Unterstützung beim Schreiben, Lektorat oder PR gesucht? Texthandwerkerin Maria Al-Mana führt Sie durch den Schreibdschungel

Maria Almana_Texthandwerkerin

Bild: „Die Texthandwerkerin“ Maria Al-Mana hilft AutorInnen durch den Dschungel des Schreibens und Veröffentlichens.

Haben Sie sich im Dschungel des Buchschreibens verirrt? Scheitern Sie an der Textkorrektur Ihres Manuskripts oder bräuchten Sie jemanden, der Ihr Manuskript einmal von vorne bis hinten richtig auf Inkonsistenzen oder Rechtschreibfehler kontrolliert, um es inhaltlich, konzeptionell und stilistisch in Topform zu bringen? Oder brauchen Sie Unterstützung in Sachen PR? Nach Monaten oder gar Jahren des Schreibens ist die Distanz zum eigenen Text naturgemäß gering. tredition arbeitet seit jeher mit vielen Experten für Bücher zusammen – allesamt Profis in ihrem Metier, die in den vergangenen Jahren bereits für zahlreiche Autoren von tredition gearbeitet haben und deren Buchprojekte erfolgreich auf der Zielgeraden begleiteten – ob im Bereich Korrektorat oder Lektorat, Illustration oder wenn es um die Hilfestellung beim Veröffentlichen oder im Marketing geht. Wir freuen uns, heute eine dieser Expertinnen als Interviewgast zu präsentieren: Maria Al-Mana. Die „Texthandwerkerin“ kann auf jahrelange Erfahrung in PR und als Redakteurin für Print und online zurückgreifen. Als Autorencoach, Lektorin und Ghostwriterin legt sie ihren Fokus auf  Bücher und Online-Redaktion.

Ich habe schon viele Listen zum Pro und Contra Self-Publishing versus „klassischer Verlag“ geschrieben, am Ende gewinnt immer das Self-Publishing. Das ist ein Prozess, den zur Zeit nicht wenige Autor/innen durchleben, manchmal mit großem Erstaunen: Self-Publishing ist eben KEIN Trostpflaster – ganz im Gegenteil!

 

Erfahren Sie im Interview alles über:

  • Maria Al-Manas Hilfeleistungen für Ihr Buch
  • Alles über Al-Manas Autorencoaching
  • Wie Sie mit der Texthandwerkerin Kontakt aufnehmen
  • Die Bedeutung von Self-Publishing
  • Die Vorgaben für Ihr Buch bei Abgabe an die Expertin
  • Guerilla-Marketing
  • Tipps für Ihre Buchveröffentlichung

Das Interview

Von der Redakteurin zur Full-Service-Dienstleisterin für Autoren

Wer es einmal gewagt hat, will die Freiheit des Self-Publishing oft nicht mehr missen.

tredition: Liebe Frau Al-Mana, Sie nennen sich Texthandwerkerin. Erzählen Sie uns etwas zu sich, wie kam es zu diesem schönen Titel?

Homepage Maria Al-Mana

Bild: Auf Ihrer Homepage bietet Maria Al-Mana Autorenleistungen von Coaching über Lektorat bis zum Marketing an.

Maria Al-Mana: Das ist letzten Endes der Umwälzung unserer Arbeitswelt zu verdanken: Wo immer mehr Menschen sich als Lektor/innen selbstständig machen, es in „klassischen Verlagen“ immer weniger feste Stellen gibt, in (journalistischen) Redaktionen Algorithmen das Texten von Meldungen übernehmen können und gute Buch-PR ein immer breiteres Wissens-Spektrum braucht, da musste für mich eine kreative Lösung her. Ich denke, was in dieser Umbruchszeit als Selbstständige noch richtig gut funktioniert, sind höchst individuelle Lösungen und Dienstleistungen – das liegt mir ohnehin sehr. Und so war es eine Sache der Eigen-PR, mich „Texthandwerkerin“ zu nennen – für mich beinhaltet dieses Kunstwort Dienstleistung und Individualität. Aber es ist auch ein Akt effizienter Kommunikation, denn so erspare ich Interessierten die immens lange Antwort auf die Frage, was ich denn beruflich mache … Ja: Ich bin Autorencoach, Lektorin, Ghostwriterin, Texterin, biete individuelles Buchmarketing und Schreibberatung sowie die Begleitung bei allen Schritten des Selfpublishing an. Das mag ich aber nicht immer alles aufzählen. „Texthandwerkerin“ verkürzt die Sache – und macht hoffentlich auch ein bisschen neugierig …

