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Ilys Bücherblog – Zum Bloggen inspiriert durchs Lieblingsbuch

Ilys Bücherblog

Bild: Ilys Bücherblog lädt ein, in fremde Welten abzutauchen.

Romantisch und fantastisch – so präsentiert sich Ilys Bücherblog direkt auf den ersten Blick. Und auch die Lieblingsbücher von Bloggerin Ilona sind bekannte Fantasy-Romane wie die Panem-Trilogie von Suzanne Collins und die „Lux- und Dark Elements“ Reihe von Jennifer L. Armentrout. Doch neben der Leidenschaft für Fantasy begeistert sich Ilona auch für viele andere Genre wie Thriller, Dystopien oder Young Adult. Eine Herzensangelegenheit sind ihr Bücher von Self-Publishern. Warum Ilona immer wieder gerne weniger bekannten Autoren eine Chance gibt und wie Sie als Autor Ihr Buch bei ihr vorstellen können, hat sie uns im Interview verraten.

 

tredition: Seit wann gibt es deinen Blog und wie kam es dazu, dass du Bloggerin geworden bist?

Ilona: Meinen Blog führe ich schon seit über einem Jahr und meine Facebook-Fanseite seit ungefähr 7 Monaten.
Die Idee zu bloggen kam damals eher sehr spontan. Ich las gerade mein Lieblingsbuch „Obsidian“ von Jennifer L. Armentrout, in dem die Protagonistin eine Buchbloggerin ist. Sie hat mir dieses Hobby also als erstes „schmackhaft“ gemacht. :) Zudem kam damals noch die Tatsache dazu, dass ich mich über Bücher weder in meinem Freundeskreis noch mit meiner Familie unterhalten konnte, da niemand von ihnen wirklich gern liest. In die Bloggerwelt eintauchen zu dürfen war für mich eine einzigartige Erfahrung und ich durfte schon sehr viele Autoren und andere begeisterte Leser kennenlernen, mit denen ich mich endlich über meine Leidenschaft austauschen konnte.

 

„Ich kann mittlerweile gar nicht mehr ohne die Selfpublishing-Bücher auskommen, weil sie mir eine riesige Vielfalt an frischen und einzigartigen Ideen bieten und Geschichten, von denen ich noch niemals gehört habe!“

 

tredition: Hast du auch im Alltag mit Bloggen und Literatur zu tun?

Ilona: Ich muss ehrlich sagen, ich hätte nie gedacht, dass es so viele Menschen geben würde, die tatsächlich meine Rezensionen und andere Blogbeiträge lesen würden. Damals war das Schreiben und Bloggen einfach ein weiteres Hobby neben dem Lesen, und ich hatte nicht vor, allzu viel Zeit darin zu investieren. Ich schrieb eben eher nur für mich allein. Mittlerweile aber verfasse ich tagtäglich Posts, äußere meine Buchempfehlungen, beantworte die vielen Kommentare, die ich bekomme, und und und … Das Bloggen ist schon längst zu einem festen Bestandteils meines Alltags geworden und ich verbringe damit im Durchschnitt 3-4 Stunden am Tag.

Bild: Ilona von Ilys Bücherblog - Wer viel liest, kann so viel mehr entdecken als nur das eigene Leben!

Bild: Ilona von Ilys Bücherblog – Wer viel liest, kann so viel mehr entdecken als nur das eigene Leben!

tredition: Was macht deinen Blog aus, was ist das Besondere daran?

Ilona: Ich versuche meinen Lesern immer eine Vielzahlt an verschiedenen Blogbeiträgen zu bieten. Aus Erfahrung weiß ich z. B., dass lange Rezensionen eher nicht so gut ankommen wie beispielsweise kurze, lustige Anekdoten oder Buchselfies. Ich möchte zudem auch, dass diejenigen, die meinem Blog folgen, auch wissen, wer sich dahinter verbirgt. Ich möchte, dass sie den Menschen sehen, wer ich bin und was mich ausmacht. Deshalb lasse ich meine Leser gern an meinem Alltag teilnehmen, in dem ich etwas über mein Privatleben preisgebe, wie z. B. wie ich meinen Samstagabend verbringe, welches Buch mich über das Wochenende begleiten darf etc. und manchmal auch, was mich momentan beschäftigt. Ich will für meine Leser präsent sein und nicht nur ein Bücherblog, denn diese gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, und man kann sich auch von überall her Buchtipps holen. Aus diesem Grund sind mir die Individualität sowie der Wiedererkennungswert sehr wichtig.

tredition: Was gefällt dir an der Kombination aus Lesen und Schreiben so gut, dass du deinen Blog gegründet hast?

