"Sahin Aydin" - Autor bei Tredition.de
 

   

Sahin Aydin

Şahin Aydın wurde am 2. Mai 1968 im türkischen Kurdistan, Provinzstadt Meleti (Malatya) geboren. Mit fünf Jahren kam er mit seiner Familie nach Gronau/Westfalen, wo er aufgewachsen ist, heiratete und seine beiden ersten Kindern von insgesamt vieren zur Welt kamen, welche mittlerweile einen akademischen Werdegang eingeschlagen habe; alle vier haben wie der Vater großes Interesse an Kultur und Geschichte. Mittlerweile lebt Şahin Aydın in Bottrop und beschäftigt sich leidenschaftlich mit historischen Recherchen, seinem Hobby Imkerei und der Fotografie; er ist ehrenamtlicher Leiter der "Beratungsstelle Alois Fulneczek" in Bottrop und betreut Bottrop TV.

Publikationen:

1. Kurdisch-Deutscher Freundschaftskreis e. V. (Hrsg.), Şahin Aydın: Ein junges Leben, gelebt und gestorben für eine gerechte Sache. Rudi Johann Wilhelm Steffens. Eine Politische Biografie, Gronau 2014.

2. Kunstkreis Bottrop e. V. (Hrsg.), Şahin Aydın: Ein Leben für die gerechte Sache. Biografischer Abriss von Alois Fulneczek, Bottrop 2015.

3. Kurdisch-Deutscher Freundschaftskreis e. V. (Hrsg.) , Şahin Aydın: Eine Familie - Ein Kampf für die Menschlichkeit, gegen Faschismus und Krieg. Politische Biografien von Elli Domke, Carl Domke und Grete Kusber, Gronau 2015.

4. Kurdisch-Deutscher Freundschaftskreis e. V. (Hrsg.), Şahin Aydın: Für Arbeit- Für Freiheit-Für Brot, Politische Biografien von Jenni Kokkeling & Bernd Klynsma, Gronau 2017

5. Sahin Aydin, Warten auf Gerechtigkeit, Das Denkmal und die Gräber der Revolutionäre auf dem Westfriedhof in Bottrop, Tredition Verlag Hamburg 2017

7. Sahin Aydin, Zur Erinnerung an den Essener Rechtsanwalt Dr. Rosenberg, Eine politische Biografie, Tredition Verlag Hamburg 2017

Profilbild
Foto: Sven Kaiser - Gelsenkirchen

 

Neuigkeiten

Rote Ruhrgeschichte - Der Bottroper Lokalhistoriker Sahin Aydin erinnert an vergessene Revolutionäre

23.11.2018
 
DIE ROTE HILFE
4.2018
Zeitung der Rote Hilfe e. V. ,44. Jahrgang, www.rote-hilfe.de
Seite 40
 

Wieso ein Kurde über deutsche Bergarbeiter und ihre Geschichte schreibt ...

27.09.2018
 
Rote Fahne 20/2018
Wieso ein Kurde über deutsche Bergarbeiter und ihre Geschichte schreibt ...

Der Bottroper Autor Sahin Aydın erzählt, wie er als Kind einer kurdischen Einwandererfamilie zum Erforscher der Geschichte der Bergarbeiterbewegung des Ruhrgebiets wurde

Von Redaktion
Donnerstag, 27.09.2018

Rote Fahne: Wie kommt es, dass ein Migrant mit kurdischen Wurzeln eine Broschüre über einen deutschen Bergarbeiter (Alois Fulneczek) schreibt und jetzt ein Buch über die Kämpfe der deutschen Bergarbeiter 1920?

Sahin Aydin: Ich komme aus einer Familie, die Kurden sind – ein Volk, das unterdrückt wird. Zweitens bin ich Alevit, und mein Vater war Textilarbeiter. In unserem Dorf in der Türkei haben wir keine Moschee und auch keine Kirche. Ich bin in Deutschland aufgewachsen. In der Schule waren Geschichte und Politik mein Lieblingsunterricht. Als Jugendlicher und auch heute bin ich in der deutschen marxistischen Bewegung aktiv.

Was ist das Besondere an deinem Buch „Warten auf Gerechtigkeit“?