Soll ich eher eine ‚Aufsichtsperson‘ sein, die zum Beispiel auf die Einhaltung – auch zeitlicher – Vorgaben achtet, oder betrachten wir das Buchprojekt als ein ‚organisches Ganzes‘, das erst mal wachsen muss?

tredition: Wo liegt Ihr Schwerpunkt, was ist bei der Zusammenarbeit mit Autoren am meisten gefordert?

Maria Al-Mana: Am wichtigsten ist wohl der Beratungsprozess, für den ich mir immer sehr viel Zeit nehme. Da spüre ich oft schon die leise Verzweiflung angehender Autorinnen und Autoren: „Hilfe! Woran kann ich mich orientieren, wer begleitet mich durch diesen Dschungel?“ Denn so toll es ist, dass wir von Ton über Bild und Schrift virtuell und auf E-Book-Readern, im gedruckten Buch und in den sich immer weiter verzweigenden, „klassischen Buchgenres“ eine sich ständig potenzierende Zahl an Möglichkeiten haben, um präsent zu sein, zu publizieren und uns zu positionieren, so sehr verwirrt das auch viele Menschen, die „einfach nur schreiben“ und veröffentlichen wollen. Das verstehe ich gut – geht es mir trotz aller Fachkompetenz doch manchmal selbst so … Darum ist meine „natürliche Zielgruppe“ größtenteils der Mensch, der zum ersten Mal publizieren will – und oft auch nicht mehr ganz jung ist. Hier sind meine Empathie, Weitsicht, Geduld und Kreativität gefragt – von alledem habe ich ziemlich viel. Aber es gab auch mal einen beruflichen Masterplan, den ich mir selbst verordnet hatte: Ich will alles lernen, was man wissen muss, um ein Buch von A bis Z selbst machen zu können. Hab ich geschafft. Und darum ist meine größte Stärke wohl die Begleitung von Prozessen: Konzeption, Schreibprozess, Veröffentlichung – und als „Blaupause“ dahinter am besten von Anfang an das Marketing schon mitgedacht. Nicht zu vergessen der individuelle Schreibprozess: Was macht das Schreiben eigentlich mit mir? Und wie „guckt“ mich der Text an, wenn er dann endlich fertig geschrieben ist? Hier beginnt das, was ich gern das „erweiterte Lektorat“ nenne. Und das bildet zusammen mit Beratung und Coaching meine Schwerpunkte.

tredition: Sie bieten Autoren ein individuelles Autorencoaching? Was beinhaltet dieses Coaching?

Maria Al-Mana: Die Antwort steckt hier schon in der Frage: Es ist so individuell wie die Fragen und Probleme der Menschen, die sich an mich wenden. Vielleicht genügt es an dieser Stelle, wenn ich sage, dass ich allein für das Schreiben meiner Angebote im Schnitt zwei Stunden brauche … Und keines gleicht dem anderen. Trotzdem gibt es immer eine Gemeinsamkeit: Es geht darum, den schreibenden Menschen, seine „Stimme“ und das Buch, das er schreiben will – und manchmal auch schon ansatzweise geschrieben hat – in Einklang zu bringen. Das ist immer mein Ziel: „Schreibe so, dass du dich jederzeit auf eine große Bühne stellen und aus deinem Buch vorlesen könntest, ohne dass du ein Gefühl der Fremdheit dir und deinem Buch gegenüber empfindest.“ Lampenfieber und Co. natürlich mal außen vorgelassen …

Meine größte Stärke ist die Begleitung von Prozessen: Konzeption, Schreibprozess, Veröffentlichung – und als „Blaupause“ dahinter am besten von Anfang an das Marketing schon mitgedacht.

tredition: Wie sollten Autoren vorgehen, wenn sie Ihre Dienste in Anspruch nehmen wollen?

