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Fehler vermeiden beim Blogmarketing – Wie schreibe ich Blogger an?

Fehler vermeiden beim Blogmarketing – Wie schreibe ich Blogger an?

Fehler vermeiden beim Blogmarketing – Wie schreibe ich Blogger an?

Bild: Wie vermeide ich als Autor Fehler bei der Ansprache von Blogs? In unserem akuellen Blogbeitrag erfahren Sie mehr!

Neben klassischer Pressearbeit, also dem Kontakt zu Journalisten, oder Social Media Marketing, gibt es noch andere zahlreiche Möglichkeiten, Ihr Buch zu bewerben und bekannt zu machen. Machen Sie sich als AutorIn den Umstand zunutze, dass heute immer weniger Printmagazine oder Zeitungen konsumiert werden, sondern Leser und Leserinnen sich zunehmend im Internet über Bücher und Autoren informieren. Verkaufsentscheidungen werden heutzutage immer mehr über das Netz getroffen. Blicken Sie einmal in Ihre letzte Woche zurück. Wie viel Zeit haben Sie im Internet verbracht und wieviel Zeit beim Lesen einer gewöhnlichen Zeitung? Der Tipp für das neue Buch von XY, das auf Ihrem Nachtisch liegt, stammt der aus einer Zeitschrift oder war es nicht Ihre Facebook-Freundin, welche die ansprechende Buchbesprechung von einem Blog auf Ihrer Seite gepostet hat?

Täglich informieren wir uns im Netz, auf Social Media, in Blogs und über andere Kanäle. Sind Ihre Leser dort, sollten Sie auch darüber nachdenken, Ihr Buch über Blogmarketing zu bewerben. Aber Vorsicht vor unüberlegten Schritten! Bevor Sie ungefragt Massenmails an Blogger herausschicken und so schnell verbrannte Erde hinterlassen, sollten Sie sich eine sinnvolle Vorgehensweise für die Bewerbung Ihres Buches überlegen. Blogger werden täglich von unzähligen Autoren angesprochen. Sie wollen nicht einer unter vielen sein, oder gar abgelehnt werden, sondern herausstechen und Interesse wecken.

Nutzen Sie Ihre Chance und erfahren Sie in unserem aktuellen Beitrag, wie Blogmarketing richtig geht und welche Fehler Sie dabei unbedingt vermeiden sollten.

 

  1. Was ist eigentlich ein Blog bzw. ein Blogger?
  2. Kommt mein Buch für Blogger in Frage?
  3. Passende Blogs für mein Buch finden – welche Blogger spreche ich an?
  4. Blogmarketing ist nicht gleich Pressearbeit
  5. Wie schreibe ich Blogger richtig an?
  6. Mehrwert für Blogger schaffen: Kooperationen anbieten
  7. Kreativ werden: Blogtouren veranstalten
  8. Die Blogtour: ein Beispiel
  9. Unterstützung vom Verlag holen
  10. Nachhaken

1 Was ist eigentlich ein Blogger?

Blogmarketing

Bild: Was ist eigentlich ein Blogger und warum ist ein sogenannter Influencer wichtig für Ihr Buchmarketing?

