Beiträge

Self-Publishing Artikel über tredition im Buchmarkt

BUCHMARKT: Windsor-Autoren finden bei tredition neue Verlagsheimat

Seit Mitte März ist der Windsor-Verlag nicht mehr auf dem Buchmarkt vertreten. Den ehemaligen Autoren des Verlags bietet der Hamburger Self-Publishing-Spezialist tredition allerdings eine attraktive Perspektive.

Meet & Greet: tredition-Autoren auf der Frankfurter Buchmesse

Sie möchten erfahren, wie die Buchveröffentlichung bei tredition genau abläuft und auch einige unserer Autoren und deren Werke kennenlernen? Dann besuchen Sie uns auf der Frankfurter Buchmesse vom 8. bis 12. Oktober!

Historienepos, Krimi oder Ernährungsratgeber – die Bandbreite der Themen und Genres unserer Autoren ist groß und umso spannender ein Blick hinter die Kulissen.

Alle Journalisten, Medienvertreter, angehende Autoren und weitere Buchmesse-Besucher sind herzlich eingeladen zum Meet & Greet mit tredition-Autoren – direkt bei uns am Stand in Halle 3.1 A 127. Merken Sie sich die folgenden Termine im Kalender vor:

Freitag, 10.10., 14 Uhr

Henning IsenbergHenning Isenberg

Henning Isenberg wurde 1966 in Dortmund geboren und lebt und arbeitet heute in Stuttgart. 1996 begann er mit den Recherchen zu seinem historischen Roman „Das Friedrich-Lied“. Er nahm an mehreren Schreibwerkstätten, unter anderem bei dem Autor der Wilsberg-Romane, Jürgen Kehrer, teil und ließ sich von 1999 bis 2006 zum Coach und systemischen Berater ausbilden; so finden sich viele psychologische und archetypische Details in seinem Erstlingswerk.

Das Friedrichslied Band 1 und 2: Mit seinem zweibändigen Historienepos „Das Friedrichslied“ legt Henning Isenberg eine sagenumwobene Geschichte vor, in der er den Leser mitten in das frühe 13. Jahrhundert entführt, in eine Geschichte aus Ruhm, Ränken, Kreuzzügen und Religionsstreit. Ein Muss für jeden Historienfan und ein Buch, das auch für alle Neulinge der Geschichte geeignet ist.

 

Samstag, 11.10., 14 Uhr

Michael PaulMichael Paul

Michael Paul, 1963 geboren, lebe mit seiner Familie im Schwarzwald, und – wenn es die Zeit zulässt – in der Toskana. Er liebt es, mit einem guten Buch bei einem italienischen Rotwein nach seiner Arbeit als Unternehmensberater zu entspannen. Zum Schreiben motiviert ihn die Neugier auf das Leben und die Freude daran, gute Geschichten zu erzählen. „Ich möchte mit dem, was ich erschaffe, Menschen unterhalten, berühren, bewegen, zum Nachdenken bringen“, sagt Michael Paul.

In Debütroman „Wimmerholz“ erzählt Michael Paul eine wahre Begebenheit der (Nach)kriegszeit um eine blutige Begebenheit, Liebe und Tod. Dabei ist Königsberg, die legendäre Hauptstadt Ostpreußens Ausgangspunkt einer Odyssee über das mystische Gotland bis nach Småland. Der „Blutige Freitag“ zählt zu den traumatischsten Erlebnissen Schwedens in der Nachkriegszeit. In Deutschland hingegen kennt kaum jemand die dramatischen Begebenheiten um die deutschen Soldaten. Autor Michael Paul widmet sich diesen unglaublichen Ereignissen in seinem Roman „Wimmerholz“ und erschafft eine nervenzerreißende Geschichte nach einer tatsächlichen Begebenheit.

