Paperback

Die Liebes-Analphabeten

Zehn Erzählungen

Stella Tsianios
Romane & Erzählungen

Am Anfang ist es die erste Begegnung, der erste Kuss, der erste Spaziergang – dann folgt der letzte Spaziergang, der letzte Kuss, die letzte Begegnung. Jedes Ende hat einen Anfang.
Jeder Anfang beinhaltet eine Liebesgeschichte; rückwärts gesehen ist jede Geschichte eine gelungene Liebesgeschichte – rückwärts gesehen ist das Ende der Anfang.
Rückwärts gesehen gibt es keine Liebes-Analphabeten.
Komik und Tragödie finden folgerichtig zueinander, sodass die Liebes-Analphabetinnen nicht um einen Marzipan-Penis streiten, sondern um die Einzigartigkeit zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Auf die Frage, ob es Katzen- oder Hundefrauen gibt, antwortet der pseudo-misogyne Takis mit Ja, bis er dem Rentner begegnet, der für die Liebe zu seinem Hund lebt. Rouli, sein Hund, wird eines Tages von seinem Nachbarn vergiftet. Einen Monat später verstirbt auch der Rentner.
Der vierzigjährige Liebes-Analphabet und Hundebesitzer mag keine Frauen, die ihm im Park ein Hundegespräch aufzwingen. Er würde sie am liebsten anspucken, doch er ist höflich, er schläft mit ihnen.
Elias der Liebes-Analphabet glaubt nicht an die Liebe, er täuscht sie gegenüber Mara nur vor. Er maskiert seine eigene Mittelmäßigkeit, indem er behauptet, Liebe habe mit der Abwesenheit der geliebten Person zu tun, und legitimiert somit, dass er mit Maras Freundin schläft, um Mara zu vermissen.
Anais verlässt ihre rote Küche und Georg, der mit den Liebesrezepten seiner Mutter das Leben der von ihm zu Therapierenden zu versüßen versucht. Georg ist Paartherapeut, er hat unzählige Paare mit seiner Keksmethode zusammen- und doppelt so viele auseinandergebracht. Anais reicht es, sie verlässt den Liebes-Analphabeten.