Ilona: Die Kombination aus Lesen und Schreiben gefällt mir deshalb so gut, weil es eben die wichtigsten zwei Leidenschaften von mir sind, die mich mein Leben lang begleitet haben. Die Liebe zum Lesen habe ich entdeckt als ich 6 Jahre alt war und meine Eltern mich dazu ermutigt haben, Bücher selbst zu lesen und sich geweigert haben, mir welche vorzulesen. Damit hat sich damals für mich als 6-Jährige auch noch ein weiterer Traum erfüllt – ich konnte endlich meine selbst erfundenen Geschichten und Märchen aufschreiben. Auch vier Jahre später blieb das Schreiben mein liebstes Hobby. Ich schrieb eine Zeitlang neben Tagebüchern, inspiriert von den Romanen von Lucy Maud Montgomery, auch kurze Novellen und Geschichten. Danach entdeckte ich aber noch andere Hobbys und ich habe mit dem kreativen Schreiben vorerst aufgehört.

tredition: Wie gelangt ein Buch, das du rezensierst, im Normalfall in deine Hände?

Ilona: Meist werde ich von Verlagen und Autoren angeschrieben und gefragt, ob ich Lust hätte, ihre Bücher zu lesen und zu rezensieren. Ich scheue aber auch nicht davor, mal selbst an die Tür der Verlage oder Autoren anzuklopfen und ein Buch anzufragen.

tredition: Was ist dein aktuelles Lieblingsbuch?

Ilona: Mein aktuelles Lieblingsbuch ist eindeutig „Infernale“ von Sophie Jordan. Die Autorin hat einfach einen unverkennbar tollen und emotionalen Schreibstil, sowie immer wunderbare, frische Ideen für ihre Romane.

tredition: Wie müssen Autoren vorgehen, wenn Sie sich eine Rezension in deinem Blog wünschen?

Ilona: Ich freue mich immer über die Rezensionsanfragen seitens der Autoren! Eine bestimmte Vorgehensweise gibt es eigentlich nicht. Ich bekomme mal ganz lange Nachrichten, in denen die Autoren mir ihre Bücher vorstellen oder kurze, in denen ich den Link zum Verlag oder Amazon finde, wo ich mir dann das Buch näher ansehen kann. Das ist auch schon alles. Falls mir ein Buch doch nicht zusagt, frage ich immer bei anderen Bloggerkollegen nach, ob sie denn nicht Lust und Zeit hätten es zu rezensieren. Im Normalfall lasse ich mich jedoch auf die Geschichten ein und gebe ihnen eine Chance, auch wenn sie mich anfangs nicht unbedingt ansprechen. Mittlerweile bekomme ich in der Woche mehrere Rezensionsanfragen und brauche leider deshalb immer länger, um sie alle zu bearbeiten, zu lesen und zu rezensieren. Deshalb wünsche ich mir von den Autoren ein bisschen Verständnis dafür, dass ich für ihre Bücher meist ein paar Wochen brauche. Bis jetzt aber waren ausnahmslos jede Autorin und jeder Autor sehr verständnisvoll und die längere Zeitspanne des Wartens stellte nie ein Problem dar. Ich gebe auch mein Bestes! Ich würde natürlich sehr gerne zu Hause nur lesen und mich noch mehr meinem Blog widmen, aber ich habe noch andere Pflichten, ich habe Haustiere, einen Mann und eine Arbeit, um die ich mich natürlich auch noch kümmern muss. :)

tredition: Bevorzugst du spezielle Genres oder liest du alles quer Beet?

