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Die Drachenschiff-Variante

Eine hanseatisch-chinesische Liebesaffäre

Thomas Einfeldt
Romane & Erzählungen

Die europäischen Nationalstaaten suchen im beginnenden Industriezeitalter neue Absatzmärkte und Rohstofflieferanten in Übersee. Kalkutta, Colombo, Batavia, Singapur, Kanton sind die Namen von Handelsplätzen, die im Jahr 1838 magischen Reiz auch für Hamburger Kaufleute besitzen.
Sie wollen nicht allein den Niederländern, Portugiesen und Briten den Einkauf von Tee, Seide und Porzellan in China überlassen. Doch auf dem Meer lauern Piraten, Opiumschmuggler und Taifune.

Jean-Paul Maiboom, ein junger Hamburger Kaufmann lässt sich vom Ostasiatischen Freundeskreises als Expeditionsleiter auf die gefährliche Reise nach Kanton schicken.
Der junge Mann ist unerfahren in Liebesdingen; zwar lernt er Alicia Eckey, die Tochter einer mit der Familie Maiboom bekannten Familie auf einem Ball kennen, doch für eine Liebesbeziehung bleibt keine Zeit: Maiboom rüstet das schnelle und moderne Schiff Drachen aus und beginnt die gefährliche Reise nach Kanton.

Dort lernt er Qing kennen, die jüngste Nebenfrau seines chinesischen Geschäftspartners Chang. Qing ist als Waise von ihren älteren Brüdern an Chang verkauft worden. In ihrer glücklichen Kindheit hat ein deutscher Missionar ihr Deutsch beigebracht und die Neugier auf europäische Kultur geweckt. Es entwickelt sich durch das Dolmetschen eine heikle Liebesaffäre.
Qing möchte sich von dem alten Kaufmann Chang befreien und träumt von einem besseren Leben. Sie bringt den Kaufmann Chang dazu, sich gegen die kaiserliche Abschottungspolitik Chinas zu stellen. Er soll auf eigene Kosten Vertraute nach Europa senden, um mehr über die Fremden zu lernen. Schließlich schickt er Qing und einen Neffen auf der Drachen nach Hamburg. Wird Qing ihr Glück mit Maiboom finden?