Schreibblockade adieu – Mit diesen 10 Tipps überwinden Sie Schreibblockaden!

Schreibblockade adé

Bild: Manchmal will es einfach nicht aus der Feder fließen … Es gibt aber einige Ratschläge, die Ihnen helfen, die Schreibblockade zu überwinden!

Was haben Siegfried Lenz‘ Roman „Deutschstunde“, Stephen Kings „Shining“ oder „Die Pest“ von Camus gemeinsam? Alle diese bekannten Werke handeln vom Phänomen Schreibblockade. Genau wie die Romanhelden dieser Werke verfolgen Sie Ihren Traum vom eigenen Buch? Aber wie diese armen Alter Egos bekannter Schriftsteller hat es nun auch Sie eiskalt erwischt: die Angst vorm weißen Blatt. Sie wissen einfach nicht, wie Sie anfangen sollen. Der berühmte erste Satz will Ihnen einfach nicht aus der Feder fließen? Oder Sie haben bereits einen super Start für Ihren Roman oder Ihr Sachbuch hingelegt – und mittendrin hält Sie eine Schreibblockade vom Weiterschreiben oder vom richtigen Durchstarten ab und versaut Ihnen nicht nur den Tag, sondern Ihren Traum vom eigenen Buch? Die Inspiration scheint dahin und Sie wissen nicht, wie Sie wieder in den Schreibfluss kommen? Verkrampfen Sie bloß nicht, wenn Ihnen nicht gleich der ultimative erste Satz zu Ihrem Roman einfällt oder lassen Sie sich von einem kurzweiligen Mangel an Inspiration nicht gleich in eine ausgewachsene Schreibblockade treiben!

Es gibt keinen Grund zum Verzweifeln! Sogar die bekanntesten Autoren hat mal eine Schreibblockade erwischt. Hinter einer Schreibhemmung stecken in den meisten Fällen harmlose Gründe. Und es gibt Abhilfe! Sie müssen nur wieder den Weg heraus aus der Schreibblockade finden. Erfahren Sie in unserem aktuellen Blogartikel alles über die richtigen Strategien, mit denen Sie eine Schreibblockade erkennen und überwinden können.

Alle Fakten zum Thema Schreibblockade:

Was ist eigentlich eine Schreibblockade?

Was sind die Folgen von Schreibblockaden?

Gründe für Schreibblockaden erkennen

Unsere Tipps: So lösen Sie Ihre Schreibblockade:

  1. Deadline ja, Zeitdruck nein!
  2. Schreibroutinen schaffen
  3. Ordnung ist das halbe (Schriftsteller-)Leben
  4. Zeit für Ideen und Inspirationen einräumen
  5. So richtig in die Gänge kommen – Schreibübungen und Kreatives Schreiben
  6. Auch mal Pausen einlegen
  7. Fehler zulassen!
  8. Von Vorbildern lernen
  9. Bewegung beflügelt und bringt Sie auf andere Gedanken
  10. Ins Gespräch kommen

 

Alle Fakten zum Thema Schreibblockade:

Was ist eine Schreibblockade?

Schreibblockade

Bild: Was zum Henker ist denn nun eigentlich eine Schreibblockade und sind Sie davon betroffen?

Der Stift ist gespitzt, das Papier zurechtgelegt, das Telefon ausgestöpselt. Oder, wenn Sie nicht mehr analog, sondern digital in die Tasten hauen: Die Maus ist vor dem Computer zurechtgerückt, der Kaffee steht bereit, das Worddokument leuchtet erwartungsvoll in der Hoffnung Ihres schriftstellerischen Flusses …  Alles scheint perfekt für Ihre Schreibtätigkeit vorbereitet. Aber warum will es dennoch nicht vorangehen? Das gefürchtete weiße Blatt flimmert erbarmungslos vor Ihrem Auge – und  Sie fühlen sich wie gehemmt. Je länger Sie vor der leeren Seite sitzen, umso größer werden Angst und Schweißausbrüche. Und wenn es jetzt gar nicht mehr weitergeht? Ist dann der Traum vom Autorsein schon geplatzt? Fragen Sie sich etwa bereits, ob Sie vielleicht doch nicht das Zeug zum Schreiben haben? Jeder Schriftsteller, Journalist oder Studierende vor der großen Abschlussarbeit kennt sicherlich dieses gefürchtete Gefühl der weißen Seite. Laut Experten handelt es sich um eine Schreibblockade, wenn es Ihnen schwer fällt, die eigenen Gedanken in Worte zu fassen und zu Papier zu bringen. Auch konzeptuelles Denken, wenn es um Ihren Schreibplan geht, will Ihnen einfach nicht mehr gelingen. Trösten Sie sich: Sie sind damit bei weitem nicht allein. Auch weltberühmte Schriftsteller haben unter Schreibstörungen gelitten. Fjodor Dostojewski, Ernest Hemingway oder Franz Kafka sind nur einige der Namen von Autoren, die wie Sie auch die Bekanntschaft mit Schreibblockaden machen durften.