Maria Almana

Bild: Maria Al-Mana berät zunehmend Self-Publishing-Autoren.

Maria Al-Mana: Kommt darauf an, was sie planen … Der Idealfall ist, wenn jemand seine Buch-Idee zwar schon gründlich durchdacht, aber noch nicht umgesetzt oder allenfalls ein paar erste „Bausteine“ geschrieben hat. Dann können wir gemeinsam überlegen: „Was für ein Schreibtyp sind Sie eigentlich? Wie wollen wir vorgehen? Welche Haltung haben Sie Ihrem Thema/Buch gegenüber? Wie können wir das auf die Struktur des Buches übertragen? Wollen Sie, dass ich jedes Kapitel lese, sobald es geschrieben ist – oder lieber warten, bis Sie mit der „ersten Runde“ durch sind? Soll ich eher eine „Aufsichtsperson“sein, die zum Beispiel auf die Einhaltung – auch zeitlicher – Vorgaben achtet, oder betrachten wir das Buchprojekt als ein „organisches Ganzes“, das erst mal wachsen muss?“ Solche Fragen stellen sich natürlich auch, wenn der Text schon in einer ersten Fassung mehr oder weniger fertig ist. Doch dann geht es meistens darum, zu kürzen, zu überarbeiten, neu zu schreiben. Das kann schmerzhaft sein. Darum ist mir so viel daran gelegen, Autor/innen auch durch Coaching begleiten zu können. Da würden wir dann beispielsweise den Fokus auf das „wohin?“ und „warum?“ legen – denn mit einem guten, klaren Ziel ist auch das Überarbeiten erfahrungsgemäß nicht mehr ganz so schmerzhaft. Also auch hier: Alles ist extrem individuell!

tredition: Sie beraten sowohl Verlagsautoren als auch Self-Publisher, was sind die markantesten Unterschiede?

Maria Al-Mana: Um ehrlich zu sein: Bislang sind noch alle, die sich vorgenommen hatten, als Verlagsautor/in unterzukommen, am Ende doch Self-Publisher geworden. Und ich glaube, da sind sie bei mir dann auch gut aufgehoben. Denn ich komme zwar (unter anderem) auch aus der „klassischen Verlagswelt“, liebe sie und ihre Produkte, bin außerdem eine treue Seele. Aber so sehr ich mich auch bemühe … Ich habe schon viele Listen zum Pro und Contra Self-Publishing versus „klassischer Verlag“ geschrieben, am Ende gewinnt immer das Self-Publishing. Das ist ein Prozess, den zur Zeit nicht wenige Autor/innen durchleben, manchmal mit großem Erstaunen: Self-Publishing ist eben KEIN Trostpflaster – ganz im Gegenteil! Wer es einmal gewagt hat, will die Freiheit des Self-Publishing oft nicht mehr missen. Auch wenn diese Freiheit natürlich ihren Preis hat. Wenn Sie so wollen, liegt wohl genau hier der markanteste Unterschied: Die „richtig große Freiheit“ muss man sich erst mal selber zutrauen. Unter dem Dach eines großen Verlagsnamens ist es einfach kuscheliger … Auch da kann übrigens mein Autorencoaching ansetzen: Self-Publisher brauchen schlicht ein gutes Selbstbewusstsein – da kann Coaching eine große Hilfe sein.

tredition: In welcher Form können Autoren Ihnen ihr Manuskript zur Verfügung stellen und was müssen sie dabei beachten?

