Medienschau: Self-Publishing in aller Munde

„Ist der wachsende Selfpublishing-Markt Chance oder Bedrohung für Autoren, die vom Schreiben leben wollen?“, fragte das Branchenmagazin „buchreport“ den Schriftsteller und Journalisten Jonas Winner („Berlin Gothic“) im Interview. Nicht allein die größeren Wahlmöglichkeiten, die sich durch Self-Publishing für Leser ergeben, hebt Winner hervor. Er weist auch auf die größere Flexibilität für Verlagsautoren hin, die auf dem Wege des Self-Publishing mit neuen Buchprojekten experimentieren können. Wohl wahr!

Sönke Schulz

tredition-Geschäftsführer Sönke Schulz

Nachdem Self-Publishing in den vergangenen Jahren analog zur steigenden Titelzahl auch in den Medien eine wachsende Aufmerksamkeit erzielte, befasst sich auch die Branchenpresse nahezu täglich mit dem Thema Selbstverleger.

Wir freuen uns in diesem Kontext über einen aktuellen Beitrag auf buchreport online, in dem u.a. unser Geschäftsführer Sönke Schulz zitiert wird. tredition erfasst regelmäßig die Zahl gedruckter Novitäten der führenden 27 Self-Publishing-Anbieter in Deutschland. Die jüngsten Daten zeigen: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der gedruckten Neuerscheinungen im Self-Publishing um 35 Prozent gestiegen. Bei tredition selbst beträgt der Zuwachs sogar knappe 50 Prozent.

Diese Erhebungen verdeutlichen einmal mehr, was in der medialen Berichterstattung rund um den Buchmarkt kaum zur Sprache kommt: die Bedeutung von Print wird im Self-Publishing deutlich unterschätzt. Da e-Books vergleichsweise einfach und kostengünstiger (oder kostenlos) zu veröffentlichen sind, setzen viele Self-Publisher zuvorderst auf das elektronische Format. Gerade die wachsende Anzahl der insgesamt verfügbaren e-Books und das extrem niedrige Verkaufspreisniveau führen aber dazu, dass auf den einzelnen Titel immer weniger Umsatz entfällt. Allein auf das e-Book zu setzen, ist also weder für Self-Publisher noch für Dienstleister in diesem Markt kaufmännisch sinnvoll. Ganz abgesehen davon, dass jene Leser, die ein gedrucktes Buch bevorzugen, gar nicht als Käufer erreicht werden.

Welche Themenaspekte rund um das Self-Publishing die Branchenpresse noch beschäftigen lesen Sie hier:

 

Sönke Schulz von tredition im buchreport

buchreport zieht Resumee zur aktuell vielfach geübten Kritik der Autoren an Amazon und verweist u.a. auf ein Statement von Daniel Kehlmann im aktuellen Focus.

Phantanews.de veröffentlicht einen offenen Brief, den Self-Pubilsher an den Buchhandel verfasst haben – als Redaktion auf und Pendant zu dem offenen Brief an Amazon, den etablierte Verlagsautoren vergangenen Sonntag in der New York Times veröffentlicht hatten. Die Self-Publisher üben ihrerseits Kritik daran, dass ihre Werke von stationären Buchhändern vielfach nicht auf Lager gelegt werden. „Sollten nicht der sprichwörtliche kleine Buchhänd­er und der kleine Selfpublisher zusam­menarbeiten?“, heißt es in dem offenen Brief.

Die Self-Publisher-Bibel: Die Self-Publisher-Charts vom 17. August

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.