In der bürgerlichen Stadtgeschichte ist die Rede von 56 Arbeiterinnen und Arbeitern, die 1920 von der Marine-Brigade von Loewenfeld in Bottrop ermordet wurden. Bei meiner Recherche habe ich herausgefunden, dass das Freikorps Marine-Brigade von Loewenfeld in der Zeit vom 3. April bis zum 18. Mai 1920 insgesamt 257 Arbeiterinnen und Arbeiter ermordet hat. Das geschah unter dem Vorwand, dass sie alle Mitglieder der Roten Ruhrarmee gewesen seien. Viele Bergarbeiter wurden einfach aus ihrem Heim herausgeholt und erschossen. Darunter waren viele, die mit der Roten Ruhrarmee nichts zu tun gehabt hatten.

Mit geht es um das Denkmal, das von der KPD und der Gewerkschaft UNION im Jahre 1922 für die März-Gefallenen errichtet wurde. In der Nazizeit wurde es geschändet, und nach dem II. Weltkrieg wurde es nur halb wiederhergerichtet. Mit diesem Buch möchte ich ein Zeichen setzen, dass es nötig ist, das Denkmal im Original wiederherzustellen.

Was möchtest du unseren Leserinnen und Lesern noch sagen?

Dass man die Arbeiterbewegung im Ruhrgebiet in den Jahren 1918/1919/1920 thematisieren und dazu forschen soll. Weil es bis jetzt wenig dazu gibt. Nächstes Jahr jährt sich die Ermordung des Arbeiterführers Alois Fulneczek aus Bottrop zum 100. Mal. Dazu wird eine Gedenkkundgebung auf dem Westfriedhof Bottrop stattfinden – am 23. Februar 2019 um 14 Uhr. Der Gedenktag wird unterstützt von MLPD, DKP und Die Linke.


Herzlichen Dank für das Interview!

 

 

Presseberichte

Denkmal und Gräber in Bottrop

22.11.2018
 
„Deutsche Revolution / Kapp-Putsch 1920 in Bottrop“
Warten auf Gerechtigkeit: Das Denkmal und die Gräber der Bergarbeiter auf dem
Westfriedhof in Bottrop

„Mit seinem im Verlag Tredition erschienenen Buch „Warten auf Gerechtigkeit“ schafft es Şahin Aydın mehr und mehr, die Lücke in der Forschung über die nach der Niederschlagung des Kapp-Putsches 1920 in Bottrop ermordeten Bergarbeiter zu schließen. Das Freikorps von Loewenfeld, selbst am Kapp-Putsch beteiligt, wurde nach dessen Zusammenbruch gegen Bergarbeiter in Bottrop eingesetzt. Im offiziellen Gedenken an die Gründungsphase der Weimarer Republik wurde lange die monarchistische Soldateska geehrt. Der Autor Şahin Aydın gibt nicht eine „Neutralität“ vor, die über den Ereignissen der damaligen Zeit schwebt. Er bezieht Position für die ermordeten Bergarbeiter. Aber er schafft es in mühevoller Kleinarbeit, viele bisher unbekannte Details über die damaligen Ereignisse und ihre Akteure ans Licht zu bringen und zu belegen. Ohne seine Forschung wäre die auch von der linken Bewegung vernachlässigte Geschichte der revolutionären ArbeiterInnen in Bottrop fast in Vergessenheit geraten. Şahin Aydıns Arbeit sollte Anstoß für die Bildung einer alternativen Historikerkommission des Ruhrgebiets zur Erforschung der Opfer des Kapp-Putsches sein.“ (Dr. Peter Berens, Oberhausen)
 
Quelle: https://www.deutsche-revolution.de/denkmal-und-graeber-in-bottrop

Warten auf Gerechtigkeit

 
„Das Denkmal und die Gräber der Bergarbeiter auf dem Westfriedhof in Bottrop“
Nr. 68
August/September 2018
18. Jahrgang
Seite 4
 
