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Newsletter November 2017

Liebe Autorinnen, liebe Autoren und liebe Freunde von tredition,

im digitalen Zeitalter ist das Lesen wichtiger denn je. Den Stellenwert des (Vor)Lesens zeigt auch eine aktuelle Studie der Stiftung Lesen, die belegt, dass Vorlesen und Erzählen als sprachliche Impulse in den ersten Lebensjahren von zentraler Bedeutung sind, Eltern jedoch oft zu spät damit beginnen. Im aktuellen Newsletter lesen Sie mehr über die Hintergründe, dazu gibt es natürlich wieder jede Menge Hilfestellungen für die eigene Vermarktung. So erfahren Sie diesmal etwa, wie Sie sich durch eine professionelle Autorenvita gegenüber Ihrer Zielgruppe profilieren können.

 

Alle Neuigkeiten im aktuellen November-Newsletter:

  • Die perfekte Autorenvita – Was Sie beachten sollten
  • Kinder lieben Bücher – Weshalb das (Vor)Lesen gerade im digitalen Zeitalter so wichtig ist
  • Prominent im Buchhandel – KulturKaufhaus Dussmann präsentiert Davut Cöl
  • Lassen Sie sich aufklären – tredition-Autorin Dagmar Cassiers hilft Paaren, die sexuelle Passgenauigkeit zu bestimmen!
  • „BUCH DES MONATS“ November 2017 – „Biografien schreiben“ von Katharina Springer

Herbstliche Grüße

Ihr tredition-Team

 

Rund ums Buch

Die perfekte Autorenvita – Was Sie beachten sollten

Your Story? question printed on an old typewriter.

Ob im Buchhandel, in Onlineshops oder bei Ihren Marketingaktivitäten: Um Ihr Buch erfolgreich zu verkaufen und zu vermarkten, ist es unverzichtbar, dass Sie möglichen Interessenten und potenziellen Lesern aussagekräftige Informationen über sich als AutorIn bereitstellen. Das macht Sie für Ihre Zielgruppe und potenzielle Käufer „greifbar“ und erhöht zusätzlich das Kaufinteresse.

In unserem aktuellen Blogbeitrag finden Sie zahlreiche Tipps, was Sie beim Verfassen eines Lebenslaufs, einer sogenannten „Vita“ inhaltlich und stilistisch beachten sollten.

So geht’s

 

Self-Publishing und der Buchmarkt

Kinder lieben Bücher – Weshalb das (Vor)Lesen gerade im digitalen Zeitalter so wichtig ist

Kinder-und-Jugendbuch EdelweissDas Kinder- und Jugendbuch nimmt im Buchmarkt von jeher eine Sonderstellung ein. Kinder- und Jugendbücher dienen als Gradmesser für aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. So spiegelt dieses Genre anhand der Inhalte und Figuren die Lebenswirklichkeit der Kinder und Heranwachsenden wider und prägt bei diesen schon früh die Herangehensweise an aktuelle Themen oder gesellschaftliche Fragestellungen.

Welchen Stellenwert das (Vor)Lesen hat, ergab jüngst eine aktuelle Studie der Stiftung Lesen. Diese bestätigt: Vorlesen fördert nicht nur die Lust auf Literatur und den Spracherwerb, sondern auch die emotionale Bindung. Je früher man mit dem Vorlesen anfängt, umso besser!

Im tredition-Blog stellen wir Ihnen aktuelle Neuerscheinungen aus unserem Programm für jedes Alter vor und erklären, wie diese Bücher Kinder fördern können.

Hier erfahren Sie, welche Bücher Kinder lieben

 

Erfolge im Buchhandel

Prominent im Buchhandel – KulturKaufhaus Dussmann präsentiert Davut Cöl

Davut Cöl ist Finanzmarktanalyst, Blogger und Wissenscoach. Er beobachtet seit vielen Jahren die Marktbewegungen an den Börsen und erstellt technische Analysen. 2015 veröffentlicht Davut Cöl sein erstes Fachbuch: „Nicht gut genug“. Es folgt das Finanzbuch „Verstehen Sie Geld?“, das Zusammenhänge der Wirtschaft und des Haushaltens erklärt. Das Talent des Wissenscoaches besteht darin, komplizierte Sachverhalte ganz einfach und verständlich zu beschreiben und nie den Blick aufs große Ganze zu verlieren. So visualisiert er etwa mit Bier und Limonade, wie Anleihen funktionieren und erklärt anhand eines Pizzaflyers den Börsengang.

Kein Wunder, dass es der Autor nun auch in die Auslage im Buchhandel geschafft hat. Das bekannte KulturKaufhaus Dussman ermöglicht dem Self-Made-Autor die Vorstellung seines Buch an prominenter Stelle.

Ihr Buchhandelsmarketing richtig angehen

 

 

tredition-Autoren im Rampenlicht

Lassen Sie sich aufklären – Dagmar Cassiers hilft Paaren, die sexuelle Passgenauigkeit zu bestimmen!

Dagmar Cassier Sex-Pass PortraitDagmar Cassiers ist als Diplompädagogin und Heilpraktikerin, Beraterin und Coach in Berlin tätig. In ihrer langjährigen Tätigkeit als Paartherapeutin kommt sie immer wieder mit Menschen in Kontakt, bei denen die Beziehung einfach nicht rund läuft. Schuld ist oftmals das Liebesleben, das vor sich hin dümpelt. Dagmar Cassiers hat einen unorthodoxen Weg gefunden, diesen Paaren zu helfen. Denn die entscheidende Frage ist nicht, ob der Sex „gut“ oder „schlecht“ ist, sondern ob zwei Menschen sexuell zueinander passen. Und als Antwort hält Cassiers außergewöhnliche Veröffentlichung den „Sex-Pass“ bereit.

Wir haben mit Dagmar Cassiers über Ihr Buch, das Tabuthema Sexualität und die Lösung von Beziehungsproblemen gesprochen.

Zum Portrait

 

Auszeichnung für Autoren

„BUCH DES MONATS“ November 2017

Biografien schreiben – ein Schreibratgeber für Biografien

Biografien schreiben Katharina Springer

Bild: Cover „Biografien schreiben“ von Katharina Springer

Katharina Springer präsentiert Lesern in „Biografien schreiben“ mit über 300 Fragen und 33 Übungen das ideale Rüstzeug für die eigene Biografie. 

Die Kommunikationswissenschaftlerin Katharina Springer arbeitet als Biografin, Chronistin und Schreibtrainerin in Kärnten. Über sechs Jahre sammelte sie Methoden und Schreibübungen aus ihren biografischen Schreibwerkstätten. Sie ergänzte diese mit Literatur aus verschiedensten wissenschaftlichen Bereichen für einen umfassenden Ratgeber zum Thema Biografisches Schreiben.

Anhand der Parallele zum Thema Hausbau gibt Katharina Springer Einsteigern amüsant, punktuell und einfach nachvollziehbar, das Rüstzeug mit, um das Buch ihres Lebens zu schreiben. „Biografien Schreiben“ am „Bauplatz Leben“ ist ein Sachbuch und Ratgeber, wie man ihn in dieser Form noch nicht gesehen hat!

Hier geht’s zum „BUCH DES MONATS“

 

Dagmar Cassier Sex-Pass Portrait

Lassen Sie sich aufklären – Dagmar Cassiers hilft Paaren, die sexuelle Passgenauigkeit zu bestimmen!

Dagmar Cassier Sex-Pass Portrait

Bild: Dagmar Cassiers veröffentlicht mit ihrem Werk „Sex-Pass“ ein außergewöhnliches Werk, das mit vielen Fragen die Möglichkeit bietet, das eigene Sexual-Profil zu konkretisieren und mit dem des Partners oder potenziellen Partners abzustimmen.

Dagmar Cassiers ist als Diplompädagogin und Heilpraktikerin, Beraterin und Coach in Berlin tätig. In ihrer langjährigen Tätigkeit als Paartherapeutin kommt sie immer wieder mit Menschen in Kontakt, bei denen die Beziehung einfach nicht rund läuft. Oftmmals ist das Liebesleben, das vor sich hin dümpelt, Schuld. Dagmar Cassiers hat einen unorthodoxen Weg gefunden, diesen Paaren zu helfen. Denn die entscheidende Frage ist nicht, ob der Sex „gut“ oder „schlecht“ ist, sondern ob zwei Menschen sexuell zueinander passen. Und die Antwort hält Cassiers außergewöhnliche Veröffentlichung „Sex-Pass“ bereit. Das Buch kommt nicht als normales Fach- oder Sachbuch, als Ratgeber oder Selbsthilfebuch im herkömmlichen Sinn daher. Mit 423 Fragen bietet das Buch die Möglichkeit, das eigene Sexual-Profil zu konkretisieren und mit dem des Partners oder potenziellen Partners abzustimmen und eine Gesprächsgrundlage zu bieten. Mit dieser Hilfe werden ein aufgeklärter und offener Umgang mit Sexualität und als Konsequenz eine harmonische Beziehung mit dem Partner möglich.

Wir haben mit Dagmar Cassiers über Ihr Buch, das Tabuthema Sexualität und die Lösung von Beziehungsproblemen gesprochen.

Mein Buch versteht sich als Impulsgeber und roter Faden für sexuelle Zwiegespräche und hilft die Worte zu finden, die für ein Paar bisher vielleicht unaussprechlich schienen.

tredition: Liebe Frau Cassiers, Sie sind Paar-Therapeutin in Berlin. Jetzt haben Sie einen Ratgeber zum Thema Sexualität herausgegeben. Wie ist die Idee entstanden?

Dagmar Cassiers

Bild: Dagmar Cassiers ist der Ansicht, dass unglückliche Paare oft dasselbe Problem vereint: die sexuelle Unzufriedenheit. In ihrem aktuellen Buch schafft sie Abhilfe.