Wenn Autoren Ihr Debütwerk veröffentlicht haben und sich dann dem Marketing widmen, ist das Blogmarketing für die meisten absolutes Neuland.  Doch eine stetig wachsende Zahl an Lesern schwirrt durch die weiten Gefilde von sozialen Netzwerken, Blogs oder Buchcommunities. In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Buch- und Literaturblogs rasant vervielfacht. Das Potential und die Einflusskraft von Bloggern sollten Sie natürlich auch für Ihre Buchwerbung nutzen! Wer aber sind eigentlich diese „Blogger“? Hinter einem Blogger versteckt sich der Betreiber einer Internetseite mit bestimmten Themenfokus. Angefangen haben Blogger meist mit Kurzberichten aus dem persönlichen Alltag, oft in Tagebuchform, um eine große Anzahl Gleichgesinnte zu erreichen und diese am eigenen Leben und Alltag teilhaben zu lassen. Daraus entstanden sind eine unendliche Anzahl an Portalen, die sich mehr oder minder spezifisch bestimmten Aspekten unseres Lebens widmen und Meinungen, Berichte, Interviews oder Rezensionen veröffentlichen. Gerade für Autorinnen sind Blogger eine interessante Gruppe. In Bereich Literatur und Buchmarkt haben sich mittlerweile eine große Anzahl von Blogs etabliert. Zu nennen sind hier allgemeine Literaturblogs, spezifische Blogs, die sich bestimmten Genres widmen, wie Fantasy-, Romance, Science Fiction, Ratgeber-Blogs und viele mehr. Dieses bunte Spektrum aus Bloggern hat sich mittlerweile zu einem der wichtigsten Sprachrohre zum Lesepublikum entwickelt. Bekannte Blogger haben mitunter mittlerweile ein ähnliches Ansehen wie manch bekannter Journalist. Man kann sich ausmalen, was eine Buchbesprechung bei einem sogenannten „Influencer“ bewirken kann. Autoren bieten sich damit eine Vielzahl an Chancen, das eigene Buch in Kooperation mit einem Blog einer großen Menge an Lesern vorzustellen und für Aufmerksamkeit für das eigene Buch zu sorgen. Meist profitieren Autoren auch dahingehend von einer Blogbesprechung, dass sie mit dieser auf eigenen Seiten oder auf Social Media werben können, aber auch dadurch, dass Blogger selbst ihre Artikel auf verschiedenen Plattformen wie sozialen Netzwerken verbreiten und den Werbeeffekt für den Autor erhöhen.

2 Kommt mein Buch für Blogger in Frage?

Kommt mein Buch für Blogger in Frage

Bild: Wenn Sie sich fragen, ob Ihr Buch für einen Blogger interessant sein könnte, sollten Sie sich vorab genau mit Ihrer Zielgruppe befassen!

Woher weiß ich aber eigentlich als Autor, ob mein Buch sich für eine Blogvorstellung eignet? Prüfen Sie Ihr Buch mit einem kritischen und vor allem objektiven Blick auf Herz und Nieren. Welches Genre hat Ihr Buch, welche Zielgruppe? Hält sich diese im Netz auf und wenn ja wo?  Liest Ihre Zielgruppe Blogrezensionen oder ist Blogmarketing vergebene Liebesmühe? Bevor Sie sich gleich auf Blogger stürzen, sollten Sie vorab die eigene Zielgruppe zu Ihrer Veröffentlichung genau analysieren und herausfinden, wo diese sich aufhält.  Wen spricht Ihr Genre, Stil und die Aufmachung des Buches an?

Beispiel. 

Für einen Ratgeber, der sich an eine ältere Zielgruppe ab 60 aufwärts wendet, verfehlt Blogmarketing wahrscheinlich die Wirkung. Ein Fantasyroman hat bei der großen Menge an Fantasyblogs, die es mittlerweile gibt, schon eher eine Chance auf eine Online-Buchbesprechung.  Konservative Leser finden Ihre Buchempfehlungen eher in der Zeitung, im Fernsehen oder bei Bekannten. Technikaffine Leser halten sich eher in den sozialen Netzwerken, auf Blogs oder in Buchcommunities auf.  Die Analyse Ihrer Zielgruppe vorab ist fundamental , damit Sie keine Zeit und Budget in die falschen Marketingmaßnahmen investieren.

3 Passende Blogs für mein Buch finden – welche Blogger spreche ich an?

Bild: Blogs gibt es wie Sand am Meer, aber welchere passt für Ihr Buch? So finden Sie die richtigen Blogger!

Ihr Buch ist reif für Blogger? Kann’s dann schon losgehen? Halt, schreiben Sie nicht einfach wild drauf los! Vorab sollten Sie sich nicht nur mit Ihrem Buch, sondern auch mit den Adressaten, den Bloggern, auseinandersetzen. Blogger sind so vielseitig und vielfältig wie Autoren. Jeder hat seine Lieblingsthemen und Vorlieben. Halten Sie gezielt Ausschau nach Special-Interest-Blogs, für die das Thema ihres Buches besonders interessant sein könnte.

Beispiel. 

Sie schreiben beispielsweise über Ernährung? Dann könnten Blogs, die sich mit Fragestellungen zu Ernährung, Gesundheit, Essen und Kochen befassen, die richtige Adresse sein. Ein politisches Buch hat etwa bei einem Blog, der sich mit Liebesromanen beschäftigt, nichts zu suchen.

