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Die perfekte Autorenvita

Ob im Buchhandel, in Onlineshops oder bei Ihren Marketingaktivitäten: Um Ihr Buch erfolgreich zu verkaufen und zu vermarkten, ist es unverzichtbar, dass Sie über sich als Autor aussagekräftige Informationen zur Verfügung stellen. Das macht Sie für Ihre Zielgruppe und potenzielle Käufer „greifbar“ und erhöht zusätzlich das Kaufinteresse. Hier finden Sie zahlreiche Tipps, was Sie beim Verfassen eines Lebenslaufs, einer sogenannten „Vita“, beachten sollten, zum einen inhaltlich und zum anderen stilistisch.

Wer ist die Person hinter dem Buch: Ihre Autorenpersönlichkeit ist ein Verkaufsargument (Foto: aradaphotography/Fotolia)

Wie sollte meine Vita aufgebaut sein?

Folgende Inhalte sind für Ihren Lebenslauf wichtig, um einerseits dem Anspruch auf Vollständigkeit gerecht zu werden und andererseits Ihre Autorenpersönlichkeit in den Blickpunkt zu rücken.

 Daten und Fakten in Kürze

  • Alter und Geburtsort
  • Wohnort
  • Ausbildung/Studium
  • Berufliche Laufbahn
  • Persönliches Umfeld (Familienstatus, Wohnumfeld)

Welche dieser Daten und Fakten für Ihr Buch von Interesse sind, sollten Sie vor dem Start mit Ihrer Autorenvita abwägen. Im Falle eines Fachbuches ist die Ausbildung und berufliche Laufbahn meist für den Leser wichtig. Im Falle eines Romans mit autobiographischen Zügen kann wiederum der Wohnort des Autors für den Leser interessant sein.

Informationen über Sie als Autor

  • Beweggründe für das Schreiben: Weshalb fasziniert Sie das Autorendasein?
  • eine persönliche Anekdote, die Sie als Person greifbar, sympathisch und charismatisch macht
  • Informationen über Ihren Schreibstil oder wie ein Buch von Ihnen entsteht
  • Was macht Sie als Autor spannend für den Leser?
  • Wie kam es zur Idee für das aktuelle Buch?
  • Für das Buch wesentliche Erfahrungen und Inspirationen

TIPP: Die Daten und Fakten sollten Sie im Verhältnis zu den Informationen über Sie als Autor kurz halten. Ihre Autorenvita sollte nicht wie der Lebenslauf für eine Bewerbung wirken.

 

Die Kernfragen: Was Sie beachten sollten

Die größte Herausforderung ist es, die Vita einerseits kurz und prägnant zu halten und andererseits keine wichtigen Informationen über Ihre Person wegzulassen. Bedenken Sie stets, dass Ihre Vita eine Information für Ihre Leser, aber auch Buchhändler, potenzielle Rezensenten, Redakteure und Blogger darstellt. Im Folgenden geben wir Ihnen wertvolle Tipps, welche Inhalte essentiell sind bzw. welche Aspekte Sie dabei im Vorfeld bedenken sollten.

Wer ist die Zielgruppe Ihres Buches?

Sie sollten im Wesentlichen nur die Informationen in Ihre Vita einfügen, die für Ihre Leser, den Buchhandel und Rezensenten wertvoll sind. Faustregel dabei: Konzentrieren Sie sich auf jene Fakten, die Sie als Buchautor interessant machen und die Interesse für Ihr Buch wecken. Lenken Sie nicht mit unwichtigen Informationen ab. Bei der Formulierung sollten Sie immer die Frage im Hinterkopf haben: Weshalb ist diese Information für den Leser interessant?

Was zeichnet Sie als Autor aus?

Erläutern Sie Ihre inhaltlichen Schwerpunkte beim Schreiben und welche „Mission“ oder welche Beweggründe Sie als Buchautor haben. Ebenso kann Ihre Arbeitsweise und Ihr Schreibstil Erwähnung finden.

Denken Sie immer daran: Ihre Leser sind gerade erst dabei, Sie kennenzulernen. Was macht Sie als Autor kompetent, interessant, spannend, kurios oder womöglich geheimnisvoll? Je nach Buchthema sollten Sie Ihre Vita als „Türöffner“ für Ihr Buch nutzen.

Sollten Sie bereits Bücher veröffentlicht haben, können Sie hier ebenfalls näher darauf eingehen.

Gibt es persönliche Vorbilder?

Welche Literaten, Romane oder Sachbücher haben Sie geprägt und beeindruckt? Hat dies besondere Bedeutung für Ihr aktuelles Buch? Womöglich gibt es auch Vorbilder aus anderen kreativen Schaffens- oder Gesellschaftsbereichen. Erwähnen Sie ein solches Vorbild immer dann, wenn dies für den Leser eine wichtige Information darstellt und Sie beispielsweise beim Schreiben des Buches beeinflusst hat. Vermeiden Sie allerdings, mehrere Vorbilder zu nennen. Das wäre für eine Vita zu viel des Guten.

Was sind Ihre persönlichen Werte und Lebensweisheiten?

Worauf legen Sie persönlich und beruflich Wert? Gibt es ein Lebensmotto, das Sie prägt und auszeichnet? So

Autorin Birgit Mestmäcker im Porträt bei WDR Lokalzeit: Solche Reportagen sind nicht nur für die Buch-PR wertvoll, sondern zahlen auch auf das Autorenimage ein.

etwas bleibt Ihren Lesern im Kopf. Aber Vorsicht: Nicht künsteln oder phantasieren. Ein Lebensmotto sollte wirklich zu Ihnen passen. Fällt Ihnen nichts Geeignetes ein, lassen Sie es im Zweifel weg. Ihre Vita soll authentisch und handfest sein.

Gibt es Medienberichte über Ihr Buch?

Überall dort, wo Ihre Autorenvita online erscheint, können Sie diese im Laufe der Zeit aktualisieren und auf dem neuesten Stand halten, Sobald es beispielsweise erste Presseberichte, Radio- oder Fernsehbeiträge und Rezensionen zu Ihrem Buch gibt, sollten Sie diese unbedingt in Ihre Vita aufnehmen. Heben Sie die Rezensionen aufmerksamkeitsstark hervor durch Verlinkungen, Fotos, eingescannte Printberichte etc. Ein Beispiel: Die tredition-Autorin Birgit Mestmäcker wurde vom Fernsehteam der Sendung WDR Lokalzeit besucht. Der Beitrag, in dem Sie erzählt, wie es zu Ihrem Buch kam, ist eine exzellente Werbung für das Buch und macht die Autorin persönlich erfahrbar und greifbar für den Leser. Dementsprechend eignet sich das Kurizvideo perfekt als Ergänzung einer Autorenseite, einer eigenen Homepage, einer Facebook Fanpage usw.

Professionelles Foto

Ein professionelles Foto von Ihnen ist unverzichtbar für Ihre Vita. Idealerweise verfügen Sie über eine Aufnahme, die von einem professionellen Fotografen gemacht wurde. Vermeiden Sie unbedingt die Verwendung von Schnappschüssen. Ihr Foto muss scharf sein, eine Auflösung von mind. 300 dpi haben (Druckqualität) und ein gängiges Fotoformat besitzen (jpg, jpeg). Ob Sie eine klassische Aufnahme (Kopf bis Schulterbereich) wählen oder womöglich eine moderne Variante am Schreibtisch, draußen etc. bleibt Ihnen überlassen. Wichtig ist Seriosität und eine sympathische Ausstrahlung.

Tipps für den richtigen Stil

Welchen Stil Sie wählen, hängt von dem Genre ab, in dem Ihr Buch angesiedelt ist sowie von Ihrer Zielgruppe und deren Sozial- und Altersstruktur. Selbstverständlich sollten Sie sachlich bleiben und die notwendige Ernsthaftigkeit nicht vermissen lassen. Das heißt aber nicht, dass Ihre Vita deshalb langweilig wirken sollte. Wichtig ist, dass Sie für Ihre Leser „erlebbar“ werden. Im Folgenden ein paar Tipps für die richtige „Würze“.

Kongruenz zwischen Vita und Buch

Ideal ist es, wenn Ihre Vita ein Stück weit Ihren Schreibstil als Autor widerspiegelt. Veröffentlichen Sie beispielsweise einen humorvollen Kurzgeschichtenband, so darf ruhig auch Ihre Vita mit einer Prise Humor gewürzt sein. Auf diese Weise werden Sie für den Leser oder auch Rezensenten nahbar und schaffen eine wichtige Vertrauensbasis.

Im Präsens schreiben

Eine Vita sollte immer in der Gegenwartsform verfasst werden, Ausnahme sind Rückblicke auf die Vergangenheit (z.B. „Sie arbeitete lange Zeit als…“).

Ich-Perspektive oder dritte Person?