Quelle: Standpunkt / Sozialistische Zeitung für Duisburg

Neuer Blick auf Bottrops Revolutionäre

05.04.2018
 
„Sahin Aydin legt einen Band über das Denkmal und die Gräber der Toten der linken Arbeiterbewegung von 1919/1920 auf dem Westfriedhof vor.“
Im nächsten Jahr feiert Bottrop die Verleihung der Stadtrechte vor 100 Jahren. In dem für die Stadt wichtigen Jahr jähren sich aber auch zum 100. Mal die Kämpfe, die das damalige Deutsche Reich mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Monarchie erschütterten oder die Niederschlagung des so genannten Kapp-Putsches im März 1920. Monarchisten, Kommunisten, aber auch Sozialdemokraten und deutsch-national gesinnte Gruppen rangen um die Macht aber auch die Deutungshoheit in der ersten deutschen Republik. Diese revolutionären Umbrüche hatten Streiks, Aufstände, die Besetzung und/oder Verteidigung von wichtigen Orten – in Bottrop zum Beispiel des damals neuen Rathauses – zur Folge.

Gewalt gab es auf beiden Seiten. Die konservativen Freikorps gingen dabei besonders grausam gegen die linke Arbeiterschaft vor. In Bottrop war zunächst 1919 das Freikorps Lichtschlag und während des Ruhraufstands nach dem Kapp-Putsch bis Mai 1920 die Marine-Brigade von Loewenfeld aktiv. Letztere besetzten Bottrop von Anfang April bis Mai. Den Opfern der revolutionären, kommunistischen Seite widmet der Bottroper Hobbyhistoriker Sahin Aydin nun die Publikation „Warten auf Gerechtigkeit“ als Band 1 einer Reihe „Alternative Beiträge zur Bottroper Stadtgeschichte“. Geschichte überparteilich erzählen

Auf 92 Seiten und mit zahlreichen Abbildungen stellt er dabei nicht nur die Geschichte vor der Familie des am 5. April 1920 von Loewenfeld-Soldaten in seiner Wohnung erschossenen Kommunisten Bernhard Rogge. Neben diesen und vielen anderen Opfern geht es Sahin Aydin vor allem um das Gedenken an die Toten auf dem Westfriedhof.

Dort gibt es eine Grabanlage mit Mahnmal für diese „Märzgefallenen“ aber auch Gräber von kommunistischen Opfern der Nazi-Diktatur, Michael Mast und Franz Kwasigroch und dem linken Arbeiterführer Alois Fulneczek, der 1919 von Mitgliedern des Freikorps Lichtschlag getötet wurde. Er wurde 1922 dorthin umgebettet. In diesem Jahr errichteten die KPD und die extrem linke Bergarbeitergewerkschaft „Union der Hand- und Kopfarbeiter“ ein Denkmal, das auch die Namen der getöteten Genossen trug. Der damalige Friedhofsausschuss hatte vorgeschlagen, die Kosten unter der Bedingung zu übernehmen, wenn Jakobinermütze und Sowjetsterne wegfallen würden. Dazu kam es nicht, wie die Bottroper Volkszeitung BVZ damals berichtete.

Die Anlage wurde später von den Nationalsozialisten zerstört. Jakobinermütze, Zahnrad, Schlägel und Eisen wurden dabei ebenso entfernt, wie die Sowjetsterne neben der Inschrift „Wir kämpften für die Freiheit des Proletariats“.

Mit seinem Band möchte Sahin Aydin nicht nur eine neue, historisch genauere Darstellung der Opferzahlen der Ereignisse von damals anregen. Die seien nämlich weit höher als 79, die die bereits 1970 nach oben korrigierte Liste angebe. Das habe er bei Recherchen in Bottroper Akten aber auch im Freiburger Militärarchiv herausgefunden.

Neben der Wiederherstellung des Gedenksteins von 1922 und der Namensliste regt Aydin auch Informationstafeln - ähnlich der für den jüdischen Friedhof - zu allen historisch bedeutenden Grabstätten auf dem Westfriedhof an, darunter auch die Gräber der Weltkriegsgefallenen und „Rathausverteidiger“ von 1919.

Das Buch von Sahin Aydin „Warten auf Gerechtigkeit“ ist im Hamburgwer Verlag „tredition“ erschienen und kostet 9,90 Euro. Erhältlich im Bottroper Buchhandel.
 