Dagmar Cassiers: In meiner Praxis sehe ich die unglücklichen Paare, die bereits viele erfolglose Beziehungs-Reparatur-Versuche hinter sich haben. Dann kann es ja nur sinnvoll sein, die Beziehungs-Probleme mal auf einer anderen Ebene zu beleuchten. Wird das Kriegsbeil tatsächlich wegen der Unverträglichkeiten im Alltag, Haare im Waschbecken, schief ausgequetschte Zahnpastatube, falsch aufgehängtes Klo-Papier, unterschiedliche Vorstellungen von Ordnung im Haushalt oder von Kindererziehung, ausgegraben? Oder sind das letztendlich Stellvertreter für sexuelle Frustration, über die nicht geredet wird.

Um diese Sprachlosigkeit zu überwinden, gibt es jetzt den Sex-Pass mit dem Fragen-Katalog. Mein Buch versteht sich als Impulsgeber und roter Faden für sexuelle Zwiegespräche und hilft die Worte zu finden, die für ein Paar bisher vielleicht unaussprechlich schienen. Nur das präzise Ansprechen und Benennen sexueller Bedürfnisse bringt Klarheit.

Sexualität ist überall präsent!

tredition: Öffentlich möchten die wenigsten über Probleme in diesem Bereich sprechen, es gibt aber scheinbar viel Gesprächsbedarf?

Dagmar Cassiers:  Öffentlich wird über das Thema Sexualität sehr wohl gesprochen, ganz oft polarisierend, entweder zensierend mit erhobenem moralischem Zeigefinger oder pornographisierend auf eindeutig zweideutige Art und Weise. Sexualität ist überall präsent: Dessouswerbung auf Plakaten, halbnackte Menschen im Sommer, fast Nackte am Strand, sexy Gekleidete, Fotos und Homestories von Prominenten, die uns an ihrem Sexualleben teilnehmen lassen, Filme und Berichte über das, was angeblich Frauen wünschen, was angeblich Männer wünschen, Ratschläge, die uns garantiert glücklich und sexuell zufrieden machen. All das hat Vorbildwirkung, und wir versuchen diesen Vorbildern und Sex-Idolen nachzueifern. Und das geschieht meistens stillschweigend ohne große Worte nach dem Motto wenn die das können, dann können wir das auch. Verwundert stellen wir fest, die Realität im eigenen Schlafzimmer sieht ganz anders aus. Die Folge davon: Frust, Enttäuschung, das Gefühl zu versagen, zu scheitern. Aus meiner Sicht gibt es nur einen Weg aus diesem Dilemma: weg von den vermeintlichen Vorbildern, hin zur eigenen individuellen Sexualität. Und das geht eben nur, wenn ich mit meinem/r Partner/in offen und ehrlich rede. Nur das präzise Ansprechen, Aussprechen und Benennen eigener, individueller sexueller Wünsche und Bedürfnisse bringt Klarheit.

tredition: In Ihrem Buch  vertreten Sie die These auf, dass unglückliche Paare oft dasselbe Problem vereint: die sexuelle Unzufriedenheit. Können Sie das genauer erklären?

 

Sex-Pass

Bild: Cover „Sex-Pass“ von Dagmar Cassiers

Dagmar Cassiers: Selbst Paare, die im Alltag viele Gemeinsamkeiten verbindet, dieselben Vorlieben beim Essen, der selbe Musikgeschmack, das gleiche Hobby, ähnliche Wertvorstellungen, ähnliche Lebensphilosophie und Interessen, geraten regelmäßig in Streit über Kleinigkeiten und Banalitäten. Sie vermitteln nach außen das Bild einer glücklichen Beziehung und können sich selbst nicht erklären, woher die negativen Gefühle und Unzufriedenheiten kommen, die sich peu à peu in die Beziehung eingeschlichen haben, warum die Liebe auf der Strecke geblieben ist. In den seltensten Fällen erkennen diese Paare  den Zusammenhang zwischen ihrer Beziehungsunzufriedenheit und ihrer unausgesprochenen sexuellen Unzufriedenheit, die auf extrem unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen beruht. Als Folge entwickeln mehr und mehr Sex-Vermeidungs-Strategien: Migräne, Kopfschmerzen, müde von einem anstrengenden Arbeitstag, Stress mit den Kindern, am nächsten Morgen früh aufstehen müssen, ich glaube ich brüte eine Erkältung aus, geh Du schon mal schlafen, ich hab noch zu tun und komme später nach, die Kinder sind noch wach und könnten uns hören, ich habe mich über Dich geärgert, weil Du wieder vergessen hast worum ich Dich gebeten habe, jetzt bin ich nicht in Stimmung, Du willst immer nur das Eine, und und und …..die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Das Paar dreht sich im Teufels-Kreis: Der eine fühlt sich abgelehnt, gekränkt, als abgewiesener Bittsteller, der andere fühlt sich unverstanden, bedrängt, in die Defensive, Rechtfertigung und Flucht gedrängt. Beide haben keine Chance auf Bedürfnis-Befriedigung innerhalb der Beziehung. Je nach Temperament bewegen sich die Partner zwischen Resignation, Frustration, Rückzug, innerer Kündigung,, Fremdgehen, Kriegserklärung, Trennung.

Beim Thema Sex herrscht zwischen vielen Paaren offensichtlich große Sprachlosigkeit.

tredition: Können Sie uns und den Lesern die Kernaussagen des Buches vorstellen?

Dagmar Cassiers: Wer fragt gewinnt………

In meiner langjährigen Tätigkeit als Paartherapeutin komme ich regelmäßig mit Menschen in Kontakt, die trotz viel guten Willens einfach keine echte Befriedigung mit einander erleben.

Dagmar Cassier Sex-Pass Portrait

Bild: Eine offene und konstruktive Kommunikation ist das A und O einer funktionierenden Beziehung!

Sexualität verträgt keine Normierungen, es gibt nicht den guten oder den schlechten Sex per se. Partner lassen sich viel zu oft auf eine Sexualität ein, die sich an vermeintlichen klischeehaften sexuellen Standards oder überwiegend an den sexuellen Erwartungen des Partners orientiert. Sie erbringen fremdbestimmte Anpassungsleistungen und vernachlässigen dabei die eigenen sexuellen Wünsche und Bedürfnisse. Das ist ein perfekter Nährboden für ausgesprochene und unausgesprochene Konflikte und Beziehungsstress, mit negativen Auswirkungen auf die Beziehungsdynamik insgesamt und damit auch in erheblichem Maß auf die partnerschaftliche sexuelle Interaktion.

Diese Schieflage lässt sich umschiffen, wenn Menschen sich ihre eigenen sexuellen Bedürfnisse bewusst machen und gleichzeitig akzeptieren, dass der Partner möglicherweise etwas ganz anderes will und braucht, um sexuell befriedigt zu sein. Beim Thema Sex herrscht zwischen vielen Paaren offensichtlich große Sprachlosigkeit. Wenn Paare lernen miteinander auch darüber ehrlich und offen zu kommunizieren, dann eröffnen sich Möglichkeiten, Verbindendes und Trennendes in der partnerschaftlichen Sexualität zu entdecken. Es lohnt gemeinsam darüber nachzudenken oder auszuprobieren, wie das sexuell Verbindende gestärkt werden kann,  welche Kompromisse beim sexuell Trennenden für beide authentisch vorstellbar und realisierbar sind, und wo die Grenzen der Kompromissbereitschaft sind. Der Fragenkatalog mit den 423 Original-Fragen aus dem Sex-Pass versteht sich als Impulsgeber für so ein sexuelles Zwiegespräch, als roter Faden und hilft die Worte zu finden, die für ein Paar bisher vielleicht unaussprechlich schienen. Das ebnet den Weg zum sexuellen Ich und zum sexuellen Du und im Idealfall zum sexuellen Wir.

tredition: Was unterscheidet Ihr Buch von anderen Ratgebern in diesem Bereich?

Dagmar Cassiers: Die Ratgeber, die ich kenne, versuchen passend zu machen, was oftmals nicht zusammen passt. Sexualität ist ein Trieb und ein menschliches Grundbedürfnis. Wissenschaftliche Forschungen gehen davon aus, dass die Gene überwiegenden Anteil an der Libido-Entwicklung haben. Nachrangig tragen soziale, familiäre, kulturelle, religiöse, lebensgeschichtliche Einflüsse zur Ausformung und Ausprägung der individuellen Sexualität bei. Deshalb habe ich keinen Ratgeber im klassischen Sinn geschrieben. Mein Rat ist es: Zuerst kommt die Bestandsaufnahme, dann müssen daraus die, für die Beziehung entsprechenden sinnvollen Konsequenzen gezogen werden. Nach dem Motto: Erkenne dich selbst und deinen sexuellen Fingerabdruck, lebe danach und rede darüber. Kommunikation ist alles, ohne Kommunikation gibt es eine hohe Irrtumswahrscheinlichkeit.. Die Ausführlichkeit und Präzision der Fragen und das Skalierungssystem der Antwortmöglichkeiten ist ein Alleinstellungsmerkmal meines Buches: Je konkreter und detaillierter sexuelle Themen in Frageform und ohne Peinlichkeit angesprochen werden, um so aussagekräftiger sind die Antworten, vor allem wenn sie die Möglichkeit der Abstufung bieten. Gängige Ratgeber stellen meist oberflächliche, pauschalisierende Fragen, die in der Regel nur mit ja oder nein zu beantworten sind. So bringen sie kein Licht ins Dunkel, erhellen nicht das individuelle sexuelle Profil

tredition: Mit einem Fragenkatalog kann man in Ihrem Buch das eigene Sexual-Profil konkretisieren und mit dem des Partners oder potenziellen Partners abzugleichen. Muss man sich von einem Lebenspartner verabschieden, wenn dieses Profil nicht übereinstimmen sollte oder kann man auch zusammen lernen?

Cover Arbeitsheft Sex-Pass

Bild: Zum Ratgeber „Sex-Pass“ liegt im tredition-Verlag auch das passende Arbeitsheft von Dagmar Cassiers vor.

Dagmar Cassiers: Es kommt darauf an, wie groß die Unterschiede sind. Wenn die Antworten beider sich immer noch im Bereich der green flags bewegen, dann gibt es eine große Schnittmenge  von Gemeinsamkeiten und ein hohes Maß an sexueller Zufriedenheit. Bei dieser hohen Passgenauigkeit sollte das Paar den gemeinsamen Sex bewusst genießen und vielleicht neugierig sein, ob es noch mehr Gemeinsamkeiten zu entdecken gibt.