 

Samstag, 11.10., 15:30 Uhr

Beatrice-Schmidt_WebBeatrice Schmidt

Beatrice Schmidt, 1975 in Berlin geboren, führt eine Praxis für Ernährungsberatung mit dem Schwerpunkt der Prävention von ernährungsbedingten Erkrankungen. Das Motto Ihrer Ernährungs- und Gesundheitsberatung lautet: „Die beste Diät ist die, die keine ist!“ Beatrice Schmidt ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Niederbayern.

Bei tredition hat die Autorin die beiden Bücher „Ich stell dann mal um – neuer Ernährungsratgeber über den Weg zum neuen Körpergefühl“ und „Abnehmen ohne Achterbahn“ herausgegeben. Die Leser werden anhand der wertvollen Tipps Schritt für Schritt durch eine Ernährungsumstellung geführt. Und das Ganze nach einer Methode, die sich in jahrelanger Praxis schon vielfach erfolgreich bewährt hat.

 

Sonntag, 12.10., 14 Uhr

Yvonne (38)Yvonne Holthaus

Yvonne Holthaus wurde am 6. Mai 1975 in Neuss geboren. Viele Schicksalsschläge, die die Autorin bereits in jungen Jahren erlebte, ließen den Wunsch aufkommen, ein Mutmach-Buch für Menschen in ähnlichen Situationen zu verfassen. Das Buchprojekt realisierte sie auf Basis von Crowd-Funding.

Das Erstlingswerk „Mit dem Gesicht zur Sonne“ von Yvonne Holthaus ist eine ergreifende Biographie voller Schicksalsschläge. Denn – wie sagte eine ihrer Freundinnen so treffend: „So viel Erlebtes passt doch normalerweise nur zu jemandem, der mindestens 80 Jahre alt ist!“. Die junge Autorin legt eine beeindruckende Publikation vor, die zeigt: Kein Schicksal im Leben kann so schlimm sein, als dass man sich selbst und seine Träume aufgibt. Auftritte in Radio und Fernsehen (RTL, Bayern 3) sowie Titelstories in reichweitenstarken Publikumsmagazinen (u.a. Brigitte, Closer, Lisa) zeigen: Der Fall von Yvonne Holthaus lässt niemanden unberührt.

 

Editorial: Worauf es für Akteure der Buchbranche jetzt ankommt

Richten einen Appell an die Akteure der Buchbranche: Sönke Schulz und Sandra Latußeck

Die Digitalisierung verschiebt den Marketingfokus vom Handel auf den Leser

„Share Content, then every traditional publisher can be innovative“, riet Nathan Hull, Digital Development Director, Penguin London, im Oktober den Teilnehmern der Konferenz Contec in Frankfurt. Die Fachveranstaltung fand erstmalig kurz vor dem Beginn der weltgrößten Buchmesse statt. Sie hatte zum Ziel, die Möglichkeiten der Entwicklung und Distribution von digitalen Inhalten zu evaluieren und dabei klassische Verlage und Startups zusammenzubringen. „Inhalte zu teilen“, das ist eine Maxime, deren Wichtigkeit sich alle Akteure der Buchbranche bewusst werden sollten.

Wenn digitale Romanserien herausgegeben werden, Fanfiction auf Blogs veröffentlicht wird und Leser in Communities und Foren ihre Lektüreerlebnisse austauschen, dann geht es in der Tat um Inhalt in vielfältigsten Ausprägungen. Dann geht es um neue Wege der Inhalteverwertung, der Kommunikation und des Marketings. Werden Kaufentscheidungen auf Basis von viral verbreiteten Lesermeinungen getroffen, stellt dies den zentralen Mehrwert des Buchhandels, nämlich seine Beratungsfunktion, infrage. Welche Konsequenzen das für die Akteure der Buchbranche, insbesondere die Verlage hat und wie sie darauf reagieren sollten, beleuchten wir in dieser Ausgabe von indition.

