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Silke Kruse

Zusammen mit ihrem Mann Diplom-Volkswirt Udo Kruse, hat Silke Kruse seit Anfang der 70er-Jahre über 200 Aufsätze vor allem in Fachzeitschriften, aber auch in der Publikumspresse über sozialpolitische und sozialgeschichtliche Themen veröffentlicht. Dazu kommen verschiedene Buchveröffentlichungen.

Bei den gemeinsamen Veröffentlichungen kommt es ihnen darauf an, fachspezifische Themen populär darzustellen, also auf der Basis von Fachinformationen (meistens mit Literaturangaben belegt) verständlich und interessant Themen aufzuarbeiten. Dass das gelungen ist, wird ihnen immer wieder bestätigt (auch bei Lesungen und Info-Veranstaltungen). Eine große Rolle spielen hierbei auch jahrzehntelange berufliche Erfahrungen (auch und gerade im sozialpolitischen Raum). Zurzeit liegt ihnen viel daran, mit dem so wichtigen zeitlichen Abstand quasi als Zeitzeugen die Nachkriegszeit aufzuarbeiten. Hierbei können sie auch auf ihr Familienarchiv (u.a. SW-Fotos ihrer Eltern) zurückgreifen.

Silke Kruse hat Ende der 60er-/Anfang der 70er-Jahre an der Universität Hamburg Betriebswirtschaftslehre studiert. Das war damals eine männliche Domäne. Es gab nur wenige Frauen, und der Abschluss lautete „Diplom-Kaufmann“. Aber das ist lange her. Jetzt haben die Frauen aufgeholt, und ihr Abschluss heißt „Diplom-Kauffrau“.

Ebenso wichtig wie das Studium der Betiebswirtschaftslehre waren für sie sechs Semester Soziologie – gerade in den damals so bewegenden Jahren der Soziologie. Vieles davon ist eine wertvolle Grundlage, um mit Abstand die Nachkriegszeit zu interpretieren, - so zum Beispiel Aleander Mirtscherlichs „vaterlose Gesellschaft“ oder Karl Martin Boltes „Deutsche Gesellschaft im Wandel“.