Mit Matthias Feldbaum mehr Erfolg für Ihr Buch durch das richtige Lektorat

tredition arbeitet seit seiner Gründung 2007 mit einer Reihe von Experten für die Buchbearbeitung zusammen – allesamt Profis in ihrem Metier, die in den vergangenen Jahren bereits für zahlreiche Autoren von tredition gearbeitet haben und deren Buchprojekte erfolgreich auf der Zielgeraden begleiteten – ob im Bereich Korrektorat oder Lektorat, Illustration oder wenn es um die Hilfestellung beim Veröffentlichen selbst geht.  Der Lektor und Autorencoach Matthias Feldbaum ist einer dieser gewissenhaften Buchexperten, die sich gern um Ihr Buchprojekt kümmern.

Erfahren Sie im Interview alles über:

  • Die Entwicklung zum Lektor
  • Schwerpunkte und Referenzen von Dr. Matthias Feldbaum
  • Wie Sie mit dem Lektor Kontakt aufnehmen
  • Die Bedeutung von Self-Publishing
  • Die Vorgaben für Ihr Buch bei Abgabe an den Experten
  • Tipps für Ihre Buchveröffentlichung
  • Konflikte und Höhepunkte in der Lektorenlaufbahn

Matthias Feldbaum – Portrait

Lektor Matthias Feldbaum

Lektor Matthias Feldbaum

Redaktionsbüro Feldbaum

Mein Werdegang zum Buchmenschen begann schon früh während des Studiums, wo ich als freier Mitarbeiter an Kunstbüchern für den Taschen-Verlag mitschrieb, Inhalte recherchierte und Texte korrigierte. Nach der Promotion zog es mich in den traditionellen Buchverlag, dem ich bis zum Herbst 2015, zuletzt als Chefredakteur, treu blieb. Eine berufliche Veränderung führte mich in die Selbstständigkeit.

Ich kümmere mich um alle Wünsche, die Verlage, Autoren, Selfpublisher, Medienagenturen und Unternehmen an mich herantragen. Nach mehr als 25 Jahren Erfahrung im Buchverlag gibt es wenig, was ich nicht kenne, bearbeitet und durchdacht habe oder zumindest zielführend für Sie in die Hand nehmen und organisieren kann.

Vom Rohmanuskript bis zur Covergestaltung

Schwerpunkte

Nach mehr als 600 veröffentlichten Büchern sorgt Matthias Feldbaum mit Leidenschaft und Know-how dafür, dass auch Ihr Buch professionell überarbeitet und nach verschiedenen fachlichen Gesichtspunkten perfekt vorbereitet wird für die Veröffentlichung als E-Book oder als Printausgabe. Er korrigiert Ihren Text hinsichtlich der Rechtschreibung, prüft ihn im Hinblick auf stilistische und inhaltliche Ungereimtheiten, wählt in Zusammenarbeit mit Ihnen Bildmaterial aus  und hilft Ihnen auf Wunsch bei allen Prozessen bis zum fertigen Werk. Das heißt genauer: Lektorat, Korrektorat, Satz, Bildbearbeitung, Covergestaltung inklusive der Umschlagtexte und Aufbereitung des Manuskripts für die treditions-eigene Plattform.

Besondere Schwerpunkte sind:

– Fachbuch

– Belletristik

– Layout

– Covergestaltung

– technische Unterstützung

Matthias Feldbaum bei der Arbeit

Referenzen

boos for books

Campus M21

Compact Verlag GmbH

Dorling Kindersley Verlag GmbH

Hugendubel-Magazin: Mir geht’s gut

Komplett Media Verlag

Medien- und Literaturagentur Drews

Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft mbH

tredition GmbH

Walter de Gruyter GmbH

Weltbild Verlag

Wiley-VHC Verlag

Das Interview

Von der Faszination zum Buch zum eigenen Redaktionsbüro

tredition: Woher rührt bei Ihnen die Faszination für Bücher? Gab es ein Schlüsselerlebnis?