Ilona: Ich lese meistens quer Beet, da ich mich für viele Genres interessiere, wie z. B. Dystopien, Thriller, Young Adult. Nichtsdestotrotz bleibt „Fantasy“ mein Lieblingsgenre und so bald ich phantastische Bücher lese, fühle ich mich, als ob ich endlich nach Hause kommen würde. :) Das einzige Genre, das mich bis jetzt tatsächlich noch nicht begeistern konnte ist Krimi, und um diese Bücher mache ich einen weiten Bogen.

 

„Ich finde es sehr wichtig, Self-Publishing-Autoren zu unterstützen, weil ich aus Erfahrung weiß, dass ihre Bücher sich meist von der Masse abheben und etwas Besonderes sind.“

 

tredition: Machst du auch Aktionen mit anderen Bloggern gemeinsam und tauschst du dich viel aus?

Bild: Ilonas Rezension zu "Lúnligth", einem Buch von tredition-Autorin Sabine Steger.

Bild: Ilonas Rezension zu „Lúnligth“, einem Buch von tredition-Autorin Sabine Steger.

Ilona: Ja, ich liebe die Zusammenarbeit mit anderen Bloggern. Letztens fanden auf meinem Blog z. B. zwei Aktionen statt, die ich mit Lena ins Leben gerufen habe. In der ersten haben wir jeweils unsere SuB, Lieblings- und Wunschbücher vorgestellt und am Tag darauf wiederum Bücher zu einem bestimmten Thema. Ich tausche mich mittlerweile mit vielen Bloggern aus und bleibe regelmäßig in Kontakt mit ihnen, z. B. über Whatsapp und Facebook.

tredition: Setzt du dich mit Self-Publishing auseinander/Inwiefern stellen Titel von Self-Publishing-Autoren eine Bereicherung für dich dar?

Ilona: Wer meinem Blog schon länger folgt, dem ist bestimmt aufgefallen, dass ich sehr viele eher unbekannte Bücher lese und rezensiere und eher weniger solche, die momentan stark gehypt werden. Ich finde es sehr wichtig, die Self-Publishing-Autoren damit zu unterstützen, weil ich aus Erfahrung weiß, dass ihre Bücher sich meist von der Masse abheben und etwas Besonderes sind. Deshalb ist es für die Autoren auch schwierig, in einem bekannten Verlag ein Zuhause für ihre Werke zu finden, die eher Bücher promoten, die sich oft untereinander ähneln. Die Leser und die potenziellen Käufer möchten natürlich keinen Schuss in den Ofen erleben und entscheiden sich für die Bücher, die sie auch sonst so lesen. Das kann ich natürlich nachvollziehen. Ich bin auch ein großer Fan der Bestsellerautorin Jennifer L. Armentrout und bin ständig auf der Suche nach ähnlichen Büchern. So kann ich (hoffentlich) nicht enttäuscht werden. Aber wer nicht riskiert, der nicht gewinnt – ich kann mittlerweile gar nicht mehr ohne die Selfpublishing-Bücher auskommen, weil sie mir eine riesige Vielfalt an frischen und einzigartigen Ideen bieten und Geschichten, von denen ich noch niemals gehört habe! Manchmal ist es eben gut, sich von Werwölfen, Vampiren und Endzeitromanen eine Auszeit zu nehmen und sich auf ein völlig neues Terrain zu begeben!

tredition: Was sagst du zur aktuellen Kontroverse um Blogrezensionen und herkömmliche Literaturkritik?

Ilona: Ich habe mich, um ehrlich zu sein, mit dieser Kontroverse noch nicht eingehend auseinander gesetzt. Ich denke jedoch, dass Blogrezensionen mittlerweile sehr populär und beliebt sind, da hier eben die Endverbraucher zu Wort kommen, die sich ein Buch gekauft, gelesen und eine eigene Meinung gebildet haben. Die herkömmliche Literaturkritik ist meiner Meinung nach oft einfach nur ein verlängerter Arm der Verlagswerbung, die darauf zielt, Bücher zu promoten um die Verkaufszahlen zu steigen.

tredition: Liebe Ilona, wir danken dir ganz herzliche für das interessante Gespräch!

