Wie vermarkte ich mein Buch? – Mit gezielter Werbung Aufmerksamkeit für das eigene Buch erzeugen

Wie vermarkte ich mein Buch

Bild: Es gibt kein Geheimrezept für den universalen Bucherfolg, aber einige wichtige Regeln, die bei der Vermarktung des eigenen Buches weiterhelfen können. Copyright: Fotolia

Über 90.000 Veröffentlichungen stoßen jährlich auf den Buchmarkt. Darunter eine Handvoll Bestseller und viele Erstlingswerke unbekannter Autoren. Das bedeutet zum einen Titelvielfalt, aber für den einzelnen Autoren vor allem eine nahezu unüberschaubare Konkurrenz. Neben einem einzigartigen Inhalt, einem professionellen Lektorat und einer ansprechenden Verpackung ist das gezielte Buch- und Lesermarketing für das eigene Buch ein unabdingbarer Gradmesser für den eigenen Erfolg. tredition zeigt Ihnen auf, wie Sie gezielt und effektiv beim Marketing vorgehen und sich einen erfolgsversprechenden Marketingplan anlegen. Erfahren Sie in dieser Anleitung, wie Sie Ihr Buch gezielt vermarkten, um größtmögliche Aufmerksamkeit beim Leser zu erreichen und schlussendlich mit Ihrem Buch Geld zu verdienen.

 

Immer mehr Autoren ringen jährlich um die Lesergunst. Gleichzeitig misst die Stiftung für Zukunftsfragen regelmäßig das Freizeitverhalten der Deutschen – und fördert dabei immer  erschreckendere Ergebnisse zutage. Denn das Lesen taucht auch bei der jüngsten Auswertung aus dem Jahr 2015 nicht einmal unter den 20 beliebtesten Freizeitbeschäftigungen auf. Ganz oben auf der Rangliste stehen Fernsehen, Radio hören, Telefonieren … Die Buchlektüre? Fehlanzeige. Von e-Books gar nicht zu sprechen, die rangieren gar als zweitunbeliebteste Freizeitbeschäftigung unter ferner liefen. Ein Indie-Autor steht demnach vor der enormen Herausforderung, das eigene Buch aus dieser Masse an Neuveröffentlichungen hervorzuheben. Discoverability, die Auffindbarkeit des Buches,  ist zum zentralen Schlagwort der Stunde geworden. Denn, ein Buch, das von Buchhändlern und dem Lesepublikum nicht gefunden wird, das nicht auf sich „aufmerksam“ macht, ist quasi nicht-existent. Generell gilt, nur buchspezifische Marketingmaßnahmen, die möglichst breit auf vielen Kanälen durchgeführt werden und die spannende Geschichten erzählen, sorgen bei Buchhändlern und Lesern für Aufmerksamkeit. Wenn diese Aktionen gut geplant sind und ein Buch „sichtbar“ machen, dann stellt sich mit einem zusätzlichen Quentchen Glück auch der Bucherfolg ein.

 

Das A und O erfolgreicher Buchwerbung: Der Marketingplan

Der Marketingplan

Bild: Die Kunst eines erfolgreichen Buchprojektes ist, rechtzeitig mit dem Marketing zu beginnen, mithilfe eines Marketingplans. Copyright: Fotolia

Fangen Sie nicht zu spät damit an, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie Sie das eigene Buch gezielt bewerben können. Sie sollten schon vor oder während des Schreibens einen „Schlachtplan“ für zukünftige Marketingmaßnahmen entwerfen. Dieser „Marketingplan“ sollte Schritt für Schritt festhalten, wann und wie Sie Werbung für Ihr Buch planen. Nicht alle Marketingmaßnahmen sind auch für Ihre Buchveröffentlichung geeignet. Ein Sachbuch erfordert andere Marketingmaßnahmen als ein Lyrikband etc. Sie sollten sich daher vorab Gedanken darüber machen, welche Maßnahmen für Ihr Buch sinnvoll sind und diese in Ihrem individuellen Marketingplan mit genauen Richtlinien und Daten für die Umsetzung festlegen. Gleichzeitig ist es sinnvoll, in dieser Zeit Kontakt zur Presse und zu Bloggern, als auch zu Lesern zu suchen, damit Sie, einmal fertig mit dem Schreiben Ihres Buches, dann auch direkt das richtige und empfangsbereite Publikum für Ihre Maßnahmen ansprechen können. Haben Sie frühzeitig eine Fanbasis aufgebaut, können Sie, wenn Ihr Werk dann endlich auf den Markt kommt, direkt eine Buchankündigung, eine Leseprobe etc. in der passenden Zielgruppe streuen.

