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„I am bookish“: Im Gespräch mit Bloggerin Caroline

Caroline

Caroline bloggt seit Ende 2010

Schon manches Buch-Highlight hat Bloggerin Caroline bereits im weiten Feld des Self-Publishing für sich entdeckt. Also aufgepasst, liebe Autorinnen und Autoren! Im folgenden Interview schildert Caroline, für welche Themenbereiche sie sich am meisten begeistert und was ihre Seite „i am bookish“ von anderen Blogs unterscheidet. Viel Freude beim Lesen!

 

tredition: Liebe Caroline, seit wann betreibst Du Deinen Blog und wie kam es dazu?
Caroline Wagenbreth:
Meinen Blog gibt es seit dem 30.12.2010. Gelesen habe ich schon immer recht viel und natürlich habe ich zu den meisten Büchern, die ich lese, danach eine Meinung im Kopf oder Punkte, die mir eben besonders gut oder besonders wenig gefallen haben. Nachdem ich immer mal Bücher gelesen hatte, über die ich mich einfach gern mal mit jemandem unterhalten hätte, der sie vielleicht auch gelesen hatte, stolperte ich online über ein oder zwei Bücherblogs, die es damals schon gab. Mir war klar, dass dies eine tolle Möglichkeit wäre, sich mit anderen Lesern auszutauschen. Nachdem ich eine ganze Weile überlegt hatte, ob ich das auch machen möchte, habe ich dann pünktlich zum Beginn des neuen Jahres den Entschluss gefasst, meine Leselaunen und Eindrücke zu gelesenen Büchern in einem Blog festzuhalten.

tredition: In welchen Genres rezensierst Du am liebsten?
Caroline
: Ich lese an sich sehr viel durcheinander, immer wonach mir gerade ist: von Romanen über Jugendbücher hin zu Krimis, ab und an auch mal die als „Chick-Lit“ verschrienen Romane oder Bücher aus dem „Young Adult“ Bereich. Eher seltener bis gar nicht wird man auf „i am bookish“ Rezensionen zu historischen Romanen, High Fantasy Büchern oder allzu abgedrehter Sciene-Fiction finden, denn solche Bücher treffen einfach nicht mein Interesse.

tredition: Wie müssen Autoren vorgehen, wenn Sie sich eine Rezension in Deinem Blog wünschen?
Caroline
: Einfach fragen, würde ich mal sagen (lacht). Ich freue mich immer sehr über Anfragen, die mich meistens per Email erreichen. Leider kann ich nicht immer jedem eine positive Zusage geben – wenn mir die Zeit fehlt oder einfach, weil sie mich nicht genug interessieren oder eben aus einem Bereich kommen, den ich schlicht und einfach nicht mag (High Fantasy zum Beispiel). Da finde ich es nur fair, wenn ich von vornherein sage, dass ich dafür nicht die richtige Leserin bin und die Rezension daher nicht objektiv schreiben könnte. An sich finde ich es nett, wenn sich Autoren daher schon vor der Anfrage „die Mühe machen“, den Blog mal ein wenig genauer anzusehen – dann kann man schon erahnen, dass manche Bücher nicht in mein Lese-Schema fallen.

„Self-Publisher trauen sich vielleicht inhaltlich mehr zu.“

tredition: Inwiefern stellen Titel von Self-Publishing-Autoren eine Bereicherung für Dich da?
Caroline
: Ich habe schon sehr gute Erfahrungen mit Self-Publishern gemacht und sogar richtige Lese-Highlights unter den Geschichten entdeckt. Meistens handelt es sich bei den angebotenen Büchern ja um e-Books, was in Ordnung ist, da ich einen e-Reader habe. An Büchern von Self-Publishern mag ich, dass sie oftmals Themen behandeln, die man nicht schon zig Mal in abgewandelter Form in anderen Büchern gelesen hat. Dadurch, dass die Autoren hier alles selbst in die Hand nehmen, trauen sie sich vielleicht auch inhaltlich einfach mehr zu, weil die Inhalte vorher nicht erst durch die Hände eines Lektoren wandern. Genau das kann manchmal aber auch zum Problem werden, beispielsweise, wenn die Rechtschreibfehler überhand nehmen.

i-am-bookish

i am bookish: In zurückhaltend elegantem Layout präsentiert Caroline ihre Rezensionen

tredition: Was fasziniert Dich am Lesen besonders?
Caroline
: Hach, das kann ich so gar nicht beantworten. Ich lese viel, seit ich lesen kann. Für mich gehört Lesen einfach immer schon dazu, daher ist das für mich gar kein „besonderes Hobby“ oder so. Es ist Bestandteil meines Lebens. Ich mag es, dass in Büchern alles möglich ist. Dass man als Leser so viel erleben kann, obwohl man nur faul irgendwo zuhause auf dem Sofa sitzt. Dass man sich gedanklich auf so viel einlassen und so viel erleben kann, was man eben im „realen Alltagsleben“ selbst nie erleben können wird. Ich finde es toll, dass Bücher einem die Möglichkeit geben, sich für einige Stunden völlig in einer Geschichte zu verlieren.

tredition: In Deinem Blog gibt es das „Lese-Bingo“. Was hat es damit genau auf sich?
Caroline
: Auf anderen Bücher-Blogs sind sogenannte Lese-Challenges ja sehr beliebt. Diese geben in einem bestimmten Zeitrahmen Lese-Aufgaben zu bestimmten Themen vor. Oftmals sind diese Challenges für meinen Geschmack aber mit zu vielen Regeln, Pflichten und teilweise sogar „Straf-Aufgaben“ versehen, wenn man ein Ziel mal nicht geschafft hat. Ich bin aus eben diesem Grund kein typischer Challenge-Leser, weil ich immer lieber nach Lust und Laune lese und mich nicht gern schon vorher festlege, was ich wann zu lesen habe. Dieses „Lesen nach Vorgabe und mit der Aussicht auf Strafen, wenn ich es nicht schaffe“ ruiniert in meinen Augen völlig den Spaß, den Bücher und das Lesen generell mit sich bringen. Das legt mich viel zu sehr fest und solche strengen Vorgaben mag ich bei meiner Lieblingsbeschäftigung Lesen einfach nicht. Das Lese-Bingo ist in meinen Augen daher eine gute Alternative, um dennoch an einer kleinen Herausforderung teilzunehmen, wenn man möchte.

tredition: Wie funktioniert das genau?
Caroline:
In diesem Lese-Bingo werden auf einem Feld voller Kästchen einige Bücherthemen vorgegeben, nach denen man seine Bücher aussuchen kann – wenn man will. Man kann aber ebenso gut einfach lesen, worauf man Lust hat, und dann rückblickend schauen, ob eins der gelesenen Bücher eine vorgegebene Kategorie erfüllt und es sich dann anrechnen. Wie beim richtigen Bingo kann man sich die gelesenen Bücher-Felder ankreuzen. Anfangs hatte das erfolgreich ausgefüllte Lese-Bingo-Feld keine wirkliche Konsequenz, weil ich es nur für mich selbst gemacht habe. Mittlerweile gibt es aber ein paar Blog-Mitstreiterinnen, sodass ich mir da vielleicht noch eine kleine Belohnung einfallen lassen werde. Es gibt recht einfach zu erfüllende Kategorien, andere sind schwerer. Im diesjährigen Lese-Bingo sind beispielsweise „Ein Buch mit einem grünen Cover“ oder „Ein Buch, das erstmalig in deinem Geburtsjahr erschienen ist“ als Rubriken vertreten. Wichtig beim Lese-Bingo war mir aber vor allem, dass es keine allzu strengen Regeln gibt, eben nicht wie bei anderen Challenges. Es ist vorteilhaft, wenn man zu einem gelesenen und fürs Lese-Bingo angerechneten Buch wenigstens eine kurze Meinung schreibt in seinem Blog – aber es ist auch nicht schlimm, wenn man das nicht tut. Das ist jedem selbst überlassen. In erster Linie soll es Spaß machen und nicht verpflichten.

