und seine Buch-Sensation ist ein Roman wie eine Rakete, die sich vor dem Einschlag eines Besseren besinnt und zurückkehrt. Der „Armeinhänger“ Rudi Dutschke war 1968 auch dort. Jugendliche Einbrecher betätigen sich so lange als Türöffner bis sie geschnappt werden. Schlager singende Menschen geben sich im mondänen Baden-Baden die Türklinken in die Hand: Mal im legendären Club Raphael, mal auf der anderen Straßenseite im Pits-Club. Joe Raphaels Schlager „Mir scheint, du hast geweint“, ist nur einer von mehreren Hits, der durch den Äther trällert.
Mitten drin im Geschehen zwischen Abitur und Showgeschäft managt „Mayonnaise Thomy“ seinen Alltag.
 
Quelle: openPR