Jeder Marktteilnehmer steht infrage

„Inhalte zu teilen“, das bedeutet nicht nur, neue Wege zu finden, die Leserschaft zu erreichen und einen Austausch mit ihr zu pflegen, um frühzeitig Vorlieben und Interessentrends zu erspüren. Es bedeutet gleichermaßen, dass klassische Verlage und neue Marktteilnehmer die Möglichkeiten einer gewinnbringenden Zusammenarbeit ausloten und diese in die Tat umsetzen sollten. Für einen jeden Marktteilnehmer ist dies zugleich eine Herausforderung, die eigene Position im Wertschöpfungsgefüge neu zu definieren. Die in dieser Ausgabe dargestellten Prognosen für die wirtschaftliche Situation des Buchmarktes 2017 führen deutlich vor Augen, dass es im Buchmarkt neuer Möglichkeiten bedarf, Wertschöpfung zu generieren.

Ein Beispiel dafür, wie klassische Verlage sich engagieren, um neue Autorentalente zu finden und zu fördern, stellen wir in unserer neuen Rubrik „In medias res“ dar: Welches kreative Potenzial ist in Schreibwerkstätten zu heben? Das fragten wir die Leiter der Bastei Lübbe Academy und der Rowohlt Krimischule.

Zu guter Letzt ist es uns in dieser Ausgabe ein Anliegen, die Situation der Autoren und deren Bedeutung für die Rolle und Daseinsberechtigung der Verlage zu beurteilen. Im Vergleich zur durchschnittlichen Einkommenssituation der Deutschen haben Autoren einen schlechten Stand – je einfacher die Wege des Selbstverlegens, desto stärker werden Autoren den klassischen Publikationsweg über Verlage infrage stellen.

Wir wünschen Ihnen eine gewinnbringende Lektüre und einen guten Start in ein erfolgreiches neues Jahr!

Die Redaktion

Hinterfragt: Über das Einkommen von Autoren

Unbefristete Arbeitsverhältnisse und geringes Einkommen – von Bestsellerautoren einmal abgesehen ist die Situation vieler Schriftsteller nicht gerade rosig. Neue Wege des Publizierens sind deshalb attraktiv und setzen klassische Verlage unter Zugzwang.

Einkommen von Autoren sind wenig attraktiv

Unbefristete Arbeitsverhältnisse und geringes Einkommen – von Bestsellerautoren einmal abgesehen ist die Situation vieler Schriftsteller nicht gerade rosig.

In fünfzehn Jahren? Vielleicht auch früher oder später? Wann werden nachwachsende Generationen um die Antwort verlegen sein, was eigentlich ein Verlag ist und was er leistet? Womöglich werden nur diejenigen eine zufriedenstellende Erklärung vorweisen können, die tatsächlich bereits ein Buch verlegt haben – und zwar selbst. Vielleicht mithilfe eines Dienstleisters, auf einem Literaturportal oder in einem eigenen Blog. Die Möglichkeiten, Geschichten nicht nur zu produzieren, sondern damit wirklich den Leser zu erreichen, haben sich für Autoren durch die Digitalisierung vervielfältigt. Der Autor sitzt „seinem Leser förmlich auf dem Schoß, so direkt ist der Kontakt“, brachte es im Frühjahr Jo Lendle, der künftige verlegerische Geschäftsführer der Hanser Verlage, auf den Punkt.

Dass sich Autoren dieser neuen Wege des Publizierens bedienen, ist nicht zuletzt auf ihre wenig zufriedenstellende Situation zurückzuführen. Zunächst einmal haben Autoren kein festes, unbefristetes Arbeitsverhältnis bei ihrem Verlag, sondern sind in der Regel selbstständig. Ebenso wenig verfügen sie über eine Grundsicherung. Von den Verlagen erhalten sie bei Veröffentlichung eines Buches ein variables Honorar sowie bis zu sieben Prozent Provision pro verkauftem Exemplar. So weit so gut – wenn sich die Bücher des Autoren regelmäßig gut verkaufen und in steter Regelmäßigkeit weitere Titel folgen. In Zeiten kurzlebiger Themen- und Interessentrends erhöht sich das Risiko für einen Autoren, der Nachfrage nicht dauerhaft zu entsprechen. In der Folge werden seine Werke vermutlich nicht mehr veröffentlicht und das Honorar entfällt.