 

Vor dem Start: Ihre Zielgruppe kennen

Aufmerksamkeit für Ihr Buch durch die richtige Zielgruppe

Bild: Das Leserpublikum kennen ist das A und O einer zielgerichteten Buchwerbung. Copyright: Fotolia

Bevor Sie sich ganz auf Werbemaßnahmen zu Ihrem Buch stürzen, gilt es, vorab die Zielgruppe zu Ihrer Veröffentlichung genau einzugrenzen und kennenzulernen. Betrachten Sie Ihr Buch noch einmal mit kritischem Leserauge. Welches Genre und welchen Titel haben Sie gewählt und welche Leser kommen für diese Veröffentlichung in Frage? Wen spricht der Stil und die Aufmachung des Buches an? Eventuell haben Sie bereits beim Schreiben einen Leseravatar entwickelt, also eine imaginäre Persona, die Ihren Idealleser repräsentiert. Diesen Avatar oder eine ganze Avatargruppe sollten Sie noch einmal genau analysieren und herausfinden, in welchen Kanälen sich Ihre Zielgruppe aufhält. Erst wenn diese Frage beantwortet ist, macht es Sinn gezielt bei diesem Publikum Marketingmaßnahmen zu platzieren. Ein konservativer Leser schaut sich vielleicht lieber in der täglichen Zeitung oder im Fernsehen nach geeigneten Lektüreempfehlungen um. Technikaffine Leser tummeln sich eher in den sozialen Netzwerken, auf Blogs oder in Buchcommunities. Ein Kochbuchliebhaber sucht und postet vielleicht gern Bilder auf Pinterest. Verpulvern Sie Ihre Marketingmunition nicht durch Aktionen, die Ihr Zielpublikum vielleicht gar nicht erreichen!

 

Kontinuität: Beharrlichkeit zahlt sich bei der Buchwerbung aus

Nachdem der oft langwierige Weg getan ist und das eigene Manuskript vorliegt, es im zweiten Schritt durch Lektorat und Satz gegangen ist und endlich das Licht der Welt erblickt hat, sind Autoren oft froh, wenn das Buch endlich auf dem Buchmarkt ist. Zu diesem Zeitpunkt  wird leider oft vernachlässigt, wie wichtig der jetzt zwingend erforderliche nächste Schritt zum Erfolg ist: die Marketingarbeit. Sicherlich ist die Neuerscheinung eines neuen Harry Potter-Bandes von Joanne K. Rowling bereits Werbung genug. Rowlings Fans sorgen schnell für eine hohe Auflage. Doch das sind leider in der Branche Einzelfälle, die man an einer Hand abzählen kann. Zu einem Longseller wird ein Buch nur, wenn Autoren kontinuierlich an Ihrem Bucherfolg schrauben und immer wieder durch das Zünden eines neuen Marketingfeuerwerks auf das eigene Werk aufmerksam machen.

 

Buchwerbung heißt: Geschichten erzählen auf allen Kanälen

Geschichten verkaufen und für das eigenen Buch werben

Bild: Nutzen Sie Ihr Talent zum Geschichtenerzählung auch bei der Werbung für Ihr Buch. Copyright: Pixabay

Wenn Sie Ihren Marketingplan begonnen haben und sich über Ihre Zielgruppe informiert haben, sollten Sie sich überlegen, auf welchen Kanälen Sie Ihre Maßnahmen am besten streuen wollen. Hier gilt es, auf allen Kanälen, die für Ihr Buch sinnvoll sind, in Wort, Bild und Ton präsent zu sein. Setzen Sie crossmediale Marketingaktionen ein, also die Kommunikation zu Ihren Lesern über mehrere  verknüpfte Kanäle. Diese soll Leser unterhalten und informieren und im besten Fall zugleich  immer wieder zu Ihrem Buch führen und Kaufanreize auslösen. Bieten Sie Ihren Lesern dafür Mehrwert mit spannenden Inhalten zu Ihnen und Ihrer Veröffentlichung. Wenn Sie etwa eine knackige Pressemeldung zu Ihrem Buch geschrieben und versandt haben, können Sie den Text der Meldung auch für andere Zwecke einsetzen. Ein interessantes Autoreninterview mit Ihnen sollte nicht nur auf Ihrer Homepage versauern, sondern Sie sollten dies in allen anderen passenden Kanälen, von Social Media-Kanälen über Buchforen etc. streuen. Werden Sie nicht nur als Autor Ihrer Geschichte zum Erzähler, sondern nutzen Sie Ihr Talent zum Geschichtenerzählen auch bei der Vermarktung Ihres Buches. Interessante Fragenstellungen für den Leser könnten sein: Welche Herausforderungen und Erlebnisse habe ich beim Schreiben erlebt, welche Geschichte oder Neuheit verkünde ich in meinem Buch? Was hält mein Buch an Innovationen und Vorteilen für den Leser oder die Leserin bereit? Die hohe Kunst des Crossmedia-Marketings ist, Informationen und Beiträge über alle Kanäle zu streuen, um die größtmögliche Reichweite für Ihre Buchwerbung zu erreichen.

 

Buchvermarktung online oder offline? Online ist King

Als Verkaufsweg für Bücher hat das Internet den Sortimentsbuchhandel noch längst nicht überflügelt – aber Kaufentscheidungen fallen mittlerweile auch in der traditionellen Buchwelt zunehmend online. Das bedeutet, dass Sie die Möglichkeiten, die Ihnen digitale Plattformen, Blogs etc. bieten, unbedingt nutzen sollten, um Ihr Buch aus der Masse der Bücher herauszustellen. Von Social Media-Werbung über Blogmarketing bis zu Onlinelesungen oder Buchtrailern sind die Möglichkeiten hier nahezu unendlich – und was noch viel besser ist, mit wenigen Mitteln schnell und effektiv umgesetzt. Ihre Bekannten, Freunde und Familie, aber auch Ihre Leser können die Beiträge zu Ihnen und Ihrem Buch weitergeben und verbreiten. Und noch besser: Die Maßnahmen können dann auch besser ausgewertet werden. Nehmen Sie Ihr Buch genau unter die Lupe. Welches Genre, welches Thema behandeln Sie und welche Maßnahmen passen dazu? Und es müssen nicht immer die üblichen Werbemaßnahmen sein. Je origineller, desto höher die Aufmerksamkeit der Leser und die mögliche Verbreitung bei Ihrem Zielpublikum.

 

Multiplikatoren nutzen: Presse- & Blogmarketing

 

Presse

Presse- und Blogmarketing durch Multiplikatoren

Bild: Nutzen Sie für Ihre Werbung die Kraft der Multiplikatoren! Copyright: Pixabay

Auch wenn die Onlinemedien traditionellen Medien zunehmend den Rang ablaufen, Journalisten von Zeitungen, Magazinen, Radiostationen oder Fernsehkanälen sorgen nach wie vor für eine hohe Verbreitung und sind gute Anlaufpunkte für die Platzierung von Beiträgen zu Ihrem Buch. Presserezensionen ziehen zudem auch weitere Rezensionen mit sich. Oft fragen Journalisten nach Autoren oder Autorinnen aus bereits erschienenen Artikeln oder Beiträgen nach oder werden durch Kollegen erst auf Bücher und Autoren aufmerksam.

