Das sind die Buchcover-Trends 2018 – mit diesem Umschlagdesign begeistern Sie Ihre Leser

 Buchcover Trends 2018

Bild: Welche Designtrends hält das Jahr 2018 für AutorInnen in petto? In unserem aktuellen Blogartikel erfahren Sie alle Tipps zu aktuellen Trends in der Covergestaltung!

Wer Bücher schreibt und verkaufen möchte, wird es auch in diesem Jahr mit einer großen Konkurrenz zu tun haben. Laut dem  Jahresbericht 2017 der Frankfurter Buchmesse wurden allein 2016 über 85.000 Bücher in Neu- oder Erstauflage auf den Markt gebracht. Um aus dieser schieren Masse an Veröffentlichungen herauszustechen, spielt neben ansprechenden Inhalten auch das Buchcover eine wichtige Rolle. Der Buchumschlag wird von potenziellen Käufern beim Blick in die Regale oder Onlinekataloge meist als erstes wahrgenommen. Spricht das Coverdesign die LeserInnen an, ist die Chance hoch, dass diese Ihr Buch auch in die Hand nehmen, um einen genaueren Blick zu wagen. Damit Ihre Publikation 2018 erfolgreich wird, sollten Sie beim Erstellen Ihres Coverdesign auch aktuelle Designtrends beim Buchcover berücksichtigen. So schaffen Sie für Ihr Buch einen neuen Look, der aus der großen Masse an Titeln hervorsticht.

In unserem aktuellen Blogbeitrag verraten wir Ihnen die neuen wichtigsten Buchcover Designtrends für 2018.

 

Das sind die Buchcover Trends 2018:

  1. Minimalistische Cover
  2. Dominante Farbfamilie Millennial Pink
  3. Collagen
  4. Designs der 1970er- und 1980er-Jahre
  5. Handgezeichnete Cover
  6. Fette Typographie
  7. Hochwertige, moderne Finishes und Vintage
  8. Provokatives Coverdesign
  9. Kontraste

1. Minimalistische Cover

Kennen Sie den Effekt, dass gerade die schlichten Dinge für Aufmerksamkeit sorgen? Dieser Effekt lässt sich im Möbelbereich zum Beispiel bei skandinavischem Design erkennen. Hochfunktional und auf das Wesentliche reduziert, erfreut sich diese Stilrichtung seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Diese Schlichtheit lässt sich auch auf das Coverdesign übertragen.

Wird der Buchdeckel von Elementen wie extremen Typographien oder knalligen Farben befreit, fällt der Blick des Betrachters auf die zentralen Elemente: den Titel und den Namen der Verfasserin oder des Verfassers. Ist der Titel dann noch markant gewählt, ist Ihrem Buch die Aufmerksamkeit potenzieller Leserinnen und Leser gewiss. Denn durch die Reduktion bleibt für die Rezipienten genug Spielraum, um die eigene Vorstellungskraft und Neugier zu wecken.

Minimalismus in Perfektion präsentieren diese tredition-Titel:

Paperless Bibel

Bild: Cover „Paperless Bibel“

 

Morgen weiß ich mehr - Buch des Monats

Bild: „Morgen weiß ich mehr“ von Marcus Klug und Michael Lindner

 

machtRaum

Bild: Cover „machtRaum“ von Gudrun Kaltwasser und Betty Wollgarten

 

 2. Dominante Farbfamilie Millennial Pink

Frech, einladend und sympathisch wirken die Pinktöne und Roséfarben. Sie gehören zur großen Farbfamilie des „Millennial Pink“, die in den letzten Jahren auf immer mehr Buchcovern zu finden ist. Kombiniert mit einem sanften Grauschimmer, wirkt schon der Einband Ihres Buchs selbstbewusst, offen und direkt. Mit Millennial Pink ist das Klischee von der „Mädchenfarbe“ Rosa und Pink endgültig auserzählt. Stattdessen möchten in dieser Farbfamilie gestaltete Cover von Mut, Aufbruch und Optimismus erzählen. Diese Kombination wird zusammen mit Handschrift-Titeln oder schlichten Illustrationen auch Ihre künftigen Leserinnen und Leser im Jahr 2018 ansprechen.

 

Freche und selbstbewusste Cover in Millennial Pink:

Bild: Cover „Die Halbwahrheitsgeschichte über den Hund des Botschafters“

 

FAHJEM

Bild: Cover „FAHJEM“ von Constantin Himmelried

 

Bild: Cover „Früher war ich jünger“ von Jens Kofler

 

3. Collagen

Die Collage ist eine bereits ältere Technik, bei der neue Bilder aus vorhandenem Bildmaterial erstellt werden. Als Designtrend für Buchcover 2018 geht die Collage noch einen neuen Weg. Denn durch das Zusammenfügen verschiedener Grafikelemente wird aus dem eindimensionalen Cover ein fast dreidimensionales Erlebnis. Zugleich können mit Collagen vollkommen neue Bezüge hergestellt werden. Diese Bildsprache kann Gegensätze gegenüberstellen, Gemeinsamkeiten hervorheben oder in die Vergangenheit und die Zukunft zugleich blicken. Auf diese Weise können Sie Ihre Leserschaft neugierig auf den Inhalt Ihres neuen Buchs machen und in Kombination mit einer eigenwilligen Schriftart sowie einer expressiven Farbgebung für einen echten kreativen „Hingucker“ auf dem Büchertisch sorgen.

Krimis im angesagten Collagen-Stil:

 

Zapfenstreich

Bild: Cover „Zapfenstreich“ von Pia Mester

 

 

Bild: Cover „4 gegen den Klan“ von Sidney Rose

4. Designs der 1970er- und 1980er-Jahre

Können Sie sich noch an Plattencover der 1970er-Jahre erinnern, als die Nachklänge der Flower-Power zu hören waren? Oder haben Sie gerade ein Straßenbild der 1980er-Jahre vor Augen, als Jugendliche wie junge Erwachsene mit poppigen Farben experimentierten? Beide Epochen eint die Liebe zu knalligen Farbtönen und ausdrucksstarken Typographien, welche die positive Grundstimmung der zwei Jahrzehnte widerspiegelten.

Für Ihr Buchcoverdesign ist Retro auch 2018 ein echter Trend. Schriftzüge in Neonfarben, großflächige, bunte Grafiken und experimentierfreudige Designs werden mit Sicherheit viele Blicke auf Ihr Buch ziehen.

 

Retrodesigns ziehen die Blicke auf sich:

Blondinen Bitte Anleinen

Bild: Cover „Blondinen Bitte Anleinen“ von Runnah von Spielfeldt

 

Intuition für Rationalisten

Bild: Cover „Intuition für Rationalisten“ von Celine von Knobelsdorf

5. Handgezeichnete Cover

Wer schreibt in der heutigen, digitalisierten Zeit noch von Hand? Welche Grafiken werden tatsächlich noch mit Stift und Lineal geschaffen? Für Anhänger des analogen Zeitalters sind mit dem Einzug der Computertechnik ein großer Teil Persönlichkeit und Ausdruck des eigenen Charakters beim Schreiben und Gestalten verloren gegangen. Vielleicht liegt in der Wehmut nach charaktervolleren Zeiten der Grund, dass handschriftliche und handgezeichnete Buchcover 2018 stark im Trend liegen.

Was schon vor einigen Jahren bei Kinderbüchern und Mystery-Literatur begann, hat sich inzwischen in alle Bereich der Belletristik ausgebreitet. Auch persönliche Bücher wie Biographien oder Portraits setzen häufig auf handgezeichnete Cover. Mit Ihrem Coverdesign im Handmade-Stil verleihen Sie Ihrem Werk eine ganz persönliche und sehr selbstbewusste Note.