Maria Al-Mana: Danke für diese Frage! Es ist scheinbar so einfach – und für viele Autor/innen doch ganz schwierig: Bitte IMMER komplett unformatiert! Ich verstehe ja, dass alle Autor/innen sich wünschen, dass ihr Buch „hübsch“ aussieht. Aber das kommt immer, immer erst ganz zum Schluss! Selbst Zeilennummern oder eine bestimmte Schriftart brauche ich nicht – und ganz sicher keine von Hand gesetzten Trennungen mitten im Wort. Also am besten und einfachsten: ein word-, OpenOffice- oder *.rtf-Dokument. Überschriften sollten irgendwie erkennbar sein, das ist dann aber auch schon alles.

Ansonsten gibt es keine Vorgaben: Schubladen-Chaos-Teilchen, fertig Formuliertes, Halbfertiges, ganz egal. Nur: Handschriften entziffern kann und mag ich wirklich nicht!

Es ist ein bisschen so wie mit Champagner: Immer wieder rütteln, schütteln, gegen das Licht halten, gründlich betrachten und Bodensätze lösen … das alles tut dem Produkt gut.

tredition: Wie nehmen Sie Autoren die Sorge, dass ihr Text durch eine „externe“ Bearbeitung verfremdet werden könnte?

Maria Almana

Bild: Bei Maria Al-Mana müssen Sie als AutorIn keine Angst haben, dass Ihre Texte am Ende verfremdet sind.

Maria Al-Mana: Auch für diese Frage bin ich sehr dankbar … Und antworte jetzt mal ganz unverblümt: So eine Sorge wäre in meinem Fall absolut unbegründet. Ich glaube, das beweise ich mit meiner ganzen Person. Wer sich an mich wendet, hat sich in aller Regel vorher im Netz schlau gemacht. Und da wird er oder sie sehen, dass ich den allergrößten Wert auf Vielfalt, die Entwicklung dessen, was ich „die eigene Stimme“ nenne und ein netzwerkendes Nebeneinander von Menschen lege, die sich etwas zu erzählen haben – und das funktioniert umso besser, je selbstbestimmter und selbstbewusster sie nebeneinander stehen können. Ich kann jede Art von Gleichmacherei nur schwer ertragen und eines meiner Ziele ist immer die größtmögliche Unabhängigkeit (was übrigens einer der Gründe war, warum ich mir tredition als Kooperationspartner ausgesucht habe …). Wenn es nicht so pathetisch klänge, würde ich jetzt sogar sagen: Respekt bedeutet mir sehr viel. Und dazu gehört in meinem beruflichen Alltag absolut, dass ich jeden Menschen in seiner Haltung, mit seiner Stimme ohne Wenn und Aber respektiere. Natürlich immer nur, wenn es nicht meinen eigenen Werten zuwiderläuft. Sollte das der Fall sein, kann und werde ich Interessenten als Kunden schlicht nicht annehmen.
Ich kenne und liebe außerdem so viele Beispiele literarischen Eigensinns, sprachliche Experimente, die zum Teil schon wieder lang vergessen sind, dass ich mich nie sklavisch an Sprachvorschriften halten muss, weil „man“ das eben so macht – und genau da würde meiner Ansicht nach die „Verfremdung“ eines Textes beginnen. Wenn ein Text in sich Sinn macht, einen schlüssigen Buchinhalt ergibt, für den sich ein paar Menschen interessieren könnten – dann ist meiner Ansicht sehr vieles machbar. Darum finde ich Sprache ja so unglaublich toll: weil sie uns immer alle Möglichkeiten offenlässt. Und ich bin sehr dafür, diese Möglichkeiten auch zu nutzen.

tredition: Kann sich ein Autor eigentlich auch mit einer bloßen Themenidee und lediglich Textbausteinen an Sie wenden?

Maria Al-Mana: O ja, unbedingt – siehe oben, Stichwort: „Idealfall“

tredition: Wie lange dauert es im Schnitt, bis ein Auftrag für einen Autoren abgeschlossen ist?

