Paperback

Ein Anderer

Roman

Sabine Huttel
Romane & Erzählungen

Ein Dorf in Deutschland während des Ersten Weltkriegs. Der kleine Ernst Kroll ist aufgrund einer angeborenen Krankheit körperlich und geistig eingeschränkt, die Ärzte können ihm nicht helfen. Zwischen Orgelbank, Hühnerstall und dem Schulzimmer, in dem sein Vater unterrichtet, wächst der Junge heran. Er lebt in seinem eigenen Universum und liebt Musik. Die Außenwelt nimmt er nur bruchstückhaft wahr, Politik versteht er nicht. Sie kommt ihm jedoch bedrohlich nahe. Umso erstaunlicher, wie er es schafft, Krieg, Diktatur und die Teilung Deutschlands zu überstehen.
 

Veranstaltungen

Lesung in der Buchhandlung "Neues Kapitel", Berlin

Beginn: 27.06.2018, 19:30 Uhr
Ort: Buchhandlung "Neues Kapitel", Kopenhagener Str. 7, Berlin Prenzlauer Berg  
Lesung mit Sabine Huttel aus dem Roman "Ein Anderer"

Preis: 5,- €

"Ein bewegendes Buch ohne Sentimentalitäten, das nachhallt."
Maike Schöngart, Inhaberin "Neues Kapitel"

Das Buch steht auf der Shortlist für den Blogbuster-Preis:
http://blogbuster-preis.de/
 

Lesung in der Stadtteilbücherei Essen-Kettwig

Beginn: 04.05.2018, 19:00 Uhr
Ort: Stadtteilbücherei, Kringsgat 17, Essen-Kettwig  
Herzlichen Dank an Birgit Dransfeld vom Förderverein der Stadtteilbibliothek Essen-Kettwig e.V. (Veranstalter) für Organisation und Vorbereitung. Der Eintritt kostet 3,- Euro. Kartenvorverkauf/Reservierung bei der Buchhandlung Decker, Hauptstr. 92, Telefon 02054 935077. Download
 

Lesung aus "Ein Anderer"

Beginn: 10.04.2018, 20:00 Uhr
Ort: Buchhandlung Beidek, Müllheim /Baden  
Bitte hier klicken, um die Ankündigung zu lesen: https://www.beidek.de/details-21/ein-anderer
Wolfgang Hillemann wird die Lesung auf der Gitarre musikalisch umrahmen.

Veranstaltungsort: Buchhandlung Beidek
Werderstrasse 23,
79379 Mülheim/Baden
Eintritt: 8 €
 

 

Neuigkeiten

"Ein Anderer" auf der Shortlist des Blogbuster-Preises!

25.04.2018
 
Die Fachjury des Blogbuster-Preises hat "Ein Anderer" auf die Shortlist gesetzt. Ich freue mich!
Die Jury besteht aus Denis Scheck, Elisabeth Ruge, Sara Schindler, Isabel Bogdan, Tobias Nazemi, Lars Birken-Bertsch und Tilman Winterling.
Der Gewinner wird auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2018 bekannt gegeben.
 

Interview

04.03.2018
 
Die Bloggerin Marion Rave ("schiefgelesen") hat "Ein Anderer" auf die Longlist zum Blogbuster-Preis gesetzt. Ich freue mich sehr darüber und habe ihre Fragen gern beantwortet.
 

 

Presseberichte

Interview Naumburger Tageblatt

28.04.2018
 
„Welt mit Ernsts Augen“
 

"Für mich eine wirkliche Entdeckung!" Rezension der Literatur-Bloggerin Petra Reich

26.01.2018
 
„ “
Schluss:

