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Fehler vermeiden beim Blogmarketing – Wie schreibe ich Blogger an?

Fehler vermeiden beim Blogmarketing – Wie schreibe ich Blogger an?

Fehler vermeiden beim Blogmarketing – Wie schreibe ich Blogger an?

Bild: Wie vermeide ich als Autor Fehler bei der Ansprache von Blogs? In unserem akuellen Blogbeitrag erfahren Sie mehr!

Neben klassischer Pressearbeit, also dem Kontakt zu Journalisten, oder Social Media Marketing, gibt es noch andere zahlreiche Möglichkeiten, Ihr Buch zu bewerben und bekannt zu machen. Machen Sie sich als AutorIn den Umstand zunutze, dass heute immer weniger Printmagazine oder Zeitungen konsumiert werden, sondern Leser und Leserinnen sich zunehmend im Internet über Bücher und Autoren informieren. Verkaufsentscheidungen werden heutzutage immer mehr über das Netz getroffen. Blicken Sie einmal in Ihre letzte Woche zurück. Wie viel Zeit haben Sie im Internet verbracht und wieviel Zeit beim Lesen einer gewöhnlichen Zeitung? Der Tipp für das neue Buch von XY, das auf Ihrem Nachtisch liegt, stammt der aus einer Zeitschrift oder war es nicht Ihre Facebook-Freundin, welche die ansprechende Buchbesprechung von einem Blog auf Ihrer Seite gepostet hat?

Täglich informieren wir uns im Netz, auf Social Media, in Blogs und über andere Kanäle. Sind Ihre Leser dort, sollten Sie auch darüber nachdenken, Ihr Buch über Blogmarketing zu bewerben. Aber Vorsicht vor unüberlegten Schritten! Bevor Sie ungefragt Massenmails an Blogger herausschicken und so schnell verbrannte Erde hinterlassen, sollten Sie sich eine sinnvolle Vorgehensweise für die Bewerbung Ihres Buches überlegen. Blogger werden täglich von unzähligen Autoren angesprochen. Sie wollen nicht einer unter vielen sein, oder gar abgelehnt werden, sondern herausstechen und Interesse wecken.

Nutzen Sie Ihre Chance und erfahren Sie in unserem aktuellen Beitrag, wie Blogmarketing richtig geht und welche Fehler Sie dabei unbedingt vermeiden sollten.

 

  1. Was ist eigentlich ein Blog bzw. ein Blogger?
  2. Kommt mein Buch für Blogger in Frage?
  3. Passende Blogs für mein Buch finden – welche Blogger spreche ich an?
  4. Blogmarketing ist nicht gleich Pressearbeit
  5. Wie schreibe ich Blogger richtig an?
  6. Mehrwert für Blogger schaffen: Kooperationen anbieten
  7. Kreativ werden: Blogtouren veranstalten
  8. Die Blogtour: ein Beispiel
  9. Unterstützung vom Verlag holen
  10. Nachhaken

1 Was ist eigentlich ein Blogger?

Blogmarketing

Bild: Was ist eigentlich ein Blogger und warum ist ein sogenannter Influencer wichtig für Ihr Buchmarketing?

Wenn Autoren Ihr Debütwerk veröffentlicht haben und sich dann dem Marketing widmen, ist das Blogmarketing für die meisten absolutes Neuland.  Doch eine stetig wachsende Zahl an Lesern schwirrt durch die weiten Gefilde von sozialen Netzwerken, Blogs oder Buchcommunities. In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Buch- und Literaturblogs rasant vervielfacht. Das Potential und die Einflusskraft von Bloggern sollten Sie natürlich auch für Ihre Buchwerbung nutzen! Wer aber sind eigentlich diese „Blogger“? Hinter einem Blogger versteckt sich der Betreiber einer Internetseite mit bestimmten Themenfokus. Angefangen haben Blogger meist mit Kurzberichten aus dem persönlichen Alltag, oft in Tagebuchform, um eine große Anzahl Gleichgesinnte zu erreichen und diese am eigenen Leben und Alltag teilhaben zu lassen. Daraus entstanden sind eine unendliche Anzahl an Portalen, die sich mehr oder minder spezifisch bestimmten Aspekten unseres Lebens widmen und Meinungen, Berichte, Interviews oder Rezensionen veröffentlichen. Gerade für Autorinnen sind Blogger eine interessante Gruppe. In Bereich Literatur und Buchmarkt haben sich mittlerweile eine große Anzahl von Blogs etabliert. Zu nennen sind hier allgemeine Literaturblogs, spezifische Blogs, die sich bestimmten Genres widmen, wie Fantasy-, Romance, Science Fiction, Ratgeber-Blogs und viele mehr. Dieses bunte Spektrum aus Bloggern hat sich mittlerweile zu einem der wichtigsten Sprachrohre zum Lesepublikum entwickelt. Bekannte Blogger haben mitunter mittlerweile ein ähnliches Ansehen wie manch bekannter Journalist. Man kann sich ausmalen, was eine Buchbesprechung bei einem sogenannten „Influencer“ bewirken kann. Autoren bieten sich damit eine Vielzahl an Chancen, das eigene Buch in Kooperation mit einem Blog einer großen Menge an Lesern vorzustellen und für Aufmerksamkeit für das eigene Buch zu sorgen. Meist profitieren Autoren auch dahingehend von einer Blogbesprechung, dass sie mit dieser auf eigenen Seiten oder auf Social Media werben können, aber auch dadurch, dass Blogger selbst ihre Artikel auf verschiedenen Plattformen wie sozialen Netzwerken verbreiten und den Werbeeffekt für den Autor erhöhen.

2 Kommt mein Buch für Blogger in Frage?

Kommt mein Buch für Blogger in Frage

Bild: Wenn Sie sich fragen, ob Ihr Buch für einen Blogger interessant sein könnte, sollten Sie sich vorab genau mit Ihrer Zielgruppe befassen!

Woher weiß ich aber eigentlich als Autor, ob mein Buch sich für eine Blogvorstellung eignet? Prüfen Sie Ihr Buch mit einem kritischen und vor allem objektiven Blick auf Herz und Nieren. Welches Genre hat Ihr Buch, welche Zielgruppe? Hält sich diese im Netz auf und wenn ja wo?  Liest Ihre Zielgruppe Blogrezensionen oder ist Blogmarketing vergebene Liebesmühe? Bevor Sie sich gleich auf Blogger stürzen, sollten Sie vorab die eigene Zielgruppe zu Ihrer Veröffentlichung genau analysieren und herausfinden, wo diese sich aufhält.  Wen spricht Ihr Genre, Stil und die Aufmachung des Buches an?

Beispiel. 

Für einen Ratgeber, der sich an eine ältere Zielgruppe ab 60 aufwärts wendet, verfehlt Blogmarketing wahrscheinlich die Wirkung. Ein Fantasyroman hat bei der großen Menge an Fantasyblogs, die es mittlerweile gibt, schon eher eine Chance auf eine Online-Buchbesprechung.  Konservative Leser finden Ihre Buchempfehlungen eher in der Zeitung, im Fernsehen oder bei Bekannten. Technikaffine Leser halten sich eher in den sozialen Netzwerken, auf Blogs oder in Buchcommunities auf.  Die Analyse Ihrer Zielgruppe vorab ist fundamental , damit Sie keine Zeit und Budget in die falschen Marketingmaßnahmen investieren.

3 Passende Blogs für mein Buch finden – welche Blogger spreche ich an?

Bild: Blogs gibt es wie Sand am Meer, aber welchere passt für Ihr Buch? So finden Sie die richtigen Blogger!

Ihr Buch ist reif für Blogger? Kann’s dann schon losgehen? Halt, schreiben Sie nicht einfach wild drauf los! Vorab sollten Sie sich nicht nur mit Ihrem Buch, sondern auch mit den Adressaten, den Bloggern, auseinandersetzen. Blogger sind so vielseitig und vielfältig wie Autoren. Jeder hat seine Lieblingsthemen und Vorlieben. Halten Sie gezielt Ausschau nach Special-Interest-Blogs, für die das Thema ihres Buches besonders interessant sein könnte.

Beispiel. 

Sie schreiben beispielsweise über Ernährung? Dann könnten Blogs, die sich mit Fragestellungen zu Ernährung, Gesundheit, Essen und Kochen befassen, die richtige Adresse sein. Ein politisches Buch hat etwa bei einem Blog, der sich mit Liebesromanen beschäftigt, nichts zu suchen.

Auch sollte man nicht einfach allgemeine Literaturblogs anschreiben und darauf hoffen, dass diese auf das eigene Buch gewartet haben. Blogger haben sich innerhalb der letzten Jahre zu den signifikantesten Sprachrohren im Netz entwickelt – und sind daher auch genauso beliebt bei anderen Autoren. Man kann auf Google nach passenden Blogs recherchieren, indem man dort das Genre + Blogs sucht. Schauen Sie auch gern einmal auf unsere Seite und geben unter der Suchfunktion das Wort „Blog“ beziehungsweise „Blogger“ ein. Wir haben in unserem Blog bereits eine Reihe von Bloggern vorgestellt, die vielleicht interessant für Sie sein könnten. Stellen Sie sich voab eine Excel-Liste zusammen mit Bloggern, die allein für Ihr Genre in Frage kommen. Tauschen Sie sich auch mit anderen Autoren aus, oftmals rezensieren auch Autoren gern auf ihrem eigenen Blog oder können einen Blogger weiter empfehlen. Bauen Sie Ihr Netzwerk auf!

