Self-Publishing 2020: Alles was Autoren wissen sollten

Self-Publishing ist das dynamischste Segment im Buchmarkt. Jedes Jahr entscheiden sich mehr und mehr Autoren dazu, ihr Buch im Self-Publishing zu veröffentlichen. Aktuell wächst die Zahl der Neuerscheinungen jedes Jahr um ca. 25% im deutschsprachigen Markt. Durch Self-Publishing wird der Buchmarkt liberalisiert und die ehemaligen Schrankenwärter – die Verlage – in die Schranken gewiesen. Diese Veröffentlichungsform bedeutet eine großartige Chance für Autoren, Ihr Buch schnell einem großen Publikum vorzustellen. Lesen Sie in diesem umfassenden Guide, wie Sie Ihren Erfolg im Self-Publishing nicht dem Zufall überlassen.

1. Was ist Self-Publishing und was ist es nicht?

Unter Self-Publishing im Buchmarkt versteht man die selbständige Veröffentlichung eines Buches. Entweder übernehmen Autoren die Aufgaben eines klassischen Verlages selbst oder suchen sich passende Dienstleister dafür – sie können also auch selbst die Verleger ihres Buches sein. Zu den Aufgaben zählen vor der eigentlichen Veröffentlichung das Korrektorat oder Lektorat, der Buchsatz und die Umschlaggestaltung. Bei der Veröffentlichung kommen meistens Self-Publishing-Dienstleister zum Einsatz, die für die Herstellung der Bücher als gedrucktes Buch und als E-Book sowie die Distribution im Buchhandel übernehmen. Als synonyme Begriffe für Self-Publishing werden auch Selbstverlag oder Eigenverlag verwendet.

Irrtümlicherweise wird Self-Publishing häufig mit der Veröffentlichung eines E-Books gleichgesetzt. Da das E-Book im gesamten Buchmarkt jedoch bei knapp 6% des Umsatzes im gesamten Buchmarkt stagniert, verpassen Autoren 94% der potentiellen Umsätze, wenn sie ein Buch ausschließlich als E-Book veröffentlichen (Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels).

Umsatzanteil von E-Books in Deutschland ist nach wie vor marginal

Dieser Irrtum ist dadurch entstanden, dass es mit Start des E-Books schnell Anbieter gab, die ein E-Book im Self-Publishing angeboten haben. Diese Dienstleistung ist deutlich weniger aufwendig als die Herstellung und Distribution eines gedruckten Buches für Self-Publishing-Autoren.

Das Besondere beim Self-Publishing ist, dass der Autor selbst entscheidet, ob, wann, in welcher Form und zu welchem Preis sein Buch angeboten wird. Erfolgreiche Self-Publishing-Autoren nutzen diese Freiheit, um ihre Bücher ganz anders als klassische Verlagstitel zu veröffentlichen.

Idealerweise sollten Self-Publishing-Autoren ihr Vorhaben in der Art betrachten, dass sie nicht einfach nur ein Buch veröffentlichen, sondern mit ihren Inhalten möglichst viele Leser im Buchmarkt erreichen können. Ein Weg, um das zu erreichen, ist die Veröffentlichung in mehreren Produktformen, mindestens als Softcover, Hardcover und E-Book. So kaufen beispielsweise knapp 20% aller Buchkäufer nur Hardcover. Ist ein Buch nicht als Hardcover erhältlich, werden sie es nicht kaufen – egal wie gut der Inhalt ist. Erfolgreiches Self-Publishing ist also nicht nur EIN Buch zu veröffentlichen, sondern Inhalte in zahlreichen Produktformen anzubieten, um jedem Leser seine präferierte Buchform anzubieten.

Unser Tipp: Den Inhalt in mehreren Produktformen (mindestens als Softcover, Hardcover und E-Book) veröffentlichen!

2. Wie ist der Ablauf im Self-Publishing?

Wenn Sie Ihr Manuskript fertig geschrieben haben und bevor Sie mit der Veröffentlichung bei einem Dienstleister oder ganz allein veröffentlichen, sollten Sie diese Aufgaben erledigt bzw. diese Fragen geklärt haben:

Entscheidung für Self-Publishing-Dienstleister oder auf eigene Faust

Als wir 2006 mit tredition gestartet sind, war die größte Herausforderung, dass unsere Buchtitel im Buchhandel gelistet, katalogisiert und bestellbar sind. Die Logistikwege als Autor abzudecken ist nahezu unmöglich.

Wir haben es geschafft, eine hervorragende Anbindung an den Buchhandel zu etablieren und können guten Gewissens die Publikation bei tredition empfehlen, da Sie so sichergehen können, dass Ihr Buch flächendeckend im Buchhandel erhältlich ist. Wenn Sie auf eigene Faust veröffentlichen, sollten Sie sich über die Vertriebswege im Buchhandel informieren. Im Speziellen also wie ihr Buch in die Kataloge der Buchhändler gelistet wird, und wie Sie Ihr Buch für Buchhändler bestellbar halten. Wenn ein Titel dort nicht aufgeführt wird, kann kein Leser diesen finden.

Besonders wichtig ist die Listung in den Katalogen der Barsortimente (Buch-Großhändler). Hier bestellen die ca. 6.000 deutschsprachigen Bucheinzelhändler ihre Bücher. Die Barsortimente nehmen nahezu keine neuen (kleinen) Verlage auf und haben sogar gerade erst die Titel von sehr vielen kleineren Verlagen ausgelistet, da diese sich nicht in ausreichender Stückzahl verkaufen. Mit einem Einzeltitel werden Self-Publishing-Autoren aller Voraussicht nach gar nicht erst in einen Barsortimentskatalog aufgenommen.

Wir raten also davon ab, auf eigene Faust zu veröffentlichen. Unsere Erfahrung zeigt, dass der Druck des eigenen Buches meistens keine große Hürde darstellt. Leider haben Sie dann ein paar tausend Bücher zu Hause, die kein Händler listen wird. Das kann schnell zum finanziellen Desaster werden.

Unser Tipp: Damit Ihr Buch möglichst weitreichend im Buchmarkt verfügbar ist, empfiehlt es sich in jedem Falle, sich von einem Self-Publishing-Dienstleister unterstützen zu lassen!

Lektorat/Korrektorat

Jedes Buch sollte mindestens Korrektur gelesen werden. Empfehlenswert ist jedoch ein Lektorat, also auch die stilistische und logische Prüfung des Inhaltes. Bei einer Publikation in einem klassischen Buchverlag übernimmt das ein Verlag. Im Self-Publishing ist der Autor dafür selbst verantwortlich. Da ein Self-Publishing-Titel mit den umfangreich lektorierten Büchern aus klassischen Verlagen konkurriert, sollte auch dieser dasselbe professionelle Niveau wie ein Verlagstitel haben. Da ein Lektorat eine wichtige Investition in Ihr Buch ist, sollten Sie nicht die Katze im Sack kaufen, sondern ein Probelektorat vereinbaren.

Buchumschlag/Cover

Das Buchcover ist der erste Kontakt mit einem potentiellen Käufer. Egal ob im Onlineshop oder im Buchhandel – aufgrund des Covers trifft ein potenzieller Käufer die Entscheidung, sich einen Buchtitel näher anzusehen. Daher ist es sehr wichtig, ein herausragendes Buchcover zu gestalten. Einige Self-Publishing-Dienstleister bieten dafür einen Online-Coverdesigner an, bei dem Autoren aus verschiedenen Vorlagen ein Design auswählen und dieses dann nach eigenen Wünschen anpassen können. Natürlich können Sie auch einen Grafikdesigner oder Illustrator  beauftragen. Dieser erstellt Ihnen dann nach Ihren individuellen Wünschen und dem Inhalt des Buches ein passendes Buchcover. Die Kosten dafür sind Verhandlungssache und liegen in der Regel zwischen 200 und 800 Euro.

Wie sehr Ihr Buch aus der Masse von derzeit mehr als 2,5 Millionen lieferbarer Buchtitel im deutschsprachigen Markt heraussticht, hängt stark von der Überzeugungskraft Ihres Buchcovers ab. Lesen Sie dazu auch unseren ausführlichen Artikel zur Erstellung eines Buchcovers. Es gibt Illustratoren, die deutlich unter hundert Euro für eine Covererstellung berechnen. Stellen Sie sich selbst die Frage, ob das gut werden kann. Legen Sie Wert darauf, dass Ihr Cover individuell und besonders ist. Gutes Design hat seinen Preis!

Buchsatz

Der Buchinnteil mit dem Buchsatz ist das innere Erscheinungsbild ihres Buches. Mittlerweile verfügen nahezu alle Online-Buchhändler über die Möglichkeit, ein Buch digital durchzublättern. Wenn Ihr Buch im Buchhandel ausliegt, kann jeder Interessent darin blättern. Daher sollte die Gestaltung des Buchinnenteils auch der Gestaltung von Verlagstiteln in nichts nachstehen! Denn interessierte Käufer nehmen automatisch den Buchsatz wahr, also wie die Schriftart, der Zeilenabstand, und gegebenenfalls die Illustrationen wirken. tredition bietet dafür einen selbst entwickelten Online-Buchsatz an:

  1. Laden Sie einfach Ihren unformatierten Buchinhalt hoch
  2. Wählen Sie einen passenden Buchsatz-Stil aus
  3. Schauen Sie das Ergebnis Online an
  4. Laden Sie es herunter und finalisieren Sie es

Wenn Sie einen manuellen professionellen Buchsatz beauftragen, können Sie mit ca. 3 € pro Seite rechnen. Unterschätzen Sie bitte nicht, welche Wirkung ein laienhafter Buchsatz hat. Leser werden ein Buch nicht zu Ende lesen, wenn das Lesen der Zeilen schlichtweg unkomfortabel ist. Das kann der Fall sein, wenn die Schriftart zu klein oder der Zeilenabstand zu gering ist. Auch hier gilt für Self-Publishing-Autoren derselbe Qualitätsanspruch wie für einen Verlagstitel.

Wenn Sie Hilfe beim Lektorat/Korrektorat, Buchumschlag und dem Buchsatz benötigen, stellen Sie uns gern eine Anfrage und wir unterbreiten Ihnen ein individuelles Angebot.

Festlegung des Preises

Den Verkaufspreis können Sie beim Self-Publishing selbst festlegen. Natürlich sollte er auf jeden Fall die Kosten für die Herstellung und den Vertrieb decken. Der Durchschnittspreis einer Neuerscheinung in Deutschland liegt über 20 €, Tendenz steigend. Ein Irrglaube vor allem von neuen Autoren ist, dass sie ihr Buch möglichst günstig anbieten sollten. Ein günstiges Buch birgt folgende Nachteile:

  1. Buchhändler verdienen wenig: Buchhändler verdienen zwischen 30% und 40% des Nettoverkaufspreises (also nach Abzug der Mehrwertsteuer) an einem verkauften Buch. Bei einem Verkaufspreis eines Softcovers von 9,90 € bleiben gerade einmal zwischen 2,77 € und 3,70 € für einen Buchhändler übrig. Ein Buchhändler vermeidet es also, seinen Kunden sehr günstige Bücher zu empfehlen. Ist ein Self-Publishing-Titel besonders günstig, so wird ein Buchhändler diesen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in sein Sortiment aufnehmen und auch nicht empfehlen.
  2. Leser kaufen nicht aufgrund des Preises: Studien unter Buchkäufern belegen, dass Buchkäufer ihre Kaufentscheidung nicht nach dem Preis treffen. Natürlich muss dieser innerhalb gewisser Grenzen sein. Ein Roman für 100 € ist zu teuer. Es spielt allerdings keine Rolle, ob ein Roman 14,90 € oder 17,90 € kostet, wenn der Inhalt die Begeisterung und das Interesse eines Käufers wecken kann.
  3. Zu günstige Preise wecken Skepsis: Zu günstige Preise lassen potentielle Käufer ein Buch mit Skepsis betrachten. Hat es eine schlechte Qualität? Wurde es lektoriert? Ist es auf billigem Papier hergestellt? Ein marktüblicher Preis gibt Buchkäufern das Gefühl, dass sie ein qualitativ hochwertiges Buch erwerben.

Je nach Genre sind unterschiedliche Preise üblich. Fach- und Sachbücher kosten teilweise deutlich mehr als belletristische Bücher. Lassen Sie sich von uns eine Genre-Analyse für Ihr geplantes Buchprojekt zukommen, und Sie erhalten von uns eine Preisempfehlung für Ihr geplantes Genre.

Autoren verkaufen kein bedrucktes Papier oder eine E-Book-Datei. Sie verkaufen

  • Stunden voller Spannung oder Herzschmerz
  • Bildung, mit der die Karriere angekurbelt werden kann
  • Hinweise zur Gesundheit, die das Leben lebenswerter machen
  • Fantasievolles für Kinder, um neue Welten zu entdecken

Stellen Sie sich die Frage, ob 2,99 € als E-Book oder 6,99 € als gedrucktes Buch angemessene Preise sind. Der Käufer ist bereit mehr zu zahlen, wenn es Ihr Buch denn wert ist!

Vermarktung

Ein Buch, das keiner kennt, kauft keiner. Daher ist es wichtig, dass Sie sich schon frühzeitig über Ihre Marketing- und Werbeaktivitäten im Klaren sind. Hierzu stellen wir ausführliche Beiträge zur Verfügung, wie man z. B. in sozialen Medien auf sein Buch aufmerksam macht oder wie man den Buchhandel für sich gewinnt. Sie konkurrieren mit mehr als 130.000 Büchern (70.000 aus klassischen Verlagen und 60.000 durch Self-Publishing-Autoren in 2020), die jedes Jahr neu auf dem Buchmarkt erscheinen, um eine gleiche Anzahl von Buch-Käufern. Wenn Buchverkäufe für Sie wichtig sind, ist Marketing die wichtigste Aufgabe beim Self-Publishing.

3. Wie groß ist der Self-Publishing Markt?

Self-Publishing gab es schon immer. Der Begriff wird in Deutschland seit ca. 2011 verwendet. Autoren haben schon vorher regelmäßig selbstständig Bücher veröffentlicht. Aktuell erscheinen auf dem deutschen Buchmarkt noch knapp 70.000 Neuerscheinungen aus klassischen Verlagen jedes Jahr. Die Tendenz ist sinkend. Die Anzahl der Self-Publishing-Neuerscheinungen wächst hingegen deutlich. Allein von 2015 bis 2019 hat sich die Zahl der Neuerscheinungen pro Jahr verdoppelt:

Entwicklung der Neuerscheinungen im Buchmarkt in Deutschland 2015 bis 2021

Diese Entwicklung ist in den USA und Großbritannien noch stärker, dass Self-Publishing-Neuerscheinungen die der Verlagsnovitäten pro Jahr deutlich überschreiten.

Eine wachsende Zahl von verfügbaren Self-Publishing-Titeln bedeutet eine stärkere Konkurrenz für jedes Buch.

Diese Entwicklung hat jedoch große Auswirkungen auf den Buchmarkt. Es sind immer mehr Bücher verfügbar, allerdings bleibt die Zahl der verkauften Bücher mit gut 300 Mio. Stück in Deutschland pro Jahr weitestgehend unverändert. Es konkurrieren also immer mehr Bücher um eine leider zurückgehende Anzahl von Buchkäufern. Die besondere Herausforderung vor allem für Self-Publishing-Autoren ist deshalb, mit ihrem Buch und als Autor aus der großen Masse herauszustechen. Zum Marketing lesen Sie bitte das letzte Kapitel dieses Artikels.

4. Was ist der Unterschied zwischen Self-Publishing und einem Verlag?

Titelauswahl

Ein Verlag wählt die Buchtitel zur Veröffentlichung danach aus, ob sie thematisch in das Programm des Verlages passen. Hierbei treffen die Lektorate meistens die Entscheidung, ob ein Buchtitel veröffentlicht werden soll oder nicht. Die Ablehnungsquote liegt bei 99,5%. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass nur jedes 200. bei Verlagen eingereichte Manuskript als Buch veröffentlicht wird. Diese Erkenntnis war übrigens der Grund, warum wir 2006 tredition gegründet haben! Wir waren damals und sind heute immer noch der Überzeugung, dass in den 99,5% der abgelehnten Manuskripte viele Bücher mit hohem Potenzial für den Buchmarkt versteckt sind. Es gibt zahlreiche Beispiele, wo von Verlagen abgelehnte Manuskripte zu Weltbestsellern wurden. Das bekannteste Beispiel ist vielleicht Joanne K. Rowling, die von zwölf Verlagen abgelehnt wurde. Selbst Ernest Hemingway und Stephen King, wie diese Zusammenstellung abgelehnter englischsprachiger Autoren zeigt, haben zuerst im Self-Publishing veröffentlicht.

Die Grenzen zwischen Self-Publishing und einem Verlag verschwimmen zunehmend. Viele Verlage stehen unter Kostendruck und reduzieren ihre Leistung für Autoren in zunehmendem Maße und werden kritischer bei der Titelauswahl. Autoren bei Verlagen müssen nicht selten zum Erfolg ihres Buches beitragen. Meist erhalten nur noch die Top-Autoren in einem Verlag umfangreiche Vermarktungsmaßnahmen. Im Vergleich dazu erweitern Self-Publishing-Dienstleister wie tredition ihre Dienstleistungen für Autoren vor allem in der Vermarktung und im Vertrieb eines Self-Publishing-Titels. Nach unserer Einschätzung ist Self-Publishing die Zukunft und Verlage werden es zunehmend schwer haben, Autoren für sich zu gewinnen.

Das Programm

Verlage führen für jeden Buchtitel ein Lektorat durch. Außerdem kümmern sie sich um die Gestaltung eines Umschlages, die Herstellung, den Vertrieb und das Marketing. Verlage greifen gern auf Autoren zurück, die bereits einen Namen haben und scheuen das Risiko, mit neuen Autoren zu arbeiten. Damit sich ein Buchtitel rechnet, müssen Verlage i. d. R. mindestens 3.000 Exemplare davon verkaufen. In der Realität sieht es so aus, dass Verlage mehrere Titel pro Halbjahr publizieren. Es gibt dabei Fokustitel. Diese sollen die Haupt-Umsatzbringer sein. Das sind meistens Werke von bekannten Autoren oder aus dem Ausland lizenzierte Werke, die dort bereits einen Erfolg zu verzeichnen hatten. Es gibt auch die sog. Programmfüller. Hierbei handelt es sich um Werke von Autoren, die ein Halbjahresprogramm abrunden sollen. Leider erfahren diese Titel, die nicht selten von neuen Autoren stammen, nicht dasselbe Marketing und dieselbe Vertriebsleistung wie die Fokustitel.

Autorenhonorar

Entgegen der populären Meinung zahlen nur wenige Verlage einen Vorschuss. Unter einem Vorschuss versteht man, dass der Autor bereits bei Ablieferung seines Manuskriptes eine Autorentantieme erhält. Erfolgreiche Autoren erhalten häufig einen solchen Vorschuss. Unbekannte Autoren erhalten diesen selten bis nie. Wenn der Titel sehr erfolgreich ist, erhalten Autoren zusätzlich noch Erfolgsprämien. Bei Verlagen verdienen Autoren i. d. R. zwischen 4% und 8 % je verkauftem Exemplar gemessen am Verkaufspreis.

Im Self-Publishing können die Autorenhonorare höher sein. Allerdings muss man sie vergleichbar machen. Die Kosten für Lektorat, Covergestaltung, Buchsatz und Marketing trägt ein Verlag. Deshalb zahlt ein Verlag geringere Honorare aus. Im Self-Publishing sollte ein Autor diese Leistungen selbst durchführen oder von Profis einkaufen. Diese Kosten müssen dann von der Self-Publishing-Provision abgezogen werden. Dann ist die Höhe des Autorenhonorars vergleichbar. Ein Beispiel:

Self-Publishing Provision zur Verlagsprovision vergleichbar machenIn dem vorstehenden Beispiel erhält ein Autor bei einem Self-Publishing-Dienstleister ein Autorenhonorar von 3,00 € pro verkauftem Exemplar. Das entspricht in diesem Beispiel 20% des Verkaufspreises von 15 €. Für die Veröffentlichung hat der Autor das Buch lektorieren (1.200 €) und ein Cover gestalten lassen (300 €). Den Buchsatz hat er kostenfrei bei tredition mit dem Online-Buchsatz erstellt. Für Rezensionsexemplare zum Versand an die Presse und Blogger fielen 200 € an. Der Betrieb der eigenen Website kostet 200 € und eine Initialwerbekampagne bei Google hat 200 € gekostet. In Summe investiert der Self-Publishing-Autor in diesem Beispiel 2.100 €.

Wenn nach einem Jahr 1.500 Exemplare verkauft sind, hat der Beispielautor 1.500 * 3 € = 4.500 € verdient. Zieht man davon die Initialkosten ab, bleiben noch 2.400 €. Teilt man diese dann durch 1.500 verkaufte Exemplare ergibt sich ein Autorenhonorar von 1,60 € oder 10,7 % des Verkaufspreises. Das ist also knapp die Hälfte des an ihn vom Dienstleister ausgezahlten Honorars.

