E:PUBLISH-Kongress: Workshop von tredition

Vor welche Herausforderungen stellt die Digitalisierung die Buchbranche und welche Chancen bietet sie den Branchenakteuren? Diesen Fragen widmet sich der E:PUBLISH Kongress in Berlin am 6. und 7. November. Im Rahmen von Workshops werden innovative Formen des Publizierens in allen Bereichen des Buchmarktes (Belletristik, Sach- und Fachbuch) ausgelotet. Übergreifendes Motto des Kongresses ist dieses Jahr „Moving the Customer“.

Sönke Schulz referiert auf dem E:PUBLISH-Kongress

tredition-Geschäftsführer Sönke Schulz

Auch tredition ist dieses Jahr bei E:PUBLISH mit einem Workshop vertreten (7.11., 11.45-13:30 Uhr). Sönke Schulz, Geschäftsführer von tredition, analysiert mit den Kongressteilnehmern die „Mehrwertstrategien im Self-Publishing“. Bei stark steigender Anzahl an Self-Publishing-Titeln in Deutschland stellt sich die Frage, wie sich traditionelle Verlage in dem noch jungen wachsenden Marktsegment positionieren und Umsatzchancen generieren  können.

In das Self-Publishing einsteigen – aber wie?

Bis dato reicht die Reaktion der Verlage auf das Wachstum des Self-Publishing von einer kompletten Verneinung dieser Entwicklung über vorsichtige Zurückhaltung bis zu ersten Ansätzen, neue Wege der Autorengewinnung zu erschließen. Zugleich steigen branchenfremde stark innovationsgetriebene Unternehmen und Dienstleister in den Markt ein und entziehen den etablierten Marktteilnehmern weiteren Umsatzboden. Angesichts eines fortwährend stagnierenden Gesamtumsatzes im deutschen Buchmarkt ist jeder Verlag mittelfristig mit der Notwendigkeit konfrontiert, neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Self-Publishing bietet dafür zahlreiche Ansatzpunkte, die im Rahmen des Workshops diskutiert werden. Anregungen liefern dabei Fallbeispiele nicht nur von Buchverlagen, sondern Tageszeitungen und Universitäten, die Self-Publishing mit einem eigens definierten Zielgruppenzuschnitt betreiben.

Im vergangenen Jahr zählte E:PUBLISH etwa 300 Teilnehmer. Der diesjährige Kongress findet im Wissenschafts- und Technologiepark Berlin Adlershof statt. Weitere Workshops des Kongresses beschäftigen sich beispielsweise mit Freemium-Geschäftsmodellen, neuen Formen für elektronisches Publizieren, digitalen Verlagsvorschauen, der Zukunft der Fachzeitschrift oder Applikationen für mobile Endgeräte. Zielgruppe des Kongresses sind neben Verlagen auch Buchgroß- und einzelhändler, Technologie-Dienstleister und Bibliotheken.

1 Antwort
  1. Alexander Werner says:

    Veröffentlichungen im Selbstverlag bieten einem Autor, der von etablierten Verlagen abgelehnt wurde, die Möglichkeit sein Werk dennoch an den Mann oder die Frau zu bringen. Damit sind auch Erfolgsgeschichten verbunden. Es gibt Autoren, die sich im Wege des Selbstverlages einen Namen machen konnten. Andererseits wird mit Verlagen bzw. mit der Möglichkeit sich Verlagsautor nennen zu dürfen ein gewisses Prestigebewusstsein verbunden.
    Allerdings setzen mittlerweile viele Autoren von Anbeginn auf die Möglichkeit ihr Buch nur als e-Book im Selbstverlag herauszubringen. Das Problem dabei ist die Reichweite, die etablierte Verlage liefern können. Wer kauft sich dieses e-Book? Doch die sozialen Netzwerke bieten eine Hilfestellung. Dort kann man für sein Buch „werben“. Verlage haben es also nicht leicht mit all den Möglichkeiten, die ein geschickter Mensch nutzen kann, um sein Buch ohne großen Verlag im Rücken auf den Markt zu bringen.

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