4 Blogmarketing ist nicht gleich Pressearbeit

Bild: Was ist eigentlich das Geheimis beim Blogmarketing?

Man sollte nicht dem Trugschluss zum Opfer fallen, klassische Pressearbeit ließe sich 1 zu 1 auf die Bloglandschaft übertragen. Während klassische Presseaussendungen für Journalisten funktionieren, sieht dies bei Bloggern ganz anders aus. Hier zählt eher der persönliche Kontakt, die persönliche Vorliebe eines Bloggers. Presseanschreiben verfehlen hier oft ihre Wirkung, wenn diese nicht auf den Blogger zugeschnitten werden. Für Blogger zählt die gemeinsame und weniger förmliche Kommunikation. Bei Bloggern kann  man eher auf einer persönlichen Ebene miteinander sprechen. Auch Hintergrundinformationen zu Ihnen und Ihrem Buch sind hier nicht fehl am Platz. Massenmails mit Pressemeldungen kommen dagegen weniger gut an. Wichtiger ist der persönliche Austausch. Fragen Sie auch ruhig vorab, ob der jeweilige Blogger denn überhaupt Interesse an einem Austausch, an einer Buchvorstellung etc. hat und bombardieren Sie ihn oder sie nicht gleich mit Ihrem Material. Bei dem Kontakt mit Bloggern gilt es also vorab Recherchearbeit zu leisten und sich mit dem jeweiligen Blog auseinanderzusetzen. Eine Ansprache wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ zeigen dem Blogger recht schnell, dass Sie sich wenig oder gar nicht mit seinem Blog beschäftigt haben. Im Fokus Ihres Blogmarketings sollte hier ein aussagekräftiger Blogverteiler stehen, in dem Sie auch die Ausrichtung, Kontaktdaten etc. zum jeweiligen Blog hinterlegen.

 

5 Wie schreibe ich Blogger richtig an?

Was ist ein Blogger?

Bild: So schreiben Sie Blogger richtig an und landen nicht im Papierkorb oder auf der Sperrliste!

Nachdem Sie Ihre Zielgruppe identifiziert haben, sollten Sie sich die Blogs, die passend für Ihr Buch erscheinen, genau anschauen. Welche Themen bespricht der jeweilige Blogger, liest er gerne Printbücher oder e-Books, pflegt er einen eher umgangsprachlichen und persönlichen Ton oder wählt er  eher eine förmliche Ansprache? All diese Fragen sollte man vorab beachten, bevor man sich eine Blogstrategie für diesen Blog überlegt. Suchen Sie also für Ihr Buch thematische Blogs und Portale im Internet. Auf den Blogs suchen Sie sich im Impressum oder unter „Kontakt“ die E-Mail des Anbieters und senden ihm oder ihr die passende Anfrage. Ein durchschnittlich bekannter Blog erhält schon pro Tag eine große Anzahl an Zuschriften. Bei wirklich wichtigen Blogs sieht das gleich noch einmal ganz anders aus. Blogger selbst hassen nichts mehr, als einfach wahllos mit Material zugeschüttet zu werden. Will man mit einem Blogger in Austausch treten und etwas zum eigenen Buch dort platzieren, so sollte man sich genau über den Blog und seine Zielgruppe informieren und eine auf gegenseitigem Respekt basierende Beziehung aufbauen. Fragen Sie am besten vorab beim Blogger an, ob er Interesse an einer Buchpräsentation hat und in welcher Form er Ihr Material zugestellt haben möchte. Der erste und wichtigste Punkt ist, schreiben Sie Blogger nicht automatisiert mit einer Massenmail an, in die Sie den gesamten Blogverteiler hineingenommen haben. Spätestens dann stehen Sie bei diesen Bloggern auf der Abschussliste. Sie sollten für jeden Blogger persönlich ein individuelles Anschreiben aufsetzen. Dieses sollte professionell verfasst sein, ein aussagekräftiges Autorenbild als Jpg-Datei, eine knackige Kurzankündigung des Buches, die Pressemeldung als PDF-Datei, ein hochauflösendes Coverbild sowie eine Kurzbiographie von Ihnen beinhalten. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Anschreiben optisch einwandfrei und ansprechend daherkommt. Sie haben große Konkurrenz und müssen sich nicht nur durch interessante Inhalte, sondern auch durch eine attraktive Aufmachung von anderen Anfragen abheben.

 

6 Mehrwert für Blogger schaffen: Kooperationen anbieten

Blogkooperationen

Bild: Blogkooperationen sind ideal für Ihr Buch als auch für den Aufbau von Bloggerrelations.

Blogger erhalten täglich unzählige  Titel zur Vorstellung. Sie müssen sich also aus dieser Masse mit Ihrem Titel abheben. Wie können Sie dies anstellen? Zunächst einmal gehört dazu ein professionelles Auftreten und ein attraktives Anschreiben. Darüber hinaus sollten Sie für Blogger einen Mehrwert schaffen. Sprechen Sie also Blogger direkt auf Kooperationsmöglichkeiten an. Manchmal sind Blogger schon auf geraume Zeit ausgebucht und haben keine Kapazitäten mehr, um neue Titel aufzunehmen. In anderen Fällen gehen Blogger aber gerne Kooperationen mit Autoren ein, da auch diese den eigenen Lesern Material und Mehrwert bieten wollen. Stellen Sie wichtigen Literaturblogs im Gegenzug Rezensionsexemplare zu Buchbesprechungen. Bieten Sie den Bloggern exklusive Autoreninterviews zu Ihrem Buch.  Für diese können Sie etwa bereits ein vorgefertigtes  Autoreninterview bzw. einen Autorenfragebogen mit interessanten Fragen zu Ihnen und Ihrem Werk als PDF-Dokument vorbereiten. Eine weitere Möglichkeit sind Gewinnspiel- und Verlosungskooperationen. Blogger bieten ihren Lesern gern eine Verlosung an, um diese auf den eigenen Blog zu holen. Stellen Sie den Bloggern dafür die Verlosungsexemplare bereit, ist es wahrscheinlicher, dass er oder sie Ihnen einen Platz im eigenen Blog einräumt.

7 Kreativ werden: Blogtouren veranstalten

Vermarktungstipp für Autoren: Das eigene Buch Bloggern vorstellen

Bild: Ein guter Vermarktungstipp für Autoren: eine Blogtour veranstalten!

Es muss nicht immer nur eine „normale“ Buchbesprechung sein. Blogger wollen den eigenen Lesern etwas bieten, damit diese auf ihre Seite kommen und dort auch länger verweilen. Damit sind diese prädestiniert für besondere Events oder Sonderaktionen. Ein interessantes Sonderevent ist eine Blogtour. Organisieren Sie also im Rahmen Ihres Buchmarketings eine Blogtour zu Ihrem Buch. Bei einer Blogtour präsentieren unterschiedliche themengebundene Blogs innerhalb eines bestimmten Zeitraumes Ihr Buch in verschiedenen Formen. Ein Beispiel: Der erste Blog veröffentlicht eine Buchbesprechung, eine Woche später publiziert der nächste Blog ein Autoreninterview, der dritte bieten seinen Anhängern eine Leseprobe, ein andere veranstaltet ein Gewinnspiel u.v.m. Für diese Themen erstellen die Blogger Beiträge und diese werden dann nach Absprache zu einem festen Termin veröffentlicht. Blogtouren sind generell zeitaufwändiger als normale Kooperationen, da man mit mehreren Bloggern zusammenarbeitet, bzw. diese zunächst suchen muss. Dafür ist es wichtig, vorab die richtigen Ansprechpartner zu eruieren und für das eigene Buch zu gewinnen, diese rechtzeitig mit dem Werbematerial auszustatten und vor und während der Blogtour Werbung für diese auf anderen Kanälen zu machen. Blogger sind gut vernetzt. Sprechen Sie vorab über die Möglichkeit einer Tour. Blogger kennen sich untereinander und haben oft gute Ideen, was eine Blogtour angeht.

8 Die Blogtour: ein Beispiel

Das Buch wird förmlich seziert und auseinander genommen.

Blogtour Stefanie Krumbiegel

Bild: Steffi Krumbiegel zeigt mit ihrer Blogtour zu ihrer Fantasy-Reihe „Nadja“ wie’s geht!

