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Newsletter November 2015

Liebe Autorinnen, liebe Autoren und liebe Freunde von tredition,

die Temperaturen fallen immer weiter … aber das tut der Freude am Lesen keinen Abbruch – im Gegenteil. Laut einer aktuellen Umfrage ziehen sich insgesamt 84,5 Prozent der Deutschen in der kalten Jahreszeit besonders gern auf das heimische Sofa zurück – und was gibt es da Schöneres als ein gutes Buch zur Hand. Bringen Sie Ihr Buch daher rechtzeitig zu Weihnachten in den Handel – und auf den Gabentisch. Nicht überall geht es jedoch so gemächlich zu. In der Buchbranche ist auch nach der Buchmesse einiges los. Die Woche der unabhängigen Buchhandlungen startet, Amazon eröffnet den ersten Buchladen in Seattle, die ewige Autorenfrage hallt wie ein Echo durch die Medien: Verlag oder Self-Publishing? Dabei stehen vermehrt Self-Publisher im Rampenlicht, während immer mehr Autoren sich von den klassischen Verlagen abwenden. Passend zu dieser Debatte blickt Technologieexperte Jens Thaele mit einer aufschlussreichen Außenperspektive auf die Buchbranche.

Lesen Sie diese Themen im November:

  • Frankfurter Buchmesse 2015 – Was war los?
  • Ihre Buchveröffentlichung zum Fest – Wie funktioniert’s?
  • Einmal Cyberspace und zurück mit Jens Thaele – Warum muss Technik immer so schwierig sein?
  • „Driving Phil Clune“ im Buchladen – Wie kommt Ihr Buch in den stationären Buchhandel?
  • Marketingtipp für Autoren: Rezensionen im Buchblog – Wer steckt hinter Bookrecession?
  • „BUCH DES MONATS“ November 2015 – „Keine Angst vorm Fliegen“

Herzliche Grüße

Ihr Team von tredition

Nachbericht Frankfurter Buchmesse 2015

Frankfurter Buchmesse 2015 - wir danken Ihnen für Ihren Besuch!Insgesamt sind 275.791 Besucher auf die diesjährige Frankfurter Buchmesse gepilgert, gefühlt waren es ebenso viele auch am tredition-Stand … Neben dem Thema Meinungsfreiheit stand natürlich auch das Thema Self-Publishing wieder im Fokus der Messe.

Das Allerwichtigste auf der Messe aber waren und sind die Autoren und ihre Bücher! Wir haben uns sehr über die zahlreichen Besuche unserer Autorinnen und Autoren am Stand, bei unseren Vorträgen und bei den Meet & Greets gefreut! Wir sind stolz auf die vielen positiven Rückmeldungen, die wir erhalten haben. Es war ein einmaliges Erlebnis für das gesamte Team.

Wir danken allen Autoren/innen für eine produktive Zeit in Frankfurt!

Hier gibt es einen bildreichen Eindruck von der Messe

Ihre Buchveröffentlichung zum Fest – Wie funktioniert’s?

Ihre Buchveröffentlichung zum Fest – Wie funktioniert's?Sie haben noch ein Buch in der Pipeline und möchten es gern jemand ganz Besonderem unter den Weihnachtsbaum legen, haben aber immer noch einige Fragen zur Buchveröffentlichung offen? Nutzen Sie unsere Verlagsexpertise und bringen Sie mit unserer Hilfe Ihr Buchprojekt einfach und schnell in den Buchhandel und zu Ihren Liebsten nach Hause – pünktlich zum Weihnachtsfest.

So geht’s:

  • Vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch mit uns!
  • Ihr Buch mit einem Klick als Taschenbuch, Hardcover und e-Book einreichen.
  • Professionelle Buchumschläge & Cover nutzen!
  • Schnelle und unkomplizierte Buchprüfung und Hilfe vor Veröffentlichung.
  • Ihr Buch innerhalb weniger Tage überall im Buchhandel vor Ort und weltweit veröffentlichen.
  • Von unserer Expertise in Presse & Marketing profitieren.
  • In wenigen Tagen ist Ihr Weihnachtsgeschenk bereit!

