"Volker Hilbt" - Autor bei Tredition.de
 

   

Volker Hilbt

Meine ersten Erfahrungen mit Druckerzeugnissen machte ich bereits am Gymnasium, als ich für die Schülerzeitung schrieb. Noch mit dem Zweifinger-Suchsystem, noch auf einer Uralt-Schreibmaschine, die keinen fruchtbaren Dreher oder Dreckfuhler korrigierte, bei der sich nicht selten die Buchstaben verhedderten und das Farbband schnell an Intensität verlor. Nicht zu vergessen die schwarzen Löcher, die sich dort schnell bildeten. Die Technik, die – noch weit entfernt vom PC und Digitaldruck – für die Tötung mancher Nervenzellen verantwortlich war, konnte jedoch nicht verhindern, dass mich das Formulieren jenseits der Deutsch-, Englisch- oder Französischarbeiten verstärkt in Beschlag nahm.
Mit dem Abi in der Tasche startete ich bei der Lokalredaktion der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (heute Funke Medien) in Wanne-Eickel, wobei ich schon zu Beginn ein Faible für Glossen und überraschende Bildzeilen hatte, die zum Schmunzeln anregten. Nach der obligatorischen Zeit als freier Mitarbeiter lernte ich den Journalismus als Volontär in verschiedenen lokalen und zentralen Bereichen von der Pike auf. Nach der Ausbildung wurde ich waz-Mann in Herne – und bald doch wieder Freiberufler, weil mich die redaktionelle wie sprachliche Vielfalt bei unterschiedlichen Zeitungen, Magazinen und Agenturen sowie die Reportagen im Hörfunk reizten.
Als ich mehr von meiner gewachsenen Familie und meinen Freunden haben wollte und der Chef der Öffentlichkeitsarbeit der damaligen Hüls AG anfragte, der einen Journalisten für die Unternehmenszeitung suchte, entschied ich mich wieder für geregelte Arbeitszeiten. Es folgten zahlreiche Umfirmierungen, Umstrukturierungen und Umzüge mit noch mehr Vorständen und Geschäftsführern - nur die Telefonnummer blieb. Knapp 30 Jahre lang verdiente ich meine Brötchen in der Kommunikation der heutigen Evonik Industries AG, zuletzt als Chefredakteur und Pressesprecher im Chemiepark Marl, in dem rund 10.000 Menschen aus mittlerweile zahlreichen Unternehmen arbeiten.
Nach dem Motto "Frische Luft für frische Ideen" kommen die meisten Sprüche beim ausgiebigen Gassigehen mit Ella, einer wunderbaren Kleinen Münsterländerin, angeflogen. Manchmal im wahrsten Sinnes des Wortes: So möchte ein Vogel ("Ich bin ein Star, ich will hier raus") nicht im Bauch der Katze enden, ein Vogelmädchen zeigt stolz seinen Ring, nachdem es den Antrag angenommen hat und der bellende Vierbeiner möchte in die Lüfte steigen wie die Flughunde.
 

Neuigkeiten

Das Wort beim Wort nehmen - sei kein Frosch

11.03.2020
 
Wenn die Schnecken ein Doppelhaus suchen, die Elefanten nicht in den Porzellanladen dürfen, die Fliege sich ein Netzwerk anders vorgestellt hat, die Spinne einen Faden mitmacht, die Kegelrobben einen Scheiß Job haben, der Löwe auf dem Sprung ist, der Dachs mal wieder fällt, das Maulwurf-Mädchen in die Gänge kommen soll oder die Klapperschlangenmama ihre Rasselbande vorstellt – dann dürfen sich Ihre Mundwinkel zu einem Lächeln bewegen. Das Spiel mit der Sprache, mit kunstvollen Gemälden ins rechte Bild gerückt, steht im Mittelpunkt der Double-WAN®-Cartoons, die erstmals in einem Buch zu sehen und zu lesen sind.
Zwei machen eins: Volker Hilbt und Dietmar Zywek bilden den kreativen Doppelkopf für die Cartoons. Sie sind seit Jahrzehnten befreundet und wohnen beide in Wanne-Eickel.