Was sind die Folgen von Schreibblockaden?

Schreibblockaden - Folgen

Bild: Der Knoten im Stift, das weiße Papier, schnell machen sich als Folgen Nervösität und Anspannung breit und dann geht es schnell gar nicht mehr weiter.

Manchmal tritt eine Schreibhemmung, eine sogenannte Schreibblockade, wie Experten diesen Zustand nennen, nicht nur beim Schreibbeginn, sondern auch mitten im Schreibprozess auf. An anderer Stelle kann eine Schreibblockade soweit gehen, dass der Autor oder die Autorin den Schreibprozess ganz abbricht. Es muss nicht immer nur der erste Satz sein, an dem es hapert. Die Vorstellung ist zu schön: Der erste geniale Satz haut rein wie eine Bombe und die restliche Schreibarbeit geht wie am Schnürchen. Leider sieht die Realität anders aus. Sie sitzen gehemmt vorm Papier und wissen nicht mehr weiter, finden plötzlich Staubsaugen, den Papiermüll wegbringen oder die Spülmaschine ausräumen viel interessanter … Dann hat es auch Sie erwischt. Nervösität, Unwohlsein, (Versagens)-Angst sind die Folgen. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, sondern gehen Sie auf Spurensuche nach den Gründen für Ihre Schreibblockade.

Gründe für Schreibblockaden erkennen

Gründe Schreibblockaden

Bild: Finden Sie zuerst heraus, ob die Schreibblockade bei Ihnen eher psychologisch oder inhaltliche Gründe hat.

Zeitdruck, mangelnde Pausen oder Inspirationen, zu hohe Ansprüche oder Versagensängste … Schreibblockaden können viele Ursachen haben. Die Schreibblockade kann psychologisch motiviert sein und an schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit, eigenen Ängsten oder zu hohen Ansprüchen an die eigene Arbeit liegen. Es kann aber auch an der eigenen Organisation, an der überreichen Materialfülle, an unstrukturierter Arbeitsweise oder an den komplexen Strukturen Ihres Textes liegen. Jeder kann hier unterschiedlich reagieren. Der eine ringt tagelang mit dem ersten Satz, fängt immer wieder von vorn an und bringt nicht ein Wort zu Papier. Ein anderer schreibt und schreibt, um dann wieder alles zu hinterfragen und zu verwerfen. In den meisten Fällen sind die Gründe eher im inhaltlichen oder organisatorischen Bereich zu finden. In manchen Fällen sind Schreibblockaden psychologisch motiviert. Starten Sie Ihre Suche zunächst mit einer Analyse Ihrer Arbeitsorganisation. Fragen Sie sich konkret: Wann tritt die Schreibblockade bei Ihnen auf, in welchem Moment Ihrer Arbeit? Ist die Blockade ganz neu oder hat sich diese bereits wiederholt gezeigt? Bei welchen Textarten tritt die Blockade auf? Haben Sie erst einmal erforscht, ob die Schreibblockade eher psychologisch oder inhaltliche Gründe hat, wird es Ihnen leichter fallen, diese zu überwinden. In den meisten Fällen handelt es sich nicht um gravierende, krankhafte Probleme, sondern um die eigene Organisation der Schreibarbeit. Mit wenigen Schritten kommen Sie aus Ihrer Schreibhemmung heraus und können sich wieder ganz dem widmen, was Sie am besten können und was Ihnen die meiste Freude bereitet: das eigentliche Schreiben.

Unsere Tipps: So lösen Sie Ihre Schreibblockade:

1 Deadline ja, Zeitdruck nein!

Druck wirkt sich auf das Selbstwertgefühl aus und ist der Kreativität abträglich!