Antworten im Bereich der yellow flags haben immer noch Potenzial für ein Kür-Programm zur sexuellen Zufriedenheit in der Beziehung. Bei dieser ausreichenden Passgenauigkeit  sollte sich das Paar auf die Gemeinsamkeiten fokussieren, um miteinander die individuelle Kompromissbereitschaft bei kleineren, weniger gravierenden Unverträglichkeiten auszuloten. Partner, deren Antworten überwiegend im red flags Bereich liegen, sollten dringend miteinander reden. Hier stoßen sexuelle Gegensätze, Unverträglichkeiten und Unzufriedenheiten aufeinander. Bei diesen gravierenden Pass-Ungenauigkeiten  kommt es darauf an, dass sich das Paar in seiner Individualität gegenseitig akzeptiert und zu gemeinsamen Vereinbarungen kommt. Es ist zumindest eine Überlegung wert, ob der Mangel an sexueller Befriedigung partiell akzeptabel ist und ob elementare sexuelle Bedürfnisse unbedingt innerhalb der Beziehung befriedigt werden müssen. Das kann z.B. bedeuten, dass die Sexualität einvernehmlich aus der Beziehung ausgelagert wird. Wenn die Grenzen der Kompromissbereitschaft überschritten sind, dann kann auch Trennung eine gute Lösung sein.

tredition: Liegt das Problem generell weniger bei unerfüllten Wünschen als bei der Kommunikation? Kann man durch Reden weiterkommen?


Dagmar Cassiers: Kommt darauf an, welche Erwartungen an das Reden geknüpft werden, welche Ziele das Reden verfolgt. Wenn das Reden aus Vorwürfen besteht oder das Ziel verfolgt, den Anderen unter allen Umständen verändern oder anpassen zu wollen, dann wird das Reden im Konflikt enden. Aus meiner Sicht sind unerfüllte unbefriedigte sexuelle Wünsche der Kern partnerschaftlicher Probleme. Grundsätzlich ist Kommunikation das A und O in einer Beziehung. Schweigen, rumdrucksen, um den heißen Brei herumschleichen löst keine Probleme. Sexuelle Vorlieben, die ich dem Partner verheimliche, töten die Intimität und sind ein Türöffner für Untreue. Reden sollte Offenheit, Ehrlichkeit und Wertschätzung sich selbst und dem Partner gegenüber bedeuten, um Klarheit und Verbindlichkeit für die Beziehung und den Umgang mit einander zu schaffen.

tredition: Was wäre denn eigentlich der Idealfall einer Beziehung?

Dagmar Cassiers: Im Idealfall zeichnet sich eine Beziehung durch eine hohe sexuelle Passgenauigkeit aus. Voraussetzung, um sich ein klares Bild über das Maß der partnerschaftlichen sexuellen Passgenauigkeit zu verschaffen, ist die Bereitschaft des Paares, sich offen, ehrlich und vorurteilsfrei über das eigene sexuelle Profil auszutauschen.  Eine sexuell stimmige Beziehung schafft Harmonie, die in den Alltag, in alle Lebensbereiche ausstrahlt.  Paare, die sexuell gut zu einander passen, haben eine starke, stützende und tragfähige Basis für ihre Beziehung. Auf dieser Basis lassen sich Meinungsverschiedenheiten in unterschiedlichen Kontexten sozialverträglich aushalten oder lösen und es gibt keine Veranlassung für heimliches Fremdgehen oder für alltäglichen frustrierenden Kleinkrieg. Diese Paare gehen achtsam und liebevoll mit einander um, weil sie sich bewusst sind, dass ihre Beziehung ein außergewöhnlicher Glücksfall ist.

tredition: Was sind Ihre wichtigsten Tipps für eine gut funktionierende Partnerschaft?

Dagmar Cassiers: Allgemeingültige Pass-Partout-Tipps gibt es aus meiner Sicht nicht. Was eine gut funktionierende Partnerschaft ist, muss jedes Paar für sich individuell definieren, und damit auch Prioritäten setzen, was wichtig, weniger wichtig oder am wichtigsten ist. Es gibt keine Norm für Erwartungen, Wünsche, Bedürfnisse, Vorlieben und Abneigungen in Partnerschaften, und eben so wenig gibt es Normen für den Umgang mit ihnen. Entscheidend ist, dass ein Paar gemeinsam Beziehungs-Verantwortung übernimmt, statt stillschweigend zu hoffen, dass sich alles auf wundersame Weise irgendwie von alleine regelt. Wichtig ist es, zu diesen Themen ins Gespräch kommt, sich auszutauschen und die Spielregeln für die Partnerschaft zu vereinbaren.

  Das schöne und wertvolle an diesem Buch ist, dass es nicht nur eine Bestandsaufnahme ermöglicht, sondern dass uns die Autorin auch zeigt, wie denn Gespräche und Übungen in der Sexualberatung gelingen können.

tredition: Welche Rückmeldungen haben Sie bisher von Lesern auf Ihr Buch erhalten?

Dagmar Cassiers: 

Sex-Pass Portrait Cassiers

Bild: Das Gleichgewicht in der Partnerschaft ist zentral für eine harmonische Beziehung

Das schreiben Leser meines Buches:

      Das Buch ist sehr informativ. Ich kann es Personen empfehlen, die mehr über ihre Sexualität erfahren möchten oder in deren Partnerschaft es Schwierigkeiten gibt. Denn die Autorin möchte Hilfen bei sexuellen Problemen in einer Ehe oder Partnerschaft anbieten.
Zum Inhalt: Als erstes werden acht Probleme allgemeiner Art besprochen, die zu Schwierigkeiten führen können, z.B. das Alter, Machtstrukturen, Sprachlosigkeit. Dann folgen vierzehn Beispiele aus der Beratungspraxis, in denen die unterschiedlichsten Schwierigkeiten angesprochen werden. Auf homo- und bisexuelle Beziehungen geht die Autorin nicht ein, da dies den Rahmen des Buches sprengen würde. Aber viele Aussagen das Buches lassen sich auch auf diese Beziehungen übertragen.
Es folgt der wichtigste Teil des Buches: Die Autorin geht davon aus, dass jede Person andere sexuelle Vorlieben, Strukturen und Abneigungen hat. Um diese genauer zu betrachten, enthält das Buch 423 Aussagen aufgeteilt auf 28 unterschiedliche Aspekte des sexuellen Zusammenseins. Bei jeder Aussage kann man ankreuzen, wie wichtig bestimmte Verhaltensweisen oder Wünsche für mich sind: 1. Ist mir sehr wichtig, 2. Mag ich, 3. Egal, bin ich leidenschaftslos, 4. Mag ich nicht so sehr, 5. Geht überhaupt nicht. Außerdem ist bei jeder Aussage Raum für eine kurze Bemerkung. In einer Paarbeziehung ist es sinnvoll, wenn die Partner zu allen Aussagen unabhängig von einander Stellung nehmen. Dazu wäre jedoch eine weitere Liste notwendig. Diese fehlt. Dies kritisiere ich. Ich wünsche mir, dass die Liste für den Partner im Buch enthalten ist oder dass man die Liste der Aussagen im Internet für den Partner abrufen kann.
Beim Vergleich der markierten Wünsche und Vorlieben in einer Partnerschaft ergeben sich mehrere Möglichkeiten: Wenn die Ansichten im wesentlichen übereinstimmen, ist alles in Ordnung. Bestehen größere Unterschiede, dann besteht Gesprächsbedarf. Die Autorin gibt keine Ratschläge, sondern geht von einvernehmlichen Absprachen aus. Wenn die Einstellungen total gegensätzlich sind (z.B.: Ist mir sehr wichtig, dagegen: Geht überhaupt nicht), dann ist eine für beide Partner annehmbare Verständigung langfristig so schwer erreichbar, dass eine Trennung in der Regel besser ist.
Ausführlich wird die Frage besprochen, wie man eine Partner findet, der zu den eigenen sexuellen Vorstellungen und Wünschen passt. Diese kennt man aus den Bewertungen der 423 Aussagen. Abschließend werden noch weitere Probleme betrachtet, die das sexuelle Zusammensein erschweren können: der Erziehungsstil im Elternhaus (ungünstige Bindungsstile) und unterschiedliche Charaktere (unterschiedliche Persönlichkeitsstrukturen). Dies zeigt, dass es offenbar weitere Faktoren im sexuellen Zusammensein gibt, über die man im Zweifelsfall nachdenken sollte. D.h. aber auch, das Buch besitzt Grenzen bei der Hilfe für sexuelle Schwierigkeiten.
Im ganzen ist das Buch sehr informativ, u.U. auch hilfreich und daher empfehlenswert. Die einzelnen Teile betrachten die Probleme bei der Sexualität aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ich bin erstaunt und überrascht, wie viele Ursachen es für sexuelle Schwierigkeiten gibt.

