Hardcover

LANDEBAHN

Stefan Gross
Romane & Erzählungen

Carl Hammer, Unternehmensberater, ist viel in der Welt unterwegs. Stets mit leichtem Gepäck, gut gedeckten Kreditkarten und gegen alles geimpft, reizt ihn das Leben im globalen Dorf. Nur nach Indien wollte er nie, doch seine Karrierepläne lassen ihm keine andere Wahl. Schlaflos, mit hohem Fieber und widerstrebenden Gefühlen, die er nicht begreift, fliegt er nach einem Streit mit seiner Frau Alice los. Erschöpft und desorientiert treibt er in Indien wie ferngesteuert ins Zentrum seiner Lebensfrage: Wer bin ich wirklich? Denn Carl kennt seine Herkunft nicht und sieht, wenn er in den Spiegel schaut, stets nur sein Phantombild, nie sein wahres Ich. Er bricht den Kontakt zu Alice ab, reist mit einem mysteriösen Fremden nach Varanasi, ertrinkt beinahe im heiligen Fluss Ganges und landet mit einer schweren Infektion bewusstlos im Krankenhaus. Dort wacht er unter den Augen der Medizinstudentin Shakti auf und verliebt sich in sie. Mit ihr will er ein neues Leben beginnen. Sie ziehen ins Village, eine New-Age Kommune mit Selbstversorgergarten, Therapie- und Meditationszentrum. Carl fühlt sich bald wie neu geboren. Doch dann erfährt er, dass Shakti nicht nur seine spirituelle Schwester ist. Carl muss sich einer schockierenden Wahrheit stellen und ein völlig neues Leben beginnen.
Carl Hammers Ausstieg aus einem überhitzten, unwirklichen Leben im globalen Dorf, das sich als ein nicht fassbares Überall und Nirgends erweist, ist hochaktuell.
 

Presseberichte

Lohn des Schreibens

30.06.2020
 
„eine echte Heldenreise“
Liebe Freunde von schreibwerk berlin,

vielleicht fragen Sie sich auch manchmal, warum viele sich der Mühe des Schreibens unterziehen. Es ist anstrengend, es dauert lange, bis etwas richtig Gutes dabei herauskommt – und oft werden wir ziemlich empfindlich. Doch was lässt uns trotzdem daran festhalten?

Stefan Gross hat jetzt seinen ersten Roman "Landebahn" veröffentlicht, und er sagt: "Die Schulung des Bewusstseins beim Schreiben ist auch so schon Lohn genug." Das stimmt wohl und es ist oft ein Wunder, wie viel wir neu "sehen lernen" beim Schreiben, aber es ist auch etwas verkürzt. Deshalb setzt Stefan noch hinzu: "Wenn ich aber ein Publikum gewinnen kann, ist das sicher auch ein schönes Gefühl."

Schauen Sie doch mal in "Landebahn", so der Titel der spannenden Geschichte um einen gut situierten Manager, der sich auf die Suche nach sich selbst und seiner Familiengeschichte begibt. Quasi wider willen. Was ihm auf dieser Heldenreise widerfährt, ist oft überraschend, tragisch und komisch zugleich. Am Ende ... weiß er mehr: über sich selbst – und das Gärtnern. Wie hatte schon Voltaire gesagt? "Il faut cultiver son jardin" (etwa: man muss seinen Garten pflegen) – und das kann im übertragenen Sinne auch das Bewusstsein sein, das sich beim Schreiben schult. Oder ganz konkret, wie Carl Hammer das in Indien lernt und – organisch, biologisch – auch nach seiner Rückkehr weiterführt.

Ich wünsche dem Roman viele LeserInnen.

Herzliche Grüße
Dr. Hanne Landbeck
 
Quelle: schreibwerk berlin