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Berater, Tod und Teufel

Stefan M. Voland
Romane & Erzählungen

"Und die Bibel hat doch Recht." Es gibt sie, die Hölle! Keiner will es wahrhaben, bis auch die Leitung des Düsseldorfer Consultingunternehmen MacPride diese bittere Erkenntnis ereilt. Schlimmer noch: Sie muss den Mächten der Finsternis auf verschiedene Weise zu Willen sein. Nicht zuletzt deshalb, weil das ach so saubere Unternehmen in allerlei schmutzige Geschäfte verwickelt ist. Glücklicherweise können sie den nichtsahnenden Mitarbeiter Maximillian Freyer mit dem Beratungsauftrag betrauen, denn die Hölle soll dringend modernisiert werden. Aber damit geht es erst richtig los. Der junge Berater muss mancherlei Widerstände überwinden, bevor er eine Erneuerung einleiten kann. Dies scheint zunächst einfacher, als ursprünglich gedacht, denn auch Luzifer hat keine Lust mehr auf seine Rolle als Zucht- und Kerkermeister Gottes. Doch die himmlischen Mächte versuchen, ihn zur Ordnung zu rufen.
Bevor jedoch der Ort der Finsternis endlich seine finale Bestimmung finden kann, müssen sich die Reformer eines Putsches erwehren, wobei sich der alte Fouché als gefährlicher Gegner erweist. Am Ende kann die Gefahr mit der unbeabsichtigten Hilfe des Präsidenten der USA abgewehrt werden. Nun wäre alles gut, wenn sich nur ein Grundübel beseitigen ließe: die LANGEWEILE. Dagegen ist bis heute noch kein Kraut gewachsen. Der Roman erhebt den Anspruch ihr entgegen zu wirken. Urteilen Sie selbst!

Rezensionen

Ein Höllenjob

Ummenhofer
★★★★★

Ich habe mich durch dieses Buch bestens unterhalten gefühlt. Es vereinigt gekonnt mehrere Genres in sich: Der höllische Teil ist natürlich rein fiktional, was allerdings auch anders gesehen werden kann. Es ist aber auch ein politisches Buch, ein theologisches Buch und nicht zuletzt auch ein Krimi. Es stellt ganz banale Fragen, die es in einer kurzweiligen Art zu beantworten versucht: Ist Gott gerecht oder nur rachsüchtig? Wie fühlen sich die Teufel in ihrer von Gott zugewiesenen Rolle? Wer oder was berechtigt die Einflüsterer der Politik, die Consultingfirmen, Einfluss auf das Handeln der Regierung und des Parlaments zu nehmen und sich als vierte oder fünfte Macht im Staat zu gerieren? Es gelingt dem Autor, die auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammen gehörigen Themengebiete geschickt miteinander zu verschränken und sie sie nach zahlreichen überraschenden Wendungen zu einem fulminanten, überraschenden Schluss zu bringen.