Quelle: https://www.waz.de/staedte/bottrop/neuer-blick-auf-bottrops-revolutionaere-id213921647.html

Şahin Aydın auf Spur der Bottroper Ruhrrevolutionäre

03.04.2018
 
„Şahin Aydın auf Spur der Bottroper Ruhrrevolutionäre“
Archive sind seine zweite Heimat. Es vergeht nahezu kein Tag, an dem der 49-Jährige nicht in Sachen Heimatforschung unterwegs ist. Auf der Suche nach Quellen und Kontakten zu möglichen Zeitzeugen. Die wechselvolle Zeit der Weimarer Republik und der NS-Terror, das ist es, was ihn besonders interessiert. Und die Schicksale jener Menschen, die nicht in den Geschichtsbüchern zu finden sind.


Das Interesse für Geschichte entwickelte sich schon früh. "Das hat vielleicht auch mit meiner eigenen Geschichte zu tun", verrät Sahin Aydın. 1968 wurde er als Kurde in der Türkei geboren. Mit fünf Jahren kam er mit seiner Familie zunächst nach Gronau, wo er aufgewachsen ist. Seit 1999 lebt er in Bottrop.
 
Quelle: http://www.lokalkompass.de/bottrop/l

Warten auf gerechtigkeit

24.03.2018
 
„Denkmal und Gräber der Bergarbeiter auf dem Westfriedhof“
Warten auf Gerechtigkeit
Denkmal und Gräber der Bergarbeiter auf dem Westfriedhof

Mit seinem im Verlag Tredition er
schienenen Buch „Warten auf Gerech
tigkeit“ schafft es Sahin Aydın (Foto)
mehr und mehr, die Lücke in der
Forschung über die nach der Nieder
schlagung des Kapp-Putsches 1920 in
Bottrop ermordeten Bergarbeiter zu
schließen. Das Freikorps von Loewen
feld, selbst am Kapp-Putsch beteiligt,
wurde nach dessen Zusammenbruch
gegen Bergarbeiter in Bottrop einge
setzt. Im offiziellen Gedenken an die
Gründungsphase der Weimarer Repu
blik wurde lange die monarchistische
Soldateska geehrt.
Der Autor Sahin Aydın gibt nicht
eine „Neutralität“ vor, die über den Er
eignissen der damaligen Zeit schwebt.
Er bezieht Position für die ermordeten
Bergarbeiter. Aber er schafft es in muü
evoller Kleinarbeit, viele bisher unbekannte
Details über die damaligen Ereignisse
und ihre Akteure ans Licht zu bringen
und zu belegen. Ohne seine Forschung
wäre die auch von der linken Bewegung
vernachlässigte Geschichte der revolu
tionären ArbeiterInnen in Bottrop fast
in Vergessenheit geraten. Sahin Aydıns
Arbeit sollte Anstoß für die Bildung
einer alternativen Historikerkommis
sion des Ruhrgebiets zur Erforschung
der Opfer des Kapp-Putsches sein.
 
Quelle: Bottrop / Mittendrin, Ausgabe 10/18, Samstag, 24. März 2018 Seite 5

Sahin Aydin erforscht Schicksale mutiger Ruhrstädler: Zu ihnen gehört auch der Essener Dr. Nathan Rosenberg

26.02.2018
 
„Sahin Aydin erforscht Schicksale mutiger Ruhrstädler: Zu ihnen gehört auch der Essener Dr. Nathan Rosenberg“
Şahin Aydın erforscht Schicksale mutiger Ruhrstädter: Zu ihnen gehört auch der Essener Dr. Nathan Rosenberg

Das Forschervirus hat ihn gepackt. Kein Tag, an dem der 49-Jährige nicht unterwegs ist in Sachen Heimatforschung. An dem er nicht in Archiven nach Quellen sucht, per E-Mail Kontakte zu Zeitzeugen knüpft oder im Austausch mit Historikern nach neuen Erkenntnissen forscht. Die wechselvolle Zeit der Weimarer Republik und der NS-Terror, das ist es, was ihn besonders interessiert. Und die Schicksale jener Menschen, die nicht in den Geschichtsbüchern zu finden sind.