Qualität

Mit einer Verlagsmarke verbinden Leser häufig ein Qualitätsversprechen: Was in einem Verlag veröffentlicht wurde, muss ja gut sein. Dass auch ein Verlag häufig falsch liegen kann, zeigt die Worstseller-Liste. Im Self-Publishing ist das anders. Hier gibt es keinen Entscheider, der festlegt, ob ein Buch veröffentlicht werden kann oder nicht. Viele Dienstleister prüfen ein Buch vor der Veröffentlichung überhaupt nicht und veröffentlichen es ungeprüft im Buchmarkt. Das hat mehrere negative Folgen:

  1. Gute Autoren und Bücher werden mit schlechten in einen Topf geworfen. Autoren mit qualitativ hervorragenden Büchern geraten in Verruf, weil Self-Publishing-Titel i. d. R. nicht auf Qualität geprüft werden. Nur tredition führt eine umfassende Prüfung des Buches durch und berät den Autor eingehend.
  2. Die Marke leidet und wird aus dem Handel kategorisch ausgeschlossen. Wenn die schlechte Erfahrung im Buchhandel aufgrund mangelnder Qualität zunimmt, werden alle Bücher dieses Dienstleisters aus dem Angebot gestrichen.
  3. Rechtliche Konsequenzen drohen. Autoren sind sich nicht immer aller rechtlichen Konsequenzen bewusst, die eine Buchveröffentlichung nach sich ziehen kann. Wissen Sie unter welchen Umständen ein Zitat ein Plagiat, also einen geklauten Inhalt darstellt? Lesen Sie dazu auch unsere umfassenden Rechts-Tipps für Autoren.

Wir bei tredition achten auf die Qualität eines Buches. Es ist unsere Zielsetzung, dass ein Buch, das bei uns im Self-Publishing veröffentlicht wurde, traditionellen Verlagstiteln in nichts nachsteht. Wir achten auf die Rechtschreibung, das Erscheinungsbild und darauf, ob es gegen geltendes Recht verstößt. Wir entscheiden nicht, ob ein Titel spannend oder langweilig ist. Das entscheidet der Leser. Die Geschmäcker sind bekanntermaßen verschieden. Zum Glück wissen inzwischen auch viele Buchhändler, dass die Qualität unserer Bücher denen von Verlagen in der Aufbereitung in nichts nachsteht und belagern sich nicht selten mit unseren Titeln. Nicht zuletzt auch, weil tredition ein volles Remissionsrecht gewährt, und der Buchhändler damit kein finanzielles Risiko eingeht.

Lektorat

In Verlagen wird JEDES Buch lektoriert. Das kann gut sein, jedoch empfinden viele Autoren dies als Eingriff in ihre Kreativität. Der wichtige Unterschied zum Self-Publishing dabei ist, dass Verlagsautoren den Lektor nicht auswählen und das Ergebnis auch i. d. R. nicht beanstanden können, wenn sie mit den Veränderungen nicht einverstanden sind. Self-Publishing-Autoren können selbst entscheiden, ob sie ein Lektorat für ihr Buch durchführen. Wir raten dazu – es ist aber nicht zwingend erforderlich. Bei einem Verlag ist es obligatorisch. Wenn Sie als Self-Publishing-Autor ein Lektorat beauftragen, raten wir dazu, die ersten Seiten in einem Probelektorat zu beauftragen. So merken Sie, ob Sie und der Lektor auf derselben Wellenlänge sind.

Vertrieb

Ein wesentlicher Unterschied liegt im Vertrieb. Verlage stellen ihr Programm durch Verlagsvertreter mit gedruckten oder digitalen Verlagsvorschauen im Buchhandel vor. Das Programm wird also aktiv im Buchhandel vorgestellt. Das machen Self-Publishing-Dienstleister i. d. R. nicht. tredition ist hier eine Ausnahme, da wir für den Buchhandel geeignete Buchtitel aktiv vorstellen. Lesen Sie alles zu unserem Buchhandelsvertrieb. Meistens sind Self-Publishing-Autoren selbst für den Vertrieb verantwortlich. Wenn Sie möchten, dass ein Buch physisch im Buchhandel auf dem Präsentationstisch liegt, müssen sie selbst das Marketing dafür leisten.

Buchhändler warten nicht auf Self-Publishing-Titel. Bei immer noch mehr als 70.000 Neuerscheinungen aus Verlagen pro Jahr und gewachsenen Renommees von Verlagen hat ein Buchhändler also keinen Vorteil, einen Self-Publishing-Titel auszustellen. Allerdings sind unter Self-Publishing-Titeln auch in wachsender Zahl wirkliche Bestseller, von denen der Buchhandel keine Kenntnis hat. Wir haben die Herausforderungen wie Self-Publishing und der Buchhandel zusammenarbeiten können ausführlich zusammengestellt.

Es gibt nicht den richtigen oder falschen Weg: Self-Publishing oder im Verlag zu veröffentlichen hat beides Vorteile. Es hängt davon ab, was Sie als Autor für Prioritäten und Wünsche haben.