Eine Frage der Rentabilität

Laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels sind 2012 in Deutschland rund 80.000 Titel erstmalig verlegt worden. Bei etwa 2.000 regelmäßig publizierenden Verlagen entspricht das einer durchschnittlichen Anzahl von 40 Titeln pro Verlag. Die Regel zugrunde gesetzt, dass etwa 20 Prozent der Titel 80 Prozent des Ertrages erwirtschaften, bedeutet das, dass 80 Prozent der etwa 40 Veröffentlichungen eines Verlags, also 32, unrentabel sind. Die Autoren dieser Titel werden höchstwahrscheinlich nur ein sehr geringes Honorar und keine Folgeverträge erhalten.

Hinzu kommt, dass Autorenhonorare generell sehr niedrig sind. Bei belletristischen Werken liegt die Vergütung in der Regel bei fünf bis sieben Prozent des Nettoladenpreises eines Buches. Abgesehen vom reinen Verdienst an einem Roman ist auch das jährliche Einkommen von Autoren vergleichsweise mager. Laut der Künstlersozialkasse liegt das voraussichtliche Jahresarbeitseinkommen von Schriftstellern und Dichtern (betrieblicher Gewinn vor Steuern) bei 14.906 Euro. Von diesem ohnehin sehr niedrigen Einkommen müssen Autoren als Selbstständige auch ihre Altersvorsorge finanzieren. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Personenbruttoeinkommen beträgt in Deutschland (nach den aktuellsten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes für 2011) 21.549 Euro.

Die einzige überhaupt existierende Lobby für Autoren ist der bei der Dienstleistungsgewerkschaft verdi. aufgehängte Verband Deutscher Schriftsteller, dessen Einfluss offensichtlich gering ist. Ansonsten wäre ein so niedriges Jahreseinkommen schon viel medienwirksamer angeprangert worden.

Frühzeitig reagieren

Eine im Winter 2012/2013 durchgeführte Umfrage der Autorenverbände Deutschlands, Österreichs und der Schweiz unter 1.219 Autoren ergab, dass jeder dritte Autor unzufrieden mit seinem Verlag ist. Ohne Zweifel sind solche Resultate mit Vorsicht zu genießen; nehmen doch aller Erfahrung nach an derlei Befragungen vor allem jene teil, die unzufrieden sind und dies auch kundtun wollen. Gänzlich verkennen sollten Verlage solche Erkenntniswerte dennoch nicht. Denn eine Tendenz zeichnet sich deutlich ab: Die Offenheit und Bereitschaft von Autoren, ihre Werke über verschiedene Wege zu veröffentlichen, steigt. Nicht umsonst hat Self-Publishing gemessen an der Zahl der Neuerscheinungen bereits einen Anteil von 19 Prozent am deutschen Buchmarkt.

Was bedeutet dies für klassische Verlage? Sie sind „stolz auf ihre Filterfunktion“, sagte Jo Lendle auf seinem im Frühjahr gehaltenen Vortrag auf dem LiteraturFutur-Kongress in Hildesheim – und fügte an: „Das macht sie nicht sympathischer. Die Orientierung erleichtert es trotzdem.“ Zugleich aber werden Autoren sich in Zukunft voraussichtlich seltener über einen langen Zeitraum an einen Verlag binden. Die Mehrwerte und Stärken eines Verlages in Form von Programmarbeit und Vermarktung von Büchern sind unbestritten – aber das neue Selbstbewusstsein der Autorenschaft im digitalen Zeitalter ebenso.