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Ulrike von Aufschnaiter

Ulrike von Aufschnaiter, geb. 1975, ist Gründerin und Geschäftsführerin einer Unternehmensberatung. Sie arbeitet als Coach und Organisationsentwicklerin mit Personen im oberen Management von DAX und FTSE Konzernen zusammen. Darüber hinaus blickt sie auf eine 10-jährige und internationale Karriere im Investment Banking zurück. Ihr Insiderwissen aus den Bereichen der Finanz- und Konzernwelt ermöglichte ihr eine differenzierte Ausarbeitung der Einflüsse genau dieser Akteure auf unsere globale Lebensmittelversorgung und Gesundheit. Ausschlaggebend für ihre umfängliche Recherche zu ihrem Buch war die Erkrankung des eigenen Kindes an der Zahnschmelzstörung Kreidezähne/MIH. MIH ist eine von vielen gesundheitlichen Störungen, von denen inzwischen schon große Teile der Kinder in Deutschland, wie auch weltweit, betroffen sind.
Webseite: www.deutschlandskrankekinder.de
 

Neuigkeiten

Interview im Weser-Kurier 17.6.2019

17.06.2019
 
Die Bremerin Ulrike von Aufschnaiter hat sich in das Thema gesunde Ernährung eingearbeitet. Sie ist davon überzeugt, dass das Essen in Kitas und Schulen nicht so optimal für die Kinder ist, wie es sein müsste.

Frau von Aufschnaiter, Sie haben das Buch „Deutschlands kranke Kinder – Wie Kitas und Schulen auf Anweisung der Regierung die Gesundheit unserer Kinder schädigen“ veröffentlicht. Sie sind aber nicht etwa Medizinerin oder Ernährungswissenschaftlerin, also Fachfrau, sondern Unternehmensberaterin. Wie kam es dazu?

Ulrike von Aufschnaiter: Bei meinem Sohn wurde im Alter von knapp sechs Jahren eine schwere Zahnschmelzstörung diagnostiziert. Man nennt diese Krankheit, die inzwischen als Volkskrankheit gilt, MIH – Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation – oder auch Kreidezähne. Die Zähne sind sehr porös, schon bevor sie aus dem Kiefer wachsen, und können schnell zerbrechen. Die Behandlung ist schmerzhaft und teuer. Ich konnte mir nicht erklären, warum mein Kind diese Störung aufwies. Ich dachte, ich hätte etwas Gravierendes falsch gemacht und begann zu recherchieren. Ein Buch sollte gar nicht daraus entstehen. Ich habe keine kommerziellen Interessen. Meine Rechercheergebnisse haben mich dazu gebracht.

Haben Sie keine Bedenken, dass man Ihr Buch abtun kann, weil Sie fachfremd sind?
Ich habe mehr als zwei Jahre lang intensiv recherchiert. Ich habe meine Erkenntnisse mit Fakten und Tabellen hinterlegt. Die Quellen sind umfangreich. Ich habe das Buch vor der Veröffentlichung einer Reihe von Experten vorgelegt, um mögliche Fehler zu vermeiden. Bislang wüsste ich nicht, dass mir Fehler nachgewiesen worden sind.

Sie stellen fest, dass sich die meisten Deutschen falsch ernähren. Ist es inzwischen nicht so, dass viele Familien sehr genau darauf achten, was sie zu sich nehmen, und ihre Kinder beispielsweise vegan oder zuckerfrei aufwachsen lassen?
Es gibt heutzutage mehr Wissen über gesunde Ernährung als früher, aber es ist lückenhaft, auch das, was staatliche Stellen verbreiten. Der Bevölkerung wurde über Jahrzehnte eingetrichtert, dass eine ausgewogene Energiebilanz das Einzige ist, das wirklich zählt. Das stimmt so einfach nicht. Man muss das komplexe System der Nahrungsmittelindustrie durchdringen, um wirklich zu verstehen, was mit uns geschieht. Staatlicherseits wird viel zu wenig darüber aufgeklärt, welche Nährstoffe wichtig und wo Giftstoffe enthalten sind, weder von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung noch von Kinderärzten. Eltern stellen nur fest, dass mit ihren Kindern etwas nicht stimmt, dass sie unter Krankheiten, Allergien und Unverträglichkeiten leiden. Das hängt oft maßgeblich mit der Ernährung zusammen. Sie ist schlechter geworden, in der gesamten Gesellschaft, und zwar signifikant.

Sie beklagen, dass die Lebensmittelindustrie falsche Ernährung begünstigt, um Gewinne zu maximieren. Ist das eine neue Erkenntnis?
Vielleicht ist das nicht neu, aber mir selbst haben meine Recherchen in einer Weise die Augen geöffnet, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Bevor mein Sohn Probleme mit seinen Zähnen bekam, hätte ich immer behauptet, dass wir uns ganz anständig ernähren. Das war aber vollkommen falsch. Die Lebensmittelindustrie begünstigt, dass Giftstoffe in ihre Produkte gelangen – von Antibiotika aus der Massentierhaltung bis hin zu Aluminium aus Keksen – und der Staat greift nicht ein.

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