5. Self-Publishing-Plattform: Welche Self-Publishing-Anbieter gibt es?

Es gibt unterschiedliche Self-Publishing-Dienstleister. Wir unterscheiden in drei verschiedenen Kategorien:

  • Reine E-Book-Dienstleister
  • Print- und E-Book-Dienstleister
  • Alleinstehende Anbieter

Reine E-Book-Dienstleister

Reine E-Book-Dienstleister bieten nur die Publikation eines E-Books an. Autoren müssen Ihr Buch selbst als E-Book konvertieren, stellen es auf einer Plattform ein und der Self-Publishing-Dienstleister übernimmt die Listung und Distribution bei E-Book Shops. Die Shops sind u. a. Amazon Kindle, Google Books, Apple iBooks, Tolino und zahlreiche kleinere. Einige Dienstleister bieten die Konvertierung eines Manuskriptes in ein gängiges E-Book Format an. Meistens handelt es sich dabei um das ePub-Format. Die Self-Publishing-Dienstleister berechnen einen Anteil am sogenannten Verlagsumsatz als Gebühr für sich. Diese Gebühren variieren zwischen 30% und 50% des Verkaufspreises. Je nachdem, wo der Verkaufspreis liegt, also wenn der Verkaufspreis besonders niedrig oder sehr hoch ist, kann dieser Anteil auch höher ausfallen. Dann erhält ein leider Autor entsprechend weniger.

Print- und E-Book-Dienstleister

Print- und E-Book-Dienstleister bieten auch die gedruckte Publikation und den Vertrieb an. So haben Autoren den Vorteil, dass ihr Buch auch im Buchhandel bestellbar ist. Voraussetzung ist aber, dass die Bücher im Barsortiment gelistet sind. Da das E-Book nur einen Marktanteil von 6 % hat, ist es also empfehlenswert, ein Buch auch gedruckt anzubieten.

Alleinstehende Anbieter

Bei alleinstehenden Anbietern handelt es sich um Dienstleister, die ein Buch nicht im Buchhandel anbieten, sondern nur über die eigenen Verkaufswege. Das sind z. B. Amazon oder Tolino. Der Nachteil bei diesen Anbietern ist, dass Ihr Buch nicht flächendeckend und über die üblichen Buchhandelswege bestellbar ist. Da keine anderen Händler mitverdienen, bieten alleinstehende Anbieter manchmal höhere Provisionen an, die aber zuungunsten der Distribution und Verfügbarkeit gehen. Wir sind der Überzeugung, dass eine flächendeckende Verfügbarkeit in Summe eine höhere Provision für Self-Publishing Autoren ermöglicht, als wenn ein Buch nur bei einem Online-Shop erhältlich ist.

Lesen Sie dazu unseren ausführlichen Vergleich der Self-Publishing Anbieter.

6. Welche Marketingmaßnahmen sind im Self-Publishing effektiv?

Neben dem Schreiben eines wirklich herausragenden Buches ist die Hauptaufgabe eines Self-Publishing-Autors die Vermarktung des Buches. Sofern Sie das Ziel haben, Bekanntheit für Ihr Buch und sich als Autor zu gewinnen und attraktive Verkaufszahlen zu realisieren, ist die Werbung für Ihr Buch unumgänglich. Meistens kennen Sie auch Ihre Zielgruppe am allerbesten und wissen ganz genau, wie man diese ansprechen muss. Machen Sie sich dieses Wissen zunutze und trauen Sie sich auf eigene Faust die Vermarktung zu starten. Heute stehen Self-Publishing Autoren sehr viele effektive und kostengünstige Möglichkeiten zur Verfügung, wie sie ihr Buch bewerben können. Dazu zählen die sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Instagram. Des Weiteren stehen durch Suchmaschinenwerbung (SEA) und -optimierung (SEO) die Türen offen, die Inhalte auch im Internet auffindbar zu machen.

Ein Buch wird ohne gezielte Werbung bei Lesern kaum Aufmerksamkeit kommen. Ein gutes Buch verkauft sich also leider nicht von selbst. Das ist auch bei jedem Verlagstitel so. Damit Sie ihre Zeit richtig einsetzen, haben wir für Sie einen umfassenden Guide geschrieben, wie Sie am besten Marketing für Ihr Self-Publishing Buch betreiben. Schreiben Sie uns dazu eine kurze E-Mail an info@tredition.de.

Was ist Self-Publishing?

Self-Publishing beschreibt die Veröffentlichung eines Buches in selbständiger Verantwortung eines Autors oder Herausgebers. Im Gegensatz zu einem Buchverlag, übernimmt ein Autor wesentliche Teile der Buchveröffentlichung selbst. Dazu gehören das Lektorat, die Covergestaltung, der Buchsatz des Innenteils und die Vermarktung. Je nach Wahl des Self-Publishing-Dienstleisters stehen diese Tätigkeiten auch als kostenpflichtige Dienstleistungen zur Verfügung oder es werden entsprechende Software-Tools angeboten. Self-Publishing wird irrtümlicherweise häufig mit der Veröffentlichung eines E-Books und nicht mit der eines gedruckten Buches in Verbindung gebracht. Eine reine E-Book-Veröffentlichung hat den Nachteil, dass nur eine sehr kleine Leser-Zielgruppe erreicht wird. Self-Publishing ist aber nicht auf die Produktform, also gedruckt und E-Book, beschränkt, sondern bedeutet optimalerweise die Publikation in allen Produktformen und die Nutzung aller Vertriebswege.

Welche Vorteile hat Self-Publishing?