Grundsätzlich ist beides möglich. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Vita in der dritten Person zu verfassen, da eine solche Form am professionellsten wirkt und Sie diese überall einsetzen können. Will z.B. ein Journalist Ihre Vita oder Auszüge daraus ergänzend zu einer Rezension veröffentlichen, kann er keine Formulierungen in „Ich-Perspektive“ verwenden. Auf einer eigenen Autorenwebseite oder bei Facebook wiederum kann es sich anbieten, in einem lockeren, modernen Stil in der Ich‑Perspektive zu schreiben. Dem steht nichts im Wege und es ist durchaus möglich, dass Sie Ihre Vita zu diesem Zwecke leicht abwandeln.

Zitate einstreuen

tredition-Autor Eike Rappmund („Handbuch Manipulation“) empfängt die Besucher seiner Webseite mit einem Zitat von Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Es kann Ihre Vita lebendig und abwechslungsreich machen, wenn Sie ein oder zwei Zitate aus Ihrem Buch einstreuen oder die ganze Vita unter ein „Motto“ stellen (z.B. das Zitat einer bedeutenden Persönlichkeit, das Sie selbst als Lebensmotto haben oder das Sie als Person oder Ihren Stil besonders gut trifft/widerspiegelt etc.). Verwenden Sie Zitate aus Ihrem Buch, weckt dies die Neugier auf Ihr Werk und gibt somit einen Kaufanreiz.

Persönliche Anekdoten

Überlegen Sie einmal, ob eine kurze Episode aus Ihrem Leben/Ihrer Autorentätigkeit für den Leser interessant sein könnte. Womöglich gab es ein einschneidendes Ereignis in Ihrem Leben, dass Sie erst zum Schreiben des Buches veranlasst hat? Oder Ihr Buch ist an einem ungewöhnlichen Ort entstanden? Solche Anekdoten können Sie einstreuen. Das macht Sie sympathisch und hebt Sie von anderen Autoren ab.

Spannung halten

Ihre Vita ist wie ein kleines Buch: Sie sollte vom ersten bis zum letzten Satz interessante Informationen enthalten. Es ist wichtig, dass der Leser im Laufe des Textes nicht das Interesse verliert. Verschieße Sie also nicht das ganze Pulver am Anfang, indem Sie die spannendsten Informationen in der Einleitung unterbringen.

Chronologisch oder nicht?

Ihre Vita muss nicht zwangsläufig chronologisch aufgebaut sein. Sie können auch direkt mit einer wichtigen Information über Ihr Buch einsteigen, um darauf aufbauend Ihre Autorenpersönlichkeit darzustellen. Dies kann sich anbieten, wenn Sie Ihr Buch zu einem aktuellen Anlass herausgeben.

Kurzvorstellung im Video

Perfekt für eine persönliche Vorstellung im Video: Autorin Dr. Stepahnie Arndt mit ihrem „Hauspferd“ Nasar

Eine Idee für Fortgeschrittene: Es kann für den Leser und für Ihre Marketingaktivitäten einen echten Mehrwert darstellen, wenn Sie sich z.B. in einem kurzen Videotrailer Ihren Lesern präsentieren. Sie könnten sich an Ihrem Lieblings-Arbeitsplatz zeigen und sich in einigen Sätzen vorstellen. Zusätzlich könnten Sie Spannung erwecken, indem Sie auf Ihr Buch und den Inhalt hinweisen. Bitte beachten Sie, dass solche Bewegtbildinhalte nicht überall Verwendung finden können. Es ist wichtig, dass Sie immer eine Vita in Textform vorliegen haben.

So, jetzt sind Sie dran! Wir wünschen viel Erfolg beim Basteln Ihrer eigenen Autorenvita!

 

Lesen Sie hier noch mehr Tipps rund um Ihr Autorenmarketing!

Fehler vermeiden beim Blogmarketing – Wie schreibe ich Blogger an?

Fehler vermeiden beim Blogmarketing – Wie schreibe ich Blogger an?

Fehler vermeiden beim Blogmarketing – Wie schreibe ich Blogger an?

Bild: Wie vermeide ich als Autor Fehler bei der Ansprache von Blogs? In unserem akuellen Blogbeitrag erfahren Sie mehr!

Neben klassischer Pressearbeit, also dem Kontakt zu Journalisten, oder Social Media Marketing, gibt es noch andere zahlreiche Möglichkeiten, Ihr Buch zu bewerben und bekannt zu machen. Machen Sie sich als AutorIn den Umstand zunutze, dass heute immer weniger Printmagazine oder Zeitungen konsumiert werden, sondern Leser und Leserinnen sich zunehmend im Internet über Bücher und Autoren informieren. Verkaufsentscheidungen werden heutzutage immer mehr über das Netz getroffen. Blicken Sie einmal in Ihre letzte Woche zurück. Wie viel Zeit haben Sie im Internet verbracht und wieviel Zeit beim Lesen einer gewöhnlichen Zeitung? Der Tipp für das neue Buch von XY, das auf Ihrem Nachtisch liegt, stammt der aus einer Zeitschrift oder war es nicht Ihre Facebook-Freundin, welche die ansprechende Buchbesprechung von einem Blog auf Ihrer Seite gepostet hat?

Täglich informieren wir uns im Netz, auf Social Media, in Blogs und über andere Kanäle. Sind Ihre Leser dort, sollten Sie auch darüber nachdenken, Ihr Buch über Blogmarketing zu bewerben. Aber Vorsicht vor unüberlegten Schritten! Bevor Sie ungefragt Massenmails an Blogger herausschicken und so schnell verbrannte Erde hinterlassen, sollten Sie sich eine sinnvolle Vorgehensweise für die Bewerbung Ihres Buches überlegen. Blogger werden täglich von unzähligen Autoren angesprochen. Sie wollen nicht einer unter vielen sein, oder gar abgelehnt werden, sondern herausstechen und Interesse wecken.

Nutzen Sie Ihre Chance und erfahren Sie in unserem aktuellen Beitrag, wie Blogmarketing richtig geht und welche Fehler Sie dabei unbedingt vermeiden sollten.

 

  1. Was ist eigentlich ein Blog bzw. ein Blogger?
  2. Kommt mein Buch für Blogger in Frage?
  3. Passende Blogs für mein Buch finden – welche Blogger spreche ich an?
  4. Blogmarketing ist nicht gleich Pressearbeit
  5. Wie schreibe ich Blogger richtig an?
  6. Mehrwert für Blogger schaffen: Kooperationen anbieten
  7. Kreativ werden: Blogtouren veranstalten
  8. Die Blogtour: ein Beispiel
  9. Unterstützung vom Verlag holen
  10. Nachhaken

1 Was ist eigentlich ein Blogger?

Blogmarketing

Bild: Was ist eigentlich ein Blogger und warum ist ein sogenannter Influencer wichtig für Ihr Buchmarketing?

Wenn Autoren Ihr Debütwerk veröffentlicht haben und sich dann dem Marketing widmen, ist das Blogmarketing für die meisten absolutes Neuland.  Doch eine stetig wachsende Zahl an Lesern schwirrt durch die weiten Gefilde von sozialen Netzwerken, Blogs oder Buchcommunities. In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Buch- und Literaturblogs rasant vervielfacht. Das Potential und die Einflusskraft von Bloggern sollten Sie natürlich auch für Ihre Buchwerbung nutzen! Wer aber sind eigentlich diese „Blogger“? Hinter einem Blogger versteckt sich der Betreiber einer Internetseite mit bestimmten Themenfokus. Angefangen haben Blogger meist mit Kurzberichten aus dem persönlichen Alltag, oft in Tagebuchform, um eine große Anzahl Gleichgesinnte zu erreichen und diese am eigenen Leben und Alltag teilhaben zu lassen. Daraus entstanden sind eine unendliche Anzahl an Portalen, die sich mehr oder minder spezifisch bestimmten Aspekten unseres Lebens widmen und Meinungen, Berichte, Interviews oder Rezensionen veröffentlichen. Gerade für Autorinnen sind Blogger eine interessante Gruppe. In Bereich Literatur und Buchmarkt haben sich mittlerweile eine große Anzahl von Blogs etabliert. Zu nennen sind hier allgemeine Literaturblogs, spezifische Blogs, die sich bestimmten Genres widmen, wie Fantasy-, Romance, Science Fiction, Ratgeber-Blogs und viele mehr. Dieses bunte Spektrum aus Bloggern hat sich mittlerweile zu einem der wichtigsten Sprachrohre zum Lesepublikum entwickelt. Bekannte Blogger haben mitunter mittlerweile ein ähnliches Ansehen wie manch bekannter Journalist. Man kann sich ausmalen, was eine Buchbesprechung bei einem sogenannten „Influencer“ bewirken kann. Autoren bieten sich damit eine Vielzahl an Chancen, das eigene Buch in Kooperation mit einem Blog einer großen Menge an Lesern vorzustellen und für Aufmerksamkeit für das eigene Buch zu sorgen. Meist profitieren Autoren auch dahingehend von einer Blogbesprechung, dass sie mit dieser auf eigenen Seiten oder auf Social Media werben können, aber auch dadurch, dass Blogger selbst ihre Artikel auf verschiedenen Plattformen wie sozialen Netzwerken verbreiten und den Werbeeffekt für den Autor erhöhen.

2 Kommt mein Buch für Blogger in Frage?

Kommt mein Buch für Blogger in Frage

Bild: Wenn Sie sich fragen, ob Ihr Buch für einen Blogger interessant sein könnte, sollten Sie sich vorab genau mit Ihrer Zielgruppe befassen!

Woher weiß ich aber eigentlich als Autor, ob mein Buch sich für eine Blogvorstellung eignet? Prüfen Sie Ihr Buch mit einem kritischen und vor allem objektiven Blick auf Herz und Nieren. Welches Genre hat Ihr Buch, welche Zielgruppe? Hält sich diese im Netz auf und wenn ja wo?  Liest Ihre Zielgruppe Blogrezensionen oder ist Blogmarketing vergebene Liebesmühe? Bevor Sie sich gleich auf Blogger stürzen, sollten Sie vorab die eigene Zielgruppe zu Ihrer Veröffentlichung genau analysieren und herausfinden, wo diese sich aufhält.  Wen spricht Ihr Genre, Stil und die Aufmachung des Buches an?

Beispiel. 

Für einen Ratgeber, der sich an eine ältere Zielgruppe ab 60 aufwärts wendet, verfehlt Blogmarketing wahrscheinlich die Wirkung. Ein Fantasyroman hat bei der großen Menge an Fantasyblogs, die es mittlerweile gibt, schon eher eine Chance auf eine Online-Buchbesprechung.  Konservative Leser finden Ihre Buchempfehlungen eher in der Zeitung, im Fernsehen oder bei Bekannten. Technikaffine Leser halten sich eher in den sozialen Netzwerken, auf Blogs oder in Buchcommunities auf.  Die Analyse Ihrer Zielgruppe vorab ist fundamental , damit Sie keine Zeit und Budget in die falschen Marketingmaßnahmen investieren.

3 Passende Blogs für mein Buch finden – welche Blogger spreche ich an?

Bild: Blogs gibt es wie Sand am Meer, aber welchere passt für Ihr Buch? So finden Sie die richtigen Blogger!

Ihr Buch ist reif für Blogger? Kann’s dann schon losgehen? Halt, schreiben Sie nicht einfach wild drauf los! Vorab sollten Sie sich nicht nur mit Ihrem Buch, sondern auch mit den Adressaten, den Bloggern, auseinandersetzen. Blogger sind so vielseitig und vielfältig wie Autoren. Jeder hat seine Lieblingsthemen und Vorlieben. Halten Sie gezielt Ausschau nach Special-Interest-Blogs, für die das Thema ihres Buches besonders interessant sein könnte.

Beispiel. 

Sie schreiben beispielsweise über Ernährung? Dann könnten Blogs, die sich mit Fragestellungen zu Ernährung, Gesundheit, Essen und Kochen befassen, die richtige Adresse sein. Ein politisches Buch hat etwa bei einem Blog, der sich mit Liebesromanen beschäftigt, nichts zu suchen.

Auch sollte man nicht einfach allgemeine Literaturblogs anschreiben und darauf hoffen, dass diese auf das eigene Buch gewartet haben. Blogger haben sich innerhalb der letzten Jahre zu den signifikantesten Sprachrohren im Netz entwickelt – und sind daher auch genauso beliebt bei anderen Autoren. Man kann auf Google nach passenden Blogs recherchieren, indem man dort das Genre + Blogs sucht. Schauen Sie auch gern einmal auf unsere Seite und geben unter der Suchfunktion das Wort „Blog“ beziehungsweise „Blogger“ ein. Wir haben in unserem Blog bereits eine Reihe von Bloggern vorgestellt, die vielleicht interessant für Sie sein könnten. Stellen Sie sich voab eine Excel-Liste zusammen mit Bloggern, die allein für Ihr Genre in Frage kommen. Tauschen Sie sich auch mit anderen Autoren aus, oftmals rezensieren auch Autoren gern auf ihrem eigenen Blog oder können einen Blogger weiter empfehlen. Bauen Sie Ihr Netzwerk auf!

4 Blogmarketing ist nicht gleich Pressearbeit

Bild: Was ist eigentlich das Geheimis beim Blogmarketing?

Man sollte nicht dem Trugschluss zum Opfer fallen, klassische Pressearbeit ließe sich 1 zu 1 auf die Bloglandschaft übertragen. Während klassische Presseaussendungen für Journalisten funktionieren, sieht dies bei Bloggern ganz anders aus. Hier zählt eher der persönliche Kontakt, die persönliche Vorliebe eines Bloggers. Presseanschreiben verfehlen hier oft ihre Wirkung, wenn diese nicht auf den Blogger zugeschnitten werden. Für Blogger zählt die gemeinsame und weniger förmliche Kommunikation. Bei Bloggern kann  man eher auf einer persönlichen Ebene miteinander sprechen. Auch Hintergrundinformationen zu Ihnen und Ihrem Buch sind hier nicht fehl am Platz. Massenmails mit Pressemeldungen kommen dagegen weniger gut an. Wichtiger ist der persönliche Austausch. Fragen Sie auch ruhig vorab, ob der jeweilige Blogger denn überhaupt Interesse an einem Austausch, an einer Buchvorstellung etc. hat und bombardieren Sie ihn oder sie nicht gleich mit Ihrem Material. Bei dem Kontakt mit Bloggern gilt es also vorab Recherchearbeit zu leisten und sich mit dem jeweiligen Blog auseinanderzusetzen. Eine Ansprache wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ zeigen dem Blogger recht schnell, dass Sie sich wenig oder gar nicht mit seinem Blog beschäftigt haben. Im Fokus Ihres Blogmarketings sollte hier ein aussagekräftiger Blogverteiler stehen, in dem Sie auch die Ausrichtung, Kontaktdaten etc. zum jeweiligen Blog hinterlegen.

 

5 Wie schreibe ich Blogger richtig an?

Was ist ein Blogger?

Bild: So schreiben Sie Blogger richtig an und landen nicht im Papierkorb oder auf der Sperrliste!

Nachdem Sie Ihre Zielgruppe identifiziert haben, sollten Sie sich die Blogs, die passend für Ihr Buch erscheinen, genau anschauen. Welche Themen bespricht der jeweilige Blogger, liest er gerne Printbücher oder e-Books, pflegt er einen eher umgangsprachlichen und persönlichen Ton oder wählt er  eher eine förmliche Ansprache? All diese Fragen sollte man vorab beachten, bevor man sich eine Blogstrategie für diesen Blog überlegt. Suchen Sie also für Ihr Buch thematische Blogs und Portale im Internet. Auf den Blogs suchen Sie sich im Impressum oder unter „Kontakt“ die E-Mail des Anbieters und senden ihm oder ihr die passende Anfrage. Ein durchschnittlich bekannter Blog erhält schon pro Tag eine große Anzahl an Zuschriften. Bei wirklich wichtigen Blogs sieht das gleich noch einmal ganz anders aus. Blogger selbst hassen nichts mehr, als einfach wahllos mit Material zugeschüttet zu werden. Will man mit einem Blogger in Austausch treten und etwas zum eigenen Buch dort platzieren, so sollte man sich genau über den Blog und seine Zielgruppe informieren und eine auf gegenseitigem Respekt basierende Beziehung aufbauen. Fragen Sie am besten vorab beim Blogger an, ob er Interesse an einer Buchpräsentation hat und in welcher Form er Ihr Material zugestellt haben möchte. Der erste und wichtigste Punkt ist, schreiben Sie Blogger nicht automatisiert mit einer Massenmail an, in die Sie den gesamten Blogverteiler hineingenommen haben. Spätestens dann stehen Sie bei diesen Bloggern auf der Abschussliste. Sie sollten für jeden Blogger persönlich ein individuelles Anschreiben aufsetzen. Dieses sollte professionell verfasst sein, ein aussagekräftiges Autorenbild als Jpg-Datei, eine knackige Kurzankündigung des Buches, die Pressemeldung als PDF-Datei, ein hochauflösendes Coverbild sowie eine Kurzbiographie von Ihnen beinhalten. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Anschreiben optisch einwandfrei und ansprechend daherkommt. Sie haben große Konkurrenz und müssen sich nicht nur durch interessante Inhalte, sondern auch durch eine attraktive Aufmachung von anderen Anfragen abheben.

 

6 Mehrwert für Blogger schaffen: Kooperationen anbieten

Blogkooperationen

Bild: Blogkooperationen sind ideal für Ihr Buch als auch für den Aufbau von Bloggerrelations.

