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Martin Luther und die Reformation im Lichte der Bahá'í-Lehren

Ein Beitrag zum Reformationsjubiläum aus Bahá'í-Perspektive

Sören Rekel-Bludau
Theologie

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal der Thesenanschlag Martin Luthers an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. Dieses Ereignis und sein gewaltiger Nachhall fordern nicht nur die Katholische Kirche, sondern auch alle anderen am Dialog beteiligten Personen und Gruppen heraus, ihren je eigenen Beitrag zur Erinnerungskultur des Reformationszubiläums beizusteuern. Dass ein solcher Beitrag aus den Reihen der Bahá'í-Gemeinde kommt, mag zunächst überraschen, denn lange Zeit war das Verhältnis der Evangelischen Kirchen zur Bahá'í-Gemeinde eisig und von aggressiver Apologetik begleitet. In den letzten Jahrzehnten hat sich dieses Bild jedoch grundlegend gewandelt. Im Gegenzug hat allerdings seit frühester Zeit keine explizite Beschäftigung der Bahá'í-Religion mit den Evangelischen Kirchen und der Reformation stattgefunden. Dieser Aufsatz soll diejenigen Zitate aus dem Schrifttum der Bahá'í, die sich implizit oder explizit mit der Reformation befassen, zusammenstellen, kommentieren und versuchen, daraus eine Bewertung des Reformationsgeschehens aus einer Bahá'í-Perspektive heraus zu ermöglichen.