 

Handgezeichnete Cover zeigen einen ganz persönlichen Stil:

 

Zwei Sekunden

Bild: Cover „Zwei Sekunden“ von Slafa Kafi

 

Marc und der Weltraum

Bild: Cover „Marc und der Weltraum“ Axel Hahlweg

 

Marie und ihre Abenteuer

Bild: Cover „Marie und ihre Abenteuer“ von Marion Kinzig

 

"Chapeau Chatte" von Rosemai M. Schmidt

Bild: Cover „Chapeau Chatte“ von Rosemai M. Schmidt

6. Fette Typographie

„Lies mich“ mögen die in großen, auffällig gestalteten Lettern geschaffenen Buchcover rufen, so ausdrucksstark sind fette Typographien. Dies gilt umso mehr, wenn die Buchstaben in auffälligen Farben oder in hohem Kontrast zum Hintergrund gestaltet werden. Die Cover vieler erfolgreicher und aktueller Romane wurden mit fetter Typographie gestaltet. Ein perfektes Beispiel für diesen Trend liefern die Werke des erfolgreichen Autoren Jonathan Safran Foer.

Auch im Jahr 2018 werden Sie mit auffälliger und fetter Schrift bei Ihren Leserinnen und Lesern punkten und diese zum Kauf animieren können.

 

Eine sehr breite Typographie hebt den Titel deutlich hervor:

 

Alles ganz normal

Bild: Cover „Alles ganz normal“ von Erhard Kaupp

 

Bild: Cover „Die Datenwaffe“ von Patrick Mosberger

Bild: Cover „Der Knigge für Chefs“

7. Hochwertige, moderne Finishes und Vintage

Moderne Grafikdesigner haben heute vielfältige Möglichkeiten, um Buchcover optisch zu veredeln. Optische Prägungen oder bestimmte Verarbeitungsoptiken wie Holzoptik und Co. sind mittlerweile für den Grafiker ein leichtes und machen aus einem schlichten Buchdeckel ein haptisch-optisches Erlebnis. Mit einem hochwertigen Finish verleihen Sie Ihrem Buch nicht nur den äußeren Eindruck, den der von Ihnen geschaffene Inhalt verdient, sondern Sie sorgen dafür, dass Ihre potenziellen Leserinnen und Lesern das Buch auch wirklich anfassen wollen! Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Ihr Buch hebt sich auch noch ganz nebenbei von der Masse der anderen Bücher ab.

Parallel zu trendigen, hochwertigen Finishes hat sich der Vintage-Look von Buchcovern als Trend für das Jahr 2018 entwickelt. Angelehnt an Publikationen der Jahrhundertwende, die mit aufwändig gestalteten, häufig geprägten und mit Gold ausgelegten Buchdeckeln begeisterten, ist es auch heute möglich, Buchcover exklusiv und hochwertig zu designen.

 

Das Universum im Vintage-Look oder Holzoptik  – hochwertige Finishes sorgen für mehr Pep auf dem Cover:

 

Agonie - Vierter Teil

Bild: Cover „Agonie – Vierter Teil“ von Michael Vogt

 

Montags-Impulse

Bild: Cover „Montags-Impulse“ von Katja Kremling

 

Wellen kommen, Wellen gehen von Birte Stährmann

Bild: „Wellen kommen, Wellen gehen“ von Birte Stährmann

8.  Provokatives Coverdesign

Auch im Jahr 2018, in dem wir immer weniger Zeit haben und die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne, die ihr Buch bei einem potentiellen Leser hat, nicht besonders groß ist, entscheidet oft ein einziger Blick auf ein Cover, ob wir dem Buch eine Chance geben, oder nicht.  Ein provokatives Cover verhilft daher auch 2018 als ultimativer Eye Catcher zu mehr Aufmerksamkeit für Ihr  Buch. Dabei sollten Sie aber immer im Hinterkopf haben, dass das Buchcover auch das versprechen sollte, was der Leser am Ende im Buch auch bekommt. Einfach eine provokative Abbildung auf ein Buchcover zu setzen, die überhaupt nichts mit dem Inhalt zu tun hat, macht keinen Sinn. Der Inhalt sollte idealerweise immer das versprechen, was den Leser oder die Leserin im Buch dann auch erwartet. Wenn alles passt, kann ein bisschen Provokation Wunder wirken!

 

Provozieren Sie mit Ihrem Cover doch mal!

