Paperback

Das Haus des Friedens

Band I der Kashmir-Saga

Simone Dorra
Romane & Erzählungen

Nach fünfzehn Jahren Dienst als Traumatherapeutin überall in den Krisengebieten der Welt kommt die Irin Sameera Sullivan für ihre medizinische Hilfsorganisation nach Kashmir. Sie verliebt sich auf Anhieb in das wunderschöne, von einem jahrzehntelangen Konflikt gebeutelte Tal. Kurz nach ihrer Ankunft lernt sie den indischen Ex-Agenten Vikram Sandeep kennen, der nach einem traumatischen Erlebnis den Dienst quittiert und in der Nähe von Srinagar ein Waisenhaus eröffnet hat. Die Begegnung mit ihm und seinen Pflegekindern verändert ihr ganzes Leben...

In der Kashmir-Saga erzählen Simone Dorra und Ingrid Zellner in sieben Bänden die Geschichte zweier in Freundschaft eng verbundener Familien in Indien und Kashmir. Sie erstreckt sich über vier Jahrzehnte und berichtet von großen Gefühlen, von spannenden Abenteuern, von Terror und Liebe in einem durch anhaltende Konflikte geschundenen Land.

Rezensionen

Spannung, Liebe und große Gefühle

IngridZellner
★★★★★

Ich kenne Simone Dorras “Das Haus des Friedens” schon seit längerer Zeit; ich habe die Geschichte gelesen, während sie entstand und noch bevor wir auch nur ansatzweise daran gedacht haben, irgendwann gemeinsam daran weiterzuschreiben und eine insgesamt siebenbändige Kashmir-Saga zu kreieren. Was mich seinerzeit sofort gefesselt hat, war der mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail gestaltete Hintergrund: Kashmir, dieses von jahrzehntelangen, anhaltenden Konflikten geschundene Tal im Grenzbereich zwischen Indien und Pakistan, wo man noch heute jederzeit mit Stacheldraht, Militärkontrollen und Anschlägen rechnen muss, wo es für eine Traumatherapeutin wie die Irin Sameera Sullivan leider mehr als genug zu tun gibt… und wo es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, wenn jemand wie der indische Ex-Agent Vikram Sandeep ein Waisenhaus eröffnet, darin jedoch aufgrund seiner finanziellen Verhältnisse gerade mal zehn Kindern ein Zuhause bieten kann. Immerhin, diese zehn Kinder im “Dar-as-Salam” (Haus des Friedens) haben bei ihm eine Chance auf ein Leben in Sicherheit und Frieden, soweit das auf diesem Pulverfass Kashmir überhaupt möglich ist. Und dass der Hindu Vikram ganz gezielt muslimische Waisenkinder großzieht, ist ein Zeichen, das gar nicht hoch genug gewertet werden kann.

Wie Sameera und Vikram einander kennenlernen, wie Sameera behutsam versucht, nicht nur den traumatisierten Waisenkindern zu helfen, sondern auch Vikram, der ebenfalls schlimme Erinnerungen mit sich herumträgt – und wie sie beide in die Mühlen alter Feindschaften und Konflikte geraten und dabei einander ebenso zu verlieren drohen wie sich selbst, das wird von Simone Dorra spannend, sprachlich gewandt, in lebendigen Bildern und mit großen Gefühlen erzählt. “Das Haus des Friedens” liest sich wunderbar und flüssig, und ich wünsche dem Buch viele begeisterte Leser.

Simone Dorra
★★★★★

Spannung, Liebe und Terror - Familiensaga und doch ein bisschen Thriller

Dorra
★★★★★

Sameera Sullivan, Traumatherapeutin aus Irland, fährt für eine Hilfsorganisation nach Kashmir. Eigentlich soll sie nur beratend tätig sein, doch das Schicksal der Menschen lässt sie ihre professionelle Distanz verlieren. Und dann ist da Vikram Sandeep, ein geheimnisvoller Ex-Agent der indischen Abwehr, der in einem Tal nahe Srinagar ein Kinderheim aufgemacht hat. Geht das alles mit rechten Dingen zu? Wer ist der Politiker, mit dem der Mann befreundet ist und welche Beziehung besteht zwischen ihnen? Hat Vikram seiner Vergangenheit, über die er kaum spricht, wirklich abgeschworen und welches schreckliche Erlebnis hat sein Leben auf den Kopf gestellt? Was hat Moussa, der Junge, der seine Sprache verloren hat, erlebt und wird es Sameera gelingen, eine Beziehung zu ihm aufzubauen? Zu diesem Zeitpunkt ahnt noch keiner der Protagonisten, dass jemand sie beobachten lässt und dunkle Pläne schmiedet, die eine dramatischen Wende der Ereignisse herbeiführen könnten.

„Das Haus des Friedens“ von Simone Dorra ist der erste von 7 Bänden der „Kashmir-Saga“. Und ohne zu viel vorwegzunehmen, darf man sagen, dass dieses Buch mehr Spannung und Dramatik, aber auch große Gefühle enthält, als das harmonische Cover vermuten lässt. Es ist flüssig und mitreißend geschrieben – genau die Art von Buch, das man am Abend nicht weglegen kann, weil man unbedingt wissen will, was im nächsten Kapitel geschieht. Und in den folgenden Bänden. Nur vor einem muss man wirklich warnen: am Ende fast jeden Kapitels wird der Wunsch übermächtig groß, das nächstgelegene indische Restaurant aufzusuchen.