Im Unterschied zu einer Veröffentlichung in einem Buchverlag genießen Autoren im Self-Publishing mehr Freiheiten. Sie können selbst über das Erscheinungsbild Ihres Buches, also das Coverdesign und den Innenteil entscheiden und den Verkaufspreis selbst festlegen. Im Self-Publishing ist eine Veröffentlichung jederzeit möglich und ein Self-Publishing-Titel ist bei guten Dienstleistern binnen weniger Tage im Buchhandel erhältlich. Des Weiteren können Autoren meistens höhere Autorenhonorare verdienen. Allerdings müssen sie zahlreiche Aufgaben zur Erstellung eines professionellen Buches in Eigenleistung im Vorwege finanzieren.

Wie ist der Ablauf im Self-Publishing?

1. Lektorat: Nach der Fertigstellung des Inhaltes sollte ein Lektorat oder mindestens ein Korrektorat durchgeführt werden. Dies sollte der Autor nicht selbst machen, sondern einen unabhängigen Lektor beauftragen.

2. Covergestaltung: Dass Autoren nicht nur schreiben, sondern auch illustrieren können, ist selten. Daher empfiehlt es sich, einen professionellen Illustrator für die Covergestaltung zu beauftragen. Das Buchcover ist der erste und wichtigste Schritt, um potentielle Käufern von einem Buch zu überzeugen. Hier gilt es, ein besonderes Augenmerk drauf zu haben.

3. Gestaltung des Innenteils: Leser erwarten einen einwandfreien, professionellen Buchsatz. Es gibt Regeln, wie ein Buch gestaltet werden sollte. Hierfür gibt es geeignete Programme oder Dienstleister.

4. Auswahl des passenden Self-Publishing-Dienstleisters: Stellen Sie Ihre Kriterien zusammen, was Ihnen bei einer Buchveröffentlichung wichtig ist. Das kann die Vertriebs- und Marketingleistung oder ein persönlicher Ansprechpartner sein. Prüfen Sie anhand der Ihnen wichtigen Kriterien, welche der unterschiedlichen Dienstleister in Ihre engere Wahl kommen. Das kann auch die Gelegenheit zum persönlichen Kontakt sein. Treffen Sie daraufhin Ihre Entscheidung.

5. Festlegung des Verkaufspreises: Verkaufen Sie Ihr Buch nicht unter Wert. Sie haben daran gearbeitet und nun auch noch in ein Lektorat, Covergestaltung und Buchsatz investiert. Leser sind bereit dafür zu zahlen. Informieren Sie sich also, welche Preise für Ihr Genre relevant sind. Lassen Sie dafür eine Genreanalyse von tredition durchführen.

6. Erstellung der Metadaten: Damit ein neuer Buchtitel gut gefunden werden kann, sind die Daten in den vom Buchhandel genutzten Katalogen wichtig. Dazu zählen die Verschlagwortung, also unter welchen Begriffen ein Buch gefunden werden soll, und eine aussagekräftige Autorenvita. Außerdem sollte die Kurzbeschreibung Aufmerksamkeit und Spannung erzeugen.

7. Werbung und Marketing: Beginnen Sie damit, Ihr Buch bekanntzumachen. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Am effektivsten sind Werbemaßnahmen in den sozialen Medien, also Facebook, Instagram und Twitter. Über diese erreichen Sie sehr schnell viele potentielle Leser. Neben Postings bietet sich die Möglichkeit an, Anzeigen zu schalten, die passenden Interessengruppen angezeigt werden. Suchen Sie den Kontakt zu Bloggern und Journalisten, damit diese eine Rezension über Ihr Buch schreiben. Der schwierigste Weg ist, Buchhändler direkt anzusprechen. Diese planen ihr Sortiment meistens lange im Voraus und nehmen nur selten Titel zwischendrin in ihr Sortiment auf.

8. Regelmäßige Überprüfung: Analysieren Sie anhand Ihrer Verkaufszahlen, ob Ihre Maßnahmen sinnvoll sind oder nicht. Achten Sie bei der Auswahl des Self-Publishing-Dienstleisters darauf, dass Ihnen aussagefähige Statistiken zur Verfügung gestellt werden.

Welche Self-Publishing-Anbieter gibt es?

Es gibt drei Kategorien von Self-Publishing-Dienstleistern bzw. -Plattformen:

1. Reine E-Book-Dienstleister: Bei diesen können Sie nur ein E-Book, aber kein gedrucktes Buch veröffentlichen. Nachteil bei diesen Anbietern ist, dass sie ausschließlich E-Book-Leser mit Ihrem Buch erreichen. Diese machen im deutschsprachigen Buchmarkt aber lediglich knapp 6% aus.

2. Print- und E-Book-Dienstleister: Autoren können bei diesen Anbietern gedruckte Bücher und E-Books publizieren. Die Auswahl unter den Anbietern ist hier eingeschränkt, da es eine sehr komplexe Vertriebsstruktur benötigt, um gedruckte Bücher flächendeckend in den Buchhandel zu bringen und stets eine ausreichende Menge bereit zu halten bzw. ein schnelles Print-on-Demand anzubieten. Autoren haben bei diesen Anbietern das volle Potenzial, jeden Leser zu erreichen.

3. Self-Publishing-Dienstleister mit nur einem Vertriebskanal: Hier handelt sich es um alleinstehende Anbieter, bei denen ein veröffentlichtes Buch nur in deren Online-Shop erhältlich ist. Dazu zählen z. B. Tolino oder Amazon. Der klassische Buchhandel über den 85% des Umsatzes im deutschsprachigen Buchhandel laufen, wird Bücher von diesen Self-Publishing-Dienstleistern nicht verkaufen und Leser können Sie dort auch nicht bestellen.

8 Kommentare
  1. Armin Bichler sagte:

    Sehr viele interessante Informationen. Leider wenig über das Marketing dazu. Denn ihr scheibt ja selbst: Auch ein gutes Buch verkauft sich nicht von selbst. Deswegen finde ich das Marketing tausendmal wichtiger als den Vertrieb.
    Ich setze hier auf zwei Pferde: Medien und Webseiten. Ersteres ist für ein Print-Buch der Jackpott. Wenn viele Medien kostenlos Werbung machen, dann ist das schon mal ein Grundstein. Allerdings wird sich jetzt nicht unbedingt der Spiegel deinem Buch annehmen. Deswegen ist der Kontakt zu lokalen Medien vor der Haustür der erste Schritt. Die pushen lokale Nachwuchs-Autoren in der Regel gerne – sofern das Buch wirklich gut ist. Oft reicht auch ein mittelmäßiges Buch, wenn gerade Sommerloch oder Krise ist :)
    Wer sein Buch über Onlineshops verkauft sollte mit thematisch passenden Influencern auf Instagram oder Facebook in Kontakt treten. Oder Blogs, bei denen es um dein Thema geht. Oft sind die Webseiten-Betreiber in einem Werbenetzwerk und verdienen so mit, wenn sie dein Buch bewerben und es verkauft wird. Als Autor sollte es dir nicht allzu schwerfallen Gastartikel zu schreiben oder Interviews zu geben. Wenn du außerdem eine Webseite hast, kannst du diese mit Aritkeln zu deinem Buchthema für Suchmaschinen optimieren und mit den Backlinks aus den Gastartikeln Besucher über Google auf die Webseite locken. Je besser deine Webseite optimiert ist, desto mehr potentielle Kunden kommen auf die Webseite. Und dann lohnt sich vielleicht sogar ein eigener Online-Shop, so dass noch mehr Geld beim Autor hängen bleibt.
    In der Realität passiert das aber nicht, weil sich kaum ein Autor mit diesen Themen befasst. Dennoch ist Marketing das Wichtigste am ganzen Buch.

    Antworten
    • Nadine Otto-De Giovanni sagte:

      Lieber Herr Göttel,

      vielen Dank für Ihre Nachricht und das damit ausgedrückte Interesse an unseren Leistungen.

      Bilderbücher sind bei uns natürlich möglich! Wir haben eine ganz Reihe Bilderbücher im Sortiment, schauen Sie gern z.B. einmal hier: https://tredition.de/autoren/sophia-m-phildius-31565/drin-bleib-monster-hardcover-132291/

      Sie können Ihr Bilderbuch gern neben Paperback (und E-Book) als Hardcover mit kartoniertem Einband gestalten. Kartonierte Innenseiten bieten wir (momentan) leider nicht an.

      Kontaktieren Sie uns für weitere Fragen gern direkt über info@tredition.de oder telefonisch unter: +49 (0)40/28 48 425-0!

      Herzliche Grüße

      Ihr tredition Team

      Antworten
  2. Martin Engelhard sagte:

    Dies ist ein cooler Artikel, aber leider kann ich keine Quellen zu den Zahlen finden. :(
    Könnt Ihr die vielleicht noch nachreichen? Insbesondere die Zahlen für die Anzahl der Self-Publishing Titel die veröffentlicht werden. Das fände ich sehr spannend! :)

    Antworten
    • Sönke Schulz sagte:

      Hi Martin! Vielen Dank für Deine Nachfrage. Wir werten seit mehr als zehn Jahren auf monatlicher Basis verschiedene Kataloge aus: z.B.: Verzeichnis lieferbarer Bücher (VlB), Libri/KNV/Umbreit-Katalogdaten, Amazon, Deutsche Nationalbibliothek. Wir analysieren die Neuerscheinungen der Self-Publishing-Dienstleister. Es handelt sich also um eine manuelle, eigene Erhebung. Diese ist sehr aufwändig, aber wie Du schreibst, sehr spannend.

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  3. Peter Strauß sagte:

    Ich fange gerade erst an und habe wenig Erfahrung, aber Eure Ausführungen klingen sehr plausibel und professionell. Ehrenwert, dass Ihr sogar Tipps gebt, die sich nicht unbedingt für Euch auszahlen – das ist selten.

    Antworten
  4. Rainer Kakuska sagte:

    Erst einmal ein großes Lob für den Stil eurer Ausführungen. Ich war lange Zeit Redakteur und hätte nach dem Lesen gesagt: Das kann man so in Satz geben! 😊 Sehr gut auch, dass ihr die finanziellen Zusammenhänge so detailliert darstellt. Da kennen sich oft selbst die Lektoren in den Verlagen nicht allzu genau aus. Jedenfalls eine ausgezeichnete Entscheidungs-Hilfe für potentielle Kunden.

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    • Sönke Schulz sagte:

      Vielen Dank für die Rückmeldung. Es stecken tatsächlich unsere nun mehr als 13 Jahre Erfahrung in diesem Artikel. Es macht uns wirklich viel Spaß, unser Wissen zu teilen, damit Autoren damit bessere Bücher veröffentlichen und einfach wissen, wie der Markt wirklich funktioniert. So werden Enttäuschungen vermieden.

      Viele Grüße, Sönke von tredition

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