Matthias Feldbaum: Die Faszination begann nicht wie bei den meisten als Kind, da hatte ich eher das runde Leder im Kopf, sondern erst später während des Studiums der Kunstgeschichte. Das betrifft natürlich mehr die weite Sachbuchlandschaft. Romane, um zu entspannen und in Gedanken auf die Reise zu gehen, lese ich eigentlich, seit ich denken kann. Aber diese Leidenschaft teile ich wahrscheinlich mit den meisten Lesern: abtauchen in fremde Welten, der Realität für ein paar Stunden entfliehen. Schlüsselerlebnisse, mit denen die Faszination für gewisse Autoren oder auch Themen begann, gibt es einige, das wichtigste war aber für mich ein verregneter Urlaub in Frankreich. Ich hatte endlich Zeit, etwas von Thomas Bernhard zu lesen. Meine Wahl fiel auf „Holzfällen“, und dieses Buch war die Initialzündung. Seitdem habe ich alles von und über Bernhard verschlungen. So geht es mir mit vielen Themen, einmal begonnen, fällt es schwer, wieder loszulassen.

tredition: Lieber Herr Feldbaum, Sie betreiben mit Ihrer Frau gemeinsam ein Redaktionsbüro. Erzählen Sie uns etwas über sich, wie kam es zu der freien Arbeit?

Matthias Feldbaum: Meine Frau betreibt das Redaktionsbüro, seit wir Eltern geworden sind, also seit etwa zehn Jahren, ich habe mich vor drei Jahren dazugesellt, als ich meinen Job als Chefredakteur in einem Münchner Sachbuchverlag zugunsten der Selbstständigkeit aufgegeben habe. Der Gedanke, sein eigener Chef zu sein, hat mir schon immer gefallen, aber den Schritt gegangen bin ich letztlich erst, als es sich aus verschiedenen Gründen angeboten hat.

Redaktionsbüro Feldbaum

Beispiellektorat Matthias Feldbaum

Wie kommen Sie als Autor zum Lektor?

tredition: Wo liegt Ihr Schwerpunkt, was ist bei der Zusammenarbeit mit Autoren am meisten gefordert?

Matthias Feldbaum: „Schwerpunkt“ ist bei unserem Beruf ein schwieriges Kapitel, denn das geschriebene Wort stellt bei jedem Thema oder Genre die gleichen Anforderungen an den Lektor. Genaues Arbeiten, Einlassen auf das Thema, Lust am Tüfteln und die Zusammenarbeit mit dem Menschen, der hinter dem Werk steht. Natürlich verlangt ein Roman eine andere Herangehensweise als ein Sachbuch, aber der Job ist letztlich der gleiche. Mal liegt einem ein Thema mehr am Herzen als das andere, aber das verlangt eben dann die nötige Professionalität: sich auch in einen Bereich einzufinden, der einem zunächst fremd oder auch schwierig erscheint.

tredition: Wie läuft normalerweise die Arbeit mit den Autoren ab, wie gehen Autoren vor, wenn sie Ihre Dienste in Anspruch nehmen wollen?

Matthias Feldbaum: Kurz und knapp gesagt: Der Autor tritt mit seinen Wünschen an uns heran, meist mit dem fertigen Manuskript – manchmal aber auch mit Teilen davon – und erklärt, was genau er haben möchte: Lektorat, Korrektorat, Beratung rund ums Buch, Aufbereitung für den Satz oder Druck etc. Am Telefon bespricht man erste Fragen, dann bitte ich meist darum, mir einen Teil des Manuskriptes zuzusenden, um mir über den Stand der Dinge ein Bild machen zu können. Danach klären der Autor und ich die Details, also die Wünsche des Autors, mein Honorar und den Zeitraum der Bearbeitung. Das läuft alles sehr unbürokratisch und unkompliziert ab. Während der Arbeit stehen wir natürlich in Kontakt, tauschen uns aus und besprechen aufkommende Fragen.

tredition: Sie beraten sowohl Verlagsautoren als auch Selfpublisher, was sind Ihrer Erfahrung nach die größten Unterschiede?