Rufen Sie uns gern für ein persönliches Gespräch an oder schreiben Sie uns eine Mail! Wir freuen uns auf Ihr Werk!

Hier Ihr Buch einreichen!

So erreichen Sie uns für ein persönliches Gespräch

Einmal Cyberspace und zurück mit Jens Thaele – Warum muss Technik immer so schwierig sein?

Bestimmen Sie selbst über Ihre (digitale) Zukunft!

Bestimmen Sie selbst über Ihre (digitale) Zukunft!

„Die virtuose Kunst der Lösungsfindung“

Die digitale Revolution verändert unsere Welt in einer Geschwindigkeit und Dimension, die es in der gesamten Entwicklung der Menschheit noch nicht gegeben hat. Technologieexperte Jens Thaele zeigt in seiner Publikation „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ die richtige Strategie im Umgang mit Technologie und welche ungeahnten Möglichkeiten sich für Sie daraus ergeben. Begeben Sie sich in den Fahrersitz und bestimmen Sie selbst über Ihre Zukunft, anstatt diese anderen zu überlassen.

In einem informativen und fesselnden Gespräch mit unserer Verlagsredaktion erzählt der Consultant und Autor, wie wir den digitalen Wandel souverän meistern können, was sich die Buchbranche von der Technologiewelt noch abgucken kann, gibt Insider- und Marketingtipps und offenbart die Gründe, warum er sich bei seiner Buchpublikation für Self-Publishing entschieden hat.

Hier geht’s zum Interview

 

So kommt Ihr Buch in den Buchhandel – „Driving Phil Clune“ von Susanne Fuß

Driving Phil Clune im Buchhandel

Trotz aller Unkenrufe und Shopschließungen ändert sich nichts daran, dass der stationäre Buchhandel als größter Vertriebsweg im Buchhandel bestehen bleibt. Der Anteil am Gesamtmarkt ist 2014 sogar wieder gestiegen – auf 49,2 Prozent. Damit bleibt das Sortiment der wichtigste Vertriebskanal für Bücher. Einen deutlichen Umsatzrückgang von 3,1 Prozent hat der Onlinebuchhandel zu verbuchen. Der Umsatzanteil lag 2014 bei 16,2 Prozent, das entspricht einem Gesamtumsatz von 1,51 Mrd. Euro.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass Autoren weiterhin nicht nur das e-Book, sondern auch die Printformate in den Buchhandel bringen. Immer öfter sind Buchhändler zudem auch Self-Publishing-Titeln gegenüber aufgeschlossen und übernehmen diese auch in eine stationäre Auslage. Ein weiteres aktuelles Beispiel ist Susanne Fuß mit ihrem Buch „Driving Phil Clune“, das es kürzlich in die stationäre Auslage bei Bücher Bosch und in die Parkbuchhandlung in Bonn geschafft hat.

 

Erfolgsfaktoren für eine Auslage im Buchhandel:

  • Originelle Buchumsetzung (z. B. Layout, Format, Inhalt)
  • Professionelles Cover als Eyecatcher
  • Buchhandlungen im regionalen Umfeld kontaktieren
  • Direkte Kontaktaufnahme vor Ort
  • Persönlich mit den Geschäftsleuten in Kontakt treten und diese  überzeugen, dass regional vor Ort genügend Interesse am Buch durch eine eigene Fanbasis oder den Verwandtenkreis gegeben ist
  • Auf bereits erschienene Berichterstattung hinweisen.
  • Auf den Werbeeffekt für die Buchhandlung hinweisen: Redaktionelle Erwähnung durch tredition möglich

Interessante Hinweise für das Ziel einer Schaufensterauslage gibt auch das Magazin Publishers Weekly in einem aktuellen Artikel zu diesem Thema.