„Es ist mir manchmal egal, was aktuell beliebt ist.“

tredition: Tauschst Du Dich intensiv mit anderen Buchbloggern aus?
Caroline
: Manchmal ja, manchmal weniger. Das kommt immer auf das Buch an und die Zeit, die ich habe. Mit machen Bloggern unterhalte ich mich über Kommentare unter einem Beitrag, manchmal schreiben wir auch Emails hin und her oder schreiben beispielsweise bei Facebook. Ganz toll finde ich es aber, dass ich mit manchen Bloggern mittlerweile auch über ganz andere Dinge als das Lesen und Bücher plaudern kann, das macht dann schon sehr viel Spaß.

tredition: Zu welchem Thema möchtest Du unbedingt mal ein Buch lesen?
Caroline
: Oh, die Frage kann ich nicht beantworten. Spontan fällt mir da gar nichts ein. Ich glaube, das Problem ist auch weniger, dass ein bestimmtes Thema noch nicht in einem Buch verarbeitet wurde. Ich denke, das Problem ist eher, dass man nicht weiß, dass dieses Buch vielleicht schon existiert. Manchmal stößt man ja nur durch Zufall auf die interessantesten Bücher…

tredition: Weshalb sollten Autoren und Lesefreaks Deinen Blog auf keinen Fall verpassen?
Caroline
: Ich habe auf „i am bookish“ von Beginn an versucht, das zu tun, was mich interessiert und was mir Spaß macht, und dabei versucht, auch viel von mir selbst einfließen zu lassen. Dabei ist es mir manchmal (nicht immer!) recht egal, was aktuell beliebt ist und was gerade im „Mainstream“ gelesen wird. Blogs, die tatsächlich nur Rezensionen zu aktuellen beliebten Büchern posten und an einer Blogtour nach der anderen mitmachen, mag ich nicht besonders. Aus dem Grund versuche ich auch immer mal, andere Beiträge zu bringen, die sich zwar auch mit lese-relevanten Aspekten beschäftigen, aber nicht nur, beispielsweise meine Rubrik „Die Lektüre meiner Zugnachbarn“ oder „Konzerterlebnisse“. Erfahrungsgemäß kommen die auch ganz gut an.

Buchcover - "Das Friedrich-Lied" von Henning Isenberg

Henning Isenberg: „Ein Roman ueber die Macht“

Das bei tredition erschienene, zweibändige Epos „Das Friedrichs-Lied“ von Henning Isenberg führt eindrücklich vor Augen, dass sich vor historischem Kontext zeitlose Thematiken entfalten lassen.

Henning Isenberg„Einen Roman über die Macht zu verfassen“, das war dem Autr ein Anliegen. „Das Friedrichs-Lied“ basiert auf einer wahren historischen Begebenheit, die sich im 13. Jahrhundert zugetragen hat. Protagonist ist der junge Friedrich, der in einen mörderischen Konflikt mit seinem Großonkel Engelbert, dem Erzbischof von Köln, geriet. Im Gespräch mit tredition erläutert Isenberg, woher seine Faszination für historische Themen rührt und wie er bei der „Mammut-Recherche“ für seinen Roman vorgegangen ist. Anderen Autoren gibt Isenberg wertvolle Tipps für das Buchmarketing.

tredition: Lieber Herr Isenberg, Sie sind beruflich als Berater tätig, also in einem eher analytischen Bereich. Wie ergab sich Ihre Faszination für historische Themen?
Henning Isenberg:
Ich bin als Systemischer Berater und Coach tätig. Für mich wird damit ein Strang meiner Recherche schon durch meine Arbeit bedient, was heißen soll, dass ich im Friedrich-Lied neben der Historie, den Mythen, dem Kirchenkonflikt und der Story um meinen Helden einen psychologischen Komplex, nämlich den Vaterkonflikt, ohne zusätzliche Recherche einbauen konnte. Die erste Berührung mit „Geschichte“ war meine erste Berührung mit dem Lesen. Für das Lesen lernen – ich hatte absolut keine Lust dazu – hat mich meine Tante mit Prinz Eisenherz-Heften geködert. Etwa mit vierzehn Jahren begann mich die Artus-Saga zu interessieren und ich habe mich wie der berühmte Bücherwurm von Geoffrey Ashe bis Marion Zimmer-Bradley durch alles hindurchgefressen, was ich in die Finger bekommen konnte. Die Faszination für Historie und Mythologie ist geblieben.

Das Friedrichs-Lied Teil 1

Bild: Cover „Das Friedrichs-Lied Band 1“

tredition: Ihr erster Roman „Das Friedrich-Lied“ thematisiert einen der berühmtesten Kriminalfälle des 13. Jahrhunderts. Wie ergab sich die Idee für einen Roman zu diesem Thema?
Henning Isenberg: Mein Nachname entspricht dem des Helden. Früher, wenn wir mit meinen Eltern an der Burgruine vorbeifuhren, sagte mein Vater immer: Guckt, da oben haben unsere Vorfahren gelebt. In den 80er Jahren habe ich dann ein WDR-Zeitzeichen über die Geschehnisse gehört und mir das Manuskript bestellt, damals musste man das Ganze noch per Post mit beigelegter Briefmarke und Umschlag anfordern. Erst 1996 habe ich das vergilbte Manuskript wieder aus der Schublade gezogen. Die Idee also war nicht spontan in dem Sinne, sondern eher „evolutionär“.

tredition: Die Recherche war sicherlich sehr aufwändig. Wie sind Sie dabei vorgegangen?
Henning Isenberg: Ausgegangen bin ich von dem Zeitzeichen-Script, d.h. der zentralen Story. Dann gab es zwei grundlegende Werke von Esser und Eversberg, die Chronik der Erzbischöfe von Köln, weitere Beiträge regionaler Forschungen sowie die herrschende Geschichtsschreibung, usw. Ich sage immer, ich habe mir einen Stamm historischer regionaler und allgemeiner Daten und Ereignisse hintereinander gereiht und dann habe ich begonnen, die Form der Geschichte in diesen Stamm hineinzuschnitzen, bis das Friedrichslied da war. Für die Mythologie war die Traumdeutung C.G. Jungs und Parzival-Interpretation seiner Tochter maßgeblich. Dies habe ich dann sozusagen in die Entwicklung Friedrichs hineingewoben.

tredition: Was haben Sie beim Schreiben und der Veröffentlichung der beiden Bände als größte Herausforderung empfunden?
Henning Isenberg: Etwa 2006 dachte ich, ich kriege die Fäden nicht mehr zusammengebunden und der Roman wird mir zu „schwer“. Außerdem fehlte mir die Zeit. Ich habe das Buch dann etwa ein Jahr liegen lassen und überlegt, wie ich es fertig bringe. Nach einer Schreibwerkstatt habe ich es dann von 2009 bis 2010 in jeder freien Minute – meist in den Ferien, da es sich am Stück besser arbeiten lässt – fertig geschrieben. Also, das Durchhalten und zu Ende bringen war die größte Herausforderung. Und dann kam die Verlagssuche. Das A und O. Auch hier habe ich viel gelernt.

Das Friedrichs-Lied Teil 2

Bild: Cover „Das Friedrichs-Lied Band 2“

tredition: Welche Vorteile hat für Sie Self-Publishing?
Henning Isenberg: Als ich mit dem Werk fertig war, „lag es eine Weile herum“. Ich musste viel drumherum erledigen – Verlages-/Agentenrecherche, Exposé, Lang- und Kurzbeschreibung etc. Es kam dann so ein Gefühl auf, dass ich dieses Kapitel abschließen wollte. Dazu gehörte, „Das Friedrichs-Lied“ herauszubringen, was ich dann Dank tredition machen konnte. Die Veröffentlichung bei tredition ist meines Erachtens gut, wenn man sein Buch veröffentlichen will und die Auflage eine untergeordnete Rolle spielt.

tredition: Über welche Resonanz eines Lesers haben Sie sich besonders gefreut und weshalb?
Henning Isenberg: Erst vor kurzem, sagte mir jemand, dass er sich durch die Reifung Friedrichs mit seiner eigenen Entwicklung beschäftigt habe. Das ist genau das, was die Absicht des Romans ist. Dann habe ich auf einer Lesung einen alten Freund zurückgewonnen. Er war von der Zeitgeschichte und der regionalen Geschichte begeistert. Er liest jetzt meinen Folgeroman als First Reader. Eine sehr schöne Sache. Insgesamt gab es viel schönes Feedback von Menschen, die sich wirklich auf den Roman eingelassen haben und schätzten, dass er nicht auf kurzfristige Effekte abzielt. Ich würde „Das Friedrichs-Lied“ sprachlich und stilistisch ehr als einen literarischen Roman klassischer Prägung bezeichnen. Es gibt zum Beispiel nicht diesen von vielen gewünschten Knall-Bum-Peng-ich-bin-drin-Einstieg.