      Schön, dass es endlich ein Buch gibt, das Paarprobleme so beleuchtet. Der Fragenkatalog eignet sich hervorragend, um mit Paaren an dem Thema sexuelle Übereinstimmung zu arbeiten. Der theoretische Teil ist gut verständlich. Absolut empfehlenswert

      Das schöne und wertvolle an diesem Buch ist, dass es nicht nur eine Bestandsaufnahme ermöglicht, sondern dass uns die Autorin auch zeigt, wie denn Gespräche und Übungen in der Sexualberatung gelingen können. Dabei enthält sie sich persönlicher Wertungen und geht absolut klientenzentriert vor, was in manchen Fällen dann auch in eine Trennungsberatung münden kann. Ich empfehle allen Kolleginnen und Kollegen deshalb dieses Buch ausdrücklich. Dr. Werner Weishaupt Dozent und VFP-Supervisor (Verband freier Psychologen

      Stimmt! Ein sachliches, aber durchaus nicht trockenes oder langweiliges Buch. Interessant die Darstellung von „Sexuellen Beziehungsfallen“. die das partnerschaftliche Zusammenleben verändern. Die Darstellung von sexuellen Unterschieden in der deutschen „Sexuellen Nachkriegsgeschichte“ ist gerade hier in Berlin sehr interessant. Die Fallbeispiele von sexuellen „Partnerschaftskonflikten“ verdeutlichen und verbildlichen das Anliegen des Buches. Das Kernstück sind die 423 Fragen zur sexuellen Passgenauigkeit. Nicht schwammige, offene Fragen, sondern ganz konkrete, detaillierte Aussagen zu sexuellen Wünschen kann man alleine oder mit dem Partner ankreuzen.
Die Fragen sind in 28 Kategorien eingeteilt. Ich verwende manchmal in der hausärztlichen Praxis bei sexuellen Partnerproblemen einzelne Kategorien. Die Patienten können sich dann den Sex-Pass kaufen und die Fragen gemeinsam besprechen.
Ein solches Buch zur Klärung sexueller Paarprobleme gab es bisher noch nicht auf dem Markt.

      Um es vorweg zu nehmen, dies ist kein Schmuddelbuch!
Im Gegenteil. Hier erfährt der geneigte Leser und Durchschnittssextreibende viel über sich und mögliche Spielarten der Sexualität.
Mit ihren 423 Fragen schafft es Dagmar Cassiers die geheimsten sexuellen Wünsche und Fantasien an die Oberfläche zu holen und deren Bedeutung in ein Werteschema zu bringen. Speziell bei jungen Beziehungen stellen Mann und Frau ja oft fest, dass „es“ nicht wie gewünscht passt. Mit ihren drei Ampelfarben grün (passt), gelb (Redebedarf) und rot (passt nicht) zwingt sie (bei ehrlichen Antworten der beiden Partner) den Leser sich und seine sexuellen Wünsche und Vorlieben zu benennen und zu bewerten.
Im Prinzip sollten alle Paare, die auf Sexualität Wert legen, diesen Fragebogen VOR der festen Beziehung/Ehe/Partnerschaft getrennt ausfüllen.
Sehr empfehlenswert

Bild: Lassen Sie sich mit Dagmar Cassiers Ratgeber aufklären! 423 Fragen warten auf Sie und Ihren Partner!

tredition: Wie geht es mit Ihnen und Ihrem Buch nun weiter? Was sind Ihre Pläne?

Dagmar Cassiers: In erster Linie hoffe ich auf flächendeckende Verbreitung meines Buches „Sex-Pass“ und des dazu passenden „Arbeitsheftes“, damit viele LeserInnen von meinem innovativen Ansatz der Paarberatung profitieren, damit es zukünftig viel mehr nachhaltig glückliche Beziehungen, glückliche Paare gibt. Ich träume davon, dass mein Sach-Buch irgendwann in aller Munde ist und es in die Hitliste der Standardwerke zum Thema Beziehungs- Paar- und Sexual-Therapie schafft. Mittlerweile arbeiten bereits einige Therapie- und Coaching-KollegenInnen mit meinem Buch, und ich arbeite daran, dass es noch mehr werden. Dem entsprechend wünsche ich mir steigende Verkaufszahlen als sichtbares Zeichen für den Verkaufserfolg. Ich selber  stelle immer wieder in der Arbeit mit meinen KlientenInnen fest, dass der Sex-Pass ein äußerst effektives Instrument in den Sitzungen ist, und dass das Arbeitsheft  zuhause sehr gerne für die individuelle Bearbeitung von Beziehungs-Themen genutzt wird.

Besonders für Autoren-Neulinge ist Self-Publishing eine Möglichkeit, das eigene Buch schnell und unkompliziert zu veröffentlichen.

tredition: Was ist Ihre Meinung zum Self-Publishing?

Dagmar Cassiers: Besonders für Autoren-Neulinge ist Self-Publishing eine Möglichkeit, das eigene Buch schnell und unkompliziert zu veröffentlichen. Man hat schnell ein Erfolgserlebnis, wenn man das eigene Buch, in das man so viel Herzblut, know how, Zeit und Energie investiert hat, endlich in den Händen hält, ohne das endlose und meist erfolglose Klinken-Putzen bei Agenturen, Lektoren  und Verlagen. Um einen Fuß in die Tür eines Verlages zu bekommen, braucht man einen langen Atem und sehr viel Selbstbewusstsein, um das eigene Manuskript zu verteidigen, gegenüber den vielfältigen und teilweise sehr unterschiedlichen Veränderungs-Forderungen der Entscheidungsträger in den Agenturen und Verlagen

tredition: Wie kam es zu Ihrer Entscheidung für eine Veröffentlichung im Self-Publishing-Verlag / und warum gerade für tredition?

Dagmar Cassiers: Fast 3 Jahre bin ich mit meinem Buch schwanger gegangen – von der ersten Idee bis zum letzten Punkt hinter dem letzten Satz. Ich habe endlos recherchiert, formuliert und umformuliert bis ich von dem Ergebnis überzeugt war. Bis dahin hatte ich alles selber in der Hand, und es war mir wichtig, auch den Rest in der Hand zu behalten: also das Cover-Layout, das Format, die Papierqualität. Ich wollte mir von niemandem reinreden lassen und die Veröffentlichung als krönenden Abschluss so schnell wie möglich über die Bühne bringen. Und das ist mit tredition sehr zufriedenstellend gelungen: das Prozedere ist auch für Ungeübte gut zu handeln, das Druckergebnis (sofern bei tredition in Auftrag gegeben) ist qualitativ hochwertig, die Unterstützung ist professionell, kompetent und servicefreundlich. Die sehr ansprechende Website und das Konzept der Zwitterstellung zwischen Selfpublishing- und Verlags-Welt haben mir die Entscheidung für tredition leicht gemacht. Außerdem habe ich immer, von Anfang an, sehr nette und hilfsbereite Ansprechpartnerinnen, wenn ich mich mit einem Anliegen an tredition wende, egal ob telefonisch oder per Mail.

Dagmar Cassiers

Bild: Dagmar Cassiers betrachtet das Thema Beziehung, Paare und Sexualität aus einem anderen Blickwinkel als bislang allgemein üblich.

tredition: Haben Sie im Bereich Veröffentlichung besondere Tipps an andere Autoren?

Dagmar Cassiers: Ich kann kurz beschreiben, wie ich vorgegangen bin. Eigene berufsbezogene und auch private Erfahrungen haben mich zu der Überlegung gebracht, das Thema Beziehung, Paare und Sexualität mal aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten mit einem anderen Fokus zu betrachten, als bislang allgemein üblich. Damit stand der Themenschwerpunkt schon mal fest und auch der Personenkreis, den ich ansprechen möchte. Und auch das Genre, dem ich mein Buch zuordnen möchte, stand damit fest: Es soll ein Sach-Buch sein. Die Expertise für das Thema hatte ich bereits, was ich schreiben will und kann war klar, nur das Wie war noch ein Fragezeichen. Ich hab mir dann viele Sachbücher in meinen Bücherregalen angeschaut, um ein Gespür dafür entwickeln, was mich – unabhängig vom Thema – besonders anspricht, mich zum Lesen eines Sach-Buches motiviert: geachtet hab ich dabei auf Struktur, Aufbau, Format, verwendete Stilmittel, Schrift, Grafik etc. Daraus hab ich dann den roten Faden für Aufbau und Struktur meines Buches entwickelt. Mir hat diese Vorgehensweise sehr geholfen.

Bloß nicht darauf hoffen oder vertrauen, dass sich ein Buch ganz von alleine verkauft, jedenfalls nicht so lange ich als blutiger Autoren-Newcomer den Markt betrete. Dann braucht es viel Zeit und Geduld und gute Strategien, bis der Verkauf an Fahrt gewinnt.

tredition: Welche Marketingmaßnahmen haben Sie für Ihr Buch bereits vorgenommen? Hatten Sie von Anfang an einen Marketingplan?

Dagmar Cassiers: Im Wesentlichen habe ich die Werbetrommel in meinem beruflichen, privaten und sozialen Umfeld gerührt, sowohl im persönlichen Kontakt, als auch über Facebook &  Co. Dabei habe ich vor allem auf den Schneeball oder besser noch auf den Lawineneffekt gesetzt. Zusätzlich habe ich Rezensionsexemplare vom Sex-Pass an Experten, Fachzeitschriften und Institutionen aus den relevanten Fachgebieten verschickt. Anfänglich bin ich davon ausgegangen, bzw. habe ich mich darauf verlassen, dass tredition mit seinen vielfältigen, umfangreichen, aktiven Vermarktungs-Strategien und Möglichkeiten für ausreichend hohe Sichtbarkeit und Auffindbarkeit meines Buches sorgt. Deshalb hatte ich erst einmal keinen eigenen Marketingplan auf dem Schirm. Da sehe ich für mich natürlich dringenden Nachholbedarf in Bezug auf vermarktungstechnische Eigeninitiative, vielleicht ist ja dieses Interview ein erster Schritt in die richtige Richtung.

tredition: Was können Sie in Bezug auf das Marketing anderen AutorInnen empfehlen?

Dagmar Cassiers: Ganz ehrlich, ich könnte selber eine Empfehlung, einen Tipp gebrauchen. Bevor ich mein Buch geschrieben habe, kannte ich Bücher ja nur aus der Sicht der Käuferin und Leserin. Mit Marketing hatte ich noch nie etwas am Hut und ich merke, dass das bis heute nicht meine Kernkompetenz ist. Ich war und bin zutiefst überzeugt, dass ich ein sehr wertvolles und sehr innovatives Buch geschrieben habe zu einem Thema, das jeden Menschen betrifft. Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass sich das Erscheinen vom Sex-Pass wie ein Lauffeuer verbreiten müsste, dass mir das Buch quasi aus den Händen gerissen wird, dass die Druckerei den Ansturm der Druckaufträge kaum bewältigen kann. Das war natürlich extrem naiv und blauäugig. Deshalb kann meine Empfehlung nur lauten: bloß nicht darauf hoffen oder vertrauen, dass sich ein Buch ganz von alleine verkauft, jedenfalls nicht so lange ich als blutiger Autoren-Newcomer und No-Name-Autor den Markt betrete. Dann braucht es viel Zeit und Geduld und gute Strategien, bis der Verkauf an Fahrt gewinnt.

tredition: Haben Sie weitere Projekte geplant?

