Die Frankfurter Buchmesse 2018 fand in diesem Jahr vom 10. – 14. Oktober 2018 statt. Und das 2018 zum 70. Mal! Mehr als 7500 Aussteller aus 109 Ländern, 4000 Veranstaltungen, 10.000 akkreditierte Journalisten und Blogger, an die 300.000 Gäste wurden erwartet. Laut MDR waren 285.024 Menschen in diesem Jahr bei der Buchmesse dabei, ein leichtes Minus im Vergleich zu den 286.425 Besuchern im vorigen Jahr. Im Fokus stand vor allem ein Thema: Wie kann man Nicht-Leser wiedergewinnen, wie die Krisenstimmung in der Buchbranche aufhalten? Georgien präsentierte sich als diesjähriges Ehrengastland – und tredition-Autoren waren mittenmang. Wir haben uns auf der Messe umgeschaut und präsentieren Ihnen die schönsten Autorenaktionen.

Nach der Buchmesse ist vor der Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse 2018 fand in diesem Jahr vom 10. – 14. Oktober 2018 statt! Im Mittelpunkt der Messe in Frankfurt stand dieses Jahr als Ehrengastland Georgien.

Zahlreiche Veranstaltungen bereicherten die vier Messetage und boten viele Möglichkeiten für Autoren, sich auf der Messe zu präsentieren, mitzudiskutieren oder sich mit anderen Autoren, Lesern oder Medienvertretern zu vernetzen. Was waren die schönsten Aktionen? Im unseren Blogartikel finden Sie einige Anregungen für Ihren nächsten Buchmessebesuch.

Bild: © Frankfurter Buchmesse, Alexander Heimann

Die schönsten Autorenaktionen

Die Fußball-Medienwand

Frankfurter Buchmesse Susanne Amar

Eine beliebte Anlaufstelle des Kulturstadions: die Fußball-Medienwand von LitCam, an der Besucher jedes Jahr interessante Neuerscheinungen zum Thema Fußball und Kultur durchstöbern können. Das spannende Sachbuch „Ins Netz gegangen“ von Susanne Amar – das Handbuch für Eltern, Trainer und Betreuer – war auf der diesjährigen Präsentation dabei und wurde prominent auf der Fußball-Medienwand von LitCam präsentiert.

LitCam: Was ist das?

In der Kulturstation LitCam findet jedes Jahr ein buntes Programm rund um Bildung, Lesen und Bewegung statt – und natürlich steht der Fußball-Schwerpunkt am Messe-Wochenende in Kooperation mit der DFB-Kulturstiftung immer im Mittelpunkt und ist der Höhepunkt der Veranstaltungsreihe. Für lesebegeisterte Fußballfans gibt es auf der Fläche von LitCam jedes Jahr die „Fußball-Medienwand“, die einen Überblick über Publikationen rund um das Thema Fußball bietet, zu bestaunen.

Die Live-Veranstaltung mit Autorin

Frankfurter Buchmesse Nachlese Susanne Amar

Samstag, den 13.10.2018, von 15:00 – 16:00 Uhr gab es eine ganz besondere Veranstaltung zum Buch „Ins Netz gegangen“ – Der schwere Weg zum und als Fußballprofi. tredition-Autorin Susanne Amar, Autorin und Coach, war dabei und stellt ihr Buch bei der Reihe gemeinsam mit diesen Teilnehmern vor: Anton Schumacher, pädagogischer Leiter des Sportinternats Eintracht Frankfurt und Baldo di Gregorio, ehem. Fußballprofi und Trainer. Moderiert wurde die Veranstaltung von Karin Plötz, Direktorin der LitCam.

Der Messebericht von Susanne Amar

Hier berichtet Susanne Amar ganz persönlich von ihren Erlebnissen bei der Veranstaltung und auf der Messe.

„Neben vielen, vielen Büchern, in denen ich geschmökert und die ich auf meine Bücherliste gesetzt habe, standen auch interessante Diskussionen auf dem Programm, zum Beispiel wie die Buchbranche Leser gewinnen und binden kann und darüberhinaus mehr Aufmerksamkeit erhält. Zwischen den Veranstaltungen war Zeit, Autorenkolleginnen auf einen Kaffee bei sommerlichen Temperaturen zu treffen und uns zu unseren aktuellen Projekten auszutauschen.

Am Samstag saß ich dann selbst auf der Bühne. Karin Plötz, Direktorin der LitCam, hatte Anton Schumacher, den pädagogischen Leiter des Sportinternats Eintracht Frankfurt und Baldo di Gregorio, ehem. Fußballprofi und Trainer, und mich zum Thema „Ins Netz gegangen – Der schwere Weg zum und als Fußballprofi“ eingeladen. Gemeinsam sprachen wir über Erfahrungen und Herausforderungen, aber auch über Enttäuschungen, die im Fußball stecken und wie wichtig die Unterstützung der Eltern und der Nachwuchsleistungszentren dabei ist. Schlussendlich sind wir uns alle einig, dass bei allen Forderungen und Förderungen der Spaß am Fußball bei den Spielern und Spielerinnen nicht zu kurz kommen darf.“

Bild: tredition-Autorin Susanne Amar hat es mit ihrem Sportbuch „Ins Netz gegangen“ auf die Longlist des Self-Publishing-Preises 2018 geschafft. ©Martin Rottenkolber

Susanne Amar, geboren 1967 in Bonn, ist Autorin und Bloggerin zum Thema Jugendfußball. Als systemischer Coach unterstützt sie Fußballer-Eltern und Vereine und hält Impulsvorträge und Seminare mit dem Schwerpunkt effiziente Kommunikation zwischen Eltern und Trainern. Zuvor arbeitete sie 25 Jahre als freiberufliche TV-Producerin für verschiedene Produktionsfirmen und Fernsehanstalten. Susanne Amar ist verheiratet, Mutter von zwei erwachsenen Kindern und lebt in Köln.

Bild: Cover „Ins Netz gegangen“ von Susanne Amar

Ins Netz gegangen ist ein Handbuch für Eltern, Trainer und Betreuer. Es zeigt die Veränderungen und die Herausforderungen des Nachwuchsfußballs. Die Autorin beschreibt, wie sozial fördernd, gleichzeitig aber aufreibend Fußball sein kann. Ihre Erfahrungen eröffnen Eltern Möglichkeiten, beherzt und umsichtig mit einer vergleichbaren Situation umzugehen. Trainern und Betreuern ist dieses Sachbuch ein hilfreicher Begleiter, um innerhalb des gewohnten Sportalltags einen Perspektivwechsel und damit verbundene neue Handlungsfelder kennenzulernen.

Ein ganzer Stand mit einem Buch!

Monika Müller-Herrmann Messestand

„Es war ein einmaliges Erlebnis! Meine Stimme ist jetzt etwas rauh, aber ich bin total glücklich, das einmal erlebt zu haben.“

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tredition-Autorin Monika Müller-Herrmann hat direkt bei der Buchmesse am Wettbewerb um die Wildcard teilgenommen. Zunächst gab es eine Absage an die Autorin, dann ganz sponan war sie doch dabei – und zwar mit einem ganzen Stand zu ihren beiden Büchern: der Projektbericht „Aufbau und Leitung eines Trauercafés“ und „Trauer und Trauerbegleitung“, in dem die Autorin Trauernden die Zeit nach der Bestattung eines geliebten Menschen ein wenig einfacher gestalten möchte.

Was ist die Wildcard der Buchmesse?

Die Frankfurter Buchmesse vergibt 2018 erstmals eine Wildcard für einen Messestand auf der Frankfurter Buchmesse. Wer drei Fragen zum Aussteller-Konzept überzeugend beantwortet, erhält als Hauptgewinn einen 8-qm-Stand auf der größten Messe für Inhalte. Da in den letzten drei Jahren über 460 Bewerbungen aus über 20 Ländern eingingen, werden 2018 erstmals zwei Wildcards vergeben: Eine für einen deutschen Aussteller, sowie eine weitere Wildcard für einen internationalen Bewerber. Diesmal konnte Monika Müller-Herrmann von dieser Wildcard-Vergabe profitieren!

Monika Müller-Herrmann

Aufbau und Leitung eines Trauercafés

Monika Müller-Herrmann gibt in ihrem Werk „Aufbau und Leitung eines Trauercafés“ viele praktische Ratschläge zur Projektion und Umsetzung eines Trauercafes. Sie gibt in ihrem Buch einen Überblick über die Entwicklung des Konzepts, der Gästezahlen und der Themen, welche die Gäste und Mitarbeiter im Verlauf des Projekts beschäftigen.

Das Ziel des Buches „Trauer und Trauerbegleitung“ von Monika Müller-Herrmann ist es, Trauernden zu helfen, ihre eigene Trauer zuzulassen und die Hilfsangebote für sich zu finden, die als richtig empfunden werden. Trauernde werden oft von einer Vielzahl von Hilfsangeboten überwältigt – und viele scheinen auf den ersten Blick vollkommen fremd. Hier hilft Monika Müller-Herrmann, einen Überblick zu gewinnen und den eigenen Weg zu finden.

Monika Müller-Herrmann ist Psychologin, Altenpflegerin, Palliative Care Fachkraft, Psychoonkologin und Trauerbegleiterin. Sie hat 14 Jahre lang eine Hospizgruppe und den Arbeitskreis Hospiz Rhein Main geleitet. Sie hat in dieser Zeit 26 Hospizhelferkurse gehalten. Gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Team hat sie ein Trauercaféprojekt von Grund auf aufgebaut.
Sie verfügt über langjährige Erfahrung im Umgang mit Sterbenden und ihren Angehörigen, mit Trauernden und mit Ehrenamtlichen. Sie ist Mitglied der Sektion Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, des Bundesverbandes für Trauerbegleitung und hat sich zwei Jahre lang ehrenamtlich im Vorstand des Hospiz- und Palliativverbands Hessens engagiert.
Sie war 14 Jahre lang Mitglied der AG zur Verbesserung der Sterbebegleitung in Hessen im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.
Aktuell arbeitet sie in eigener Praxis als Trauerberaterin und Psychoonkologin.

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Monika Müller-Herrmann Messestand Autorin am Stand

So organisieren Sie Ihre nächste Messe – Als Self-Publisher auf die Buchmesse Leipzig 2019

Peter Granzow und das Abenteuer Messe

Messe Leipzig Peter Granzow

Der Kölner Autor Peter Granzow will es wissen. Nachdem er binnen vier Jahren gleich drei Bücher im Self-Publishing-Verfahren veröffentlicht hat, will er sich und seine Bücher nun erstmals auf der Leipziger Buchmesse 2019 präsentieren. Die große Frage: Wie finanziert er dieses Abenteuer, welches ihn mindestens 2.200,00 € kosten wird. Der Knackpunkt: Der Buchverkauf während der Messe ist untersagt. Peter Granzow ist hier sowohl aktiv als auch kreativ. So plant er zum Beispiel einen vierseitigen Messeprospekt im DIN A5 Format und versucht zur Finanzierung Sponsoren zu finden und auch der von der Messe angebotene Messestand im Standardformat, der für 200,00 € pro m² zu haben ist, soll aufgepeppt werden. Des Weiteren versucht er Kooperationen und Barter-Deals auszuhandeln, also typische Win-win-Situationen.  Als größte und zugleich teuerste Herausforderung entpuppt sich jedoch schon jetzt die Hotelsuche, bereits sechs Monate vorher scheinen alle bezahlbaren Hotels ausgebucht zu sein. Dies veranlasste Peter Granzow zu einer Aktion, für die er über seinen Schatten springen musste, so startete er im Internet eine Crowdfunding Aktion. Auf der extra eingerichteten Website www.peter-in-leipzig.de, die nach vier Wochen von über 1.000 Usern angeklickt wurde, sucht er nach Messe-Partnern, hat ein Gewinnspiel gestartet und Interessierte erfahren alles über den Stand der neuesten Aktivitäten. Es bleibt also spannend und Ende März kommt die Antwort auf die alles entscheidende Frage: Kann man als Self-Publisher einen erfolgreichen und kostendeckenden Messeauftritt absolvieren?

Peter Granzow MDR

Peter Granzow wurde 1966 in Hameln geboren und erlernte zunächst das Konditorenhandwerk. Er wechselte dann eher durch Zufall ins Show- und Eventbusiness, wo er fortan als Moderator arbeitete. Er hat inzwischen über 150 Fernsehsendungen sowie nahezu 5.000 Liveshows moderiert und geht dieser Profession bis heute nach.

Peter Granzow deckt in seinem Sachbuch „Störfaktor Kunde“ auf unterhaltsame Weise den Servicenotstand in Deutschland auf. „Störfaktor Kunde“ ist ein humorvoller Wegbegleiter und ein Muss für alle, die sich als Kunde schon einmal unfreundlich bedient oder beraten gefühlt haben und sich fragen, wie man damit umgehen sollte. Peter Granzow schildert auf amüsante Weise von seinen teils absurden Erlebnissen, die er in der „Servicewüste Deutschland“ erlebt hat, und zeigt, wie man auf charmante Art dem Servicenotstand entgegentritt.

Salim - Ein syrischer Flüchtling bei mir zu Gast

Peter Granzows Buch „Salim – Ein syrischer Flüchtling bei mir zu Gast“ ist eine wahre Geschichte, die momentan kaum aktueller sein könnte. Viele syrische Flüchtlinge sind in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommen und bis zum heutigen Tag kommen immer mehr Flüchtlinge dazu. Die Gesellschaft steht dieser Entwicklung mit gemischten Gefühlen gegenüber und der Fremdenhass oder die Angst vor Fremden wird immer öfter zum gesellschaftlichen Kraftakt. Peter Granzow beschreibt in seinem Buch „Salim – Ein syrischer Flüchtling bei mir zu Gast“ seine eigenen Erfahrungen mit einem syrischen Flüchling namens Salim, den er durch puren Zufall kennengelernt hat.

DEPRESSIONEN

Das Buch „DEPRESSIONEN“ von Peter Granzow entstand auf der Basis der Tagebuchaufzeichnungen des Schauspielers Markus und unzähligen Gesprächen des Autors mit ihm. Granzow beschreibt in einer fesselnden Lektüre diesen Klinikaufenthalt, die Therapien, die sechs Stufen einer Depression und das Zusammenleben mit den anderen Patienten. Schritt für Schritt erfahren wir, wie es soweit kommen konnte, dass Markus sich für diese letzte Option, den Suizid, entscheiden wollte. Granzow legt aber den Fokus auch darauf, wie es Markus Schritt für Schritt gelang, aus der Depression heraus und ins Alltagsleben zurückzutreten.