tredition: Wie werben Sie für Ihr Buch?
Henning Isenberg: Neben der Qualität des Buches, ist das Marketing das wichtigste und auch komplizierteste Thema, wenn man keinen Publikumsverlag im Rücken hat. Der Büchermarkt ist absolut durchstrukturiert und folgt klaren Gesetzmäßigkeiten; so ist der Weg in die „Charts“ der Bücherwelt näherungsweise ausgeschlossen. Also bin ich im zweiten Markt unterwegs und habe 2014 zwei Lesereisen mit insgesamt zehn Lesungen gemacht. Die Pressearbeit im Zuge der Lesungen war, denke ich, wichtig. Zudem gibt es „Das Friedrichs-Lied“ im Internet unter www.friedrich-lied.de sowie bei Facebook. In Literaturseiten und in Foren ist mein Buch ebenfalls eingetragen und ich habe mindesten 3.000 Lesezeichen drucken lassen, die ich entsprechend verteilt habe bzw. verteile (Buchhandel, Apotheken, an Lesende in der Bahn, etc.). Wenn man das Marketing selbst macht, ist es im Verhältnis zum Ergebnis sehr aufwändig. Beispiele sind die Internetseite oder das Werben bei Google-Adwords. Im Self-Publishing ist die Mund-zu-Mund-Propaganda und das eigene Netzwerk der wirksamste Weg, weil die Menschen interessiert, was dieser Mensch, den man kennt, da so fabriziert hat.

tredition: Welche Tipps können Sie anderen Self-Publishern geben, z.B. für das Schreiben oder das Marketing?
Henning Isenberg: Lesbarkeit und Konzeption sind Grundvoraussetzungen für die Veröffentlichung. Wenn der Autor eine eigene ihn betreffende Botschaft hat oder etwas Persönliches verarbeitet, dann schreibt er tendenziell an einem „Herzblut-Projekt“. Ich denke, hier sollte er sich ausleben; trotzdem die Schlankheit (meint, nur, das was Sinn ergibt und notwendig ist) im Auge behalten. Möchte sich der Autor auf dem „professionellen“ Weg ausprobieren, sollte er, denke ich, sein Genre und dessen Zutaten kennen. Extrem wichtig ist der Textanfang; fast niemand verzeiht heute mehr einen anstrengenden Beginn, wie in einem alten Mann-, Tolstoi- oder Kafka-Klassiker. Auch im Verlauf wichtig: Jede Szene braucht eine unerwartete Wendung. Daher ist die Konzeption so wichtig, um eine Story aufzuspannen und Referenz-Anker auszuwerfen, um später Fäden wieder aufnehmen zu können. Am Ende, so meine ich, sollten alle Fäden wieder schön aufgesammelt und in einem funktionierenden Finale gebündelt werden.

Literaturcommunities nutzen – Teil II Goodreads

Goodreads_Homepage

Goodreads ist auch für deutschsprachige Autoren eine attraktive Plattform

Im Juni haben wir Ihnen einige Tipps und Tricks präsentiert, wie Sie Lovelybooks zur Erhöhung der Aufmerksamkeit für Ihr Buch und für Marketingaktivitäten nutzen können. Heute erklären wir, wie sich die englischsprachige Lesercommunity Goodreads dafür nutzen lässt. Denn obacht! Auf Goodreads tummeln sich bereits viele Leser aus dem deutschsprachigen Raum. Es lohnt sich also auch für hiesige Self-Publisher auf Goodreads aktiv zu werden.

Daten und Fakten

  • Goodreads ist 2006 von dem US-Amerikaner Otis Chandler gegründet worden, in den darauffolgenden Jahren hat sich die Mitgliederzahl der Lesercommunity rasant entwickelt. Eigenen Angaben zufolge zählt Goodreads heute 40 Mio. Mitglieder und 43 Millionen Rezensionen von Büchern.
  • Auf der Webseite von Goodreads beschreibt Otis Chandler, wie er auf die Idee zu einer Lesercommunity kam: “Eines Nachmittags stöberte ich zur Inspiration am Buchregal eines Freundes entlang und dachte plötzlich: Wenn ich auf der Suche nach neuem Lesestoff bin, suche ich eher bei einem Freund nach Ideen als bei irgendeiner x-beliebigen Person oder einer Bestsellerliste.“ Auf diesen Gedanken hin entwickelte er die Plattform Goodreads.
  • 2013 haben Otis Chandler und seine Frau und Mitgründerin Elizabeth Khuri Chandler Goodreads an den Onlinehändler Amazon verkauft.

Wie registriert man sich als Autor?

  1. Als erstes müssen Sie sich auf Goodreads als generelles Mitglied registrieren, entweder mit der eigenen E-Mail-Adresse oder mit den Facebook-Zugangsdaten, falls Sie ein Facebook-Profil haben.
  2. Wenn Sie bei Goodreads bereits registriert sind, loggen Sie sich einfach ein.
  3. Suchen Sie in der Goodreads-Suchmaske nach Ihrem Buch oder Ihrem Nachnamen und rufen Sie das Suchergebnis auf.
  4. Klicken Sie jetzt auf Ihren Autorennamen, der unter dem Buchtitel angezeigt wird. So gelangen Sie auf Ihr Autorenprofil bei Goodreads.
  5. Am Ende der Seite klicken Sie auf „Is this you? Let us know.“ um Goodreads darüber zu informieren, dass Sie der Autor sind. Anschließend erhalten Sie von Goodreads eine Bestätigung, dass das Autorenprofil mit Ihrem normalen Mitgliedsprofil bei Goodreads „fusioniert“ wird. Zudem enthält die E-Mail von Goodreads weitere Informationen zur Verwaltung des Autorenprofils.

Als Autor Goodreads nutzen

Ähnlich wie bei Lovelybooks lässt sich auch bei Goodreads das Autorenprofil individuell gestalten:

  • Foto und Lebenslauf
  • einer Liste der eigenen Lieblingsbücher bzw. gerade gelesenen Bücher
  • der Möglichkeit, in einem eigenen Blog redaktionelle Beiträge zu schreiben und damit eine Fangmeinde aufzubauen und zu binden
  • Ankündigung von Lesungen, Signierstunden und weiteren Events
  • Leseproben einstellen
  • Gewinnspiele veranstalten
  • Videos posten

Buch-Promotion

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die wichtigsten sind:

Teilnahme an Diskussionen

Stöbern Sie einfach einmal ein bisschen auf Goodreads, um Gruppen zu Themen und Büchern zu finden, die Sie spannend finden und bei denen Sie Lust und Interesse haben, etwas beizutragen und sich dadurch ins Gespräch zu bringen und bei anderen Goodreads-Mitgliedern bekannt zu machen.

Giveaways

Das bedeutet, Exemplare des eigenen Buches an Goodreads-Community-Mitglieder zu verlosen, um auf diese Weise möglichst viele Bewertungen zu erhalten und Aufmerksamkeit zu generieren

  • Jeder Autor kann dabei individuell festlegen, wie viele Bücher über welchen Zeitraum verlost werden sollen.
  • Vorteile dabei: Sie als Autor haben wenig Aufwand, da sich Goodreads um die Auswahl der Gewinner kümmert. Diese werden danach ausgewählt, ob sie sich auf Goodreads bereits für Bücher aus dem gleichen Genre oder zum ähnlichen Thema interessiert haben.
  • Eine detaillierte und sehr lesenswerte Anleitung zur Durchführung einer Giveaway-Aktion hat Corinna Rindlisbacher von ebokks verfasst.
  • Wichtig: Goodreads empfiehlt, eine Giveaway-Aktion über den Zeitraum eines Monats laufen zu lassen und mindestens zehn Bücher zu verlosen.
  • Erfahrungswerten von Goodreads gemäß bewerten etwa 60% derjenigen, die ein Giveaway gewinnen, auch hinterher das Buch.
  • Goodreads empfiehlt sogar, die Giveaway-Aktion bereits vor der Veröffentlichung des Buches zu starten und die Bücher dann exakt zum Veröffentlichungstermin zu verschicken. Das steigert die Spannung schon im Vorhinein.
  • Denken Sie daran, für die Verlosung rechtzeitig Eigenexemplare bei tredition zu bestellen, die Lieferung von Paperbacks dauert etwa 5 Werktage

Ask the Author

Wenn Sie auf Ihrem Autorenprofil unter „Ask the author“ den Button von „Off“ auf „On“ stellen, können Leser Ihnen direkt auf Ihrem Profil Fragen stellen. Die einzelnen Fragen sehen zunächst nur Sie als Autor. Erst, wenn Sie sich entscheiden, auf eine Frage zu antworten, erscheinen Frage und Antwort auf Ihrem Profil. Es liegt also in Ihrer Hand als Autor, welche Fragen und Informationen veröffentlicht werden sollen.

Tipps von Goodreads: Was Sie vermeiden sollten

Reagieren Sie eher nicht auf negative Rezensionen. Damit schrecken Sie höchstwahrscheinlich nur neue Leser ab und erhalten keine neuen positiven Rezensionen oder Kommentare.