Zeitdruck Schreibblockade

Bild: Deadline ja, aber Zeitdruck hilft beim kreativen Schaffensprozess wenig weiter!

Zeitdruck ist der große Killer, wenn es um Kreativität und einen konstruktiven und erfolgreichen Schreibprozess geht. Vermeiden Sie daher unnötigen Zeitdruck. Sicherlich fällt es vielen Menschen einfacher, mit einer Deadline zu arbeiten, auf die man hinarbeiten kann, als einfach so ins Blaue zu schreiben oder den Schreibprozess immer wieder zu vertagen. Zeitdruck, der behindert und das Schreiben hemmt, sollte aber vermieden werden. Schaffen Sie sich ein Zeitfenster, das Ihnen genug Raum für das Schreiben gibt. Das Zeitfenster zwischen „Kind in die Kita bringen“ und „mit der Arbeit beginnen“ ist einfach zu knapp und Vorsätze wie „mal eben in der Mittagspause schreiben“  schaffen mehr Druck, als Sie mit Ihrer Arbeit voranzubringen. Denn dann geraten Sie meist von dem Gedanken an eine abgeschlossene Tätigkeit zum Gedanken an das nächste Projekt oder die bevorstehende Arbeit. Kein Idealfall für produktives und kreatives Schreiben! Sie benötigen für das Schreiben einen Raum, in dem Sie sich entfalten können und auf den Text konzentrieren können, auch mal die Gedanken baumeln lassen und sich entwickeln können. Dafür reicht eine halbe Stunde oder eine Stunde meist nicht. Nehmen Sie sich daher für Ihre Zeitplanung eine genau Deadline vor, lassen sich aber ein realistisches Zeitfenster für Ihre Arbeit.

 

2 Schreibroutinen schaffen

Eine genaue Zeit- und Schreibplanung ist empfehlenswert.

Schreibroutine-Schreibblockad

Bild: Feste Zeiten setzen und diese auch einhalten ist der erste Weg zum Bucherfolg!

Zwischen Einkauf und Arbeit mal kurz schreiben, kurz eine spontane halbstündige Schreibphase einlegen, wenn Sie gerade alles erledigt haben, was für den Tag zu organisieren war, klappt meist nicht. Genau wie beim Schlafen, Essen und den sonstigen Alltagsdingen gilt es auch, für Ihre kreative Arbeit einen gewissen „Alltag“, eine sogenannte Schreibroutine zu schaffen. Schon Thomas Mann schwor auf seine tägliche Schreibroutine, die er mit eisenharter Disziplin durchgezogen hat und die auch niemand unterbrechen durfte. Seine mammuthafte Bibliographie spricht Bände und zeigt: Wenn der berühmte Lübecker Schriftsteller an Schreibblockaden gelitten hat, so hat er sie doch schnell wieder in den Griff bekommen. Feste Rituale beim Schreiben und eine tägliche Schreibroutine helfen, unproduktive und frustrierende Schweißausbrüche vor dem weißen Blatt zu vermeiden. Wann haben Sie überhaupt Zeit zum Schreiben? Haben Sie die Möglichkeit, sich ganze Schreibtage einzurichten oder einen einzelnen Tag, der nur dieser Tätigkeit gewidmet ist? Sonst überlegen Sie sich genau, welche Zeitfenster Sie für Ihre Schreibarbeit täglich nutzen können. Beachten Sie dabei, dass diese genug Raum für das Recherchieren, Nachdenken und Planen beinhalten müssen. Setzen Sie sich feste Zeiten zum Schreiben und halten Sie diese auch ein. Nehmen Sie diese Termine regelmäßig wahr und lassen Sie keinen Termin platzen. Noch besser: Sie fangen immer zur gleichen Zeit an. Disziplinieren Sie sich zu diesem festen Arbeitsplan. Dieser schafft nicht nur auf Ihrem Schreibtisch Ordnung, sondern auch in Ihrem Kopf. So schaffen Sie auch größere Textmengen und komplexe Textstrukturen. Mit disziplinierter Arbeitsroutine und Fleiß bleiben Sie im Rhythmus und Schreibblockaden haben gar keine Chance mehr. Ein ruhiger Raum zum  Zurückziehen und Schreiben und eine entspannte und kreative Atmosphäre tun das ihre dazu, dass Sie sich ganz auf Ihr Buchprojekt und auf die Entwicklung Ihres Textes konzentrieren können.