Blogs im Porträt: Anima Libri – Auftritt mit Eleganz

Anima Libri

Anima Libri (= die Seele des Buches) empfängt die Blog-Besucher mit einer übersichtlichen Seitenstruktur und kreativer Darstellung der Rezensionen

Klare Struktur, gute Übersicht und ein ansprechendes Layout sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass Besucher eines Blogs Lust zum Verweilen haben. Der Buchblog „Anima Libri“ ist buchstäblich mit Herz und Seele angelegt. Kleine Symbole über jedem Buchtitel verdeutlichen das entsprechende Genre, kurze Teaser, die die Buchrezension zusammenfassen, schaffen einen schnellen Überblick und erhöhen den Anreiz, die komplette Rezension zu lesen. Interaktiv wird  der Blog zudem durch Autoreninterviews, die mit Gewinnspielen verknüpft werden. Hannah Rautenberg – die „gute Seele“ hinter Anima Libri – führt im Gespräch mit tredition das Konzept ihres Blogs näher aus.

tredition: Wann haben Sie Ihren Blog gegründet?
Hannah Rautenberg:
Meinen Blog, Anima Libri – Buchseele, gibt es unter diesem Namen seit Ende 2010, wenn auch im Laufe der Zeit auf verschiedenen Plattformen und verschiedenen Domains. Mit dem Bloggen an sich habe ich allerdings schon einige Jahre vorher, irgendwann mit etwa 14 Jahren, damals allerdings nur sporadisch und auf wechselnden Blogs, von denen heute leider nichts mehr übrig ist.

tredition: Könnten Sie das Konzept Ihres Blogs erläutern?
Hannah Rautenberg:
In den vergangenen vier Jahren haben sich die Inhalte auf meinem Blog hauptsächlich auf Buchbesprechungen und Autoreninterviews konzentriert, für das ganze persönliche „Drumherum-Geblogge“ hatte ich irgendwie noch nie ein Händchen. So gibt es auf Anima Libri nahezu täglich Rezensionen von mir oder meinen Rezensenten, wobei ich hauptsächlich Fantasy lese und rezensiere, darunter auch vieles, was so als Young Adult oder All Age eingestuft wird, allerdings mit zunehmenden „Ausflügen“ in andere Genres. Meine Rezensenten/Co-Blogger hingegen sind allesamt eingefleischte Krimifans, sodass insgesamt eine doch recht bunte Mischung zusammen kommt.

Hannah Rautenberg - Filia Libri (c) privat

Hannah Rautenberg (© privat)

tredition: Können Autoren Ihnen Rezensionsexemplare anbieten?
Hannah Rautenberg: Ich freue mich immer, wenn mich Autoren über mein Blog finden und anschreiben (entweder über das Kontaktformular oder die E-Mail-Adresse im Impressum), um mich auf ihre Werke aufmerksam zu machen. Ich muss zwar zugeben, dass ich den Veröffentlichungen von Independent-Autoren zuweilen kritisch gegenüberstehe, weil ich damit vor Jahren, als e-Books und Selfpublishing zum ersten Mal so richtig im deutschsprachigen Raum aufkamen, einige nicht ganz so positiven Erfahrungen gemacht habe. Mittlerweile habe ich gelernt, dass Independent bei weitem nicht gleich zu setzen ist mit minderwertiger Qualität. und Rechtschreib- und Grammatikfehler findet man auch in den Veröffentlichungen großer Verlage oftmals zur Genüge. Daher finde ich es immer sehr spannend, wenn mich Independent-Autoren anschreiben und freue mich, wenn ich ihnen mit meinem Blog eine Plattform bieten kann, über die sie hoffentlich den einen oder anderen interessierten Leser für ihr Werk finden können.

tredition: Was fasziniert Sie an Büchern und an der Literatur besonders?
Hannah Rautenberg:
Generell finde ich es immer wieder faszinierend, was für unglaubliche Geschichten Autoren – egal ob nun Independent oder Verlagsautoren – erschaffen. Es ist gerade diese Vielfältigkeit, die mich so am Lesen und an der Literatur begeistert: Die Möglichkeit in die unterschiedlichsten Welten abzutauchen und die vielfältigsten Abenteuer an der Seite abwechslungsreicher Charaktere zu erleben. Daher habe ich mich nach einigem Hin und Her auch dazu entschieden, mein Hobby man zum Beruf zu machen und ein Studium gewählt, in dem Literatur keine kleine Rolle spielt – und natürlich ist das auch der Grund, weshalb ich blogge.