Auch sollte man nicht einfach allgemeine Literaturblogs anschreiben und darauf hoffen, dass diese auf das eigene Buch gewartet haben. Blogger haben sich innerhalb der letzten Jahre zu den signifikantesten Sprachrohren im Netz entwickelt – und sind daher auch genauso beliebt bei anderen Autoren. Man kann auf Google nach passenden Blogs recherchieren, indem man dort das Genre + Blogs sucht. Schauen Sie auch gern einmal auf unsere Seite und geben unter der Suchfunktion das Wort „Blog“ beziehungsweise „Blogger“ ein. Wir haben in unserem Blog bereits eine Reihe von Bloggern vorgestellt, die vielleicht interessant für Sie sein könnten. Stellen Sie sich voab eine Excel-Liste zusammen mit Bloggern, die allein für Ihr Genre in Frage kommen. Tauschen Sie sich auch mit anderen Autoren aus, oftmals rezensieren auch Autoren gern auf ihrem eigenen Blog oder können einen Blogger weiter empfehlen. Bauen Sie Ihr Netzwerk auf!

4 Blogmarketing ist nicht gleich Pressearbeit

Bild: Was ist eigentlich das Geheimis beim Blogmarketing?

Man sollte nicht dem Trugschluss zum Opfer fallen, klassische Pressearbeit ließe sich 1 zu 1 auf die Bloglandschaft übertragen. Während klassische Presseaussendungen für Journalisten funktionieren, sieht dies bei Bloggern ganz anders aus. Hier zählt eher der persönliche Kontakt, die persönliche Vorliebe eines Bloggers. Presseanschreiben verfehlen hier oft ihre Wirkung, wenn diese nicht auf den Blogger zugeschnitten werden. Für Blogger zählt die gemeinsame und weniger förmliche Kommunikation. Bei Bloggern kann  man eher auf einer persönlichen Ebene miteinander sprechen. Auch Hintergrundinformationen zu Ihnen und Ihrem Buch sind hier nicht fehl am Platz. Massenmails mit Pressemeldungen kommen dagegen weniger gut an. Wichtiger ist der persönliche Austausch. Fragen Sie auch ruhig vorab, ob der jeweilige Blogger denn überhaupt Interesse an einem Austausch, an einer Buchvorstellung etc. hat und bombardieren Sie ihn oder sie nicht gleich mit Ihrem Material. Bei dem Kontakt mit Bloggern gilt es also vorab Recherchearbeit zu leisten und sich mit dem jeweiligen Blog auseinanderzusetzen. Eine Ansprache wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ zeigen dem Blogger recht schnell, dass Sie sich wenig oder gar nicht mit seinem Blog beschäftigt haben. Im Fokus Ihres Blogmarketings sollte hier ein aussagekräftiger Blogverteiler stehen, in dem Sie auch die Ausrichtung, Kontaktdaten etc. zum jeweiligen Blog hinterlegen.

 

5 Wie schreibe ich Blogger richtig an?

Was ist ein Blogger?

Bild: So schreiben Sie Blogger richtig an und landen nicht im Papierkorb oder auf der Sperrliste!

Nachdem Sie Ihre Zielgruppe identifiziert haben, sollten Sie sich die Blogs, die passend für Ihr Buch erscheinen, genau anschauen. Welche Themen bespricht der jeweilige Blogger, liest er gerne Printbücher oder e-Books, pflegt er einen eher umgangsprachlichen und persönlichen Ton oder wählt er  eher eine förmliche Ansprache? All diese Fragen sollte man vorab beachten, bevor man sich eine Blogstrategie für diesen Blog überlegt. Suchen Sie also für Ihr Buch thematische Blogs und Portale im Internet. Auf den Blogs suchen Sie sich im Impressum oder unter „Kontakt“ die E-Mail des Anbieters und senden ihm oder ihr die passende Anfrage. Ein durchschnittlich bekannter Blog erhält schon pro Tag eine große Anzahl an Zuschriften. Bei wirklich wichtigen Blogs sieht das gleich noch einmal ganz anders aus. Blogger selbst hassen nichts mehr, als einfach wahllos mit Material zugeschüttet zu werden. Will man mit einem Blogger in Austausch treten und etwas zum eigenen Buch dort platzieren, so sollte man sich genau über den Blog und seine Zielgruppe informieren und eine auf gegenseitigem Respekt basierende Beziehung aufbauen. Fragen Sie am besten vorab beim Blogger an, ob er Interesse an einer Buchpräsentation hat und in welcher Form er Ihr Material zugestellt haben möchte. Der erste und wichtigste Punkt ist, schreiben Sie Blogger nicht automatisiert mit einer Massenmail an, in die Sie den gesamten Blogverteiler hineingenommen haben. Spätestens dann stehen Sie bei diesen Bloggern auf der Abschussliste. Sie sollten für jeden Blogger persönlich ein individuelles Anschreiben aufsetzen. Dieses sollte professionell verfasst sein, ein aussagekräftiges Autorenbild als Jpg-Datei, eine knackige Kurzankündigung des Buches, die Pressemeldung als PDF-Datei, ein hochauflösendes Coverbild sowie eine Kurzbiographie von Ihnen beinhalten. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Anschreiben optisch einwandfrei und ansprechend daherkommt. Sie haben große Konkurrenz und müssen sich nicht nur durch interessante Inhalte, sondern auch durch eine attraktive Aufmachung von anderen Anfragen abheben.

