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tredition-Autor Eduard Häfliger: „Es ist ein Genuss, Spannungsbögen zu kreieren“

tredition-Autor Eduard HäfligerMal humorvoll und herzerwärmend, mal hintersinnig und angenehm gruselig: tredition-Autor Eduard Häfliger ist ein Meister der facettenreichen Kurzgeschichten. Zu bemängeln haben seine Leser nur eines: Sie wollen mehr! Ob ein neues Buch zu erwarten ist und mit welchen Marketingmaßnahmen Eduard Häfliger seine Bücher bekannt macht, lesen Sie im folgenden Interview.

tredition: Lieber Herr Häfliger, als gelernter Elektroingenieur und Unternehmensberater dürften Sie eine Leidenschaft für Technisches und Zahlen haben. Wie und wann packte Sie die Lust an Worten, also am Schreiben?
Eduard Häfliger:
Mich hat immer wieder fasziniert, wie Menschen sich im technischen Umfeld verhalten, wie sie denken und handeln. Meine Überlegungen und Schlüsse habe ich manchmal in Berichten ausformuliert, besonders in meiner Arbeit als Unternehmensberater. Doch mit Worten habe ich bereits in meiner Sturm-und-Drang-Zeit jongliert, oft in Gedichten. Das Tagebuchschreiben im reifen Alter hat mich schließlich gereizt, mich als Geschichtenerzähler zu versuchen.

tredition: Was fasziniert Sie speziell an Kurzgeschichten?
Eduard Häfliger
: Es ist der Genuss, Spannungsbögen zu kreieren und das Viele, das mir durch den Kopf geht, auf Weniges zu reduzieren.

tredition: Wie gehen Sie beim Schreiben vor? Also woher nehmen Sie z. B. Ihre Ideen? Schreiben Sie spontan drauf los oder eher über einen längeren Zeitraum etappenweise?
Eduard Häfliger
: Ich beobachte Menschen, höre ihnen zu und notiere dann und wann Stichworte auf meinen Flipchart. Eines Tages beginnt sich ein solches Stichwort in meinem Kopf einzunisten und zu entwickeln. Nach Tagen, manchmal Wochen kommt der Moment, wo ich eine Geschichte zu skizzieren beginne, sie wende und drehe, bis ich zufrieden aufatmen kann.

tredition: Wie haben Sie einen passenden Illustrator gefunden?
Eduard Häfliger
: Bei »Ara« habe ich einen Freund und begnadeten Zeichner gewinnen können; meine Geschichten haben ihm Spass gemacht. Das Ergebnis zeigt es. Auch bei den andern beiden Bücher waren Freunde und gute Bekannte am Werk, die es verstanden, sich in meine Texte einzufühlen.

tredition: Welche Resonanz bekamen Sie bisher von Bekannten und Lesern auf Ihr Buch?Ara von Eduard HäfligerSoll ihn der Teufel holen von Eduard Häfliger
Eduard Häfliger: Ich ernte viel Schmunzeln und Beifall bei Lesungen. Einige Meinungen habe ich auf meiner Webseite www.textmanufaktur.eu wiedergegeben. Und immer wieder kommt die Frage, wann denn mein nächstes Buch erscheine. Meine Antwort: Noch in diesem Jahr.

tredition: Welche Empfehlungen würden Sie anderen Autoren für das Schreiben eines Buches geben?
Eduard Häfliger
: Wagen Sie es!

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing und speziell tredition entschieden?
Eduard Häfliger
: tredition ist eine einfach zu bedienende Plattform, wo sich das Dilemma von e-Book, Paperback und Hardcover gar nicht einstellt. Mit einem einzigen Klick werden gleich alle drei Formate produziert und das erst noch in überzeugender Qualität und zu einem unglaublich attraktiven Preis. Und beim Verlagsteam habe ich den Eindruck, mich in aufmerksame Hände begeben zu haben.

tredition: Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um Ihr Buch bekannt zu machen?
Eduard Häfliger:
Meine Mail-Signatur enthält Links auf meine neu publizierten Bücher, ebenso die aktualisierte Webseite. Im Moment starte ich eine regionale Lesetour. Im März wird eine bekannte Schweizer Rezensentin unter www.lesefieber.ch meine Kurzgeschichtensammlungen vorstellen. Außerdem verspreche ich mir vom tredition Messepaket für die Frankfurter Buchmesse ein gutes Echo.

