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Innovation? Fehlanzeige – Sönke Schulz im bookbytes-Blog

Sönke Schulz auf bookbytesQualifizierter Nachwuchs aus IT und Wirtschaftswissenschaften täte der Buchbranche gut, denn es fehlt an konzeptionellen Ansätzen für Innovationen, die dem Markt neue Wertschöpfung bescheren und nicht nur eine Umverteilung der Umsätze von einem Trägermedium auf das andere oder von einem Vertriebskanal auf den anderen darstellen. Erfolgsbeispiele aus anderen Branchen zeigen, wie Innovationen neue Märkte begründen können.

 

Welttag des Buches: Feiern – und mitdenken!

„Lies um zu leben“ soll der französische Schriftsteller Gustave Flaubert einmal gesagt haben. Wohl wahr: Lesen beflügelt, regt die Phantasie an, entführt in fremde, spannende Welten, vermittelt Wissen… und wird deshalb zu Recht jedes Jahr am 23. April gefeiert! 1995 erklärte die UNESCO diesen Tag zum „Welttag des Buches“. Ein Tag also, an dem das Buch und das Lesen, aber auch die Rechte der Autoren, gewürdigt und gefeiert werden. Natürlich möchten auch wir von tredition gebührend mitfeiern und diesen Tag unseren Autoren widmen! Leser und Autoren gleichermaßen sind aufgerufen, sich an unserem Gewinnspiel auf Facebook zu beteiligen. Es winken drei brandneue Titel aus unserem Verlagsprogramm als Belohnung!

Zwar wird am „Welttag des Buches“ jedes Jahr aufs Neue das Lesen zelebriert und mit vielen werblichen Aktivitäten im Buchhandel sowie in Bibliotheken begleitet, doch hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren in der Branche ein gewaltiger Wandel vollzogen. 1995 war beispielsweise auch das Jahr, in dem das Fachmagazin BuchMarkt erstmals online von der Welttag des Buches 2015Frankfurter Buchmesse berichtete. Live-Berichterstattungen von Veranstaltungen sind heute die Regel – seinerzeit war es außergewöhnlich. Die Digitalisierung hat im Buchmarkt generell deutliche Spuren hinterlassen und nicht zuletzt mit dem e-Book eine ganz neue Veröffentlichunsgform aufs Trapez gebracht. Längst gesellen sich zum Bücherlesen andere mediale „Versuchungen“ in Form von Tablets, Smartphones, OnDemand-Fernsehen und dergleichen mehr. Mit anderen Worten: Es wird eine immer größere Herausforderung, die Menschen dafür zu begeistern, einen Teil ihrer begrenzten freien Zeit dem Lesen zu widmen. Auch dies sollte am „Welttag des Buches“ in das Bewusstsein der Branche rücken. Ein Feiertag ist gut und richtig, konsequente und kontinuierliche Marketingarbeit für jedes einzelne Buch im gesamten Jahresverlauf nicht minder.

Hätten Sie gewusst, dass die Buchbranche im Hinblick auf ihren Gesamtumsatz um ein Viertel hinter dem Wachstum zurück liegt, das zusammengenommen alle anderen Industrien in Deutschland im Durchschnitt verzeichnen? Oder dass der Buchmarkt unter Berücksichtigung der Inflation heute 17 Prozent weniger umsetzt als noch vor zehn Jahren? Die Buchbranche hat einige Hausaufgaben zu erledigen, um dem gesamten Markt wieder neuen Aufschwung zu verleihen. Daran sollten Verlage, Dienstleister, Autoren und Buchhandel gemeinsam arbeiten!

Nachtrag am 24. April:

Wir freuen uns über zahlreiche Einsendungen zu unserem Gewinnspiel und die vielen positiven Lesermeinungen zu unseren Titeln, die wir im folgenden auszugweise darstellen. Gratulation an alle Gewinner unserer Lexeexemplare!

 

Besser lügen. Das kann man nie genug lernen. ;-)“

Besser lügen (ertragen) mit Psychologie

 

 

 

 

 

 

Lesemuffel, ein lustiges Cover! Ich bin zwar absolut kein Lesemuffel, aber ein, zwei Leute hab ich da im Sinn, denen würd ich das Buch nur allzu gern schenken. Hoffentlich klappt’s!“

Lesemuffel_Cover_Web

 

 

 

 

 

 

„Dem Blues auf den Fersen – Ich bin eigentlich eher im Jazz unterwegs, aber das Buch reizt mich total, endlich mal eine spannende Musikhistorie. Den Autor würde ich wirklich gern mal live erleben!“

Dem Blues auf den Fersen

 

 

 

 

 

 

„Ich habe mir letztens auf Facebook den Trailer zu Carola angeschaut. Das scheint ein wirklich nachhaltiges und witziges Buch für Kinder zu sein. Mal was ganz anderes!“

Carola_Muh-Kuhisch

 

 

 

 

 

„Das Cover von Mayday find ich spitze! Das Buch würde ich mir gern zuhause ins Regal stellen!“

Mayday

 

 

 

 

 

 

‚Die Papstkatze‘ klingt nach einer wirklich humorvollen Geschichte, ein gänzlich neuer Blick auf die Kirche und den Papst. Es scheint, dass selbst der Papst bei Katzen weich wird.“

Papstkatze

 

 

 

 

 

 

Marcello Maulwurf – was für eine süße Idee, ein italienischer Maulwurf! Den hätt ich bei mir auch gern im Garten!“

Marcello Maulwurf

 

 

 

 

 

 

„Ein Krimi mit Lokalkolorit – das jagt mir wohlige Schauer über den Rücken! Der Trailer für den Thriller „Schattengeburt“ ist spannend und obendrein spielt das Buch an der Mosel, wo ich lange Zeit gelebt habe!“

Schattengeburt

 

 

 

 

 

 

„Hölderlin und Dögen, das klingt nach einer wunderbaren Mischung in dem Buch „Im Garten der Stille“. Das würde ich wirklich gern lesen!“

Im Garten der Stille

 

 

 

 

 

 

Ein Currywurstführer für Schleswig-Holstein! Was für eine großartige Idee und längst überfällig! Mir läuft das Wasser im Mund zusammen und ich würde mich höchst gerne in diesem Buch über alle leckeren Imbiss-Locations in Norddeutschland informieren.“

Currywurstführer Schleswig-Holstein

 

Rockmusik! Warum? Weil ich ein totaler Musikfan bin und nicht genug in mich aufsaugen kann, um auch über die neueren Stile der heutigen Musik zu lernen. Dieses Buch würde ich zu gerne gewinnen.“

Rockmusik

 

 

 

 

 

 

„Mein Favorit ist ‚Der Schatten des Fotografen‘. Ich vertiefe mich gern in Lebensgeschichten, die in der Vergangenheit spielen. Das Werk von Joko Sander verspricht Spannung und Gefühl. Genau das richtige für den Lesefrühling!“

Schatten des Fotografen

 

Self-Publishing in Frankreich im buchreport.blog

Self-Publishing in Frankreich – tredition im buchreportÜber Self-Publishing im angloamerikanischen Sprachraum wird viel geschrieben – wie entwickelt sich der Markt aber in anderen Ländermärkten? tredition widmet sich im buchreport.blog dem französischsprachigen Markt. Vor welchen Herausforderungen stehen Self-Publishing-Autoren dort und wie erfolgreich verkaufen sie ihre Bücher? Lesen Sie hier mehr!

indition: Fachwissen für Verlage der Zukunft

Das Magazin für Verlage der ZukunftWie müssen Verlage der Zukunft aufgestellt sein? Welche Strategien und Konzepte sichern Umsatz? Solchen Fragen geht das neue Fachmagazin „indition“ auf den Grund.

Warum erlebt die Buchbranche seit Jahren und in Zukunft eine Rezession? Eine Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) prognostiziert, dass die Umsätze im deutschen Buchmarkt 2013 gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent sinken. Selbst bis 2016 erwartet PwC in seiner Studie „German Entertainment and Media Outlook 2012-2016“ keine Erholung. Die Verlagsbranche hat jedoch Potenzial, dass diese Prognose nicht eintrifft. Ziel des neuen Online-Fachmagazin „indition“ ist es, solche Wachstumsimpulse sowie Chancen und Möglichkeiten anhand von Marktanalysen, Anschauungsbeispielen und Marktkennzahlen zu betrachten. Herausgeber des Fach-Magazins für „independent publishing“ ist der Hamburger Verlagsdienstleister tredition.

Neue Marktteilnehmer in der Verlagsbranche

Die klassische Wertschöpfungskette verändert sich immer schneller durch neue Web-Technologien, neue Herstellungsverfahren, innovative Dienstleister und die Globalisierung. Die daraus resultierenden Chancen in der Verlagsbranche ziehen neue Marktteilnehmer an und ermöglichen neuartige profitable Geschäftsmodelle. So nutzen Autoren beispielsweise die Möglichkeiten, Bücher nicht mehr bei Verlagen veröffentlichen zu lassen, sondern nehmen ihr Glück selbst in die Hand. Zeitungs- und Zeitschriftenverlage publizieren bereits verwendete Inhalte in digitaler oder gedruckter Form in Zweitverwertung und Interessen-Communities ermöglichen ihren Nutzern, Inhalte innerhalb der Community zu verkaufen. Die erste Ausgabe trägt den Titel „Marken & Marketing“. Die indition-Redakteure betrachten wie für Branchenbeteiligte und branchenfremde Unternehmen mit ihren Marken durch independent publishing Umsatzpotenziale entstehen.

Self-Publishing wächst

tredtition ist überzeugt, dass die Verlagsbranche gerade erst am Anfang einer nachhaltigen Veränderung der Wertschöpfungskette im Medienmarkt und speziell im Buchmarkt steht. Beispielsweise wurden 2012 in Deutschland mit 15.000 Titeln 30% mehr Werke im Self-Publishing publiziert als im Jahr davor. In Summe zeichnete sich der Self-Publishing-Arm im Buchmarkt verantwortlich für knapp 19% aller Neuerscheinungen im vergangenen Jahr – Tendenz steigend. In den USA waren es 2011 nach einer Bowker-Studie bereits 43%. 2012 wird dort wohl die 50%-Hürde genommen worden sein. Diese und andere Veränderungen in der Verlagsbranche finden wir Grund genug, ihn durch ein Magazin mit Hintergrundberichten, Zahlen, Fakten und Analysen zu begleiten.

Buchmarkt in der Krise: Wie Verlage reagieren sollten

Stagnation bei gleichzeitig hohen Kosten, lange Innovationszyklen – es ist kaum zu verleugnen, dass der Buchmarkt in der Krise steckt. Anfang Juli verkündete der Traditionsverlag Reclam, Mitarbeiter entlassen zu müssen. Das Unternehmen war 2009 in die roten Zahlen gerutscht. Für den Geschäftsführer des Hamburger Verlagsdienstleisters tredition, Sönke Schulz, stehen die Schwierigkeiten von Reclam für eine negative Entwicklung im gesamten deutschen Buchmarkt. Er sieht die Branche in der Krise und rät zur Konzentration auf die Kernkompetenz der Verlage – ansonsten drohe das Aus. „Wir haben es mit zwei Entwicklungen zu tun, die der Verlagsbranche zu schaffen machen: Zum einen schrumpfen die Einnahmen, zum anderen erleben wir eine regelrechte Titelschwemme. Beides zusammen ist für Verlage tödlich“, so Sönke Schulz.

Sönke Schulz über den Buchmarkt in der Krise

tredition-Geschäftsführer Sönke Schulz

Als Teil der Geschäftsführung der tredition GmbH beobachtet Sönke Schulz den Markt sehr genau. Das Unternehmen bietet seit 2006 Verlags- und Publikationsdienstleistungen für Autoren, Verlage, Unternehmen und Self-Publishing-Dienstleister an.

Stagnierender Umsatz, hohe Kosten

Schrumpfende Einnahmen: Laut Schulz stagniere der deutsche Buchmarkt seit 2008 auf einem Gesamtumsatz von knapp 10 Mrd. Euro. Der durchschnittliche Buchpreis liege schon seit 2002 unverändert bei circa 15 Euro. In der Branche finde kein Wachstum und keine Wertschöpfung statt. Unter Berücksichtigung der Inflation sei der Buchpreis seit 2002 sogar um 15 Prozent gesunken. „Mit einem 15 Prozent geringeren Ladenpreis müssen aber nach wie vor 100 Prozent aller Kosten gedeckt werden“, so Sönke Schulz. Er weist darauf hin, dass sich allein die Papierpreise in den vergangenen drei Jahren um 30 Prozent erhöht hätten. „Die Folge ist, dass Verlage an allen Ecken und Enden versuchen zu sparen, auch bei den Gehältern ihrer Mitarbeiter“, ergänzt der 37-Jährige. Mit Einstiegsgehältern von 24.000 Euro Bruttolohn im Jahr sei die Verlagsbranche für qualifizierte Mitarbeiter nicht attraktiv. „Aber die Branche braucht innovative Köpfe, die auch etwas von Kostenrechnung verstehen, wenn Verlage weiter leben sollen“, so Sönke Schulz.

Weshalb steckt der Buchmarkt in der Krise?

Zur Titelschwemme sagt Sönke Schulz: „Die Zahl der Neuerscheinungen, bzw. neu verlegten Werke pro Jahr hat sich von 2008 bis 2011 mehr als verdoppelt. Die Folge: Die circa 2.000 regelmäßig publizierenden Buchverlage in Deutschland haben bei stagnierendem oder sinkendem Umsatz im Jahr 2011 weniger als die Hälfte des Ertrages pro Titel erwirtschaftet.“ Um das abzufedern müssten Verlage von jedem Titel mindestens 4.000 Exemplare verkaufen. „Aber wer sich im Verlagswesen auskennt weiß, dass solche Absatzzahlen für jeden einzelnen Titel eines gesamten Verlagsprogramms völlig utopisch sind“, so der tredition-Geschäftsführer.

Diese Entwicklung führe dazu, dass Verlage sich unmöglich aus der Abwärtsspirale befreien könnten. „Es sei denn, sie konzentrieren sich auf ihre Kernkompetenzen: Das Akquirieren von Autoren und deren Vermarktung.“ Schulz rät Verlagen, Bereiche des Verlagswesens wie Druck oder Distribution an spezialisierte Dienstleister auszulagern. Nur diese Experten hätten das Know-How, um Kosten signifikant zu senken. „Wenn Verlage das nicht begreifen und weiterhin alles selber machen, sehe ich schwarz.“