Paperback

Fremde Söhne

Sie kamen als Flüchtlinge und wurden Familie

Susanne Schneider
Biografien & Erinnerungen, Romane & Erzählungen

Familie Schneider sieht ihr idyllisches Dorfleben jäh zerstört, als 22 syrische Männer in das Nachbarhaus einziehen. Nur der erwachsene Sohn bleibt gelassen. Trotz eigener Vorurteile lernen sie die Flüchtlinge besser kennen. Damit beginnt eine Welle von Ereignissen, die ihr Leben drastisch verändert – allerdings ganz anders als erwartet …
Nur wenige Menschen lernen Asylanten kennen, aber viele stellen immer die gleichen Fragen: Wie sind die eigentlich so? Wieso kommen die zu uns? Wieso fast nur junge Männer? Was haben die auf der Flucht erlebt? Wie leben die hier? Arbeiten die überhaupt? Was machen Moslems anders als wir? Wie behandeln die Frauen? Wollen die sich überhaupt integrieren?
Die Autorin beantwortet mit ergreifenden, lustigen, teilweise auch traumatischen Erlebnissen diese Fragen mitreißend und authentisch. Nicht recherchiert, nicht nacherzählt, nicht politisch gefärbt - sondern einfach erlebt!
 

Presseberichte

#pastellpages TikTok-Booknook zu FREMDE SÖHNE

04.07.2021
 
 
Quelle: TikTok Buchempfehlung #booknook

pastellpages zu FREMDE SÖHNE

28.06.2021
 
„Am Ende des Tages wollen wir doch alle das selbe… In Frieden miteinander Leben. “
Dieses Mal geht es um einen Erfahrungsbericht, der mir sehr am Herzen liegt. 💕
In Fremde Söhne geht es um Susanne, die eines Tages mit ihrem Mann gesagt bekommt das im alten Pfarrhaus nebenan Flüchtlinge einziehen.
Und indirekt haben wir wahrscheinlich alle die selben Sorgen. Niemand weiß wie das wohl laufen wird. Bestehlen die einen? Oder vielleicht schlimmeres? Susanne erzählt von ihren Ängsten und Erfahrungen. Sie will aufklären! 🤓✨
Für mich die wichtigste Botschaft hinter diesem Buch: Wir müssen aufeinander zugehen und miteinander arbeiten. Am Ende des Tages wollen wir doch alle das selbe… In Frieden miteinander Leben. ☝🏼
Der Schreibstil des Buches ist wahnsinnig angenehm und man bekommt das Gefühl die Geschichte vorgelesen zu bekommen! ☺️
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Quelle: Buchhändlerin Saskia Papen auf Instagram (#pastellpages)

Sie kamen als Fremde und wurden Familie

19.06.2021
 
„Nicht bekehren, sondern aufklären“
In einer kleinen Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis, da lebt Susanne Schneider. Wo genau, das möchte sie lieber nicht verraten. Es spielt auch keine Rolle. Denn die Geschichte, die sie in ihrem im April erschienenen Buch „Fremde Söhne“ erzählt, hätte genau so überall geschehen können.
Im Sommer 2015 erfuhrt Schneider durch das Amtsblatt, dass im katholischen Pfarrhaus, das lediglich durch einen Zaun von ihrem Garten getrennt ist, eine Flüchtlingsunterkunft für mehr als 20 syrischen Männer eingerichtet werden sollte. Ihre und die Begeisterung ihres Mannes hielt sich – gelinde gesagt – in Grenzen. Im Nachhinein schämt sie sich dafür, denn nur zu bald sollte das Paar merken, dass zur Sorge kein Anlass bestand.
Schneider betont in ihrem etwa 300 Seiten langen Buch immer wieder, dass sie nur über ihre persönlichen Erfahrungen berichten kann. Es liegt ihr fern, jemanden bekehren zu wollen. Wohl aber möchte sie Aufklärungsarbeit leisten. „Und darum habe ich angefangen zu schreiben“, erklärt die Autorin.
Nach einem Jahr war ihr Buch fertig – und kein Verlag wollte es haben. Die Flüchtlingskrise sei vorbei, war die Antwort, die sie mehrfach erhielt. „Die Zeit der Flüchtlinge ist vielleicht vorbei, nicht aber die Zeit von Fremdenhass und Vorurteilen. Das wird immer schlimmer“, meint sie. Als großes Problem sieht Schneider die sozialen Medien, in denen mit negativer Berichterstattung und Propaganda immer wieder Öl ins Feuer gegossen, Ängste geschürt werden. „Selbst enge Freunde haben diesen Berichten mehr Glauben geschenkt, als unseren Erzählungen aus erster Hand“, stellt sie traurig fest. Und deshalb wurde es in ihren Augen Zeit, dass jemand, der den neuen Nachbarn nicht von Anfang an begeistert gegenüber stand, endlich einmal über seine positiven Erfahrungen mit ihnen erzählt.
Herausgekommen ist eine beeindruckende Sammlung von persönlichsten, individuellen Geschichten. Erlebnisse der Schneiders, Fluchtgeschichten von realen Menschen, den Schrecken, die sie in ihrem Heimatland Syrien, in dem seit 2011 Krieg herrscht, durchlebten. Zwischen diese intimen Einblicke in zwei Kulturkreise, die aufeinander trafen und einander bereicherten, fügen sich kurze Kapitel von praktischem Nutzen ein.
Sie beinhalten ganz alltägliche Probleme, vor denen Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer immer wieder standen. Welche Behörde ist für was zuständig? Wo bekomme ich welche Papiere? Und warum ist alles mit unverständlichen Abkürzungen (die nicht mal Deutsche kennen) versehen. Das meiste hat Schneider durch zahlreiche Telefonate herausgefunden – manches ist ihr bis heute ein Rätsel geblieben ...
In ihrem Buch bemängelt sie, dass es damals nur wenig Infomaterial für Helfende gab. Inzwischen habe sich das gebessert. Auch mit gängigen, oft propagierten Vorurteilen geht Schneider hart ins Gericht, räumt auf, schafft Klarheit.
„Ich habe in zahlreichen Gesprächen gemerkt, dass die meisten Leute überhaupt keine Ahnung von Flüchtlingen hatten. Viele waren aber von Vorurteilen geprägt. Auch wir hatten uns, bis die jungen Männer einzogen, noch nie mit dem Islam oder dem Nahen Osten befasst – und so geht es vermutlich den meisten“, fasst die frisch Publizierte zusammen.
Ausschlaggebend für sie und ihren Mann, von sich aus Kontakt aufzunehmen, war letztlich, dass sie keine Spannungen in der Nachbarschaft wollten. „Es wird ja nicht besser, wenn man sich über Wochen und Monate hinweg über den Gartenzaun beäugt“, erzählt sie. „Wären wir nicht rübergegangen, hätten sich das die Syrer nicht getraut. Wer klingelt denn und sagt: ,Guten Tag, ich bin der Flüchtling’?“ In Schneiders Augen waren und sind in diesem Punkt die Menschen gefragt und gefordert, die hier leben.
Dass aus einer einfachen Kontaktaufnahme aber Freundschaften hervorgehen sollten, die das Ehepaar sich heute aus seinem Leben nicht mehr wegdenken kann – damit hatte es nicht gerechnet.
„Die Männer haben sich heute in alle Winde verstreut. Viele sind der Chancen halber in größere Städte gezogen“ ...
 
Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung