"Der HWS-Stammtisch" von Simone Theisen-Diether
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Der HWS-Stammtisch

Geschichten einer unsichtbaren Krankheit

Simone Theisen-Diether
Gesundheit, Familie, Lebenshilfe

In „Der HWS-Stammtisch“ erzählen neunzehn völlig unterschiedliche Menschen von ihrem Leben mit einer unsichtbaren Krankheit: einer Kopfgelenksinstabilität und den damit verbundenen Begleiterkrankungen. Die Geschichten sind zum Teil tragisch, berührend und unbegreiflich, manche machen Mut, andere rühren zu Tränen. Alle eint der Wunsch mit ihren Geschichten aufzurütteln, zu helfen und zu verändern. Eine Kopfgelenksinstabilität soll nicht länger unsichtbar bleiben, sondern die Anerkennung von Ärzten, Versicherungen und der Gesellschaft erfahren. Die Betroffenen wehren sich gegen eine ungerechtfertigte Psychiatrisierung und die Vorverurteilung als Simulanten, sie kämpfen gegen Existenznot und soziale Isolation. Das Buch beleuchtet das unbestreitbare „Instabilitäts-Desaster“ in Deutschland und Österreich.
 

Presseberichte

Buch soll unsichtbare Krankheit sichtbar machen

29.01.2020
 
„Weißenthurmerin will Menschen mit einer Kopfgelenksinstabilität Gehör verschaffen“
Auszüge aus der Rhein-Zeitung Koblenz vom 29.01.2020:

Weißenthurmer Autorin schreibt weiteres Buch über Kopfgelenksinstabilität und will damit den Betroffenen der unsichtbaren Krankheit Gehör verschaffen.

.....Nach der Veröffentlichung ihres ersten Buches meldeten sich viele Betroffene bei Theisen-Diether, schilderten ihre Erfahrungen. „Mit vielen habe ich über drei Jahre lang Kontakt gehalten“, erzählt die Autorin. Im Laufe der Gespräche kam ihr die Idee, auch über andere Fälle zu schreiben. Sie fragte bestehende Kontakte, schrieb eine Selbsthilfegruppe aus Österreich an und startete in speziellen Facebook-Gruppen einen Aufruf. Von der Reaktion war sie überrascht: „Viel schneller als gedacht hatte ich die Geschichten zusammen. Es war, als hätten die Leute nur drauf gewartet, ihre Erlebnisse zuteilen.“ Die Gastautoren des Buches stammen aus Deutschland und Österreich. Sie sind zwischen Ende 20 und Ende 50 Jahrealt,einer ist Student, ein anderer Arzt. Fünf Betroffene sind Männer, der Rest Frauen. Das führt Theisen-Diether auf die höhere Kommunikativität von Frauen zurück. Mit 17 der 19 Gastautoren haben fast alle jahrelang nach ihrer Diagnose gesucht, die Krankheit oft durch eigene Recherche entdeckt. Vielen wurde Aggravation vorgeworfen, das Übertreiben von Krankheitserscheinungen. Ärzte haben die Symptome als psychische Erkrankungen abgestempelt, so Theisen-Diether. Einer Betroffenen wurde eine Persönlichkeitsstörung vorgeworfen, ein anderer als Hypochonder beschimpft. 95 Prozent der Gastautoren haben eine Psychiatrisierung erlebt, fühlten sich dadurch unzureichend untersucht. Ein großes Problem ist die Unsichtbarkeit der Krankheit, sagt Theisen-Diether. Mit ihrem Buch will sie deshalb Aufmerksamkeit erzeugen –in der Gesellschaft und der Medizin. Die Betroffene findet zudem: „Es fehlt an fundierter Forschung und interdisziplinärer Zusammenarbeit.“ Ärzte würden die Krankheit selten erkennen, es gebe wenig Behandlungsmöglichkeiten. Versteifungsoperationen beispielsweise seien in Deutschland nicht üblich.......
 
Quelle: Rhein-Zeitung, Ausgabe Koblenz

 

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Buchtrailer

08.02.2020