Mit ihrer Fantasy-Reihe „Nadja“ entführt uns die junge Autorin Steffi Krumbiegel in eine faszinierende Fantasy-Welt. Kürzlich hat die Autorin eine Blogtour zu Ihrer Buchreihe veranstaltet. Dazu haben diverse Blogger das Buch auf Ihren Blogs unter verschiedenen Gesichtspunkten besprochen. Während ein Blogger eine Buchbesprechung zum Werk von Steffi Krumbiegel veröffentlicht hat, hat ein anderer sich mit der Figurenwelt in der Fantasyreihe auseinandergesetzt. Ein dritter Blogger hat die Autorin selbst zu Ihrem Buch zu Wort kommen lassen usw. Für die Autorin war diese Tour eine besondere Möglichkeit, mit Bloggern über das eigene Werk zu sprechen. Man kann vorher nie abschätzen, welchen Werbezulauf einzelne Blogpräsenzen bringen, im Ganzen wertet Steffi Krumbiegel in der Rückschau aber die Blogtour im Ganzen als  Erfolg. Persönlich hat die Autorin erstaunt, wie bekannt ihr Buch dadurch auf Messen wurde. Immer wieder sprachen sie Menschen darauf an, es auf Facebook gesehen zu haben – dadurch verkauft sich ein Buch natürlich wesentlich besser. AutorInnen selbst kommen durch eine Blogtour mitunter einfacher und schneller ins Gespräch. Auch diese weichen Nebeneffekte des Blogmarketings sollten Sie nicht vernachlässigen. Steffi Krumbiegels Tipp für alle Autoren, die Blogger angehen wollen: „Die Blogger lieben den Kontakt und die Unterstützung der Autoren.“ Ihr Fazit zu Ihrer Blogtour: „Wenn man sieht, was diese Blogger jedes Mal für Ideen aus dem eigenen Werk zaubern, wie sie Banner erstellen, die Termine finden und mit dem Autor zusammenarbeiten, gehört eine Blogtour zu einer Erfahrung, die Autoren absolut machen sollten.“

9 Unterstützung vom Verlag holen

Marketingtipp: Die passende Community für Ihr Buch

Bild: Vergessen Sie nicht, Ihr Verlag bietet viel Unterstützung beim Marketing, auch wenn es um Blogmarketing geht!

tredition betreibt in Kooperation mit diversen Bloggern bereits Blogmarketing für Ihre Bücher. Ausgewählte Bücher stellen wir dabei gezielt Buch- und Literaturblogs vor und bieten in Abstimmung mit den Autoren Rezensionsexemplare, Leseproben, Autoreninterviews, Gewinnspiele und Kooperationen an – oder führen eine Blogtour durch. Auf Nachfrage von Journalisten, Bloggern und Pressevertretern senden wir kostenfreie gedruckte oder e-Book-Rezensionsexemplare zur Besprechung zu. Autoren müssen diese natürlich nicht bezahlen.

Fragen Sie also gern bei uns nach einem Rezensionsexemplar, wenn ein Blogger sich meldet oder holen sich Tipps für Ihr Blogmarketing!

 

10 Nachhaken

Bei Bloggern nachhaken

Bild: Wann ist es denn eigentlich Zeit, bei einem Blogger nachzuhaken?

Blogger bekommen täglich viele Zuschriften – und das Bücherlesen selbst kostet Zeit. Fragen Sie daher nicht gleich nach einer Woche nach, wie es um die Buchbesprechung zu Ihrem Werk ausschaut. Haben Sie auch etwas Geduld und lassen Sie den Bloggern ein wenig Zeit für eine Rezension. Ein Buch liest sich nicht in 2 Tagen. Außerdem ist Ihr Buch mit Sicherheit auch nicht der einzige Titel, den der Blogger bespricht. Wenn Sie dann „nerven“, kann dies sogar kontraproduktiv sein und sich im Zweifelsfall negativ auf Ihre Buchbesprechung auswirken, oder – im schlimmsten Fall – dazu führen, dass Ihr Buch gar nicht mehr besprochen wird.

Wir wünschen Ihnen jetzt erst einmal viel Erfolg bei Ihrem Blogmarketing. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gern an!


BuzzNews – der Buchtipp Blog: Gründer Alex Janke im Interview

Alex Janke

Die Mission von Alex Janke: Menschen gute Bücher empfehlen, die faszinieren und einen unmittelbaren Bildungseffekt haben

Der Blog BuzzNews ist erst wenige Monate alt – Gründer Alex Janke sprudelt gleichwohl voller Ideen, Leser auf Bücher und spannende Themen aufmerksam zu machen. Im Interview mit tredition erläutert Janke, was BuzzNews auszeichnet und wie Self-Publisher vorgehen sollten, um sein Interesse an ihren Büchern zu wecken.

tredition: Lieber Herr Janke, seit wann betreiben Sie Ihren Blog BuzzNews und wie kam es dazu?

Alex Janke: Als Buchtipp-Blog betreibe ich BuzzNews seit dem Frühjahr/Sommer 2015. Ich wollte, ganz banal aus Neugier und Spaß, „was im Internet machen“ und habe erstaunlich lange gebraucht, bis ich auf den Themenkomplex Buchtipps/Lebensthemen /Inspiration/Philosophie gestoßen bin.

Erstaunlich deshalb, weil es eigentlich hätte klar sein können: Ich lese seit meinem 16. Lebensjahr praktisch täglich Bücher, mindestens eine Stunde, eher zwei. Nahezu ausschließlich, um das Leben zu reflektieren, Informationen zu erhalten, mich weiterzubilden, bequeme Selbstverständnisse zu pflegen oder zu stören und gute Sprache zu genießen. Das gilt sowohl für Sachbücher als auch für Belletristik.

Seit Ende August hat BuzzNews übrigens einen Booktube auf Youtube, wo ich mich mit dem guten Mut eines leidenschaftlichen Dilettanten vor die Kamera stelle, Buchtipps gebe und auch sonst was hoffentlich Interessantes erzähle. Ich wollte Bücher und philosophische Inspirationen ein bisschen marktschreierischer präsentieren, zugespitzter, impulsiver, eindringlicher, weil sie mir wirklich viel bedeuten.

Und auch hier frage ich mich: Warum mache ich das erst jetzt? Wenn etwas zu nahe liegt, kann man es nicht richtig sehen.

Ein Blog mit besonderem Anspruch

tredition: Was zeichnet BuzzNews gegenüber anderen Buchblogs aus?

Alex Janke: Bei BuzzNews gibt es Buchtipps zu Themen, die bewegen, das heißt zu Lebensthemen und philosophischen Inspirationen im engen und weitesten Sinn. Für Neuerscheinungen, Bestseller und Geheimtipps in verschiedenen Genres.

Ich stelle bei meinen Empfehlungen in den Vordergrund: Was verbindet das jeweilige Buch mit dem Leben der Menschen? Beim Konzipieren der Inhalte habe ich immer einen User vor Augen, der oder die sich in erster Linie für sich und sein/ihr Leben interessiert. Diesem User sage ich möglichst schnell auf den Punkt, warum er welches Buch lesen sollte. Was da für ihn drinsteckt. Was das mit ihm zu tun hat.

Da ich glaube, dass Menschen neben reiner Unterhaltung, Eskapismus, Spannung und schöner Sprache in der Literatur vor allem die klärende Spiegelung heutiger und vergangener Zeiten, die warme Heimat der eigenen Identität, den inspirierenden Wink und die kritisch-konstruktive Betrachtung des Lebens suchen, fokussiere ich diese Seite des Lesens.

Ob mich das gegenüber anderen deutschsprachigen Buchblogs auszeichnet, weiß ich nicht. Aber nach meinem oberflächlichen Eindruck ist meine Herangehensweise in anderen Buchblogs ebenso wenig verbreitet wie die Auswahl der Bücher.

„Philosophische Inspirationen“ mit Buchtipp

tredition: Wie viele Rezensionen veröffentlichen Sie im Monat?

Alex Janke: Grundsätzlich gibt es mindestens einmal pro Woche neue Inhalte. Bei weitem nicht alles, was ich veröffentliche, ist eine Rezension. Ich stelle vielversprechende Neuerscheinungen kurz vor oder schreibe ein längeres Stück zu einem Thema, das ich „philosophische Inspiration“ nenne und zu dem es natürlich auch einen Buchtipp gibt, der das Thema vertieft oder erweitert. Das kann ein eher nischiges, aber auch für das allgemeine Publikum interessantes Sujet sein wie eine barsche Kritik am Neuen Realismus von Markus Gabriel. Über den Nutzen von Psychopathie oder Sterblichkeit wurde schon etwas verfasst. Warum der Streit um die Willensfreiheit langweilig ist, habe ich versucht darzustellen. Die geistigen Welterfahrungen von Friedrich Nietzsche und Arthur Schopenhauer sind ebenfalls für unser Leben aufbereitet, aber auch Pete Dohertys öffentliche Existenz wurde philosophisch überraschend analysiert. Es darf also auch leicht irritieren.

Außerdem gibt es hin und wieder mittellange Rezensionen zu Büchern, die mir am Herzen liegen. Die User erfahren, was sie lesen sollen. Nicht-empfehlenswerte Bücher lasse ich gleich weg.