Blogger erhalten täglich unzählige  Titel zur Vorstellung. Sie müssen sich also aus dieser Masse mit Ihrem Titel abheben. Wie können Sie dies anstellen? Zunächst einmal gehört dazu ein professionelles Auftreten und ein attraktives Anschreiben. Darüber hinaus sollten Sie für Blogger einen Mehrwert schaffen. Sprechen Sie also Blogger direkt auf Kooperationsmöglichkeiten an. Manchmal sind Blogger schon auf geraume Zeit ausgebucht und haben keine Kapazitäten mehr, um neue Titel aufzunehmen. In anderen Fällen gehen Blogger aber gerne Kooperationen mit Autoren ein, da auch diese den eigenen Lesern Material und Mehrwert bieten wollen. Stellen Sie wichtigen Literaturblogs im Gegenzug Rezensionsexemplare zu Buchbesprechungen. Bieten Sie den Bloggern exklusive Autoreninterviews zu Ihrem Buch.  Für diese können Sie etwa bereits ein vorgefertigtes  Autoreninterview bzw. einen Autorenfragebogen mit interessanten Fragen zu Ihnen und Ihrem Werk als PDF-Dokument vorbereiten. Eine weitere Möglichkeit sind Gewinnspiel- und Verlosungskooperationen. Blogger bieten ihren Lesern gern eine Verlosung an, um diese auf den eigenen Blog zu holen. Stellen Sie den Bloggern dafür die Verlosungsexemplare bereit, ist es wahrscheinlicher, dass er oder sie Ihnen einen Platz im eigenen Blog einräumt.

7 Kreativ werden: Blogtouren veranstalten

Vermarktungstipp für Autoren: Das eigene Buch Bloggern vorstellen

Bild: Ein guter Vermarktungstipp für Autoren: eine Blogtour veranstalten!

Es muss nicht immer nur eine „normale“ Buchbesprechung sein. Blogger wollen den eigenen Lesern etwas bieten, damit diese auf ihre Seite kommen und dort auch länger verweilen. Damit sind diese prädestiniert für besondere Events oder Sonderaktionen. Ein interessantes Sonderevent ist eine Blogtour. Organisieren Sie also im Rahmen Ihres Buchmarketings eine Blogtour zu Ihrem Buch. Bei einer Blogtour präsentieren unterschiedliche themengebundene Blogs innerhalb eines bestimmten Zeitraumes Ihr Buch in verschiedenen Formen. Ein Beispiel: Der erste Blog veröffentlicht eine Buchbesprechung, eine Woche später publiziert der nächste Blog ein Autoreninterview, der dritte bieten seinen Anhängern eine Leseprobe, ein andere veranstaltet ein Gewinnspiel u.v.m. Für diese Themen erstellen die Blogger Beiträge und diese werden dann nach Absprache zu einem festen Termin veröffentlicht. Blogtouren sind generell zeitaufwändiger als normale Kooperationen, da man mit mehreren Bloggern zusammenarbeitet, bzw. diese zunächst suchen muss. Dafür ist es wichtig, vorab die richtigen Ansprechpartner zu eruieren und für das eigene Buch zu gewinnen, diese rechtzeitig mit dem Werbematerial auszustatten und vor und während der Blogtour Werbung für diese auf anderen Kanälen zu machen. Blogger sind gut vernetzt. Sprechen Sie vorab über die Möglichkeit einer Tour. Blogger kennen sich untereinander und haben oft gute Ideen, was eine Blogtour angeht.

8 Die Blogtour: ein Beispiel

Das Buch wird förmlich seziert und auseinander genommen.

Blogtour Stefanie Krumbiegel

Bild: Steffi Krumbiegel zeigt mit ihrer Blogtour zu ihrer Fantasy-Reihe „Nadja“ wie’s geht!

Mit ihrer Fantasy-Reihe „Nadja“ entführt uns die junge Autorin Steffi Krumbiegel in eine faszinierende Fantasy-Welt. Kürzlich hat die Autorin eine Blogtour zu Ihrer Buchreihe veranstaltet. Dazu haben diverse Blogger das Buch auf Ihren Blogs unter verschiedenen Gesichtspunkten besprochen. Während ein Blogger eine Buchbesprechung zum Werk von Steffi Krumbiegel veröffentlicht hat, hat ein anderer sich mit der Figurenwelt in der Fantasyreihe auseinandergesetzt. Ein dritter Blogger hat die Autorin selbst zu Ihrem Buch zu Wort kommen lassen usw. Für die Autorin war diese Tour eine besondere Möglichkeit, mit Bloggern über das eigene Werk zu sprechen. Man kann vorher nie abschätzen, welchen Werbezulauf einzelne Blogpräsenzen bringen, im Ganzen wertet Steffi Krumbiegel in der Rückschau aber die Blogtour im Ganzen als  Erfolg. Persönlich hat die Autorin erstaunt, wie bekannt ihr Buch dadurch auf Messen wurde. Immer wieder sprachen sie Menschen darauf an, es auf Facebook gesehen zu haben – dadurch verkauft sich ein Buch natürlich wesentlich besser. AutorInnen selbst kommen durch eine Blogtour mitunter einfacher und schneller ins Gespräch. Auch diese weichen Nebeneffekte des Blogmarketings sollten Sie nicht vernachlässigen. Steffi Krumbiegels Tipp für alle Autoren, die Blogger angehen wollen: „Die Blogger lieben den Kontakt und die Unterstützung der Autoren.“ Ihr Fazit zu Ihrer Blogtour: „Wenn man sieht, was diese Blogger jedes Mal für Ideen aus dem eigenen Werk zaubern, wie sie Banner erstellen, die Termine finden und mit dem Autor zusammenarbeiten, gehört eine Blogtour zu einer Erfahrung, die Autoren absolut machen sollten.“

9 Unterstützung vom Verlag holen

Marketingtipp: Die passende Community für Ihr Buch

Bild: Vergessen Sie nicht, Ihr Verlag bietet viel Unterstützung beim Marketing, auch wenn es um Blogmarketing geht!

tredition betreibt in Kooperation mit diversen Bloggern bereits Blogmarketing für Ihre Bücher. Ausgewählte Bücher stellen wir dabei gezielt Buch- und Literaturblogs vor und bieten in Abstimmung mit den Autoren Rezensionsexemplare, Leseproben, Autoreninterviews, Gewinnspiele und Kooperationen an – oder führen eine Blogtour durch. Auf Nachfrage von Journalisten, Bloggern und Pressevertretern senden wir kostenfreie gedruckte oder e-Book-Rezensionsexemplare zur Besprechung zu. Autoren müssen diese natürlich nicht bezahlen.

Fragen Sie also gern bei uns nach einem Rezensionsexemplar, wenn ein Blogger sich meldet oder holen sich Tipps für Ihr Blogmarketing!

 

10 Nachhaken

Bei Bloggern nachhaken

Bild: Wann ist es denn eigentlich Zeit, bei einem Blogger nachzuhaken?

Blogger bekommen täglich viele Zuschriften – und das Bücherlesen selbst kostet Zeit. Fragen Sie daher nicht gleich nach einer Woche nach, wie es um die Buchbesprechung zu Ihrem Werk ausschaut. Haben Sie auch etwas Geduld und lassen Sie den Bloggern ein wenig Zeit für eine Rezension. Ein Buch liest sich nicht in 2 Tagen. Außerdem ist Ihr Buch mit Sicherheit auch nicht der einzige Titel, den der Blogger bespricht. Wenn Sie dann „nerven“, kann dies sogar kontraproduktiv sein und sich im Zweifelsfall negativ auf Ihre Buchbesprechung auswirken, oder – im schlimmsten Fall – dazu führen, dass Ihr Buch gar nicht mehr besprochen wird.

Wir wünschen Ihnen jetzt erst einmal viel Erfolg bei Ihrem Blogmarketing. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gern an!


Literaturcommunities nutzen – Teil II Goodreads

Goodreads_Homepage

Goodreads ist auch für deutschsprachige Autoren eine attraktive Plattform

Im Juni haben wir Ihnen einige Tipps und Tricks präsentiert, wie Sie Lovelybooks zur Erhöhung der Aufmerksamkeit für Ihr Buch und für Marketingaktivitäten nutzen können. Heute erklären wir, wie sich die englischsprachige Lesercommunity Goodreads dafür nutzen lässt. Denn obacht! Auf Goodreads tummeln sich bereits viele Leser aus dem deutschsprachigen Raum. Es lohnt sich also auch für hiesige Self-Publisher auf Goodreads aktiv zu werden.

Daten und Fakten

  • Goodreads ist 2006 von dem US-Amerikaner Otis Chandler gegründet worden, in den darauffolgenden Jahren hat sich die Mitgliederzahl der Lesercommunity rasant entwickelt. Eigenen Angaben zufolge zählt Goodreads heute 40 Mio. Mitglieder und 43 Millionen Rezensionen von Büchern.
  • Auf der Webseite von Goodreads beschreibt Otis Chandler, wie er auf die Idee zu einer Lesercommunity kam: “Eines Nachmittags stöberte ich zur Inspiration am Buchregal eines Freundes entlang und dachte plötzlich: Wenn ich auf der Suche nach neuem Lesestoff bin, suche ich eher bei einem Freund nach Ideen als bei irgendeiner x-beliebigen Person oder einer Bestsellerliste.“ Auf diesen Gedanken hin entwickelte er die Plattform Goodreads.
  • 2013 haben Otis Chandler und seine Frau und Mitgründerin Elizabeth Khuri Chandler Goodreads an den Onlinehändler Amazon verkauft.