Maria Al-Mana: Es dauert so lang, wie es dauert … Das kann auch schon mal ein gutes Jahr werden. Da gebe ich allenfalls dann Grenzen vor, wenn ich selbst aus Zeitnot nicht mehr ein noch aus weiß, dann muss ich sagen: „Geht grad gar nicht!“ Da hat mich der Autor/die Autorin leider schlicht zum falschen Zeitpunkt kontaktiert … Das sage ich dann aber auch gleich zu Beginn unseres Gesprächs. Schwierig finde ich, von Anfang an starre Zeitvorgaben zu machen … Denn ich bin ein großer Fan davon, einem Buch immer auch die Zeit zum jeweils nötigen „Reifungsprozess“ zu geben – davon können am Ende nur alle Beteiligten profitieren, nicht zuletzt das Buch selbst. DASS wir uns diese Zeit nehmen können, ist ja einer der großen Pluspunkte von Self-Publishing. Und keine Sorge: Abgerechnet wird immer nur die Zeit, die ICH investiere. Damit die Kosten nicht explodieren, versuche ich in aller Regel, die Schreibenden so oft wie möglich an ihren Schreibtisch zu lotsen – gern mit sehr konkreten „Hausaufgaben“.

Es ist ein bisschen so wie mit Champagner: Immer wieder rütteln, schütteln, gegen das Licht halten, gründlich betrachten und Bodensätze lösen … das alles tut dem Produkt gut.

Klar: Irgendwann kommt der Punkt, an dem das Projekt auch mal abgeschlossen werden muss – dann auch gern mit klaren Zeitvorgaben.

tredition: Sie beraten Autoren auch im Bereich PR und Marketing? Wenn ein Autor also noch Nachhilfe in Sachen Verkäufen braucht, kann er sich bei Ihnen melden?

Maria Al-Mana

Bild: Maria Al-Mana ist es am Liebsten, wenn der Kontakt zum Autor oder zur Autorin so früh wie möglich ansetzt.

Maria Al-Mana: Ja. Und auch da ist es mir am liebsten, wenn der Kontakt so früh wie möglich beginnt. Denn manche Marketingmaßnahme kann und sollte schon während des Schreibens „implementiert“ werden. Für ganz klassische Werbestrategien bin ich eher nicht zuständig – da gibt es Agenturen, die können das besser. Auch hier wieder gilt: Ich fühle mich da zuständig, wo es individuell wird … also eher Guerillamarketing als große Sales-Kampagne. Was natürlich immer geht, ist das Texten und Überarbeiten schriftlicher Werbematerialien. Allerdings könnten auch da manche Kolleginnen und Kollegen preiswerter und eher geeignet sein … Ich bin immer dort am stärksten, wo ich größere Prozesse des Buchkonzipierens, -schreibens, -überarbeitens, -machens und -verkaufens begleiten darf. Dazu kann das Buch aber auch bereits publiziert sein – und wir überlegen, wie wir nachträglich PR-Anlässe und/oder Social-Media-Begleitung schaffen können … Auch hier am liebsten immer ein bisschen abseits der breiten Pfade des „Mainstream“.

tredition: Welche Tipps würden Sie Autoren für die Buchveröffentlichung an die Hand geben?

Maria Al-Mana: Meine allererste Frage ist ja immer: „Erwarten Sie, eines Tages vom Bücherschreiben leben zu können?“ Ist die Antwort „nein“, können wir weiterreden. Denn dann kommt das, was für mich das Spannendste am Bücherschreiben überhaupt ist: Welchen Wert – außer Geld – kann ein Buch haben? Da gibt es so ungeheuer viele Aspekte … Und sie alle tragen dazu bei, die Motivation zu stärken, ein Buch überhaupt veröffentlichen zu wollen. Sie können auch mal Durst- und Ärgerstrecken überwinden helfen, geben Autorinnen und Autoren das nötige Selbstbewusstsein, helfen beim „Durchhalten“ und beflügeln im besten Fall so stark, dass sie bis in alle Stationen der Öffentlichkeitsarbeit hineinreichen. Genau da wirkt dann auch die vielbeschworene „Authentizität“ – die ja niemals geplant werden kann noch im luftleeren Raum entsteht. Das wäre also mein allerwichtigster Tipp: Sich sehr gründlich zu fragen: Warum will ich ein Buch veröffentlichen? Warum genau dieses? Und was will ich damit erreichen? Dabei bitte nie vergessen, dieses „ich“ gründlich unter die Lupe zu nehmen. Denn das Bücherschreiben macht ja auch was mit uns. Immer. Und am Ende all der Arbeit wollen wir mit dem Geschriebenen auch noch ÖFFENTLICH werden – da darf ich ruhig im Vorfeld schon mal den ein oder anderen Gedanken investieren.

