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Wie Deutschland gespalten wurde

Die Politik der KPD 1945 bis 1951

Ulrich Heyden
Politik & Geschichte

Bei den alljährlichen Feiern zur deutschen Einheit wird in den Hintergrund gedrängt, wie es eigentlich 1949 zur Gründung von zwei deutschen Staaten kam und welche Position die Kommunistische Partei Deutschlands zur Frage der deutschen Einheit vertrat. Kaum bekannt ist, dass die KPD, die 1947 in den Westzonen 320.000 Mitglieder hatte, eine der entschiedensten Kräfte war, die für die deutsche Einheit und gegen die Gründung eines "westdeutschen Separatstaates" eintrat. Mit ihren Aktivitäten auf den Gebieten Entnazifizierung, Kampf gegen den Hunger, Wiederaufbau und Sozialisierung der Schlüsselindustrien leistete die KPD einen wichtigen Beitrag für den Aufbau der Demokratie in Westdeutschland. Das Programm der Kommunisten von 1945 zielte auf eine demokratisch-antifaschistische Entwicklung, wie sie im Potsdamer Abkommen von den Siegermächten festgelegt worden war, nicht auf eine Revolution. Trotzdem wurde die KPD in eine Außenseiterrolle gedrängt und Deutschland gespalten.
 

Neuigkeiten

Nachdruck eines Buch-Kapitels in den "Nachdenkseiten"

31.01.2021
 
Mein Buch handelt von einer Ausnahmesituation. Es geht um die unmittelbaren Nachkriegsjahre in Deutschland, als das erlebte Grauen des Krieges zu einer politischen Öffnung führte, Kommunisten mit Ministern und Senatoren in fast allen westdeutschen Landesregierungen vertreten waren, die SPD den Sozialismus forderte und der linke Flügel der CDU unter Jakob Kaiser ein Parteiprogramm durchsetzte, in dem von einem „Sozialismus aus christlicher Verantwortung“ die Rede war, dem „kapitalistischen Gewinn- und Machtstreben“ eine Absage erteilt und eine teilweise Vergesellschaftung der Großindustrie gefordert wurde.
 

Rezension in "Rubikon.news"

07.01.2021
 
Ein mögliches Fazit für den Leser: Eine wirklich demokratische, friedensorientierte Nachkriegsgesellschaft hätte man im Westen Deutschlands nur dann aufbauen können, wenn man entweder einen konsequenten Elitentausch und Eigentumswechsel in der Wirtschaft vorgenommen hätte, vergleichbar mit der grundlegenden Umgestaltung im Osten Deutschlands, oder wenn man ein ähnliches, blockfreies Modell wie in Österreich verfolgt hätte.
 

Rezension in "scharf links"

24.12.2020
 
Rezension von Film-Regisseur Wilhelm Domke-Schulz
 

Multipolar weist auf das Buch hin

11.11.2020
 
Hinweis in den "Aktuellen Empfehlungen" des Multipolar-Internetportals
 

Rezension im Internet-Portal "Sputnik"

05.11.2020
 
„Eine Partei, die sagt, wir wollen nicht, dass die Bundeswehr im Ausland Krieg führt, hält man schon für unanständig“, meint Ulrich Heyden abschließend. „Wenn man aber in das Jahr 1945 zurückgeht, war das eine allgemeine Parole, die von allen deutschen Parteien vertreten wurde. Sogar die CDU war damals für Sozialisierung der Schlüsselindustrien. Das hatte sie in ihrem Programm. Und dass Deutsche wieder mit Gewehren im Ausland tätig sind, konnten sich nur wenige Menschen vorstellen, weil der Krieg so massiv Deutschland zerstört hatte. Für alle war klar, dass so was nie wieder passieren darf. Und Russland wurde damals selbst von Antikommunisten und Leuten, die Russland nicht mochten, als Macht anerkannt, die Europa befreit hat.“
 

Nachdruck eines Buch-Kapitels in "Telepolis"

29.08.2020
 
 

 

Videos

Lesung eines Kapitels aus dem Buch "Wie Deutschland gespalten wurde"

31.10.2020
 
 
 

Vorstellung des Buches "Wie Deutschland gespalten wurde"

29.08.2020