BuzzNews

Fragen aufwerfen oder den Leser direkt ansprechen: Die Überschriften auf BuzzNews sind „Appetizer“ für Bücherhungrige

tredition: In den Überschriften der Rezensionen sprechen Sie Leser oft unmittelbar an und deuten darauf hin, was die Kernaussage eines Buches ist. Wie kommt das bei Ihren Blog-Besuchern an?

Alex Janke: Die direkte Ansprache und die sofortige Bekanntgabe des Nutzens sind die rhetorische Umsetzung meines Anspruches, leserorientiert statt selbst- oder buchzentriert zu sein. Meine Mission ist es, Menschen über interessante Themen gute Bücher zu empfehlen. Aktuell übrigens schwenke ich vom Sie zum Du um – in meinem Booktube geht es konsequent informell zu, und auch der Blog verwandelt sich diesbezüglich.

Die Resonanz, die ich bisher bekommen habe, ist ermutigend und amüsant ambivalent. Vor allem auf meine ersten Videos bei Youtube. Einige meinten, ich solle weniger gestikulieren, andere fanden das Gestikulieren toll. Die Betonung wirkte auf manche angestrengt, andere empfanden sie als mitreißend und dynamisch. Manchen war es zu laut und zu schnell, zu anderen bin ich auf diese Weise gerade erst durchgedrungen. Insgesamt geht zumindest das Stimmungsbild, das mich erreicht, in Richtung „Gut gemacht“.

„Ein Buch muss berühren.“

tredition: Wie schnell merken Sie, ob ein neues Buch Sie fasziniert?

Alex Janke: Ein Buch kriegt ca. 50 Seiten, bis dahin muss mir irgendetwas daran gefallen haben, damit ich weiterlese. Oder ich weiß, dass eine anfängliche Durststrecke später belohnt wird, dann bleibe ich auch dran, blättere ggf. vor. Ob ein Buch mich fasziniert, erkenne ich daran, ob und wie es ein Thema berührt, das mich privat oder als Teilnehmer an der Gesellschaft betrifft, beziehungsweise inwiefern der Erzähler oder Protagonist eine Haltung verkörpert, von der man etwas lernen kann.

Wenn ich ein Buch gelesen habe, will ich zumindest ein etwas anderer sein als vorher. Bücher müssen zwangsläufig Bildungserlebnisse darstellen, egal wie klein. Literatur zur bloßen Spannung oder Unterhaltung ist für mich Zeitverschwendung.

tredition: Inwiefern können Bücher von Self-Publishing-Autoren eine Bereicherung für Sie darstellen?

Alex Janke: Grundsätzlich unterscheide ich nicht zwischen Self-Publishing oder sogenannten etablierten Verlagsprodukten. Qualität zählt – und Qualität meint durchaus auch Basis-Handwerk wie Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung. Da bin ich stockkonservativ, fast schon studiendirektoral. Natürlich bin auch ich nicht perfekt in diesen delikaten Angelegenheiten – aber ich stelle fest, dass es für mich eine notwendige Bedingung darstellt, um ein Buch überhaupt empfehlen zu können. Wer hier Schwierigkeiten hat, sollte sein Werk lektorieren lassen. Guter Inhalt hat das verdient. Ich fände es mal schick, zwischendurch auf gute Selbstveröffentlichungen zu stoßen, die nicht jeder einfach findet und bespricht. Literarische Trüffelschweinerei im Indie-Bereich.

Markegting-Tipp für Self-Publisher

tredition: Wie sollten Autoren vorgehen, wenn sie sich eine Rezension bei Ihnen wünschen?

Alex Janke: Sie sollten mir eine Nachricht schicken und mir in maximal 500 Zeichen konkret mitteilen, warum und inwiefern ihr Buch zu meinem Blog passt. Sie sollten mir zusätzlich direkt den Klappentext mitschicken und die ersten oder zentralen Seiten. Auf der Basis kann ich entscheiden, ob es grundsätzlich in Frage kommt. Man sieht schon: Blogger Relations ist in diesem Fall schlecht skalierbar, sondern eine individuelle Kommunikation zwischen zwei Menschen. Generell empfehle ich Autoren, wie ein Verkäufer bzw. Marketingverantwortlicher zu denken: Befriedige die Bedürfnisse Deines Gegenübers, mache ihm klar, dass sich sein Eigeninteresse mit Deinem deckt. Frage dich: Wie kann ich durch mein Buch wem helfen? Die Antwort muss dann das Hauptverkaufsargument sein.

tredition: Ließe sich Ihr Wirken als Blogger unter ein Motto fassen?

Alex Janke: Zur Selbstkalibrierung nutze ich seit Jahren einen Spruch, den eines meiner Vorbilder, Götz Werner, der Gründer und langjährige CEO von dm – drogeriemarkt, popularisiert hat:

„Beharrlich im Bemühen, bescheiden in der Erfolgserwartung.“

Was das Operative und Strategische des Bloggens betrifft:

„Probiere mal was aus, denn keinen Erfolg hast du schon, wenn Du nichts machst. Sei Dienstleister und gib. Dann kommt auch etwas zurück.“

„I am bookish“: Im Gespräch mit Bloggerin Caroline

Caroline

Caroline bloggt seit Ende 2010

Schon manches Buch-Highlight hat Bloggerin Caroline bereits im weiten Feld des Self-Publishing für sich entdeckt. Also aufgepasst, liebe Autorinnen und Autoren! Im folgenden Interview schildert Caroline, für welche Themenbereiche sie sich am meisten begeistert und was ihre Seite „i am bookish“ von anderen Blogs unterscheidet. Viel Freude beim Lesen!

 

tredition: Liebe Caroline, seit wann betreibst Du Deinen Blog und wie kam es dazu?
Caroline Wagenbreth:
Meinen Blog gibt es seit dem 30.12.2010. Gelesen habe ich schon immer recht viel und natürlich habe ich zu den meisten Büchern, die ich lese, danach eine Meinung im Kopf oder Punkte, die mir eben besonders gut oder besonders wenig gefallen haben. Nachdem ich immer mal Bücher gelesen hatte, über die ich mich einfach gern mal mit jemandem unterhalten hätte, der sie vielleicht auch gelesen hatte, stolperte ich online über ein oder zwei Bücherblogs, die es damals schon gab. Mir war klar, dass dies eine tolle Möglichkeit wäre, sich mit anderen Lesern auszutauschen. Nachdem ich eine ganze Weile überlegt hatte, ob ich das auch machen möchte, habe ich dann pünktlich zum Beginn des neuen Jahres den Entschluss gefasst, meine Leselaunen und Eindrücke zu gelesenen Büchern in einem Blog festzuhalten.

tredition: In welchen Genres rezensierst Du am liebsten?
Caroline
: Ich lese an sich sehr viel durcheinander, immer wonach mir gerade ist: von Romanen über Jugendbücher hin zu Krimis, ab und an auch mal die als „Chick-Lit“ verschrienen Romane oder Bücher aus dem „Young Adult“ Bereich. Eher seltener bis gar nicht wird man auf „i am bookish“ Rezensionen zu historischen Romanen, High Fantasy Büchern oder allzu abgedrehter Sciene-Fiction finden, denn solche Bücher treffen einfach nicht mein Interesse.

tredition: Wie müssen Autoren vorgehen, wenn Sie sich eine Rezension in Deinem Blog wünschen?
Caroline
: Einfach fragen, würde ich mal sagen (lacht). Ich freue mich immer sehr über Anfragen, die mich meistens per Email erreichen. Leider kann ich nicht immer jedem eine positive Zusage geben – wenn mir die Zeit fehlt oder einfach, weil sie mich nicht genug interessieren oder eben aus einem Bereich kommen, den ich schlicht und einfach nicht mag (High Fantasy zum Beispiel). Da finde ich es nur fair, wenn ich von vornherein sage, dass ich dafür nicht die richtige Leserin bin und die Rezension daher nicht objektiv schreiben könnte. An sich finde ich es nett, wenn sich Autoren daher schon vor der Anfrage „die Mühe machen“, den Blog mal ein wenig genauer anzusehen – dann kann man schon erahnen, dass manche Bücher nicht in mein Lese-Schema fallen.