 

6 Mehrwert für Blogger schaffen: Kooperationen anbieten

Blogkooperationen

Bild: Blogkooperationen sind ideal für Ihr Buch als auch für den Aufbau von Bloggerrelations.

Blogger erhalten täglich unzählige  Titel zur Vorstellung. Sie müssen sich also aus dieser Masse mit Ihrem Titel abheben. Wie können Sie dies anstellen? Zunächst einmal gehört dazu ein professionelles Auftreten und ein attraktives Anschreiben. Darüber hinaus sollten Sie für Blogger einen Mehrwert schaffen. Sprechen Sie also Blogger direkt auf Kooperationsmöglichkeiten an. Manchmal sind Blogger schon auf geraume Zeit ausgebucht und haben keine Kapazitäten mehr, um neue Titel aufzunehmen. In anderen Fällen gehen Blogger aber gerne Kooperationen mit Autoren ein, da auch diese den eigenen Lesern Material und Mehrwert bieten wollen. Stellen Sie wichtigen Literaturblogs im Gegenzug Rezensionsexemplare zu Buchbesprechungen. Bieten Sie den Bloggern exklusive Autoreninterviews zu Ihrem Buch.  Für diese können Sie etwa bereits ein vorgefertigtes  Autoreninterview bzw. einen Autorenfragebogen mit interessanten Fragen zu Ihnen und Ihrem Werk als PDF-Dokument vorbereiten. Eine weitere Möglichkeit sind Gewinnspiel- und Verlosungskooperationen. Blogger bieten ihren Lesern gern eine Verlosung an, um diese auf den eigenen Blog zu holen. Stellen Sie den Bloggern dafür die Verlosungsexemplare bereit, ist es wahrscheinlicher, dass er oder sie Ihnen einen Platz im eigenen Blog einräumt.

7 Kreativ werden: Blogtouren veranstalten

Vermarktungstipp für Autoren: Das eigene Buch Bloggern vorstellen

Bild: Ein guter Vermarktungstipp für Autoren: eine Blogtour veranstalten!

Es muss nicht immer nur eine „normale“ Buchbesprechung sein. Blogger wollen den eigenen Lesern etwas bieten, damit diese auf ihre Seite kommen und dort auch länger verweilen. Damit sind diese prädestiniert für besondere Events oder Sonderaktionen. Ein interessantes Sonderevent ist eine Blogtour. Organisieren Sie also im Rahmen Ihres Buchmarketings eine Blogtour zu Ihrem Buch. Bei einer Blogtour präsentieren unterschiedliche themengebundene Blogs innerhalb eines bestimmten Zeitraumes Ihr Buch in verschiedenen Formen. Ein Beispiel: Der erste Blog veröffentlicht eine Buchbesprechung, eine Woche später publiziert der nächste Blog ein Autoreninterview, der dritte bieten seinen Anhängern eine Leseprobe, ein andere veranstaltet ein Gewinnspiel u.v.m. Für diese Themen erstellen die Blogger Beiträge und diese werden dann nach Absprache zu einem festen Termin veröffentlicht. Blogtouren sind generell zeitaufwändiger als normale Kooperationen, da man mit mehreren Bloggern zusammenarbeitet, bzw. diese zunächst suchen muss. Dafür ist es wichtig, vorab die richtigen Ansprechpartner zu eruieren und für das eigene Buch zu gewinnen, diese rechtzeitig mit dem Werbematerial auszustatten und vor und während der Blogtour Werbung für diese auf anderen Kanälen zu machen. Blogger sind gut vernetzt. Sprechen Sie vorab über die Möglichkeit einer Tour. Blogger kennen sich untereinander und haben oft gute Ideen, was eine Blogtour angeht.