Und sollte die Antwort doch lauten: „Ich will mit der Buchveröffentlichung so viel Geld verdienen, dass ich jede andere Arbeit an den Nagel hängen kann“, dann befinden wir uns im Modus des Wünschens und Träumens … Und auch daraus lassen sich ja bekanntermaßen hervorragende Geschichten und Bücher machen …

tredition: Liebe Frau Al-Mana, wir danken für das spannende Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg in der Zusammenarbeit mit unseren AutorInnen. 

9 Kommentare
  1. Ismet Damgaci sagte:

    Sind bei Ihrer Beurteilung des Textes saemtliche literarische Kategorien (zB Theatertexte) vertreten? Wie und wonach unterscheiden Sie „Möchte-gern-Autoren“ von “ eher professionel orientierten bzw. eingestellten (zukünftigen?)Schriftstellern? Und müssen all diese mit einem rel. „immensen“ finanziellen Aufwand rechnen? Es würde mich freuen, wenn ich darauf Ihre Antwort erhalten dürfte. Vielen Dank.

    Antworten
    • Maria Al-Mana sagte:

      Hallo Ismet Damgaci,
      vielen Dank für Ihre Fragen! Die Sache mit den Buchgenres ist nicht ganz so einfach. Begonnen habe ich damit, nur Sachbücher zu begleiten. Sehr schnell aber haben sich erzählende/biografische Elemente und Aspekte dazu gesellt. Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass das „erzählende Sachbuch“ ein riesiges – und leider nur schwer definierbares – Segment bildet. Genau da sehe ich meinen Schwerpunkt, denn da funktioniert auch die Kombination aus Textarbeit und Schreibcoaching – jedenfalls nach meiner Erfahrung – am besten.
      Bei allen anderen Genres können wir immer gern über ein „reines Lektorat“ sprechen, denn Text-, Aufbau- und Schreibfehler bleiben schließlich immer Text-, Aufbau- und Schreibfehler. Egal, in welchem Genre. Aber ich will ehrlich sein: Mit Genres, in denen ich mich nicht so gut auskenne, fühle ich mich nicht besonders wohl – unter anderem dann, wenn die richtigen Kontakte eine große Rolle spielen. Ich denke, das ist bei Theatertexten so – und das wird natürlich spätestens beim Marketing extrem wichtig.
      Die Frage „Profi“- und/oder „Möchtegern-Schriftsteller?“ finde ich schwierig. Einerseits kann durchaus immer wieder aus der einen Kategorie schnell die andere werden. Andererseits stört mich, dass damit fast immer ein scheinbares Qualitätsurteil abgegeben wird. Dabei spielen da oft ganz andere Dinge eine Rolle … Beispielsweise: Wie viel Geld bin ich bereit, in Werbung zu investieren? Viele „professionellen Erfolge“ verdanken sich heute allein dieser Tatsache … etwa im Krimi-Genre. Darum habe ich in dem Interview so betont, dass es sich durchaus lohnt, über den „Gewinn“ des Schreibens jenseits des reinen Geldverdienens nachzudenken (DASS Geld wichtig ist, stelle ich natürlich nicht in Frage … Bin ja selbst eine der vielen tausend Soloselbstständigen …) Am Ende des Tages wird aber in aller Regel nur der finanzielle Erfolg eines Autors/einer Autorin als „Professionalität“ gewertet. Und das wird m.E. so vielen Menschen, die schreiben, einfach nicht gerecht.
      Nein: „immens“ muss der finanzielle Aufwand nicht sein, um eine Zusammenarbeit mit mir zu starten. Ich arbeite genau darum mit einem Baukasten-System, aus dem sich alle Kund/innen genau das aussuchen können, was sie brauchen. Kurz: Sie haben die Wahl!
      Mit herzlichen Grüßen
      Maria Al-Mana