Bei Verlagen sind die Aufgaben meist sehr eng abgesteckt, und auch die Abgabetermine sind fix, da Vorschauen, Erscheinungstermine und Projektpläne die Termine vorgeben. Die Lektoren in den Verlagen haben klare Vorstellungen, wie etwas korrigiert und lektoriert werden soll, und daran halte ich mich. Bei Selfpublishern leiste ich am Anfang etwas mehr Aufklärungsarbeit, erläutere manche Themen, habe im Gegenzug aber meist etwas mehr Freiheit in Sachen Zeit und Bearbeitungsart. Auch nimmt bei den Selfpublishern die Beratung einen größeren Raum ein. Das macht sehr viel Spaß, denn so kann ich auch mal aus dem Nähkästchen plaudern und mein Vierteljahrhundert Buch- und Verlagserfahrung einbringen.

Textidee oder fertiges Buch?

tredition: In welcher Form stellen Autoren Ihnen ihr Manuskript zur Verfügung. Was gibt es hier zu beachten?

Matthias Feldbaum: Die schönste Version für uns Lektoren ist die unformatierte Word-Datei, denn dann kann man an ein „reines“ Manuskript herangehen und es nach den jeweiligen Kriterien für den Satz und/oder den Druck bearbeiten. Alles, was schon vorab gestaltet ist, macht mehr Arbeit, da man es meist umbauen und fachlich korrekt aufbereiten muss. Das ist aber auch kein Problem, kostet einfach nur mehr Zeit.

tredition: Wie nehmen Sie Autoren die Angst, dass der eigene Text durch Ihre Bearbeitung verfremdet werden könnte?

Matthias Feldbaum: Oh, diese Angst ist mit einem Satz zu nehmen: Der Autor ist der Chef, und alles, was ich am Manuskript verändere, wird vom Autor abgesegnet beziehungsweise abgelehnt oder akzeptiert. Zweifelsfälle werden sowieso besprochen, aber dank der heutigen Nachverfolgungsfunktionen der Textverarbeitungsprogramme sieht der Autor jeden einzelnen Schritt, vom winzigen Punkt bis zum veränderten Absatz. Zudem darf und sollte ein Autor von vornherein sagen, was er möchte oder nicht möchte. Es gibt auch Autoren, die klar äußern: Keine Stilkorrektur, ich will das so und nicht anders. Daran halte ich mich selbstverständlich!

tredition: Kann sich ein Autor eigentlich auch mit einer bloßen Themenidee und lediglich Textbausteinen an Sie wenden?

Matthias Feldbaum: Natürlich, wir verfügen über ein großes Netzwerk an „Buchmenschen“, darunter sind beispielsweise auch Ghostwriter, die die Arbeit des Autors übernehmen können, auch Konzepte und Buchideen sind bei uns richtig. Wir helfen den Autoren bei den verschiedenen Stationen vom Buchgedanken bis hin zum fertig gedruckten Werk.

tredition: Wie viel Zeit nimmt ein Projekt normalerweise bei Ihnen von Eingang bis zur Fertigstellung ein?

 Matthias Feldbaum: Das ist natürlich abhängig vom Umfang des Buches und von seinem Zustand beim Eintreffen auf meinem Schreibtisch. Manchmal muss ein Manuskript zwei- bis dreimal durchgearbeitet werden. Dazu kann man also nicht viel sagen, wenn man mich aber nach einer Hausnummer fragt, dann rechne ich durchschnittlich mit sechs bis acht Wochen, bis ein Buch druckreif ist.

Matthias Feldbaum

Von schwierigen Fällen und Tipps für Autoren

tredition: Ihre persönlichen Tipps für Autoren für die Buchveröffentlichung?