„Self-Publisher trauen sich vielleicht inhaltlich mehr zu.“

tredition: Inwiefern stellen Titel von Self-Publishing-Autoren eine Bereicherung für Dich da?
Caroline
: Ich habe schon sehr gute Erfahrungen mit Self-Publishern gemacht und sogar richtige Lese-Highlights unter den Geschichten entdeckt. Meistens handelt es sich bei den angebotenen Büchern ja um e-Books, was in Ordnung ist, da ich einen e-Reader habe. An Büchern von Self-Publishern mag ich, dass sie oftmals Themen behandeln, die man nicht schon zig Mal in abgewandelter Form in anderen Büchern gelesen hat. Dadurch, dass die Autoren hier alles selbst in die Hand nehmen, trauen sie sich vielleicht auch inhaltlich einfach mehr zu, weil die Inhalte vorher nicht erst durch die Hände eines Lektoren wandern. Genau das kann manchmal aber auch zum Problem werden, beispielsweise, wenn die Rechtschreibfehler überhand nehmen.

i-am-bookish

i am bookish: In zurückhaltend elegantem Layout präsentiert Caroline ihre Rezensionen

tredition: Was fasziniert Dich am Lesen besonders?
Caroline
: Hach, das kann ich so gar nicht beantworten. Ich lese viel, seit ich lesen kann. Für mich gehört Lesen einfach immer schon dazu, daher ist das für mich gar kein „besonderes Hobby“ oder so. Es ist Bestandteil meines Lebens. Ich mag es, dass in Büchern alles möglich ist. Dass man als Leser so viel erleben kann, obwohl man nur faul irgendwo zuhause auf dem Sofa sitzt. Dass man sich gedanklich auf so viel einlassen und so viel erleben kann, was man eben im „realen Alltagsleben“ selbst nie erleben können wird. Ich finde es toll, dass Bücher einem die Möglichkeit geben, sich für einige Stunden völlig in einer Geschichte zu verlieren.

tredition: In Deinem Blog gibt es das „Lese-Bingo“. Was hat es damit genau auf sich?
Caroline
: Auf anderen Bücher-Blogs sind sogenannte Lese-Challenges ja sehr beliebt. Diese geben in einem bestimmten Zeitrahmen Lese-Aufgaben zu bestimmten Themen vor. Oftmals sind diese Challenges für meinen Geschmack aber mit zu vielen Regeln, Pflichten und teilweise sogar „Straf-Aufgaben“ versehen, wenn man ein Ziel mal nicht geschafft hat. Ich bin aus eben diesem Grund kein typischer Challenge-Leser, weil ich immer lieber nach Lust und Laune lese und mich nicht gern schon vorher festlege, was ich wann zu lesen habe. Dieses „Lesen nach Vorgabe und mit der Aussicht auf Strafen, wenn ich es nicht schaffe“ ruiniert in meinen Augen völlig den Spaß, den Bücher und das Lesen generell mit sich bringen. Das legt mich viel zu sehr fest und solche strengen Vorgaben mag ich bei meiner Lieblingsbeschäftigung Lesen einfach nicht. Das Lese-Bingo ist in meinen Augen daher eine gute Alternative, um dennoch an einer kleinen Herausforderung teilzunehmen, wenn man möchte.

tredition: Wie funktioniert das genau?
Caroline:
In diesem Lese-Bingo werden auf einem Feld voller Kästchen einige Bücherthemen vorgegeben, nach denen man seine Bücher aussuchen kann – wenn man will. Man kann aber ebenso gut einfach lesen, worauf man Lust hat, und dann rückblickend schauen, ob eins der gelesenen Bücher eine vorgegebene Kategorie erfüllt und es sich dann anrechnen. Wie beim richtigen Bingo kann man sich die gelesenen Bücher-Felder ankreuzen. Anfangs hatte das erfolgreich ausgefüllte Lese-Bingo-Feld keine wirkliche Konsequenz, weil ich es nur für mich selbst gemacht habe. Mittlerweile gibt es aber ein paar Blog-Mitstreiterinnen, sodass ich mir da vielleicht noch eine kleine Belohnung einfallen lassen werde. Es gibt recht einfach zu erfüllende Kategorien, andere sind schwerer. Im diesjährigen Lese-Bingo sind beispielsweise „Ein Buch mit einem grünen Cover“ oder „Ein Buch, das erstmalig in deinem Geburtsjahr erschienen ist“ als Rubriken vertreten. Wichtig beim Lese-Bingo war mir aber vor allem, dass es keine allzu strengen Regeln gibt, eben nicht wie bei anderen Challenges. Es ist vorteilhaft, wenn man zu einem gelesenen und fürs Lese-Bingo angerechneten Buch wenigstens eine kurze Meinung schreibt in seinem Blog – aber es ist auch nicht schlimm, wenn man das nicht tut. Das ist jedem selbst überlassen. In erster Linie soll es Spaß machen und nicht verpflichten.

„Es ist mir manchmal egal, was aktuell beliebt ist.“

tredition: Tauschst Du Dich intensiv mit anderen Buchbloggern aus?
Caroline
: Manchmal ja, manchmal weniger. Das kommt immer auf das Buch an und die Zeit, die ich habe. Mit machen Bloggern unterhalte ich mich über Kommentare unter einem Beitrag, manchmal schreiben wir auch Emails hin und her oder schreiben beispielsweise bei Facebook. Ganz toll finde ich es aber, dass ich mit manchen Bloggern mittlerweile auch über ganz andere Dinge als das Lesen und Bücher plaudern kann, das macht dann schon sehr viel Spaß.

tredition: Zu welchem Thema möchtest Du unbedingt mal ein Buch lesen?
Caroline
: Oh, die Frage kann ich nicht beantworten. Spontan fällt mir da gar nichts ein. Ich glaube, das Problem ist auch weniger, dass ein bestimmtes Thema noch nicht in einem Buch verarbeitet wurde. Ich denke, das Problem ist eher, dass man nicht weiß, dass dieses Buch vielleicht schon existiert. Manchmal stößt man ja nur durch Zufall auf die interessantesten Bücher…

tredition: Weshalb sollten Autoren und Lesefreaks Deinen Blog auf keinen Fall verpassen?
Caroline
: Ich habe auf „i am bookish“ von Beginn an versucht, das zu tun, was mich interessiert und was mir Spaß macht, und dabei versucht, auch viel von mir selbst einfließen zu lassen. Dabei ist es mir manchmal (nicht immer!) recht egal, was aktuell beliebt ist und was gerade im „Mainstream“ gelesen wird. Blogs, die tatsächlich nur Rezensionen zu aktuellen beliebten Büchern posten und an einer Blogtour nach der anderen mitmachen, mag ich nicht besonders. Aus dem Grund versuche ich auch immer mal, andere Beiträge zu bringen, die sich zwar auch mit lese-relevanten Aspekten beschäftigen, aber nicht nur, beispielsweise meine Rubrik „Die Lektüre meiner Zugnachbarn“ oder „Konzerterlebnisse“. Erfahrungsgemäß kommen die auch ganz gut an.

„Schatz, ich will ein Buch von Dir“

Bloggerin Bianca

Bianca Guerrieri betreibt seit März 2013 ihren Blog und ist auch auf Lovelybooks aktiv

Fröhliches Pink zeichnet das Layout des Buchblogs von Bianca Guerrieri aus. Verehrte Herren der Schöpfung, davon sollten Sie sich genauso wenig abschrecken lassen wie von dem Namen des Blogs „Schatz, ich will ein Buch von Dir“. Denn das ist voll und ganz ernst gemeint: Bloggerin Bianca sieht mit Freude jedem ihr dargebotenen Buch entgegen und rezensiert bunt durch die Genrelandschaft. Weshalb sie auf ehrliche Bewertungen Wert legt, welches Potenzial Sie mit Self-Publishing verbindet und welche Bücher sie so richtig vom Hocker reißen, erzählt sie im Interview mit tredition.

trediton: Liebe Bianca, seit wann betreibst Du Deinen Blog und wie kamst Du auf diesen sehr witzigen Namen?
Bianca:
Meinen Blog gibt es seit März 2013. Den Namen hatte ich schon länger im Kopf. Auf der Frankfurter Buchmesse 2011 hatte ich einen Button gesehen, auf dem „Ich will ein Buch von dir!“ stand. Das fand ich total witzig damals, und als ich einen Namen für meinen Blog suchte, fiel mir der Spruch wieder ein. Der Titel passt auch einfach zu mir, weil ich ein sehr humorvoller Mensch bin.

tredition: In welchen Genres rezensierst Du am liebsten?
Bianca:
Ich lese wirklich alles querbeet – Hauptsache, der Inhalt macht mich neugierig: Sachbücher, (Auto-)Biographien, Chick Lit, Liebesromane, Jugendbücher, Dystopien, Reiseberichte, humorvolle Bücher etc. Die einzigen Genres, mit denen ich (noch) nicht warm geworden bin, sind Thriller und historische Romane.

tredition: Wie müssen Autoren vorgehen, wenn Sie sich eine Rezension in Deinem Blog wünschen?
Bianca:
Einfach fragen! Es gefällt mir natürlich, wenn ich merke, dass sich derjenige mit meinem Blog bereits beschäftigt hat. Generell freue ich mich über jede Anfrage. Aber natürlich gibt es auch bei mir mal einen Grund, eine Anfrage abzulehnen, z.B. weil mich der Klappentext überhaupt nicht anspricht. Außerdem rezensiere ich keine e-Books, da ich keinen Reader habe. Da möchte ich dann auch nicht mit aller Gewalt von jemandem umgestimmt werden, dass ich es ja auch auf dem Laptop lesen könnte…

tredition: Inwiefern stellen Titel von Self-Publishing-Autoren eine Bereicherung für Dich da?
Bianca:
Dank Self-Publishing können unbekanntere bzw. neue Autoren ihre Werke veröffentlichen, auch wenn sie (noch) nicht bei einem großen Verlag unter Vertrag genommen wurden. Das hat für mich als Leser den Vorteil, dass ich so in den Genuss von Werken komme, die der Öffentlichkeit sonst vielleicht vorenthalten worden wären. Ich finde es zudem toll, dass man so auch mehr in Kontakt mit den Autoren selbst tritt, da sie ja meist direkt anfragen und die Rezensenten persönlich betreuen, statt es über einen Verlag oder eine Literaturplattform laufen zu lassen.