      Antworten
  2. Ismet Damgaci sagte:

    Sind bei Ihrer Beurteilung des Textes saemtliche literarische Kategorien (zB Theatertexte) vertreten? Wie und wonach unterscheiden Sie „Möchte-gern-Autoren“ von “ eher professionel orientierten bzw. eingestellten (zukünftigen?)Schriftstellern? Und müssen all diese mit einem rel. „immensen“ finanziellen Aufwand rechnen? Es würde mich freuen, wenn ich darauf Ihre Antwort erhalten dürfte. Vielen Dank. (PS: Es ist mein erster Kommentar)

    Antworten
  3. Ismet Damgaci sagte:

    Ich hatte mir gestattet, an die s.g. Frau Maria Al-Mana im Zusammenhang mit Lektorat einige Fragen zu richten. Das war mein erster Kommentar – leider kam vor deren Absendung ein Vorab-Bescheid, dass mein Kommentar bereits vorher verfasst und dadurch doppelt gesandt worden sei. Dies ist mein erster und einziger Kommentar…

    Antworten
    • Maria Al-Mana sagte:

      Hallo Ismet Damgaci,
      vielen Dank für Ihre Fragen! Die Sache mit den Buchgenres ist nicht ganz so einfach. Begonnen habe ich damit, nur Sachbücher zu begleiten. Sehr schnell aber haben sich erzählende/biografische Elemente und Aspekte dazu gesellt. Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass das „erzählende Sachbuch“ ein riesiges – und leider nur schwer definierbares – Segment bildet. Genau da sehe ich meinen Schwerpunkt, denn da funktioniert auch die Kombination aus Textarbeit und Schreibcoaching – jedenfalls nach meiner Erfahrung – am besten.
      Bei allen anderen Genres können wir immer gern über ein „reines Lektorat“ sprechen, denn Text-, Aufbau- und Schreibfehler bleiben schließlich immer Text-, Aufbau- und Schreibfehler. Egal, in welchem Genre. Aber ich will ehrlich sein: Mit Genres, in denen ich mich nicht so gut auskenne, fühle ich mich nicht besonders wohl – unter anderem dann, wenn die richtigen Kontakte eine große Rolle spielen. Ich denke, das ist bei Theatertexten so – und das wird natürlich spätestens beim Marketing extrem wichtig.
      Die Frage „Profi“- und/oder „Möchtegern-Schriftsteller?“ finde ich schwierig. Einerseits kann durchaus immer wieder aus der einen Kategorie schnell die andere werden. Andererseits stört mich, dass damit fast immer ein scheinbares Qualitätsurteil abgegeben wird. Dabei spielen da oft ganz andere Dinge eine Rolle … Beispielsweise: Wie viel Geld bin ich bereit, in Werbung zu investieren? Viele „professionellen Erfolge“ verdanken sich heute allein dieser Tatsache … etwa im Krimi-Genre. Darum habe ich in dem Interview so betont, dass es sich durchaus lohnt, über den „Gewinn“ des Schreibens jenseits des reinen Geldverdienens nachzudenken (DASS Geld wichtig ist, stelle ich natürlich nicht in Frage … Bin ja selbst eine der vielen tausend Soloselbstständigen …) Am Ende des Tages wird aber in aller Regel nur der finanzielle Erfolg eines Autors/einer Autorin als „Professionalität“ gewertet. Und das wird m.E. so vielen Menschen, die schreiben, einfach nicht gerecht.
      Nein: „immens“ muss der finanzielle Aufwand nicht sein, um eine Zusammenarbeit mit mir zu starten. Ich arbeite genau darum mit einem Baukasten-System, aus dem sich alle Kund/innen genau das aussuchen können, was sie brauchen. Kurz: Sie haben die Wahl!
      Mit herzlichen Grüßen
      Maria Al-Mana