tredition: Planen Sie, weitere Bücher zu veröffentlichen?
Eduard Häfliger:
Meinen Schelmenroman „Es fing doch so gut an“ werde ich in zweiter Auflage noch in der ersten Hälfte 2015 veröffentlichen. Ebenso steht meine dritte Kurzgeschichtensammlung kurz vor der Fertigstellung; sie wird spätestens in der zweiten Hälfte 2015 erscheinen. Beide Werke natürlich in allen drei Buchformaten bei tredition.

tredition-Autor Peter Granzow im Interview

Peter Granzow_2015„Sagen Sie sofort, was Ihnen nicht passt! Sie sind der Kunde, Sie haben das Geld und das ist es, was der Verkäufer in der Regel haben möchte“, schreibt tredition-Autor Peter Granzow in seinem Buch „Störfaktor Kunde“. Wohl wahr: Ein jeder kennt Situationen, in denen der Kundenservice zu wünschen übrig lässt und der Kunde vom Status eines Königs doch reichlich weit entfernt ist. „Störfaktor Kunde“ bespielt dieses Thema in humorvollen Episoden.

Das Presseecho auf Granzows im Dezember erschienenes Buch ist groß. Erst vergangene Woche war der medienerfahrene Autor in der Sendung Lokalzeit Köln des Westdeutschen Rundfunks zu Gast. Dort gab Granzow lehrreiche und amüsante Einblicke in das “ganz normale Treiben” in Deutschlands Einzelhandel. Und bereits am Donnerstag, den 5. März, steht der nächste Auftritt an: Um 16.30 Uhr wird Peter Granzow im MDR zu sehen sein – ganze 30 Minuten in der Sendung „Gäste zum Kaffee“. Im Interview mit tredition berichtet Granzow davon, wie er bei der Pressearbeit für sein Buch vorgeht und wie es überhaupt zu seinem Buch kam. Außerdem gibt er anderen Autoren wertvolle Tipps für die eigenen Marketingaktivitäten an die Hand.

tredition: Lieber Herr Granzow, das Medieninteresse um Ihr im Dezember erschienenes Buch ist beeindruckend! Worauf führen Sie diesen schnellen Erfolg der Medienaufmerksamkeit zurück?

Peter Granzow: Um es mit einem Wort zu sagen: Klinkenputzen! Da niemand außer dem näheren Umfeld wissen kann, dass man ein Buch geschrieben hat, muss man aktiv Akquise betreiben, was nicht immer so einfach ist. Aber, wenn man von seinem eigenen Werk nicht überzeugt ist, kann man auch nicht erwarten, dass es andere sind. Also bleibt einem nur aktiv Zeitungen und TV-Sender zu kontaktieren. Klar, hier mögen erst mehr Ab- als Zusagen kommen. Aber wenn erst einmal ein Sender angebissen hat, wie bei mir die Lokalzeit aus Köln im WDR, hat man wunderbares Material, um die Sender erneut zu kontaktieren.

tredition: Wie ergab sich die Idee zu Ihrem Buch?

Peter Granzow: Ich denke jeder, der Konsument ist, hat sich irgendwann schon einmal über eine schlechte Dienstleistung, fehlerhafte Möbellieferungen oder dergleichen geärgert. Da ich als Moderator selber Dienstleister bin und um jeden Kunden kämpfen muss, ist für mich eine gute Beratung bzw. ein guter Umgang mit meinen Kunden enorm wichtig, denn sollte ich ihn unfreundlich behandeln oder eine schlechte Dienstleistung (Moderation) bieten, so wird er mich garantiert nicht noch einmal buchen.

tredition: Wem würden Sie besonders ans Herz legen, Ihr Buch schleunigst zu lesen?

Peter Granzow: Mein Glück ist sicherlich, dass das Thema meines Buches „Störfaktor Kunde“ eine große Zielgruppe anspricht und von daher für jeden zu empfehlen ist, der sich schon mal schlecht oder gar unverschämt beraten gefühlt, oder bei z.B. Möbellieferungen sein blaues Wunder erlebt hat. Ganz wichtig ist mir zu sagen, dass es kein Ratgeber ist, vielmehr werden humorvolle Geschichten aus Kundensicht erzählt. Es ist eine leichte Kost, die den Leser zum Schmunzeln bringen und evtl. motivieren soll, sich auch mal zu wehren – mir brachte das gelegentlich tolle Aufmerksamkeiten wie Hotelgutscheine oder auch Bargeld ein. Ich denke, jeder der die täglichen schlechten Nachrichten einmal vergessen möchte, wird beim Lesen meines Buches kurz Abschalten können.

tredition: Wie gehen Sie selbst heute vor, wenn Sie mit unzureichendem Kundenservice beim Einkauf konfrontiert werden?