8 Die Blogtour: ein Beispiel

Das Buch wird förmlich seziert und auseinander genommen.

Blogtour Stefanie Krumbiegel

Bild: Steffi Krumbiegel zeigt mit ihrer Blogtour zu ihrer Fantasy-Reihe „Nadja“ wie’s geht!

Mit ihrer Fantasy-Reihe „Nadja“ entführt uns die junge Autorin Steffi Krumbiegel in eine faszinierende Fantasy-Welt. Kürzlich hat die Autorin eine Blogtour zu Ihrer Buchreihe veranstaltet. Dazu haben diverse Blogger das Buch auf Ihren Blogs unter verschiedenen Gesichtspunkten besprochen. Während ein Blogger eine Buchbesprechung zum Werk von Steffi Krumbiegel veröffentlicht hat, hat ein anderer sich mit der Figurenwelt in der Fantasyreihe auseinandergesetzt. Ein dritter Blogger hat die Autorin selbst zu Ihrem Buch zu Wort kommen lassen usw. Für die Autorin war diese Tour eine besondere Möglichkeit, mit Bloggern über das eigene Werk zu sprechen. Man kann vorher nie abschätzen, welchen Werbezulauf einzelne Blogpräsenzen bringen, im Ganzen wertet Steffi Krumbiegel in der Rückschau aber die Blogtour im Ganzen als  Erfolg. Persönlich hat die Autorin erstaunt, wie bekannt ihr Buch dadurch auf Messen wurde. Immer wieder sprachen sie Menschen darauf an, es auf Facebook gesehen zu haben – dadurch verkauft sich ein Buch natürlich wesentlich besser. AutorInnen selbst kommen durch eine Blogtour mitunter einfacher und schneller ins Gespräch. Auch diese weichen Nebeneffekte des Blogmarketings sollten Sie nicht vernachlässigen. Steffi Krumbiegels Tipp für alle Autoren, die Blogger angehen wollen: „Die Blogger lieben den Kontakt und die Unterstützung der Autoren.“ Ihr Fazit zu Ihrer Blogtour: „Wenn man sieht, was diese Blogger jedes Mal für Ideen aus dem eigenen Werk zaubern, wie sie Banner erstellen, die Termine finden und mit dem Autor zusammenarbeiten, gehört eine Blogtour zu einer Erfahrung, die Autoren absolut machen sollten.“

9 Unterstützung vom Verlag holen

Marketingtipp: Die passende Community für Ihr Buch

Bild: Vergessen Sie nicht, Ihr Verlag bietet viel Unterstützung beim Marketing, auch wenn es um Blogmarketing geht!

tredition betreibt in Kooperation mit diversen Bloggern bereits Blogmarketing für Ihre Bücher. Ausgewählte Bücher stellen wir dabei gezielt Buch- und Literaturblogs vor und bieten in Abstimmung mit den Autoren Rezensionsexemplare, Leseproben, Autoreninterviews, Gewinnspiele und Kooperationen an – oder führen eine Blogtour durch. Auf Nachfrage von Journalisten, Bloggern und Pressevertretern senden wir kostenfreie gedruckte oder e-Book-Rezensionsexemplare zur Besprechung zu. Autoren müssen diese natürlich nicht bezahlen.

Fragen Sie also gern bei uns nach einem Rezensionsexemplar, wenn ein Blogger sich meldet oder holen sich Tipps für Ihr Blogmarketing!

 

10 Nachhaken

Bei Bloggern nachhaken

Bild: Wann ist es denn eigentlich Zeit, bei einem Blogger nachzuhaken?

Blogger bekommen täglich viele Zuschriften – und das Bücherlesen selbst kostet Zeit. Fragen Sie daher nicht gleich nach einer Woche nach, wie es um die Buchbesprechung zu Ihrem Werk ausschaut. Haben Sie auch etwas Geduld und lassen Sie den Bloggern ein wenig Zeit für eine Rezension. Ein Buch liest sich nicht in 2 Tagen. Außerdem ist Ihr Buch mit Sicherheit auch nicht der einzige Titel, den der Blogger bespricht. Wenn Sie dann „nerven“, kann dies sogar kontraproduktiv sein und sich im Zweifelsfall negativ auf Ihre Buchbesprechung auswirken, oder – im schlimmsten Fall – dazu führen, dass Ihr Buch gar nicht mehr besprochen wird.

