"Simone Theisen-Diether" - Autor bei Tredition.de
 

   

Simone Theisen-Diether

Simone Theisen-Diether, Jahrgang 1976, lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Koblenz. Sie hat einen Abschluss als Diplom-Verwaltungswirtin (FH) und verfügt über langjährige Erfahrung in der Kommunalverwaltung. Auch in ihrer Freizeit interessiert sie das kommunale Geschehen, woraus zwischenzeitlich ein Mandat im Stadtrat wurde. Die Inspiration fürs Schreiben ergab sich aus ihrer eigenen Krankheitsgeschichte und den damit verbundenen Erlebnissen.

Bis zu ihrem 28 Lebensjahr war Simone Theisen-Diether eine „Sport-Verrückte“, die Judomatte ihr zweites zu Hause. Mit der Kopfgelenksinstabilität änderte sich alles. Neue Wege abseits der Sporthalle mussten gefunden werden und so entschied sie sich für die Kommunalpolitik.

Der Weg bis zu einer endgültigen Diagnose, der Kampf gegen behördliche Windmühlen und die persönliche Neuausrichtung haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der im Buch „Wackelköpfchen“ verarbeitet wurde.

 

Presseberichte

Weißenthurmerin verarbeitet seltene Erkrankung in Buch

17.01.2017
 
„Langer Weg zur Diagnose instabiles Kopfgelenk - "Wackelköpfchen" soll anderen helfen“
Auszüge aus dem Artikel der Rhein-Zeitung vom 17.01.2017:
Mit dem rund 270 Seiten starken Band „Wackelköpfchen“ will die ehemalige Leistungssportlerin zudem gegen die „ungerechtfertigte Psychiatrisierung“ von Menschen mit organischen Krankheiten kämpfen. (...)

Nur zugreifen hätte sie müssen, dann wäre Simone Theisen-Diether mit Psychopharmaka behandelt worden, „und mein wirkliches Problem wäre wohl nie erkannt worden“, meint die heute 40-Jährige. Damit Menschen mit „komischen Krankheiten“ ernst genommen werden, um zu sensibilisieren, hat sie „Wackelköpfchen“ geschrieben. (….) Drei Jahre dauerte es, bis ein Internist eine dauerhafte Nervenreizung an der Halswirbelsäule feststellte. „Mit Nahrungsergänzungsmitteln und einer Diät besserten sich Kopfschmerzen und Übelkeit, ich war nicht mehr so schlapp“, erinnert sich die Autorin. Do h erst 2008 erkannten Spezialisten in einer Klinik am Rhein schließlich die Fehlfunktion des Kopfgelenkes, Mit eiserner Disziplin kämpft Simone Theisen-Diether sich wieder zurück: „Mit einem zehnminütigen Spaziergang ging es los, das war sehr mühsam“. (…) Doch im Dezember 2014 erfolgt der endgültige Zusammenbruch. Jetzt will sie der Sache vollständig auf den Grund gehen. Mit Hilfe der aufrechten Untersuchung in einem Kernspintomographen erkennt ein auf die Kopfsinne spezialisierter Arzt die fehlende Zentrierung und ein überdehntes Band an Theisen-Diethers Kopfgelenk: Sie hat ein Wackelköpfchen.
Das Gesundheitsamt will eine mögliche Dienstunfähigkeit klären. „Sofort war ich in der Psycho-Schublade, wurde nicht mehr für voll genommen“, erinnert sich die Patientin. (...) Die Auseinandersetzungen mit dem Dienstherrn landen vor Gericht: gegen die Anordnung, ein neuropsychiatrisches Gutachten erstellen zu lassen, klagt Simone Theisen-Diether vor dem Verwaltungsgericht - und gewinnt. Zur Zeit ist sie befristet dienstunfähig. (…) Bis dahin versucht sie, mit Physiotherapie, Spezialkopfkissen und Diäten mit den körperlichen Einschränkungen zurecht zu kommen: „Fenster aufmachen, im Kino sitzen oder am Computer arbeiten geht eben nicht mehr“. Mit Hilfe eines Diktierprogramms hat die Kämpfernatur das Buch geschrieben. Sie sagt; „Wenn „Wackelköpfchen“ auch nur einem Menschen helfen kann, wäre das schon super“.
 
Quelle: Rhein-Zeitung Koblenz

"Ich bin nicht psycho, nur krank"

07.01.2017
 
„Arbeitnehmerin aus Weißenthurm kämpfte gegen Behörden und gewann“
WEIßENTHURM. –edb- Simone Theisen-Diether (40) ist keine Simulantin und keine psychisch Erkrankte – sie ist einfach „nur“ körperlich krank. Um die Anerkennung dieser Tatsache musste die junge Frau elf Jahre lang kämpfen, gegen ihren Vorgesetzten und gegen das Gesundheitsamt.
Ein langer Prozess, bei dem andere mürbe geworden wären. Nicht Simone Theisen-Diether. Sie zog vor Gericht und bekam Recht. Das Verwaltungsgericht hat die von Ärzten verschiedener Fachrichtungen gestellte Diagnose „Kopfgelenksinstabilität“ als Ursache ihrer Erkrankung anerkannt. Damit ist das vom Gesundheitsamt geforderte neuropsychiatrische Gutachten, das ihre Dienstfähigkeit abklären sollte, vom Tisch. Ihre Geschichte hat die junge Frau nun in einem Buch festgehalten. „Wackelköpfchen“ nennt sie den Titel und beschreibt darin ihre jahrelange Odyssee durch Arztpraxen und ihren anschließenden Spießrutenlauf durch die Behörden.
 
Quelle: Koblenz am Wochenende