„Schatz, ich will ein Buch von Dir“

Bloggerin Bianca

Bianca Guerrieri betreibt seit März 2013 ihren Blog und ist auch auf Lovelybooks aktiv

Fröhliches Pink zeichnet das Layout des Buchblogs von Bianca Guerrieri aus. Verehrte Herren der Schöpfung, davon sollten Sie sich genauso wenig abschrecken lassen wie von dem Namen des Blogs „Schatz, ich will ein Buch von Dir“. Denn das ist voll und ganz ernst gemeint: Bloggerin Bianca sieht mit Freude jedem ihr dargebotenen Buch entgegen und rezensiert bunt durch die Genrelandschaft. Weshalb sie auf ehrliche Bewertungen Wert legt, welches Potenzial Sie mit Self-Publishing verbindet und welche Bücher sie so richtig vom Hocker reißen, erzählt sie im Interview mit tredition.

trediton: Liebe Bianca, seit wann betreibst Du Deinen Blog und wie kamst Du auf diesen sehr witzigen Namen?
Bianca:
Meinen Blog gibt es seit März 2013. Den Namen hatte ich schon länger im Kopf. Auf der Frankfurter Buchmesse 2011 hatte ich einen Button gesehen, auf dem „Ich will ein Buch von dir!“ stand. Das fand ich total witzig damals, und als ich einen Namen für meinen Blog suchte, fiel mir der Spruch wieder ein. Der Titel passt auch einfach zu mir, weil ich ein sehr humorvoller Mensch bin.

tredition: In welchen Genres rezensierst Du am liebsten?
Bianca:
Ich lese wirklich alles querbeet – Hauptsache, der Inhalt macht mich neugierig: Sachbücher, (Auto-)Biographien, Chick Lit, Liebesromane, Jugendbücher, Dystopien, Reiseberichte, humorvolle Bücher etc. Die einzigen Genres, mit denen ich (noch) nicht warm geworden bin, sind Thriller und historische Romane.

tredition: Wie müssen Autoren vorgehen, wenn Sie sich eine Rezension in Deinem Blog wünschen?
Bianca:
Einfach fragen! Es gefällt mir natürlich, wenn ich merke, dass sich derjenige mit meinem Blog bereits beschäftigt hat. Generell freue ich mich über jede Anfrage. Aber natürlich gibt es auch bei mir mal einen Grund, eine Anfrage abzulehnen, z.B. weil mich der Klappentext überhaupt nicht anspricht. Außerdem rezensiere ich keine e-Books, da ich keinen Reader habe. Da möchte ich dann auch nicht mit aller Gewalt von jemandem umgestimmt werden, dass ich es ja auch auf dem Laptop lesen könnte…

tredition: Inwiefern stellen Titel von Self-Publishing-Autoren eine Bereicherung für Dich da?
Bianca:
Dank Self-Publishing können unbekanntere bzw. neue Autoren ihre Werke veröffentlichen, auch wenn sie (noch) nicht bei einem großen Verlag unter Vertrag genommen wurden. Das hat für mich als Leser den Vorteil, dass ich so in den Genuss von Werken komme, die der Öffentlichkeit sonst vielleicht vorenthalten worden wären. Ich finde es zudem toll, dass man so auch mehr in Kontakt mit den Autoren selbst tritt, da sie ja meist direkt anfragen und die Rezensenten persönlich betreuen, statt es über einen Verlag oder eine Literaturplattform laufen zu lassen.

Schatz ich will ein Buch von Dir

Mit „Driving Phil Clune“ von Susanne Fuß hat Bianca erst vor kurzem ein bei tredition erschienenes Buch rezensiert.

tredition: Was fasziniert Dich am Lesen besonders?
Bianca:
Hm, das kann ich gar nicht so genau sagen, ich habe einfach schon immer gerne gelesen. Man kann in fremde Welten eintauchen und den Alltag abschalten. Lesen bildet und erweitert den Horizont. Ich mag es nur nicht, unter Druck zu lesen, deshalb mache ich z.B. nicht bei Challenges mit. Auch während meines Studiums, als ich gezwungenermaßen viel Fachliteratur lesen musste, hatte ich lange Zeit gar keine Lust, in meiner Freizeit auch noch zu lesen. Aber nach Ende des Studiums kam diese Leselust dann zum Glück zurück, und seitdem hab ich in jeder freien Minute ein Buch in der Hand.

tredition: Wie muss ein Buch sein, damit es Dich so richtig vom Hocker reißt?
Bianca:
Puh, schwierige Frage. Das kommt wirklich aufs Genre an. Generell bin ich ein emotionaler Mensch und lasse mich deshalb natürlich von Gefühlen stark mitreißen – es darf allerdings nicht zu kitschig sein. Ich glaube aber, dass ich mich als Kind bzw. Jugendliche noch mehr begeistern konnte als jetzt als Erwachsene. Da war vieles noch so neu, z.B. auch die ersten Berührungen mit Fantasyromanen. Mein All-time-Favourite ist und bleibt die „Harry Potter“-Reihe, die ich damals als Teenager gelesen habe, und ich weiß noch ganz genau, wie ich die ersten Bände in einem Rutsch im Garten meiner Eltern verschlungen habe und danach jedes Jahr sehnsüchtig auf den nächsten Band gewartet habe (und auf den Brief aus Hogwarts!). Und wie furchtbar traurig ich war, als der letzte Band ausgelesen war (und noch immer kein Brief aus Hogwarts angekommen war…).

tredition: Tauschst Du Dich intensiv mit anderen Buchbloggern aus?
Bianca:
Ich stöbere gerne in anderen Bücherblogs und bin in diversen Communities wie z.B. LovelyBooks unterwegs. Außerdem habe ich schon zweimal an Bloggerworkshops teilgenommen, was sehr interessant und fruchtbar war. Dadurch kommt natürlich auch der eine oder andere Kontakt zustande. Ich finde den Austausch mit anderen Bloggern spannend, aber ich habe auch gemerkt, dass manche das Bloggen als eine Art Wettbewerb betrachten um die meisten Klicks, die meisten Leser, die meisten Kommentare etc. Ich sehe das etwas entspannter. Für mich ist das Bloggen eine Möglichkeit, mich noch einmal intensiver mit den Inhalten der von mir gelesenen Bücher zu beschäftigen und mich mit anderen Interessierten darüber auszutauschen.

tredition: Weshalb sollten Autoren und Lesefreaks Deinen Blog auf keinen Fall verpassen?
Bianca:
Mein Blögchen ist klein, aber fein und wird von mir mit viel Herzblut betrieben. Meine Rezensionen sind fair, aber ehrlich – Gefälligkeitsrezensionen gibt es bei mir nicht, aber ich versuche auch immer, meine Kritikpunkte verständlich darzulegen. Da ich mich nicht auf bestimmte Genres festlege, ist für jeden was dabei. Gewinnspiele gibt es auch ab und zu. Und zu guter Letzt: Hey, mein Blog ist pink! Aber Männer sind natürlich trotzdem als Leser herzlich willkommen! (lacht)

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