Editorial: Verlage im Wandel

Berichten über Strategien für Verlage im Wandel: Die indition-Herausgeber Sönke Schulz und Sandra Latußeck

Wie kann im stagnierenden Buchmarkt Wertschöpfung generiert werden? Dieser Frage widmen sich Sönke Schulz und Sandra Latußeck in dieser indition-Ausgabe

Will we print the NY Times in five years? I don‘t care!“ sagte Arthur Sulzgeber, Herausgeber der renommierten US-Zeitung einmal 2007. Heute, sechs Jahre später, erscheint die Zeitung noch immer auf gedrucktem Papier. Zugleich aber hat sich das Blatt mit einer klugen Bezahlstrategie für die eigene Webseite einen Namen gemacht. Schon 2007 war längstens klar, dass Verlage im wandel befindlich sind und – im Presse- sowie Buchbereich gleichermaßen – „ihr Selbstverständnis radikal verändern und sich neu erfinden“ müssen, wie es eine bereits damals veröffentlichte Studie des Frankfurter Media-Consult-Unternehmens Timelab auf den Punkt brachte. Eine entsprechende Weitblickkultur fehlt allerdings bis heute in vielen Verlagshäusern.

Während sich eine wachsende Anzahl an Dienstleistern im Bereich von Technologie, Herstellung und Vertrieb von Büchern einen Stück vom Kuchen abschneidet, treten etablierte Marktteilnehmer auf der Stelle. Und dies in doppeltem Sinne: Zum einen stagnieren die Umsätze im deutschen Buchmarkt seit Jahren auf einem Niveau von rund zehn Milliarden Euro, zum anderen fehlt es an Strategien um dem radikalen Strukturwandel des Printmarktes zu begegnen. Je stärker sich Herstellungs- und Drucktechnologien ausdifferenzieren, desto größer wird füfr Verlage im Wandel der Bedarf an diesbezüglichem Fachwissen. Kooperieren Verlage dafür mit Dienstleistern, können sie sich selbst auf ihre Kernkompetenz, die Programmarbeit, fokussieren: das Know-how, Inhalte und Autoren mit hohem Erfolgspotenzial aufzuspüren und im Markt zu etablieren.

Wo liegen Einsparpotenziale?

In welchen Bereichen das Outsourcing von Arbeitsbereichen erhebliches Einsparpotenzial für Verlage birgt und wie die Branche dabei von anderen Märkten lernen kann, beleuchtet indition in dieser Ausgabe.

Müssen Verlage sich neu definieren, gehört dazu immer auch eine Hinterfragung klassischer Arbeitsweisen, zu der indition anregen möchte. Die folgenden Beiträge liefern Denkanstöße zu Einsparpotenzialen für Verlage und Hinweise, wie sich Möglichkeiten für eine Effektivitätssteigerung im eigenen Unternehmen identifizieren lassen. Kurzum: Wir möchten aufzeigen, wie Verlage im Wandel ihre Zukunft sichern, um schlussendlich nicht zu jenen zu gehören, die angesichts allgemein stagnierender Umsätze und drastischen Marktveränderungen ums Überleben kämpfen müssen.

Im Sinne des Anspruches, neue innovative Wege im Buchmarkt aufzuzeigen, stellen wir auch dieses Mal wieder „Umdenker“ vor, die mit neuen Geschäftsmodellen Trends setzen.

Wir freuen uns über Ihr Feedback und kreative Ideen im Sinne eines zukunftsorientierten Wirtschaftens im Buchmarkt. Schreiben Sie uns gern per E-Mail an info@tredition.de.

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