Wie registriert man sich als Autor?

  1. Als erstes müssen Sie sich auf Goodreads als generelles Mitglied registrieren, entweder mit der eigenen E-Mail-Adresse oder mit den Facebook-Zugangsdaten, falls Sie ein Facebook-Profil haben.
  2. Wenn Sie bei Goodreads bereits registriert sind, loggen Sie sich einfach ein.
  3. Suchen Sie in der Goodreads-Suchmaske nach Ihrem Buch oder Ihrem Nachnamen und rufen Sie das Suchergebnis auf.
  4. Klicken Sie jetzt auf Ihren Autorennamen, der unter dem Buchtitel angezeigt wird. So gelangen Sie auf Ihr Autorenprofil bei Goodreads.
  5. Am Ende der Seite klicken Sie auf „Is this you? Let us know.“ um Goodreads darüber zu informieren, dass Sie der Autor sind. Anschließend erhalten Sie von Goodreads eine Bestätigung, dass das Autorenprofil mit Ihrem normalen Mitgliedsprofil bei Goodreads „fusioniert“ wird. Zudem enthält die E-Mail von Goodreads weitere Informationen zur Verwaltung des Autorenprofils.

Als Autor Goodreads nutzen

Ähnlich wie bei Lovelybooks lässt sich auch bei Goodreads das Autorenprofil individuell gestalten:

  • Foto und Lebenslauf
  • einer Liste der eigenen Lieblingsbücher bzw. gerade gelesenen Bücher
  • der Möglichkeit, in einem eigenen Blog redaktionelle Beiträge zu schreiben und damit eine Fangmeinde aufzubauen und zu binden
  • Ankündigung von Lesungen, Signierstunden und weiteren Events
  • Leseproben einstellen
  • Gewinnspiele veranstalten
  • Videos posten

Buch-Promotion

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die wichtigsten sind:

Teilnahme an Diskussionen

Stöbern Sie einfach einmal ein bisschen auf Goodreads, um Gruppen zu Themen und Büchern zu finden, die Sie spannend finden und bei denen Sie Lust und Interesse haben, etwas beizutragen und sich dadurch ins Gespräch zu bringen und bei anderen Goodreads-Mitgliedern bekannt zu machen.

Giveaways

Das bedeutet, Exemplare des eigenen Buches an Goodreads-Community-Mitglieder zu verlosen, um auf diese Weise möglichst viele Bewertungen zu erhalten und Aufmerksamkeit zu generieren

  • Jeder Autor kann dabei individuell festlegen, wie viele Bücher über welchen Zeitraum verlost werden sollen.
  • Vorteile dabei: Sie als Autor haben wenig Aufwand, da sich Goodreads um die Auswahl der Gewinner kümmert. Diese werden danach ausgewählt, ob sie sich auf Goodreads bereits für Bücher aus dem gleichen Genre oder zum ähnlichen Thema interessiert haben.
  • Eine detaillierte und sehr lesenswerte Anleitung zur Durchführung einer Giveaway-Aktion hat Corinna Rindlisbacher von ebokks verfasst.
  • Wichtig: Goodreads empfiehlt, eine Giveaway-Aktion über den Zeitraum eines Monats laufen zu lassen und mindestens zehn Bücher zu verlosen.
  • Erfahrungswerten von Goodreads gemäß bewerten etwa 60% derjenigen, die ein Giveaway gewinnen, auch hinterher das Buch.
  • Goodreads empfiehlt sogar, die Giveaway-Aktion bereits vor der Veröffentlichung des Buches zu starten und die Bücher dann exakt zum Veröffentlichungstermin zu verschicken. Das steigert die Spannung schon im Vorhinein.
  • Denken Sie daran, für die Verlosung rechtzeitig Eigenexemplare bei tredition zu bestellen, die Lieferung von Paperbacks dauert etwa 5 Werktage

Ask the Author

Wenn Sie auf Ihrem Autorenprofil unter „Ask the author“ den Button von „Off“ auf „On“ stellen, können Leser Ihnen direkt auf Ihrem Profil Fragen stellen. Die einzelnen Fragen sehen zunächst nur Sie als Autor. Erst, wenn Sie sich entscheiden, auf eine Frage zu antworten, erscheinen Frage und Antwort auf Ihrem Profil. Es liegt also in Ihrer Hand als Autor, welche Fragen und Informationen veröffentlicht werden sollen.

Tipps von Goodreads: Was Sie vermeiden sollten

Reagieren Sie eher nicht auf negative Rezensionen. Damit schrecken Sie höchstwahrscheinlich nur neue Leser ab und erhalten keine neuen positiven Rezensionen oder Kommentare.

Kontaktieren Sie nicht alle Leser, die Ihr Buch auf Ihre Bücherliste setzen. Das ist zwar gut gemeint, nervt die Leser aber eher und Sie werden als „Spammer“ wahrgenommen.

Versuchen Sie nicht wahhlos, sich mit jedem auf Goodreads zu verknüpfen. Stellen Sie Freundschaftanfragen z.B. eher an Mitglieder einer Gruppe, zu der Sie auch gehören o.ä.

Treten Sie keinen Gruppen bei mit dem ausschließlichen Ziel, Ihr Buch ins Gespräch zu bringen, sondern agieren Sie in Gruppen als Leser!

Literaturcommunities nutzen – Teil I Lovelybooks

Nicht weniger als eine halbe Million Rezensionen warten auf Lovelybooks.de darauf, von Bücherwürmen gelesen zu werden. Neuerscheinungen aus allen Genres vom Krimi über Fantasy bis zum historischen Roman werden bewertet, kommentiert und – im Idealfall – weiterempfohlen. Für Autoren und insbesondere Self-Publisher bieten Literaturcommunities wie Lovelybooks, aNobii oder Goodreads zahlreiche Möglichkeiten, das eigene Buch im wahrsten Sinne des Wortes ins Gespräch zu bringen. Was zeichnet die einzelnen Communities aus und wie können Sie als Autor diese für das eigene Marketing nutzen? Das möchten wir Ihnen gerne in unserem Blog erläutern. Los geht’s heute mit Lovelybooks:

Daten und Fakten

  • Bereits Ende 2006 gegründet und betrieben von der aboutbooks GmbH, einem Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. LovelyBooks arbeitet eigenen Angaben zufolge mit über 200 Buchverlagen und 3.000 Autoren zusammen.
  • Wichtig für Self-Publisher: Obwohl zu Holtzbrinck auch einige Buchverlage gehören, bekommen diese oder deren Autoren auf dem Portal keine Sonderbehandlung.

So funktioniert’s:

  • Leser erhalten nach Registrierung Leseempfehlungen, können sich Leser mit gleichem Literaturgeschmack anzeigen lassen und mit diesen über Bücher diskutieren.
  • Jeder kann sich seine eigene digitale Bibliothek einrichten, Bücher bewerten und rezensieren.

Als Autor auf Lovelybooks mitmachen:

Als Autor kann man Lovelybooks nutzen, um eine größere Lesernähe und intensiven Austausch mit den Lesern herzustellen.

Autorenprofil: Jeder Autor, der sich bei Lovelybooks registriert, bekommt automatsch ein Autorenprofil, das mit den eigenen Büchern und deren Lesern verknüpft ist.

Interaktive AGabi Schmid auf Lovelybooksutorenseite: Über diese können Sie mit Lesern in Kontakt treten und deren Feedback zu Ihren Büchern oder neuen Projekten aufnehmen.

Leserunden: Autoren haben die Möglichkeit, selbst eine „Leserunde“ auf Lovelybooks zu starten. Dabei tauschen sich die Leser gemeinsam über das jeweilige Buch aus, wobei verschiedene Unterthemen zur Sprache kommen (Protagonisten, Handlungsverlauf etc.). Der Vorteil dabei: Sie haben als Autor die Chance, Leser kennenzulernen und aktiv mit ihnen zu kommunizieren.

Buchverlosungen: Das bietet sich beispielsweise an, um ein neues Buch ins Gespräch zu bringen und die Leser darauf aufmerksam zu machen. Am besten flankieren Sie ein Gewinnspiel mit Werbung auf ihren sozialen Netzwerken, um die Reichweite zu erhöhen und möglichst viele Leser zu erreichen.

Viele tredition-Autoren haben bereits Leserunden auf Lovelybooks veranstaltet, beispielsweise Gabriele Schmid, die ihren Liebesroman „Sternschnuppen-Regen“ auf diese Weise promotete und die Leserunde mit einem Gewinnspiel verknüpft hat. Die Leserunde kündigte sie auf Lovelybooks folgendermaßen an: „Ich suche LeserInnen, die sich für Liebesromane und für Serien begeistern, daher gibt es 10 eBooks zu gewinnen, die am 01. Mai um kurz vor Mitternacht verlost werden – die Leserunde beginnen wir gemeinsam, wenn alle GewinnerInnen die eBooks erhalten haben – ich gebe dann den Startschuss dazu.“

Nachdem alle teilnehmenden Leserinnen und Leser das Buch erhalten hatten, wurde das Buch in mehreren Kapitelabschnitten rezensiert. Zudem nutzte Autorin Gabriele Schmid den Kontakt zur Leserschaft, um deren Meinung zum Personenverzeichnis im Roman zu erfragen. Lovelybooks ist also auch hilfreich, um über das Leser-Feedback Ideen und Anregungen für das eigene Schreiben und Arbeiten am Buch zu bekommen.

