"Walter Zeis" - Autor bei Tredition.de
 

   

Walter Zeis

Walter Zeis wurde am 16.04.1934 in Mährisch Trübau geboren. Seine Kindheit verbrachte er bis zur Vertreibung 1946 im seinerzeitigen Sudetenland (heute Tschechische Republik). Späte Kindheit, Jugend, Schule und Studium sowie erste Berufsjahre verbrachte er bis zur Flucht im Jahre 1960 in der seinerzeitigen DDR.
 

Neuigkeiten

Das zweite Buch bei Tredition

07.01.2019
 
Obwohl ich ein großer Freund von Behaglichkeit bin, habe ich mich an das aktuelle Werk von Walter Zeis herangetraut. Zwei ungemütliche Geschichten sind es in der Tat. Die ganze Zeit über liegt eine unheimliche Spannung in der Luft.

Insbesondere die erste Geschichte "Akazien im Feuer" erzeugte bei mir eine regelrechte Sogwirkung. Das Spannungsumfeld von Familie und Beruf wird raffiniert aufgebaut. Und die Auflösung birgt so manche Überraschung in sich.

"Der Kelch und das Gewehr" legt seinen Fokus hingegen auf andere Lebensbereiche. Der Autor schlägt hier eine völlig neue Richtung ein. Beide Geschichten ergänzen sich schließlich zu einem fabelhaften Gemälde der Irrungen und Wirrungen unserer Gesellschaft.

Der intensive Schreibstil von Walter Zeis bringt viele ausgefeilte und sehr dynamische Dialoge mit sich, nimmt sich jedoch auch stets die Zeit dafür, den Leser durch liebevoll beschriebene Details mitten ins Geschehen hinein zu versetzen. Feines Futter für meine kleine Leseratte, die mich erneut wissbegierig durch alle Seiten begleitet hat.

Mein Fazit: Zwei ungemütliche Geschichten erzählen dem geneigten Leser viel vom Sinn und Unsinn des Lebens. Ein edles Buch, das mich streckenweise auch etwas an das Werk von Rainer Maria Rilke erinnert hat. Und somit eine lohnende Lektüre für all die Leser, die sich weit abseits von seichter Unterhaltung auf ein richtig gutes Buch einlassen möchten.

Christian Rastätter
Rezensent
 

Ein reiches Lebensbuch

 
Ein reiches Lebensbuch

Walter Zeis entführt den Leser zunächst in Kindertage, die gefühlt nur draußen und nicht in einer häuslichen Umgebung stattgefunden haben. In der Schilderung von Kindertagen erkennt man nicht nur eine Idylle. Einerseits werden manche Schätze entdeckt, andererseits erlebt man manches Trauma mit. Dem Leser erschließt sich in der Summe aller Texte ein reiches Lebensbuch. Die "Zeitwasserzeichen am Wegrand" sind eine empfehlenswerte berührende Lektüre.

Alexa Plinsky
Rezensentin
 

 

Presseberichte

Das zweite Buch bei Tredition

11.01.2019
 
Walter Zeis gelingt es, die Geschichte hinter den Geschichten freizulegen. In der ersten Geschichte
„Akazien im Feuer“ habe ich das Thema „Entwurzelung“ herausgelesen: Der Mutter-
Sohn-Konflikt nimmt den Leser in ein vielschichtiges Lebensdrama aus Schuldzuweisungen,
Hoffnungslosigkeit und einem Nicht-vertraut-werden-Können mit einer neuen Umgebung mit.

Mich hat die erste Geschichte über philosophische Daseinsfragen nachdenken lassen: Wofür lebe
ich? Und wo sind meine Wurzeln? Wie kann mir das, was mir widerfahren ist, neue Blickwinkel öffnen? Es ist eine Geschichte des Scheiterns von drei Menschen, die von Freiheit träumen.

Die Geschichte „Der Kelch und das Gewehr“ greift Lösungsmöglichkeiten auf, die der Protagonist trotz aller Schicksalsschläge für sein Leben entwickeln lernt. Sie hat mich inspiriert zu Themen: Wie werden Wege aufgenommen und entwickelt? Welche Rolle spielen gerade schicksalhafte
Herausforderungen, dass sich Leben bewegt? Wie bringt uns gerade das Paradoxe im Leben dazu,
Neues zuzulassen?
Walter Zeis gelingt es in dieser Geschichte, den Leser zu überzeugen, dass Wandel und Vergänglichkeit uns helfen, immer wieder neue Lebenswege zu gehen.

Es ist eine Geschichte von Sich-Anheimgeben und Hingabe.
 
Quelle: Rezensentin: Alexa Plinsky