Wir wünschen Ihnen jetzt erst einmal viel Erfolg bei Ihrem Blogmarketing. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gern an!


BuzzNews – der Buchtipp Blog: Gründer Alex Janke im Interview

Alex Janke

Die Mission von Alex Janke: Menschen gute Bücher empfehlen, die faszinieren und einen unmittelbaren Bildungseffekt haben

Der Blog BuzzNews ist erst wenige Monate alt – Gründer Alex Janke sprudelt gleichwohl voller Ideen, Leser auf Bücher und spannende Themen aufmerksam zu machen. Im Interview mit tredition erläutert Janke, was BuzzNews auszeichnet und wie Self-Publisher vorgehen sollten, um sein Interesse an ihren Büchern zu wecken.

tredition: Lieber Herr Janke, seit wann betreiben Sie Ihren Blog BuzzNews und wie kam es dazu?

Alex Janke: Als Buchtipp-Blog betreibe ich BuzzNews seit dem Frühjahr/Sommer 2015. Ich wollte, ganz banal aus Neugier und Spaß, „was im Internet machen“ und habe erstaunlich lange gebraucht, bis ich auf den Themenkomplex Buchtipps/Lebensthemen /Inspiration/Philosophie gestoßen bin.

Erstaunlich deshalb, weil es eigentlich hätte klar sein können: Ich lese seit meinem 16. Lebensjahr praktisch täglich Bücher, mindestens eine Stunde, eher zwei. Nahezu ausschließlich, um das Leben zu reflektieren, Informationen zu erhalten, mich weiterzubilden, bequeme Selbstverständnisse zu pflegen oder zu stören und gute Sprache zu genießen. Das gilt sowohl für Sachbücher als auch für Belletristik.

Seit Ende August hat BuzzNews übrigens einen Booktube auf Youtube, wo ich mich mit dem guten Mut eines leidenschaftlichen Dilettanten vor die Kamera stelle, Buchtipps gebe und auch sonst was hoffentlich Interessantes erzähle. Ich wollte Bücher und philosophische Inspirationen ein bisschen marktschreierischer präsentieren, zugespitzter, impulsiver, eindringlicher, weil sie mir wirklich viel bedeuten.

Und auch hier frage ich mich: Warum mache ich das erst jetzt? Wenn etwas zu nahe liegt, kann man es nicht richtig sehen.

Ein Blog mit besonderem Anspruch

tredition: Was zeichnet BuzzNews gegenüber anderen Buchblogs aus?

Alex Janke: Bei BuzzNews gibt es Buchtipps zu Themen, die bewegen, das heißt zu Lebensthemen und philosophischen Inspirationen im engen und weitesten Sinn. Für Neuerscheinungen, Bestseller und Geheimtipps in verschiedenen Genres.

Ich stelle bei meinen Empfehlungen in den Vordergrund: Was verbindet das jeweilige Buch mit dem Leben der Menschen? Beim Konzipieren der Inhalte habe ich immer einen User vor Augen, der oder die sich in erster Linie für sich und sein/ihr Leben interessiert. Diesem User sage ich möglichst schnell auf den Punkt, warum er welches Buch lesen sollte. Was da für ihn drinsteckt. Was das mit ihm zu tun hat.

Da ich glaube, dass Menschen neben reiner Unterhaltung, Eskapismus, Spannung und schöner Sprache in der Literatur vor allem die klärende Spiegelung heutiger und vergangener Zeiten, die warme Heimat der eigenen Identität, den inspirierenden Wink und die kritisch-konstruktive Betrachtung des Lebens suchen, fokussiere ich diese Seite des Lesens.

Ob mich das gegenüber anderen deutschsprachigen Buchblogs auszeichnet, weiß ich nicht. Aber nach meinem oberflächlichen Eindruck ist meine Herangehensweise in anderen Buchblogs ebenso wenig verbreitet wie die Auswahl der Bücher.

„Philosophische Inspirationen“ mit Buchtipp

tredition: Wie viele Rezensionen veröffentlichen Sie im Monat?