Schatz ich will ein Buch von Dir

Mit „Driving Phil Clune“ von Susanne Fuß hat Bianca erst vor kurzem ein bei tredition erschienenes Buch rezensiert.

tredition: Was fasziniert Dich am Lesen besonders?
Bianca:
Hm, das kann ich gar nicht so genau sagen, ich habe einfach schon immer gerne gelesen. Man kann in fremde Welten eintauchen und den Alltag abschalten. Lesen bildet und erweitert den Horizont. Ich mag es nur nicht, unter Druck zu lesen, deshalb mache ich z.B. nicht bei Challenges mit. Auch während meines Studiums, als ich gezwungenermaßen viel Fachliteratur lesen musste, hatte ich lange Zeit gar keine Lust, in meiner Freizeit auch noch zu lesen. Aber nach Ende des Studiums kam diese Leselust dann zum Glück zurück, und seitdem hab ich in jeder freien Minute ein Buch in der Hand.

tredition: Wie muss ein Buch sein, damit es Dich so richtig vom Hocker reißt?
Bianca:
Puh, schwierige Frage. Das kommt wirklich aufs Genre an. Generell bin ich ein emotionaler Mensch und lasse mich deshalb natürlich von Gefühlen stark mitreißen – es darf allerdings nicht zu kitschig sein. Ich glaube aber, dass ich mich als Kind bzw. Jugendliche noch mehr begeistern konnte als jetzt als Erwachsene. Da war vieles noch so neu, z.B. auch die ersten Berührungen mit Fantasyromanen. Mein All-time-Favourite ist und bleibt die „Harry Potter“-Reihe, die ich damals als Teenager gelesen habe, und ich weiß noch ganz genau, wie ich die ersten Bände in einem Rutsch im Garten meiner Eltern verschlungen habe und danach jedes Jahr sehnsüchtig auf den nächsten Band gewartet habe (und auf den Brief aus Hogwarts!). Und wie furchtbar traurig ich war, als der letzte Band ausgelesen war (und noch immer kein Brief aus Hogwarts angekommen war…).

tredition: Tauschst Du Dich intensiv mit anderen Buchbloggern aus?
Bianca:
Ich stöbere gerne in anderen Bücherblogs und bin in diversen Communities wie z.B. LovelyBooks unterwegs. Außerdem habe ich schon zweimal an Bloggerworkshops teilgenommen, was sehr interessant und fruchtbar war. Dadurch kommt natürlich auch der eine oder andere Kontakt zustande. Ich finde den Austausch mit anderen Bloggern spannend, aber ich habe auch gemerkt, dass manche das Bloggen als eine Art Wettbewerb betrachten um die meisten Klicks, die meisten Leser, die meisten Kommentare etc. Ich sehe das etwas entspannter. Für mich ist das Bloggen eine Möglichkeit, mich noch einmal intensiver mit den Inhalten der von mir gelesenen Bücher zu beschäftigen und mich mit anderen Interessierten darüber auszutauschen.

tredition: Weshalb sollten Autoren und Lesefreaks Deinen Blog auf keinen Fall verpassen?
Bianca:
Mein Blögchen ist klein, aber fein und wird von mir mit viel Herzblut betrieben. Meine Rezensionen sind fair, aber ehrlich – Gefälligkeitsrezensionen gibt es bei mir nicht, aber ich versuche auch immer, meine Kritikpunkte verständlich darzulegen. Da ich mich nicht auf bestimmte Genres festlege, ist für jeden was dabei. Gewinnspiele gibt es auch ab und zu. Und zu guter Letzt: Hey, mein Blog ist pink! Aber Männer sind natürlich trotzdem als Leser herzlich willkommen! (lacht)

Blogs im Porträt: Bei „books & senses“ wird Lesegenuss rezensiert

Ein literarischer Leckerbissen sollte Ihr Buch schon sein, liebe Self-Publishing-Autorinnen und Autoren, wenn Sie sich eine Rezension auf dem Blog „books & senses“ wünschen. Denn Lisa, die den Blog seit 2011 betreibt, möchte Bücher nicht nur genießen, sondern bewertet diese origineller Weise mit kleinen Pfannkuchen als Symbolen. Was Autoren und Leseratten auf „books & senses“ erwartet und weshalb Self-Publishing für Blogger immer wichtiger wird, lesen Sie im folgenden Interview mit „books & senses“-Gründerin Lisa.

tredition: Liebe Lisa, der stimmungsvolle Name Deines Blogs – „books & senses“ – lässt vermuten, dass Bücherlesen ein echter Hochgenuss für Dich ist. Wie muss ein Buch sein, damit es Dich so richtig „vom Hocker reißt“?
Lisa: In der Tat ist Lesen ein besonderes Schmankerl für mich, das ich gerne genießen will. Ganz wichtig ist dabei der Protagonist, bzw. die Protagonistin. Hier muss die Chemie stimmen. Nicht unbedingt von Anfang an, da sich einige Charaktere ja auch noch entwickeln, aber ich muss ab einem gewissen Punkt mit ihnen fiebern können und merken, dass sie mir ans Herz gewachsen sind. Ich bin auch ein großer Fan von Abwechslung in Büchern, das heißt, es darf nicht immer wieder dasselbe oder kaum etwas passieren. Die Handlung muss spannend und interessant sein und darf auch gerne die ein paar Wendungen oder Überraschungen bereithalten. Ein gutes World-Building ist auch ganz wichtig, wenn sich der Autor für eine eigene Welt entscheidet. Je genauer ich mir diese Welt vorstellen kann, desto besser. Der Rest hängt auch so ein bisschen davon ab, welche Thematik das Buch behandelt oder aus welchem Genre es stammt. Was ich in dem einen vielleicht nicht mag, passt dafür umso besser in das andere.

tredition: Wann genau hast Du angefangen zu bloggen und hat sich seither Dein Leseverhalten geändert?
Lisa: Mit dem Bloggen habe ich im Juni 2011 angefangen und seither hat sich einiges verändert. Zum einen haben enorm viele neue Bücher den Weg in mein Regal gefunden und ich habe den Begriff des SuBs (Stapel ungelesener Bücher) zum ersten Mal gehört, verstanden und selbst erlebt. Das gab es vorher bei mir nicht. Gleichzeitig lese ich aber auch mehr und werde auf Bücher aufmerksam, die ich ohne das Bloggen vielleicht nicht kennen gelernt hätte. Vor allem meine Vorliebe für englische Bücher ist mit meinem Blog größer geworden. E-Books lese ich mittlerweile auch vermehrt, weil es für unterwegs einfach toll ist. Ob das allerdings mit dem Blog zusammenhängt oder ob ich mich früher oder später sowieso dafür entschieden hätte, kann ich allerdings nicht beurteilen. Was die Genres betrifft, so habe ich schon immer Bücher aus allen möglichen Bereichen gelesen und denke nicht, dass das Bloggen da etwas geändert hat.

„Bloggen ist mehr ein Miteinander als ein Ego-Ding.“

Lisa bloggt auf books & senses

Gute Bücher im Visier: Lisa rezensiert seit 2011 auf ihrem Blog books & senses

tredition: Du führst auf Deinem Blog auch Challenges durch. Macht es für Self-Publishing-Autoren Sinn, sich hier auch selbst ins Spiel zu bringen, z.B. ihr Buch für die Challenge vorzuschlagen, wenn es thematisch passt?
Lisa: Auf jeden Fall! Wenn es um Themen-Challenges geht, dann sind Vorschläge immer willkommen. Die Teilnehmer solcher Challenges sind immer auf der Suche nach neuen Büchern, die die Kriterien erfüllen und ob der Vorschlag da von einem anderen Blogger oder einem Autor kommt, macht keinen Unterschied. Die Leseratten freuen sich immer über Ideen für neues Lesefutter!