Wie geht man vor? Zunächst gilt es, seine Zielgruppe ausfindig zu machen und für diese einen passenden Presseverteiler aufzubauen. Denn je nach Genre, Thema und Leserpublikum eignen sich für ein Buchprojekt nur bestimmte Medien. Eine gute Vorbereitung ist hier das A und O. Recherchieren Sie gezielt passende Medien, Nachrichtenportale und Zeitschriften oder Special Interest-Magazine. Fertigen Sie Emailanschreiben zu Ihrem Buch mit beiliegendem Pressekit zu Ihrem Buch an. In dieses Pressekit gehört: eine Kurzankündigung zum Buch, die Pressemeldung als PDF-Datei, ein aussagekräftiges Autorenbild und ein hochauflösendes Coverbild zum Buch. Dieses Anschreiben soll im besten Fall Neugier auf Ihr Buch machen und die Journalisten dazu verführen, über Ihr Buch zu berichten. Schicken Sie dieses jedoch nicht ungefiltert raus. Achtung: Es muss hier nicht gleich die Frankfurter Allgemeine, DIE ZEIT oder die Süddeutsche sein. Der Feuilletonbereich oder der Rezensionsbereich für Bücher in diesen Medien ist stark begrenzt und auch bekannte Autoren haben es schwer, hier eine Rezension zu platzieren. Journalisten werden tagtäglich mit hunderten von Anschreiben und Büchern geradezu überrannt. Starten Sie, indem Sie auf regionale Medien zugehen und sich als „Autor aus der Region“ präsentieren. Seien Sie selbstbewusst im Auftritt, aber drängen Sie die Pressevertreter nicht. Bieten Sie diesen zusätzliches Material wie Rezensionsexemplare, Autoreninterviews oder Buchexemplare für Gewinnspiele.

Blogmarketing

Blogs haben sich zum wichtigsten Sprachrohr zum Leser im Netz entwickelt. Autoren bieten sich hier eine Vielzahl an Chancen, das eigene Buch einer großen Menge an Lesern vorzustellen und für Aufmerksamkeit für ihr Buch zu sorgen. Werden Sie kreativ: Kündigen Sie Bloggern, die thematisch zu Ihrem Buch passen, die Buchveröffentlichung mit einem Pressekit an. Bieten Sie wichtigen Literaturblogs Rezensionsexemplare im Gegenzug zu Buchbesprechungen, Leseproben, Autoreninterviews, Gewinnspiele und Kooperationen an – oder führen eine Blogtour durch. Bei einer Blogtour präsentieren unterschiedliche themengebundene Blogs innerhalb eines bestimmten Zeitraumes Ihr Buch in verschiedenen Formen: Buchbesprechung, Autoreninterview, Leseprobe, Gewinnspiel u.v.m. … Dafür ist es wichtig, vorab die richtigen Ansprechpartner zu eruieren und für das eigene Buch zu gewinnen, diese rechtzeitig mit dem Werbematerial auszustatten und vor und während der Blogtour Werbung für diese auf anderen Kanälen zu machen. Ganz wichtig ist, dass man frühzeitig eine Beziehung zu Bloggern aufbaut. Nichts hassen Blogger mehr, als einfach wahllos mit Material zugeschüttet zu werden. Will man mit einem Blogger in Austausch treten und etwas zum eigenen Buch dort platzieren, so sollte man sich genau über die Blogs und ihre Zielgruppe informieren und eine auf gegenseitigem Respekt basierende Beziehung aufbauen.

 

An die Zielgruppe herantreten:  Werbung auf Social Media und in Buchcommunities

Social Media Werbung

Bild: Social Mediaplattformen wie Facebook bieten viele Marketingmöglichkeitne für Autoren! Copyright: Pixabay

Social Media-Kanäle bieten für Autoren zahlreiche Möglichkeiten, die Werbetrommel zu rühren, sich mit anderen Autoren auszutauschen und zu vernetzen und den Kontakt zu Lesern aufzubauen. Sie sollten schon während des Schreibens – Ihr Marketingplan ist gezückt – daran arbeiten, eine feste Fanbasis oder Leserschaft für Ihr Buch aufzubauen, so dass diese nur noch darauf warten, dass Ihr Buch endlich in den Handel kommt.