Alex Janke: Grundsätzlich gibt es mindestens einmal pro Woche neue Inhalte. Bei weitem nicht alles, was ich veröffentliche, ist eine Rezension. Ich stelle vielversprechende Neuerscheinungen kurz vor oder schreibe ein längeres Stück zu einem Thema, das ich „philosophische Inspiration“ nenne und zu dem es natürlich auch einen Buchtipp gibt, der das Thema vertieft oder erweitert. Das kann ein eher nischiges, aber auch für das allgemeine Publikum interessantes Sujet sein wie eine barsche Kritik am Neuen Realismus von Markus Gabriel. Über den Nutzen von Psychopathie oder Sterblichkeit wurde schon etwas verfasst. Warum der Streit um die Willensfreiheit langweilig ist, habe ich versucht darzustellen. Die geistigen Welterfahrungen von Friedrich Nietzsche und Arthur Schopenhauer sind ebenfalls für unser Leben aufbereitet, aber auch Pete Dohertys öffentliche Existenz wurde philosophisch überraschend analysiert. Es darf also auch leicht irritieren.

Außerdem gibt es hin und wieder mittellange Rezensionen zu Büchern, die mir am Herzen liegen. Die User erfahren, was sie lesen sollen. Nicht-empfehlenswerte Bücher lasse ich gleich weg.

BuzzNews

Fragen aufwerfen oder den Leser direkt ansprechen: Die Überschriften auf BuzzNews sind „Appetizer“ für Bücherhungrige

tredition: In den Überschriften der Rezensionen sprechen Sie Leser oft unmittelbar an und deuten darauf hin, was die Kernaussage eines Buches ist. Wie kommt das bei Ihren Blog-Besuchern an?

Alex Janke: Die direkte Ansprache und die sofortige Bekanntgabe des Nutzens sind die rhetorische Umsetzung meines Anspruches, leserorientiert statt selbst- oder buchzentriert zu sein. Meine Mission ist es, Menschen über interessante Themen gute Bücher zu empfehlen. Aktuell übrigens schwenke ich vom Sie zum Du um – in meinem Booktube geht es konsequent informell zu, und auch der Blog verwandelt sich diesbezüglich.

Die Resonanz, die ich bisher bekommen habe, ist ermutigend und amüsant ambivalent. Vor allem auf meine ersten Videos bei Youtube. Einige meinten, ich solle weniger gestikulieren, andere fanden das Gestikulieren toll. Die Betonung wirkte auf manche angestrengt, andere empfanden sie als mitreißend und dynamisch. Manchen war es zu laut und zu schnell, zu anderen bin ich auf diese Weise gerade erst durchgedrungen. Insgesamt geht zumindest das Stimmungsbild, das mich erreicht, in Richtung „Gut gemacht“.

„Ein Buch muss berühren.“

tredition: Wie schnell merken Sie, ob ein neues Buch Sie fasziniert?

Alex Janke: Ein Buch kriegt ca. 50 Seiten, bis dahin muss mir irgendetwas daran gefallen haben, damit ich weiterlese. Oder ich weiß, dass eine anfängliche Durststrecke später belohnt wird, dann bleibe ich auch dran, blättere ggf. vor. Ob ein Buch mich fasziniert, erkenne ich daran, ob und wie es ein Thema berührt, das mich privat oder als Teilnehmer an der Gesellschaft betrifft, beziehungsweise inwiefern der Erzähler oder Protagonist eine Haltung verkörpert, von der man etwas lernen kann.

Wenn ich ein Buch gelesen habe, will ich zumindest ein etwas anderer sein als vorher. Bücher müssen zwangsläufig Bildungserlebnisse darstellen, egal wie klein. Literatur zur bloßen Spannung oder Unterhaltung ist für mich Zeitverschwendung.

tredition: Inwiefern können Bücher von Self-Publishing-Autoren eine Bereicherung für Sie darstellen?

Alex Janke: Grundsätzlich unterscheide ich nicht zwischen Self-Publishing oder sogenannten etablierten Verlagsprodukten. Qualität zählt – und Qualität meint durchaus auch Basis-Handwerk wie Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung. Da bin ich stockkonservativ, fast schon studiendirektoral. Natürlich bin auch ich nicht perfekt in diesen delikaten Angelegenheiten – aber ich stelle fest, dass es für mich eine notwendige Bedingung darstellt, um ein Buch überhaupt empfehlen zu können. Wer hier Schwierigkeiten hat, sollte sein Werk lektorieren lassen. Guter Inhalt hat das verdient. Ich fände es mal schick, zwischendurch auf gute Selbstveröffentlichungen zu stoßen, die nicht jeder einfach findet und bespricht. Literarische Trüffelschweinerei im Indie-Bereich.