Dagmar Cassiers: Ich bin immer offen für Neues. Aber jetzt warte ich erst einmal ab und sammle ich Erfahrungen mit den praktischen Anwendungen vom Sex-Pass und vom Arbeitsheft. Welche Rückmeldungen geben mir Therapie-KollegenInnen und KlientenInnen, aber auch die LeserInnen, die sich ohne professionelle Unterstützung mit dem Buch beschäftigen? Vielleicht entwickelt sich aus den Rückmeldungen eine Anregung, ein Bedarf, eine Idee, ein Konzept für ein neues Projekt. Schaun wir mal.

tredition: Liebe Frau Cassiers, wir danken Ihnen für das informative und spannende Gespräch.

 

Über die Autorin

Dagmar Cassiers
,
arbeitet seit fast 20 Jahren als Therapeutin, psychologische Beraterin und Coach in Berlin. Daneben ist Dagmar Cassiers etwa als freie Kolumnistin für die freundin für den Bereich Sexualität tätig.

Bert Hölscher

Volle Kraft voraus in Richtung Digitalisierung – Digitaler Pionier Bert F. Hölscher im Portrait

Bert Hölscher

Bert F. Hölscher weist Unternehmen den Weg der Digitalen Transformation.

Bert F. Hölscher gehört zu den „Digitalen Pionieren“ in Deutschland. Bereits zu Beginn der 90er führte er den Otto-Konzern erfolgreich in das digitale Zeitalter. Nach vielen Jahren als Vorstandsmitglied in den Hochburgen der Digitalisierung im Silicon Valley sowie in Tel Aviv  gründete er 2007 seine eigene Innovationsberatung sowie das Innovationsnetzwerk „open-focus“. Hölscher, der in seiner langen Laufbahn Firmen wie BMW oder Axel Springer beim Übergang ins digitale Zeitalter begleitet hat, zeigt in seinem bei tredition verlegten Buch „Digitales Dilemma“ auf, wie etablierte Unternehmen den schwierigen, aber unvermeidlichen Weg der Digitalen Transformation erfolgreich bewerkstelligen können.

Mit dem Digital Transformation Framework stellt der Autor ein Vorgehensmodell vor, welches als Navigationssystem durch die einzelnen Phasen des Transformationsprozesses dient und Unternehmen schrittweise  zu einer ganzheitlichen Transformationsstrategie führt, ohne dabei jedoch die alten Werte vollkommen aus dem Blick zu verlieren. Hölschers Buch „Digitales Dilemma“ wurde im September vom tredition-Team zum „Buch des Monats“ gekürt.

Die Digitale Transformation benötigt eine ganzheitliche Sicht auf die verschiedenen Facetten der Digitalisierung.

Die tredition-Redaktion hat Bert F. Hölscher aus diesem Grund zu einem anregenden Interview zu diesen Themen geladen.

tredition: Sie haben als Management Kosmopolit, digitaler Pionier und Innovationscoach den digitalen Wandel verschiedener großer Unternehmen wie der Otto Group, BMW oder Axel Springer mit begleitet, und alle Transformationen der Digitalisierung live miterlebt. Welche Umbrüche haben Sie persönlich als besonders drastisch, welche als besonders interessant empfunden?

Digitaler Pionier Bert F. Hölscher

Bereits zu Beginn der 90er Jahre führte Bert F. Hölscher den Otto-Konzern erfolgreich in das digitale Zeitalter.

Bert F. Hölscher: Bei der ersten Digitalisierungswelle Anfang der 90er Jahre galten wir alle ja noch als Exoten, wenn nicht sogar als Spinner. Innovation und die damit einhergehende Veränderung von Denken und Handeln flößen unseren Managern leider nach wie vor mehr Angst als Vision ein. Innovation und Gestaltungsgeist sind den deutschen Managern leider schon seit längerem als Tugend abhanden gekommen. Das liegt vielleicht auch nicht zuletzt an der vergleichsweise guten Position vieler deutscher Unternehmen im internationalen Wettbewerb. Der deutsche Manager hat sich daher zunehmend auf das Verwalten und Bewahren des aktuellen Status Quo verlagert. Ausnahmen bestätigen bekanntermaßen die Regel. Für jede revolutionäre Idee braucht es einen Visionär an der Spitze eines Unternehmens, der an die Sache glaubt und sich auch gegen Widerstände durchsetzt. Ich hatte das Glück, mit unserem damaligen Vorstandschef Dr. Michael Otto einen solchen Menschen an meiner Seite zu haben. Das war für mich bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt meiner Karriere eine der wichtigsten Erkenntnisse und Lernerfahrungen.

tredition: Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf Ihre tägliche Arbeit?

Bert Hölscher beim Webinar

Bild: Bert F. Hölscher bei einem Vortrag von zur Digitalen Transformation im Staatstheater Karlsruhe.

Bert F. Hölscher: Ich beschäftige mich tagtäglich mit der Digitalisierung. Sei es im beruflichen Umfeld oder auch im Privaten. Vor einem halben Jahr haben wir mit Alexa einen neuen virtuellen Mitbewohner bekommen, der uns inzwischen bei den ganz alltäglichen Dingen unterstützt. Beruflich fühle ich mich manchmal wie ein Wanderprediger, der den Managern den Weg ins gelobte Land weist. Ich bin aber zutiefst davon überzeugt, dass Deutschland seine internationale Wettbewerbsfähigkeit nur dann aufrecht erhalten kann, wenn die Digitalisierung jetzt mit der nötigen Ernsthaftigkeit nach vorn getrieben wird.

Die Explosion der Möglichkeiten im Privaten sowie im Beruflichen durch die zunehmende Digitalisierung sind unvorstellbar groß und einfach faszinierend.

tredition: Was fasziniert Sie besonders an der Frage, wie digitale Prozesse auf unser Leben und unsere Umwelt Einfluss nehmen und diese wandeln?

Bert F. Hölscher: Dass die Dinge, die ich als Jugendlicher in Science Fiction Filmen gesehen habe, nunmehr in rasender Geschwindigkeit Realität werden. Autonomes Autofahren, ferngesteuerte Lieferdrohnen, sprachgesteuerte Helferlein. Die Explosion der Möglichkeiten im Privaten sowie im Beruflichen durch die zunehmende Digitalisierung sind unvorstellbar groß und einfach faszinierend.

Digitales Dilemma

Bild: Cover „Digitales Dilemma“ von Bert F. Hölscher

tredition: Sie haben Ihre Erkenntnisse in Ihrem Titel „Digitales Dilemma“ festgehalten, um Unternehmen eine Strategie an die Hand zu geben. Wie ist das Buch entstanden?

Digitale Transformation

Bild: Die digitale Transformation steht laut Hölscher in Unternehmen, aber auch in unserem täglichen Alltag im Mittelpunkt.

Bert F. Hölscher: Ehrlich gesagt, habe ich vor einigen Jahren festgestellt, dass ich in Sachen Digitalisierung inzwischen ganz schön abgehängt bin. Ich war lange Zeit ganz vorne dabei und plötzlich passierten ganz viel Dinge um mich herum, die ich kaum noch verstanden habe. Da habe ich mir gesagt, das kann so nicht sein und habe mich intensiv mit den verschiedenen Facetten der Digitalisierung beschäftigt. Irgendwann wurde mir bewusst, dass es vielen anderen Managern meiner Generation wohl genauso gehen muss und sie offensichtlich noch viel mehr im Reich der digitalen Möglichkeiten verloren sein müssen. Daraufhin wollte ich ein Buch schreiben, das die Manager meiner Generation leicht verständlich an die mitunter komplex anmutenden Themen der Digitalisierung heranführt. Zudem hatte ich in der Zwischenzeit ein Vorgehensmodell entwickelt, welches den Unternehmen hilft, strukturiert zu einer ganzheitlichen Transformationsstrategie zu finden und aus den Möglichkeiten der Digitalisierung Kapital zu schlagen.

tredition: Erklären Sie unseren Lesern noch einmal in Ihren Worten, was ist das „digitale Dilemma“ eigentlich genau?

3D-Version Digitales Dilemma

Bild: Das Digitale Dilemma besteht, dass sich vor allem deutsche Unternehmen durch Verschlankungsmaßnahmen hoch effizient aufgestellt haben. Effizienz und Standardisierung stehen Innovation und Agilität aber geradezu diametral entgegen.

Bert F. Hölscher: Worum es im eigentlichen Sinne bei der Digitalen Transformation geht, ist ein fundamentaler Umbau des bestehenden Geschäftsmodells. Es geht um nicht weniger als die Neuausrichtung, wenn nicht sogar die Neuerfindung der Art und Weise, wie wir denken und handeln, wie wir Produkte entwickeln und vermarkten, wie wir mit unseren Kunden kommunizieren und wie wir unsere Mitarbeiter befähigen, diesen Transformationsprozess aktiv mitzugestalten. Vor allem die deutschen Manager müssen erkennen, dass sie ihr bestehendes Geschäftsmodell von Grund auf renovieren müssen, obwohl sie damit – zumindest bislang – noch ganz erfolgreich unterwegs sind. Das Digitale Dilemma besteht nicht zuletzt darin, dass sich vor allem die deutschen Unternehmen in den letzten Jahrzehnten durch eine Vielzahl von Verschlankungsmaßnahmen und Restrukturierungsprogrammen hoch effizient aufgestellt haben. Dieses Effizienzstreben könnte für viele Unternehmen aber zum größten Stolperstein im digitalen Wettbewerb werden. Denn der Markt fordert zukünftig ein Höchstmaß an Flexibilisierung, sowohl auf der Produkt- als auch auf der Serviceseite. Effizienz und Standardisierung stehen den für den digitalen Wettbewerb so elementar wichtigen Faktoren wie Innovation und Agilität aber geradezu diametral entgegen.