Kontaktieren Sie nicht alle Leser, die Ihr Buch auf Ihre Bücherliste setzen. Das ist zwar gut gemeint, nervt die Leser aber eher und Sie werden als „Spammer“ wahrgenommen.

Versuchen Sie nicht wahhlos, sich mit jedem auf Goodreads zu verknüpfen. Stellen Sie Freundschaftanfragen z.B. eher an Mitglieder einer Gruppe, zu der Sie auch gehören o.ä.

Treten Sie keinen Gruppen bei mit dem ausschließlichen Ziel, Ihr Buch ins Gespräch zu bringen, sondern agieren Sie in Gruppen als Leser!

Presse: Die auflagenstaerksten Publikumsmagazine in Deutschland

Zeitschriften

Bild: Zeitschriftenlesen gehört nach wie vor zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen

Rezensionen in der Presse sind eine der wichtigsten Marketinginstrumente, um das eigene Buch einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Im ersten Schritt ist es empfehlenswert, die lokalen und regionalen Printmedien zu kontaktieren und sich als „Autor/Autorin vor Ort“ zu präsentieren. Denn regionale Medien sind in der Regel aufgeschlossen gegenüber Themen und Berichten, mit denen sie ihren Status als „Spezialisten ihrer Region“ unter Beweis stellen können.

Natürlich wünscht sich jeder Autor darüber hinaus auch die Chance auf Rezensionen in auflagen- und reichweitenstarken Magazinen, die deutschlandweit gelesen werden. tredition schafft mit der für jedes Buch individuell verfassten Pressemitteilung gute Voraussetzungen dafür, dass Journalisten unterschiedlichster Medien auf ihr Buch aufmerksam werden. Auf dem Wege von Newstickern und Nachrichtenportalen werden mehrere tausend Pressevertreter erreicht. Zusätzlich sollten Sie, liebe Autorinnen und Autoren, jede Chance nutzen, ausgewählte Medien zu kontaktieren, die zum Genre und Thema Ihres Buches passen. Und denken Sie daran: Journalisten, die eine Rezension Ihres Buches planen, erhalten von tredition natürlich ein kostenloses Rezensionsexemplar!

Der folgende Überblick zeigt die auflagenstärksten Magazine aus verschiedenen Themenbereichen, beruhend auf den aktuellen Auflagenzahlen des zweiten Quartals 2015 (Quelle: PZ Online).

  • Wöchentliche Frauenzeitschriften
  • Bild der Frau
  • FREIZEIT REVUE
  • NEUE POST
  • FREIZEITWOCHE
  • DAS NEUE BLATT
  • tina
  • die aktuelle
  • FREIZEIT SPASS
  • FRAU IM TREND
  • FRAU IM SPIEGEL
  • Gesamtverkauf II/2015 in Ex.
  • 820.978
  • 617.687
  • 763.020
  • 437.066
  • 424.175
  • 389.539
  • 370.624
  • 359.095
  • 262.391
  • 248.830
  • Aktuelle Zeitschriften und Magazine
  • Bild am Sonntag
  • Der Spiegel
  • Stern
  • BUNTE
  • FOCUS
  • Readers Digest
  • Gala
  • SUPERillu
  • InTouch
  • Men’s Health
  • Gesamtverkauf II/2015 in Ex.
  • 1.087.784
  • 822.761
  • 736.325
  • 514.945
  • 501.504
  • 362.299
  • 307.871
  • 299.537
  • 203.008
  • 183.352
  • Wissensmagazine
  • GEO
  • Welt der Wunder
  • P.M. Magazin
  • National Geographic Deutschland
  • Öko-Test Magazin
  • ZEIT Wissen
  • Psychologie heute
  • Hörzu Wissen
  • Spektrum der Wissenschaft
  • Wunderwelt Wissen
  • Gesamtverkauf II/2015 in Ex.
  • 242.561
  • 203.276
  • 181.984
  • 151.378
  • 112.690
  • 99.249
  • 76.177
  • 75.633
  • 65.250
  • 57.129
  • Wirtschaftspresse
  • Capital
  • Wirtschaftswoche
  • FOCUS-MONEY
  • Handelsblatt
  • manager magazin
  • Euro
  • brand eins
  • Euro am Sonntag
  • Impulse
  • Der Handel
  • Gesamtverkauf II/2015 in Ex.
  • 140.687
  • 135.234
  • 125.462
  • 122.939
  • 107.142
  • 103.028
  • 101.484
  • 79.452
  • 72.037
  • 66.798
  • Esszeitschriften
  • meine Familie & ich
  • kochen & genießen
  • ESSEN & TRINKEN
  • ESSEN & TRINKEN FÜR JEDEN TAG
  • LECKER
  • ARD Buffet
  • Lust auf Genuss
  • Eat Smarter
  • REZEPTE pur
  • tina Koch& Back-Ideen
  • Gesamtverkauf II/2015 in Ex.
  • 359.039
  • 175.481
  • 159.787
  • 157.064
  • 147.282
  • 146.026
  • 145.887
  • 120.868
  • 93.758
  • 92.477

Tipp: Wenn Sie die Redaktionen ausgewählter Publikumsmagazine anschreiben, sollten Sie vorher möglichst konkrete Ansprechpartner in den Redaktionen recherchieren, die für Rezensionen oder passende Themenbereiche zuständig sind. Informieren Sie sich dazu beispielsweise im Impressum der jeweiligen Zeitschriften. Das Anschreiben per Email oder per Post sollte kurz und knackig sein und die wichtigsten Informationen zu Ihrem Buch enthalten. Schön ist es, wenn der Text ein bisschen neugierg auf Ihr Buch macht und konkret herausstellt, was Ihr Buch gegenüber anderen Büchern aus diesem Genre auszeichnet. Viel Erfolg!

„Schatz, ich will ein Buch von Dir“

Bloggerin Bianca

Bianca Guerrieri betreibt seit März 2013 ihren Blog und ist auch auf Lovelybooks aktiv

Fröhliches Pink zeichnet das Layout des Buchblogs von Bianca Guerrieri aus. Verehrte Herren der Schöpfung, davon sollten Sie sich genauso wenig abschrecken lassen wie von dem Namen des Blogs „Schatz, ich will ein Buch von Dir“. Denn das ist voll und ganz ernst gemeint: Bloggerin Bianca sieht mit Freude jedem ihr dargebotenen Buch entgegen und rezensiert bunt durch die Genrelandschaft. Weshalb sie auf ehrliche Bewertungen Wert legt, welches Potenzial Sie mit Self-Publishing verbindet und welche Bücher sie so richtig vom Hocker reißen, erzählt sie im Interview mit tredition.

trediton: Liebe Bianca, seit wann betreibst Du Deinen Blog und wie kamst Du auf diesen sehr witzigen Namen?
Bianca:
Meinen Blog gibt es seit März 2013. Den Namen hatte ich schon länger im Kopf. Auf der Frankfurter Buchmesse 2011 hatte ich einen Button gesehen, auf dem „Ich will ein Buch von dir!“ stand. Das fand ich total witzig damals, und als ich einen Namen für meinen Blog suchte, fiel mir der Spruch wieder ein. Der Titel passt auch einfach zu mir, weil ich ein sehr humorvoller Mensch bin.

tredition: In welchen Genres rezensierst Du am liebsten?
Bianca:
Ich lese wirklich alles querbeet – Hauptsache, der Inhalt macht mich neugierig: Sachbücher, (Auto-)Biographien, Chick Lit, Liebesromane, Jugendbücher, Dystopien, Reiseberichte, humorvolle Bücher etc. Die einzigen Genres, mit denen ich (noch) nicht warm geworden bin, sind Thriller und historische Romane.

tredition: Wie müssen Autoren vorgehen, wenn Sie sich eine Rezension in Deinem Blog wünschen?
Bianca:
Einfach fragen! Es gefällt mir natürlich, wenn ich merke, dass sich derjenige mit meinem Blog bereits beschäftigt hat. Generell freue ich mich über jede Anfrage. Aber natürlich gibt es auch bei mir mal einen Grund, eine Anfrage abzulehnen, z.B. weil mich der Klappentext überhaupt nicht anspricht. Außerdem rezensiere ich keine e-Books, da ich keinen Reader habe. Da möchte ich dann auch nicht mit aller Gewalt von jemandem umgestimmt werden, dass ich es ja auch auf dem Laptop lesen könnte…

tredition: Inwiefern stellen Titel von Self-Publishing-Autoren eine Bereicherung für Dich da?
Bianca:
Dank Self-Publishing können unbekanntere bzw. neue Autoren ihre Werke veröffentlichen, auch wenn sie (noch) nicht bei einem großen Verlag unter Vertrag genommen wurden. Das hat für mich als Leser den Vorteil, dass ich so in den Genuss von Werken komme, die der Öffentlichkeit sonst vielleicht vorenthalten worden wären. Ich finde es zudem toll, dass man so auch mehr in Kontakt mit den Autoren selbst tritt, da sie ja meist direkt anfragen und die Rezensenten persönlich betreuen, statt es über einen Verlag oder eine Literaturplattform laufen zu lassen.