tredition: Tauschst Dich gern mit anderen Bloggern aus? Warst Du beispielsweise auf der Leipziger Buchmesse?
Lisa: Der Austausch mit anderen Bloggern ist eigentlich eine der tollsten „Nebenerscheinungen“ vom Bloggen. Ich entdecke auf anderen Blogs immer wieder neue Bücher, die dann auch den Weg in mein Regal finden. Manchmal werden mir auch Bücher vorgeschlagen, weil einige meinen Geschmack gut kennen und einen ähnlichen haben. Das Bloggen ist dahingehend mehr ein Miteinander als ein Ego-Ding. Mit einigen Bloggern schreibe ich auch privat regelmäßig und dann tauschen wir uns über alles aus, was mit Büchern zu tun hat. Auf der Leipziger Buchmesse war ich leider nicht, dafür bin ich aber immer auf der Frankfurter Buchmesse, wo ich mich mit anderen Bloggern treffe und beim Wuseln von Stand zu Stand auch über Bücher spreche. Sich persönlich auszutauschen ist ebenfalls eine tolle Erfahrung.

tredition: Self-Publishing ist ein wachsender Trend auf dem Buchmarkt. Inwiefern erachtest Du das aus Bloggersicht als spannend?
Lisa: Buchblogger wie ich sind immer auf der Suche nach aufregenden, neuen Geschichten. Gerne auch aus der Feder deutscher Autoren. Da mittlerweile aber viele englische Titel eingekauft werden und dafür weniger deutsche Bücher das Licht der Welt erblicken, ist es gar nicht so einfach, neue deutsche Autoren zu entdecken. Zumindest empfinde ich das so. Wenn ich durch die Jugendbuchabteilung in der Buchhandlung gehe, entdecke ich meist englische Namen, aber vergleichsweise wenige deutsche. Self-Publishing deutscher Autoren bietet daher die Möglichkeit, meine dahingehenden Lücken im Regal zu füllen. Man kann dabei verborgene Schätze finden, die aufgrund des fehlenden renommierten Logos auf dem Cover unentdeckt bleiben.

„Im Self-Publishing kann man verborgene Schätze finden.“

tredition: Wie kamst Du auf die sehr witzige Idee, Bücher mit Pancakes zu bewerten?
Lisa: Wenn ich mich recht erinnere, dann habe ich an dem Morgen, als ich mein Bewertungssystem konzipiert habe, Pancakes gegessen. Und da diese super lecker waren habe ich mich wohl dazu entschieden, sie als mein Bewertungssystem zu nutzen. Zudem hatte niemand anderes dieses System und ich wollte etwas Eigenes haben. Mittlerweile würde ich mich vielleicht für etwas anderes entscheiden, aber die Pancakes waren seit Tag 1 dabei und auch wenn sich das Design schon zig Mal verändert hat, so sind die Pancakes doch immer geblieben. Zum Glück bleiben virtuelle Pancakes auch immer schön frisch. ;)

tredition: Welche Projekte planst Du dieses Jahr für Deinen Blog?

Lisa: Wie oben schon erwähnt bin ich zwar einerseits Fan von englischen Büchern, andererseits würde ich gerne mehr deutsche Autoren entdecken. Das klingt widersprüchlich, aber das books_senseseine beeinflusst auch das andere. Deswegen würde ich neben meiner Englisch-Challenge gerne noch eine weitere Challenge starten, in der es um deutsche Autoren geht. Es gibt bestimmt schon ein paar Challenges in dieser Richtung, aber vielleicht kann ich mir ja noch etwas Neues einfallen lassen. Vielleicht ja auch etwas mit Self-Publishing als Thema? Denn soweit ich das mitbekommen habe, bekommen Blogger auch von Challenges nie genug. ;) Einfach lesen reicht uns nicht.

Des Weiteren will ich dieses Jahr wieder meinen Bloggeburtstag feiern, was letztes Jahr wegen Zeitmangel leider nicht geklappt hat. Außerdem nehme ich an der Blogger schenken Lesefreude Aktion zum Welttag des Buches teil. Ein paar andere Aktionen sind noch in Planung, aber ich brauche noch etwas Zeit für die Ausarbeitung. Momentan bin ich mit vielen Dingen parallel beschäftigt und komme deshalb nur im Schneckentempo voran.

tredition: Zu guter Letzt: Weshalb sollten Self-Publishing-Autoren und alle Bücherfans Deinen Blog keinesfalls aus den Augen lassen?
Lisa: Wie bei den Büchern, so bin ich auch bei meinem Blog ein Fan von Abwechslung. Wenn es um die Gestaltung von Posts, Bildern oder Aktionen geht, lasse ich mir immer gerne etwas Neues einfallen, damit es keinem Langweilig wird – weder mir noch meinen Lesern. Dazu gehört auch das Vorstellen neuer Bücher und allem, was dazugehört. Ich würde mal behaupten, es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken und ich freue mich über jeden, der gemeinsam mit mir Suchen und Finden möchte.

 

Buchblogs im Überblick

Als Verkaufsweg für Bücher hat das Internet den Sortimentsbuchhandel noch längst nicht überflügelt – doch Kaufentscheidungen werden zunehmend online getroffen. In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Buch- und Literaturblogs rasant erhöht. Self-Publishing-Autoren sollten die damit verbundenen Chancen nutzen:

  • Stellen Sie ausgewählten Blogs gezielt Ihr Buch vor – mit einer freundlichen E-Mail, Kurzbeschreibung und Cover des Buches
  • Verweisen Sie für Rezensionsexemplare an tredition
  • Bieten Sie zusätzlichen Content an, der für Blogs attraktiv sein könnte (Leseproben Ihres Buches, ein Autoreninterview, Hintergründe zur Entstehungsgeschichte des Buches usw.)
  • Achten Sie bei der Auswahl der zu kontaktierenden Blogs darauf, ob ihr Buch in die vom Blogger favorisierten Genres passt bzw. ob explizite Hinweise auf dem Blog zur Vorstellung von Büchern zu finden sind. Einige Blogger reagieren allergisch darauf, ungefragt Rezensionsexemplare zu erhalten.
  • Etwas mehr zeitliche Kapazität bindet eine Blog-Tour: In diesem Falle wird ein Buch auf mehreren Blogs vorgestellt. Die einzelnen Blog-Beiträge setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte (z.B. Hervorhebung einer Figur des Romans, Interview mit dem Autoren etc.). Viele Blogger sond solchen Touren gegenüber aufgeschlossen. Als Autor profitieren Sie angesichts mehrfacher Beiträge von einer hohen Wahrnehmbarkeit im Web.

Hier eine Auswahl interessanter Blogs:

Alines kleine Welten

Anima Libri

Blücher

Bookrecession

Bücherwahnsin

Buch-fresserchen.blogspot.de

Fantastische Bücherwelt

Feenfeuer

Fiction Fantasy

Kinderohren

Kulturbuchtipps

Leselink

Leser-Welt

Markt aktuell

Saphiras World

Schreibjournal

Tintenhain

Wortakzente

Viel Freude und Erfolg bei Ihren Marketingaktivitäten! Beachten Sie dazu auch unsere weiteren Tipps im tredition-Blog:

Autorenwissen: Ein Blick auf die deutsche Presselandschaft

Das eigene Buch in der Huffington Post vorstellen

Serie – Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil V

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil IV

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil III

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil II

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil I

Blogs im Porträt: Anima Libri – Auftritt mit Eleganz

Anima Libri

Anima Libri (= die Seele des Buches) empfängt die Blog-Besucher mit einer übersichtlichen Seitenstruktur und kreativer Darstellung der Rezensionen

Klare Struktur, gute Übersicht und ein ansprechendes Layout sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass Besucher eines Blogs Lust zum Verweilen haben. Der Buchblog „Anima Libri“ ist buchstäblich mit Herz und Seele angelegt. Kleine Symbole über jedem Buchtitel verdeutlichen das entsprechende Genre, kurze Teaser, die die Buchrezension zusammenfassen, schaffen einen schnellen Überblick und erhöhen den Anreiz, die komplette Rezension zu lesen. Interaktiv wird  der Blog zudem durch Autoreninterviews, die mit Gewinnspielen verknüpft werden. Hannah Rautenberg – die „gute Seele“ hinter Anima Libri – führt im Gespräch mit tredition das Konzept ihres Blogs näher aus.

tredition: Wann haben Sie Ihren Blog gegründet?
Hannah Rautenberg:
Meinen Blog, Anima Libri – Buchseele, gibt es unter diesem Namen seit Ende 2010, wenn auch im Laufe der Zeit auf verschiedenen Plattformen und verschiedenen Domains. Mit dem Bloggen an sich habe ich allerdings schon einige Jahre vorher, irgendwann mit etwa 14 Jahren, damals allerdings nur sporadisch und auf wechselnden Blogs, von denen heute leider nichts mehr übrig ist.

tredition: Könnten Sie das Konzept Ihres Blogs erläutern?
Hannah Rautenberg:
In den vergangenen vier Jahren haben sich die Inhalte auf meinem Blog hauptsächlich auf Buchbesprechungen und Autoreninterviews konzentriert, für das ganze persönliche „Drumherum-Geblogge“ hatte ich irgendwie noch nie ein Händchen. So gibt es auf Anima Libri nahezu täglich Rezensionen von mir oder meinen Rezensenten, wobei ich hauptsächlich Fantasy lese und rezensiere, darunter auch vieles, was so als Young Adult oder All Age eingestuft wird, allerdings mit zunehmenden „Ausflügen“ in andere Genres. Meine Rezensenten/Co-Blogger hingegen sind allesamt eingefleischte Krimifans, sodass insgesamt eine doch recht bunte Mischung zusammen kommt.