 

3 Ordnung ist das halbe (Schriftsteller-)Leben

Ohne Fleiß kein Preis – und ohne Ordnung beherrscht Chaos Ihren Schreibtisch.

Ordnung Schreibblockade

Bild: Wenn Sie den Kopf frei haben, hat auch die Schreibblockade keine Chance mehr!

Neben einem gut strukturierten Schreibplan, mit dem Sie Ihre Zeit organisieren, sollten Sie auch bei Ihren Materialien für Ordnung sorgen. Lose fliegende Blattsammlungen auf Ihrem Schreibtisch oder Computer helfen Ihnen nicht dabei, sich zu ordnen und Ihr Schreiben einfacher zu machen. Wenn Sie eine Schreibblockade gepackt hat oder am besten direkt zu Anfang, bevor Sie mit dem Schreiben überhaupt loslegen, sollten Sie Ordnung in Ihre Materialen, gesammelten Texte, Zitate, Ideen etc. bringen. Legen Sie sich eine Mappe oder einen PC-Ordner an, in dem Sie nach Themengebiet Ihre Materialien sammeln. So können Sie beim Schreiben jederzeit schnell und unkompliziert auf diese zurückgreifen, ohne, dass Sie Gefahr laufen, den Schreibprozess durch Verwirrung oder fehlendes Material zu stören oder ganz abzubrechen. Machen Sie sich auch für Ihr Buchprojekt einen gut durchdachten Projektplan. Was soll der Beginn Ihres Textes aussehen, wie verlaufen die Handlungsstrukturen. Ein unzureichendes Buchkonzept oder ungeordnetes Material können Auslöser von Schreibhemmungen sein. Sorgen Sie also von Anfang an für Ordnung in Ihrem Material und in Ihrem Schreiben!

4 Zeit für Ideen und Inspirationen einräumen

Zwischen Erstentwurf und finalem Text liegen Welten – und Ideen!

Ideen und Inspirationen Schreibblockade

Bild: Gute Ideen erfordern Zeit und Raum! Gönnen Sie sich diese Zeit!

Sie wollen gleich so richtig loslegen, Ihr Zeitplan ist aber nur sehr begrenzt. Halt!  Es gibt sicherlich Autoren, die ein Buch mal in wenigen Wochen einfach so runtergeschrieben haben. Der Normalfall ist das nicht. In Ihrer Schreibroutine sollte immer genügend Zeit eingeplant sein, um Zeit für neue Ideen und Inspirationen zu haben. Denn welche Geschichte war schon vorm Schreiben von Anfang an perfekt bis zum Ende durchdacht und bis zum Ende durchgeplant? Oft entscheiden die Charaktere, wie es mit der Handlung weitergeht und am Ende ist dann aus Ihrem Buch eine ganz andere, aber umso interessantere Geschichte geworden! Lassen Sie sich daher auch die Zeit und nehmen Sie sich den Raum für Inspirationen. Jeder Schriftsteller wird Ihnen bestätigen können, dass zwischen dem ersten Manuskriptentwurf und dem letztendlichen finalen Text Welten liegen. Dazwischen: eine Unmenge an Überarbeitungen. Nehmen Sie sich diese Zeit. Hier schleichen sich Ideen und kreative Ansätze ein, die Ihr Buch bereichern und verschönern können. Nur diese besonderen Ideen und Inspirationen, die gerade auch mal in müßigen Zeiten kommen, machen Ihr Buch einzigartig!

5 So richtig in die Gänge kommen – Schreibübungen und Kreatives Schreiben helfen

Übung macht den Meister.

Kreatives Schreiben Schreibblockade

Bild: Schreibroutine oder Schreibübungen helfen Ihnen, so richtig in den Schreibfluss zu kommen.