... Fast ein ganzes Jahrhundert erlebt Ernst und der Leser mit ihm.
Sabine Huttel führt uns souverän hindurch. Sie erzählt geradlinig, ohne große Experimente, mit großer sprachlicher Schönheit. Die Figurenzeichnungen gelingen ihr hervorragend, ein ganzer Dorfkosmos wird da ausgebreitet, aber keiner der Charaktere kommt flach oder einseitig daher. Der Vater Hilmar zum Beispiel ist ungeduldig und hart zu Ernst, lieblos und schroff zu seiner Frau, aber er kämpft, gerade in der Nazizeit um seinen Sohn, bleibt politisch standhaft, engagiert sich für sein Dorf und liebt die Musik. So sind alle Menschen im Buch sehr vielschichtig angelegt. Gerade auch bei Ernst vermeidet die Autorin, ihn allzu süßlich als armen, herzensguten Behinderten darzustellen. Sie lässt ihm seine Würde genauso wie seine Ecken und Kanten.
Nebenbei entsteht neben der sehr besonderen, persönlichen Lebensgeschichte ein Panorama der Zeit und des Dorflebens. Da ich bisher weder von Autorin noch vom Verlag Tredition, einem Verlag für Selfpublishing, gehört hatte, war ich sehr positiv überrascht von der hohen Qualität dieses Romans, den ich allen Lesern wärmstens ans Herz legen möchte. Für mich eine wirkliche Entdeckung!

(Vollständige Rezension siehe "Download"!)
Download
 
Quelle: Blog "LiteraturReich"

"Ein schmerzhaft schönes Buch über einen, der anders ist" Rezension der Literatur-Bloggerin Stephanie Manig

21.11.2017
 
„Das Auftauchen aus diesem Buch fällt schwer, so mitreißend und intensiv ist die Lebensgeschichte des Ernst Kroll.“
Ein schmerzhaft schönes Buch über einen, der anders ist
Meine Bewertung: ★★★★★

Es gibt sie, diese Bücher, in die man hineinfällt, die einen Zeit und Raum, ja, alles um einen herum vergessen lassen. „Ein Anderer“ von Sabine Huttel ist einer dieser seltenen Schätze.

In ihrem aktuellen Roman erzählt die in Berlin lebende Autorin die Lebensgeschichte von Ernst Kroll. Ernst wird kurz vor dem Ersten Weltkrieg in der thüringischen Provinz geboren. Bald schon fällt auf, dass mit dem Jungen etwas nicht stimmt. Geistig und körperlich eingeschränkt, wächst er kaum und ist in seiner Entwicklung stark beeinträchtigt. Während die Mutter trotz aller Strenge nachsichtig mit dem Kleinen umgeht, kann der Vater den Umstand, dass sein Sohn ein „Kretin“ ist, nicht akzeptieren.

Doch der Junge beißt sich durch. Mit großer Mühe lernt Ernst lesen und schreiben und versucht zu helfen, wo er nur kann.

Parallel zu den Ereignissen der wechselvollen Geschichte Deutschlands erlebt der Leser Ernsts Entwicklung hautnah mit.

Sabine Huttel besitzt die wundervolle Gabe, so bildhaft zu erzählen, dass sich das Buch wie ein Film vor dem geistigen Auge des Lesers abspielt. Trotz aller Not, aller Mühen und Entbehrungen, die Ernsts Familie hinnehmen muss, lässt sie ihre Leser durch die Augen ihrer Hauptfigur die kleinen Dinge des Lebens betrachten, und beschreibt diese mit Hingabe und Sinnlichkeit: das Gefühl von wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut, der Duft eines noch ofenwarmen Kuchens, der Sommerwind, der durch die alte Linde beim Pfarrhaus streicht … Wer kann da ernsthaft behaupten, dass Ernst dumm ist, blödsinnig oder gar „unwertes Leben“, wie es die Nazis einst so fürchterlich formulierten?

„Ein Anderer“ ist ein schmerzhaft schönes Buch, das an sämtlichen Gefühlen rüttelt. Mal schüttelt man ungläubig den Kopf, mal schmunzelt man über Ernst und seine Sicht der Dinge, dann wieder ist man schockiert, beschämt oder den Tränen nah.

Sabine Huttel zeichnet ihre Figuren mit bemerkenswerter Schärfe. Obwohl man im Buch zahlreichen Dorfbewohnern und Verwandten von Ernst begegnet, ist ein Personenverzeichnis vollkommen unnötig, denn jede ihrer handelnden Personen ist schlichtweg unverwechselbar.

Das Auftauchen aus diesem Buch fällt schwer, so mitreißend und intensiv ist die Lebensgeschichte des Ernst Kroll.

Deshalb bleibt mir nach den fast 400 packenden Seiten nur eins zu sagen: Danke, Sabine Huttel, für dieses eindringliche Leseerlebnis!
 
Quelle: Blog "Die Buchstabenfängerin - Lust auf Lesen"