Netzwerk aufbauen: Motivieren Sie zunächst Freunde und Bekannte, Rezensionen zu Ihrem Buch zu verfassen. Indem Sie selbst eine eigene digitale Bibliothek aufbauen, ergeben sich auch Kontakte zu weiteren Lovleybooks-Mitgliedern. Je mehr Sie selbst aktiv andere Bücher bewerten oder weiterempfehlen, desto größer auch die Chance, Aufmerksamkeit für das eigene Buch zu gewinnen. Aber Vorsicht: Nicht zu plump für das eigene Buch trommeln!

Vielleser erreichen: Auf Lovelybooks sind vor allem Vielleser und auch Buchblogger aktiv, deren Meinung und Weiterempfehlung einen entsprechenden Multiplikatoreffekt hat. Bewegen Sie sich am besten in regelmäßigen Abständen auf Lovelybooks, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wer viel rezensiert und für Ihr Genre einen wertvollen Kontakt darstellt.

Social Media: Alle Inhalte, die es auf Lovelybooks zu Ihren Büchern gibt, können bei Google gefunden und in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Google+ geteilt werden. Und: Je häufiger Ihr Buch bei LovelyBooks besprochen wird, desto zahlreicher wird es als Leseempfehlung an verschiedenen Stellen auf der Plattform platziert.

tredition-Autor Eike Rappmund: „Investiert in Eure Fanbase“

Mehrfach schon war Eike Rappmund mit seinem „Handbuch Manipulation“ auf den e-Book-Bestsellerlisten von Amazon vertreten. Die gedruckten Ausgaben seines Buches stößt auf nicht minder große Nachfrage. Wer das Denken lieber anderen überlässt, dem wird Rappmunds Buch allerdings nicht gefallen. Denn auf spannende und humorvolle Art legt der Autor dar, dass wir Menschen allesamt gar nicht anders können, als jeden Tag zu manipulieren und manipuliert zu werden. Fachdisziplinen wie die Hirnforschung, Sozialpsychologie und Rhetorik stellen dies unter Beweis. Über ganz alltägliche „Manipulationen“ sprach Eike Rappmund mit uns im Interview. Ihnen, liebe Autorinnen und Autoren, gibt Eike Rappmund, wertvolle Tipps für das eigene Marketing mit auf den Weg. Stichwort: Fangemeinde hegen und pflegen! Frohe Lektüre!

tredition: Lieber Eike, das Cover Deines Buches lässt fast einen schaurigen Thriller vermuten. Ist Dein Buch nichts für Leser mit schwachen Nerven?
Eike Rappmund: Doch gerade für die. „Nerv“ kommt ja aus dem griechisch und bedeutet übersetzt: Faden. Und manchmal hängt in einem Leben ja eine ganze Menge an nur einem dünnen Faden. Wenn man also vorhaben sollte, diesen Faden wieder zu einem starken Seil zu knüpfen, dann ist mein Buch genau richtig dafür. tredition: Kannst Du kurz erläutern, was der Leser nach der Lektüre des „Handbuch Manipulation“ so „drauf hat“?
Eike Rappmund: Manipulation ist auch ein griechisches Wort und heißt sinngemäß übersetzt so viel wie: „Etwas in der Hand haben“, oder wenn man sich ans Latein anlehnen will, dann eben: „Eine Hand voll haben“. Und genau das haben meine Leser nach dem Buch. Sie haben Ihr Geschick, sich durch ihr Leben zu manövrieren, es viel tiefer als zuvor zu verstehen und es selbst zielstrebig zu führen, wieder voll in der Hand. Für was sie das dann auch immer nutzen. Aber die Wahl hat ja immerhin jeder.

Handbuch Manipulation von Eike Rappmund

Bei tredition als Paperback, Hardcover und e-Book erschienen

tredition: Was wären Beispiele für verbale und nonverbale Manipulation, die einem Laien gar nicht so bewusst ist?
Eike Rappmund: Ein Beispiel. Ok. Ich hab begleitend zum Handbuch Manipulation einmal ein kleines e-Book geschrieben in dem ich ausschließlich auf die Wirkung eines Handschlags eingegangen bin. Der klassische, alltägliche Handschlag über den nie jemand nachdenkt. Man glaubt es nicht, wie viel Wirkung der entfaltet und entfalten kann, wenn man bewusst mit ihm umzugehen weiß. Wahrnehmen und die Wirkprinzipien verstehen, wie sie tief in unserer Hirnmechanik rattern, sind Grundvoraussetzungen, nicht nur für ein selbstbestimmtes Leben. Versteht man aber die Zusammenhänge, dann wird das Leben zum Abenteuer und man fühlt sich wieder selbstwirksam und in seinem Leben zuhause.

Wie man seine Wirkung verbal wieder bewusst in die Hand nehmen kann, könnte zum Beispiel auch sein, einmal wahrzunehmen, wie man denn etwas sagt. Alleine die Tonalität, also die Lautstärke, Sprechgeschwindigkeit, Deutlichkeit, oder die Energie, mit der man etwas sagt, kann eine extreme Wirkung entfalten.

 „Ich erkenne nach ein paar Minuten Gespräch, wer sein Geschick in der Hand hat.“

tredition: Du bist Experte für Gesprächsführung und Kommunikationsfachmann: Angenommen Du sprichst einige Minuten mit drei Personen. Kannst Du danach beurteilen, welche dieser Personen gut oder weniger gut Manipulationstechniken beherrscht – und wie schnell kannst Du andererseits andere Personen „manipulieren“?
Eike Rappmund:
„Andere Personen manipulieren“ funktioniert in meiner Welt nicht. Ich kann mein Geschick nur selbst in die Hand nehmen. Dafür braucht es ein wenig Bewusstheit, Verständnis, Wille und einen kleinen Schuss Mut. Wenn ich allerdings um die Wirkprinzipien und die Funktionsrituale unseres Gehirns ein wenig Bescheid weiß, dann kann ich diese natürlich nutzen, um meine Ziele zu erreichen, oder meine Bedürfnisse zu befriedigen. Jeder Flirt basiert auf dieser Grundlage. Keiner würde dabei auf die Idee kommen, den Anderen mit einem vorwurfsvollen Blick abzustrafen, nur weil er mit einem Strauß Blumen in der Hand vor einem steht. Das Wort „Manipulation“ ist wie wohl kaum ein anderes Wort: „psychoenergetisch“. Es wirkt halt. Und zeigt uns meist unbarmherzig, wo wir keine Verantwortung für unser Leben übernehmen.

Zurück zur Frage: Ja. Das könnte ich wohl. Ich erkenne nach ein paar Minuten Gespräch schnell, wer da mehr oder weniger bewusst sein Geschick in der Hand hat, und wer sich eher treiben lässt. Wie gut es mir gelingt, mein Geschick zu führen bzw. andere dafür mit ins Boot zu bekommen, hängt von vielen Faktoren ab. Meistens bin ich aber zufrieden mit mir.

tredition: Dein Buch richtet sich an „professionelle Manipulateure und schockierte Manipulierte“ – müssen wir uns allesamt Sorgen machen, immerzu manipuliert zu werden – oder kann das auch positiv sein?
Eike Rappmund: Ich würde sagen: „die Sorge ist positiv!“ Zu glauben, wir würden auch nur einen Tag erleben ohne irgendeiner Manipulation zu begegnen ist ein Irrglaube. Menschen manipulieren und werden manipuliert. Die Frage ist eher: mit wie viel Bewusstheit führen wir unser Leben? Wenn die Sorge es vermag, uns an dieser oder jener Stelle wachzurütteln, ist das eine tolle Sorge. Wenn man der aktuellen Skepsis folgt, die sich da zum Beispiel gegen die gängigen Berichterstattungen in Presse und TV formiert, ist das aus meiner Perspektive, eine wirklich positive Wirkung dieser Sorge.