 

FLR

Bild: Cover „FLR“ von Lilith van Leuwen

 

 

Körperlust statt Körperfrust

Bild: Cover „Körperlust statt Körperfrust“ von Aksana Rasch

9. Kontraste

Mit Hilfe von Lichtspots und hellen sowie dunklen Bereichen können wirkungsvolle Kontraste auf Buchdeckeln erzeugt werden. Diese Kontraste gehören auch zu den wichtigen Buchcover-Designtrends 2018. Dabei ist die Technik der Kontrastierung nicht neu. Sie erlebt in diesem Jahr aber eine Renaissance. Dabei müssen nicht nur Hell oder Dunkel, Schwarz und Weiß kontrastieren. Möglich sind solche Brüche in der optischen Gestaltung auch mit Komplementärfarben oder der grafischen Gegenüberstellung thematischer Kontraste.

 

Kontraste in Grafik und Farbe schaffen Aufmerksamkeit für Ihr Buch:

Rosa ge-eXt

Bild: Cover „Rosa ge-eXt“ von Vera Lynn Fox

 

Tatenda

Bild: Cover „Tatenda“ von Claudia van Ruiten

 

Buchcover Trends – 2018 ist ein Jahr der großen Designvielfalt

Wie kaum ein Jahr zuvor besticht 2018 durch eine große Bandbreite an Stilformen für das Buchcoverdesign. Für Self- PublisherInnen und Indie-AutorInnen sind dadurch die Chancen deutlich gestiegen, um mit einem individuellen Buchcover auf ihr neues Werk aufmerksam zu machen. Ebenso können die neuen Trends genutzt werden, um bereits erfolgreiche Bücher in einer Neuauflage an alte Erfolge anknüpfen zu lassen. Das Gute daran: Die Buchcovertrends sind 1:1 auf Ihre digitalen Werke übertragbar. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, um sich mit Ihrem ganz persönlichen Buchdesign die Aufmerksamkeit Ihrer Leserschaft zu sichern!

Wir hoffen, dass wir Ihnen in diesem Artikel hilfreiche Informationen zur eigenen Covergestaltung liefern konnten und Sie jetzt direkt loslegen können, um das perfekte Cover für Ihren Buchinhalt zu gestalten!

Viel Freude beim Umsetzen und viel Erfolg!

 

Autoreninfo:

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit zwischen Vivecca Frank von 99designs und der tredition-Redaktion.

Mit der globalen Community sorgt 99designs für tolle Designs auf der ganzen Welt. Das Unternehmen verknüpft die talentierte, freischaffende Designerwelt mit kreativen Menschen, cleveren Unternehmern und genialen Firmen – also mit allen, die großartige Designs schätzen.

 

 

4 Kommentare
  1. Roland Scherer sagte:

    Herzlichen Dank für die vielen Hinweise. Mein zweites Buch ist in den letzten Zügen und wir sind momentan bei der Covergestaltung.
    Mit diesen guten Tipps sind wir auf einem guten Weg.

    Antworten
    • Nadine Otto sagte:

      Lieber Herr Scherer,

      wir freuen uns sehr, dass Ihnen der Artikel gefällt und Ihnen die Hinweise zur Covergestaltung weiterhelfen! Für Ihr zweites Buch wünschen wir Ihnen im Endspurt viel Erfolg!

      Herzliche Grüße

      Nadine Otto

      für das Team von tredition

      Antworten
  2. Erhard Kaupp sagte:

    Einen guten Verlag im Rücken zu haben ist schon eine prima Sache. Dass es aber unter Punkt 6. eines meiner Bücher zu einem Beispiel schafft, damit hätte ich nie gerechnet. Danke.

    Antworten
    • Nadine Otto sagte:

      Lieber Herr Knaupp, wir freuen uns sehr über die schöne Rückmeldung! Ja, Ihr Cover hat es auch wirklich verdient! Dazu auch noch einmal unseren herzlichen Glückwunsch! Weiterhin wünscht das gesamte tredition-Team Ihnen viel Erfolg!

      Herzliche Grüße

      Nadine Otto

      für das Team von tredition

      Antworten

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