Matthias Feldbaum: Trauen Sie sich, wenn Ihnen Ihr Thema, Ihre Geschichte, am Herzen liegt! Erstellen Sie ein Konzept, und fangen Sie an zu schreiben. Ihr Thema ist es wert, gelesen zu werden. Wäre es nicht so, gäbe es keine Starautoren, denn auch die haben im stillen Kämmerlein erst mal „nur“ eine Idee im Kopf gehabt. Wichtig ist das Herzblut, das in einem Manuskript steckt, und das merkt man beim Lesen sehr schnell. Für alles andere gibt es Dienstleister, die Ihnen helfen können. Nutzen Sie die Angebote, wenn Sie sich nicht sicher sind.

tredition: Was ärgert Sie bei der Arbeit? Gibt es auch mal Momente, in denen Sie aus der Haut fahren? Was sind die häufigsten Streitpunkte von Autor und Lektor?

Matthias Feldbaum: Es gibt durchaus den Fall, bei dem die Chemie nicht stimmt oder man einfach nicht an einem Strang zieht. Das merkt man aber eigentlich bereits beim ersten Gespräch. Auch wenn sich der Anspruch an das Lektorat während des Bearbeitens verändert, kann das zu Problemen führen. Bis jetzt konnte ich aber alle Stolpersteine oder Hürden aus dem Weg räumen. Im persönlichen Gespräch findet sich eigentlich immer eine für alle Parteien gangbare Lösung. Aus der Haut fahre ich eigentlich nur, wenn ich mich über mich selbst ärgere, zum Beispiel, wenn ich auf Seite 4 ein Thema noch für unwichtig erachtet habe, auf Seite 265 aber bemerke, dass es doch wichtig ist. Das bedeutet dann einen weiteren Korrekturdurchgang auf der Suche nach eben diesem Thema …

Wenn die Chemie stimmt …

tredition: Was war Ihr persönliches Lieblingsprojekt/Herzensprojekt bei tredition?

Matthias Feldbaum: Schwer zu sagen, da gibt es viele, aber ich möchte keine Namen nennen. Gerade bei biografischen Texten erfährt man als Lektor schon sehr viel Persönliches, manchmal Lustiges, aber auch Berührendes. Da baut man häufig eine besondere Beziehung zu den Personen hinter der Geschichte auf. Oft erfährt man in einem ersten Gespräch von einem Berg an Problemen, der eine erfolgreiche Veröffentlichung nahezu unmöglich zu machen scheint. Da ist es dann einfach ein tolles Gefühl – für den Autor, aber genauso für mich als Lektor –, wenn man das fertige Produkt dann letztlich doch noch in Händen hält.

tredition: Wenn Sie dies erzählen dürfen, was war das schrägste Projekt, das jemals an Sie herangetragen wurde?

Matthias Feldbaum: Eigentlich noch keins, das heißt, ich habe da schon ein paar schräge Themen im Kopf, aber ganz ehrlich: Das macht meinen Beruf doch so spannend und abwechslungsreich. Wer hat schon das Glück, in die Köpfe so vieler Leute sehen zu dürfen. Das empfinde ich als echtes Privileg, Langeweile gibt es nicht. Und manchmal entpuppt sich das wirklich Schräge im Laufe des Lesens als witzig, kreativ oder einfach einzigartig.

tredition: Lieber Herr Feldbaum, wir danken für das spannende Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg in der Zusammenarbeit mit unseren AutorInnen.

Bücher Matthias Feldbaum Experte Lektorat

Matthias Feldbaum

Über den Lektor

So begann’s: Kindergarten, Grundschule, Gymnasium, Studium, Magister, Promotion in den Fächern Kunstgeschichte, Archäologie und Volkskunde. Erste Kontakte zur Buchbranche folgten, wie etwa eine Mitarbeit an einigen umfangreichen Kunstbänden. Dann gab es die erste Festanstellung in einem Münchner Sachbuchverlag. So ging’s weiter: Redakteur, Redaktionsleiter. Programmleiter, Bereichsleiter, Chefredakteur. Seit 2016 ist Dr. Matthias Feldbaum selbstständig und Inhaber eines Redaktionsbüros. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder, ein paar Hobbys, viel zu tun und ist immer offen für neue, fesselnde Aufträge.