Es ist ein schwer zu erreichendes Ideal, wie der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski bereits vor der Niederschrift des eigenen Textes die komplette, komplexe Struktur des eigenen Romans im Kopf zu bewahren und diesen dann nur noch der eigenen Sekretärin zu diktieren. Inspirationen sind ein trügerisches Völkchen. Sie kommen und gehen. Diese zu erzwingen, führt meist nicht weiter. Sie können aber viel tun, um sich Inspirationen für Ihre Texte zu holen und durch neue Ideen und Einfälle auch Schreibblockaden den Garaus zu machen. Freies Assoziieren, Brainstorming oder Mind-Maps sind gute Startpunkte, um für eigene Ideen für weitere Inspirationen zu sorgen oder sich auf ganz neue Einfälle einzulassen. Fehlt es Ihnen noch an der rechten Schreibroutine? Das täglich oder regelmäßige Schreiben ist das A und O für einen stetigen und routinierten Schreibfluss. Haben Sie schon einmal über Kreatives Schreiben nachgedacht? Es gibt mittlerweile eine gut sortierte Bibliothek an Ratgeberbüchern, die erklären, wie man durch Schreibübungen oder Kreatives Schreiben das Finden eigener Ideen und das Schreiben fördern kann. Zudem hilft auch einfach die Routine. Schreiben Sie, so viel Sie können. Je öfter und regelmäßiger Sie schreiben, desto einfacher werden Ihnen die Worte aus der Feder fließen!

6 Auch mal Pausen einlegen

Disziplinieren Sie sich zu einem Arbeits- und Pausenplan.

Pausen einlegen Schreibblockad

Bild: Auch Pausen sind nicht überbewertet. Effektiv schreiben können Sie nur, wenn Sie sich auch zwischendurch mal eine Pause gönnen.

Auch wenn Sie sich Thomas Mann als Beispiel für einen fleißigen Vielschreiber vor Augen halten: Übertreiben Sie es nicht! Legen Sie auch zwischendurch mal Pausen ein. Es ist unmöglich 8 Stunden am Stück oder länger konzentriert arbeiten zu können. Schaffen Sie Raum für Pausen, an denen Sie nicht an Ihren Text denken. Bringen Sie sich hier auf ganz andere Ideen. Neuer Input fördert auch Ihre Arbeit, macht Sie ausgeglichener und effektiver. Generell können wir ca. 90 Minuten konzentriert am Stück arbeiten. Danach sollte Zeit für eine kurze Pause sein, damit Sie wieder frische Energie tanken können. Sie sollten Ihre Pause aber routiniert planen und begrenzen. Wenn Sie anfangen, im Internet zu surfen oder auf Facebook zu chatten, werden Sie schnell abgelenkt und kommen hinterher nicht mehr in den Schreibfluss. Ein gut geplantes Zeitfenster und eine Aktivität, die Sie zwar kurz auf andere Gedanken bringt, aber nicht dazu führt, dass Sie gar nicht mehr in den Schreibfluss finden, ist ideal.

7 Fehler zulassen!

Sagen Sie unrealistischen Ansprüchen an sich selbst adé!

Fehler zulassen Schreibblockade

Bild: Fehler gehören nicht nur im Leben, sondern auch beim Schreiben dazu. Sagen Sie dem Perfektionismus adieu!

Nobody is perfect! Niemand ist perfekt! Das gilt wie für alle Lebenslagen auch für das Schreiben. Viele Schreibblockaden liegen daran, dass AutorInnen zu hohe oder unrealistische Ansprüche an sich und die eigenen Texte haben. Nehmen Sie sich also nicht von vorneherein die Chance auf Überraschungen und ungeahnte Entwicklungen Ihrer Buchstruktur, in dem Sie sich von vorneherein selbst beschränken und alles perfekt machen wollen. Wozu gibt es den Rotstift, der sicherlich am Ende sowieso noch einmal zum Einsatz kommen muss. Verlassen Sie sich auch hier auf Testleser, die Ihren Text auf inkonsistente Stellen überarbeiten können. Sie müssen nicht auf den ersten Wurf einen perfekten Text hinlegen. Meist entstehen gute Bücher durch eine Vielzahl an Korrekturdurchgängen. Machen Sie sich also frei vom Perfektionszwang und schreiben Sie erst einmal einfach drauflos! Fehler sind menschlich und führen manchmal sogar zu ganz neuen, ungeahnten (Roman)entwicklungen!

8 Von Vorbildern lernen

Lesen, Lesen und nochmals Lesen!

Vorbild Schreibblockade

Bild: Auch geniale Schriftsteller haben das Rad nicht neu erfunden, sondern sich immer schon auf vorher dagewesene Texte bezogen!