Die Digitale Transformation benötigt eine ganzheitliche Sicht auf die verschiedenen Facetten der Digitalisierung.

tredition: Sie eröffnen Unternehmern in Ihrem Buch die richtige Strategie im Umgang mit Digitalisierung. Was sind kurz zusammengefasst die wichtigsten Erkenntnisse aus Ihrem Werk?

Bert F. Hölscher bei einem Messeauftritt

Bild: Bert F. Hölscher ist auch als Key Note Sprecher auf Messen unterwegs.

Bert F. Hölscher: Die Digitale Transformation benötigt eine ganzheitliche Sicht auf die verschiedenen Facetten der Digitalisierung. Vereinzelte, unabgestimmte Digitalisierungsprojekte ohne Gesamtkonzept werden als Insellösungen nicht den erhofften Erfolg bringen. Eine über alle Bereiche und Hierarchien abgestimmte Digitalisierungsstrategie in Verbindung mit einer begleitenden Kulturveränderung sind eine unverzichtbare Voraussetzung für einen erfolgreichen Transformationsprozess. Nicht alles werden die Unternehmen gleichzeitig stemmen können. Was Unternehmen brauchen, ist ein Navigationssystem, das ihnen hilft, die begrenzten Ressourcen in die richtigen Projekte zu lenken.

tredition: Was können Unternehmen in Ihrem Werk lernen und welche Mehrwerte gibt es in Ihrem Buch?


Bert F. Hölscher: Ein grundsätzliches Verständnis der Herausforderungen sowie Erfolgsfaktoren der Digitalen Transformation. Das Buch erläutert darüber hinaus auch für den Technologie-Laien die verschiedenen Digitalisierungstreiber wie Big Data, Social Media und das Internet der Dinge und trägt hoffentlich zu einem besseren Verständnis dieser Technologien im Gesamtkontext bei. Nicht zuletzt liefert das Buch einen in der Praxis erfolgreich erprobten Leitfaden zur Entwicklung einer ganzheitlichen Transformationsstrategie.

Es braucht einen inneren Wandlungsprozess, um Neuartiges nicht als Bedrohung sondern als Chance zur Verbesserung zu begreifen.

tredition: Ist Ihr Buch auch für Privatleute interessant?

Bert Hölscher Interview

Bild: Bert F. Hölscher beim Interview mit dem Radiosender badentv.

Bert F. Hölscher: Ja, denn die Digitalisierung betrifft uns ja in allen Lebenslagen. Parkassistenzsysteme oder mobile Bordkarten erleichtern ja bereits heute unser Leben auch im privaten Umfeld. Am Ende sind ja auch die Geschäftsleute, wenn sie zuhause angekommen sind, Privatleute. Ich würde mich freuen, wenn die Menschen die positiven Erfahrungen im privaten Umfeld auch mit in die Unternehmenswelt nehmen und eben auch dort für eine notwendige Innovation Sorge tragen.

tredition: Oftmals stehen wir der stetigen Beschleunigung durch den digitalen Wandel ohnmächtig gegenüber. Was würden Sie einem Menschen raten, der diesem Wandel eher skeptisch gegenübersteht, um dem täglichem Umgang mit dieser Entwicklung positiv anzugehen?

Bert F. Hölscher: Es braucht einen inneren Wandlungsprozess, um Neuartiges nicht als Bedrohung sondern als Chance zur Verbesserung zu begreifen. Der Menschheit ist es bislang noch nie gelungen, technologische Entwicklungen dauerhaft zu verhindern. Wer sich zum Teil der Lösung macht, wird die Früchte der Digitalisierung früher ernten als andere und sich besser in einer immer weiter digitalisierten Welt zurecht finden. Ein weiterer Rat – mein Buch lesen. Angst und Skepsis entstehen zu einem großen Teil aus Unkenntnis. Ein grundsätzliches Verständnis der Mechanismen einer digitalen Welt öffnet den Horizont und macht die Menschen offener für die kommenden Veränderungen.

tredition: Weshalb haben Sie sich bei Ihrem Buch für Self-Publishing entschieden?

Bert F. Hölscher: Bei der Veröffentlichung eines Buches zum Thema Digitalisierung erschien es mir nur konsequent, das Buch auch online über das sogenannte Self-Publishing zu verlegen. Darüber hinaus wollte ich die Erfahrung machen, ein Buchprojekt komplett, in all seinen Facetten kennenzulernen. Von der Gestaltung des Covers über den Buchsatz bis hin zur Vermarktung. Mit tredition wusste ich jederzeit einen kompetenten Partner an meiner Seite.

Wenn es gelingt, eine crowd-basierte Plattform aufzubauen, um Experten zu den verschiedenen Themen online in die Buchentwicklung einzubinden, werden traditionelle Verlage mehr und mehr ihre Existenzberechtigung verlieren.

Buch des Monats Hölscher Digitales Dilemma

Bild: Bert F. Hölscher wurde im September vom tredition-Team mit der Wahl zum „BUCH DES MONATS“ ausgezeichnet.

tredition: Wie schätzen Sie die Zukunft des Self-Publishing ein?

Bert F. Hölscher: Das Self-Publishing bietet einen unkomplizierten und kostengünstigen Einstieg in die Welt des Bücherschreibens. Es öffnet somit einer großen Zahl von Menschen die Möglichkeit Ihre Gedanken, Träume und Leidenschaften zu Papier zu bringen. Self-Publishing wird sich weiter entwickeln. Wenn es gelingt, eine crowd-basierte Plattform aufzubauen, um Experten zu den verschiedenen Themen online in die Buchentwicklung einzubinden, werden traditionelle Verlage mehr und mehr ihre Existenzberechtigung verlieren.

tredition: Wie kam es zu der Entscheidung für eine Veröffentlichung bei tredition?

Bert F. Hölscher: Nach einer ersten Online-Recherche gefiel mir der ganzheitliche Ansatz von tredition. Darüber hinaus überzeugten mich die vielfältigen Vermarktungsmöglichkeiten über tredition. Nach meinem ersten persönlichen Kontakt mit tredition war die Entscheidung gefallen.

tredition: Haben Sie vorab eine spezielle Marketingstrategie für Ihr Buch entwickelt?

Bert F. Hölscher: Nein. Zuerst wollte ich eigentlich nur ein Buch schreiben – ganz allein für mich. Dann kamen Kollegen und motivierten mich, das Buch professionell zu vermarkten. Wir haben dann einen umfangreichen Marketingplan entwickelt, den wir mit Hilfe von tredition und anderen Dienstleistern umgesetzt haben. Die Bemühungen haben sich gelohnt. Bereits am ersten Tag unserer Vermarktungskampagne wurde mein e-Book auf amazon fast dreitausend Mal runtergeladen.

tredition: Welche Maßnahmen gehen Sie konkret an und welche Aktivitäten halten Sie für besonders wirkungsvoll?

Bert F. Hölscher: Es ist wie immer – die Mischung macht’s. Wir haben ein breites Spektrum von Kampagnen entwickelt, sowohl offline als auch online. Darüber hinaus nutzen wir die Vielfalt der Social Media Kanäle und bieten kostenlose Webinare.

Bert Hölscher Autorenfoto

Bild: Nach dem Studium arbeitete er viele Jahre erfolgreich in zahlreichen Managementpositionen in den internationalen Standorten der Digitalisierung.

tredition: Haben Sie aufgrund der Kenntnisse aus Ihrer Branche besondere Tipps für angehende Autoren/innen?

Bert F. Hölscher: Nein, ich bin Ersttäter und als Autor noch ganz am Anfang des Lernprozesses. Es wäre zu früh, um gute Ratschläge zu verteilen. Das können andere sicher viel besser.

tredition: Planen Sie weitere Veröffentlichungen?

Bert F. Hölscher: Ja, als nächstes Projekt steht ein Kinderbuch gemeinsam mit meiner Tochter an. Die auf einer Fahrradtour aus der Not geborene Geschichte eines kleinen Polizisten fand ihre nie endende Fortsetzung in den allabendlichen Gutenachtgeschichten und wurde zum Dauerbrenner in unserem Kinderzimmer. Die Protagonisten wuchsen über die Jahre mit meiner Tochter mit und blieben somit immer aktuell und spannend. Über die Jahre müssen um die tausend Geschichten zusammen gekommen sein. Die wollen wir jetzt aufschreiben und mit Illustrationen meiner Tochter garnieren.

tredition: Lieber Herr Hölscher, wir danken für das spannende und und inspirierende Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Buch!

Über den Autor

Bert F. Hölscher
, Jahrgang 1965, wurde in Düsseldorf geboren und studierte an der Universität Köln Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik. Nach dem Studium arbeitete er viele Jahre erfolgreich in zahlreichen Managementpositionen in Europa, USA, dem Nahen Osten und Südostasien. Heute lebt er zusammen mit seiner Frau und Tochter in Hamburg.

Jenny Dorothea Horst

Jenny Dorothea Horst – vom Poetryslam an den FKK-Strand

Jenny Dorothea Horst

Die Poetry-Slammerin Jenny Dorothea Horst bringt unter dem Pseudonym Runnah von Spielfeldt eine irrwitzige Kömodie heraus.

Runnah von Spielfeldt entführt ihre Leser in „Blondinen Bitte Anleinen!“  nach HAMBURG – SYLT – ST. TROPEZ – und in das Loch, in dem ihre herrlich verrückte Protagonistin gerade versinken will.

Die stadtbekannte Hamburger Poetry-Slamerin Jenny Dorothea Horst bringt unter dem Pseudonym Runnah von Spielfeldt die herrlich amüsante Komödie „Blondinen bitte Anleinen“ in Buchform heraus. Darin setzt sie sich auf humorvolle Art mit den benachbarten Stadtteilen, Liebe und Liebesfrust und dem Leben in der Großstadt auseinander, frei nach dem Motto „Wer in Lokstedt wohnt, hat es nicht nach Eppendorf geschafft“. Mit dem Poetry-Slamhit „Ich wohne in Eppendorf“ machte sich die talentierte Poetry Slammerin unter dem Künstlernamen Horst Slammer in Hamburg und darüber hinaus einen Namen. Daher freuen wir uns sehr, mit der vielseitige Autorin in einem Gespräch über das Schreiben, über das Slammen – und ihr neues Buch zu sprechen. Vorhang auf, Spot an …

 

„Das Slammen war eigentlich ein Zufallstreffer.“

 

Jenny Dorothea Horst Slammerin

„Ich wohne in Eppendorf“ – Der Poetry-Slamhit von Jenny Dorothea aka Horst Slammer schlug in Hamburg ein wie eine Bombe.

tredition: Liebe Jenny Dorothea Horst, … oder sollte ich lieber Runnah von Spielfeldt sagen …?

Jenny Dorothea Horst: Ich habe noch so ein paar Namen, aber die halte ich geheim… aber ich reagiere auf beides.

tredition: Sie schreiben in Ihrem Buch über sich selbst: „Geboren in Lugano, erhofften sich ein Leben unter Polospielern und Palmen, wurden aber in frühester Kindheit in ein deutsches Reihenhaus umgesiedelt. – Ein Trauma, das Sie nie verkraftet haben.“ Wieviel Wahrheit und wieviel Kunstfigur steckt dahinter?

Jenny Dorothea Horst: Es ist ausnahmslos alles wahr. Ich wünschte, ich könnte da was umschreiben, dann wären die Polospieler und die Palmen noch da. So wie das gute Wetter.

tredition: Sie haben kürzlich Ihr Buch „Blondinen bitte anleinen“ bei tredition veröffentlicht, ein Buch über eine herrlich amüsante Liebeskomödie. Beruht die Geschichte auf wahren Begebenheiten?

Jenny Dorothea Horst: Zum Teil tatsächlich. Es gibt ein, zwei Szenen, die wirklich so stattgefunden haben, andere habe ich überspitzt. Das meiste ist aber die reine Erfindung und so tolle Männer, wie meinen Hauptdarsteller, muss man sich eben zusammendichten. Und ob man im echten Leben mit solchen dann auch glücklich wäre, sei dahingestellt. Ist doch viel toller, wenn sie in der  Fantasie zu 100% parieren.

Blondinen Bitte Anleinen –
eine himmlisch verrückte romantische Komödie

Blondinen Bitte Anleinen

„Blondinen bitte Anleinen“ von Runnah von Spielfeldt wurde im Januar von tredition zum „BUCH DES MONATS“ gewählt.

tredition: Wie ist die bisherige Rückmeldung zu Ihrem Buch?

Jenny Dorothea Horst: Durchweg gut.

tredition: Sie sind in der Hamburger Poetry Slammer-Szene sehr bekannt. Wie kam es dazu und hat Sie diese Erfahrung für das Schreiben und den Autorenberuf geschult?

Jenny Dorothea Horst: Also, ich glaube vor allem mein Text „Ich wohne jetzt in Eppendorf“ ist in Hamburg und Umgebung sehr berühmt, ich nicht so besonders, was mir auch recht so ist. Das Slammen war eigentlich ein Zufallstreffer. Ich wurde von einem Veranstalter, der damals meinen Satire-Blog „Weltraummüll“ gelesen hatte, quasi auf Knien angefleht, bei ihm aufzutreten. 

Man lernt dabei sicher so einiges, z.B. das präzise Arbeiten. Das Publikum hört die Texte nur einmal, das bedeutet, Inhalt oder Botschaft müssen direkt ankommen und verstanden werden. Außerdem sind Slam-Texte zeitlich begrenzt, was einen zwingt, Inhalt und Form in ein kompaktes Stück Literatur zu verpacken. Das ist vor allem für das Romaneschreiben wichtig, weil es einen vom herumfabulieren abhält.

 

„Öffentliches Reden ist für mich überhaupt kein Problem … ich habe aber genug andere Macken.“

Poetry Slam beim Hamburger Abendblatt

Die Poetry Slam-Heldin Jenny Dorothea Horst stellt ihr neues Buch beim Hamburger Abendblatt vor.

tredition: Sie haben kürzlich beim Hamburger Abendblatt vorgetragen, ist man da nach all den Erfahrungen der Poetry Slams noch nervös?

Jenny Dorothea Horst: Nein, da ich auch als Gästeführerin in Hamburg arbeite, spreche ich jeden Tag stundenlang vor Publikum aller Art, oft sogar auf Fremdsprachen oder für Kamerateams. Öffentliches Reden ist für mich überhaupt kein Problem … ich habe aber genug andere Macken.

tredition: Ihr Roman ist humorvoll und nimmt aber die Protagonistin auch mal gehörig auf die Schippe. Sind Ihnen Fettnäpfchen auch privat bekannt?

Jenny Dorothea Horst: Natürlich, wem nicht?

tredition: Haben Sie einen Hund und waren Sie mit diesem auch schon einmal am FKK-Strand? 😉

Jenny Dorothea Horst: Mein Hund Peggy Sue ist leider vor zwei Jahren gestorben, aber ich glaube, mit der war ich überall, auch am FKK Strand.

tredition: Was hat Sie zum Schreiben inspiriert?

Jenny Dorothea Horst: Das ist angeboren. Das mache ich, seitdem ich denken kann.

tredition: Wen möchten Sie mit Ihrem Buch erreichen?

Jenny Dorothea Horst: Alle Menschen, die gern unterhalten werden.

tredition: Was haben Sie beim Schreiben als größte Herausforderung empfunden?

Jenny Dorothea Horst: Ich empfinde das Schreiben an sich eigentlich nicht als Herausforderung. Es ist eher so, dass ich mich schwer im Zaume halten kann, und lernen muss, nicht in 20 Stunden Orgien am Rechner abzudriften, ich denen ich weder esse, noch trinke, oder Pipi mache. Das ist ungesund und führt zu allerlei Schäden. Ein gesunder Umgang mit dem Schreiben ist meine Herausforderung 

tredition: Haben Sie für Ihr Cover mit einem Grafiker zusammengearbeitet?

Jenny Dorothea HorstJenny Dorothea Horst: Nein, ich habe ein fertig designtes Hintergrundbild gekauft und den Text selbst draufgemacht.

tredition: Weshalb haben Sie sich bei Ihrem Printwerk für Self-Publishing und tredition entschieden?

Jenny Dorothea Horst: Weil tredition das Marketing mit im Programm hat. Schreiben ist das eine, aber vermarkten das andere… und als Hamburger Lokalpatriotin blieb mir ja sowieso nichts übrig. ;-D

tredition: Welche Tipps zur Buchveröffentlichung und zum Marketing haben Sie für Autoren, die vor der Entscheidung stehen, wie und wo sie ihr Buch publizieren?

Jenny Dorothea Horst: Keine. Einfach dem Bauchgefühl folgen, alles andere bringt nichts. 

tredition: Dürfen wir uns auf ein weiteres Buch von Ihnen freuen?

Jenny Dorothea Horst: Aber natürlich! Als Runnah von Spielfeldt kommt zu den nächsten Sommerferien – wenn alles glatt geht – der Roman „Ein Herz für Blondinen“, der in gewisserweise an „Blondinen Bitte Anleinen!“ anknüpft, aber eine eigentständige Geschichte ist.

Liebe Frau Horst/von Spielfeldt wir danken Ihnen recht herzlich für das Gespräch!

 

 

Heinzi Gosch

Heinzi Gosch – 3… 2… 1… und das Leben ist deins!

Heinzi Gosch

Bild: Autor Heinzi Gosch legt eine irrwitzige Reiseodyssee vor.

Der Durchschnittstyp Heinzi Gosch entführt in seiner aberwitzigen Reiselektüre „3… 2… 1… und das Leben ist deins!“ auf wilde Reiseabenteuer. In seinem irrwitzigen Reisebuch inszeniert er eine unglaubliche Backpackertour zum Rand des Wahnsinns. Der Redaktion von tredition stand der Autor hinter dem Buch Rede und Antwort über absurde und urkomische Erfahrungen, den Überindividualismus in der Backpacker-Szene und seine Marketingerfolge. Das aktuelle tredition-Autoreninterview fällt diesmal sehr  unterhaltsam aus …

 

„Von Backpackern und anderen Wilden“

 

tredition: Sie haben kürzlich Ihr Buch „3… 2… 1… und das Leben ist deins!“ bei tredition veröffentlicht, ein Buch über eine unglaubliche Backpackertour zum Rand des Wahnsinns. Beruhen die komischen Szenen auf wahren Begebenheiten?

Heinzi Gosch: Tatsächlich beruhen etwa 90% der Geschichte auf verschiedenen wahren Begebenheiten, die ich größtenteils originalgetreu hier und da, aber natürlich auch etwas überspitzt zu einer lustigen Gesamtreise zusammengefügt habe. Insbesondere die etwas eigentümliche „Planung“ der Reise ist aber wirklich genau so passiert.

tredition: „3… 2… 1… und das Leben ist deins!“ ist Ihr Debütroman. Wie ist die Resonanz auf ihr Werk?

In Anbetracht der Tatsache, dass ich mit sehr wenig Resonanz gerechnet hatte, kann ich die Entwicklung bis heute nur als „atemberaubend“ beschreiben. Insgesamt haben bis jetzt fast 30.000 Menschen mein Buch gekauft oder als e-Book heruntergeladen. Zudem habe ich für einen Debütanten sehr viele positive Rezensionen erhalten, was mich natürlich unglaublich freut.

tredition: Ihr Roman ist humorvoll und ironisch. Gehen Sie  „live“ auch mit so viel Humor ans Leben heran?

Wenn man bedenkt, dass ein Großteil der komischen Szenen meines Buchs real sind, bleibt mir nichts anderes übrig, als das Leben mit Humor zu nehmen. Ich muss tatsächlich häufig einfach schmunzeln, weil ich alltägliche Erlebnisse in meinem Kopf nur minimal verbiegen muss, um daraus etwas zu kreieren, das mich selbst amüsiert. Ich suche förmlich nach diesen Dingen. Deshalb sitze ich manchmal auch lachend in der U-Bahn und warte nur darauf, dass mir irgendeiner mal eine weiße Jacke anzieht, die man hinten zumacht.

tredition: Ihr Ziel ist es, die Lachmuskeln Ihrer Leser/innen ordentlich zu strapazieren, welche ist Ihre eigene Lieblingsanekdote?

Es gibt tatsächlich viele Szenen, über die ich immer wieder selbst lachen kann. Aber mein absoluter Favorit ist die Feuershow am Strand. Die ist übrigens auch Teil des Covers geworden, weil ich heute noch das Gefühl habe, ich würde sie immer und immer wieder live erleben.

Cover 3...2...1...

Bild: Cover „3… 2… 1… und das Leben ist deins!“

 

„Ich würde also sagen, dass mich das Lachen der Menschen inspiriert hat, Struktur in das lustige Chaos zu bringen.“

 

tredition: Was hat Sie zum Schreiben inspiriert?

Alles begann damit, dass Immi, meine Reisebegleiterin, und ich ein Reisetagebuch geschrieben haben. Daraus haben wir immer mal wieder Freunden vorgetragen und ich habe ein paar Situationen als „gespielte Witze“ zum Besten gegeben. Das kam gut an und ich dachte mir, dass daraus vielleicht ein ganzes Buch werden könnte. Ich würde also sagen, dass mich das Lachen der Menschen inspiriert hat, Struktur in das lustige Chaos zu bringen.

tredition: Wen möchten Sie mit Ihrem Buch erreichen?

Mein Buch ist für Leute gedacht, die sich ganz einfach unterhalten lassen möchten. Einfach ist hier der Schlüsselbegriff! Es geht nicht darum, etwas Bestimmtes zu lernen, nachzuempfinden oder zu überdenken. Wer sich dazu bekennt, gern mal etwas Amüsantes zu konsumieren, ist bei meinem Buch genau richtig. Wer trotzdem einen tieferen Sinn in meinem Buch erkennt, muss unbedingt eine Therapie machen!

tredition: Sie nehmen die Backpacker-Szene auch mal gehörig auf die Schippe. Versteckt sich hinter den witzigen Geschichten eine Gesellschaftskritik am Überindividualismus unserer Zeit?

Ich nehme ja vor allem mich selbst auf die Schippe. Aber es stimmt schon, dass ich den Überindividualismus etwas auf dem Kieker habe. Dazu gehören nicht nur die Backpacker. Letztlich fällt mir auf, dass die Bemühungen einer Vielzahl von Gruppen, anders zu sein, immer wieder dazu führt, dass nach und nach uniformes Verhalten Einzug hält. Das führt dann wiederum zu einer Steigerung des Strebens nach Individualität. So etwas gibt vor allem den vermeintlich „trendigen“ und „coolen“ Bewegungen aufgrund ihrer selbstauferlegten Zwangshandlungen und Denkmuster ein tragikomisches Gesicht. Damit spiele ich gern. Backpacker, wie ich unbedingt einer sein wollte, funktionieren besonders gut, weil eben jeder, der einen Rucksack auf dem Rücken trägt einer ist. Gleichzeitig gibt es haufenweise Möglichkeiten, gegen zahlreiche ungeschriebene Backpackergesetze zu verstoßen. Von außen betrachtet ist das ziemlich witzig.

Heinzi Gosch - Tierschutzaktion

Das Buch von Heinzi Gosch rettet Tierleben!

tredition: Sie haben zu Ihrer Veröffentlichung eine Aktion gestartet, in der Sie einem Tierschutzverein Bucheinnahmen gespendet haben. Wie kam es zu dieser Aktion?

Ich habe selbst einen Hund aus dem Tierschutz adoptiert und interessiere mich sehr für die Arbeit der Vereine, z.B. in Spanien. Von meinen ersten Schritten als Autor hatte ich mir nicht viel versprochen, insbesondere kein Geld. Als dann doch die ersten Umsätze flossen, war es für mich klar, dass ich mit Geld, mit dem ich nicht gerechnet hatte, etwas Gutes tun will. Diese Aktion hat mir so viel Spaß gemacht, dass bereits weitere gefolgt sind und ich mit dem Helfen längst noch nicht am Ende bin.

tredition: Was haben Sie beim Schreiben als größte Herausforderung empfunden?

Selbstvertrauen und Zuversicht! Diese beiden Eigenschaften haben mir anfangs sehr gefehlt und es bedurfte dem guten Zureden einiger Freunde, weiter zu machen und mein Buch zu vollenden. Ich habe mich selbst nicht als Autor gesehen. Als wichtiges Kriterium für mein Schreiben habe ich mir zudem von Anfang an auf die Fahne geschrieben, dass es mir gelingen muss, die Leser mit auf die Reise zu nehmen. Sie sollten nicht einfach nur von außen beobachten, sondern das Gefühl bekommen, dass sie zu jeder Zeit ihre Hand ausstrecken und Heinzi anfassen können. Ohrfeigen, schütteln oder in den Arm nehmen, geht natürlich auch!

Matthias Gosch Zeichnung Cover

Bild: Rohfassung des Coverbildes

tredition: Haben Sie für Ihr Cover mit einem Grafiker zusammengearbeitet?

Ja. Ich habe mich im Internet über verschiedene Karikaturisten informiert und mir war schnell klar, dass es unbedingt Stefan Roth sein muss. Er hat innerhalb kürzester Zeit verstanden, wie das Bild in meinem Kopf am besten in ein Cover umzuwandeln ist.

tredition: Weshalb haben Sie sich bei Ihren Buch für Self-Publishing und tredition entschieden?

Ich hatte mich im Vorfeld über das Prozedere informiert, dass auf mich wartet, wenn ich versuche, einen Verlag für mein Buch zu gewinnen. Ich habe von Anfang an gewusst, dass es schwer wird, eine einzelne Person in einem Verlag oder in einer Agentur zu begeistern. Es gibt einfach zu viele Gründe, warum ein Buch abgelehnt werden kann und sei es nur, weil mein Anschreiben einen Schreibfehler enthält oder der Agent schlecht geschlafen und keine Lust auf „witzig“ hat. Dazu kommt der Aufwand für die Bewerbungen. Ich habe das einmal gemacht und genau so viel Zeit für die Bewerbungsunterlagen gebraucht wie für mindestens zwei Kapitel meines Buches. Dazu kamen die mageren Aussichten, aktiv vermarktet zu werden bzw. Geld zu verdienen. Als Rookie war für mich schnell klar, dass es nur Self-Publishing werden kann. Dafür sprachen auch einige Erfolgsgeschichten anderer Autoren. tredition wurde mir von einem Bekannten empfohlen und ich habe schnell gemerkt, dass ich hier eine sehr gute Mischung aus persönlicher Betreuung und professioneller Vermarktung erhalten kann, wenn ich aktiv mitarbeite. Ich bin nur ein kleiner Einsteiger und werde trotzdem vom ersten Infogespräch bis zum Marketing wie ein vollwertiger Partner behandelt. Das fühlt sich gut an.

Heinzi Gosch

Eine von vielen Marketingaktionen: Heinzi Gosch im Pop-Up-Store in Hamburg.

tredition: Sie haben kürzlich Ihr Buch in einem Pop-Up-Store vorgestellt? Könnten Sie beispielhaft ein paar Marketingmaßnahmen schildern, die Sie für Ihre Bücher unternehmen? Haben Sie da besondere Tipps für angehende Autoren/innen?

Ich habe natürlich nicht den Stein der Weisen gefunden. Den Grundstein habe ich vermutlich damit gelegt, dass ich mein Buch zunächst als kostenloses Ebook angeboten hatte. Als neuer Autor wird man eh nicht über Nacht zum Star. Da zählt zunächst einmal eine hohe Reichweite. Gleichzeitig habe ich mir eine Facebookseite eingerichtet und alle Freunde einzuladen. Die habe ich dann wiederum gebeten, ihre Freunde einzuladen usw. So habe ich in kurzer Zeit ein paar hundert Fans gewinnen können. Ich habe allerdings auch ein bisschen Geld in Anzeigen bei Facebook investiert. Die haben sich sehr schnell bezahlt gemacht. Blogs sind ebenfalls eine gute Plattform. Dabei muss es nicht zwingend ein Buchblog sein. Ich habe zum Beispiel viele neue Leser über eine Reiseseite gewonnen. Das Wichtigste ist aber auf jeden Fall, aktiv zu sein. Niemand kann dein Buch so gut vermarkten, wie du selbst.

tredition: Welche Tipps zur Buchveröffentlichung haben Sie für Autoren, die vor der Entscheidung stehen, wie und wo sie ihr Buch publizieren?

Ich würde jedem neuen Autor zunächst zum Self-Publishing raten. Es ist einfach, schnell und flexibel. Sollten die Verkaufszahlen durch die Decke gehen, melden sich die Verlage von allein. Oder man bewirbt sich dann mit „Das ist mein Buch und hier sind die bisherigen Verkaufserfolge.“ Das macht sicher mehr Eindruck als jedes noch so gute Bewerbungsschreiben. Ein Bekannter von mir versucht z.B. seit Monaten, sein Buch über einen Agenten bei verschiedenen Verlagen zu platzieren. Er glaubt an den ganz großen Erfolg, was durchaus sein kann. Aber ICH habe jetzt rund dreißigtausend Leser und ER die Hoffnung auf etwas ganz Großes. Also lieber machen als hoffen!

tredition: Dürfen wir uns auf ein weiteres Buch von Ihnen freuen?

Ich habe sicher genug Stoff für ein zweites Buch. Allerdings steht noch die Entscheidung aus, ob es eine Fortsetzung der Geschichte um Heinzi und seine Freunde wird oder etwas ganz anderes. Wer das Buch schon gelesen hat und gern schon etwas Neues sehen möchte, kann sich gern auf meiner Internetseite umschauen. Hier veröffentliche ich Beiträge rund um Heinzis lustigen Alltag, seine Reisen und auch ein paar Hintergrundinformationen.

Lieber Heinzi Gosch, wir danken Ihnen für das unterhaltsame Interview und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Buch!