      Antworten
  4. Maria Al-Mana sagte:

    Hallo Ismet Damgaci,

    vielen Dank für Ihre Fragen! Die Sache mit den Buchgenres ist nicht ganz so einfach. Begonnen habe ich damit, nur Sachbücher zu begleiten. Sehr schnell aber haben sich erzählende/biografische Elemente und Aspekte dazu gesellt. Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass das „erzählende Sachbuch“ ein riesiges – und leider nur schwer definierbares – Segment bildet. Genau da sehe ich meinen Schwerpunkt, denn da funktioniert auch die Kombination aus Textarbeit und Schreibcoaching – jedenfalls nach meiner Erfahrung – am besten.

    Bei allen anderen Genres können wir immer gern über ein „reines Lektorat“ sprechen, denn Text-, Aufbau- und Schreibfehler bleiben schließlich immer Text-, Aufbau- und Schreibfehler. Egal, in welchem Genre. Aber ich will ehrlich sein: Mit Genres, in denen ich mich nicht so gut auskenne, fühle ich mich nicht besonders wohl – unter anderem dann, wenn die richtigen Kontakte eine große Rolle spielen. Ich denke, das ist bei Theatertexten so – und das wird natürlich spätestens beim Marketing extrem wichtig.

    Die Frage „Profi“- und/oder „Möchtegern-Schriftsteller?“ finde ich schwierig. Einerseits kann durchaus immer wieder aus der einen Kategorie schnell die andere werden. Andererseits stört mich, dass damit fast immer ein scheinbares Qualitätsurteil abgegeben wird. Dabei spielen da oft ganz andere Dinge eine Rolle … Beispielsweise: Wie viel Geld bin ich bereit, in Werbung zu investieren? Viele „professionellen Erfolge“ verdanken sich heute allein dieser Tatsache … etwa im Krimi-Genre. Darum habe ich in dem Interview so betont, dass es sich durchaus lohnt, über den „Gewinn“ des Schreibens jenseits des reinen Geldverdienens nachzudenken (DASS Geld wichtig ist, stelle ich natürlich nicht in Frage … Bin ja selbst eine der vielen tausend Soloselbstständigen …) Am Ende des Tages wird aber in aller Regel nur der finanzielle Erfolg eines Autors/einer Autorin als „Professionalität“ gewertet. Und das wird m.E. so vielen Menschen, die schreiben, einfach nicht gerecht.

    Nein: „immens“ muss der finanzielle Aufwand nicht sein, um eine Zusammenarbeit mit mir zu starten. Ich arbeite genau darum mit einem Baukasten-System, aus dem sich alle Kund/innen genau das aussuchen können, was sie brauchen. Kurz: Sie haben die Wahl!

    Mit herzlichen Grüßen
    Maria Al-Mana

    Antworten
  5. Susanne Gantner sagte:

    Hallo Frau Al-Mana
    Könnten Sie mich bitte kontaktieren? Frau Otto hat mir freundlicherweise Ihren Link gemailt. Ich bin an PR für meine 2 bereits veröffentlichten Krimis interessiert.
    Freundliche Grüsse
    Susanne Gantner aus der Schweiz

    Antworten
  6. Brigitta Martin sagte:

    Hallo Frau Al-Mana,
    Ihre Informationen haben mich in Stil und Inhalt sehr angesprochen. Ich ersuche daher, auch mich zu kontaktieren. Ich lebe in Österreich, habe in der Pension erst Zeit gefunden zum Schreiben (…ich sehe Sie stöhnen) und möchte in erster Linie Ihre Branchenerfahrung nutzen, um meine Texte realistisch zu beurteilen. Ich muss mit dem Schreiben nicht unbedingt Geld verdienen, aber ein objektives feed back für die Chancen, meine Geschichten zu veröffentlichen, ist mir selbstverständlich auch ein Honorar wert (Zeit ist immer auch Geld).
    Freundliche Grüße aus Österreich
    Brigitta Martin

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.