Schatz ich will ein Buch von Dir

Mit „Driving Phil Clune“ von Susanne Fuß hat Bianca erst vor kurzem ein bei tredition erschienenes Buch rezensiert.

tredition: Was fasziniert Dich am Lesen besonders?
Bianca:
Hm, das kann ich gar nicht so genau sagen, ich habe einfach schon immer gerne gelesen. Man kann in fremde Welten eintauchen und den Alltag abschalten. Lesen bildet und erweitert den Horizont. Ich mag es nur nicht, unter Druck zu lesen, deshalb mache ich z.B. nicht bei Challenges mit. Auch während meines Studiums, als ich gezwungenermaßen viel Fachliteratur lesen musste, hatte ich lange Zeit gar keine Lust, in meiner Freizeit auch noch zu lesen. Aber nach Ende des Studiums kam diese Leselust dann zum Glück zurück, und seitdem hab ich in jeder freien Minute ein Buch in der Hand.

tredition: Wie muss ein Buch sein, damit es Dich so richtig vom Hocker reißt?
Bianca:
Puh, schwierige Frage. Das kommt wirklich aufs Genre an. Generell bin ich ein emotionaler Mensch und lasse mich deshalb natürlich von Gefühlen stark mitreißen – es darf allerdings nicht zu kitschig sein. Ich glaube aber, dass ich mich als Kind bzw. Jugendliche noch mehr begeistern konnte als jetzt als Erwachsene. Da war vieles noch so neu, z.B. auch die ersten Berührungen mit Fantasyromanen. Mein All-time-Favourite ist und bleibt die „Harry Potter“-Reihe, die ich damals als Teenager gelesen habe, und ich weiß noch ganz genau, wie ich die ersten Bände in einem Rutsch im Garten meiner Eltern verschlungen habe und danach jedes Jahr sehnsüchtig auf den nächsten Band gewartet habe (und auf den Brief aus Hogwarts!). Und wie furchtbar traurig ich war, als der letzte Band ausgelesen war (und noch immer kein Brief aus Hogwarts angekommen war…).

tredition: Tauschst Du Dich intensiv mit anderen Buchbloggern aus?
Bianca:
Ich stöbere gerne in anderen Bücherblogs und bin in diversen Communities wie z.B. LovelyBooks unterwegs. Außerdem habe ich schon zweimal an Bloggerworkshops teilgenommen, was sehr interessant und fruchtbar war. Dadurch kommt natürlich auch der eine oder andere Kontakt zustande. Ich finde den Austausch mit anderen Bloggern spannend, aber ich habe auch gemerkt, dass manche das Bloggen als eine Art Wettbewerb betrachten um die meisten Klicks, die meisten Leser, die meisten Kommentare etc. Ich sehe das etwas entspannter. Für mich ist das Bloggen eine Möglichkeit, mich noch einmal intensiver mit den Inhalten der von mir gelesenen Bücher zu beschäftigen und mich mit anderen Interessierten darüber auszutauschen.

tredition: Weshalb sollten Autoren und Lesefreaks Deinen Blog auf keinen Fall verpassen?
Bianca:
Mein Blögchen ist klein, aber fein und wird von mir mit viel Herzblut betrieben. Meine Rezensionen sind fair, aber ehrlich – Gefälligkeitsrezensionen gibt es bei mir nicht, aber ich versuche auch immer, meine Kritikpunkte verständlich darzulegen. Da ich mich nicht auf bestimmte Genres festlege, ist für jeden was dabei. Gewinnspiele gibt es auch ab und zu. Und zu guter Letzt: Hey, mein Blog ist pink! Aber Männer sind natürlich trotzdem als Leser herzlich willkommen! (lacht)

Literaturcommunities nutzen – Teil I Lovelybooks

Nicht weniger als eine halbe Million Rezensionen warten auf Lovelybooks.de darauf, von Bücherwürmen gelesen zu werden. Neuerscheinungen aus allen Genres vom Krimi über Fantasy bis zum historischen Roman werden bewertet, kommentiert und – im Idealfall – weiterempfohlen. Für Autoren und insbesondere Self-Publisher bieten Literaturcommunities wie Lovelybooks, aNobii oder Goodreads zahlreiche Möglichkeiten, das eigene Buch im wahrsten Sinne des Wortes ins Gespräch zu bringen. Was zeichnet die einzelnen Communities aus und wie können Sie als Autor diese für das eigene Marketing nutzen? Das möchten wir Ihnen gerne in unserem Blog erläutern. Los geht’s heute mit Lovelybooks:

Daten und Fakten

  • Bereits Ende 2006 gegründet und betrieben von der aboutbooks GmbH, einem Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. LovelyBooks arbeitet eigenen Angaben zufolge mit über 200 Buchverlagen und 3.000 Autoren zusammen.
  • Wichtig für Self-Publisher: Obwohl zu Holtzbrinck auch einige Buchverlage gehören, bekommen diese oder deren Autoren auf dem Portal keine Sonderbehandlung.

So funktioniert’s:

  • Leser erhalten nach Registrierung Leseempfehlungen, können sich Leser mit gleichem Literaturgeschmack anzeigen lassen und mit diesen über Bücher diskutieren.
  • Jeder kann sich seine eigene digitale Bibliothek einrichten, Bücher bewerten und rezensieren.

Als Autor auf Lovelybooks mitmachen:

Als Autor kann man Lovelybooks nutzen, um eine größere Lesernähe und intensiven Austausch mit den Lesern herzustellen.

Autorenprofil: Jeder Autor, der sich bei Lovelybooks registriert, bekommt automatsch ein Autorenprofil, das mit den eigenen Büchern und deren Lesern verknüpft ist.

Interaktive AGabi Schmid auf Lovelybooksutorenseite: Über diese können Sie mit Lesern in Kontakt treten und deren Feedback zu Ihren Büchern oder neuen Projekten aufnehmen.

Leserunden: Autoren haben die Möglichkeit, selbst eine „Leserunde“ auf Lovelybooks zu starten. Dabei tauschen sich die Leser gemeinsam über das jeweilige Buch aus, wobei verschiedene Unterthemen zur Sprache kommen (Protagonisten, Handlungsverlauf etc.). Der Vorteil dabei: Sie haben als Autor die Chance, Leser kennenzulernen und aktiv mit ihnen zu kommunizieren.

Buchverlosungen: Das bietet sich beispielsweise an, um ein neues Buch ins Gespräch zu bringen und die Leser darauf aufmerksam zu machen. Am besten flankieren Sie ein Gewinnspiel mit Werbung auf ihren sozialen Netzwerken, um die Reichweite zu erhöhen und möglichst viele Leser zu erreichen.

Viele tredition-Autoren haben bereits Leserunden auf Lovelybooks veranstaltet, beispielsweise Gabriele Schmid, die ihren Liebesroman „Sternschnuppen-Regen“ auf diese Weise promotete und die Leserunde mit einem Gewinnspiel verknüpft hat. Die Leserunde kündigte sie auf Lovelybooks folgendermaßen an: „Ich suche LeserInnen, die sich für Liebesromane und für Serien begeistern, daher gibt es 10 eBooks zu gewinnen, die am 01. Mai um kurz vor Mitternacht verlost werden – die Leserunde beginnen wir gemeinsam, wenn alle GewinnerInnen die eBooks erhalten haben – ich gebe dann den Startschuss dazu.“

Nachdem alle teilnehmenden Leserinnen und Leser das Buch erhalten hatten, wurde das Buch in mehreren Kapitelabschnitten rezensiert. Zudem nutzte Autorin Gabriele Schmid den Kontakt zur Leserschaft, um deren Meinung zum Personenverzeichnis im Roman zu erfragen. Lovelybooks ist also auch hilfreich, um über das Leser-Feedback Ideen und Anregungen für das eigene Schreiben und Arbeiten am Buch zu bekommen.

Netzwerk aufbauen: Motivieren Sie zunächst Freunde und Bekannte, Rezensionen zu Ihrem Buch zu verfassen. Indem Sie selbst eine eigene digitale Bibliothek aufbauen, ergeben sich auch Kontakte zu weiteren Lovleybooks-Mitgliedern. Je mehr Sie selbst aktiv andere Bücher bewerten oder weiterempfehlen, desto größer auch die Chance, Aufmerksamkeit für das eigene Buch zu gewinnen. Aber Vorsicht: Nicht zu plump für das eigene Buch trommeln!

Vielleser erreichen: Auf Lovelybooks sind vor allem Vielleser und auch Buchblogger aktiv, deren Meinung und Weiterempfehlung einen entsprechenden Multiplikatoreffekt hat. Bewegen Sie sich am besten in regelmäßigen Abständen auf Lovelybooks, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wer viel rezensiert und für Ihr Genre einen wertvollen Kontakt darstellt.

Social Media: Alle Inhalte, die es auf Lovelybooks zu Ihren Büchern gibt, können bei Google gefunden und in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Google+ geteilt werden. Und: Je häufiger Ihr Buch bei LovelyBooks besprochen wird, desto zahlreicher wird es als Leseempfehlung an verschiedenen Stellen auf der Plattform platziert.

Erfolgsstrategien im Self-Publishing auf Werbezunder.de

tredition auf Werbezunder.deWelche Vorteile bietet Self-Publishing gegenüber dem traditionellen Verlagswesen? Welche Kardinalfehler sollten Self-Publisher unbedingt vermeiden? Und welche Erfolgsfaktoren gelten bei der Buchveröffentlichung? tredition stand auf Werbezunder.de, dem Marketing Portal über Design, Medien und Social Media, Rede und Antwort!

Daniel Lenz über den neuen Indie-Katalog von buchreport: „Die Entscheider im Buchhandel erreichen“

Ein Roman mit starkem regionalem Bezug, hohem Aktualtätswert oder ein Sachbuch verfasst von einem regional bekannten Autor – bessere Verkaufsargumente kann es für eine Buchhandlung kaum geben. Self-Publishing-Titel erfüllen allzu oft diese Merkmale und bieten dem Buchhandel deshalb nicht nur zusätzliche Verkaufschancen, sondern bereichern auch das Sortiment. Bei stetig steigender Zahl an Self-Publishing-Novitäten wird es für den Buchhandel allerdings immer wichtiger, umfassende Titelverzeichnisse und Recherchemöglichkeiten zur Verfügung zu haben – natürlich auch im Interesse der Self-Publishing-Autoren. Vielversprechend ist hierbei der neue Indie-Katalog des Branchenfachmagazins „buchreport„, mit dem eine Brücke zwischen Self-Publishing-Autoren und Buchhandel geschlagen werden soll.

Die Planung: Der in der Branche etablierte „Novitätenkatalog“ des buchreport, in dem zwei Mal jährlich aktuelle Neuerscheinungen präsentiert werden, öffnet sich ab sofort sukzessive auch dem Segment des Self-Publishing. Für Autoren ist dies nicht nur aus verkäuferischer Sicht interessant, sondern auch im Hinblick auf den Kontakt zu Agenten und Verlagen. Daniel Lenz, Leiter Produktentwicklung und Stellvertretender Chefredakteur des buchreport, erklärt im Interview mit tredition, was sich genau hinter dem „Indie-Katalog“ verbirgt und welche Chancen damit für Self-Pubilsher verbunden sind. Übrigens:Wir bei  tredition freuen uns sehr darüber, dass auch einige unserer Autoren im neuen Indie-Katalog Erwähnung finden werden, der im Juli 2015 erscheint. Man darf gespannt sein!

Daniel Lenz, buchreport

In seiner Funktion als Leiter der Produktentwicklung bei buchreport hat Daniel Lenz auch die Federführung für den neuen Indie-Katalog.

tredition: Seit wann gibt es eigentlich den sogenannten Novitätenkatalog des buchreport und wie viele Empfänger im Buchhandel erreicht er?
Daniel Lenz: Der Novitätenkatalog wird bereits seit 2008 von uns publiziert. Zwei Mal im Jahr geben wir einen Überblick über wichtige Neuerscheinungen. Der Katalog erscheint als Beilage des buchreport.magazins, das eine Auflage von 4.300 Exemplaren hat. Mit der neuen Ausgabe werden wir aber außerdem eine kostenlose digitale Version anbieten, wodurch die Verbreitung noch einmal deutlich ausgeweitet wird. Schließlich gibt es unter http://buchreport.evorschau.de auch  eine Onlinefassung des Katalogs als Datenbank.

tredition: Erstmals werden dieses Jahr Neuerscheinungen von Self-Publishern mit aufgenommen. Was gab den Anlass für diese Neuerung?
Daniel Lenz: Wir haben den Novitätenkatalog in den vergangenen Jahren bereits immer stärker auf Independent-Verlage hin ausgerichtet, die oft geringe Chancen haben, mit ihren Titeln in den stationären Buchhandel zu gelangen. Der Katalog bietet ihnen vor diesem Hintergrund eine Bühne, um die wichtigsten Titel zu präsentieren. Doch inzwischen sind nicht nur die kleinen Verlage die Indies, sondern auch die unabhängigen Autoren, eben die Selfpublisher (die in den USA auch immer „Indies“ genannt werden), die eine ähnliche Ausgangssituation haben: Sie finden oft kein Gehör im Buchhandel. Und genau dort, an der Schnittstelle zwischen Selfpublishern und Buchhandel, sehen wir unsere Funktion. Wir möchten dem Buchhandel zeigen, dass es inzwischen unter den Selfpublishern sehr viele interessante Titel gibt. Konsequenterweise haben wir den Novitätenkatalog umbenannt in „Indie-Katalog“.

„Agenten, Verlage und Journalisten gehören ebenso zu den Nutzern des Katalogs.“

tredition: Welche Chancen sind damit für Self-Publisher verbunden?
Daniel Lenz: Self-Publisher, deren Titel im Indie-Katalog präsentiert werden, erreichen einerseits die Entscheider im Buchhandel, die mit dem Katalog direkt die Titel bestellen können. Darüber hinaus erreichen wir aber auch andere Multiplikatoren. Agenten, Verlage und Journalisten gehören ebenso zu den Nutzern des Katalogs.  In den USA haben unsere Kollegen von „Publishers Weekly“ bereits vor Jahren Self-Publishern ein ähnliches Angebot gemacht. Dort heißt der Katalog „PW Select“ und wird ebenfalls von den wichtigsten Multiplikatoren gelesen. Mit dieser Bühne sind sogar Self-Publisher-Titel  schon an Filmproduktionsfirbuchreport Indie-Katalogmen vermittelt worden.

tredition: Der Novitätenkatalog wird auch einen redaktionellen Part haben. Welche welche Themen kommen darin zur Sprache?
Daniel Lenz: Der erste Indie-Katalog ist ein erster Aufschlag. Darin präsentieren wir einen Schwerpunkt zum Thema Self-Publishing. Ab dem zweiten Katalog sollen die Indie-Themen noch weiter ausgeweitet werden. Derzeit planen wir mit drei bis vier Artikeln für den ersten Katalog. Thematisch geht es um Autoren (auch von tredition), die erfolgreich mit Buchhändlern kooperieren. Außerdem um Self-Publisher, die von Verlagen entdeckt und so zu Hybridautoren wurden. Im Schwerpunkt enthalten sind auch Rezensionen von Self-Publishing-Titeln, die von der buchreport-Redaktion selbst erstellt werden.

„Jedem Markt tut Vielfalt gut.“

tredition: Der buchreport selbst berichtet in zunehmendem Maße über Self-Publishing-Themen. Was waren für Sie bei der redaktionellen Arbeit die wichtigsten Erkenntnisse in diesem Jahr?
Daniel Lenz: Self-Publishing ist längst zur Selbstverständlichkeit in der Branche geworden. Verlage halten gezielt Ausschau nach interessanten Autoren und Titeln, um diese ins eigene Programm zu nehmen. Der Dialog zum Buchhandel ist noch kaum ausgeprägt, daran arbeiten wir. Was in diesem Jahr auffällt, ist einerseits die zunehmende Professionalisierung der Self-Publisher, die sich beim Lektorat und der Vermarktung häufig professionelle Hilfe holen. Zum anderen könnte der Markt durch den Einstieg von Tolino noch einmal eine neue Dynamik erfahren. Jedem Markt tut Vielfalt gut, insofern freuen wir uns über diesen Schritt.

tredition: Wie wird Self-Publishing ihrer Meinung nach inzwischen von Verlagen und Buchhandel wahrgenommen und beurteilt?
Daniel Lenz: Spätestens seit dem Erfolg von „Fifty Shades“ wird Self-Publishing von den Verlagen ernst genommen. Besonders die größeren Häuser locken gezielt Self-Publisher, um neue Imprints zu starten. Im Buchhandel fehlt es noch an einer ähnlich stark ausgeprägten Offenheit, aber ich bin optimistisch, dass es gelingen wird, dies zu ändern. Umfragen haben zumindest gezeigt, dass Buchhändler besonders bei regionalen Titeln daran interessiert sind, Self-Publishing-Bücher ins Sortiment zu nehmen.

Alle wichtigen Informationen zum Indie-Katalog von buchreport finden Sie, liebe Autorinnen und Autoren, direkt bei buchreport online.

"Self-Publishing-Day 2015 in Münster

Self-Publishing-Day 2015: Die Quintessenz für Autoren

Neun Stunden lang Vorträge, Workshops, Meinungsaustausch und Self-Publishing-Themen nonstop – am 25. April kamen rund 100 Autoren nach Münster, um am zweiten Self-Publishing-Day teilzunehmen. Nach der Premiere in Würzburg hat die Veranstaltung dieses Jahr ihre Teilnehmerzahl erfreulicher Weise verdoppelt, was einmal mehr die wachsende Bedeutung dieses dynamischen Marktsegments unter Beweis stellt. Immer mehr Autoren erachten Self-Publishing als die attraktivste Möglichkeit, ihr Buch zu publizieren.

Natürlich war auch tredition mit einem Workshop vertreten. Unter dem Motto „Zum Bucherfolg? Hier entlang!“ referierten wir über alle Aspekte und Erfolgsfaktoren der Buchveröffentlichung und -vermarktung. Das Interesse war groß und wir freuten uns über viel positives Feedback und jede Menge Fragen zum Veröffentlichungsprozess, nicht nur während des Workshops, sondern auch im Anschluss an unserem tredition-Stand.

Natürlich haben wir uns auch ins Getümmel gestürzt und den Vorträgen gelauscht, um Ihnen, liebe Autorinnen und Autoren, ein paar wertvolle Erkenntnisse weiterzugeben.

Self-Publishing ist keine Erfindung der Neuzeit

Vortrag

100 Autorinnen und Autoren kamen nach Münster, um sich über Self-Publishing-Strategien und -Konzepte zu informieren und auszutauschen

„Was haben Goethe, Edgar Allan Poe und Poppy J. Anderson gemeinsam?“ Diese Frage stellte Verleger und Autor Ruprecht Frieling zum Auftakt des Self-Publishing-Day in den Raum. Die Antwort ist simpel: Poppy J. Anderson veröffentlichte ihre Bücher ohne Verlag, dasselbe taten unzählige Literaten vor ihr ebenfalls. „Hinter uns liegen 3.750 Jahre Self-Publishing“, rief Ruprecht Frieling den Autoren zu. Von der Tontafel über die Papyrusrolle und das Pergament bis hin zum Papier – sämtliche Materialien, die einst für die Verbreitung von Inhalten genutzt wurden, waren auch Mittel zum Zweck für Menschen, ihr Wissen oder ihre Geschichten niederzuschreiben.

 

Und die Liste jener heute berühmten Schriftsteller, Dichter und Denker, die einst auf eigene Faust ihre Werke unters Volk brachten – also Self-Publishing betrieben – ist lang, wie Ruprecht Frieling vor Augen führte: Honoré de Balzac, Edgar Allan Poe und die Brontë Schwestern sind ebenso dazu zu zählen wie Marcel Proust, Alexander von Humboldt, Friedrich Nietzsche, Heinrich Mann und Hermann Hesse. „Seit Jahrhunderten veröffentlichen Autoren an den Gatekeepern vorbei und von der Kritik zuweilen verhöhnt“, erklärte Frieling. Eine schöne Anekdote am Rande: Der russische Schriftsteller Leo Tolstoi verkaufte gar hinter dem Rücken seiner Frau ein Landgut, um seinen Roman „Krieg und Frieden“ veröffentlichen zu können.

Der Inhalt zählt – aber auch die Verfügbarkeit!

Die oben genannten Beispiele führen es eindrücklich vor Augen: Gute Inhalte bahnen sich ihren Weg in den Markt, auch jenseits des klassischen Verlagswesens. In letzter Konsequenz entscheidet die Faszination oder Enttäuschung des Lesers darüber, was sich im Flächenmarkt durchsetzt. Allerdings nur unter der Voraussetzung einer entsprechenden Verfügbar- und Sichtbarkeit. Was der Leser auf üblichem Handelswege nicht findet, kann er erst gar nicht kennen- und schätzen lernen. Wie gelingt es, die Aufmerksamkeit der Internet-User für das eigene Buch zu gewinnen? Wie lassen sich die Metadaten dabei erfolgreich einsetzen? Und wie gelingt es, einen Platz auf den Präsentationstischen des Buchhandels zu bekommen? Dieser Frage widmeten wir uns auch im tredition-Workshop. Die Chancen, das Interesse des Buchhandels für sich zu gewinnen, sind umso größer, je

  • höher der Aktualitätswert des Themas
  • je deutlicher der regionale Bezug des Buches oder des Autors
  • je professioneller die Umsetzung (Layout, Cover, Format).

Außerdem gilt: Keine Scheu bei der Kontaktaufnahme mit Buchhandlungen. Die Wirkung einer positiven Ausstrahlung und hoher Überzeugungskraft mit guten Argumenten ist nicht zu unterschätzen. Wenn Sie Buchhandlungen kontaktieren, sollten Sie immer auf Folgendes hinweisen:

  • alle tredition-Titel sind über den Buchgroßhandel bestellbar
  • dabei gelten attraktive Staffelrabatte
  • Paperbacks sind garantiert lieferbar ab Veröffentlichung
  • Werbeeffekt für den Buchhandel: tredition stellt Buchhändler im Blog vor

Autoren sind Unternehmer

Ein jeder Autor ist zugleich auch eine kaufmännisch denkende und handelnde Person – zumindest ist dies eine wichtige Voraussetzung, um das eigene Buch erfolgreich zu vermarkten. Johannes zum Winkel, Spezialist für die Vermarktung von e-Books, brachte es auf den Punkt: Zielsetzung, Marketing und Controlling liegen beim Self-Publishing gleichermaßen in der Hand der Autoren. Wohlgemerkt hängt die Breite des eigenen Aufgabenspektrums davon ab, welcher Dienstleister für die Veröffentlichung gewählt wird. tredition deckt sämtliche Prozesse der Veröffentlichung von der Produktion bis zu Vertrieb und Vermarktung ab. Nichtsdestotrotz empfehlen wir auch jedem Autor dringend, wirtschaftliche Gesichtspunkte nicht hinter Gestaltungsfragen hinten anzustellen.

  • Welche Zielgruppe möchte ich erreichen und welche Preisbereitschaft bringt diese mit?
  • Welche Kommunikationskanäle sind geeignet, um diese Zielgruppe zu erreichen?
  • Welche Vermarktungsmaßnahmen lassen sich schon vor der Veröffentlichung planen und konzipieren?

Solche Fragen sollte sich jeder Autor stellen. Denn, wie sagte Johannes zum Winkel: „Es zählt nicht Ihr Aufwand, sondern die Leistung Ihres Buches“.

Im Web wie ein Profi agieren

Als am Nachmittag des Self-Publishing Day Felix Beilharz das Podium betrat, rauchten bereits die Köpfe nach reichlich Input. Doch der Autor und Social Media Experte sorgte mit einem so humorvoll wie inhaltlich fundierten Vortrag für Aufmerksamkeit – etwa als er die „größten Ängste unserer Zeit“ vorstellte: Das kleine Batteriesymbol auf dem Handy etwa, das den erschöpften Akku anzeigt.

Von Affiliate-Links zu Onlineshops über Google AdWords bis hin zu aussagekräftigen Medienstatements auf der eigenen Webseite hatte Beilharz viele Ratschläge für das Onlinemarketing zu bieten. Dazu gehörte auch der Tipp, eine Leseprobe anzubieten, die interessierte Leser per Email anfordern können. Auf diese Weise lassen sich Adressen generieren, die wiederum für Werbemaßnahmen wertvoll sind. Auch ein eigener Blog sei empfehlenswert. „Blogbeiträge sind nachhaltiger als Tweets, die innerhalb kürzester Zeit nicht mehr auf Google auffindbar sind“, betonte Beilharz.

