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Der Vierte Weg von Gurdjieff

Ein spiritueller Schulungsweg

Stefan Schmitz
Religion & Spiritualität

Der Vierte Weg von Gurdjieff ist ein moderner, integrativer Schulungsweg, dessen wichtigste Wurzeln im Sufismus, der Mystik des Islam, gefunden werden können. Fast alle klassischen Wege der spirituellen Schulung haben ihren Schwerpunkt nur auf einer der drei folgenden Domänen der menschlichen Existenz, nämlich entweder auf dem Körper oder auf dem Verstand oder auf dem Gefühlsleben. Der Vierte Weg hingegen setzt an allen drei Domänen zugleich an. Er beinhaltet eine intensive Arbeit sowohl am Körper, beispielsweise an den chronischen Muskelverspannungen, wie auch am Verstand, etwa an dessen ständigen Rechtfertigungen, und nicht zuletzt am Gefühlsleben, insbesondere an den negativen Emotionen. Hinzu kommen noch komplexe Bewegungsübungen, wie die heiligen Tänze, und anspruchsvolle Meditationsmethoden, wie vor allem das Selbsterinnern.
Bei der vorliegenden Einführung in die Lehre des Vierten Weges kommt es mir als Autor nicht nur auf Originaltreue an, sondern gleichermaßen auf Verständlichkeit. Dementsprechend ist meine Darstellung des Vierten Weges angereichert mit manchen neueren Erkenntnissen, insbesondere aus der Tiefenpsychologie und aus der Transpersonalen Psychologie. So habe ich mich für dieses Buch zwar in erster Linie an den Äußerungen von Gurdjieff selbst orientiert, wie sie vor allem von Ouspensky überliefert worden sind, und in zweiter Linie an den Büchern von Ouspensky und von Bennett, in dritter Linie an weiteren Vertretern des Vierten Weges, wie etwa an Jean Vaysse, Oscar Ichazo, Bruno Martin und Klausbernd Vollmar, daneben in vierter Linie aber, wo es mir hilfreich oder gar notwendig erschien, auch an den Theorien anderer Autoren, von Sigmund Freud bis Ken Wilber.
Gerade durch die Anreicherung mit neueren Erkenntnissen von solchen Autoren konnte ich die einzelnen Fragmente der Lehre von Gurdjieff zu einer stimmigen Gesamtdarstellung verbinden, die einerseits eine interessante Einführung in den Vierten Weg darstellt, und die andererseits auch für solche Menschen nützlich ist, die einen anderen Weg praktizieren, wie etwa Zen-Meditation, christliche Mystik oder Yoga-Übungen.