Jetzt hat sich der 49-jährige Bottroper an die Spuren von Dr. Norbert Nathan Rosenberg geheftet. Der Rechtsanwalt und Notar wurde am 9. Januar 1869 in Essen geboren. Nach dem Studium eröffnete der 1897 als Rechtsanwalt in Essen zugelassene Rosenberg eine Kanzlei im Lichtburg-Gebäude am Burgplatz.
Der Lokalhistoriker ist tief in die Familiengeschichte der Rosenbergs eingetaucht und dabei auf viele offene Türen gestoßen. "Das hat vielleicht auch mit meiner eigenen Geschichte zu tun", verrät er im Gespräch mit dem Stadtspiegel. Denn Sahin Aydın wurde 1968 als Kurde in der Türkei geboren. Mit fünf Jahren kam er mit seiner Familie zunächst nach Gronau, wo er aufgewachsen ist. Seit 1999 lebt er in Bottrop.
Auf einen Tee beim Mitarbeiter des jüdischen Friedhofs
Dass sich jemand, der nicht in Deutschland geboren, nicht unmittelbar Teil der Geschichte ist, so intensiv mit dieser auseinandersetzt, fand man in vielen Institutionen und Einrichtungen spannend. "Ich habe auf dem jüdischen Friedhof auf dem Parkfriedhof in Huttrop nach dem Grab Norbert Rosenbergs gesucht", erinnert sich Sahin Aydın. "Der zuständige Mitarbeiter hat mich sofort gefragt, warum gerade ich zu diesem Thema forsche. Meine Antwort war wohl überzeugend. Denn am Ende hat er mich immer auf einen Tee eingeladen, wenn ich vor Ort war."
"Als Ausländer spreche ich vielleicht automatisch nicht richtig deutsch"
Allerdings gibt es auch Vorbehalte in Historikerkreisen. "Ich hatte auch schon das Gefühl, dass mich einige belächeln. Vielleicht weil sie glauben, ich bin Ausländer und spreche deshalb automatisch nicht richtig deutsch." Sicherlich sei Kurdisch seine Muttersprache, räumt der 49-Jährige ein. "Aber ehe ich etwas veröffentliche, gehen meine Texte immer noch einmal an einen Zweitkorrektor, um mögliche Fehlerquellen auszuschließen. Aber das tun deutsche Lokalhistoriker sicher auch." Entmutigen lässt sich der 49-Jährige durch derartige Vorbehalte in seinem Engagement jedoch nicht.
Flucht vor den Nazis nach Uruguay - Infos aus Montevideo

Zuletzt hat Aydin die letzte noch lebende Nachfahrin des Essener Rechtsanwalts ausfindig gemacht. Die Enkelin der Rosenbergs lebt heute in Tokio. Die Deutsche Botschaft in Uruguay, dorthin sind die Eheleute Rosenberg 1939 vor den Nazis geflohen, ihr Sohn ist bereits 1936 dorthin ausgewandert, hat dem kurdischen Lokalhistoriker eine Menge Informationen geliefert und Dokumente für seine politische Biografie zur Verfügung gestellt. Ebenso die Jüdische Gemeinde in Montevideo. Und auch die jüdische Gemeinde Essen, das Stadtarchiv und das Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Heildeberg sowie das Landes- und Bundesarchiv waren bei der Aufarbeitung der Geschichte des Juristen und seiner Familie sehr kooperativ und hilfreich.
Rechtsanwalt vertrat Angehörige der Ruhrkampf-Revolutionäre

"Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde es relativ schnell schwer für Rosenberg, seinen Beruf auszuüben", weiß Aydin. Die faschistischen Machthaber begannen sofort, „Belastungsmaterial“ gegen den jüdischen Rechtsanwalt, der in Essen Vorsitzender und lange Zeit Vorstandsmitglied der Deutschen Friedensgesellschaft war, zusammenzutragen.
 
Quelle: http://www.lokalkompass.de/essen-borbeck/leute/ahin-aydn-erforscht-schicksale-mutiger-ruhrstaedter-zu-ihnen-gehoert-auch-der-essener-dr-nathan-rosenberg-d830919.html

Buchvorstellung: Warten auf Gerechtigkeit

17.01.2018
 
„Das Denkmal und die Gräber der Bergarbeiter auf dem Westfriedhof in Bottrop“
Mit seinem im Verlag Tredition erschienenen Buch „Warten auf Gerechtigkeit“ schafft es
Sahin Aydin mehr und mehr, die Lücke in der Forschung über die nach der Niederschlagung des Kapp-Putsches 1920 in Bottrop ermordeten Bergarbeiter zu schließen. Das Freikorps von Loewenfeld, selbst am Kapp-Putsch beteiligt, wurde nach dessen Zusammenbruch gegen Bergarbeiter in Bottrop eingesetzt. Im offiziellen Gedenken an die Gründungsphase der Weimarer Republik wurde lange die monarchistische Soldateska geehrt.