Erfolgsstrategie: „Testleser“ auf Facebook

tredition: Weshalb hast Du Dich für Self-Publishing und tredition entschieden?
Eike Rappmund: Wie Du ja sicher nun siehst, bin ich ein Mensch, der es gerne selbst in die Hand nimmt und sein Geschick auch gerne selbst verantwortet. Ich mag es, ein Projekt von der Vision bis über die Umsetzung hinaus zu gestalten, zu formen, zu begleiten, anzutreiben und auch manchmal daran zu verzweifeln. Das bringt Erfahrung und Lebensqualität. Es macht einfach Spaß. Vieles von diesem Prozess hätte ich delegieren müssen, an einen Verlag, wenn ich nicht als „Indie“ hätte schreiben wollen. Und das ist für mich nicht denkbar. Auch wenn ich manchmal in Richtung den großen Verlagen und meinen Kollegen da schiele, es treibt mich an, durchzuhalten und besser zu werden.

tredition war damals für mich die erste Wahl. Vor allem hat mich Eure sympathische und persönliche Betreuung angesprochen. Ich mag es, als Mensch wahrgenommen und nicht als Nummer verwaltet zu werden. Und ich bin von Eurer Arbeit überzeugt. Ihr macht vieles wohl sehr richtig, sonst hätte mein Buch auch wohl nicht den Erfolg erreichen können. Immerhin war ich bereits ein paar Mal eBook-Bestseller bei Amazon in ein paar Sparten.

tredition: Was hast Du beim Schreiben und der Buchveröffentlichung als größte Herausforderung empfunden?
Eike Rappmund: Meine fehlende Erfahrung mit dem mir doch recht neuen Markt um ein daraufhin gut abgestelltes Marketingkonzept zu gestalten. Ich habe verdammt viel Lehrgeld auf dem Weg bisher gelassen. Aber es war bisher jeden Cent wert. Ich habe mittlerweile vieles an Strategien ausprobiert. Einiges lief erfolgreich, anderes ging den Bach runter. Aber wenn ich jetzt zurück schaue, kann ich doch auf einer recht soliden, konzeptionellen Basis meine weiteren Projekte gestalten. Dennoch: Es vergeht kein Tag an dem ich nicht dazu lerne. Als letztes Experiment habe ich meine Fanbase in Facebook dazu eingeladen, aktiv als „Testleser“ den Inhalt meines Buches mitzugestalten. Das ist eine überragende Erfahrung. Unglaublich wie viele sich da spontan, kreativ und konstruktiv

bereitwillig einbringen. Ich bin immer noch begeistert. Das haben andere „Foren“ nicht ansatzweise bewegen können. Ich hab die besten Leser! An dieser Stelle einmal: Ein ganz herzliches Danke an all, die meine Bücher und e-Books lesen.

tredition: Worauf kommt es beim Marketing für das eigene Buch an? Welche Tipps kannst Du anderen Autoren diesbezüglich geben?
Eike Rappmund: Als erstes: einen guten Lektor. Als zweites: Einen guten Lektor. Als drittes: Euch. Als viertes: jemanden wie Matthias Matting (selfpublishingbibel.de) und natürlich auch jemanden wie mich (lacht), der sich mit den digitalen Medien auskennt. Als Indie wird man ja vor allem mit dem Marketing in der digitalen Welt zu tun haben. Wenn man das Budget hat, auch mit einer guten PR-Agentur. Aber jemanden zu kennen, der einen heil und ohne große finanzielle Verluste die ersten Schritte auf Spur bringen kann, ist das schon Gold wert. Ein konkreter Tipp noch zum Schluss: Investiert in Eure Fanbase! Das ist zumindest mein Dreh und Angelpunkt. Und der macht nicht nur Spaß, sondern lohnt sich auch. In ganz vielerlei Hinsicht.

Mehr zu Eike Rappmund lesen Sie auf Amazon und Facebook.

Im Gespräch mit tredition-Autor Daniel Hoch

Buchpräsentation von Daniel Hoch

Daniel Hoch arbeitet als Autor, Berater und Speaker. Jährlch besuchen über 10.000 Teilnehmer seine Seminare und Vorträge über Erfolgsrezepte für Beruf und Privatleben.

„Es gibt keinen inneren Schweinehund, das ist Ihre persönliche Lüge, denn wen sehen Sie morgens im Spiegel?“, schreibt Daniel Hoch in seinem Ratgeber „Aufschieberitis“. Klar, ohne Umschweife und –im besten Sinne – schonungslos ehrlich veranschaulicht er in seinem 220-seitigen Werk eine „Volkskrankheit“, die wohl jeden in verschiedensten Lebenslagen erwischt: Ungeliebte Aufgaben werden aufgeschoben, sei es die Steuererklärung, ein Job-Projekt oder das abendliche Joggen. Daniel Hoch geht den Symptomen der „Aufschieberitis“ auf den Grund und gibt Lesern Erfolgsrezepte an die Hand, um die Krankheit zu besiegen. Im Interview mit tredition erläutert Daniel Hoch, wie das Buch entstand und welche Werbemaßnahmen er für sein Werk unternimmt. Zudem gibt er Autoren Tipps zur Umsetzung eines Buchprojektes an die Hand.

tredition: Lieber Herr Hoch, in Ihrem dieses Jahr erschienenen Buch Aufschieberitis geht es dem „inneren Schweinehund“ so richtig an den Kragen. Ist das Phänomen, Aufgaben aufzuschieben, wirklich eine Volkskrankheit?
Daniel Hoch: Auf jeden Fall! Jeder kennt das: Dinge, die man schon längst gern vom Tisch hätte, werden aufgeschoben. Steuererklärung? Mehr Sport? Später, wenn man mal Zeit hat … Unerledigtes nagt und erzeugt Schuldgefühle. Zum Jahreswechsel nehmen sich immer weniger Menschen etwas fürs neue Jahr vor und nur 8% erreichen ihre Wünsche wirklich.

tredition: Wie entstand die Idee zu dem Buch? Und wie würden Sie Ihre Zielgruppe definieren?
Daniel Hoch: Als Berater und Speaker bin ich viel unterwegs und coache Firmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dank meiner Seminare und Vorträge merke ich immer wieder: Gegen die „Aufschieberitis“ ist niemand immun. Ganz klar: Meine Zielgruppe liegt bei Frauen und Männern jeden Alters – das Problem ist das gleiche, nur die Ausprägung variiert. Und das Beste: Allen kann geholfen werden.

tredition: Welches Marketing unternehmen Sie für das Werk? Welche Maßnahmen haben Sie bisher als am effektivsten empfunden?
Daniel Hoch: Ich gehe auf Lese-Tour! Seit der Buchpremiere im September in Leipzig konnte ich das Buch in Kooperation mit dem BVMW und den Wirtschaftsjunioren auch in anderen Städten Deutschlands präsentieren. Selbst Mallorca und Hongkong sind auf Anfrage. Darüber hinaus ist es natürlich toll, den Teilnehmenden meiner Seminare direkt im Anschluss meine Tipps im Buchformat an die Hand zu geben.

tredition: Als Speaker und Berater widmen Sie sich unterschiedlichen Themen der Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung usw. Inwiefern kommt Ihnen dieser berufliche Hintergrund beim Bücherschreiben bzw. auch bei der Vermarktung zugute?Aufschieberitis von Daniel Hoch
Daniel Hoch: Einerseits half mir das natürlich bei der Recherche: Meine Erfahrungen als Berater und Coach zeigen mir, welche Problemstellungen immer wiederkehren und welche Lösungsansätze sich bewähren. Andererseits orientiert sich mein Buch auch an der Struktur meiner Vorträge: Eine klare Gliederung und leicht zugänglicher Inhalt waren meine Orientierungspunkte. Schließlich will ich Zuhörer und Leser wirklich erreichen!

tredition: Welche Tipps würden Sie anderen Autoren geben, die ein Buchprojekt vor sich haben? „Aufschieberitis“ ist beim Schreiben ja durchaus auch ein Knackpunkt…
Daniel Hoch: Nach der Recherche eine klare Gliederung entwerfen und sich Zeitvorgaben beim Schreiben setzen. Und dann einfach mit den Entwürfen beginnen – nichts ist schlimmer als ein leeres Blatt! Step by step. Reden Sie darüber und holen Sie sich Unterstützung gerade beim Lektorat.

tredition: Könnten Sie drei Gründe nennen, weshalb Leser zu Ihrem Buch greifen sollten?
Daniel Hoch:
1) Ich erkläre: „Aufschieberitis“ – wo liegt ihr Ursprung und wieso betrifft mich das?

2) Ich gebe den Lesern konkrete Erfolgsrezepte mit an die Hand.

3) Mein Buch animiert zu Veränderungen und ich rede Tacheles.

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing und tredition entschieden?
Daniel Hoch: Ich bin gern unabhängig und nehme Dinge selbst in die Hand. Self-Publishing ist eine unkomplizierte Möglichkeit, seine eigene Botschaft professionell zu veröffentlichen.

tredition: Haben Sie bereits ein weiteres Buchprojekt in der Pipeline?
Daniel Hoch: Ideen habe ich viele! Mich interessieren Themen rund um die Wirtschaft des Mittelstands. Als Leiter der Servicestelle für die Region Leipzig bin ich ebenfalls für die Oskar-Patzelt-Stiftung aktiv, die jährlich den „Großen Preis des Mittelstandes“ ausruft. Vielleicht geht mein nächster Ratgeber in diese Richtung. Am meisten interessieren mich die Denk- und Handlungsfehler von Menschen, auch dieses Thema verfolge ich für die nächsten Jahre.