 

Facebook

Legen Sie sich auf den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Snapchat und Co. ein eigenes Profil und gegebenenfalls eine eigene Autorenseite an, auf der Sie mit Ihrer Leserschaft kommunizieren können. Autoren haben zudem die Möglichkeiten, die eigene Buchveröffentlichung durch eine eigene Fanseite zum Buch zu präsentieren. So sorgen Sie auf Facebook und auf Social Media für Auffindbarkeit Ihres Buchtitels. Sie selbst sollten dort regelmäßig neues „Futter“, Leseproben, Buchcover etc. anbieten, um so Leseanreize zu schaffen, wenn ihr Buch erst einmal veröffentlicht ist. Fans können sich auf Ihrer Buchseite tummeln, Fragen stellen und mit Ihnen Kontakt aufnehmen. So kann man dort gut die eigene Buchveröffentlichung „anteasern“, also schon einmal vorab ankündigen, wie man das etwa von Serien kennt, auf die schon Monate vor Ausstrahlung mit Trailern neugierig gemacht wird. Facebook bietet zudem die Möglichkeit, Anzeigen oder sogenannte Sponsored Posts, also gesponserte Meldungen über Ihre Seite, zu publizieren, um so eine konkrete Zielgruppe anzusprechen oder einfach die Reichweite für Ihre Seite oder Ihre Beiträge zu erhöhen. Die Seite bietet zudem viele Autorengruppen, die für die eigene Buchwerbung interessant sein können. Werden Sie Teil einer Gruppe und tauschen Sie sich dort mit anderen Autoren und Lesern aus. Holen Sie sich dort hilfreiche Tipps und sprechen Sie über Ihre Veröffentlichung!

 

Weitere Social Media-Kanäle bedienen: Twitter, Snapchat, Instagram, Pinterest …

Facebook ist sicherlich das beliebteste soziale Netzwerk. Aber auch beim Thema Social Media gilt wieder die goldene Regel: Nicht dort aufhalten, wo es Ihnen privat gefällt, sondern dort, wo Ihre Leser sich aufhalten. Sie haben also etwa mit Twitter so gar nichts am Hut, Ihre Zielgruppenanalyse hat aber ergeben, dass sich Ihre Leser vorwiegend über Twitter austauschen? Dann heißt es: ins kalte Wasser springen. Informieren Sie sich über dieses soziale Netzwerk und die Möglichkeiten, die sich hier für Sie bieten, die Werbetrommel für Ihr Buch zu rühren. Auf Twitter gilt es etwa, regelmäßige Tweets an das Zielpublikum zu schreiben. Bei Pinterest und der Foto-App Instagram steht weniger die gezielte textliche Kommunikation im Vordergrund, sondern eher Bilder und schöne Inhalte. Hier gilt es, Inhalte mit den richtigen Keywords zu platzieren oder auf Werbeaktionen hinzuweisen etc. Nutzen Sie die ganz verschiedenartigen Chancen für die Buchwerbung, die sich auf den einzelnen Netzwerken oder in Gruppen für Ihr Werk bieten.

 

Community-Aufbau im Vorfeld betreiben

Es gibt im Internet eine Reihe von Portalen, Foren, Autorengruppen sowie die sogenannten Buchcommunities. Diese ermöglichen Autoren, sich mit anderen Autoren zu vernetzen, über Ihr Buch zu sprechen, sich mit Lesern zu unterhalten und Ratschläge einzuholen. Nutzen Sie diese Gruppen als Möglichkeit, sich und Ihr Buch bekannt zu machen. Einige der bekanntesten Communities sind Lovelybooks, aNobii oder Goodreads. Diese zeichnen sich durch unterschiedliche Schwerpunkte aus. Jede dieser Communities ist ein schöner Treffpunkt für Leseratten. Neuerscheinungen werden hier eingestellt, bewertet, kommentiert und weiterempfohlen. Autoren sollten diese Communities gut kennen, für die eigenen Bücher dort Bücherregale erstellen, Leserunden veranstalten, Empfehlungen schreiben und in Buchgruppen aktiv sein und Empfehlungen mit Freunden austauschen. Die Communities erreichen durch die vielen Nutzer der Seiten eine große Streuung einzelner Themen oder Buchempfehlungen.

