"Auch wenn sie fast gestorben sind … sie leben dennoch heute" von Samiya Bilgin
Hardcover

Auch wenn sie fast gestorben sind … sie leben dennoch heute

Das eigene Leben im Spiegel der Märchenbilder erkennen und heilen

Samiya Bilgin
Gesundheit, Familie, Lebenshilfe

Dieses Arbeitsbuch entstand während der Beratung von Frauen und Männern in Therapiegruppen. Die Teilnehmer/innen lernten, ihre eigenen Lebensetappen auf den roten Faden eines ihnen wichtigen Märchens zu übertragen. Die Figuren des gewählten Märchens, die Orte und Geschicke lassen sich gut auf Situationen des eigenen Lebens übertragen, um darin mögliche Lernschritte und Sinnangebote für das eigene Leben zu erkennen.
Im ersten Teil werden Märchen der Gebrüder Grimm mit eigenen biografischen Situationen in Beziehung gesetzt, um zu zeigen, welche Hilfe Märchen beim Verstehen des eigenen Lebens sein können. Die aufgeführten Märchen werden soweit erläutert, wie es für das Erkennen der Beziehung zwischen Lebenssituation und Märchenverlauf wichtig ist.
Im zweiten Teil werden sieben grimmsche Märchen nach Themen gegliedert, die in den meisten Lebensbiografien vorkommen. Die Kriterien der Gliederungen werden in kurzen Einstimmungstexten vor jedem Abschnitt transparent gemacht. Da in diesem Teil des Buches tief in die Bilderwelt der Märchen eingetaucht wird, sind die Märchen aus der Fassung von 1857 abgedruckt. Sie tragen alte, vorchristliche Bilder, die auf naturreligiösen oder schamanischen Vorstellungen vom Leben basieren.
Im dritten Teil werden Arbeitsmethoden mit den Märchen- und Lebensbildern angeboten. Sieben Abschnitte eines jeden Märchens werden vorgestellt und als Stufen der Lebens- und Märchentreppe, die zu Liebe und Frieden führt, veranschaulicht. Die Autorin hat diese Abschnitte selbst an Märchenbeispielen gefunden und die Märchen der Sammlung der Brüder Grimm daraufhin überprüft. Mit selbst entwickelten Methoden und Angeboten aus der Gestalt- und Kunsttherapie werden die Leser/innen eingeladen, ihr eigenes Leben mit Märchenbildern zu verstehen, anzunehmen und zu befrieden. Rituale werden dargelegt und Meditationen laden ein, sich achtsam den eigenen Wunden und Verletzungen zu nähern.