Die Kunst der Covergestaltung

„Kenne Deine Zielgruppe“ war auch eine der wichtigen Botschaften, die Self-Publisher und Verlagsautor Daniel Morawek den Autoren für die eigene Umschlaggestaltung an die Hand gab. Er erläuterte anhand von Beispielen etwa die sogenannte Drittelregel: Dabei wird das Cover gedanklich mit Linien in drei gleich große Abschnitte unterteilt. An den beiden gedachten Linien sollten idealerweise die Hauptmotive/wichtigen Elemente platziert werden. Als Datenbank für Bild- und Fotomaterial empfahl Morawek den Dienst Shutterstock. Deutlich wurde in seinem Workshop zugleich auch: Die meisten Autoren möchten ihr Cover nicht komplett selbst gestalten. Eben für diesen Zweck hat tredition eine Vielzahl an professionellen Umschlagdesigns konzipiert, die Autoren individuell gestalten können.

Das eigene Netzwerk pflegen

tredition_Vortrag_SP-Day

Voll ausgebucht: Vortrag von tredition „Zum Bucherfolg? Hier entlang!“

Zum Abschluss des Self Publishing Days hatten die Teilnehmer Gelegenheit, die Self-Publishing-Autorinnen Poppy J. Anderson, Elke Bergsma, Kirsten Wendt sowie Matthias Matting „mit Fragen zu löchern“. Was dabei deutlich wurde: Networken und die Kontakte zu anderen Autoren und Lesern pflegen hat für die Self-Publisher einen ebenso großen Stellenwert wie das Schreiben. „Auf keinen Fall Facebook!“, lautete die einhellige Meinung der vier Podianten auf die Frage, welche Aufgabe sie denn am liebsten delegieren würden. Die aktive Kontaktpflege dürfte bei allen vier einen nicht unerheblichen Teil dazu beitragen, im Gespräch zu bleiben und die eigenen Verkäufe positiv zu beeinflussen.

Print, Print, Print!

e-Book-Auflagenmillionäre im Self-Publishing hin oder her: Auch Einzelerfolge sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass nach wie vor – im Self-Publishing genauso wie im traditionellen Verlagswesen – das Gros des Buchumsatzes mit gedruckten Werken und nicht mit dem elektronischen Format erwirtschaftet wird. In den kommenden Jahren ist ein weiteres rasantes Wachstum lieferbarer e-Book-Titel zu erwarten. Da der Gesamtumsatz mit e-Books aber deutlich langsamer wächst als die Titelzahl, wird auf jedes e-Book immer weniger Ertrag entfallen. Wirtschaftlich denkende Autore setzen also auf eine Veröffentlichung in gedruckter Form und als e-Book!

 

Welttag des Buches: Feiern – und mitdenken!

„Lies um zu leben“ soll der französische Schriftsteller Gustave Flaubert einmal gesagt haben. Wohl wahr: Lesen beflügelt, regt die Phantasie an, entführt in fremde, spannende Welten, vermittelt Wissen… und wird deshalb zu Recht jedes Jahr am 23. April gefeiert! 1995 erklärte die UNESCO diesen Tag zum „Welttag des Buches“. Ein Tag also, an dem das Buch und das Lesen, aber auch die Rechte der Autoren, gewürdigt und gefeiert werden. Natürlich möchten auch wir von tredition gebührend mitfeiern und diesen Tag unseren Autoren widmen! Leser und Autoren gleichermaßen sind aufgerufen, sich an unserem Gewinnspiel auf Facebook zu beteiligen. Es winken drei brandneue Titel aus unserem Verlagsprogramm als Belohnung!

Zwar wird am „Welttag des Buches“ jedes Jahr aufs Neue das Lesen zelebriert und mit vielen werblichen Aktivitäten im Buchhandel sowie in Bibliotheken begleitet, doch hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren in der Branche ein gewaltiger Wandel vollzogen. 1995 war beispielsweise auch das Jahr, in dem das Fachmagazin BuchMarkt erstmals online von der Welttag des Buches 2015Frankfurter Buchmesse berichtete. Live-Berichterstattungen von Veranstaltungen sind heute die Regel – seinerzeit war es außergewöhnlich. Die Digitalisierung hat im Buchmarkt generell deutliche Spuren hinterlassen und nicht zuletzt mit dem e-Book eine ganz neue Veröffentlichunsgform aufs Trapez gebracht. Längst gesellen sich zum Bücherlesen andere mediale „Versuchungen“ in Form von Tablets, Smartphones, OnDemand-Fernsehen und dergleichen mehr. Mit anderen Worten: Es wird eine immer größere Herausforderung, die Menschen dafür zu begeistern, einen Teil ihrer begrenzten freien Zeit dem Lesen zu widmen. Auch dies sollte am „Welttag des Buches“ in das Bewusstsein der Branche rücken. Ein Feiertag ist gut und richtig, konsequente und kontinuierliche Marketingarbeit für jedes einzelne Buch im gesamten Jahresverlauf nicht minder.

Hätten Sie gewusst, dass die Buchbranche im Hinblick auf ihren Gesamtumsatz um ein Viertel hinter dem Wachstum zurück liegt, das zusammengenommen alle anderen Industrien in Deutschland im Durchschnitt verzeichnen? Oder dass der Buchmarkt unter Berücksichtigung der Inflation heute 17 Prozent weniger umsetzt als noch vor zehn Jahren? Die Buchbranche hat einige Hausaufgaben zu erledigen, um dem gesamten Markt wieder neuen Aufschwung zu verleihen. Daran sollten Verlage, Dienstleister, Autoren und Buchhandel gemeinsam arbeiten!

Nachtrag am 24. April:

Wir freuen uns über zahlreiche Einsendungen zu unserem Gewinnspiel und die vielen positiven Lesermeinungen zu unseren Titeln, die wir im folgenden auszugweise darstellen. Gratulation an alle Gewinner unserer Lexeexemplare!

 

Besser lügen. Das kann man nie genug lernen. ;-)“

Besser lügen (ertragen) mit Psychologie

 

 

 

 

 

 

Lesemuffel, ein lustiges Cover! Ich bin zwar absolut kein Lesemuffel, aber ein, zwei Leute hab ich da im Sinn, denen würd ich das Buch nur allzu gern schenken. Hoffentlich klappt’s!“

Lesemuffel_Cover_Web

 

 

 

 

 

 

„Dem Blues auf den Fersen – Ich bin eigentlich eher im Jazz unterwegs, aber das Buch reizt mich total, endlich mal eine spannende Musikhistorie. Den Autor würde ich wirklich gern mal live erleben!“

Dem Blues auf den Fersen

 

 

 

 

 

 

„Ich habe mir letztens auf Facebook den Trailer zu Carola angeschaut. Das scheint ein wirklich nachhaltiges und witziges Buch für Kinder zu sein. Mal was ganz anderes!“

Carola_Muh-Kuhisch

 

 

 

 

 

„Das Cover von Mayday find ich spitze! Das Buch würde ich mir gern zuhause ins Regal stellen!“

Mayday

 

 

 

 

 

 

‚Die Papstkatze‘ klingt nach einer wirklich humorvollen Geschichte, ein gänzlich neuer Blick auf die Kirche und den Papst. Es scheint, dass selbst der Papst bei Katzen weich wird.“

Papstkatze

 

 

 

 

 

 

Marcello Maulwurf – was für eine süße Idee, ein italienischer Maulwurf! Den hätt ich bei mir auch gern im Garten!“

Marcello Maulwurf

 

 

 

 

 

 

„Ein Krimi mit Lokalkolorit – das jagt mir wohlige Schauer über den Rücken! Der Trailer für den Thriller „Schattengeburt“ ist spannend und obendrein spielt das Buch an der Mosel, wo ich lange Zeit gelebt habe!“

Schattengeburt

 

 

 

 

 

 

„Hölderlin und Dögen, das klingt nach einer wunderbaren Mischung in dem Buch „Im Garten der Stille“. Das würde ich wirklich gern lesen!“

Im Garten der Stille

 

 

 

 

 

 

Ein Currywurstführer für Schleswig-Holstein! Was für eine großartige Idee und längst überfällig! Mir läuft das Wasser im Mund zusammen und ich würde mich höchst gerne in diesem Buch über alle leckeren Imbiss-Locations in Norddeutschland informieren.“

Currywurstführer Schleswig-Holstein

 

Rockmusik! Warum? Weil ich ein totaler Musikfan bin und nicht genug in mich aufsaugen kann, um auch über die neueren Stile der heutigen Musik zu lernen. Dieses Buch würde ich zu gerne gewinnen.“

Rockmusik

 

 

 

 

 

 

„Mein Favorit ist ‚Der Schatten des Fotografen‘. Ich vertiefe mich gern in Lebensgeschichten, die in der Vergangenheit spielen. Das Werk von Joko Sander verspricht Spannung und Gefühl. Genau das richtige für den Lesefrühling!“

Schatten des Fotografen