Hannah Rautenberg - Filia Libri (c) privat

Hannah Rautenberg (© privat)

tredition: Können Autoren Ihnen Rezensionsexemplare anbieten?
Hannah Rautenberg: Ich freue mich immer, wenn mich Autoren über mein Blog finden und anschreiben (entweder über das Kontaktformular oder die E-Mail-Adresse im Impressum), um mich auf ihre Werke aufmerksam zu machen. Ich muss zwar zugeben, dass ich den Veröffentlichungen von Independent-Autoren zuweilen kritisch gegenüberstehe, weil ich damit vor Jahren, als e-Books und Selfpublishing zum ersten Mal so richtig im deutschsprachigen Raum aufkamen, einige nicht ganz so positiven Erfahrungen gemacht habe. Mittlerweile habe ich gelernt, dass Independent bei weitem nicht gleich zu setzen ist mit minderwertiger Qualität. und Rechtschreib- und Grammatikfehler findet man auch in den Veröffentlichungen großer Verlage oftmals zur Genüge. Daher finde ich es immer sehr spannend, wenn mich Independent-Autoren anschreiben und freue mich, wenn ich ihnen mit meinem Blog eine Plattform bieten kann, über die sie hoffentlich den einen oder anderen interessierten Leser für ihr Werk finden können.

tredition: Was fasziniert Sie an Büchern und an der Literatur besonders?
Hannah Rautenberg:
Generell finde ich es immer wieder faszinierend, was für unglaubliche Geschichten Autoren – egal ob nun Independent oder Verlagsautoren – erschaffen. Es ist gerade diese Vielfältigkeit, die mich so am Lesen und an der Literatur begeistert: Die Möglichkeit in die unterschiedlichsten Welten abzutauchen und die vielfältigsten Abenteuer an der Seite abwechslungsreicher Charaktere zu erleben. Daher habe ich mich nach einigem Hin und Her auch dazu entschieden, mein Hobby man zum Beruf zu machen und ein Studium gewählt, in dem Literatur keine kleine Rolle spielt – und natürlich ist das auch der Grund, weshalb ich blogge.

Blogs im Porträt: Bücherwahnsinn – wo Literatur anziehend wirkt

Alexandra KünzlerRezensionen, neue Apps von Verlagen und Literaturverfilmungen – auf dem Blog Bücherwahnsinn von Alexandra Künzler wird Literarisches in allen seinen Facetten beleuchtet. Auch Kurioses findet dabei Platz. Oder hätten Sie gewusst, dass Zeilen aus Shakespeares Hamlet Kleidungsstücke zieren? „Der Wahnsinn“ möchte man da entgegnen. Ein besonderes Charakteristikum des Blogs: Alexandra Künzler ist Legasthenikerin und hat den Blog ganz bewusst gestartet, um zu demonstrieren, dass Lesen und die Faszination für Bücher sich jedem erschließen können, auch wenn es zunächst schwer erscheint. Das nennen wir mutig, selbstbewusst und bewundernswert!

tredition: Liebe Frau Künzler, wann haben Sie Ihren Blog gestartet?
Alexandra Künzler: Meinen Blog habe ich 2009 eröffnet, zunächst ganz im Stillen nur für mich. Mehr damit ich festhalten kann, was ich so gelesen habe und vor allem, wie mir das Buch gefallen hat.

tredition: Wie würden Sie in Kürze das Konzept Ihres Blogs beschreiben?
Alexandra Künzler: Hab ich ein Konzept? (lacht). Ich schreibe einfach über alles rund um das Thema Bücher, Lesen, Leben mit Büchern und so weiter. Also von Rezensionen bis zur Rubrik „Literatur zum Anziehen“ – über kuriose Kleidung mit Literaturaufdrucken – kann man bei mir wohl alles finden.

tredition: Wie sollten Autoren vorgehen, wenn Sie sich eine Rezension auf Bücherwahnsinn wünschen?
Alexandra Künzler: Die Autoren sollten am besten eine Mail schicken (auf der Site in „Über mich“ zu finden), da ich wirklich sehr viele Rezensionsanfragen bekomme. Leider werden mir Bücher auch immer wieder einfach so zu geschickt und das finde ich schade, denn meist werden diese dann nicht beachtet. Und da ich auch noch meine eigens gekauften Bücher lesen möchte, gibt es Zeiten, in denen ich einfach keine neuen Rezensionsexemplare mehr annehme.

tredition: Sind Sie auf spezielle Genres beschränkt oder rezensieren Sie bunt durch die Genre-Landschaft?
Alexandra Künzler: Ach, ich lese querbeet, das Thema muss mich einfach interessieren. Aber es gibt schon Genres die bei mir kaum vertreten sind. Horror oder Chick-Lit zum Beispiel.

tredition: Was fasziniert Sie am Schreiben und an der Literatur besonders?Der Bücherwahnsinn
Alexandra Künzler: Es ist eigentlich mehr das Mitteilen an sich als das Schreiben. Mit meinem Blog möchte ich aber vor allem anderen Legasthenikern Mut machen. Mut machen zum Lesen. Ich habe mich irgendwann geoutet, da ich viele böse Mails bekommen habe. Und ich hoffe, dass sich andere von dieser Schwäche nicht unterkriegen lassen und dennoch ab und an zu einem Buch greifen. Ja, es ist viel anstrengender für Menschen wie mich ein Buch zu lesen, aber es macht nicht weniger Spaß!! Und an der Literatur fasziniert mich, dass sie nicht nur unterhält, mich in fremde Welten entführt oder mich am Leben anderer Menschen teilhaben lässt, sondern dass man immer etwas daraus lernen kann und sich dennoch dabei entspannt.

Blogs im Porträt: Blücher – Leseratten willkommen

Eine Leseratte oder lieber fünf? Wer durch die Rezensionen des Buchblogs „Blücher“ stöbert, kann für jedes vorgestellte Buch eine Bewertung mit dem Symbol einer Ratte vergeben. Die grafisch charmant angelegte Skala reicht dabei von einer einzelnen Ratte für die Bewertung „Ab zum Flohmarkt“ bis zu fünf Ratten für „ein Buch mit Wow-Effekt“. Nicht nur daran merkt man: Dieser Blog ist mit Liebe zum Detail angelegt. Cover der rezensierten Bücher prangen großformatig auf der Homepage und ermöglichen jeder „Bücherratte“, die den Blog besucht, einen schnellen Überblick. Dafür sorgen auch Tags wie „All Age“, „Historisches“, „Vampire“ oder „österreiches“ – apropos: Die Betreiber des Blücher-Blogs stammen aus dem schönen Salzburg. „Blücher“ ist übrigens eine Wort-Kombination zwischen „Bücher“ und „Blog“. Zudem ist „Frau Blücher“ eine Figur aus „Frankenstein Junior“ und die Macher des Blogs sind verzückt von diesem Film. Deshalb gibt es unter den Rezensenten auch einen „Igor von der Nordwand“. Buecherratten_Bluecher-Blog

Bluecher_Blog

Eine Bücherratte als Markenzeichen: Homepage des Blücher-Blogs

Gabriele Gallei, die den Blog vor rund sieben Jahren startete, beantwortete uns einige Fragen zum Konzept von Blücher.

tredition: Wann haben Sie Ihren Blog gestartet?
Gabriele Gallei: Seit einem winterlichen Abend im Jänner 2007. In diesen Stunden wurde ziemlich schnell die Idee eines Bücher-Blogs geboren und tags darauf auch umgesetzt.

tredition: Wie würden Sie in Kürze das Konzept Ihres Blogs beschreiben?
Gabriele Gallei: Auf Blücher werden Bücher rezensiert. In erster Linie um gute Bücher einfach auch anderen Bücherratten zu empfehlen, aber auch um das Gelesene in Erinnerung zu behalten. Die Auswahl der vorgestellten Bücher erfolgt individuell. Manchmal stellen wir auch (junge) Autoren vor.

tredition: Können sich Autoren an Sie wenden, wenn Sie sich eine Rezension bei Ihnen wünschen?
Gabriele Gallei: Ja.

tredition: Sind Sie auf spezielle Genres beschränkt oder rezensieren Sie bunt durch die Genre-Landschaft?
Gabriele Gallei: Es gibt keine Beschränkungen… nur Vorlieben ;-)

tredition: Was fasziniert Sie am Schreiben und an der Literatur besonders?
Gabriele Gallei: Die Vielfältigkeit. Bücher sind wie ein niemals zur Neige gehendes Füllhorn.

Liebe Autorinnen und Autoren, liebe Leser des tredition-Blogs, dieser Beitrag bildet den Auftakt einer neuen redaktionellen Serie, in deren Rahmen wir fortan Buchblogs vorstellen möchten. In diesem Sinne: Viel Freude bei der Lektüre!