Hier geht’s zum Interview

 

Hier mehr zu einem professionellen Lektorat erfahren

Marketingtipp für Autoren: Rezensionen im Buchblog

Melanie DöringAls Verkaufsweg für Bücher liegt das Internet weiter hinter dem Sortimentsbuchhandel – Kaufentscheidungen hingegen werden zunehmend online getroffen. In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Buch- und Literaturblogs rasant erhöht – eine wahre Fundgrube für Self-Publishing-Autoren, denn durch die Zusammenarbeit mit Blogs ergeben sich viele Chancen, das eigene Buch einer großen Anzahl von Lesern zu präsentieren. Heute möchten wir Euch daher wieder einen interessante Blog vorstellen.

Bookrecession – für die Lust am Buch

„Bloß keine Flaute aufkommen lassen“, so könnte das Motto des Blogs „Bookrecession“lauten. Denn der Name des Blogs ist originell gewählt: In Zeiten, in denen Bücher im Wettbewerb mit TV, Online-Videotheken, Apps und Social Media um die Freizeit der Mediennutzer ringen, wird das Schmökern im Roman für viele eine Seltenheit – befindet sich der Buchmarkt also in einer Flaute, einer „Rezession“. Das deutet Melanie Döring augenzwinkernd mit dem Titel ihres Blogs an. Und freilich soll ihr Blog dazu beitragen, die Lust am Buch zu fördern. Erfahren Sie im tredition-Interview mit der Bloggerin allerhand interessante aus dem Blognähkästchen.

Hier geht’s zum Interview

 

 

„BUCH DES MONATS“ November 2015

Keine Angst vorm Fliegen

Bild: Cover „Keine Angst vorm Fliegen“

Achim, ein erfolgreicher Arzt, und Ellen, eine umtriebige Managerin, fühlen sich magisch voneinander angezogen und alles ist fast wie immer, wenn ein Mann und eine Frau sich begegnen. Aber Achim ist 57 und Ellen 25, als sie zum ersten Mal aufeinandertreffen. Auf den ersten Blick scheint alles wie pure Klischees: Forever-Young-Syndrom, Torschlusspanik oder gar Vater-Komplex? Doch die beiden lassen sich auf etwas ein, was eine ungeahnte Entwicklung nimmt …

In einem gewitzten autobiografischen Roman erzählt das sympathische Autorenpaar nicht nur eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, sondern entführt Leser und Leserinnen an Schauplätze rund um die gesamte Welt. Ellen Kuhn und Joachim Materna stellen eine spritzige Geschichte zum Mit-Erleben, Mit-Fühlen und Mit-Träumen vor. „Keine Angst vorm Fliegen“ ist beste Unterhaltungslektüre, die ans Herz geht und Lesern Mut macht, die eigenen Entscheidungen gegen alle Widrigkeiten zu treffen.

Hier geht’s zum „BUCH DES MONATS“ November 2015

 

Online - Buchhandel

Amazons Eintritt in den stationären Buchhandel – Bedrohung oder Segen?

Für viele war es eine Überraschung: Der weltgrößte Online-Händler eröffnet seinen ersten Buchladen, in Seattle, der Stadt also, in der das Unternehmen 1994 gegründet wurde. Wie aber ist dieser Schritt in den stationären Buchhandel zu werten?

Online - Buchhandel

© Fotolia, Ingo Bartussek

„Amazon Books – der Buchladen ohne Wände“

Gerüchte gab es schon länger, jetzt ist es so weit – Amazon hat seinen ersten Offline-Buchladen „Amazon Books“ in der Heimatstadt des Konzerns Seattle eröffnet. Sieben Tage die Woche können die Kunden dort nun nicht nur Bücher online bestellen, sondern auch vor Ort kaufen. Amazon selbst bezeichnet den Shop als „Buchladen ohne Wände“, tausende von Büchern werden vor Ort präsentiert, weitere Millionen Titel sind online verfügbar. Zu jedem Buchtitel, der in der Buchhandlung präsentiert wird, gibt es eine Rezension, die online zu dem Buch verfasst wurde. Die ausgestellten Bücher sind entweder besonders gut bewertet oder werden aufgrund der hohen Beliebtheit, bspw. berechnet nach der Anzahl an Wunschlisten auf denen ein Buch steht, herausgefiltert.

Was treibt den Online-Riesen dazu an, ausgerechnet einen analogen Buchshop zu eröffnen?

Amazon Ironischerweise mussten dank Amazon ja bereits viele kleine Buchhandlungen schließen und selbst eine Branchen-Größe im amerikanischen Buchmarkt wie Barnes & Noble musste in Seattle 2011 die Filiale im Universitiy Village aufgeben – genau dort, wo jetzt Amazon Books die Türen geöffnet hat. Laut der Seattle Times, die im Interview mit Jennifer Cast, der stellv. Präsidentin von Amazon Books, sprach, sind die Beweggründe vor allem darin zu sehen, dass Amazon durch seinen Zugriff auf Millionen von Verkaufsdaten davon ausgeht, keine Ladenhüter im Shop stehen zu haben, sondern aufgrund der positiven Bewertungen oder der Beliebtheit eines Artikels nur gut verkäufliche Bücher für den Offline-Verkauf ausgewählt werden. Computerbild nennt zudem den Punkt, dass vor allem die Kombination aus Online- und Offline-Handel als vielversprechend erscheint und demnach der Shop diesem Aspekt Rechnung trägt. Die Erkenntnisse basieren auf der Marktforschung, die Amazon umfassend betrieben hat.

Das Handelsblatt sieht in der Öffnung des Amazon-Shops eine weitere Bedrohung für den Buchhandel – doch was impliziert dieses Vorgehen von Amazon darüber hinaus noch? Den ersten Schritt Amazons in den stationären Buchhandel? Wahrscheinlich nicht. Man kann wohl zunächst von einem Experiment ausgehen, das für Amazon weitere Daten und Informationen über das Kaufverhalten der Kunden gewinnen kann. Zum anderen ist Amazon durch einen stationären Shop und eine umfassende Auswertung des Kundenverhaltens imstande, genau das passende Angebot auf die Nachfrage anzubieten, die vorab ermittelt wurde. Ob der Schritt in den stationären Buchhandel ein dauerhaftes Projekt für Amazon ist, bleibt abzuwarten.

Stationärer Buchhandel weiterhin wichtigstes Segment im Buchhandel

Für uns bleibt es die Bestätigung, dass eben nicht nur der Online-Handel zählt, sondern vor allem auch der stationäre Buchhandel mit den physisch vorhandenen Produkten eine wichtige Rolle spielt. Trotz aller Unkenrufe und Shopschließungen ändert sich nichts daran, dass der stationäre Buchhandel als größter Vertriebsweg im Buchhandel bestehen bleibt. Der Anteil am Gesamtmarkt ist 2014 sogar wieder gestiegen – auf 49,2 Prozent. Damit bleibt das Sortiment der wichtigste Vertriebskanal für Bücher. Im Vergleich dazu hat der Onlinebuchhandel im selben Zeitraum einen deutlichen Umsatzrückgang, von 3,1 Prozent, zu verbuchen. Der Umsatzanteil lag 2014 bei 16,2 Prozent, das entspricht einem Gesamtumsatz von 1,51 Mrd. Euro. Bis dato hat Amazon im deutschen Buchmarkt einen Marktanteil von etwa 15 Prozent. Die Menschen möchten das Buch auch als Objekt zum Anfassen. Für unsere Autoren empfehlen wir daher weiterhin: Der Leser soll sich aussuchen, wo er sein Buch bestellen möchte und in welchem Format er es haben will – wir sorgen dafür, dass es in diesen Vertriebskanälen auch verfügbar ist.

Wenn Sie sich für weitere Informationen rund ums Thema Amazon, eBooks und Self-Publishing interessieren, schauen Sie gerne noch einmal in einen anderen Blogbeitrag hinein: „Apropos Amazon: Mythen und Erkenntnisse“!

 

Wir haben zu diesem Anlass auch einige Autoren befragt und uns umgehört, was sie zu der Shoperöffnung von Amazon meinen. Hier einige Stellungnahmen:

Erik Kinting

Bild: Lektor Erik Kinting

 

 

„Der spezielle Charme, den eine Buchhandlung ausmacht und die die Leseleidenschaft als solche seit jeher anzufachen vermag, geht in den großen Buchhandelsketten mehr und mehr verloren. Wenn ein Branchenriese wie Amazon nun in dieses Marktsegment eintritt, dürfte der sich verschärfende Konkurrenzkampf dazu führen, dass es noch ungemütlicher wird. Aus Sicht der Lesekultur, die nicht durch identische Angebote im Discounterstil gefördert wird, also eher trübe Aussichten.“

Erik Kinting (Freier Lektor und Ghostwriter)

 

 

 

 

 

Katrin Klemm

Bild: Autorin Katrin Klemm

„Meine ersten beiden spontanen Reaktionen waren sehr nostalgischer Art: Die erste eine Erinnerung an den Film „eMail für Dich“ (1998) – wo es die gute und den bösen Buchhändler gibt, es um gefressen werden und fressen wollen geht – und sie sich doch am Ende kriegen. Die andere weckt Gedanken an meine Zeit als Buchhändlerin an der Fachschule für Buchhändlerin Leipzig 1989 (heute HTWK), als mit der Wende in Deutschland die Diskussion über Bücher als Kulturgut (DDR) oder Handelsware (BRD) aufbrandete. In meiner Abschlussarbeit ging es darum ob CD-ROM das Buch bedrohen. Diese historischen Reminiszenzen entlocken mir heute ein mildes Schmunzeln. Die Schule, einst von Schließung bedroht ist heute eine moderne Hochschule. Neben Büchern und CD-ROM gibt es heute unzählige Formate, die der Vermittlung von Wissen und Unterhaltung diesen. Also – so lange es – in welcher Form auch immer  – möglich ist, Zugang zu den Inhalten der Bücher und Medien zu erhalten, freue ich mich über jedes neues Experiment, das das Ziel hat, mehr Menschen zum Buch zu bringen. Und wer zum Kochbuch noch das Salatbesteck braucht, sich unsere Übungen im Buch gleich auf sein Tablett herunterladen und bearbeiten will – warum nicht. Jedes innovative Format ist mir als Autorin willkommen. Bücher muss man anfassen können, ebooks hin oder her. Alles verändert sich und ist ständig herausgefordert, sich weiter zu entwickeln.

Und so lange sich Amazon an die hierzulande übliche Preisbindung hält – halte ich es für ein interessantes Experiment.“

Katrin Klemm (Autorin von Der Tag im Schneekugelsturm)


Bild: Autor Jens Thaele

„… ist ein Segen, da es ein klares Signal in den Markt ist, dass der stationäre Buchhandel sehr viel Zukunft hat! Es wird jedoch nicht der klassische Buchhandel von heute mehr sein, bei dem die Buchbeschaffung im Vordergrund steht. Im Zeitalter der 3D-Drucktechnologie wird hierfür weder ein Versandhändler wie Amazon, noch eine klassische Buchhandlung zwingend benötigt. Die Buchhandlung von morgen ist eine Art Erlebnisraum, in dem Kunden etwas erfahren, sich auch im persönlichen Gespräch informieren und austauschen können. Und in diesem Szenario dürften die klassischen Buchhandlungen sogar im Vorteil sein, da sie ihre Kunden persönlich kennen und stationärer Handel sich wesentlich vom Internetkommerz unterscheidet. Nur – sie müssen handeln, da ansonsten Amazon oder ein anderer neuer Player der New Economy diesen Zukunftsmarkt besetzt.

Der Schnelle schlägt den Langsamen – ein Segen, dass wir es heute schon wissen.“

Jens Thaele (Autor von Vom Yin und Yang der digitalen Revolution)

 

 

 

 

 

Beate Thieswald-Schechter

Bild: Autorin Beate Thieswald-Schechter

 

„Erstmal denke ich: Na und, dann ist da ein Buchgeschäft mehr, mit seinen eigenen Schwerpunkten eben.  Als Versandhaus nutzen wir Amazon relativ häufig für alles Mögliche. Das spart Zeit, kostet keinen Versand und ist bequem. Bücher bestelle ich allerdings lieber im lokalen Buchhandel, denn die haben ja von Amazon gelernt, ebenfalls über Nacht zu liefern, und ansonsten möchte ich ihn gern unterstützen. Schwierig ist sicher die angestrebte Monopolstellung von Amazon. Andererseits strebt jedes Unternehmen nach oben. Und was den Vorwurf der Unterstützung des Mainstreams betrifft – das machen die meisten Verlage schon lange.“

Beate Thieswald-Schechter (Autor, u.a. von „Ostdeutsche Geschichten“)

 

 

 

 

 

Peter Granzow

Bild: Autor Peter Granzow

 

 

„Tja, da ich die meisten Bücher bislang über amazon verkauft habe, wäre es töricht zu behaupten, das amazon eine Bedrohung ist. Letztendlich ist es doch eine weitere Möglichkeit, sein Buch an den Leser zu bringen. Ich denke, auch hier heißt es wie bei allen neuen Dingen, abwarten und beobachten. Dem Selfpublisher Markt ging es zu Beginn ja auch so, wurde er zunächst skeptisch beäugt, wird er nun doch ernstgenommen.“

Peter Granzow (Autor von Störfaktor Kunde“)

 

 

 

 

 

Bild: Autor Christian Fabian

Bild: Autor Christian Fabian

 

 

„Ich finde es super. Der menschliche Kontakt mit dem Käufer eines Buches ist wichtig, über den Onlinehandel ist dieser eher unpersönlich. In einem Buchladen kann man Fragen stellen und bekommt Antworten. Das ist mir wichtig. Für mich als Aktor ist es wichtig, das auch die Händler wissen, was Sie verkaufen.“

Christian Fabian (Autor von Bist du reif für das Leben?“)

 

 

 

 

 

 

Bild: Kay Zeisberg, © Martin Palkovič

Bild: Kay Zeisberg, © Martin Palkovič

 

„Man sollte aufhören, unternehmerisches Streben nach Profit (von lat. profectus „Fortgang, Zunahme, Vorteil“) als Bedrohung zu sehen, noch dazu, wenn es um die Verbreitung von Literatur geht. Mit dem Wort Segen wäre ich vorsichtig, aber wenn dem Verlagswesen und dem Buchhandel etwas frischer Wind unter die Talare und in die Elfenbeintürme geblasen wird, finde ich das zumindest spannend.“

Kay Zeisberg (Autor, u.a. von „Herr Luna“)

 

 

 

Cornelia Sehnert

Bild: Autorin Cornelia Sehnert

 

„Amazon steht für Internethandel und dabei sollten Sie auch bleiben. Ich glaube nicht, dass sich der stationäre Buchhandel für Amazon lohnt. Wenn ich in ein Buch hineinlesen will, gehe ich in die Buchhandlung meines Vertrauens. Wenn mir die Beschreibung reicht und ich außerdem Wert auf Rezensionen lege, kaufe ich bei Amazon. Da sollte man lieber schauen, dass man die pünktliche Auslieferung der Produkte besser gewährleistet.“

Cornelia Sehnert (Autor von Kommt Mama wieder?“)

 

 

 

 

 

Thomas Loebelt

Bild: Autor Thomas Loebelt

 

 

„Konkurrenz belebt das Geschäft. So auch im stationären Buchhandel. Amazons Vorteil besteht ausschließlich im Online-Sale. Guter Service und schnelle Lieferung. Im stationären Markt kann sich Amazon nicht so gut von den etablierten Buchhändlern oder -Ketten abheben. Kurz gesagt: Schuster bleib bei deinen Leisten!“

Thomas Loebelt (Autor von „… und immer eine Antwort!“)