Wie in allen künstlerischen Bereichen gilt auch für das Schreiben, dass wir uns immer auf Vorbilder berufen und von ihnen lernen sollten. Vor dem Schreiben kommt also zuallererst das Lesen. Die meisten bekannten Autoren waren selbst Vielleser, haben Tage und Nächte in Bibliotheken  verbracht und ihre Lieblingsautoren verschlungen. Erst durch die Liebe zur Literatur wächst auch der Wunsch, selbst Schreiben zu können und ein eigenes Buch ins Leben zu bringen. Die Texte von anderen Autoren sind eine Quelle von Inspirationen. Kein Werk existiert, das sich nicht in irgendeiner Weise auf ein vorheriges Buch oder einen Text bezieht.  Selbst die bekanntesten Werke der Weltliteratur sind voll von Einfällen und Ideen aus früher verfassten Texten bekannter Schriftsteller. Sie sollten weiterhin neugierig bleiben und vor allem eins tun: so viel wie möglich selbst lesen. Schmökern Sie wieder in Ihren Lieblingsautoren und holen Sie sich bei diesen Anregungen für das eigene Schreiben.  An Ideen und Inspirationen mangelt es in Büchern nicht. Lassen Sie sich auf diese ein und finden Sie wieder Motivation, die Ihnen hat am Anfang die Augen leuchten lassen und Ihren Wunsch, selbst Schriftsteller zu werden, erst ausgelöst hat. Diese Begeisterung für Literatur und das Schreiben kann noch jeder Schreibblockade beikommen!

9 Bewegung beflügelt und bringt Sie auf andere Gedanken

Bewegung Schreibblockade

Bild: Bewegung beflügelt und hilft, Schreibblockaden in den Griff zu bekommen.

Wenn mal gar nichts hilft: Raus mit Ihnen ins Grüne. Manchmal helfen der beste Schreibplan und die besten Schreibstrategien einfach nicht mehr weiter. Der Kopf ist leer und ausgelaugt. In einer solchen Situation hilft nur noch ein Tapetenwechsel. Gehen Sie spazieren oder machen Sie einen Kurztrip, der Sie auf andere Gedanken bringt. Meist hilft so ein Tapetenwechsel dabei, wieder neue Energie zu tanken und mit neuer Motivation durchzustarten. Beim Müßiggang, Spazierengehen, Wandern oder beim Sport kommt einem durchaus auch mal manche geniale Idee für das eigene Buch, die man bei der nächsten Schreibsitzung dann gleich in den eigenen Text einarbeiten kann. Setzen Sie sich aber auch hier nicht unter Druck. Sie müssen nicht bei jedem Spaziergang gleich neue geniale Ideen mit an den Schreibtisch bringen. Die Pause dient vielmehr dazu, neue Kraft, Energie und Motivation zu tanken! Also, wenn gar nichts mehr geht: Legen Sie den Stift zur Seite oder schalten Sie den Computer aus und gönnen sich eine Pause vom Schreiben.

10 Ins Gespräch kommen

Gespräch Schreibblockade

Bild: Wenn Sie immer noch nicht weiter wissen, tauschen Sie sich aus und sprechen Sie mit anderen Autoren! Manchmal hilft eben nur „drüber reden“.

Selbst ein Tapetenwechsel konnte Ihnen nicht weiterhelfen, Sie leiden eventuell sogar an Versagensangst, die einfach nicht verschwinden will? Dann hilft nur noch professionelle Hilfe. Sie können es zunächst mit dem Gespräch mit anderen betroffenen Autoren versuchen. Diese finden Sie über Onlineforen oder Facebook-Gruppen. Fragen Sie doch einmal in eine Autorengruppe hinein, wie andere Autoren mit Schreibblockaden umgehen und was ihnen weiterhilft. Vielleicht reicht allein schon der Austausch darüber Ihnen weiter, um Ihre Schreibblockade zu überwinden. Hilft auch das nicht weiter, dann sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Dann liegen die Gründe für Ihre Schreibblockade vermutlich tiefer. Lassen Sie sich aber nicht aus der Fassung bringen. Es ist gut, wenn Sie die Gründe erkannt haben. So können Sie sich selbst helfen oder Hilfe suchen und sind schon auf dem richtigen Weg!

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