Den Königsweg finden: Self-Publishing oder Verlag

Vier Bücher auf einem Tisch liegend vor türkisfarbener WandEin Buch zu schreiben ist nicht einfach, aber viele Autoren stehen vor allem bei Fragen in Bezug auf die Veröffentlichung vor den größten Herausforderungen. Vorweg gesagt, eine Antwort auf die Frage nach dem besten und richtigen Weg für die Veröffentlichung Ihres Manuskriptes können wir Ihnen in diesem Artikel nicht geben. Denn diese hängt stark von Ihren individuellen Wünschen, Zielsetzungen und Voraussetzungen als Autor ab. Trotzdem möchten wir Ihnen einen Überblick über die beiden Veröffentlichungswege Verlag und Self-Publishing geben, um Ihnen die Entscheidung leichter zu machen. Informieren Sie sich zudem gern über die Leistungen von tredition im Rahmen der Buchveröffentlichung.

Inhalt dieses Artikels

Self-Publishing oder Verlag: Die starke Marke eines Verlags nutzen

Viele Autoren träumen davon, ihr Werk im klassischen Buchverlag zu veröffentlichen. Sie haben den Wunsch, ihr Manuskript unter einer bekannten und beliebten Verlagsmarke herauszubringen. Dies bringt auch im Handel Vorteile, denn ein renommierter Verlag hat seinen angestammten Platz in den Regalen der Buchläden.

Zunächst einmal müssen Sie aber den passenden Verlag für sich finden, denn die meisten haben sich auf bestimmte Genres wie Belletristik, Kinder- und Jugendbücher oder Sachbücher spezialisiert. Es gibt sogar Special Interest Verlage, die zum Beispiel nur Fantasybücher veröffentlichen.

Los geht’s: Mit dem eigenen Buch beim Verlag bewerben

Wenn Sie einen passenden Verlag für Ihr Genre gefunden haben, dann können Sie das Manuskript postalisch oder auch online einreichen. Dabei ist es wichtig, dass Sie gewisse, verlagsindividuelle Vorgaben einhalten. So wird in den meisten Fällen eine bestimmte Schrift, Zeilenbeschränkung, eingerückte Absätze, linksbündiger Text oder der Verzicht auf Worttrennungen gefordert. Die meisten Verlage bekommen täglich zahlreiche Manuskripte, so dass es äußerst wichtig ist, sich an diese Vorgaben zu halten. Andernfalls kann es sein, dass Sie schon zu Beginn des Prozesses aus dem Raster fallen.

Im zweiten Schritt heißt es nun warten und das kann auch schon mal mehrere Monate dauern. Im schlimmsten Fall bekommen Sie gar keine Antwort, wobei jeder professionelle Verlag zumindest eine Absage schicken sollte. Insbesondere, wenn Sie Ihr Manuskript initiativ eingereicht haben, dann sollten Sie sich auf eine Absage einstellen, denn viele Verlage haben schlicht und einfach keine Zeit, alle Manuskripte zu lesen. Ein negativer Bescheid muss also nichts mit der Qualität Ihres Buches zu tun haben. Daher sollten Sie sich von einem negativen Bescheid nicht entmutigen lassen und es weiter versuchen. Machen Sie sich eine Liste mit Verlagen, bei denen Sie Ihr Manuskript einreichen wollen. Die wenigsten Autoren schaffen es innerhalb der ersten Bewerbungen, von einem Verlag aufgenommen zu werden.

Die Bekanntheit eines großen Verlags nutzen

Sie ahnen es bestimmt schon: Auch bei der Entscheidung, sich bei einem großen oder kleinen Verlag zu bewerben, gibt es keine pauschale Antwort. Denn ein großer Verlag hat natürlich den Vorteil eines entsprechenden Renommees. Viele Verlage sind im Laufe der Zeit zu einer Marke geworden, die man automatisch mit einem bestimmten Buchgenre verbindet. Dies kann sich natürlich positiv auf das eigene Buch auswirken und auch für die Positionierung im Handel bringt ein bekannter Verlag im Rücken Vorteile. Zudem verfügen größere Firmen in der Regel auch über ein größeres Marketingbudget.

Auch ein kleiner Verlag bietet große Vorteile

Die Chancen, dass Ihr Manuskript von einem kleineren Verlag gelesen wird, sind natürlich ungleich höher als in einem großen Unternehmen. Dies hat damit zu tun, dass sich zum einen weniger Autoren bei einem kleineren Verlag bewerben und Sie sich mit Ihrem Genre zum anderen gezielt dort bewerben können. Dies steigert in der Folge die Chancen, angenommen zu werden. Insbesondere, wenn Sie bereits von größeren Verlagen abgelehnt wurden, lohnt es sich, es bei einem kleinen Verlag zu versuchen, der sich auf Ihr Genre spezialisiert hat.

Zudem sind kleinere Verlage persönlicher und gehen eher auf die individuellen Wünsche des Autors ein. Außerdem läuft Ihr Buch nicht Gefahr, in der Masse an Veröffentlichungen unterzugehen. Auf der anderen Seite verfügen kleinere Verlage meist nur über ein geringes Marketingbudget und auch das Außendienst-Netz ist in der Regel kleiner.

Aufgepasst bei Druckkostenzuschussverlagen

Im Gegensatz zum klassischen Verlag verlangt ein sogenannter Druckkostenzuschussverlag (kurz: DKZV) von einem Autor Geld für den Druck seines Manuskripts, so dass man als Autor das komplette finanzielle Risiko trägt. Auf der anderen Seite bekommen Sie von DKZV keinerlei Unterstützung in Bezug auf Layout oder Marketing. Zudem ist der Begriff Verlag irreführend und nicht korrekt, da die Leistung lediglich in der Vermittlung des Druckauftrags besteht. Mehr Informationen hierzu bekommen Sie beim Aktionsbündnis für faire Verlage.

Self-Publishing oder Verlag: Pro und Contra Verlag

Es erfordert also eine gute Portion Glück, um in das Programm eines Verlages aufgenommen zu werden. Ist dies der Fall, dann bekommen Sie eine umfassende Unterstützung in Form von Marketing, Cover-Gestaltung sowie Lektorat und Korrektorat. Allerdings müssen Sie hier auch ein dickes Fell beweisen, denn häufig werden große Teile des Manuskripts im Lektorat umformuliert oder komplett verändert. Im schlimmsten Fall kann es vorkommen, dass der Verlag sogar in Bezug auf das Ende oder die Botschaft Ihres Buches eine ganz andere Vorstellung hat.

Es gilt auch zu beachten, dass es sich bei Verlagen meist um mittelständische Unternehmen mit einem begrenzten Budget handelt. So können es sich die meisten Verlage nur leisten, ihre Bestsellerautoren umfassend zu bewerben. Viele Autoren erwarten von einem Verlag ein umfassendes Marketing und müssen dann feststellen, dass sie in puncto Vermarktung trotz der Unterstützung eines Verlags selbst tätig werden müssen. Informieren Sie sich gern auch über die wesentlichen Unterschiede einer Manuskripteinreichung im Verlag oder im Self-Publishing.

Diese Vorteile bietet eine Veröffentlichung im klassischen Verlag

  • Der Autor erhält professionelle Unterstützung bei Marketing, Vertrieb, Lektorat und Layout.
  • Man erhält eine Rundum-Versorgung durch Beratung in allen Bereichen.
  • Im Vertrieb kann ein Verlag eine hohe Reichweite erzielen.
  • Die Bekanntheit eines Verlages hilft, um einen Platz in Buchhandlungen zu bekommen.
  • Das Image eines Verlages überträgt sich auf das Werk sowie den Autor und kann einen Marketingeffekt darstellen.

Es gibt aber auch nicht unerhebliche Nachteile

  • Es ist viel Ausdauer bei der Bewerbung erforderlich, dass heißt man muss mit Niederlagen umgehen können.
  • Der Prozess vom Manuskript zur Veröffentlichung ist sehr lang, häufig ist eine sofortige Veröffentlichung nicht möglich, da Verlage lange im Voraus planen.
  • Der Autor ist in Hinblick auf Kreativität und Mitspracherecht eingeschränkt.
  • Viele Verlage fordern vertraglich Exklusivität, so dass keine weitere Veröffentlichung über einen anderen Kanal möglich ist.
  • Die Auflagen sind limitiert.
  • Das Autorenhonorar ist eher gering und beträgt in der Regel etwa 25% des Nettoerlöses. Lesen Sie bitte gern zum Thema Provisionen auch, wie tredition ihre Verdienstchancen erhöht.