Markegting-Tipp für Self-Publisher

tredition: Wie sollten Autoren vorgehen, wenn sie sich eine Rezension bei Ihnen wünschen?

Alex Janke: Sie sollten mir eine Nachricht schicken und mir in maximal 500 Zeichen konkret mitteilen, warum und inwiefern ihr Buch zu meinem Blog passt. Sie sollten mir zusätzlich direkt den Klappentext mitschicken und die ersten oder zentralen Seiten. Auf der Basis kann ich entscheiden, ob es grundsätzlich in Frage kommt. Man sieht schon: Blogger Relations ist in diesem Fall schlecht skalierbar, sondern eine individuelle Kommunikation zwischen zwei Menschen. Generell empfehle ich Autoren, wie ein Verkäufer bzw. Marketingverantwortlicher zu denken: Befriedige die Bedürfnisse Deines Gegenübers, mache ihm klar, dass sich sein Eigeninteresse mit Deinem deckt. Frage dich: Wie kann ich durch mein Buch wem helfen? Die Antwort muss dann das Hauptverkaufsargument sein.

tredition: Ließe sich Ihr Wirken als Blogger unter ein Motto fassen?

Alex Janke: Zur Selbstkalibrierung nutze ich seit Jahren einen Spruch, den eines meiner Vorbilder, Götz Werner, der Gründer und langjährige CEO von dm – drogeriemarkt, popularisiert hat:

„Beharrlich im Bemühen, bescheiden in der Erfolgserwartung.“

Was das Operative und Strategische des Bloggens betrifft:

„Probiere mal was aus, denn keinen Erfolg hast du schon, wenn Du nichts machst. Sei Dienstleister und gib. Dann kommt auch etwas zurück.“

Buchblogs im Überblick

Als Verkaufsweg für Bücher hat das Internet den Sortimentsbuchhandel noch längst nicht überflügelt – doch Kaufentscheidungen werden zunehmend online getroffen. In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Buch- und Literaturblogs rasant erhöht. Self-Publishing-Autoren sollten die damit verbundenen Chancen nutzen:

  • Stellen Sie ausgewählten Blogs gezielt Ihr Buch vor – mit einer freundlichen E-Mail, Kurzbeschreibung und Cover des Buches
  • Verweisen Sie für Rezensionsexemplare an tredition
  • Bieten Sie zusätzlichen Content an, der für Blogs attraktiv sein könnte (Leseproben Ihres Buches, ein Autoreninterview, Hintergründe zur Entstehungsgeschichte des Buches usw.)
  • Achten Sie bei der Auswahl der zu kontaktierenden Blogs darauf, ob ihr Buch in die vom Blogger favorisierten Genres passt bzw. ob explizite Hinweise auf dem Blog zur Vorstellung von Büchern zu finden sind. Einige Blogger reagieren allergisch darauf, ungefragt Rezensionsexemplare zu erhalten.
  • Etwas mehr zeitliche Kapazität bindet eine Blog-Tour: In diesem Falle wird ein Buch auf mehreren Blogs vorgestellt. Die einzelnen Blog-Beiträge setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte (z.B. Hervorhebung einer Figur des Romans, Interview mit dem Autoren etc.). Viele Blogger sond solchen Touren gegenüber aufgeschlossen. Als Autor profitieren Sie angesichts mehrfacher Beiträge von einer hohen Wahrnehmbarkeit im Web.

Hier eine Auswahl interessanter Blogs:

Alines kleine Welten

Anima Libri

Blücher

Bookrecession

Bücherwahnsin

Buch-fresserchen.blogspot.de

Fantastische Bücherwelt

Feenfeuer

Fiction Fantasy

Kinderohren

Kulturbuchtipps

Leselink

Leser-Welt

Markt aktuell

Saphiras World

Schreibjournal

Tintenhain

Wortakzente

Viel Freude und Erfolg bei Ihren Marketingaktivitäten! Beachten Sie dazu auch unsere weiteren Tipps im tredition-Blog:

Autorenwissen: Ein Blick auf die deutsche Presselandschaft

Das eigene Buch in der Huffington Post vorstellen

Serie – Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil V

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil IV

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil III

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil II

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil I