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Eine Lesung organisieren: Autorin Regina Schlager erklärt, wie’s geht

Bild: Regina Schlager plädiert mit ihrem Buch „Mutig mit dem Herzen führen“ für ein neues Verständnis von Führung aus der Sichtweise von Frauen.

Das eigene Buch erstmals und live der Öffentlichkeit präsentieren – eine aufregende Vorstellung! Womöglich haben Sie noch gar nicht mit dem Gedanken gespielt oder aber sie würden gern eine Lesung veranstalten und haben Respekt vor der Aufgabe.

Wie dem auch sei: Ratschläge von Gleichgesinnten – also anderen Autorinnen und Autoren – zu  bekommen, ist für alle Vermarktungsmaßnahmen unverzichtbar. Diese Chance sollten Sie unbedingt nutzen. Wir sprachen mit der tredition-Autorin Regina Schlager darüber, wie sie ihre erste Lesung organisierte.

Die Autorin ist zwar aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit das Reden vor Publikum gewohnt, dennoch war es natürlich auch für sie eine Herausforderung, eine Lesung zu konzipieren. Gute Planung ist dabei das A und O. Lesen Sie im folgenden Interview selbst, wie Regina Schrader dabei vorging und was sie ihren Autorenkolleginnen und -kollegen im Einzelnen empfiehlt.

Viel Freude bei der Lektüre!

 

So organisieren Sie Ihre Lesung – Tipps von Regina Schlager

Von der Idee zum Buch

tredition: Wie kam es zur Idee für Ihr Buch?

Lesung-Regina-Schlager-Auftakt-Oktober-2017

Bild: Im Oktober 2017 fand Regina Schlagers erste Dialoglesung zu ihrem Buch »Mutig mit dem Herzen führen. Gespräche mit Frauen, die ihre Berufung gestalten« statt.

Regina Schlager: 2015 habe ich eine Online-Konferenz veranstaltet. Ich führte eine Woche lang Gespräche mit Coaches, Beraterinnen und Therapeutinnen zum Thema Berufung. Sie erzählten aus ihrem Leben und gaben Hinweise, was bei der Gestaltung des eigenen Weges aus ihrer Sicht hilfreich ist. Ich bekam von vielen Zuhörerinnen das Feedback, dass die Interviews ermutigend und bestärkend waren. Das inspirierte mich dazu, die Beiträge auch in Buchform anzubieten. Im Buch wollte ich mich auch selbst mehr mit meiner eigenen Stimme einbringen als bei der Konferenz. So verfasste ich einleitende Kapitel, die einen Rahmen und roten Faden bieten.

tredition: Wann haben Sie angefangen, die ersten Lesungen zu organisieren?

Regina Schlager: Ich überlegte mir vor der Veröffentlichung, ob ich eine Buchpremiere veranstalten will. Doch es kam so viel zusammen: die Fertigstellung des Buches neben meiner Coachingtätigkeit war schon ziemlich anspruchsvoll. Ich setzte andere Marketingschwerpunkte und entschied vorerst für mich, keine Lesungen zu veranstalten. Was bald nach der Veröffentlichung stattfand, war ein Podiumsgespräch mit einer der Gesprächspartnerinnen aus dem Buch zu einem thematischen Aspekt. Da wurde ich eingeladen. Ich habe das Thema Lesung aber nicht aus den Augen verloren.

Vor ein paar Monaten war mir plötzlich klar, dass es jetzt soweit ist. Ich machte mich daran, meine erste Lesung zu organisieren. Und plötzlich war auch der Geistesblitz da: »Das wird eine Veranstaltungsreihe!«, in Form einer Mischung aus Lesung und Dialog, zu den verschiedenen Aspekten, die im Buch aufgezeigt werden. So ist das Thema beim Auftakt am 5. Oktober „Achtsamkeit mit Fokus Frausein in der Wirtschaft“. Die nächste Lesung habe ich bereits für 31. Januar fixiert, zum Thema „Charismatisches Auftreten“.

Planung und Organisation einer Lesung

tredition: Wie sollte ein Autor bei der Planung und Organisation einer Lesung vorgehen?

Lesung-Regina-Schlager-Oktober-2017

Bild: Das Aletheja – Center of Creativity in der Trittligasse in Zürich bot einen geschmackvollen und angenehmen Rahmen für die Lesung von tredition-Autorin Regina Schlager.

Regina Schlager: Ich empfehle, eine To-Do-Liste zu führen, beispielweise tue ich dies in meinem Textverarbeitungsprogramm. Zunächst halte ich in einem Dokument Ideen und Fragen fest und ergänze das auch laufend. Zusätzlich führe ich eine Presseverteiler-Liste in Excel. Und ich habe mit Trello ein Online-Tool, das sich gut fürs Projektmanagement eignet. Wichtige Termine und Fristen halte ich in meinem Online-Kalender fest, sodass ich nichts aus den Augen verliere.

Wichtig finde ich, bei den Marketingaktivitäten Prioritäten zu setzen: Was will ich tun, was ist auch realistisch angesichts der Zeit, die mir zur Verfügung steht? Was hat die größere Wirkung? Was macht mir Freude?

tredition: Welche Aspekte muss ein Autor bei der Organisation einer Lesung beachten?

Regina Schlager: Da gibt es im Einzelnen folgende Punkte zu beachten:

Die Zielgruppe: Wen will ich mit der Lesung erreichen? Das kann dann auch schon ein Faktor für den Veranstaltungsort sein.

Der Organisator: Will ich die Lesung selbst organisieren – oder gibt es vielleicht eine Institution, für die das interessant sein könnte und die mich zu einer Lesung einlädt?

Welche Kontakte habe ich bereits, durch die sich wertvolle Synergien ergeben?

Lesung-Regina-Schlager-Nicole-Stadler-Oktober-2017

Bild: Vorab gilt es festzulegen, wie man die Lesung gestalten und durchführen will, also welche Textstellen gelesen werden, ob die Zuschauer mit eingebunden werden sollen etc.

Welche Atmosphäre will ich? Ich habe mich zum Beispiel für meine ersten beiden Lesungen für einen eher kleinen Rahmen entschieden. Der Platz ist auf 20 Teilnehmer beschränkt. Ich habe über einen Kollegen einen sehr schönen Raum mitten in der Altstadt von Zürich mieten können, den ich selbst schon von Veranstaltungen kenne. Die Zusammenarbeit mit dem Kollegen rund um die Lesung läuft sehr kollegial und unkompliziert ab, das erleichtert mir den Einstieg in die Lesungen. Ich spreche momentan vor allem Leute an, die mich bereits kennen: aus meinem Netzwerk, Kunden, Kollegen, Freunde und Bekannte, von denen ich weiß, dass sie das Thema interessiert.

Dann gilt es natürlich zu beachten, wie man die Lesung gestalten will: Welche Passagen, wie viel soll gelesen werden? Werden die Zuhörer in irgendeiner Form eingebunden? Gibt es vielleicht auch ein Rahmenprogramm, z.B. Musikeinlagen? Biete ich Getränke oder sogar kleine Snacks an?

Wie möchte ich das Buch nach der Lesung präsentieren? Wie viele Exemplare liegen aus (die muss ich vorher bestellen)? Biete ich nach der Lesung an, Bücher zu signieren?

Wieviel Budget steht zur Verfügung? Das ist natürlich ein entscheidender Faktor. Verlange ich einen Eintrittspreis?

Möchte ich, dass sich die Leute anmelden? Wenn ja, wie? Ich selbst benutze mit Eventbrite ein Tool, wo man sich online anmelden kann. So habe ich einen Überblick, wann die 20 Teilnehmer erreicht sind. Und ich kann ihnen auch Erinnerungsmails schicken.

Fehler vermeiden – aber wie?

tredition: Welche Fehler sollte ein Autor unbedingt dabei vermeiden?

Regina Schlager: Gar nicht einfach zu sagen. Ich bin ja auch erst am Ausprobieren und komme sicherlich noch auf Dinge, die sich nicht bewährt haben. Auf keinen Fall sollte man bei der ersten Lesung zu hohe Erwartungen haben. Nur weil ich eine Lesung ankündige, drängen sich nicht unbedingt hunderte Menschen in einen Riesensaal, den ich teuer angemietet habe. Nicht ausgeschlossen, dass das passieren kann, sehr häufig aber wird der Andrang anfangs nicht so groß sein. Zudem ist es ein Irrglaube, dass beispielsweise eine einmalige Ankündigung der Lesung auf Facebook als Marketing ausreicht. Die Werbetrommel muss vielseitiger und lauter auf möglichst vielen Kanälen gerührt werden, damit viele Menschen auf die Veranstaltung aufmerksam werden.

Lesung-Regina-Schlager-Aletheja-Klangschale-Oktober-2017

Bild: Es ist wichtig, dass Sie bei der Organisation Ihrer Lesung die Werbetrommel auf möglichst vielen Kanälen rühren.

Der Tag der Lesung 

tredition: Was ist am Tag der Lesung besonders wichtig?

Regina Schlager: Es ist wichtig, am Tag der Lesung nicht noch zu vieles organisieren zu müssen. Am besten rechtzeitig und möglichst entspannt zur Lesung gehen. Aufregung ist sicherlich für jeden dabei. Ein wenig Bewegung, Atem- oder Stimmübungen, vielleicht auch Momente der Stille und Sammlung helfen hier.

Wenn man großes Lampenfieber hat oder eine sehr unsichere Stimme, dann kann auf Dauer z.B. Stimm- oder Auftrittstraining unterstützen. Es könnte auch sein, dass die Stimme beim Lesen sehr schnell ermüdet, man das Gefühl hat, zu leise zu sprechen oder zu undeutlich. Die wenigsten sind hier die geborenen Profis, hier ist Entwicklung erlaubt. Man muss sich nicht verstellen: Man kann authentisch sein und sich gleichzeitig weiterentwickeln, das schließt sich nicht aus.

Nicht vergessen, wichtige Materialien mitzunehmen: Buchexemplare, falls vorhanden Flyer oder Visitenkarten.

Nach der Lesung: Nicht zu kritisch sich selbst gegenüber sein. Sich feiern, dass man die Lesung abgehalten hat. Vielleicht mit anderen gemeinsam feiern. Aus der Erfahrung lernen.

Über die Autorin

Regina-Schlager-im-Gespräch-Lesung-Dialog

Bild: Regina Schlager im Gespräch mit einer Zuhörerin bei einer Lesung.

Regina Schlager, geboren 1970 in Wien, studierte Germanistik und Philosophie. Sie hat langjährige Erfahrung im Wissensmanagement, Learning und Development, sowohl in einem mittelständischen als auch einem internationalen Beratungsunternehmen. Eine gesundheitliche Krise im Jahr 2006 öffnete für sie eine intensive Phase der Neuorientierung. Sie zog nach Zürich und machte sich hier 2012 mit ihrem eigenen Unternehmen selbständig.

Heute unterstützt sie als zertifizierter Businesscoach, Berufungscoach und Embodied Life Guide Menschen dabei, in Kontakt mit sich selbst und ihrer Berufung zu kommen. Ein besonderes Anliegen ist es ihr, den Wandel zu sinnvoller Arbeit, Zusammenarbeit und Führung mitzugestalten. Mutig und mit Herz.

2015 gründete und organisierte sie die erste Online-Berufungskonferenz, schreibt regelmäßig in ihrem Blog und gibt den Podcast »Berufung gestalten. Selbst, Sinn, Leadership« heraus.

Die perfekte Autorenvita

Ob im Buchhandel, in Onlineshops oder bei Ihren Marketingaktivitäten: Um Ihr Buch erfolgreich zu verkaufen und zu vermarkten, ist es unverzichtbar, dass Sie über sich als Autor aussagekräftige Informationen zur Verfügung stellen. Das macht Sie für Ihre Zielgruppe und potenzielle Käufer „greifbar“ und erhöht zusätzlich das Kaufinteresse. Hier finden Sie zahlreiche Tipps, was Sie beim Verfassen eines Lebenslaufs, einer sogenannten „Vita“, beachten sollten, zum einen inhaltlich und zum anderen stilistisch.

Wer ist die Person hinter dem Buch: Ihre Autorenpersönlichkeit ist ein Verkaufsargument (Foto: aradaphotography/Fotolia)

Wie sollte meine Vita aufgebaut sein?

Folgende Inhalte sind für Ihren Lebenslauf wichtig, um einerseits dem Anspruch auf Vollständigkeit gerecht zu werden und andererseits Ihre Autorenpersönlichkeit in den Blickpunkt zu rücken.

 Daten und Fakten in Kürze

  • Alter und Geburtsort
  • Wohnort
  • Ausbildung/Studium
  • Berufliche Laufbahn
  • Persönliches Umfeld (Familienstatus, Wohnumfeld)

Welche dieser Daten und Fakten für Ihr Buch von Interesse sind, sollten Sie vor dem Start mit Ihrer Autorenvita abwägen. Im Falle eines Fachbuches ist die Ausbildung und berufliche Laufbahn meist für den Leser wichtig. Im Falle eines Romans mit autobiographischen Zügen kann wiederum der Wohnort des Autors für den Leser interessant sein.

Informationen über Sie als Autor

  • Beweggründe für das Schreiben: Weshalb fasziniert Sie das Autorendasein?
  • eine persönliche Anekdote, die Sie als Person greifbar, sympathisch und charismatisch macht
  • Informationen über Ihren Schreibstil oder wie ein Buch von Ihnen entsteht
  • Was macht Sie als Autor spannend für den Leser?
  • Wie kam es zur Idee für das aktuelle Buch?
  • Für das Buch wesentliche Erfahrungen und Inspirationen


TIPP: Die Daten und Fakten sollten Sie im Verhältnis zu den Informationen über Sie als Autor kurz halten. Ihre Autorenvita sollte nicht wie der Lebenslauf für eine Bewerbung wirken.

 

Die Kernfragen: Was Sie beachten sollten

Die größte Herausforderung ist es, die Vita einerseits kurz und prägnant zu halten und andererseits keine wichtigen Informationen über Ihre Person wegzulassen. Bedenken Sie stets, dass Ihre Vita eine Information für Ihre Leser, aber auch Buchhändler, potenzielle Rezensenten, Redakteure und Blogger darstellt. Im Folgenden geben wir Ihnen wertvolle Tipps, welche Inhalte essentiell sind bzw. welche Aspekte Sie dabei im Vorfeld bedenken sollten.

Wer ist die Zielgruppe Ihres Buches?

Sie sollten im Wesentlichen nur die Informationen in Ihre Vita einfügen, die für Ihre Leser, den Buchhandel und Rezensenten wertvoll sind. Faustregel dabei: Konzentrieren Sie sich auf jene Fakten, die Sie als Buchautor interessant machen und die Interesse für Ihr Buch wecken. Lenken Sie nicht mit unwichtigen Informationen ab. Bei der Formulierung sollten Sie immer die Frage im Hinterkopf haben: Weshalb ist diese Information für den Leser interessant?

Was zeichnet Sie als Autor aus?

Erläutern Sie Ihre inhaltlichen Schwerpunkte beim Schreiben und welche „Mission“ oder welche Beweggründe Sie als Buchautor haben. Ebenso kann Ihre Arbeitsweise und Ihr Schreibstil Erwähnung finden.

Denken Sie immer daran: Ihre Leser sind gerade erst dabei, Sie kennenzulernen. Was macht Sie als Autor kompetent, interessant, spannend, kurios oder womöglich geheimnisvoll? Je nach Buchthema sollten Sie Ihre Vita als „Türöffner“ für Ihr Buch nutzen.

Sollten Sie bereits Bücher veröffentlicht haben, können Sie hier ebenfalls näher darauf eingehen.

Gibt es persönliche Vorbilder?

Welche Literaten, Romane oder Sachbücher haben Sie geprägt und beeindruckt? Hat dies besondere Bedeutung für Ihr aktuelles Buch? Womöglich gibt es auch Vorbilder aus anderen kreativen Schaffens- oder Gesellschaftsbereichen. Erwähnen Sie ein solches Vorbild immer dann, wenn dies für den Leser eine wichtige Information darstellt und Sie beispielsweise beim Schreiben des Buches beeinflusst hat. Vermeiden Sie allerdings, mehrere Vorbilder zu nennen. Das wäre für eine Vita zu viel des Guten.

Was sind Ihre persönlichen Werte und Lebensweisheiten?

Worauf legen Sie persönlich und beruflich Wert? Gibt es ein Lebensmotto, das Sie prägt und auszeichnet? So

Autorin Birgit Mestmäcker im Porträt bei WDR Lokalzeit: Solche Reportagen sind nicht nur für die Buch-PR wertvoll, sondern zahlen auch auf das Autorenimage ein.

etwas bleibt Ihren Lesern im Kopf. Aber Vorsicht: Nicht künsteln oder phantasieren. Ein Lebensmotto sollte wirklich zu Ihnen passen. Fällt Ihnen nichts Geeignetes ein, lassen Sie es im Zweifel weg. Ihre Vita soll authentisch und handfest sein.

Gibt es Medienberichte über Ihr Buch?

Überall dort, wo Ihre Autorenvita online erscheint, können Sie diese im Laufe der Zeit aktualisieren und auf dem neuesten Stand halten, Sobald es beispielsweise erste Presseberichte, Radio- oder Fernsehbeiträge und Rezensionen zu Ihrem Buch gibt, sollten Sie diese unbedingt in Ihre Vita aufnehmen. Heben Sie die Rezensionen aufmerksamkeitsstark hervor durch Verlinkungen, Fotos, eingescannte Printberichte etc. Ein Beispiel: Die tredition-Autorin Birgit Mestmäcker wurde vom Fernsehteam der Sendung WDR Lokalzeit besucht. Der Beitrag, in dem Sie erzählt, wie es zu Ihrem Buch kam, ist eine exzellente Werbung für das Buch und macht die Autorin persönlich erfahrbar und greifbar für den Leser. Dementsprechend eignet sich das Kurizvideo perfekt als Ergänzung einer Autorenseite, einer eigenen Homepage, einer Facebook Fanpage usw.

Professionelles Foto

Ein professionelles Foto von Ihnen ist unverzichtbar für Ihre Vita. Idealerweise verfügen Sie über eine Aufnahme, die von einem professionellen Fotografen gemacht wurde. Vermeiden Sie unbedingt die Verwendung von Schnappschüssen. Ihr Foto muss scharf sein, eine Auflösung von mind. 300 dpi haben (Druckqualität) und ein gängiges Fotoformat besitzen (jpg, jpeg). Ob Sie eine klassische Aufnahme (Kopf bis Schulterbereich) wählen oder womöglich eine moderne Variante am Schreibtisch, draußen etc. bleibt Ihnen überlassen. Wichtig ist Seriosität und eine sympathische Ausstrahlung.

Tipps für den richtigen Stil

Welchen Stil Sie wählen, hängt von dem Genre ab, in dem Ihr Buch angesiedelt ist sowie von Ihrer Zielgruppe und deren Sozial- und Altersstruktur. Selbstverständlich sollten Sie sachlich bleiben und die notwendige Ernsthaftigkeit nicht vermissen lassen. Das heißt aber nicht, dass Ihre Vita deshalb langweilig wirken sollte. Wichtig ist, dass Sie für Ihre Leser „erlebbar“ werden. Im Folgenden ein paar Tipps für die richtige „Würze“.

Kongruenz zwischen Vita und Buch

Ideal ist es, wenn Ihre Vita ein Stück weit Ihren Schreibstil als Autor widerspiegelt. Veröffentlichen Sie beispielsweise einen humorvollen Kurzgeschichtenband, so darf ruhig auch Ihre Vita mit einer Prise Humor gewürzt sein. Auf diese Weise werden Sie für den Leser oder auch Rezensenten nahbar und schaffen eine wichtige Vertrauensbasis.

Im Präsens schreiben

Eine Vita sollte immer in der Gegenwartsform verfasst werden, Ausnahme sind Rückblicke auf die Vergangenheit (z.B. „Sie arbeitete lange Zeit als…“).

Ich-Perspektive oder dritte Person?

Grundsätzlich ist beides möglich. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Vita in der dritten Person zu verfassen, da eine solche Form am professionellsten wirkt und Sie diese überall einsetzen können. Will z.B. ein Journalist Ihre Vita oder Auszüge daraus ergänzend zu einer Rezension veröffentlichen, kann er keine Formulierungen in „Ich-Perspektive“ verwenden. Auf einer eigenen Autorenwebseite oder bei Facebook wiederum kann es sich anbieten, in einem lockeren, modernen Stil in der Ich‑Perspektive zu schreiben. Dem steht nichts im Wege und es ist durchaus möglich, dass Sie Ihre Vita zu diesem Zwecke leicht abwandeln.

Zitate einstreuen

tredition-Autor Eike Rappmund („Handbuch Manipulation“) empfängt die Besucher seiner Webseite mit einem Zitat von Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Es kann Ihre Vita lebendig und abwechslungsreich machen, wenn Sie ein oder zwei Zitate aus Ihrem Buch einstreuen oder die ganze Vita unter ein „Motto“ stellen (z.B. das Zitat einer bedeutenden Persönlichkeit, das Sie selbst als Lebensmotto haben oder das Sie als Person oder Ihren Stil besonders gut trifft/widerspiegelt etc.). Verwenden Sie Zitate aus Ihrem Buch, weckt dies die Neugier auf Ihr Werk und gibt somit einen Kaufanreiz.

Persönliche Anekdoten

Überlegen Sie einmal, ob eine kurze Episode aus Ihrem Leben/Ihrer Autorentätigkeit für den Leser interessant sein könnte. Womöglich gab es ein einschneidendes Ereignis in Ihrem Leben, dass Sie erst zum Schreiben des Buches veranlasst hat? Oder Ihr Buch ist an einem ungewöhnlichen Ort entstanden? Solche Anekdoten können Sie einstreuen. Das macht Sie sympathisch und hebt Sie von anderen Autoren ab.

Spannung halten

Ihre Vita ist wie ein kleines Buch: Sie sollte vom ersten bis zum letzten Satz interessante Informationen enthalten. Es ist wichtig, dass der Leser im Laufe des Textes nicht das Interesse verliert. Verschieße Sie also nicht das ganze Pulver am Anfang, indem Sie die spannendsten Informationen in der Einleitung unterbringen.

Chronologisch oder nicht?

Ihre Vita muss nicht zwangsläufig chronologisch aufgebaut sein. Sie können auch direkt mit einer wichtigen Information über Ihr Buch einsteigen, um darauf aufbauend Ihre Autorenpersönlichkeit darzustellen. Dies kann sich anbieten, wenn Sie Ihr Buch zu einem aktuellen Anlass herausgeben.

Kurzvorstellung im Video

Perfekt für eine persönliche Vorstellung im Video: Autorin Dr. Stepahnie Arndt mit ihrem „Hauspferd“ Nasar

Eine Idee für Fortgeschrittene: Es kann für den Leser und für Ihre Marketingaktivitäten einen echten Mehrwert darstellen, wenn Sie sich z.B. in einem kurzen Videotrailer Ihren Lesern präsentieren. Sie könnten sich an Ihrem Lieblings-Arbeitsplatz zeigen und sich in einigen Sätzen vorstellen. Zusätzlich könnten Sie Spannung erwecken, indem Sie auf Ihr Buch und den Inhalt hinweisen. Bitte beachten Sie, dass solche Bewegtbildinhalte nicht überall Verwendung finden können. Es ist wichtig, dass Sie immer eine Vita in Textform vorliegen haben.

So, jetzt sind Sie dran! Wir wünschen viel Erfolg beim Basteln Ihrer eigenen Autorenvita!

Facebook für Autoren

Social Media für Autoren – Wie Sie Facebook erfolgreich für Ihr Marketing nutzen

Nutzen Sie Ihre Chance und erfahren Sie in unserem aktuellen Blogartikel, wie Sie beim Facebook-Marketing richtig vorgehen und welche Klippen es dabei zu umschiffen gilt.

  1. Social Media-Marketing: Nichts geht ohne Marketing-Plan!
  2. Zielgruppe – Sind meine Leser bei Facebook?
  3. Passende Facebook-Gruppen finden
  4. Der Facebook-Algorithmus: Mehrwert für Leser schaffen
  5. Ihre Autorenseite auf Facebook anlegen!
  6. Ihre Buchseite bei Facebook!
  7. Interaktion ist Trumpf: Veranstaltungen, Gewinnspiele zu Ihrem Buch
  8. Facebook Live-Funktion nutzen
  9. Darf’s auch mal eine Anzeige sein?
  10. Weitere Social Media-Kanäle bedienen: Twitter, Snapchat, Instagram, Pinterest …

1 Facebook-Marketing: Nichts geht ohne Marketing-Plan!

Wie vermarkte ich mein Buch

Bild: Fangen Sie rechtzeitig mit dem Marketing an und legen Sie sich schon beim Schreiben einen Marketingplan zurecht.

Stürzen Sie sich nicht wild auf die Plattform und probieren einfach drauf los. Wenn Sie Ihr Buch veröffentlicht haben, haben Sie sich sicherlich schon einige Gedanken zu einem Vorgehen im Bereich Marketing gemacht. Social Media- oder Facebook-Werbung funktionieren nicht losgelöst von Ihren anderen Maßnahmen. Grundsätzlich sollte man vor Beginn der Marketing-Maßnahmen generell eine Übersicht, einen sogenannten Marketingplan, zu den geplanten Aktivitäten erstellen. Die Maßnahmen auf Facebook sollten dann im besten Fall mit anderen Social Media-Maßnahmen auf anderen Kanälen (wie Instagram, Twitter, XING), aber auch anderen Marketingmaßnahmen wie Pressearbeit, Lesungen etc. kombiniert werden.  Die Marketingaktivitäten sollten auf allen Kanälen eine Geschichte zu Ihrem Titel erzählen und Maßnahmen untereinander unterstützen. Wenn Sie etwa eine Pressemeldung erstellen, können Sie den Pressetext für Posts verwenden, einzelne Beiträge auf unterschiedlichen Kanälen sollten aufeinander  abgestimmt sein. Veranstalten Sie eine Lesung, sollten Sie dafür natürlich auch in den sozialen Netzwerken und auf Facebook werben etc. Nicht immer ist Facebook-Werbung für jedes Buch geeignet. Ein Fachbuch erfordert zum Beispiel andere Marketingmaßnahmen als ein Fantasyroman. Sie sollten sich daher vorab Gedanken darüber machen, ob und welche Maßnahmen für Ihr Buch sinnvoll sind und inwieweit Facebook in diese Strategien einzubinden ist. Dies sollten Sie in Ihrem individuellen Marketingplan mit genauen Richtlinien für die Organisation Ihrer Marketingaktivitäten und deren Durchführung festlegen. Facebook eignet sich gut, um langfristig auch vor Veröffentlichung eine Fanbasis oder Community aufzubauen. Wenn das Buch dann veröffentlicht ist, und diese Community schon besteht, ist es einfacher, direkt mit Ihren Marketingmaßnahmen loszulegen und bereits eine große Community anzusprechen.

2 Ihre Zielgruppe – Sind meine Leser überhaupt bei Facebook?

Facebook für Autoren

Bild: Der erste Schritt beim Facebook-Marketing: Analysieren Sie, ob sich Ihre Leser überhaupt auf dem sozialen Netzwerk aufhalten.

Haben Sie sich schon einmal darüber Gedanken gemacht, welche Zielgruppe eigentlich Ihr Buch liest? Dies sollten Sie – auch abgesehen von Ihrer Facebook-Werbung – unbedingt vor allen Marketingbestrebungen genau überdenken. Denn nicht jeder Titel ist bei Facebook gleich gut aufgehoben. Fragen Sie sich aber auch, wo Ihre Leser aktiv sind. Ist Ihre Zielgruppe auf Facebook überhaupt zu Hause und wenn ja, wo und wie agiert diese in dem Netzwerk? Nur so können Sie herausfinden, wie Sie die Zielgruppe am besten erreichen. Sinnvoll ist die Werbung über diese Kanäle sicherlich bei belletristischen Werken, etwa bei Kriminalromanen oder Fantasywerken. Für diese Genres gibt es bei Facebook viele Fangruppen und Foren. Anders sieht es schon bei Fach- und Sachbüchern aus. Hier kommt es ganz auf das Genre und den Titel an, ob Werbemaßnahmen über Facebook sinnvoll sind. Nehmen Sie sich Ihren Titel noch einmal zur Hand und betrachten Sie diesen aus der Warte des idealen Lesers. Welches Genre und welcher Inhalt machen Ihr Buch aus und welche Leser kommen für diese in Frage? Wen spricht der Stil und die Aufmachung des Buches an? Technisch versierte Leser halten sich hauptsächlich in den sozialen Netzwerken, auf Blogs oder in Buchcommunities auf. Ein Kochbuchliebhaber kann sich zwischen verschiedenen Plattformen für Bilder und Videos entscheiden und postet seine Bilder vielleicht auf Pinterest, Instagram oder  Facebook – oder hält sich vielleicht nur offline auf. Die Biografie eines ländlichen Rudervereins oder ein Schachratgeber wären aber wahrscheinlich bei Facebook eher fehl am Platz! Verpulvern Sie Ihre Marketingmunition nicht durch Aktionen, die Ihr Zielpublikum vielleicht gar nicht erreichen!

3 Passende Facebook-Gruppen finden

Gruppen entdecken Facebook

Bild: Facebook-Gruppen sind eine gute Option für Autoren, sich mit anderen Nutzern, Autoren und Lesern auszutauschen oder diese anzusprechen.

Soziale Netzwerke wie Facebook bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten zum Austausch oder zur Werbung. Eine interessante Option sind hierfür die Facebook-Gruppen. Das sind Nutzer- oder Diskussionsgruppen, in denen sich einzelne Nutzer zu bestimmten Themengebieten unterhalten. Diese bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten für Ihr Marketing:

  • Austausch mit anderen Autoren
  • Ansprache und Kontakt zu Ihren Lesern
  • Aufbau und Pflege Ihres Netzwerkes/Ihrer Fan-Basis
  • Informationsmöglichkeit zu einem Thema

Recherchieren Sie daher auf den Social Media-Kanälen und Facebook mögliche Diskussionsgruppen, zu denen Ihr Buch passt. Je mehr Anknüpfungspunkte, desto besser fruchten Ihre Marketingbestrebungen. Sie können bei Facebook in der linken Benutzerleiste passende Gruppen suchen. Dazu gehen Sie auf den Reiter Entdecken und klicken auf den Button „Gruppen“. Im Gruppenreiter geben Sie dann ein Stichwort ein oder suchen in der entsprechenden Kategorie  und Ihnen werden die passenden Gruppen angezeigt. Schauen Sie sich das Profil der einzelnen Gruppen und deren Mitgliederzahl genau an. Haben Sie eine passende Gruppe gefunden, können Sie dieser beitreten, mit anderen Nutzern agieren, Fragen stellen. Je mehr Mitglieder, desto mehr Aktivität in den Gruppen, desto reicher das Informationsangebot und desto größer die Chancen für Sie, sich selbst einzubringen. Außerdem sollten Sie sich einmal anschauen, wie aktiv die Gruppe mit neuen Beiträgen bespielt wird und von wem. Werden in der Gruppe neue, für Sie oder Ihre Leser relevante Informationen geteilt, lohnt es sich, der Gruppe beizutreten. Eine aktive und fortlaufende Kommunikation mit anderen Facebook-Nutzern, Autoren oder Lesern ist wichtig – nicht nur, um sich ins Gespräch zu bringen, sondern auch, um von den Erfahrungen anderer Nutzer zu profitieren oder sich über die eigenen Erfahrungen auszutauschen. Sie können zudem auch eine eigene Gruppe gründen.

Self-Publishing-Gruppen Facebook

Bild: Zu Ihren persönlichen Interessen oder Themengebieten finden Sie auf Facebook sicherlich die passende Gruppe!

Beispiele von Facebook-Gruppen:

  • Autorenwelt: Plattform für den Austausch unter „Schreibprofis“ und angehende Autoren
  • Autoren_Netzwerk: Öffentliche Gruppe, in der sich Autoren und Self-Publisher untereinander beraten und austauschen können
  • Die bunte Bücherwelt: Diese Gruppe ist für alle interessant, die sich über aktuelle Ereignisse und Trends im Buchmarkt auf dem Laufenden halten und das öffentliche Meinungsbild dazu wahrzunehmen wollen
  • Self-Publishing: Hier tummeln sich vor allem Autoren und Verlagsdienstleister, die sich über alle Aspekte des Self-Publishing austauschen
  • tredition Buchklub: Hier können Sie sich mit anderen Autoren austauschen, Ihr Buch oder Veranstaltungen vorstellen etc

4 Der Facebook-Algorithmus: Mehrwert für Leser schaffen

Wie auch sonst im Werbungsalltag gilt bei Facebook besonders: Nerven Sie Leser nicht ständig mit Werbebotschaften zu Ihrem Buch! Werbung sollte hier etwas subtiler stattfinden! Der streng geheime Facebook-Algorithmus ist unerbittlich. Sie fragen sich, was Algorithmus überhaupt bedeutet? Wie Suchmaschinen oder andere Netzwerke unterliegen die Nachrichten und Posts, die bei Facebook angezeigt werden, bestimmten Algorithmen, die bestimmen, wem und wie oft diese angezeigt werden. Denn Nutzer von Facebook sollen nur die für sie relevanten Themen und Posts sehen, nicht alle hunderttausend Beiträge, die täglich über das Netzwerk veröffentlicht werden. Denn sonst würde eine Chronik schnell überflutet werden oder verstopfen. Das heißt aber auch, dass Ihre Posts und Beiträge auch nach den Richtlinien beurteilt werden, die diese Relevanz analysieren. Die Währung für den Erfolg auf Facbeook sind Likes, Daumen nach oben oder Herzen, das Teilen von Beiträgen und die Kommentare unter einem Beitrag. Wenn Ihre Posts ein oder zweimal nicht geteilt, geliked oder für interessant befunden wurden, klassifiziert Sie Facebook als weniger relevant für Ihre Leser! Die Folge: Facebook zeigt Ihre Posts beim nächsten Mal nicht mehr allen Nutzern an oder blendet diese auf den Chroniken weniger oft ein. Das Todesurteil für Ihre Sichtbarkeit! Die goldene Regel auf Facebook ist deshalb, den Nutzern nur wirklich relevante Informationen zu bieten und mit diesen Beiträgen einen Mehrwert für Leser zu schaffen. Sonst wird Ihr Beitrag schnell als langweilig oder uninteressant für Ihre Nutzer eingestuft und fällt dem rigorosen Facebook-Algorithmus zum Opfer!

5 Ihre Autorenseite auf Facebook anlegen!

Astrid Ruppert Autorenseite auf Facebook

Bild: Autorin Astrid Ruppert zeigt, wie man eine professionelle Autorenpage auf Facebook präsentiert.

Facebook-Seiten von Unternehmen oder Künstlern sind heutzutage in aller Munde. Es gibt kaum ein Unternehmen, das keine eigene Facebook-Seite bespielt und hier Produkte oder sich selbst zu Marketing- und Imagezwecken vorstellt. Gleichermaßen können auch Kreative und Freiberufler einen eigenen Facbeook-Auftritt vorlegen. Auch Sie können von einer eigenen Autorenseite profitieren. Dazu müssen Sie sich aber vorab überlegen, ob Sie Ihr privates Nutzerprofil nutzen wollen oder eine öffentliche Fanpage.  Wie sollten Sie als Autor vorgehen? Alternativ zum privaten Nutzerprofil können Autoren eine Fanpage erstellen, die ganz gezielt die eigenen Bücher und das schriftstellerische Schaffen in Szene setzt. Dabei gilt ihre Autorenseite dann nicht mehr als Personenprofil, sondern als offizielle Seite. Sie können mit dieser Fanpage Ihre Seite von Ihrem privaten Nutzerprofil abgrenzen. Dies wirkt viel professioneller! Leser erhalten so auf dieser Seite nur noch relevante Informationen zum Buch oder zu Ihnen als AutorIn. Private Posts können Sie so weiterhin auf Ihrem privaten Nutzerprofil posten, ohne dass sich hier Ihr Privatleben mit dem Beruflichen mischt. Aber aufgepasst: Es gibt auch einen großen Nachteil dieses öffentlichen Profils! Bei einer offiziellen Seite haben Sie den Nachteil, das Sie mit dieser Seite nicht mehr in Gruppen, Foren etc. agieren und kommunizieren können.

Worauf sollten Sie beim Autorenprofil achten:

Autorenseite erstellen FacebookFüllen Sie Ihr öffentliches Profil möglichst detailreich aus, indem Sie Ihre Aktivitäten als Autor darlegen und auf Ihre Buchveröffentlichungen verweisen. Natürlich sollte ein Link auf die Buchdetailseite im tredition-Shop nicht fehlen. Ein aussagekräftiges Hintergrundbild, Fotos von Buchpräsentationen oder Lesungen sind nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern machen Sie als Autor nahbar. Wichtig sind natürlich darüber hinaus regelmäßige Posts an den Facebook-„Freundeskreis“ über alles, was Sie als Autor umtreibt (welche Themen beschäftigen Sie, welche Veröffentlichungspläne haben Sie, wo und wann finden Lesungen statt usw.).

6 Ihre Buchseite bei Facebook!Mit dem Gesicht zur Sonne

Die Buchseite auf Facebook ist eine weitere gute Option, um Ihr Buch in attraktiver Verpackung zu präsentieren. Mit der Buchseite verhält es sich ähnlich, wie mit der professionellen Autorenseite. Auch diese fungiert als „Seite“, die von Ihrem Benutzerprofil auf Facebook angelegt werden muss. Sie können diese zusätzlich zu Ihrem Autorenprofil oder alleinstehend zu Ihrem privaten Profil nutzen, um Ihren Lesern dort alle Informationen zu Ihrer Buchveröffentlichung mitzuteilen. Teilen Sie hier Videos, News oder Textauszüge zum Buch oder veranstalten Sie Buchverlosungen. Sie können jetzt ganz neu Ihr Buch auch über Facebook verkaufen!

 

 

7 Interaktion ist Trumpf: Veranstaltungen, Gewinnspiele oder Umfragen zu Ihrem Buch

Facebook Veranstaltungen

Bild: Unter der Rubrik „Veranstaltungen“ auf Ihrer offiziellen Seite können Sie Lesungen oder andere Events zum Buch ankündigen.

 

Beitrag Facebook Seite Regina Schlager

Bild: Regina Schlager zeigt mit ihren Beiträgen auf Facebook, wie man interessant und sinnvoll Beiträge gestaltet.

Ihre Leser verhalten sich wie alle anderen Nutzer von Facebook. Sie wollen unterhalten werden, etwas Interessantes erfahren oder etwas Neues lernen. Langweilen Sie Ihre Leser also nicht. Überlegen Sie sich eine Strategie, wie oft Sie Neues posten wollen. Es gibt viele Faustregeln zum richtigen Posting-Rhythmus. Wichtiger ist: nur posten, wenn Sie auch wirklich relevanten und interessanten Inhalt haben. Es gilt hier nicht, wer öfter postet, postet besser. Vielmehr zählt die Qualität Ihres einzelnen Posts. Es darf dann auch gern mal ein persönlicher Post sein. Nutzer wollen nicht den Eindruck bekommen, dass sie von Ihnen nur Werbung präsentiert bekommen. Denn das ist auf die Dauer wenig interessant für andere. Sie fallen dann schnell durch’s Raster und Ihre Beiträge werden immer uninteressanter für Nutzer und damit auch immer weniger von Facebook angezeigt. Denken Sie sich interessante Aktionen zu Ihrem Buch aus. Haben Sie eine Lesung geplant, informieren Sie Leser dazu durch die Option „Veranstaltung erstellen“. Organisieren Sie für Ihre Leser Gewinnspiele, oder Umfragen. Verweisen Sie wie Regina Schlager auf Ihrer Buchseite zu ihrem Titel „Mutig mit dem mit dem Herzen“ zu einem Beitrag auf dem eigenen Blog oder der eigenen Homepage. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wichtig ist eine gute Portion Kreativität!

8 Facebook Live-Funktion nutzen

Bild: Facebook-Live ist eine ganz neue Option, mit der sich Autoren auf Facebook einem (Lese)publikum präsentieren können.

Eine recht neue Funktion, die Facebook von den Plattformen Instagram und Periscope übernommen hat, ist die Funktion Facebook-Live. Diese Option ermöglicht Ihnen als Autor auf Ihrer Autoren- oder Buchseite Livevideos zu starten, die Nutzer auf der ganzen Welt während der Liveübertragung ansehen können. Dazu benötigen Sie die Facebook-App auf Ihrem Smartphone. Sie starten dann unter Ihrem aktuellen Status den Button „Live“ und los geht’s! Die Möglichkeiten, die Sie nutzen können, sind hier vielfältig. Sie können etwa Ihre Lesung live mitschneiden oder Lesern für eine Fragerunde zur Verfügung stehen. Sie können etwas aus Ihrem Buch lesen oder Lesern Einblick in Ihren Alltag geben. Nutzer aus der ganzen Welt können in der Facebook-Weltkarte aller Liveübertragungen dann direkt zu Ihrer Liveübertragung springen. Mit etwas Glück gewinnen Sie so neue Leser! Nach der Liveübertragung können Sie Ihr Video in Ihrer Timeline posten, sodass dieses auch später anderen Nutzern, welche die Live-Übertragung verpasst haben, zur Verfügung steht. Vergessen Sie nicht, Ihr Go-Live auch vorher auf Ihrer Fanpage anzukündigen!

9 Darf’s auch mal eine Facebook-Anzeige sein?

Facebook-Anzeige

Bild: Facebook bietet seinen Nutzer auch Werbeanzeigen, die einer bestimmten Zielgruppe als sogenannte „Sponsored Posts“ eingeblendet werden.

Wer noch Budget für das eigene Buch übrig hat oder einfach die Verbreitung auf Facebook erhöhen möchte, kann auch über eine Facebook-Anzeige nachdenken. Facebook bietet hierfür die Möglichkeit, Anzeigen zu schalten. Man sollte sich vorab genau überlegen, ob dies für das eigene Buch eine sinnvolle Maßnahme ist und bei einer Anzeige genau die Zielgruppe und das Ziel vorab definieren. Es gibt zu dem Thema Anzeigen auf Facebook kontroverse Meinungen. Jeder Autor muss für sich persönlich entscheiden, ob Anzeigen für das eigene Buch eine geeignete Werbeoption sind. Wenn Sie eine Anzeige schalten wollen, sollten Sie aber unbedingt diese Punkte beachten:

  • das Anzeigenziel vorab festlegen
  • die Zielgruppe genau definieren
  • nach Ablauf ders Anzeigenzeitraums die Anzeige auswerten
  • Nach Analyse der Anzeige Ergebnisse für weitere Schritte heranziehen

Bevor Sie die Anzeige schalten, sollten Sie alle Daten der Anzeige genau überprüfen:

  • Texte
  • Bilder
  • Webseite, auf welche die Anzeige verweist
  • Zielgruppe
  • Links etc.

Scheuen Sie sich auch nicht, wenn die Anzeige nicht läuft wie erwartet, diese mitten im Anzeigenzeitraum zu stoppen. Dies ist zu jedem Zeitpunkt möglich!

10 Cross-Medial agieren: Twitter, Snapchat, Instagram, Pinterest … nicht vergessen!

Soziale Netzwerke Werbung

Bild: Es ist eine Kunst, auf allen Kanälen präsent zu sein und sich keine Nutzer oder Leser beim Social Media-Marketing durch die Finger gehen zu lassen.

Facebook ist mit Sicherheit eines der beliebtesten soziale Netzwerke. Sie sollten Ihre Social Media-Werbung aber nicht allein auf einer einzigen sozialen Plattform aufbauen. Agieren Sie crossmedial, also auf verschiedenen Kanälen und verknüpfen Sie ihre einzelnen Marketingstrategien miteinander. Ein fesselndes Autoreninterview sollte nicht auf Ihrer Homepage versauern. Aber auch nicht nur allein auf Facebook veröffentlicht werden. Denken Sie auch an alle weiteren Kanäle, auf denen sich Ihre Leser aufhalten. Auch in diesen Kanälen sollten Sie den Beitrag streuen. Werden Sie nicht nur als Autor Ihrer Geschichte  zum Erzähler, sondern nutzen Sie Ihr Talent zum Geschichtenerzählen auch bei der Vermarktung Ihres Buches.  Die hohe Kunst des Crossmedia-Marketings ist, Informationen und Beiträge über alle Kanäle zu streuen, um die größtmögliche Reichweite für Ihre Buchwerbung zu erreichen. Aber auch beim Thema Social Media gilt wieder die goldene Regel: Nicht dort aufhalten, wo es Ihnen privat gefällt, sondern dort, wo Ihre Leser sich aufhalten. Sie haben also etwa mit Twitter oder Instagram so gar nichts am Hut, Ihre Zielgruppenanalyse hat aber ergeben, dass sich Ihre Leser vorwiegend über einen dieser Kanäle austauschen? Dann heißt es: ins kalte Wasser springen. Und wenn es nicht klappt: Beharrlichkeit zahlt sich bei der Buchwerbung aus. Werfen Sie, wenn Sie es nicht gleich innerhalb weniger Monate auf 100 oder 1.000 Follower schaffen, nicht gleich die Flinte ins Korn. Community-Aufbau dauert Zeit, erfordert Geduld und viel Mühe! Geben Sie nicht so schnell auf! Zu einem Erfolg auf Social Media wird ein Buch nur, wenn Sie kontinuierlich an diesem Bucherfolg schrauben und immer wieder durch das Zünden eines neuen Marketingfeuerwerks auf das eigene Werk aufmerksam machen.

Wir wünschen Ihnen jetzt erst einmal viel Erfolg bei Ihrem Blogmarketing!

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gern an!

tredition betreibt aktiv Marketing für Ihr Buch! Wir versenden etwa eine Pressemeldung zu Ihrem Buch, stellen Ihre Neuerscheinung auf Social Media vor, listen Ihr Buch im digitalen Katalog von Edelweisss+ u.v.m.!


Fehler vermeiden beim Blogmarketing – Wie schreibe ich Blogger an?

Fehler vermeiden beim Blogmarketing – Wie schreibe ich Blogger an?

Fehler vermeiden beim Blogmarketing – Wie schreibe ich Blogger an?

Bild: Wie vermeide ich als Autor Fehler bei der Ansprache von Blogs? In unserem akuellen Blogbeitrag erfahren Sie mehr!

Neben klassischer Pressearbeit, also dem Kontakt zu Journalisten, oder Social Media Marketing, gibt es noch andere zahlreiche Möglichkeiten, Ihr Buch zu bewerben und bekannt zu machen. Machen Sie sich als AutorIn den Umstand zunutze, dass heute immer weniger Printmagazine oder Zeitungen konsumiert werden, sondern Leser und Leserinnen sich zunehmend im Internet über Bücher und Autoren informieren. Verkaufsentscheidungen werden heutzutage immer mehr über das Netz getroffen. Blicken Sie einmal in Ihre letzte Woche zurück. Wie viel Zeit haben Sie im Internet verbracht und wieviel Zeit beim Lesen einer gewöhnlichen Zeitung? Der Tipp für das neue Buch von XY, das auf Ihrem Nachtisch liegt, stammt der aus einer Zeitschrift oder war es nicht Ihre Facebook-Freundin, welche die ansprechende Buchbesprechung von einem Blog auf Ihrer Seite gepostet hat?

Täglich informieren wir uns im Netz, auf Social Media, in Blogs und über andere Kanäle. Sind Ihre Leser dort, sollten Sie auch darüber nachdenken, Ihr Buch über Blogmarketing zu bewerben. Aber Vorsicht vor unüberlegten Schritten! Bevor Sie ungefragt Massenmails an Blogger herausschicken und so schnell verbrannte Erde hinterlassen, sollten Sie sich eine sinnvolle Vorgehensweise für die Bewerbung Ihres Buches überlegen. Blogger werden täglich von unzähligen Autoren angesprochen. Sie wollen nicht einer unter vielen sein, oder gar abgelehnt werden, sondern herausstechen und Interesse wecken.

Nutzen Sie Ihre Chance und erfahren Sie in unserem aktuellen Beitrag, wie Blogmarketing richtig geht und welche Fehler Sie dabei unbedingt vermeiden sollten.

 

  1. Was ist eigentlich ein Blog bzw. ein Blogger?
  2. Kommt mein Buch für Blogger in Frage?
  3. Passende Blogs für mein Buch finden – welche Blogger spreche ich an?
  4. Blogmarketing ist nicht gleich Pressearbeit
  5. Wie schreibe ich Blogger richtig an?
  6. Mehrwert für Blogger schaffen: Kooperationen anbieten
  7. Kreativ werden: Blogtouren veranstalten
  8. Die Blogtour: ein Beispiel
  9. Unterstützung vom Verlag holen
  10. Nachhaken

1 Was ist eigentlich ein Blogger?

Blogmarketing

Bild: Was ist eigentlich ein Blogger und warum ist ein sogenannter Influencer wichtig für Ihr Buchmarketing?

Wenn Autoren Ihr Debütwerk veröffentlicht haben und sich dann dem Marketing widmen, ist das Blogmarketing für die meisten absolutes Neuland.  Doch eine stetig wachsende Zahl an Lesern schwirrt durch die weiten Gefilde von sozialen Netzwerken, Blogs oder Buchcommunities. In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Buch- und Literaturblogs rasant vervielfacht. Das Potential und die Einflusskraft von Bloggern sollten Sie natürlich auch für Ihre Buchwerbung nutzen! Wer aber sind eigentlich diese „Blogger“? Hinter einem Blogger versteckt sich der Betreiber einer Internetseite mit bestimmten Themenfokus. Angefangen haben Blogger meist mit Kurzberichten aus dem persönlichen Alltag, oft in Tagebuchform, um eine große Anzahl Gleichgesinnte zu erreichen und diese am eigenen Leben und Alltag teilhaben zu lassen. Daraus entstanden sind eine unendliche Anzahl an Portalen, die sich mehr oder minder spezifisch bestimmten Aspekten unseres Lebens widmen und Meinungen, Berichte, Interviews oder Rezensionen veröffentlichen. Gerade für Autorinnen sind Blogger eine interessante Gruppe. In Bereich Literatur und Buchmarkt haben sich mittlerweile eine große Anzahl von Blogs etabliert. Zu nennen sind hier allgemeine Literaturblogs, spezifische Blogs, die sich bestimmten Genres widmen, wie Fantasy-, Romance, Science Fiction, Ratgeber-Blogs und viele mehr. Dieses bunte Spektrum aus Bloggern hat sich mittlerweile zu einem der wichtigsten Sprachrohre zum Lesepublikum entwickelt. Bekannte Blogger haben mitunter mittlerweile ein ähnliches Ansehen wie manch bekannter Journalist. Man kann sich ausmalen, was eine Buchbesprechung bei einem sogenannten „Influencer“ bewirken kann. Autoren bieten sich damit eine Vielzahl an Chancen, das eigene Buch in Kooperation mit einem Blog einer großen Menge an Lesern vorzustellen und für Aufmerksamkeit für das eigene Buch zu sorgen. Meist profitieren Autoren auch dahingehend von einer Blogbesprechung, dass sie mit dieser auf eigenen Seiten oder auf Social Media werben können, aber auch dadurch, dass Blogger selbst ihre Artikel auf verschiedenen Plattformen wie sozialen Netzwerken verbreiten und den Werbeeffekt für den Autor erhöhen.

2 Kommt mein Buch für Blogger in Frage?

Kommt mein Buch für Blogger in Frage

Bild: Wenn Sie sich fragen, ob Ihr Buch für einen Blogger interessant sein könnte, sollten Sie sich vorab genau mit Ihrer Zielgruppe befassen!

Woher weiß ich aber eigentlich als Autor, ob mein Buch sich für eine Blogvorstellung eignet? Prüfen Sie Ihr Buch mit einem kritischen und vor allem objektiven Blick auf Herz und Nieren. Welches Genre hat Ihr Buch, welche Zielgruppe? Hält sich diese im Netz auf und wenn ja wo?  Liest Ihre Zielgruppe Blogrezensionen oder ist Blogmarketing vergebene Liebesmühe? Bevor Sie sich gleich auf Blogger stürzen, sollten Sie vorab die eigene Zielgruppe zu Ihrer Veröffentlichung genau analysieren und herausfinden, wo diese sich aufhält.  Wen spricht Ihr Genre, Stil und die Aufmachung des Buches an?

Beispiel. 

Für einen Ratgeber, der sich an eine ältere Zielgruppe ab 60 aufwärts wendet, verfehlt Blogmarketing wahrscheinlich die Wirkung. Ein Fantasyroman hat bei der großen Menge an Fantasyblogs, die es mittlerweile gibt, schon eher eine Chance auf eine Online-Buchbesprechung.  Konservative Leser finden Ihre Buchempfehlungen eher in der Zeitung, im Fernsehen oder bei Bekannten. Technikaffine Leser halten sich eher in den sozialen Netzwerken, auf Blogs oder in Buchcommunities auf.  Die Analyse Ihrer Zielgruppe vorab ist fundamental , damit Sie keine Zeit und Budget in die falschen Marketingmaßnahmen investieren.

3 Passende Blogs für mein Buch finden – welche Blogger spreche ich an?

Bild: Blogs gibt es wie Sand am Meer, aber welchere passt für Ihr Buch? So finden Sie die richtigen Blogger!

Ihr Buch ist reif für Blogger? Kann’s dann schon losgehen? Halt, schreiben Sie nicht einfach wild drauf los! Vorab sollten Sie sich nicht nur mit Ihrem Buch, sondern auch mit den Adressaten, den Bloggern, auseinandersetzen. Blogger sind so vielseitig und vielfältig wie Autoren. Jeder hat seine Lieblingsthemen und Vorlieben. Halten Sie gezielt Ausschau nach Special-Interest-Blogs, für die das Thema ihres Buches besonders interessant sein könnte.

Beispiel. 

Sie schreiben beispielsweise über Ernährung? Dann könnten Blogs, die sich mit Fragestellungen zu Ernährung, Gesundheit, Essen und Kochen befassen, die richtige Adresse sein. Ein politisches Buch hat etwa bei einem Blog, der sich mit Liebesromanen beschäftigt, nichts zu suchen.

Auch sollte man nicht einfach allgemeine Literaturblogs anschreiben und darauf hoffen, dass diese auf das eigene Buch gewartet haben. Blogger haben sich innerhalb der letzten Jahre zu den signifikantesten Sprachrohren im Netz entwickelt – und sind daher auch genauso beliebt bei anderen Autoren. Man kann auf Google nach passenden Blogs recherchieren, indem man dort das Genre + Blogs sucht. Schauen Sie auch gern einmal auf unsere Seite und geben unter der Suchfunktion das Wort „Blog“ beziehungsweise „Blogger“ ein. Wir haben in unserem Blog bereits eine Reihe von Bloggern vorgestellt, die vielleicht interessant für Sie sein könnten. Stellen Sie sich voab eine Excel-Liste zusammen mit Bloggern, die allein für Ihr Genre in Frage kommen. Tauschen Sie sich auch mit anderen Autoren aus, oftmals rezensieren auch Autoren gern auf ihrem eigenen Blog oder können einen Blogger weiter empfehlen. Bauen Sie Ihr Netzwerk auf!

4 Blogmarketing ist nicht gleich Pressearbeit

Bild: Was ist eigentlich das Geheimis beim Blogmarketing?

Man sollte nicht dem Trugschluss zum Opfer fallen, klassische Pressearbeit ließe sich 1 zu 1 auf die Bloglandschaft übertragen. Während klassische Presseaussendungen für Journalisten funktionieren, sieht dies bei Bloggern ganz anders aus. Hier zählt eher der persönliche Kontakt, die persönliche Vorliebe eines Bloggers. Presseanschreiben verfehlen hier oft ihre Wirkung, wenn diese nicht auf den Blogger zugeschnitten werden. Für Blogger zählt die gemeinsame und weniger förmliche Kommunikation. Bei Bloggern kann  man eher auf einer persönlichen Ebene miteinander sprechen. Auch Hintergrundinformationen zu Ihnen und Ihrem Buch sind hier nicht fehl am Platz. Massenmails mit Pressemeldungen kommen dagegen weniger gut an. Wichtiger ist der persönliche Austausch. Fragen Sie auch ruhig vorab, ob der jeweilige Blogger denn überhaupt Interesse an einem Austausch, an einer Buchvorstellung etc. hat und bombardieren Sie ihn oder sie nicht gleich mit Ihrem Material. Bei dem Kontakt mit Bloggern gilt es also vorab Recherchearbeit zu leisten und sich mit dem jeweiligen Blog auseinanderzusetzen. Eine Ansprache wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ zeigen dem Blogger recht schnell, dass Sie sich wenig oder gar nicht mit seinem Blog beschäftigt haben. Im Fokus Ihres Blogmarketings sollte hier ein aussagekräftiger Blogverteiler stehen, in dem Sie auch die Ausrichtung, Kontaktdaten etc. zum jeweiligen Blog hinterlegen.

 

5 Wie schreibe ich Blogger richtig an?

Was ist ein Blogger?

Bild: So schreiben Sie Blogger richtig an und landen nicht im Papierkorb oder auf der Sperrliste!

Nachdem Sie Ihre Zielgruppe identifiziert haben, sollten Sie sich die Blogs, die passend für Ihr Buch erscheinen, genau anschauen. Welche Themen bespricht der jeweilige Blogger, liest er gerne Printbücher oder e-Books, pflegt er einen eher umgangsprachlichen und persönlichen Ton oder wählt er  eher eine förmliche Ansprache? All diese Fragen sollte man vorab beachten, bevor man sich eine Blogstrategie für diesen Blog überlegt. Suchen Sie also für Ihr Buch thematische Blogs und Portale im Internet. Auf den Blogs suchen Sie sich im Impressum oder unter „Kontakt“ die E-Mail des Anbieters und senden ihm oder ihr die passende Anfrage. Ein durchschnittlich bekannter Blog erhält schon pro Tag eine große Anzahl an Zuschriften. Bei wirklich wichtigen Blogs sieht das gleich noch einmal ganz anders aus. Blogger selbst hassen nichts mehr, als einfach wahllos mit Material zugeschüttet zu werden. Will man mit einem Blogger in Austausch treten und etwas zum eigenen Buch dort platzieren, so sollte man sich genau über den Blog und seine Zielgruppe informieren und eine auf gegenseitigem Respekt basierende Beziehung aufbauen. Fragen Sie am besten vorab beim Blogger an, ob er Interesse an einer Buchpräsentation hat und in welcher Form er Ihr Material zugestellt haben möchte. Der erste und wichtigste Punkt ist, schreiben Sie Blogger nicht automatisiert mit einer Massenmail an, in die Sie den gesamten Blogverteiler hineingenommen haben. Spätestens dann stehen Sie bei diesen Bloggern auf der Abschussliste. Sie sollten für jeden Blogger persönlich ein individuelles Anschreiben aufsetzen. Dieses sollte professionell verfasst sein, ein aussagekräftiges Autorenbild als Jpg-Datei, eine knackige Kurzankündigung des Buches, die Pressemeldung als PDF-Datei, ein hochauflösendes Coverbild sowie eine Kurzbiographie von Ihnen beinhalten. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Anschreiben optisch einwandfrei und ansprechend daherkommt. Sie haben große Konkurrenz und müssen sich nicht nur durch interessante Inhalte, sondern auch durch eine attraktive Aufmachung von anderen Anfragen abheben.

 

6 Mehrwert für Blogger schaffen: Kooperationen anbieten

Blogkooperationen

Bild: Blogkooperationen sind ideal für Ihr Buch als auch für den Aufbau von Bloggerrelations.

Blogger erhalten täglich unzählige  Titel zur Vorstellung. Sie müssen sich also aus dieser Masse mit Ihrem Titel abheben. Wie können Sie dies anstellen? Zunächst einmal gehört dazu ein professionelles Auftreten und ein attraktives Anschreiben. Darüber hinaus sollten Sie für Blogger einen Mehrwert schaffen. Sprechen Sie also Blogger direkt auf Kooperationsmöglichkeiten an. Manchmal sind Blogger schon auf geraume Zeit ausgebucht und haben keine Kapazitäten mehr, um neue Titel aufzunehmen. In anderen Fällen gehen Blogger aber gerne Kooperationen mit Autoren ein, da auch diese den eigenen Lesern Material und Mehrwert bieten wollen. Stellen Sie wichtigen Literaturblogs im Gegenzug Rezensionsexemplare zu Buchbesprechungen. Bieten Sie den Bloggern exklusive Autoreninterviews zu Ihrem Buch.  Für diese können Sie etwa bereits ein vorgefertigtes  Autoreninterview bzw. einen Autorenfragebogen mit interessanten Fragen zu Ihnen und Ihrem Werk als PDF-Dokument vorbereiten. Eine weitere Möglichkeit sind Gewinnspiel- und Verlosungskooperationen. Blogger bieten ihren Lesern gern eine Verlosung an, um diese auf den eigenen Blog zu holen. Stellen Sie den Bloggern dafür die Verlosungsexemplare bereit, ist es wahrscheinlicher, dass er oder sie Ihnen einen Platz im eigenen Blog einräumt.

7 Kreativ werden: Blogtouren veranstalten

Vermarktungstipp für Autoren: Das eigene Buch Bloggern vorstellen

Bild: Ein guter Vermarktungstipp für Autoren: eine Blogtour veranstalten!

Es muss nicht immer nur eine „normale“ Buchbesprechung sein. Blogger wollen den eigenen Lesern etwas bieten, damit diese auf ihre Seite kommen und dort auch länger verweilen. Damit sind diese prädestiniert für besondere Events oder Sonderaktionen. Ein interessantes Sonderevent ist eine Blogtour. Organisieren Sie also im Rahmen Ihres Buchmarketings eine Blogtour zu Ihrem Buch. Bei einer Blogtour präsentieren unterschiedliche themengebundene Blogs innerhalb eines bestimmten Zeitraumes Ihr Buch in verschiedenen Formen. Ein Beispiel: Der erste Blog veröffentlicht eine Buchbesprechung, eine Woche später publiziert der nächste Blog ein Autoreninterview, der dritte bieten seinen Anhängern eine Leseprobe, ein andere veranstaltet ein Gewinnspiel u.v.m. Für diese Themen erstellen die Blogger Beiträge und diese werden dann nach Absprache zu einem festen Termin veröffentlicht. Blogtouren sind generell zeitaufwändiger als normale Kooperationen, da man mit mehreren Bloggern zusammenarbeitet, bzw. diese zunächst suchen muss. Dafür ist es wichtig, vorab die richtigen Ansprechpartner zu eruieren und für das eigene Buch zu gewinnen, diese rechtzeitig mit dem Werbematerial auszustatten und vor und während der Blogtour Werbung für diese auf anderen Kanälen zu machen. Blogger sind gut vernetzt. Sprechen Sie vorab über die Möglichkeit einer Tour. Blogger kennen sich untereinander und haben oft gute Ideen, was eine Blogtour angeht.

8 Die Blogtour: ein Beispiel

Das Buch wird förmlich seziert und auseinander genommen.

Blogtour Stefanie Krumbiegel

Bild: Steffi Krumbiegel zeigt mit ihrer Blogtour zu ihrer Fantasy-Reihe „Nadja“ wie’s geht!

Mit ihrer Fantasy-Reihe „Nadja“ entführt uns die junge Autorin Steffi Krumbiegel in eine faszinierende Fantasy-Welt. Kürzlich hat die Autorin eine Blogtour zu Ihrer Buchreihe veranstaltet. Dazu haben diverse Blogger das Buch auf Ihren Blogs unter verschiedenen Gesichtspunkten besprochen. Während ein Blogger eine Buchbesprechung zum Werk von Steffi Krumbiegel veröffentlicht hat, hat ein anderer sich mit der Figurenwelt in der Fantasyreihe auseinandergesetzt. Ein dritter Blogger hat die Autorin selbst zu Ihrem Buch zu Wort kommen lassen usw. Für die Autorin war diese Tour eine besondere Möglichkeit, mit Bloggern über das eigene Werk zu sprechen. Man kann vorher nie abschätzen, welchen Werbezulauf einzelne Blogpräsenzen bringen, im Ganzen wertet Steffi Krumbiegel in der Rückschau aber die Blogtour im Ganzen als  Erfolg. Persönlich hat die Autorin erstaunt, wie bekannt ihr Buch dadurch auf Messen wurde. Immer wieder sprachen sie Menschen darauf an, es auf Facebook gesehen zu haben – dadurch verkauft sich ein Buch natürlich wesentlich besser. AutorInnen selbst kommen durch eine Blogtour mitunter einfacher und schneller ins Gespräch. Auch diese weichen Nebeneffekte des Blogmarketings sollten Sie nicht vernachlässigen. Steffi Krumbiegels Tipp für alle Autoren, die Blogger angehen wollen: „Die Blogger lieben den Kontakt und die Unterstützung der Autoren.“ Ihr Fazit zu Ihrer Blogtour: „Wenn man sieht, was diese Blogger jedes Mal für Ideen aus dem eigenen Werk zaubern, wie sie Banner erstellen, die Termine finden und mit dem Autor zusammenarbeiten, gehört eine Blogtour zu einer Erfahrung, die Autoren absolut machen sollten.“

9 Unterstützung vom Verlag holen

Marketingtipp: Die passende Community für Ihr Buch

Bild: Vergessen Sie nicht, Ihr Verlag bietet viel Unterstützung beim Marketing, auch wenn es um Blogmarketing geht!

tredition betreibt in Kooperation mit diversen Bloggern bereits Blogmarketing für Ihre Bücher. Ausgewählte Bücher stellen wir dabei gezielt Buch- und Literaturblogs vor und bieten in Abstimmung mit den Autoren Rezensionsexemplare, Leseproben, Autoreninterviews, Gewinnspiele und Kooperationen an – oder führen eine Blogtour durch. Auf Nachfrage von Journalisten, Bloggern und Pressevertretern senden wir kostenfreie gedruckte oder e-Book-Rezensionsexemplare zur Besprechung zu. Autoren müssen diese natürlich nicht bezahlen.

Fragen Sie also gern bei uns nach einem Rezensionsexemplar, wenn ein Blogger sich meldet oder holen sich Tipps für Ihr Blogmarketing!

 

10 Nachhaken

Bei Bloggern nachhaken

Bild: Wann ist es denn eigentlich Zeit, bei einem Blogger nachzuhaken?

Blogger bekommen täglich viele Zuschriften – und das Bücherlesen selbst kostet Zeit. Fragen Sie daher nicht gleich nach einer Woche nach, wie es um die Buchbesprechung zu Ihrem Werk ausschaut. Haben Sie auch etwas Geduld und lassen Sie den Bloggern ein wenig Zeit für eine Rezension. Ein Buch liest sich nicht in 2 Tagen. Außerdem ist Ihr Buch mit Sicherheit auch nicht der einzige Titel, den der Blogger bespricht. Wenn Sie dann „nerven“, kann dies sogar kontraproduktiv sein und sich im Zweifelsfall negativ auf Ihre Buchbesprechung auswirken, oder – im schlimmsten Fall – dazu führen, dass Ihr Buch gar nicht mehr besprochen wird.

Wir wünschen Ihnen jetzt erst einmal viel Erfolg bei Ihrem Blogmarketing. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gern an!


Buchmarketing

Wie vermarkte ich mein Buch? – Mit gezielter Werbung Aufmerksamkeit für das eigene Buch erzeugen

Wie vermarkte ich mein Buch

Bild: Es gibt kein Geheimrezept für den universalen Bucherfolg, aber einige wichtige Regeln, die bei der Vermarktung des eigenen Buches weiterhelfen können. Copyright: Fotolia

Über 90.000 Veröffentlichungen stoßen jährlich auf den Buchmarkt. Darunter eine Handvoll Bestseller und viele Erstlingswerke unbekannter Autoren. Das bedeutet zum einen Titelvielfalt, aber für den einzelnen Autoren vor allem eine nahezu unüberschaubare Konkurrenz. Neben einem einzigartigen Inhalt, einem professionellen Lektorat und einer ansprechenden Verpackung ist das gezielte Buch- und Lesermarketing für das eigene Buch ein unabdingbarer Gradmesser für den eigenen Erfolg. tredition zeigt Ihnen auf, wie Sie gezielt und effektiv beim Marketing vorgehen und sich einen erfolgsversprechenden Marketingplan anlegen. Erfahren Sie in dieser Anleitung, wie Sie Ihr Buch gezielt vermarkten, um größtmögliche Aufmerksamkeit beim Leser zu erreichen und schlussendlich mit Ihrem Buch Geld zu verdienen.

 

Immer mehr Autoren ringen jährlich um die Lesergunst. Gleichzeitig misst die Stiftung für Zukunftsfragen regelmäßig das Freizeitverhalten der Deutschen – und fördert dabei immer  erschreckendere Ergebnisse zutage. Denn das Lesen taucht auch bei der jüngsten Auswertung aus dem Jahr 2015 nicht einmal unter den 20 beliebtesten Freizeitbeschäftigungen auf. Ganz oben auf der Rangliste stehen Fernsehen, Radio hören, Telefonieren … Die Buchlektüre? Fehlanzeige. Von e-Books gar nicht zu sprechen, die rangieren gar als zweitunbeliebteste Freizeitbeschäftigung unter ferner liefen. Ein Indie-Autor steht demnach vor der enormen Herausforderung, das eigene Buch aus dieser Masse an Neuveröffentlichungen hervorzuheben. Discoverability, die Auffindbarkeit des Buches,  ist zum zentralen Schlagwort der Stunde geworden. Denn, ein Buch, das von Buchhändlern und dem Lesepublikum nicht gefunden wird, das nicht auf sich „aufmerksam“ macht, ist quasi nicht-existent. Generell gilt, nur buchspezifische Marketingmaßnahmen, die möglichst breit auf vielen Kanälen durchgeführt werden und die spannende Geschichten erzählen, sorgen bei Buchhändlern und Lesern für Aufmerksamkeit. Wenn diese Aktionen gut geplant sind und ein Buch „sichtbar“ machen, dann stellt sich mit einem zusätzlichen Quentchen Glück auch der Bucherfolg ein.

 

Das A und O erfolgreicher Buchwerbung: Der Marketingplan

Der Marketingplan

Bild: Die Kunst eines erfolgreichen Buchprojektes ist, rechtzeitig mit dem Marketing zu beginnen, mithilfe eines Marketingplans. Copyright: Fotolia

Fangen Sie nicht zu spät damit an, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie Sie das eigene Buch gezielt bewerben können. Sie sollten schon vor oder während des Schreibens einen „Schlachtplan“ für zukünftige Marketingmaßnahmen entwerfen. Dieser „Marketingplan“ sollte Schritt für Schritt festhalten, wann und wie Sie Werbung für Ihr Buch planen. Nicht alle Marketingmaßnahmen sind auch für Ihre Buchveröffentlichung geeignet. Ein Sachbuch erfordert andere Marketingmaßnahmen als ein Lyrikband etc. Sie sollten sich daher vorab Gedanken darüber machen, welche Maßnahmen für Ihr Buch sinnvoll sind und diese in Ihrem individuellen Marketingplan mit genauen Richtlinien und Daten für die Umsetzung festlegen. Gleichzeitig ist es sinnvoll, in dieser Zeit Kontakt zur Presse und zu Bloggern, als auch zu Lesern zu suchen, damit Sie, einmal fertig mit dem Schreiben Ihres Buches, dann auch direkt das richtige und empfangsbereite Publikum für Ihre Maßnahmen ansprechen können. Haben Sie frühzeitig eine Fanbasis aufgebaut, können Sie, wenn Ihr Werk dann endlich auf den Markt kommt, direkt eine Buchankündigung, eine Leseprobe etc. in der passenden Zielgruppe streuen.

 

Vor dem Start: Ihre Zielgruppe kennen

Aufmerksamkeit für Ihr Buch durch die richtige Zielgruppe

Bild: Das Leserpublikum kennen ist das A und O einer zielgerichteten Buchwerbung. Copyright: Fotolia

Bevor Sie sich ganz auf Werbemaßnahmen zu Ihrem Buch stürzen, gilt es, vorab die Zielgruppe zu Ihrer Veröffentlichung genau einzugrenzen und kennenzulernen. Betrachten Sie Ihr Buch noch einmal mit kritischem Leserauge. Welches Genre und welchen Titel haben Sie gewählt und welche Leser kommen für diese Veröffentlichung in Frage? Wen spricht der Stil und die Aufmachung des Buches an? Eventuell haben Sie bereits beim Schreiben einen Leseravatar entwickelt, also eine imaginäre Persona, die Ihren Idealleser repräsentiert. Diesen Avatar oder eine ganze Avatargruppe sollten Sie noch einmal genau analysieren und herausfinden, in welchen Kanälen sich Ihre Zielgruppe aufhält. Erst wenn diese Frage beantwortet ist, macht es Sinn gezielt bei diesem Publikum Marketingmaßnahmen zu platzieren. Ein konservativer Leser schaut sich vielleicht lieber in der täglichen Zeitung oder im Fernsehen nach geeigneten Lektüreempfehlungen um. Technikaffine Leser tummeln sich eher in den sozialen Netzwerken, auf Blogs oder in Buchcommunities. Ein Kochbuchliebhaber sucht und postet vielleicht gern Bilder auf Pinterest. Verpulvern Sie Ihre Marketingmunition nicht durch Aktionen, die Ihr Zielpublikum vielleicht gar nicht erreichen!

 

Kontinuität: Beharrlichkeit zahlt sich bei der Buchwerbung aus

Nachdem der oft langwierige Weg getan ist und das eigene Manuskript vorliegt, es im zweiten Schritt durch Lektorat und Satz gegangen ist und endlich das Licht der Welt erblickt hat, sind Autoren oft froh, wenn das Buch endlich auf dem Buchmarkt ist. Zu diesem Zeitpunkt  wird leider oft vernachlässigt, wie wichtig der jetzt zwingend erforderliche nächste Schritt zum Erfolg ist: die Marketingarbeit. Sicherlich ist die Neuerscheinung eines neuen Harry Potter-Bandes von Joanne K. Rowling bereits Werbung genug. Rowlings Fans sorgen schnell für eine hohe Auflage. Doch das sind leider in der Branche Einzelfälle, die man an einer Hand abzählen kann. Zu einem Longseller wird ein Buch nur, wenn Autoren kontinuierlich an Ihrem Bucherfolg schrauben und immer wieder durch das Zünden eines neuen Marketingfeuerwerks auf das eigene Werk aufmerksam machen.

 

Buchwerbung heißt: Geschichten erzählen auf allen Kanälen

Geschichten verkaufen und für das eigenen Buch werben

Bild: Nutzen Sie Ihr Talent zum Geschichtenerzählung auch bei der Werbung für Ihr Buch. Copyright: Pixabay

Wenn Sie Ihren Marketingplan begonnen haben und sich über Ihre Zielgruppe informiert haben, sollten Sie sich überlegen, auf welchen Kanälen Sie Ihre Maßnahmen am besten streuen wollen. Hier gilt es, auf allen Kanälen, die für Ihr Buch sinnvoll sind, in Wort, Bild und Ton präsent zu sein. Setzen Sie crossmediale Marketingaktionen ein, also die Kommunikation zu Ihren Lesern über mehrere  verknüpfte Kanäle. Diese soll Leser unterhalten und informieren und im besten Fall zugleich  immer wieder zu Ihrem Buch führen und Kaufanreize auslösen. Bieten Sie Ihren Lesern dafür Mehrwert mit spannenden Inhalten zu Ihnen und Ihrer Veröffentlichung. Wenn Sie etwa eine knackige Pressemeldung zu Ihrem Buch geschrieben und versandt haben, können Sie den Text der Meldung auch für andere Zwecke einsetzen. Ein interessantes Autoreninterview mit Ihnen sollte nicht nur auf Ihrer Homepage versauern, sondern Sie sollten dies in allen anderen passenden Kanälen, von Social Media-Kanälen über Buchforen etc. streuen. Werden Sie nicht nur als Autor Ihrer Geschichte zum Erzähler, sondern nutzen Sie Ihr Talent zum Geschichtenerzählen auch bei der Vermarktung Ihres Buches. Interessante Fragenstellungen für den Leser könnten sein: Welche Herausforderungen und Erlebnisse habe ich beim Schreiben erlebt, welche Geschichte oder Neuheit verkünde ich in meinem Buch? Was hält mein Buch an Innovationen und Vorteilen für den Leser oder die Leserin bereit? Die hohe Kunst des Crossmedia-Marketings ist, Informationen und Beiträge über alle Kanäle zu streuen, um die größtmögliche Reichweite für Ihre Buchwerbung zu erreichen.

 

Buchvermarktung online oder offline? Online ist King

Als Verkaufsweg für Bücher hat das Internet den Sortimentsbuchhandel noch längst nicht überflügelt – aber Kaufentscheidungen fallen mittlerweile auch in der traditionellen Buchwelt zunehmend online. Das bedeutet, dass Sie die Möglichkeiten, die Ihnen digitale Plattformen, Blogs etc. bieten, unbedingt nutzen sollten, um Ihr Buch aus der Masse der Bücher herauszustellen. Von Social Media-Werbung über Blogmarketing bis zu Onlinelesungen oder Buchtrailern sind die Möglichkeiten hier nahezu unendlich – und was noch viel besser ist, mit wenigen Mitteln schnell und effektiv umgesetzt. Ihre Bekannten, Freunde und Familie, aber auch Ihre Leser können die Beiträge zu Ihnen und Ihrem Buch weitergeben und verbreiten. Und noch besser: Die Maßnahmen können dann auch besser ausgewertet werden. Nehmen Sie Ihr Buch genau unter die Lupe. Welches Genre, welches Thema behandeln Sie und welche Maßnahmen passen dazu? Und es müssen nicht immer die üblichen Werbemaßnahmen sein. Je origineller, desto höher die Aufmerksamkeit der Leser und die mögliche Verbreitung bei Ihrem Zielpublikum.

 

Multiplikatoren nutzen: Presse- & Blogmarketing

 

Presse

Presse- und Blogmarketing durch Multiplikatoren

Bild: Nutzen Sie für Ihre Werbung die Kraft der Multiplikatoren! Copyright: Pixabay

Auch wenn die Onlinemedien traditionellen Medien zunehmend den Rang ablaufen, Journalisten von Zeitungen, Magazinen, Radiostationen oder Fernsehkanälen sorgen nach wie vor für eine hohe Verbreitung und sind gute Anlaufpunkte für die Platzierung von Beiträgen zu Ihrem Buch. Presserezensionen ziehen zudem auch weitere Rezensionen mit sich. Oft fragen Journalisten nach Autoren oder Autorinnen aus bereits erschienenen Artikeln oder Beiträgen nach oder werden durch Kollegen erst auf Bücher und Autoren aufmerksam.

Wie geht man vor? Zunächst gilt es, seine Zielgruppe ausfindig zu machen und für diese einen passenden Presseverteiler aufzubauen. Denn je nach Genre, Thema und Leserpublikum eignen sich für ein Buchprojekt nur bestimmte Medien. Eine gute Vorbereitung ist hier das A und O. Recherchieren Sie gezielt passende Medien, Nachrichtenportale und Zeitschriften oder Special Interest-Magazine. Fertigen Sie Emailanschreiben zu Ihrem Buch mit beiliegendem Pressekit zu Ihrem Buch an. In dieses Pressekit gehört: eine Kurzankündigung zum Buch, die Pressemeldung als PDF-Datei, ein aussagekräftiges Autorenbild und ein hochauflösendes Coverbild zum Buch. Dieses Anschreiben soll im besten Fall Neugier auf Ihr Buch machen und die Journalisten dazu verführen, über Ihr Buch zu berichten. Schicken Sie dieses jedoch nicht ungefiltert raus. Achtung: Es muss hier nicht gleich die Frankfurter Allgemeine, DIE ZEIT oder die Süddeutsche sein. Der Feuilletonbereich oder der Rezensionsbereich für Bücher in diesen Medien ist stark begrenzt und auch bekannte Autoren haben es schwer, hier eine Rezension zu platzieren. Journalisten werden tagtäglich mit hunderten von Anschreiben und Büchern geradezu überrannt. Starten Sie, indem Sie auf regionale Medien zugehen und sich als „Autor aus der Region“ präsentieren. Seien Sie selbstbewusst im Auftritt, aber drängen Sie die Pressevertreter nicht. Bieten Sie diesen zusätzliches Material wie Rezensionsexemplare, Autoreninterviews oder Buchexemplare für Gewinnspiele.

Blogmarketing

Blogs haben sich zum wichtigsten Sprachrohr zum Leser im Netz entwickelt. Autoren bieten sich hier eine Vielzahl an Chancen, das eigene Buch einer großen Menge an Lesern vorzustellen und für Aufmerksamkeit für ihr Buch zu sorgen. Werden Sie kreativ: Kündigen Sie Bloggern, die thematisch zu Ihrem Buch passen, die Buchveröffentlichung mit einem Pressekit an. Bieten Sie wichtigen Literaturblogs Rezensionsexemplare im Gegenzug zu Buchbesprechungen, Leseproben, Autoreninterviews, Gewinnspiele und Kooperationen an – oder führen eine Blogtour durch. Bei einer Blogtour präsentieren unterschiedliche themengebundene Blogs innerhalb eines bestimmten Zeitraumes Ihr Buch in verschiedenen Formen: Buchbesprechung, Autoreninterview, Leseprobe, Gewinnspiel u.v.m. … Dafür ist es wichtig, vorab die richtigen Ansprechpartner zu eruieren und für das eigene Buch zu gewinnen, diese rechtzeitig mit dem Werbematerial auszustatten und vor und während der Blogtour Werbung für diese auf anderen Kanälen zu machen. Ganz wichtig ist, dass man frühzeitig eine Beziehung zu Bloggern aufbaut. Nichts hassen Blogger mehr, als einfach wahllos mit Material zugeschüttet zu werden. Will man mit einem Blogger in Austausch treten und etwas zum eigenen Buch dort platzieren, so sollte man sich genau über die Blogs und ihre Zielgruppe informieren und eine auf gegenseitigem Respekt basierende Beziehung aufbauen.

 

An die Zielgruppe herantreten:  Werbung auf Social Media und in Buchcommunities

Social Media Werbung

Bild: Social Mediaplattformen wie Facebook bieten viele Marketingmöglichkeitne für Autoren! Copyright: Pixabay

Social Media-Kanäle bieten für Autoren zahlreiche Möglichkeiten, die Werbetrommel zu rühren, sich mit anderen Autoren auszutauschen und zu vernetzen und den Kontakt zu Lesern aufzubauen. Sie sollten schon während des Schreibens – Ihr Marketingplan ist gezückt – daran arbeiten, eine feste Fanbasis oder Leserschaft für Ihr Buch aufzubauen, so dass diese nur noch darauf warten, dass Ihr Buch endlich in den Handel kommt.

 

Facebook

Legen Sie sich auf den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Snapchat und Co. ein eigenes Profil und gegebenenfalls eine eigene Autorenseite an, auf der Sie mit Ihrer Leserschaft kommunizieren können. Autoren haben zudem die Möglichkeiten, die eigene Buchveröffentlichung durch eine eigene Fanseite zum Buch zu präsentieren. So sorgen Sie auf Facebook und auf Social Media für Auffindbarkeit Ihres Buchtitels. Sie selbst sollten dort regelmäßig neues „Futter“, Leseproben, Buchcover etc. anbieten, um so Leseanreize zu schaffen, wenn ihr Buch erst einmal veröffentlicht ist. Fans können sich auf Ihrer Buchseite tummeln, Fragen stellen und mit Ihnen Kontakt aufnehmen. So kann man dort gut die eigene Buchveröffentlichung „anteasern“, also schon einmal vorab ankündigen, wie man das etwa von Serien kennt, auf die schon Monate vor Ausstrahlung mit Trailern neugierig gemacht wird. Facebook bietet zudem die Möglichkeit, Anzeigen oder sogenannte Sponsored Posts, also gesponserte Meldungen über Ihre Seite, zu publizieren, um so eine konkrete Zielgruppe anzusprechen oder einfach die Reichweite für Ihre Seite oder Ihre Beiträge zu erhöhen. Die Seite bietet zudem viele Autorengruppen, die für die eigene Buchwerbung interessant sein können. Werden Sie Teil einer Gruppe und tauschen Sie sich dort mit anderen Autoren und Lesern aus. Holen Sie sich dort hilfreiche Tipps und sprechen Sie über Ihre Veröffentlichung!

 

Weitere Social Media-Kanäle bedienen: Twitter, Snapchat, Instagram, Pinterest …

Facebook ist sicherlich das beliebteste soziale Netzwerk. Aber auch beim Thema Social Media gilt wieder die goldene Regel: Nicht dort aufhalten, wo es Ihnen privat gefällt, sondern dort, wo Ihre Leser sich aufhalten. Sie haben also etwa mit Twitter so gar nichts am Hut, Ihre Zielgruppenanalyse hat aber ergeben, dass sich Ihre Leser vorwiegend über Twitter austauschen? Dann heißt es: ins kalte Wasser springen. Informieren Sie sich über dieses soziale Netzwerk und die Möglichkeiten, die sich hier für Sie bieten, die Werbetrommel für Ihr Buch zu rühren. Auf Twitter gilt es etwa, regelmäßige Tweets an das Zielpublikum zu schreiben. Bei Pinterest und der Foto-App Instagram steht weniger die gezielte textliche Kommunikation im Vordergrund, sondern eher Bilder und schöne Inhalte. Hier gilt es, Inhalte mit den richtigen Keywords zu platzieren oder auf Werbeaktionen hinzuweisen etc. Nutzen Sie die ganz verschiedenartigen Chancen für die Buchwerbung, die sich auf den einzelnen Netzwerken oder in Gruppen für Ihr Werk bieten.

 

Community-Aufbau im Vorfeld betreiben

Es gibt im Internet eine Reihe von Portalen, Foren, Autorengruppen sowie die sogenannten Buchcommunities. Diese ermöglichen Autoren, sich mit anderen Autoren zu vernetzen, über Ihr Buch zu sprechen, sich mit Lesern zu unterhalten und Ratschläge einzuholen. Nutzen Sie diese Gruppen als Möglichkeit, sich und Ihr Buch bekannt zu machen. Einige der bekanntesten Communities sind Lovelybooks, aNobii oder Goodreads. Diese zeichnen sich durch unterschiedliche Schwerpunkte aus. Jede dieser Communities ist ein schöner Treffpunkt für Leseratten. Neuerscheinungen werden hier eingestellt, bewertet, kommentiert und weiterempfohlen. Autoren sollten diese Communities gut kennen, für die eigenen Bücher dort Bücherregale erstellen, Leserunden veranstalten, Empfehlungen schreiben und in Buchgruppen aktiv sein und Empfehlungen mit Freunden austauschen. Die Communities erreichen durch die vielen Nutzer der Seiten eine große Streuung einzelner Themen oder Buchempfehlungen.

 

Buchhandel & Veranstaltungen

Veranstaltungen und Lesungen

Bild: tredtion Autor Hans-Ueli Regius bei der Buchvernissage in St. Gallen.

Auch wenn große Onlinehändler wie Amazon mächtig am Geschäftsmodell der stationären Buchhändler rütteln, ist der stationäre Buchhandel nach wie vor der wichtigste Vertriebsweg für Bücher in Deutschland. Autoren sollten dies wissen – und die Möglichkeiten nutzen, die der Buchhandel einem Autor bietet. Bauen Sie den Kontakt zu Buchhändlern auf und sorgen Sie für eine stationäre Auslage Ihrer Bücher in einer geeigneten Buchhandlung. Vorab heißt es also themenspezifisch zu recherchieren, welche speziellen Buchhandlungen für das eigene Buch in Frage kommen. Sind diese Buchhandlungen ausgemacht, sollten Autoren gut planen, wie sie an den oder die Buchhändler/in herantreten. Buchhändler bevorzugen regionale Titel. Halten Sie sich also als unbekannter Autor zunächst vor allem an die Buchhandlungen in Ihrem persönlichen Umfeld, in der Sie sich als „regionaler Autor“ präsentieren können. Außergewöhnlichkeit und Besonderheiten Ihres Buchthemas sorgen für Pluspunkte. Heben Sie diese im Gespräch hervor. Belletristische Werke sind zwar nach wie vor bei Autoren beliebt, erleiden aber im Buchhandel Umsatzverluste. Sachbücher und Fachbücher werden es daher in Spezialbuchhandlungen einfacher haben, den Weg in eine Auslage zu finden. Im Vordergrund steht hier neben einem inhaltlich ansprechenden, professionell aufgemachten Buch mit einem überzeugenden Cover auch Ihre Überzeugungskraft als Autor/in. Treten Sie in persönlichen Kontakt mit Ihrem Buchhändler, nehmen Sie Ihr Buch, eventuell auch eine bereits vorhandene Pressemappe mit und stellen Sie dem Buchhändler Ihr Buch vor. Eine gute Gelegenheit, um Kontakt zum Buchhandel langfristig aufzubauen, bietet auch die gemeinsame Veranstaltung einer Autorenlesung oder Buchvorstellung. Bieten Sie Buchhändlern Eigenexemplare an, um ein erstes Interesse zu wecken und verweisen Sie auf die Bestellwege, zu denen Ihr Buch geordert werden kann (Buchgroßhandel, Verlagsauslieferung).

 

Die Autorenlesung

Eine Autorenlesung ist ein schöner Moment, um ganz persönlich in Kontakt zu Ihren Lesern zu treten. Doch eine erfolgreiche Lesung will sorgsam vorab organisiert werden. Sie sollten sich genau überlegen, welche Buchhandlung für eine Lesung in Frage kommen könnte. Haben Sie eine geeignete Buchhandlung gefunden und alles nötige mit dem Händler vor Ort besprochen, stellen Sie das Programm des Abends zusammen. Überlegen Sie gut, wie der Abend ablaufen soll. Wann kommt welcher Eventpunkt? Autorenvorstellung, Lesung welcher Textstellen, soll Musik dabei sein? Eine schöne Methode, um Leser an sich zu binden und das eigene Buch zu verkaufen, ist eine an die Lesung anschließende Signierstunde. Zudem ist es wichtig, die Veranstaltung vorab bei Ihrem Lesepublikum bekannt zu machen und für ausreichend Publikum zu sorgen. Aufmerksamkeit erreichen Sie aber auch durch Lesungen an ungewöhnlichen Orten. Seien Sie kreativ und überlegen Sie sich, ob es auch andere Veranstaltungsorte für Ihr Buch geben könnte.

 

Onlinelesung

Das Internet bietet viele Möglichkeiten für die Marketingarbeit. Eine ganz neue Möglichkeit sind Onlinelesungen. Sie können mittlerweile ganz entspannt zu Hause eine Lesung veranstalten und diese via Kamera auf YouTube, den Google Hangouts oder über die Apps Periscope oder den Streaming-Dienst YouNow, der vor allem jüngere Nutzer anlockt,  im Netz übertragen. Durch diese Online-Plattformen oder Apps wird es für Autoren immer einfacher, eine Lesung zu organisieren, zu finanzieren und durchzuführen. Gleichzeitig ist es so dennoch möglich, enorme Reichweiten zu erreichen. Zudem tummelt sich hier bislang noch ein eher kleineres, technikaffines Publikum. Die große Masse hat diese Instrumente noch nicht für sich entdeckt. Einzelne herausragende Aktionen können dadurch momentan noch für viel Marketingbuzz , will heißen Aufmerksamkeit, sorgen.

 

Verlagsexpertise nutzen – Auf das Verlagsmarketing aufbauen

tredition Marketingmaßnahmen für Ihr Buch

Bild: Bauen Sie Ihre Marketingmaßnahmen auf dem Marketing Ihres Verlages auf!

Holen Sie Ihren Verlag mit ins Boot, wenn es um das Marketing zu Ihrem Buch geht. Erkundigen Sie sich dort, was für Ihr Buch an Marketingmaßnahmen geleistet wird – und bauen Sie im Idealfall auf diesen Maßnahmen auf.

Unser Marketing schließt u.a. Pressearbeit (eine Pressemeldung zu jedem Buch, Versand kostenfreier Rezensionsexemplare), Social Media-Marketing, Blogmarketing, Veröffentlichung Ihres Buches in Buchcommunities, Buchmarketing speziell für Sach- und Fachbücher und die Auffindbarkeit in Suchmaschinen mit ein. Im tredition-Blog verbreiten wir zudem regelmäßige detaillierte Beiträge zu Marketingthemen, Autoreninterviews oder Berichte zu Autoren im Buchhandel, die Ihnen ganz viel Ratschläge und Tipps für die Aufbereitung des eigenen Marketingplans liefern können. Profitieren Sie hier von  unserer Verlagsexpertise!

 

Viel Freude bei der Umsetzung unserer Tipps und viel Erfolg für Ihr Buch!

Buch schreiben Tipps Autor werden

In 10 einfachen Schritten zum eigenen Buch: Erfolgsfaktoren beim Schreiben

Buch schreiben Tipps

Bild: Wie schreibe ich das erste eigene Buch? Es gibt viel zu bedenken, wenn Sie sich als Autor an Ihr erstes Buchprojekt wagen.

Wollten Sie schon immer mal ein Buch schreiben, wissen aber nicht so recht, wie Sie anfangen sollen? Wir liefern Ihnen eine einfach umsetzbare Anleitung zum eigenen Buch, die Ihnen schnell zeigt, auf welche Erfolgsfaktoren es beim Schreiben ankommt. Schritt für Schritt leiten wir Sie von der Ideenfindung bis zum eigentlich Schreibprozess an. Lernen Sie, was Sie beim Planen und Schreiben beachten müssen, und was Sie lieber vermeiden sollten, um ein erfolgsversprechendes Manuskript fertigzustellen.

 

Für viele ist es ein unerreichbarer Traum: irgendwann das eigene Buch in den Händen zu halten. Aber muss dieser Wunsch wirklich immer ein Traum bleiben? Vielleicht ist Ihnen ja sogar schon einmal die eine oder andere Buchidee durch den Kopf gegeistert. Sie sind aber unsicher, ob Sie überhaupt Talent zum Schreiben haben und sie wissen nicht, wie Sie das eigene Buchprojekt richtig angehen sollen. Was Ihnen fehlt, ist sicherlich nicht die Motivation, sondern die richtige Strategie, wie Sie Ihre Buchidee anpacken und in die Tat umsetzen können. Denn: Schreiben ist ein Handwerk, das Sie wie jedes andere erlernen können. tredition bietet Autoren und Autorinnen in einer ausführlichen Anleitung zum Schreiben die wichtigsten Tipps und Erfolgsfaktoren, damit Sie Ihren Traum „Wie schreibe ich ein Buch“ in die Wirklichkeit umsetzen können. Wie Sie Ihr Buch im Anschluss schnell und einfach als Paperback, Hardcover und e-Book veröffentlichen können, erfahren Sie hier.

 

1 Vor dem Schreiben des Buches: Lesen, Inspirationen und Ideen sammeln

Buch schreiben Anleitung

Bild: Wenn Sie Autor werden wollen: Inspirationen warten überall auf Sie. Halten Sie Ihr Notizbuch stets bereit.

Viele berühmte Autoren waren wahre Leseratten und haben sich tagelang in Bibliotheken rumgetrieben, um in den Lieblingsbüchern ihrer großen Vorbilder zu schmökern. So sind auch die bekanntesten Werke voll von Inspirationen und Ideen aus früher verfassten Texten und von vorangegangen Autoren. James Joyce arbeitet sich in seinem über 1000-seitigen bekannten Werk „Ulysses“ an Homers „Odyssee“, Mary Shelleys „Frankenstein“ bezieht sich auf die antike Prometheus-Sage, Shakespeares „Hamlet“ diente nicht nur Johann Wolfgang von Goethe als  Vorbild für den „Faust“ . Diese Liste könnte man unendlich fortsetzen.

Natürlich bleiben Sie der alleinige Schmied Ihres Buchglücks, aber vergessen Sie nicht, dass ein guter Schriftsteller zuallererst ein fleißiger und passionierter Leser ist. Lesen Sie also, so viel Sie können. Seien Sie bei der Lektüre wachsam und lassen Sie sich von Ihren Lieblingsautoren inspirieren. Werfen Sie einmal einen kritischen Blick in Ihr Bücherregal, greifen Sie erneut zu Ihren Lieblingsbüchern und beurteilen Sie diese aus der Warte des Lesers – und des angehenden Autors. Und welche Themengebiete und Genres üben dabei die größte Faszination auf Sie aus? Widmen Sie sich Ihren Lieblingsautoren und schreiben Sie sich auf, was Ihnen bei diesen besonders gut gefällt. Sind es die interessanten Charaktere, die innovative Umsetzung oder der mitreißende und Emotionen erweckende Erzählton? Bei einem Sach- oder Fachbuch sollten Sie bei der Lektüre darauf achten, wie es kommt, dass Ihr Lieblingsautor so verständlich, klar und interessant schreibt, ohne dass die geringste Langeweile aufkommt. Schauen Sie in die Bücherregale Ihrer Bibliotheken und stöbern Sie durch die Buchhandlungen. Inspirationen warten überall. Ein umfangreiches Spektrum an Leseerlebnissen beflügelt die Fantasie und kann Sie vor und während des Schreibens zu Ideen für Ihr Buch anregen.

 

2 Bauen Sie Ihre Schreibroutine auf

Schreibroutine

Bild: Eine tägliche Schreibroutine ist fundamental für das erfolgreiche und regelmäßige Schreiben.

Schon Thomas Mann war dafür berühmt, mit seinen nahezu beamtischen Schreibzeiten eisenharte Disziplin an den Tag gelegt zu haben. Um täglich im Rhythmus zu bleiben und auch größere Textmengen flüssig zu meistern, ist es wichtig, feste Rituale beim Schreiben einzuführen. Eine tägliche Schreibroutine zu entwickeln hilft, um das unproduktive und frustrierende Starren auf das weiße Blatt zu vermeiden. Thomas Edison hat das in seinem bekannten Ausspruch „Genie ist ein Prozent Inspiration und 99 Prozent Transpiration“ aus dem Jahr 1932 wunderbar auf den Punkt gebracht. Talent ist sicherlich von Vorteil, wenn es darum geht, das eigene Buch zu verfassen. Die wichtigste Herausforderung, die es sich beim Schreiben aber zu stellen gilt, ist, dass nur durch eine disziplinierte Schreibroutine und harte Arbeit und Engagement auch gute Ergebnisse erzielt werden können. Auch um Schreibblockaden zu umgehen hilft es, sich feste Zeiten zum Schreiben zu setzen und diese einzuhalten. Ein ruhiger Raum zum Schreiben und eine entspannte und kreative Atmosphäre tun das ihre dazu, dass Sie sich ganz auf Ihren Text und auf die Entwicklung Ihres Buchprojektes konzentrieren können.

 

3 Thema und Genre ausfindig machen – Trends aufspüren

Buchideen

Bild: Tipp zum Schreiben: Laufen Sie nicht den Trends hinterher, sondern erkennen Sie diese frühzeitig.

Seien Sie kreativ, was die Themenfindung angeht. Fragen Sie sich einmal, was Sie selbst oder Ihre Freunde und Bekannten gerne lesen würden? Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Lesers. Es muss nicht immer der 100. Krimi oder ein neuer Harry Potter-Roman sein. Trauen Sie Ihren Leser etwas zu und geben Sie Ihnen neues Denk- und Lesefutter. Es besser als die Originale zu machen, ist in den meisten Fällen sowieso nicht möglich. Warum sich dann nicht gleich die Mühe machen, sich etwas komplett Neues auszudenken.

Generell sollten Sie sich genügend Zeit für die Themenrecherche nehmen – die ist manchmal sogar umfangreicher als das “Herunterschreiben” des eigentlichen Textes. Analysieren Sie im selben Schritt auch die Konkurrenz ganz genau. Vom wem können Sie hier vorab etwas lernen? Fragen Sie sich und notieren Sie sich, welche Bücher Ihnen im anvisierten Genre oder Themenraum gefallen, was andere Autoren gut oder besser machen als Sie und was Sie sich im positiven Sinn „abschauen“ können. Bei welchen Genrezuordnungen und Themen ist das Lesepublikum schon mehr als gesättigt?

Belletristik oder Sachbuch?

Jede Zeit hat ihre besonderen Thematiken und bringt entsprechende Bucherfolge hervor.  Der Zukunftsforscher Horst Opaschowski spricht vor allem von den „3K“, Kriege, Krisen und Katastrophen, die aktuell das Epizentrum der gesellschaftlichen Diskussion ausmachen werden. Kein Wunder, dass das Sachbuch eindeutig im Trend liegt und Sachbücher sich besonders gut verkaufen. Es muss daher nicht immer gleich ein Roman werden. Die Belletristik ist nach wie vor bei Autoren beliebt, wird aber weiterhin mit Umsatzverlusten im Buchhandel konfrontiert. Lesen Sie hier, welche  Entwicklungen und Trends den Buchmarkt aktuell bestimmen und wie sich dies auf die besonders gefragten Sachgruppen auswirkt.

 

Themenwahl

Und wie kommt man nun im auserwählten Genre an das Thema heran? Denken Sie voraus. Schauen Sie in die aktuellen Nachrichten und wälzen Sie Magazine, um zukünftige Trends aufzuspüren. Es gibt viele Blogs, Zeitschriften, Portale oder Messen, die aktuellen Trends aber auch zukünftigen Entwicklungen nachgehen. Seien Sie informiert und wachsam. Gehen Sie auf eine Spurensuche, welches die Themen der Zukunft sein könnten, die so bislang noch nicht in Literatur oder Sachbücher umgesetzt worden sind. Leser wollen sich mit kreativen neuen Ideen beschäftigen und etwas lernen. Bei der Recherche heißt es einfach, Gehirnzellen anschalten und aktuelle Trends seismografisch vorab erfassen. Vielleicht stoßen Sie ja auf das ein oder andere Thema, das Sie interessiert und wozu es noch keine Veröffentlichung gibt. Einige Magazine, bei der Themenrecherche für den Anfang weiterhelfen könnten: Das Handelsblatt, The Guardian, Financial Times, Time, Economist, New York Times. Das Zukunftsinstitut etwa ist eine gute Adresse, wenn man durch die Arbeit von Think-Tanks über Trends von morgen informiert sein will. Hier kann man sich online informieren oder für den Newsletter anmelden. Nehmen Sie dafür an Zukunftsmessen teil, gehen Sie zur Cebit, dem Future Day in Frankfurt und anderen Trend- und Zukunftsmessen. Verpassen Sie außerdem keinen Beitrag in unserem tredition-Blog, auf dem wir regelmäßig über Trendthemen im Buchmarkt berichten. Sie werden schnell merken, dass die Themenrecherche sehr aufregend sein kann es gar nicht so schwer ist, spannende Themen ausfindig zu machen.

 

4 Kreatives Schreiben lernen

Schreibkurs

Bild: Kreatives Schreiben kann man lernen!

Schreiben kann eben nicht jeder! Schreiben ist ein Handwerk, das gewisses Rüstungszeug verlangt. Bevor Sie sich ans Schreiben Ihres Buches machen, sollten Sie sich um das Erlernen dieses Rüstzeugs kümmern. Nehmen Sie an Schreibkursen teil, besuchen Sie Kurse für Kreatives Schreiben oder besorgen Sie sich selbst Standardwerke zum Selberlernen. Nehmen Sie von dort mit, wie man Ideen in Texte umsetzt, Bücher strukturiert und vieles mehr und setzen Sie dieses Wissen in Ihrem Schreiballtag um. Dabei lernen Sie im besten Fall, die eigenen Stärken beim Schreiben zu erkennen und die eigene Kreativität wach zu kitzeln. Nutzen Sie dazu Methoden wie das Ideen-Clustering oder Brainstorming, bei dem Sie zunächst Ihren Ideen freien Lauf lassen und diese im Folgeschritt gruppieren und zu einem Text ausbauen können. Beschäftigen Sie sich vorab damit, wie Sie Schreibblockaden umgehen oder begegnen, wie Sie Gefühle und Emotionen und Ideen umsetzen, wie sie verschiedene Textarten angehen. Vor und beim Schreiben sollte man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass es vor allem darum geht, eine Idee in eine Geschichte oder bei einem Sach- oder Fachbuch in Kernthemen umzusetzen, die den Leser sofort packen und nicht mehr loslassen. Egal, ob es sich um einen Roman oder ein Sachbuch handelt, der Leser oder die Leserin soll sich auf keinen Fall langweilen, sondern unterhalten und informiert werden. Lernen Sie dafür, Geschichten zu erzählen und die eigenen Ideen in Geschichten auszudrücken. So begeistern Sie im Anschluss auch Verlage – und Leser für sich.

 

5 Buchinhalt konzipieren und strukturieren

Exposé

Bild: Ein gut durchdachtes Konzept oder ein Storyboard vorab erleichtern die Schreibarbeit.

Plot, Handlung, Themenaufbau. Das klingt zunächst alle sehr kompliziert und nach viel Arbeit. Wenn es an die eigentliche Umsetzung von Ideen in Texten geht, scheitern viele Autoren. Nicht durch mangelndes Talent, sondern oft, weil sie unstrukturiert vorgehen oder sich vorab nicht um einen detaillierten und gut durchdachten Aufbau ihres Textes gekümmert haben. Legen Sie sich also vor dem Schreiben ein Konzept zu, in dem Sie genau planen, wie Ihr Buch strukturiert werden soll. Definieren Sie eine Art Gerüst des Buchtextes vor, das Sie beim Schreiben immer im Hinterkopf haben, wenn es um die Umsetzung einzelner Teilschritte geht. So können Sie Ihre Geschichte und auch Ihre einzelnen Arbeitsaufgaben Schritt für Schritt organisieren, Handlungszusammenhänge planen und den Text anhand dieser Struktur aufbauen. Sie können sich hierbei mit einem Exposé für Ihr Buch oder einem Storyboard behelfen, das Ihnen stetig während des Buchschreibens zeigt, an welchem Punkt Sie sich befinden. Dabei ist es ratsam, immer wieder beim Fortschreiten Ihres Textes nachprüfen, ob die Kausalzusammenhänge stimmen, keine logischen Brüche vorliegen und der Gesamtaufbau im Ganzen Sinn ergibt.

6 Arbeitsziele festlegen und Schritte definieren

Haben Sie erst einmal eine gute Struktur gefunden, gilt es die einzelnen Arbeitsschritte festzulegen und einen Plan zu erstellen, der die Umsetzung Ihrer Textarbeit festlegt. Nichts ist schlimmer, als einfach loszulegen und mitten im Projekt zu scheitern, weil das Projekt nicht in einzelnen machbaren Schritten angelegt wurde – oder Sie als Autor die Umsetzung des Buches mangels vorangegangener Organisation ewig vor sich herschieben. Sie sollten Ihre Ziele daher vorab schriftlich definieren und mit einer Deadline versehen. Ein bisschen Druck kann nie schaden, um zu vermeiden, dass das Fertigstellen des eigenen Buches immer weiter nach hinten rutscht. Die Durchsetzung der gesamten Arbeit fällt wesentlich leichter, wenn Sie Teilziele festlegen und diese wiederum in kleinere Ziele unterteilen. Legen Sie sich eine Zeitplanung an und machen Sie sich zudem eine Checkliste mit allen Punkten, die Sie bei der Umsetzung bedenken müssen. Wenn Sie Ziele erfolgreich erreicht haben, können Sie sich auch einmal belohnen.

 

7 Beim Schreiben an den Leser denken

Was erwarten Sie selbst von einem guten Buch? Es soll unterhalten, Ihnen etwas beibringen, Sie überraschen? Denken Sie daran, Sie schreiben Ihr Buch nicht nur für sich selbst, sondern für Ihre Leser. Empfehlenswert ist dabei, einen sogenannten Leseravator zu entwickeln, also eine imaginäre Persona, die ihren Idealleser repräsentiert. Diesen Avator können Sie beim Schreiben auch immer weiter verfeinern oder ganze Avatorengruppe anlegen. Haben Sie diesen Leser also beim konkreten Schreiben immer im Hinterkopf. Machen Sie sich am besten ein konkretes Bild von Ihrem Idealleser, malen Sie dieses auf oder fassen Sie dieses in Worte, damit Sie beim Schreiben immer wieder das Bild Ihres Lesepublikums vor sich sehen können und Ihren Text dahingehend bearbeiten können. Überlegen Sie, welche Lesevorlieben diese Person hat, welche Erwartungen sie an Ihr Buch stellen könnte. Setzen Sie beim Schreiben diese Erwartungen um. Überlegen Sie ganz genau, wie Sie Ihr Buch schreiben und dabei die Lesererwartung erfüllen. Langweilen Sie Ihre Leser nicht, sondern überraschen Sie ihn oder sie durch einen noch nicht dagewesenen Inhalt. Seien Sie kreativ und provozieren Sie den Leser auch mal durch unvorhergesehene Wendungen oder indem Sie die Lesererwartung auch mal komplett brechen.

 

8 Das Marketing nicht vergessen: Ihr Marketingplan garantiert den Bucherfolg

Wie vermarkte ich mein Buch

Bild: Fangen Sie rechtzeitig mit dem Marketing an und legen Sie sich schon beim Schreiben einen Marketingplan zurecht.

Das Schreiben und Veröffentlichen eines Buches ist die eigentliche Arbeit für einen Autoren. Die Kür ist das Marketing. In Zeiten von Social Media und Bloggern und erfolgreichen Self-Publishern wird das Marketing, die Werbung für das eigene Buch, immer wichtiger. Für einen Indie-Autor oder einen Autor, der noch keinen großen Namen hat, ist es noch ratsamer, sich auch mit dem Thema Marketing frühzeitig zu beschäftigen und sich einen individuellen Plan zu machen, welche Marketingmaßnahmen für das eigenen Buch in Frage kommen. Die Kunst eines erfolgreichen Buchprojektes ist, nicht erst nach der Veröffentlichung an das Marketing zu denken, sondern dieses bereits vorab vor oder während des Schreibens mit einzuplanen. Erstellen Sie, während Sie an der Textstruktur, am Storyboard etc. basteln, gleich auch einen Marketingplan zu Ihrem Buch. Sie als Autor/in kennen das eigene Buch am besten. Schon vorab sollten Sie sich überlegen, welche Maßnahmen bei Ihrem Genre und Titel Sinn machen. Die Maßnahmen und Möglichkeiten dafür sind nahezu unendlich. Kreativität ist gefragt. Von der Ankündigung bei der lokalen Presse oder einer Fachzeitschrift bis zur eigenen Blogtour oder einer Lesung in einer Buchhandlung. Jedes Buch verlangt individuelle und stetige Marketingarbeit. Bauen Sie also beim Konzipieren und Schreiben bereits Kontakte zur Presse, Bloggern aber auch zu Ihren Lesern auf – und tauschen Sie sich mit anderen Autoren aus. Im Idealfall haben Sie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schon ein Netzwerk an Journalisten, Bloggern aber auch Lesern aufgebaut, die nur darauf warten, dass Ihr Werk endlich auf den Markt kommt. Lesen Sie hier mehr über das umfangreiche Buchmarketing von tredition, das für gute Auffindbarkeit Ihres Buches und dafür sorgt, dass Ihr Buch aus der Masse hervorsticht.

 

9 Der Feinschliff – Lektorat und Format

Wenn der Text steht, ist für das Buch und Autor dennoch die Zielgerade noch nicht ganz erreicht. Wer glaubt, dass der Text so direkt in den Druck gehen kann, hat sich noch nie über Fehler in einem Buch, Rechtschreibfehler, Logiksprünge, stilistische oder inhaltliche Fehler bei der Lektüre eines Buches geärgert. Nach dem Schreiben eines Buches kommt nämlich der nicht zu unterschätzende Endspurt auf den Autor, die Autorin zu. Und dieser ist fast so wichtig wie das Buch Schreiben selbst. Es gilt, das Buch hübsch und vor allem fehlerfrei zu machen: mit einem professionellen Korrektorat und Lektorat.  Wer keinen Deutschlehrer an der Hand hat, sollte auf eine/n professionelle/n Lektor/in zurückgreifen. Diese wissen genau, worauf sie achten müssen und beseitigen in Ihrem Text Fehler, überprüfen stilistische Brüche, Fehler in der Argumentation etc.

Denken Sie daran, Ihr Buch konkurriert mit einer enormen Anzahl an regelmäßigen Neuerscheinungen, die jährlich auf den Buchmarkt kommen. Vermutlich haben Sie noch nicht den Bekanntheitsgrad von Joanne K. Rowling oder Dan Brown, wenn Sie Ihr Buch veröffentlichen, der sie bei Fehlern schützt. Leser sind kritisch und wollen einen spannenden und vor allem fehlerfreien Text. Tun Sie Ihren Lesern den Gefallen und legen Sie ein Buch vor, das durch ein professionelles Korrektorat gegangen ist. Ihre Leser werden es Ihnen danken und vielleicht beim nächsten Buch wieder zugreifen. Zudem sparen Sie sich auch die zeitintensive baldige Neuauflage Ihres Buches.

 

10 Kritik einholen – und umsetzen

Es ist vollbracht. Ihr Werk ist beendet, das Buch ist geplant, geschrieben, auf Fehler untersucht worden und kann jetzt eigentlich auf die Welt losgelassen werden. Halt! Bevor Sie Ihr Buch auf den Buchmarkt geben, sollten Sie es noch einmal auf Herz und Nieren prüfen lassen. Engagieren Sie Testleser – aus dem eigenen Bekannten-, Familien- und Freundeskreis, die Ihr Buch lesen und bei denen Sie sich darauf verlassen können, eine ehrliche Meinung zum Buch zu erhalten. Wenn Sie dort keine ehrliche Meinung erwarten können, sollten Sie aber auch auf fremde Testleser zurückgreifen. Nur so können Sie testen, ob Ihr Buch das Zeug hat, auch eine größere Menge von Lesern zu begeistern.

 

Wir hoffen, unsere Anleitung zum Schreiben hat Ihnen bei der Umsetzung Ihres Buches geholfen. Wenn Sie es geschafft haben, heißt es für uns, Ihnen herzlich zu gratulieren. Viel Erfolg und viele treue Leser!

 

Weiterführende Lesetipps

Sie brauchen noch zusätzliches Lesefutter und Anregungen? Im Folgenden haben wir noch einige Lektüretipps zum Thema „Wie schreibe ich ein Buch“ für Sie:

tredition-Autorn Stefanie Fischer-Fernandez legt in ihrer Publikation eine umfangreiche Anleitung vor, die aufzeigt,  wie Sie in nur 5 Schritten Ihren eigenen Ratgeber schreiben und veröffentlichen können.

Die Autorin, Ulrike Dietmann, arbeitet seit vielen Jahren als Schreibdozentin und Schreibcoach und leitet die von ihr gegründete Pegasus Schreibschule, wo Autoren das Handwerk des Romanschreibens lernen. In ihrem Werk erklärt Sie das Handwerk der Inspiration.

Durch ihre Arbeit als  Lehrerin für Englische Sprache und Literatur sowie den Unterricht von Unikursen für Kreatives Schreiben aber auch ihre Tätigkeit als Autorin weiß Elizabeth George, wovon sie spricht. Ihr Buch hält viele nützliche Ratschläge für das Schreibhandwerk bereit.

Roy Peter Clark ist Vizepräsident des Poynter Institute, St. Petersburg, Florida, eine der renommiertesten Journalistenschulen der Welt. Er hat 14 Bücher zum Thema Schreiben und Journalismus herausgegeben und geschrieben. In seinem Buch fasst er die wichtigsten Instrumente für gutes Schreiben zusammen.

Milan Grünewald

Ihr Trailer zum Buch – Creative Director Milan Grünewald zeigt den Weg zum erfolgreichen Videomarketing

Milan Grünewald

Bild: Trailer-Experte Milan Grünewald gibt Ihrem Text ein Gesicht.

Es gibt viele Möglichkeiten, das eigene Buch bekannter zu machen: Durch Pressearbeit, eigene Facebook-Seite, Leserunden auf Literaturcommunities etc. … Eine vielversprechende neue Möglichkeit, das eigene Buch ins Gespräch zu bringen, ist ein Videotrailer zum Buch – eine herausfordernde Maßnahme, die aber viele Werbemöglichkeiten bietet. Der Creative Director und Diplom Medienkünstler Milan Grünewald widmet sich neben Filmdreh und Webdesign dieser Kreativkunst und verhilft Autoren zu einem aussagekräftigen Spot zum Buch. Für tredition hat Grünewald bereits die Trailer zu den Büchern von Jens Thaele, Maik Jungfleisch und Hans-Dieter Kreuzhof verantwortet. Ein weiterer Trailer zu einem tredition-Buch ist momentan in Arbeit …

 

„Entdecken Sie das Geheimnis erfolreichen Video-Marketings“

 

tredition: Lieber Herr Grünewald, Sie haben bereits mit diversen Autoren von tredition gearbeitet, wie sind Sie dazu gekommen, Trailer für Buchautoren anzubieten?

Milan Grünewald: Ich habe schon früh eine Leidenschaft für die Kombination des literarischen und filmischen Mediums entwickelt. In meinen Studien an der Kunsthochschule für Medien Köln konzentrierte ich mich hauptsächlich auf experimentelle Literatur & Film Projekte und analysierte verschiedene Buchverfilmungen. So habe ich mich zum Beispiel in meinem Spielfilm „Ich, Siegfried“ auf moderne Weise mit der altertümlichen Sage auseinandergesetzt.

tredition: Wie viele Buchtrailer haben Sie bereits realisiert? Und aus welchen Genres und Themengebieten?

Buchtrailer Jens Thaele Grünewald

Bild: Buchtrailer zu Jens Thaeles Sachbuch „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“

Milan Grünewald: Bei den bisher ca. 30 produzierten Buchtrailern handelte es sich hauptsächlich um Spots für Romane. Neuerdings kommen jedoch auch immer mehr Sachbuch Autoren hinter das Geheimnis des erfolgreichen Video-Marketings. Ein genaues Themengebiet kann ich nicht festmachen. Bisher war alles Vorstellbare dabei.

 

„Die Kaufentscheidung vom Trailer erzeugen“

 

tredition: Ist jeder Trailer anders, was macht am meisten Spaß?

Milan Grünewald: Natürlich gibt es manchmal entfernte Ähnlichkeiten oder Überschneidungen, wenn man eine gewisse Stilrichtung von Spannung erzeugen will. Beispielsweise bei einem Thriller. Der Zuschauer und spätere Leser muss neben der Einzigartigkeit des beworbenen Werks auch das Genre schnell erkennen können. Dennoch ist tatsächlich jeder Trailer anders. Ich nehme mir viel Zeit für die Erstellung des Konzepts, damit wir auch in der Gestaltung individuell auf das jeweilige Buch eingehen können. Hauptsächlich soll ein Buchtrailer schließlich die Atmosphäre der Geschichte oder des Themas wieder geben. Der Leser empfindet beim Zusehen ein ähnliches Gefühl wie später beim Leseerlebnis. Auf diesem Wege kann die Kaufentscheidung vom Trailer erzeugt werden.

tredition: Ist die Arbeit mit Buchautoren anders als mit anderen Kunden?

Milan Grünewald: Ein Verlag handelt natürlich anders als der Autor selbst, welcher viel emotionaler mit seinem Buch verbunden ist. Ich bemühe mich aber stets die Aspekte aufzugreifen, die dem Kunden am Wichtigsten sind, und trete weiterhin gern als Mittler auf. So erinnere ich Verlage an die Leidenschaft und Intention des Autors und andererseits Autoren an den Bedarf der Werbewirksamkeit.

tredition: Woran erkennen Sie als „Profi“, ob ein gedrucktes Buch sich besonders gut für einen Trailer eignen würde oder nicht?

Das hölzerne Sonnengelb Trailer Grünewald

Bild: Buchtrailer zu Maik Jungfleischs Jugendbuch „Das hölzerne Sonnengelb“

Milan Grünewald: Ich wage zu behaupten, dass zu jedem Buch ein stimmungsvoller Trailer umgesetzt werden kann, sei es Roman, Sachbuch oder Gedichtband. Mal ist Konzept und Umsetzung leichter, mal braucht es etwas mehr Tüftelei und Denkarbeit. Zu beachten ist immer, dass es sich bei meiner Arbeit um eine künstlerische Herangehensweise handelt, für die eine ausgeprägte Intuition benötigt wird. Die Atmosphäre eines Buchs kann nur umgesetzt werden, wenn der Produzent sich in das Buch hinein fühlt. Das gilt tatsächlich fürs Sachbuch ebenso wie für Erzählungen. Die bewusste, logische und technische Arbeit macht nur einen Teil der Buchtrailer Produktion aus.

 

„Videomarketing ist aktuell in aller Munde“

 

tredition: Wo sehen Sie den Vorteil in einem Trailer, gibt es hier spezielle Werbeeffekte?

Milan Grünewald: Videomarketing ist aktuell in aller Munde. Mit immer besser werdenden Internet Verbindungen und höheren Datentarifen für Mobilgeräte wird das Abspielen kurzer Videos, seien sie informativ oder stimmungsvoll, immer alltäglicher. Um so wichtiger ist natürlich der Stil und Besonderheit eines Videos. Die Devise „Hauptsache ich habe ein Video“ reicht nicht mehr aus. Denn die Flut, der täglich hochgeladenen Trailer wächst. Der Trailer ist im Internet im Grunde wie das Cover im klassischen Buchhandel. Beim E-Book verlieren wir die Haptik, die einen bei einem im Geschäft entdeckten Buchs anzieht. Die Wirkung von bewusst gewähltem Papier, Umschlag und zum Beispiel eine Prägung hat eine Wirkung auf uns, die nur schwer zu beschreiben ist. Online springt der Buchtrailer an diese Stelle. Für wenige Sekunden zieht er den Betrachter in seinen Bann, sodass jener mit einer ersten Ahnung mehr über das Buch erfahren will.

tredition: Wie müssen Autoren vorgehen, wenn Sie Ihre Leistungen in Anspruch nehmen möchten?

Milan Grünewald: Am besten lässt sich mit einem vom Autor verfassten Exposé oder einer Inhaltsangabe arbeiten. Hilfreich ist außerdem weiteres Material wie das Cover (wenn vorhanden) und eine kurze Leseprobe um den Schreibstil besser nachempfinden zu können. Empfehlenswert ist ein einheitliches Image im Internet. Daher biete ich mit meinem Team aus Programmierern und Designern auch die Erstellung von professionellen Autorenwebseiten und Buchcovern, aus einer Hand, an.

tredition: Wie gehen Sie bei der Trailererstellung genau vor?

Hans-Dieter Kreuzhof Trailer Grünwald

Bild: Buchtrailer zu Hans-Dieter Kreuzhofs mystischen Roman „Karpatensaga“

Milan Grünewald: Auf Basis der Informationen schreibe ich einen Sprechtext und ein visuelles Konzept. Nach Bestätigung des Kunden geht es dann an die Umsetzung, die je nach Umfang und Stilrichtung völlig unterschiedlich ablaufen kann.

tredition: Welche Tipps können Sie Autoren diesbezüglich geben?

Milan Grünewald: Nehmen Sie sich die Zeit und schreiben Sie ein Exposé. Ein Exposé ist in Zeiten des Selfpublishings zwar nicht mehr zwangsläufig nötig, gibt aber neben einem Gesamtüberblick auch die Hauptintention des Autors wieder. Gedanken über die filmische Umsetzung muss sich der Kunde nicht machen. Wenn er aber Ideen hat, ziehe ich diese natürlich gerne in Betracht.

tredition: Lieber Herr Grünewald, können Sie verraten, an welchem Buchtrailer Sie gerade arbeiten?

Milan Grünewald: Dazu darf ich vor Fertigstellung natürlich nicht viel verraten. Neben einem weiteren tredition-Autor, für welchen ich derzeit ein Konzept erstelle, arbeite ich an der Umsetzung eines Buchtrailers zu einer Liebesgeschichte. Es handelt sich um eine Romanreihe einer bekannten amerikanischen Autorin, die bald übersetzt bei einem großen deutschen Verlag erscheint.

tredition: Lieber Herr Grünewald, wir bedanken uns sehr für das informative Gespräch!

Melanie Döring

Blogs im Portrait: Bookrecession – für die Lust am Buch

Melanie Döring - Bookrecession

Melanie Döring betreibt den Blog Bookrecession

„Bloß keine Flaute aufkommen lassen“, so könnte das Motto des Blogs „Bookrecession“ lauten. Denn der Name des Blogs ist originell gewählt: In Zeiten, in denen Bücher im Wettbewerb mit TV, Online-Videotheken, Apps und Social Media um die Freizeit der Mediennutzer ringen, wird das Schmökern im Roman für viele eine Seltenheit – befindet sich der Buchmarkt also in einer Flaute, einer „Rezession“. Das deutet Melanie Döring augenzwinkernd mit dem Titel ihres Blogs an. Und freilich soll ihre Site dazu beitragen, Die Lust am Buch zu fördern. Im Interview stellt Melanie Döring ihren Blog genauer vor.

tredition: Wann haben Sie Ihren Blog gestartet?
Melanie Döring:
Gestartet habe ich meinen Blog am 13. Juni 2012, um meine Meinung über Bücher mit anderen zu teilen. Eine Freundin meinte, das wäre genau mein Ding und so wurde mein Blog gegründet.

tredition: Wie würden Sie in Kürze das Konzept Ihres Blogs beschreiben?
Melanie Döring: Die Bücher bewerte ich rein nach Gefühl. Es gibt da kein System, in das ich die Bücher stecken kann. Ich bin auch kein großer Fan von Sternen oder anderen Punkten. Ich finde nicht, dass man das mit Büchern gut machen kann. Ansonsten kann ich sagen, dass ich es gerne schlicht und einfach mag. Ich finde Blogs, die einfach zu viel „drum herum“ haben, etwas anstrengend. Meiner könnte vielleicht auch etwas mehr Farbe vertragen, aber ich mag ihn so. Wichtig ist mir eher die Übersichtlichkeit, damit man schnell alles finden kann. Ich persönlich bin oft genervt, wenn ich nach einigen Klicks nicht das finde, was ich wollte.

tredition: Können sich Autoren an Sie wenden, wenn Sie sich eine Rezension bei Ihnen wünschen?
Melanie Döring: Ja, aber ich behalte mir vor, die Bücher abzulehnen. Ich lese zwar so ziemlich alles, habe aber nicht immer Zeit oder das Buch spricht mich nicht an. Da ich auch noch berufstätig bin, teile ich meistens gleich mit, dass es etwas länger dauern könnte.

tredition: Schreiben mehrere Personen für Ihren Blog?
Melanie Döring: Bisher schreibe ich meinen Blog alleine, hätte aber auch nichts dagegen, wenn Freunde einmal eine Gastrezension schreiben.

tredition: Sind Sie auf spezielle Genres beschränkt oder rezensieren Sie bunt durch die Genre-Landschaft?
Melanie Döring: Ich bin auf kein Genre festgelegt. Im Moment lese ich zwar viel Fantasy, das ist aber kein Muss. Vorher hab ich viele Krimis gelesen. Ich finde gerade die Abwechslung sehr interessant.

tredition: Was fasziniert Sie am Schreiben und an der Literatur besonders?
Melanie Döring: Am meisten fasziniert mich, dass ich in eine andere Welt eintauchen und dadurch meinem Alltag entfliehen kann. Schön ist es dann noch, wenn die Autoren es verstehen, sich in die Figuren hineinzuversetzen und sich mit ihren Emotionen und Handlungen zu identifizieren. Außerdem macht es einfach Spaß zu lesen. Mal davon abgesehen, dass man seinen eigenen Wortschatz gut ausbauen kann. Ich lese z.B. auch viel in Englisch. Das ist mir wichtig, um ein gutes Sprachniveau zu haben.

tredition: Welches Augenmerk legen Sie auf Bücher von Independent-Autoren?
Melanie Döring: Ich habe im letzten Jahr fast nur Bücher von Independent-Autoren gelesen. Wichtig ist mir, dass diese Werke ein Lektorat und Korrektorat durchlaufen haben. Einige Autoren unterschätzen, wie wichtig das ist; das finde ich sehr schade. Im letzten Jahr hatte ich aber nur gute und nette Indies als „Partner“. In manchen Fällen erlaubte ich mir, auf (vermeintliche) Ungereimtheiten oder stilistische Fehler hinzuweisen. Die Reaktion darauf war stets sehr positiv.

BuzzNews – der Buchtipp Blog: Gründer Alex Janke im Interview

Alex Janke

Die Mission von Alex Janke: Menschen gute Bücher empfehlen, die faszinieren und einen unmittelbaren Bildungseffekt haben

Der Blog BuzzNews ist erst wenige Monate alt – Gründer Alex Janke sprudelt gleichwohl voller Ideen, Leser auf Bücher und spannende Themen aufmerksam zu machen. Im Interview mit tredition erläutert Janke, was BuzzNews auszeichnet und wie Self-Publisher vorgehen sollten, um sein Interesse an ihren Büchern zu wecken.

tredition: Lieber Herr Janke, seit wann betreiben Sie Ihren Blog BuzzNews und wie kam es dazu?

Alex Janke: Als Buchtipp-Blog betreibe ich BuzzNews seit dem Frühjahr/Sommer 2015. Ich wollte, ganz banal aus Neugier und Spaß, „was im Internet machen“ und habe erstaunlich lange gebraucht, bis ich auf den Themenkomplex Buchtipps/Lebensthemen /Inspiration/Philosophie gestoßen bin.

Erstaunlich deshalb, weil es eigentlich hätte klar sein können: Ich lese seit meinem 16. Lebensjahr praktisch täglich Bücher, mindestens eine Stunde, eher zwei. Nahezu ausschließlich, um das Leben zu reflektieren, Informationen zu erhalten, mich weiterzubilden, bequeme Selbstverständnisse zu pflegen oder zu stören und gute Sprache zu genießen. Das gilt sowohl für Sachbücher als auch für Belletristik.

Seit Ende August hat BuzzNews übrigens einen Booktube auf Youtube, wo ich mich mit dem guten Mut eines leidenschaftlichen Dilettanten vor die Kamera stelle, Buchtipps gebe und auch sonst was hoffentlich Interessantes erzähle. Ich wollte Bücher und philosophische Inspirationen ein bisschen marktschreierischer präsentieren, zugespitzter, impulsiver, eindringlicher, weil sie mir wirklich viel bedeuten.

Und auch hier frage ich mich: Warum mache ich das erst jetzt? Wenn etwas zu nahe liegt, kann man es nicht richtig sehen.

Ein Blog mit besonderem Anspruch

tredition: Was zeichnet BuzzNews gegenüber anderen Buchblogs aus?

Alex Janke: Bei BuzzNews gibt es Buchtipps zu Themen, die bewegen, das heißt zu Lebensthemen und philosophischen Inspirationen im engen und weitesten Sinn. Für Neuerscheinungen, Bestseller und Geheimtipps in verschiedenen Genres.

Ich stelle bei meinen Empfehlungen in den Vordergrund: Was verbindet das jeweilige Buch mit dem Leben der Menschen? Beim Konzipieren der Inhalte habe ich immer einen User vor Augen, der oder die sich in erster Linie für sich und sein/ihr Leben interessiert. Diesem User sage ich möglichst schnell auf den Punkt, warum er welches Buch lesen sollte. Was da für ihn drinsteckt. Was das mit ihm zu tun hat.

Da ich glaube, dass Menschen neben reiner Unterhaltung, Eskapismus, Spannung und schöner Sprache in der Literatur vor allem die klärende Spiegelung heutiger und vergangener Zeiten, die warme Heimat der eigenen Identität, den inspirierenden Wink und die kritisch-konstruktive Betrachtung des Lebens suchen, fokussiere ich diese Seite des Lesens.

Ob mich das gegenüber anderen deutschsprachigen Buchblogs auszeichnet, weiß ich nicht. Aber nach meinem oberflächlichen Eindruck ist meine Herangehensweise in anderen Buchblogs ebenso wenig verbreitet wie die Auswahl der Bücher.

„Philosophische Inspirationen“ mit Buchtipp

tredition: Wie viele Rezensionen veröffentlichen Sie im Monat?

Alex Janke: Grundsätzlich gibt es mindestens einmal pro Woche neue Inhalte. Bei weitem nicht alles, was ich veröffentliche, ist eine Rezension. Ich stelle vielversprechende Neuerscheinungen kurz vor oder schreibe ein längeres Stück zu einem Thema, das ich „philosophische Inspiration“ nenne und zu dem es natürlich auch einen Buchtipp gibt, der das Thema vertieft oder erweitert. Das kann ein eher nischiges, aber auch für das allgemeine Publikum interessantes Sujet sein wie eine barsche Kritik am Neuen Realismus von Markus Gabriel. Über den Nutzen von Psychopathie oder Sterblichkeit wurde schon etwas verfasst. Warum der Streit um die Willensfreiheit langweilig ist, habe ich versucht darzustellen. Die geistigen Welterfahrungen von Friedrich Nietzsche und Arthur Schopenhauer sind ebenfalls für unser Leben aufbereitet, aber auch Pete Dohertys öffentliche Existenz wurde philosophisch überraschend analysiert. Es darf also auch leicht irritieren.

Außerdem gibt es hin und wieder mittellange Rezensionen zu Büchern, die mir am Herzen liegen. Die User erfahren, was sie lesen sollen. Nicht-empfehlenswerte Bücher lasse ich gleich weg.

BuzzNews

Fragen aufwerfen oder den Leser direkt ansprechen: Die Überschriften auf BuzzNews sind „Appetizer“ für Bücherhungrige

tredition: In den Überschriften der Rezensionen sprechen Sie Leser oft unmittelbar an und deuten darauf hin, was die Kernaussage eines Buches ist. Wie kommt das bei Ihren Blog-Besuchern an?

Alex Janke: Die direkte Ansprache und die sofortige Bekanntgabe des Nutzens sind die rhetorische Umsetzung meines Anspruches, leserorientiert statt selbst- oder buchzentriert zu sein. Meine Mission ist es, Menschen über interessante Themen gute Bücher zu empfehlen. Aktuell übrigens schwenke ich vom Sie zum Du um – in meinem Booktube geht es konsequent informell zu, und auch der Blog verwandelt sich diesbezüglich.

Die Resonanz, die ich bisher bekommen habe, ist ermutigend und amüsant ambivalent. Vor allem auf meine ersten Videos bei Youtube. Einige meinten, ich solle weniger gestikulieren, andere fanden das Gestikulieren toll. Die Betonung wirkte auf manche angestrengt, andere empfanden sie als mitreißend und dynamisch. Manchen war es zu laut und zu schnell, zu anderen bin ich auf diese Weise gerade erst durchgedrungen. Insgesamt geht zumindest das Stimmungsbild, das mich erreicht, in Richtung „Gut gemacht“.

„Ein Buch muss berühren.“

tredition: Wie schnell merken Sie, ob ein neues Buch Sie fasziniert?

Alex Janke: Ein Buch kriegt ca. 50 Seiten, bis dahin muss mir irgendetwas daran gefallen haben, damit ich weiterlese. Oder ich weiß, dass eine anfängliche Durststrecke später belohnt wird, dann bleibe ich auch dran, blättere ggf. vor. Ob ein Buch mich fasziniert, erkenne ich daran, ob und wie es ein Thema berührt, das mich privat oder als Teilnehmer an der Gesellschaft betrifft, beziehungsweise inwiefern der Erzähler oder Protagonist eine Haltung verkörpert, von der man etwas lernen kann.

Wenn ich ein Buch gelesen habe, will ich zumindest ein etwas anderer sein als vorher. Bücher müssen zwangsläufig Bildungserlebnisse darstellen, egal wie klein. Literatur zur bloßen Spannung oder Unterhaltung ist für mich Zeitverschwendung.

tredition: Inwiefern können Bücher von Self-Publishing-Autoren eine Bereicherung für Sie darstellen?

Alex Janke: Grundsätzlich unterscheide ich nicht zwischen Self-Publishing oder sogenannten etablierten Verlagsprodukten. Qualität zählt – und Qualität meint durchaus auch Basis-Handwerk wie Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung. Da bin ich stockkonservativ, fast schon studiendirektoral. Natürlich bin auch ich nicht perfekt in diesen delikaten Angelegenheiten – aber ich stelle fest, dass es für mich eine notwendige Bedingung darstellt, um ein Buch überhaupt empfehlen zu können. Wer hier Schwierigkeiten hat, sollte sein Werk lektorieren lassen. Guter Inhalt hat das verdient. Ich fände es mal schick, zwischendurch auf gute Selbstveröffentlichungen zu stoßen, die nicht jeder einfach findet und bespricht. Literarische Trüffelschweinerei im Indie-Bereich.

Markegting-Tipp für Self-Publisher

tredition: Wie sollten Autoren vorgehen, wenn sie sich eine Rezension bei Ihnen wünschen?

Alex Janke: Sie sollten mir eine Nachricht schicken und mir in maximal 500 Zeichen konkret mitteilen, warum und inwiefern ihr Buch zu meinem Blog passt. Sie sollten mir zusätzlich direkt den Klappentext mitschicken und die ersten oder zentralen Seiten. Auf der Basis kann ich entscheiden, ob es grundsätzlich in Frage kommt. Man sieht schon: Blogger Relations ist in diesem Fall schlecht skalierbar, sondern eine individuelle Kommunikation zwischen zwei Menschen. Generell empfehle ich Autoren, wie ein Verkäufer bzw. Marketingverantwortlicher zu denken: Befriedige die Bedürfnisse Deines Gegenübers, mache ihm klar, dass sich sein Eigeninteresse mit Deinem deckt. Frage dich: Wie kann ich durch mein Buch wem helfen? Die Antwort muss dann das Hauptverkaufsargument sein.

tredition: Ließe sich Ihr Wirken als Blogger unter ein Motto fassen?

Alex Janke: Zur Selbstkalibrierung nutze ich seit Jahren einen Spruch, den eines meiner Vorbilder, Götz Werner, der Gründer und langjährige CEO von dm – drogeriemarkt, popularisiert hat:

„Beharrlich im Bemühen, bescheiden in der Erfolgserwartung.“

Was das Operative und Strategische des Bloggens betrifft:

„Probiere mal was aus, denn keinen Erfolg hast du schon, wenn Du nichts machst. Sei Dienstleister und gib. Dann kommt auch etwas zurück.“

Autor Maik Jungfleisch im Interview: Auf das richtige Gefühl kommt es an

Maik-Jungfleisch

tredition-Autor Maik Jungfleisch

Wenn ein junger Debütautor Fanpost per Instagram bekommt und Buchhandlungen sein Buch auslegen, um junge Leser zu begeistern, dann kann das nur eins heißen: Es dreht sich um ein Buch, das seine Leserschaft fesselt und fasziniert, verfasst von einem sympathischen Autor, der das richtige Gespür für seine Zielgruppe hat. tredition-Autor Maik Jungfleisch über seinen Jugendroman „Das hölzerne Sonnengelb“ – das BUCH DES MONATS Oktober – , die Leidenschaft fürs Schreiben und die Vorzüge des Self-Publishing.

 

tredition: Lieber Herr Jungfleisch, Ihr bei tredition erschienener Roman „Das hölzerne Sonnengelb“ wurde erst vor einem Monat veröffentlicht und hat es bereits in den örtlichen Buchhandel geschafft! Wie kam es dazu?

Maik Jungfleisch: Ja, darüber freue ich mich in der Tat sehr! In dem besagten Buchshop wurde mein Roman binnen kurzer Zeit vielfach bestellt. Daher lag die Entscheidung nahe, das Buch auch auszulegen, um dem Kundenwunsch insbesondere jüngerer Leser zu entsprechen. Ich nenne das einfach Glück und bedanke mich dafür.

tredition: „Das hölzerne Sonnengelb“ ist Ihr Debütroman. Wie ist bisher die Resonanz aus dem Bekanntenkreis und weiterer Leser?

Cover: Das hölzerne Sonnengelb

Bild: Cover „Das hölzerne Sonnengelb“

Maik Jungfleisch: Viele Bekannte und Freunde waren anfangs überrascht, da ich es bis zur Veröffentlichung geheim hielt. Aber wirklich gewundert hat es keinen, da ich mich seit meiner Kindheit für das Schreiben fasziniere. Die Resonanz ist daher allseits sehr positiv. Von einer 12-Jährigen Leserin beispielsweise bekam ich auf Instagram eine private Nachricht, dass sie sich unbedingt mein Buch kaufen möchte. Das freute mich ungemein.

 

„Wenn ich schreibe, tauche ich in eine andere Welt.“

 

tredition: Was sind Sie für eine Art von Autor? Wie kam ein Leser sich den Schreibprozess bei Ihnen an einem gewöhnlichen Arbeitstag vorstellen?

Maik Jungfleisch: Ich lege sehr viel Wert auf Details. Denn gerade diese machen den Unterschied. Wenn ich schreibe – für gewöhnlich abends und nachts – tauche ich in eine andere Welt. Die Rollläden sind geschlossen, ich sitze auf meinem Schreibtischstuhl und schließe die Augen. Die Geschichte wird zuerst im Kopf gelebt, zumindest Szene für Szene. Habe ich ein gutes Gefühl, so schreibe ich das Erdachte nieder.

tredition: Wann wurde in Ihnen der Wunsch wach, Ihre Texte auch einem breitem Lesepublikum zugänglich machen zu wollen?

Maik Jungfleisch: Der Wunsch wurde vor drei Jahren wacher denn je, jedoch ließ damals die Zeit das Schreiben nicht zu. Bedingt durch ein Studium blieb oftmals wenig bis gar keine Zeit. Da sich dies nun änderte, widme ich mich vollends der Schreiberei.

tredition: Mit „Das hölzerne Sonnengelb“ haben Sie einen packenden Kinder- und Jugendroman über das Schicksal und Freundschaft vorgelegt. Wie sind Sie zu Ihrem Thema gekommen; warum gerade die Zielgruppe junge Leser?

Maik Jungfleisch: Dass mein erster Roman ein Kinder-und Jugendroman wird, stand jederzeit außer Frage. Auch die Thematik war von Beginn an klar. Die Kindheit bestimmt oftmals das weitere Leben. Da werden wir geprägt. Ein jeder Mensch hat eine Kindheit verdient, an die man sich gerne erinnert. Leider hat das Schicksal da ein Wörtchen mitzureden. Die Protagonistin in meinem Buch hat es nicht einfach. Sie wird mit der Ungerechtigkeit und vermeintlicher Freundschaft konfrontiert. Sie gibt jedoch nicht auf und wird die wahre Bedeutung von Freundschaft und Gerechtigkeit zu spüren bekommen. Zwei Eigenschaften, die im weiteren Leben von Bedeutung sind.

tredition: Wie lange hat es von der Idee bis zur Veröffentlichung gedauert?

Maik Jungfleisch: Ziemlich genau ein halbes Jahr. Auch als die Geschichte schon stand und geschrieben wurde, änderte ich Etliches wieder und fügte etwas hinzu. Es sind eben die Details, die über die Wirkkraft einer Geschichte entscheiden.

 

„Self-Publishing bedeutet Freiheit und Flexibilität.“

 

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing und speziell tredition entschieden? Was sind für Sie die Vorteile von Self-Publishing?

Maik Jungfleisch: Self-Publishing bedeutet Freiheit und Flexibilität. Zwei Bedingungen, die maßgebend für mich sind. Ich konnte meine Ideen verwirklichen, ohne dass ein Verlag seinen Rotstift ansetzt. Sämtliche Entscheidungen lagen bei mir, es wurde so umgesetzt, wie ich mir das vorstellte. tredition bekam von mir den Zuschlag, da sich Qualität letztlich immer durchsetzt. Ein seriöses Unternehmen, das kompetent, freundlich und kundenorientiert geführt wird. An dieser Stelle bedanke ich mich nochmals für die Zusammenarbeit.

Das hoelzerne Sonnengelb im Buchhandel

Prominent auf dem Stapel platziert: „Das hölzerne Sonnengelb“ liegt beispielsweise im Buchshop des Globus Warenhauses im saarländischen Völklingen aus

tredition: Wie werben Sie für Ihr Buch?

Maik Jungfleisch: Als ich die Nachricht erhielt, dass das Buch nun veröffentlicht wurde, schaltete ich sofort meine zuvor bereits erschaffene Homepage (www.maikjungfleisch.com) und die Profile in diversen sozialen Netzwerken frei. Dort betreibe ich aktiv Marketing für das Buch. Beispielsweise habe ich auf Twitter ein Foto gepostet, sobald es im Buchhandel auslag. Glücklicherweise gibt es auch noch die klassische Mundpropaganda, deren Wirkkraft ebenfalls nicht zu unterschätzen ist.

tredition: Darf sich die Leserschaft auf weitere Romane von Ihnen freuen?

Maik Jungfleisch: Definitiv. Mein zweiter Roman ist bereits in Arbeit. Nächstes Jahr wird es soweit sein.

tredition: Für die ganz Neugierigen: Können Sie bereits etwas zum Thema verraten?

Maik Jungfleisch: Ich möchte nicht zu viel verraten, aber so viel sei gesagt: ein Mädchen schwärmt und liebt. Ob sie tatsächlich den Jungen ihrer Träume für sich gewinnt, ist fraglich. Das Mädchen erlebt eine Achterbahn der Gefühle, schwebt auf Wolke Sieben und wird einen Moment später wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Inmitten der Schwärmerei erfährt sie beiläufig, dass ihr Schwarm sie nicht lieben kann. Wieso? Abwarten und lesen!

tredition: Welche Tipps können Sie anderen Self-Publishern geben, z.B. für das Schreiben oder das Marketing?

Maik Jungfleisch: Der meiner Meinung nach wichtigste Tipp ist das Gefühl. Wenn man schreibt, muss man die Geschichte fühlen und gedanklich mehrfach durchleben. Spürt man nichts, wird die Geschichte auch den Leser nicht faszinieren. Im Marketing ist es unverzichtbar, sich ins Gespräch zu bringen und Präsenz zu zeigen. Gerade heute sind dafür soziale Medien wichtiger denn je.