Der Autor Sahin Aydin gibt nicht eine „Neutralität“ vor, die über den Ereignissen der damaligen Zeit schwebt. Er bezieht Position für die ermordeten Bergarbeiter. Aber er schafft es in mühevoller Kleinarbeit, viele bisher unbekannte Details über die damaligen Ereignisse und ihre Akteure ans Licht zu bringen und zu belegen. Ohne seine Forschung wäre die auch von der linken Bewegung vernachlässigte Geschichte der revolutionären ArbeiterInnen in
Bottrop fast in Vergessenheit geraten. Sahin Aydins Arbeit sollte Anstoß für die Bildung einer alternativen Historikerkommission des Ruhrgebiets zur Erforschung der Opfer des Kapp-Putsches sein.

Dr. Peter Berens, Oberhausen



Sahin Aydin
„Warten auf Gerechtigkeit“ Verlag Tredition

ISBN:
Taschenbuch: 978-3-7439-2673-8 (9,90 Euro)
Gebundene Ausgabe: 978-3-7439-1862-7 (14,99)
 
Quelle: http://www.scharf-links.de/46.0.html?&tx_ttnews[swords]=sahin%20aydin&tx_ttnews[tt_news]=63685&tx_ttnews[backPid]=65&cHash=c97782c4a7

Buchvorstellung von Sahin Aydin

17.01.2018
 
„Buchvorstellung von Sahin Aydin“
Bottrop: Westfriedhof | Warten auf Gerechtigkeit
Das Denkmal und die Gräber der Bergarbeiter auf dem Westfriedhof in Bottrop

Mit seinem im Verlag Tredition erschienenen Buch „Warten auf Gerechtigkeit“ schafft es Şahin Aydın mehr und mehr, die Lücke in der Forschung über die nach der Niederschlagung des Kapp-Putsches 1920 in Bottrop ermordeten Bergarbeiter zu schließen. Das Freikorps von Loewenfeld, selbst am Kapp-Putsch beteiligt, wurde nach dessen Zusammenbruch gegen Bergarbeiter in Bottrop eingesetzt. Im offiziellen Gedenken an die Gründungsphase der Weimarer Republik wurde lange die monarchistische Soldateska geehrt.

Der Autor Şahin Aydın gibt nicht eine „Neutralität“ vor, die über den Ereignissen der
damaligen Zeit schwebt. Er bezieht Position für die ermordeten Bergarbeiter. Aber er schafft es in mühevoller Kleinarbeit, viele bisher unbekannte Details über die damaligen Ereignisse und ihre Akteure ans Licht zu bringen und zu belegen. Ohne seine Forschung wäre die auch von der linken Bewegung vernachlässigte Geschichte der revolutionären ArbeiterInnen in Bottrop fast in Vergessenheit geraten. Şahin Aydıns Arbeit sollte Anstoß für die Bildung einer alternativen Historiker- kommission des Ruhrgebiets zur Erforschung der Opfer des Kapp-Putsches sein.

Dr. Peter Berens, Oberhausen

___________________________________

Sahin Aydin
Titel: „Warten auf Gerechtigkeit“ Verlag Tredition
ISBN:
Taschenbuch: 978-3-7439-2673-8 (9,90 Euro)
Gebundene Ausgabe: 978-3-7439-1862-7 (14,99)
 
Quelle: http://www.lokalkompass.de/bottrop/leute/buchvorstellung-von-sahin-aydin-d819242.html

 

Videos

Zur Erinnerung an den Essener Rechtsanwalt Rosenberg

10.01.2018
 
 
 

Warten auf Gerechtigkeit, Das Denkmal und die Gräber der Revolutionäre in Bottrop

08.01.2018
 
Bottrop TV 2018