Self-Publishing im Wandel – Zusammenarbeit oder Ablehnung durch Verlage

Self-Publishing hat die gesamte Verlagswelt nach hunderten Jahren beschaulicher Ruhe grundlegend geändert – und muss sich jetzt selber sehr schnell ändern. Noch vor wenigen Jahren wurde das Angebot von Self-Publishing-Dienstleistern in etablierten Verlagen belächelt und ein wenig überheblich betrachtet. Inzwischen bieten bereits erste herkömmliche Verlage – auch in Zusammenarbeit mit den „etablierten“ Self-Publishing-Dienstleistern – ihre Leistungen im Self-Publishing-Bereich an. Der Wandel macht aber auch vor den Dienstleistern im Bereich Self-Publishing nicht Halt und erfordert kontinuierliche Weiterentwicklungen ihres Angebots, um auf der „Höhe der Zeit“ zu bleiben.

Aufspaltung der Dienstleistungen

Die Aufspaltung von Dienstleistungen bei der Veröffentlichung eigener Bücher war in der Vergangenheit durchaus angebracht, weil auf diesem Weg spezialisierte Angebote durch die Autoren gezielt ausgesucht werden konnten. Am Beispiel der Cover-Gestaltung lässt sich die Entwicklung anschaulich nachvollziehen.

Spezialisierte Dienstleister lediglich für die Cover-Gestaltung dürften bei Self-Publishern künftig keinen auskömmlichen Markt finden, weil es für wenige Euro professionelle Software-Angebote zur Cover-Gestaltung gibt (z.B. CoverScout für Mac zum Preis von 19,99 Euro) oder sogar als Freeware erhältlich sind (Nero Cover Designer bei „Computer Bild“). Zwar erfordern diese Programme ein wenig Training, um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen, aber wer eine sehr lange Zeit für die Niederschrift seines Buches investiert hat, wird auch gerne dazu bereit sein, weitere Zeit für die Entwicklung eines ansprechenden und herausragenden Covers zu investieren. Die erste Wahrnehmung eines Buches durch potentielle Kunden erfolgt schließlich durch das Cover des Buches und ein gekonnt gestaltetes Cover wird die Verkaufserfolge sicherlich verbessern.

Auch Self-Publishing-Dienstleister müssen, wenn sie erfolgreich sein wollen, den Kunden ein Cover-Design-Tool anbieten, das leicht zu handhaben ist und hinter professionellen Tools nicht allzu weit zurücksteht. Zwar wäre es vermessen, Leistungen zu erwarten, die mit der Experten-Software von Adobe Schritt halten, aber akzeptable Ergebnisse müssen schon erzielt werden können.

Umfassende Angebote

Wenn Self-Publishing-Dienstleister schon bei einem brauchbaren Angebot zum Cover-Design passen müssen, haben sie die Marktentwicklung nicht rechtzeitig erkannt und sehen sich in der gleichen Situation der etablierten Verlage, die die Konkurrenz durch das Self-Publishing teilweise lange ignoriert haben.

Self-Publishing-Dienstleister müssen für ein erfolgreiches Bestehen auf dem Markt ein umfassendes Angebot bieten. Zwar konnte die rasante Entwicklung im Self-Publishing-Sektor die Schwächen einzelner Anbieter bisher überdecken, aber angesichts der zum Leben erwachten inzwischen zahlreichen Konkurrenz in diesem Sektor, wird das Überleben vieler Anbieter schwierig werden. Wer lediglich das Cover gestalten will, sich auf die Formatierung von Texten beschränkt, ausschließlich ein Lektorat anbietet, Agenturleistungen verkaufen will oder fragwürdige PR-Angebote macht, wird wenig Chancen auf dem künftigen Markt haben.

Gefragt sein werden umfassende Komplett-Angebote der Self-Publishing-Dienstleister, die das ganze Spektrum der Buch-Entstehung und -Vermarktung umfassen. Und der wichtigste Punkt: die Preise müssen akzeptabel sein! tredition investiert laufend in Technik, Service und Marketing, nicht nur, um mit der Entwicklung Schritt zu halten, sondern auch, um den Self-Publishing-Markt innovativ führend weiter voran zu bringen. Das Projekt „Buchtalent“ ist hierfür ein Beispiel. Aber auch die Hilfestellungen im Prozess der Buchentstehung werden laufend verbessert und das umfassende Angebot weltweiter Absatzkanäle bringt die Voraussetzungen für auffallende Verkaufserfolge der angebotenen Bücher. Die Innovationsfreude wird nicht nachlassen!

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