Selbst publizieren – Self-Publishing

Die Selbstständigkeit, die das Self-Publishing mit sich bringt, hat einige Vorteile. Jedoch gibt es auch Tücken, auf die wir später noch einmal genauer eingehen werden. Es ist übrigens nicht notwendig, einen eigenen Verlag zu gründen. Wenn Sie sich für das Self-Publishing entscheiden, stehen Sie vielmehr vor der Herausforderung, den passenden Dienstleister für die Veröffentlichung zu finden. Viele Autoren vergessen hierbei jedoch, dass es nicht ausreicht, einen Text zu schreiben und ihn (mit Unterstützung des Dienstleisters) ins Netz zu stellen. Denn auch Ihr im Self-Publishing erstelltes Buch sollte in puncto Qualität mit einem Verlagswerk mithalten können. So sollten Sie in keinem Fall auf ein professionelles Lektorat und Cover sowie auf eine gute Qualität des Manuskriptes verzichten. tredition verfügt beispielsweise über ein großes Netzwerk an Spezialisten für Lektorat, Korrektorat oder Buchsatz, deren Dienstleistungen Sie in Anspruch nehmen können oder bei denen Sie unverbindlich ein Angebot erfragen können.

Ruckzuck starten ohne Bewerbung

In der Regel ist der Ablauf im Self-Publishing schnell und unkompliziert. So gibt es keine besondere Vorgaben an das Manuskript und Sie haben viele Freiheiten bei der Erstellung des Layouts. Viele Dienstleister, wie auch tredition, unterstützen Sie in Form von Vorlagen für den Umschlag oder Innenteil. Außerdem können Sie Ihr Manuskript sozusagen sofort veröffentlichen, was insbesondere bei aktuellen Sachbuch- oder Wissenschaftsthemen ein Vorteil ist.

Geschafft, ich bin Self-Publishing-Autor – und dann?

Die Dienstleistungen eines Self-Publishing Anbieters sind natürlich begrenzt, so dass Sie ein großes Maß an Eigeninitiative sowie ein gutes Zeitmanagement mitbringen müssen. Ist dies der Fall, dann können Sie sofort loslegen und die Finalisierung Ihres Manuskriptes vorbereiten. Dazu gehören, neben dem Layout, Lektorat und Korrektorat sowie die Vorbereitung von Druck und Vertrieb. Für diese einzelnen Steps sollten Sie sich einen detaillierten Zeitplan mit allen notwendigen To Dos erstellen, um strukturiert und effizient arbeiten zu können.

Auch um das Marketing müssen Sie sich in der Regel selbst kümmern, wobei es einige Dienstleister gibt, die Sie hier unterstützen. Auch bei tredition lassen wir Sie mit der Vermarktung nicht allein, denn wir bieten Ihnen, neben einer eigenen Buch- und Autorenseite kostenfreie Exemplare für Buchhändler und Presse und erstellen Pressemitteilungen für jedes Buch. Informieren Sie sich gern ausführlich über die Marketingleistungen von tredition sowie das große Medienecho auf unsere Pressemitteilungen.

Die Wahl des richtigen Self-Publishing-Dienstleisters

Anders als bei einem Verlag müssen Sie sich bei einem Self-Publishing Dienstleister nicht bewerben, sondern sich für ein Angebot entscheiden. Dieses sollte zum einen zu Ihren individuellen Bedürfnissen und Zielen passen. Zum anderen tragen natürlich die, zum Teil sehr unterschiedlichen, jeweiligen Leistungen und Konditionen der Anbieter zu Ihrer Entscheidung bei. Zudem sollten Sie darauf achten, dass Ihr Buch gut, dass heißt über viele Vertriebskanäle online und offline, erhältlich ist. Finanzielle Aspekte können in diesem Zusammenhang aber dazu beitragen, dass Sie Ihr Manuskript zunächst nur als E-Book veröffentlichen, wobei ein gedrucktes Buch immer eine größere Präsenz hat.

Erstellen Sie eine Checkliste

Als Entscheidungshilfe für einen Self-Publishing Dienstleister kann eine Checkliste dienen, mit deren Hilfe Sie die Angebote leicht vergleichen können. Kriterien könnten eine preisgünstige Veröffentlichung, attraktive Provisionen, Unterstützung bei Layout und Gestaltung oder Lektorat/Korrektorat durch den Anbieter sein. Hierbei können Sie natürlich gewichten, welche Punkte für Sie wichtig sind. Wenn Sie sich mit Ihrem Buch einen Lebenstraum erfüllen und zum Beispiel Ihre eigene Geschichte für Familie und Freunde zugänglich machen möchten, dann spielt das Honorar natürlich eher eine untergeordnete Rolle. Ist Ihr Plan aber, sich als Autor (nebenberuflich) selbstständig zu machen, dann sollten Sie diesem Kriterium eine weitaus größere Bedeutung zugestehen.

