e-Book

KANADA IST BÄRENSTARK

Ausgewandert.......ich würde es wieder tun!

Ursula Thierwächter
Romane & Erzählungen

Ursula ist 2001 im Alter von 51 Jahren allein nach Kanada ausgewandert. Sie hatte 1999 einen Kanada-Schweizer im Internet kennengelernt und daraus hat sich eine Beziehung entwickelt. In ihrem Buch: Kanada ist Bärenstark, schreibt Ursula über ihre ersten 14 Jahren in einem fremden Land, mit einer fremden Sprache und einem Mann, den sie kaum kannte. Ihre Geschichten und Erlebnisse sind mit viel Liebe und Humor geschrieben. Es gibt Trauriges und Schönes, wie das Leben eben schreibt. Schnell merkt der Leser, dass Tiere in Ursulas leben sehr viel Platz einnehmen. Sie beschreibt auch, wie Urs und sie am Anfang auf dem Berg lebten. Da war nichts ausser Busch, alles haben die beiden mit ihren Händen geschaffen, Die ersten zwei Jahre hatten sie kein fliessendes Wasser, dafür einen Fernseher, ohne den - ein normaler Mensch - in Kanada nicht leben kann! Das Buch gibt keine Ratschläge oder Tipps zum Auswandern, dazu gibt es genug andere Bücher. Dieses Buch soll unterhalten und vielleicht manchmal zum Denken oder Mitfühlen anregen. Die Geschichten werden mit 55 Farbfotos unterstrichen. viel Spass!
 

Presseberichte

Um was geht es in diesem Buch?

11.07.2016
 
„ein Buch mit Geschichten einer Auswanderung“
Die Jahrtausendwende stellte Ursula Thierwächters Leben auf den Kopf. Die Nidauerin besuchte im Herbst 2000 zum ersten Mal ihren Chatfreund Urs in Kanada. Aus der ursprünglichen Internebekannt-schaft zum Kanada - Schweizer entwickelte sich eine Liebesbeziehung. Ein halbes Jahr später – am 4. April 2001 – sass Ursula bereits zum zweiten Mal im Flugzeug Richtung Kanada. Dieses Mal mit all ihrem Hab und Gut. Sie hatte Wohnung und Job gekündigt, sich von Freunden und Familie verabschiedet und brach in eine ungewisse Zukunft auf. Über die darauf folgenden Erlebnisse hat sie jetzt ein Buch geschrieben. «Ich war damals sehr sorglos», erzählt Ursula am Telefon, «einige bezeichneten meine Entscheidung sogar als leichtfertig.» Sie habe jedoch keine Angst gehabt. Einzig der Abschied von ihren Nächsten sei schwer gewesen. Die 65-Jährige und Urs, mit dem sie mittlerweile verheiratet ist, leben heute im Westen Kanadas in British-Columbia, nahe der Grenze zu den USA (Idaho). Von der nächsten Kleinstadt Creston leben sie 25 Kilometer entfernt - das sei für kanadische Verhältnisse durchaus zumutbar. Die Abgeschiedenheit macht Ursula nichts aus, ganz im Gegenteil: «Ich mag es, allein zu sein. Für mich stimmt es hier.»

Bei null angefangen.....
In Nidau wohnte Ursula in einem Hochhaus. Jetzt besitzen sie und ihr Mann ein Grundstück von über 60 Hektaren – die Fläche von mehr als 80 Fussballfeldern – ein Haus, mehrere Hunde und Katzen. Kurz: Die Auswandererin lebt ihren Traum von mehr Platz und Freiheit. Dabei war das Einleben im fremden Land nicht immer einfach, erinnert sich Ursula Thierwächter. Sie habe nicht gut Englisch gesprochen und es sei schwer gewesen, neue Menschen kennenzulernen. «In der Schweiz war ich verwurzelt und hatte vertraute Menschen um mich. Und hier gab es plötzlich niemanden mehr.» Doch mittlerweile ist sie zur echten Kanadierin geworden; nach sieben Jahren erhielt sie die Staatsbürgerschaft. Neue Kontakte knüpft sie durch ihr freiwilliges Engagement: Als Volontärin im Altersheim oder als Fahrerin für Arztbesuche. Daneben kümmert sie sich um ihre geliebten Hunde, pflegt den Garten, lernte das Spinnen und malt. Die Auslandschweizerin geniesst es, die Tage nach ihrem Geschmack gestalten zu können. Doch das war nicht immer so. «Zu Beginn war es schwierig, keine Struktur mehr zu haben.» Doch sie habe es zu schätzen gelernt, nicht mehr von einem fixen Zeitplan bestimmt zu sein. Ursula Thierwächter ist mittlerweile pensioniert. Schon zuvor musste das Ehepaar mit wenig Geld auskommen, erschwerend kamen die hohen Lebenskosten in Kanada hinzu. «Wir brauchen aber nicht viel Geld zum Leben», sagt sie und ob man die neuste Mode trägt, ist hier nicht so wichtig! Am wenigen Geld stört sie sich also nicht. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die sie aus ihrem alten Leben in der Schweiz vermisst: «Pastetli», kommt es wie aus der Pistole geschossen, «und Vermicelles, gutes Fondue und Raclette.» Es sei sehr schwierig, in Kanada «einen richtig rassigen Käse» zu bekommen. Und wenn, dann sei er völlig überteuert.

Leben in einem Buch festgehalten.....
Im August dieses Jahres ist nun ein Buch über die Auswanderergeschichte
erschienen. In «KANADA IST BÄRENSTARK» erzählt Ursula Thierwächter von ihren ersten Jahren in der Wildnis, der neu gewonnenen Lebensqualität und ihren tierischen Nachbarn, die es sogar in den Buchtitel und auf das Cover schafften. «Auf unserem grossen Grundstück sehen wir immer wieder Bären.» Es habe Braun- und Schwarzbären, die seien jedoch eher scheu. «Ich habe immer einen Bärenspray dabei, um mich im Notfall verteidigen zu können.» Dazu sei es zum Glück noch nie gekommen. «Auch dank meiner Hunde, die immer mit mir unterwegs sind.» Bei Ursula scheint es sich um eine geglückte Auswanderergeschichte zu handeln.
So sagt sie zum Schluss des Telefongespräches: «Häufig fragen mich meine alten Freunde aus der Schweiz: ‹Was machst du denn eigentlich die ganze Zeit?› "Ich lebe!"
 
Quelle: Bieler Tagblatt (Schweiz)