 

Buchhandel & Veranstaltungen

Veranstaltungen und Lesungen

Bild: tredtion Autor Hans-Ueli Regius bei der Buchvernissage in St. Gallen.

Auch wenn große Onlinehändler wie Amazon mächtig am Geschäftsmodell der stationären Buchhändler rütteln, ist der stationäre Buchhandel nach wie vor der wichtigste Vertriebsweg für Bücher in Deutschland. Autoren sollten dies wissen – und die Möglichkeiten nutzen, die der Buchhandel einem Autor bietet. Bauen Sie den Kontakt zu Buchhändlern auf und sorgen Sie für eine stationäre Auslage Ihrer Bücher in einer geeigneten Buchhandlung. Vorab heißt es also themenspezifisch zu recherchieren, welche speziellen Buchhandlungen für das eigene Buch in Frage kommen. Sind diese Buchhandlungen ausgemacht, sollten Autoren gut planen, wie sie an den oder die Buchhändler/in herantreten. Buchhändler bevorzugen regionale Titel. Halten Sie sich also als unbekannter Autor zunächst vor allem an die Buchhandlungen in Ihrem persönlichen Umfeld, in der Sie sich als „regionaler Autor“ präsentieren können. Außergewöhnlichkeit und Besonderheiten Ihres Buchthemas sorgen für Pluspunkte. Heben Sie diese im Gespräch hervor. Belletristische Werke sind zwar nach wie vor bei Autoren beliebt, erleiden aber im Buchhandel Umsatzverluste. Sachbücher und Fachbücher werden es daher in Spezialbuchhandlungen einfacher haben, den Weg in eine Auslage zu finden. Im Vordergrund steht hier neben einem inhaltlich ansprechenden, professionell aufgemachten Buch mit einem überzeugenden Cover auch Ihre Überzeugungskraft als Autor/in. Treten Sie in persönlichen Kontakt mit Ihrem Buchhändler, nehmen Sie Ihr Buch, eventuell auch eine bereits vorhandene Pressemappe mit und stellen Sie dem Buchhändler Ihr Buch vor. Eine gute Gelegenheit, um Kontakt zum Buchhandel langfristig aufzubauen, bietet auch die gemeinsame Veranstaltung einer Autorenlesung oder Buchvorstellung. Bieten Sie Buchhändlern Eigenexemplare an, um ein erstes Interesse zu wecken und verweisen Sie auf die Bestellwege, zu denen Ihr Buch geordert werden kann (Buchgroßhandel, Verlagsauslieferung).

 

Die Autorenlesung

Eine Autorenlesung ist ein schöner Moment, um ganz persönlich in Kontakt zu Ihren Lesern zu treten. Doch eine erfolgreiche Lesung will sorgsam vorab organisiert werden. Sie sollten sich genau überlegen, welche Buchhandlung für eine Lesung in Frage kommen könnte. Haben Sie eine geeignete Buchhandlung gefunden und alles nötige mit dem Händler vor Ort besprochen, stellen Sie das Programm des Abends zusammen. Überlegen Sie gut, wie der Abend ablaufen soll. Wann kommt welcher Eventpunkt? Autorenvorstellung, Lesung welcher Textstellen, soll Musik dabei sein? Eine schöne Methode, um Leser an sich zu binden und das eigene Buch zu verkaufen, ist eine an die Lesung anschließende Signierstunde. Zudem ist es wichtig, die Veranstaltung vorab bei Ihrem Lesepublikum bekannt zu machen und für ausreichend Publikum zu sorgen. Aufmerksamkeit erreichen Sie aber auch durch Lesungen an ungewöhnlichen Orten. Seien Sie kreativ und überlegen Sie sich, ob es auch andere Veranstaltungsorte für Ihr Buch geben könnte.

 

Onlinelesung

Das Internet bietet viele Möglichkeiten für die Marketingarbeit. Eine ganz neue Möglichkeit sind Onlinelesungen. Sie können mittlerweile ganz entspannt zu Hause eine Lesung veranstalten und diese via Kamera auf YouTube, den Google Hangouts oder über die Apps Periscope oder den Streaming-Dienst YouNow, der vor allem jüngere Nutzer anlockt,  im Netz übertragen. Durch diese Online-Plattformen oder Apps wird es für Autoren immer einfacher, eine Lesung zu organisieren, zu finanzieren und durchzuführen. Gleichzeitig ist es so dennoch möglich, enorme Reichweiten zu erreichen. Zudem tummelt sich hier bislang noch ein eher kleineres, technikaffines Publikum. Die große Masse hat diese Instrumente noch nicht für sich entdeckt. Einzelne herausragende Aktionen können dadurch momentan noch für viel Marketingbuzz , will heißen Aufmerksamkeit, sorgen.

 

Verlagsexpertise nutzen – Auf das Verlagsmarketing aufbauen

tredition Marketingmaßnahmen für Ihr Buch

Bild: Bauen Sie Ihre Marketingmaßnahmen auf dem Marketing Ihres Verlages auf!

Holen Sie Ihren Verlag mit ins Boot, wenn es um das Marketing zu Ihrem Buch geht. Erkundigen Sie sich dort, was für Ihr Buch an Marketingmaßnahmen geleistet wird – und bauen Sie im Idealfall auf diesen Maßnahmen auf.

Unser Marketing schließt u.a. Pressearbeit (eine Pressemeldung zu jedem Buch, Versand kostenfreier Rezensionsexemplare), Social Media-Marketing, Blogmarketing, Veröffentlichung Ihres Buches in Buchcommunities, Buchmarketing speziell für Sach- und Fachbücher und die Auffindbarkeit in Suchmaschinen mit ein. Im tredition-Blog verbreiten wir zudem regelmäßige detaillierte Beiträge zu Marketingthemen, Autoreninterviews oder Berichte zu Autoren im Buchhandel, die Ihnen ganz viel Ratschläge und Tipps für die Aufbereitung des eigenen Marketingplans liefern können. Profitieren Sie hier von  unserer Verlagsexpertise!

 

Viel Freude bei der Umsetzung unserer Tipps und viel Erfolg für Ihr Buch!

3 Antworten
  1. Dietmar Passenheim says:

    Danke für diesen Beitrag. Ein Teil davon habe ich bereits realisiert, aber auch gute Anregungen gefunden.
    Als Jungautor wird mir erst einmal bewusst, wie kostspielig und wichtig das eigene Marketing ist, obwohl ich schon in der Werbung aktiv gearbeitet habe, nur nicht mit Büchern, die massenhaft erscheinen.
    Ich denke, das mein gewählter Verlag gute Anregungen gibt und sicherlich auch an seine Autoren interessiert ist und sie unterstützt, die ja vermutlich weitere Bücher veröffentlichen möchten.

    Antworten
  2. Bärbel Strothmann says:

    In Sachen Social Media lese ich immer wieder die Empfehlung, eigene Präsenzen/Kanäle/Profile aufzubauen. Das ist sicherlich auch gut und richtig, aber angesichts der unendlichen Masse an ‚Konkurrenz‘ drängt sich doch zuallererst die Frage auf: wie mache ich meine vielen Kanäle denn dann bekannt? Ich habe mich in letzter Zeit ein bisschen schlau gemacht in Sachen bezahltes Marketing und muss feststellen: ohne Moos nix los. Daher mein Tipp – und auch Frage – in die Runde: lasst mal eine Werbung auf Facebook, Twitter oder Google laufen. Erhöht den Bekanntheitsgrad ungemein. Oder? Habt ihr andere Erfahrungen gemacht?

    Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *