Paperback

Wackelköpfchen

Mein Leben mit einer Kopfgelenksinstabilität

Simone Theisen-Diether
Biografien & Erinnerungen

Mit einem Schlag hatte sich alles verändert. So, oder so ähnlich, beginnen oft Geschichten über Schicksalsschläge. Hier war es anders, der Prozess verlief schleichend, die Beschwerden kamen erst nach und nach, wodurch es vermutlich umso schwerer war, dem Problem auf die Schliche zu kommen. Am Ende einer jahrelangen Odyssee durch Arztpraxen stand eine erstaunliche Diagnose: Kopfgelenksinstabilität. Nachdem endlich Klarheit herrschte, tat sich ein neues Problem auf: Der Amtsschimmel begann zu wiehern! Die Frage der Dienstfähigkeit entwickelte sich zum behördlichen Spießrutenlauf. Am Ende stand der Gewinn von Lebensqualität.

Dieses Buch ist kein medizinischer Ratgeber, vielmehr ein sehr persönlicher Erfahrungsbericht.
 

Presseberichte

Weißenthurmerin verarbeitet seltene Erkrankung in Buch

17.01.2017
 
„Langer Weg zur Diagnose instabiles Kopfgelenk - "Wackelköpfchen" soll anderen helfen“
Auszüge aus dem Artikel der Rhein-Zeitung vom 17.01.2017:
Mit dem rund 270 Seiten starken Band „Wackelköpfchen“ will die ehemalige Leistungssportlerin zudem gegen die „ungerechtfertigte Psychiatrisierung“ von Menschen mit organischen Krankheiten kämpfen. (...)

Nur zugreifen hätte sie müssen, dann wäre Simone Theisen-Diether mit Psychopharmaka behandelt worden, „und mein wirkliches Problem wäre wohl nie erkannt worden“, meint die heute 40-Jährige. Damit Menschen mit „komischen Krankheiten“ ernst genommen werden, um zu sensibilisieren, hat sie „Wackelköpfchen“ geschrieben. (….) Drei Jahre dauerte es, bis ein Internist eine dauerhafte Nervenreizung an der Halswirbelsäule feststellte. „Mit Nahrungsergänzungsmitteln und einer Diät besserten sich Kopfschmerzen und Übelkeit, ich war nicht mehr so schlapp“, erinnert sich die Autorin. Do h erst 2008 erkannten Spezialisten in einer Klinik am Rhein schließlich die Fehlfunktion des Kopfgelenkes, Mit eiserner Disziplin kämpft Simone Theisen-Diether sich wieder zurück: „Mit einem zehnminütigen Spaziergang ging es los, das war sehr mühsam“. (…) Doch im Dezember 2014 erfolgt der endgültige Zusammenbruch. Jetzt will sie der Sache vollständig auf den Grund gehen. Mit Hilfe der aufrechten Untersuchung in einem Kernspintomographen erkennt ein auf die Kopfsinne spezialisierter Arzt die fehlende Zentrierung und ein überdehntes Band an Theisen-Diethers Kopfgelenk: Sie hat ein Wackelköpfchen.
Das Gesundheitsamt will eine mögliche Dienstunfähigkeit klären. „Sofort war ich in der Psycho-Schublade, wurde nicht mehr für voll genommen“, erinnert sich die Patientin. (...) Die Auseinandersetzungen mit dem Dienstherrn landen vor Gericht: gegen die Anordnung, ein neuropsychiatrisches Gutachten erstellen zu lassen, klagt Simone Theisen-Diether vor dem Verwaltungsgericht - und gewinnt. Zur Zeit ist sie befristet dienstunfähig. (…) Bis dahin versucht sie, mit Physiotherapie, Spezialkopfkissen und Diäten mit den körperlichen Einschränkungen zurecht zu kommen: „Fenster aufmachen, im Kino sitzen oder am Computer arbeiten geht eben nicht mehr“. Mit Hilfe eines Diktierprogramms hat die Kämpfernatur das Buch geschrieben. Sie sagt; „Wenn „Wackelköpfchen“ auch nur einem Menschen helfen kann, wäre das schon super“.
 
Quelle: Rhein-Zeitung Koblenz

"Ich bin nicht psycho, nur krank"

07.01.2017
 
„Arbeitnehmerin aus Weißenthurm kämpfte gegen Behörden und gewann“
WEIßENTHURM. –edb- Simone Theisen-Diether (40) ist keine Simulantin und keine psychisch Erkrankte – sie ist einfach „nur“ körperlich krank. Um die Anerkennung dieser Tatsache musste die junge Frau elf Jahre lang kämpfen, gegen ihren Vorgesetzten und gegen das Gesundheitsamt.
Ein langer Prozess, bei dem andere mürbe geworden wären. Nicht Simone Theisen-Diether. Sie zog vor Gericht und bekam Recht. Das Verwaltungsgericht hat die von Ärzten verschiedener Fachrichtungen gestellte Diagnose „Kopfgelenksinstabilität“ als Ursache ihrer Erkrankung anerkannt. Damit ist das vom Gesundheitsamt geforderte neuropsychiatrische Gutachten, das ihre Dienstfähigkeit abklären sollte, vom Tisch. Ihre Geschichte hat die junge Frau nun in einem Buch festgehalten. „Wackelköpfchen“ nennt sie den Titel und beschreibt darin ihre jahrelange Odyssee durch Arztpraxen und ihren anschließenden Spießrutenlauf durch die Behörden.
 
Quelle: Koblenz am Wochenende