Das eigene Buch in der Huffington Post vorstellen

Huffington PostWelche Werbestrategie für das eigene Buch ist effektiv und wie viel Zeit muss dafür investiert werden? Vor dieser Frage steht ein jeder Self-Publishing-Autor. Heute möchten wir eine Marketing-Möglichkeit vorstellen, die für jeden Autor einfach umsetzbar ist und dazu beitragen kann, das eigene Werk über die Kanäle des World Wide Web bekannter zu machen.

Die Onlinezeitung Huffington Post, deren Themenpalette von Politik über Wirtschaft und Gesellschaft bis hin zu Wissenschaft, Reisen und Gesundheit reicht, basiert auf einem offenen Redaktionssystem: Ein jeder hat die Möglichkeit, kostenlos Beiträge für die Onlineplattform zu verfassen – das gilt auch für Buchautoren, die somit die Chance haben, Ihr Buch in Auszügen vorzustellen oder einen Artikel zu verfassen, der Interesse für das Buch erweckt. Im Gegensatz zu Rezensionen liegt es also hier ganz in Ihrer Hand, wie Sie sich und Ihr Werk präsentieren.

So funktioniert es

  • Sie schicken eine E-Mail an Blog@huffingtonpost.de mit der Bitte um Einrichtung eines Autorenprofils. Als Anhang senden Sie bitte ein Profilbild und eine Kurzbiografie mit.
  • Fortan können Sie über ihr Autorenprofil Beiträge hochladen. Welche Texte dies sind und wie oft Sie neue Artikel publizieren, entscheiden Sie selbst. Die Texte können auch schon vorher woanders erschienen sein bzw. können Sie diese auch im Anschluss an anderer Stelle publizieren.
  • Einfachster Einstieg ist das Hochladen einer Leseprobe aus Ihrem Buch. Dabei sollten Sie das Cover abbilden und einen Link zur Detailseite Ihres Buches im tredition-Shop einfügen, so dass der interessierte Leser direkt die Möglichkeit hat, das Buch zu erwerben.
  • Das Redaktionsteam der Huffington Post liest alle Beiträge vor der Veröffentlichung und korrigiert gegebenenfalls Formatierung und Rechtschreibung und beantwortet Fragen zur Veröffentlichung.
  • Ihr persönliches Autorenkonto samt Beiträgen können Leser dann über die Rubrik „Blogs“ abrufen und darüber hinaus in dem jeweils passenden Ressort finden (Lifestyle, Tech, Mobilität, Familie etc.). In diesen Ressorts laufen die Gastbeiträge chronologisch ein, d.h. zuerst ganz oben mit Aufmacherbild und anschließend auf der linken Seite unter „Empfohlene Blog-Beiträge“).
  • Beiträge, die die Redaktion als besonders gut erachtet, werden auf die Frontpage gezogen. Dort laufen die Blogs auch auf der linken Seite ein; die Reihenfolge wird dabei allerdings von der Redaktion bestimmt.
  • Ausgewählte Beiträge verbreitet die Redaktion auch über die sozialen Netzwerke der Huffington Post.
  • Einzige No Go’s: verfassungswidrige, anstößige Beiträge und reine Werbetexte

    Murat Ham

    tredition-Autor Murat Ham

Wichtig ist: Wählen Sie eine Leseprobe, die – im Falle eines belletristischen Werkes – mit einem guten Cliffhanger abschließt – und im Falle eines Sachbuches – Ihre Kernthesen gut zum Ausdruck bringt.

So machen es andere:

  • tredition-Autor Murat Ham ist bei der Huffington Post mit einem Beitrag vertreten, der auf seinem Roman „Berliner Liebesfluchten“ basiert.
  • Wie die Beispiele von Jürgen Roth („Der stille Putsch“, Heyne Verlag) und Elisabeth Zacharia („Warum Kühe lachen und Hühner nicht weinen“…, Goldegg-Verlag) zeigen, sind Autoren bekannter Verlagsmarken ebenso vertreten wie solche aus kleineren Verlagshäusern.

Die Huffington Post

„The Huffington Post“ ist eine ursprünglich US-amerikanische Onlinezeitung, die 2005 gelauncht wurde. 2012 wurde sie mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Die deutsche Ausgabe der Huffington Post ist seit Oktober 2013 online, Hauptsitz ist München.

So planen Sie Ihren Besuch auf der Frankfurter Buchmesse

Sie ist das Highlight eines jeden Branchenjahres und die weltgrößte Bücherschau: Über 275.000 Menschen strömen jährlich zur Frankfurter Buchmesse. Ganze 7.300 Aussteller aus aller Welt sind in den Messehallen vertreten, nirgendwo sind so viele Buchtitel auf einmal zu bestaunen. Ein Besuch der Frankfurter Buchmesse ist daher ein wirklich besonderes Erlebnis – das allerdings gut geplant werden sollte! Allein das riesige Messegelände wirkt schnell erschlagend, wenn man sich als Besucher keine Agenda zurechtlegt, welche Messestände und Veranstaltungen man ansteuern möchte.

Autoren von tredition auf der Frankfurter Buchmesse

Hier geht die Post ab: Jedes Jahr kommen zahlreiche Autoren zu tredition an den Stand auf der Frankfurter Buchmesse

Ihr Ticket: Autoren sind Fachbesucher

Die diesjährige Frankfurter Buchmesse findet vom 8. bis 12. Oktober statt. Autorinnen und Autoren gelten als Fachbesucher und haben somit die Chance, die Messe auch vor dem „Publikumswochenende“ zu besuchen, an dem die Messe ihre Pforten auch für Privatbesucher öffnet. Es empfiehlt sich daher, an einem der ersten drei Messetage nach Frankfurt zu kommen, um den größten Besucheransturm zu meiden.

Unter folgendem Link können Sie sich als Fachbesucher registrieren:

https://de.book-fair.com/mbf/services/login.aspx

Es lohnt sich, frühzeitig online ein Ticket zu erwerben: Im Vorverkauf kostet eine Tageskarte 36 Euro, an der Tageskasse 52 Euro.

Anreise und Öffnungszeiten

Reisen Sie am besten mit Bus & Bahn an, um Stau, Parklatzsuche und Parkkosten zu vermeiden. Die Messe hat mittwochs bis samstags von 9 Uhr bis 18:30 Uhr geöffnet und sonntags von 9 Uhr bis 17:30 Uhr. Es ist empfehlenswert, morgens zwischen 9 und 10 Uhr auf dem Messegelände zu sein, um den Tag voll ausschöpfen zu können.

Tagesplanung

Wie Sie Ihren Messebesuch planen, hängt natürlich ganz davon ab, welche Interessen und Ziele Sie verfolgen. Möchten Sie sich über Entwicklungen auf dem Buchmarkt informieren und Tipps rund um das Self-Publishing aufnehmen? Möchten Sie andere Autoren treffen, aktuelle Thementrends aufspüren oder Lesungen besuchen? Im Idealfall nehmen Sie sich für all diese Aspekte ein bisschen Zeit, so dass der Messebesuch Ihnen neue Erkenntnisse einbringt und Sie zugleich inspiriert.

Besuchen Sie tredition

Natürlich freuen wir uns sehr, wenn Sie den Stand von tredition auf der Frankfurter Buchmesse besuchen. Alle zwei Stunden gibt es bei uns Kurzpräsentationen zu ausgewählten Themen rund um das Self-Publishing. Mehr dazu lesen Sie hier:

Die Self-Publishing-Area

Seit 2013 widmet die Frankfurter Buchmesse dem Self-Publishing einen komplett eigenen Bereich mit Präsentationen und Workshops. Welche Veranstaltungen im Einzelnen dort stattfinden, gibt die Frankfurter Buchmesse im September bekannt. tredition ist natürlich auch mit zahlreichen Vorträgen dabei!

Bei den abendlichen „Meet & Greet“-Veranstaltungen ab 17 Uhr in der Self-Publishing-Area haben Autoren die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre mit anderen Autoren und Dienstleistern ins Gespräch zu kommen. Falls Sie am Wochenende anreisen: Unter dem Motto „Interaktives Speed-Marketing“ werden am Messesonntag drei Self-Publisher eigene Buchprojekte vorstellen und das Publikum bei der Entwicklung von Marketingideen mit einbeziehen.

Rund ums Digitale

In mehreren Messehallen gibt es sogenannte „Hotspots“ – das sind Ausstellungsflächen, auf denen neue digitale Produkte und Dienstleistungen präsentiert werden. Nutzen Sie den Besuch auf der Frankfurter Buchmesse, um sich über neue Entwicklungen in diesem Bereich zu informieren, beispielsweise am Hotspot „Digital Innovation“ in Halle 8.0 oder am Hotspot „Mobile“ in Halle 6.1.

Der Veranstaltungskalender

Auf www.buchmesse.de/kalender können Sie anhand von Stichwörtern gezielt nach Veranstaltungen suchen, die Sie persönlich interessieren. Wichtig: Wenn Sie Veranstaltungen in unterschiedlichen Messehallen planen, rechnen Sie genügend Puffer ein, um von A nach B zu kommen.