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Artes – Pro und Kontra VII

Untersuchungen zum gesellschaftlichen Diskurs zu Kunst, Wissenschaft und Technik Kapitel 10 und Zusammenfassung

Vilmos Dr Czikkely
Philosophie

„Publizität“, „Publikum“ „Öffentlichkeit“, als Träger eines öffentlichen Diskurses, haben mannigfache Bedeutung. So ist eine Abgrenzung notwendig. Uns interessiert der auf die artes bezogene gesellschaftliche Diskurs.
Versuche zur Kontrolle des öffentlichen Diskurses gab es bereits in Athen und Rom. Auch der Initiator der „karolingischen Renaissance“, Karl der Große, hat vor Bücher von zweifelhaftem Wert, die gegen den katholischen Glauben gerichtet sind, gewarnt. Das V. Konzil hat die Lehre der Averroisten in Padua mit dem Bann belegt. Das Tridentinum wurde für unsere Untersuchung zu einer Zäsur: Zur Kontrolle des Buchrucks wurde die Inquisition weiterentwickelt.

Die Freiheit der Kunst und Wissenschaft von diversen Versuchen der Bevormundung waren keine Selbstverständlichkeit und schon gar keine unabwendbare „historische Notwendigkeit“. Sie wurde gegen Widerstände erstritten. Zu den literarischen Kontroversen „ancients versus modernes“, in der Philologie, zwischen „Platoniker“ und „Aristotelikern“, gegen „Ciceronianer“ und um das Theaterwesen, gab es an der Schwelle zur Neuzeit weitere: Die Kontroverse um das neue Weltbild und die neue Mathematik.
Offen angesprochen wurden die Umweltprobleme der "Montanindustrie" und ihre Ambivalenz.