Eine große und vor allem weitreichende Bedeutung haben in diesem Zusammenhang jedoch die rechtlichen Konditionen. Zentral ist die Frage, ob Sie exklusiv an den jeweiligen Dienstleister gebunden sind oder ob Ihnen andere Veröffentlichungswege, zum Beispiel über Amazon, offen stehen. Beachten Sie bitte gern auch unsere rechtlichen Hinweise für die Buchveröffentlichung bei tredition.

Self-Publishing oder Verlag: Pro und Contra Self-Publishing

Diese Vorteile bietet eine Veröffentlichung im Self-Publishing

  • Es ist keine Bewerbung notwendig, so dass jeder Autor sein Manuskript veröffentlichen kann.
  • Eine Veröffentlichung ist meist sofort möglich.
  • Der Autor hat die volle Flexibilität, Kontrolle und kreative Freiheit und kann über Manuskript, Cover und Gestaltung selbst entscheiden.
  • Das Autorenhonorar ist relativ hoch, bis zu 70% des Nettoerlöses.
  • Es gibt keine Beschränkungen in Bezug auf die Auflage.
  • Vorteile durch das Print-on-Demand Verfahren: Buchinhalte können schnell aktualisiert werden und es entstehen keine Kosten durch Remission oder Lagerhaltung, da Bücher erst bei einer Bestellung produziert werden.

Und was ist mit den Nachteilen?

  • Im Vergleich zu einem Verlag bekommt man von einem Self-Publishing Anbieter weniger Leistungen bzw. muss je nach Anbieter kostenpflilchtige Leistungen hinzubuchen.
  • Der Autor hat mehr To Dos, da ein hohes Maß an Eigeninitiative gefragt ist.
  • Auch bei vielen Self-Publishing Dienstleistern wird vertraglich eine Exklusivität vereinbart.
  • Finanzielles Risiko: Die Kosten für Cover, Druck und Lektorat/Korrektorat müssen vom Autor getragen werden.
  • Der Autor erhält keinen Vorschuss.

Self-Publishing oder Verlag: Die richtige Entscheidung treffen

Machen Sie sich also rechtzeitig Gedanken darüber, welches Ziel Sie mit Ihrem Werk verfolgen. Haben Sie den großen Wunsch nach einer schnellen und flexiblen Veröffentlichung und wollen sich kreativ in den Gestaltungsprozess einbringen? Dann spricht einiges für Self-Publishing. Beachten Sie jedoch, dass Sie dann einen Großteil der Arbeit, wie zum Beispiel eigenes Marketing zusätzlich zu demjenigen des Self-Publishing-Diensteisters, selbst erledigen müssen.

Wenn Sie jedoch keinen Zeitdruck haben und sich eine renommierte Marke im Rücken wünschen, dann kann eine Bewerbung bei einem Verlag der richtige Weg für Sie sein. Allerdings sollten Sie viel Geduld mitbringen, sich auf lange Wartezeiten einstellen und mit Absagen rechnen.

Mit großer Vorsicht sind Druckkostenzuschussverlage zu behandeln, von denen wir Ihnen an dieser Stelle nur abraten können. Außerdem sollten Sie sowohl bei einem Verlag als auch bei einem Self-Publishing Anbieter immer prüfen, welche Leistungen mit dem Angebot verbunden sind.

Self-Publishing als Sprungbrett für die Autorenkarriere

Übrigens schließen sich Self-Publishing und eine Veröffentlichung im Verlag nicht gegenseitig aus. Prüfen Sie aber unbedingt die rechtlichen Voraussetzungen dafür. Bei tredition haben Sie das Recht, jederzeit unter einer anderen ISBN in einem klassischen Verlag zu veröffentlichen.

Viele haben das Vorurteil, dass Self-Publishing nur etwas für Autoren ist, die es nicht in einen “richtigen” Verlag geschafft haben. Außerdem hält sich bei einigen Menschen hartnäckig das Gerücht, dass Bücher aus dem Self-Publishing eine schlechtere Qualität in Hinblick auf Druck, Umschlag und nicht zuletzt den Inhalt haben. Diese Vorbehalte sind jedoch absolut falsch, denn der moderne Digitaldruck kann mit den Offset-Maschinen großer Verlage in jedem Fall mithalten. Machen Sie es also ruhig wie Bestsellerautoren wie Nele Neuhaus oder E.L. James und starten Sie Ihre Karriere im Self-Publishing.