Peter Granzow: Da mache ich inzwischen den Mund sofort auf und spreche das Thema an. Klar, der Dienstleister/Verkäufer wird das nicht als angenehm empfinden und es ist auch nicht Störfaktor Kunde von Peter Granzowimmer leicht eine negative Kritik zu äußern. Aber ich empfinde es auch nicht als angenehm, wenn ich mir von einer Verkäuferin z.B. beim Kauf von Bettwäsche sagen lassen muss, dass Männer sich da nicht so auskennen und man lieber noch mal mit der Frau kommen soll, dann gehe ich wie das HB-Männchen in die Luft!

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing entschieden?

Peter Granzow: Es ist sicherlich nicht so leicht einen der bekannten Verlage für sein eigenes Buch zu begeistern. Klar, es gibt ja auch Unmengen von Veröffentlichungen pro Jahr. Auf tredition bin ich durch mein Lektorat aufmerksam geworden und konnte die Einstiegskonditionen erst gar nicht glauben – ehrlich gesagt habe ich zu Beginn auch immer den Haken gesucht! Aber: Es gibt keinen!

tredition: Welche Resonanz bekamen Sie bisher auf Ihr Buch?

Peter Granzow: Laut der Rezensionen bei amazon ist es u.a. „lesenswert“, „sehr lustig“, „lustig und ironisch“ … eine der schönsten Headlines war: „Lesen-Schmunzeln-Selbermachen“! Klar, man wird mit einem Buch nicht alle Geschmäcker abdecken können und es werden bestimmt auch negative Kritiken kommen. Da nehme ich mir dann aber Charlotte Roche mit Ihrem Buch Feuchtgebiete als Beispiel: Von über 2.500 Rezensionen bei amazon waren fast 60% negativ – verkauft wurde es 2 Millionen Mal!

tredition: Sie selbst haben jahrelange Expertise als Moderator. Welche Tipps können Sie anderen Autoren für den Umgang mit den Medien geben?

Peter Granzow: Meist sind die Reporter einem ja gut gesonnen, aber je bekannter man wird, desto mehr versuchen sie ja aus einem herauszukitzeln. Also, auch wenn alles sehr freundlich und locker scheint, eine gewisse Vorsicht ist immer geboten. Wer es partout nicht mag, sollte nicht zu viel Privates verraten, das kann man auch ganz klar zum Ausdruck bringen. Fotos von Interviews kann man sich heutzutage auch gleich vor Ort zeigen lassen, sollte man sich schlecht getroffen fühlen, sofort sagen, denn: Was einmal im Internet ist, das bleibt da auch!

Peter Granzow wurde 1966 in Hameln geboren und erlernte zunächst das Konditorenhandwerk. Er wechselte dann eher durch Zufall ins Show- und Eventbusiness, wo er fortan als Moderator arbeitete. Er hat inzwischen über 150 Fernsehsendungen sowie nahezu 5.000 Liveshows moderiert und geht dieser Profession bis heute nach.

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil VI: Die Kurzbeschreibung

Wie gehen Sie vor, wenn ein Buch auf dem Präsentationstisch im Handel Ihr Interesse weckt? Richtig! Sie ergreifen es, um den Text auf der Umschlagrückseite zu lesen. Ebenso verhält es sich im Onlinehandel: Hier wird vom Leser zunächst einmal die Kurz- bzw. Langbeschreibung zu Rate gezogen. Was verbirgt sich hinter dem Buchtitel? Welche Story ist zu erwarten? Schon die ersten Zeilen der Beschreibung eines Buches können darüber entscheiden, ob der potenzielle Leser sich für oder gegen den Kauf entscheidet. Ein Stück weit spielen dabei freilich auch der individuelle Geschmack und die Themenvorlieben des Käufers eine Rolle. Doch sollten Kurztexte bzw. Beschreibungen auf dem Buchrücken gewissen Standards genügen, die den Lesergewohnheiten entsprechen und die Voraussetzung dafür bilden, den Inhalt des Buches schnell zu erfassen.

  • Achten Sie penibel darauf, dass der Text keinerlei Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsfehler enthält. Nichts wirkt abschreckender auf die Leser, die gerade erst im Begriff sind, sich für Ihr Buch zu interessieren.
  • Beantworten Sie im Text die wichtigsten Fragen rund um Ihr Buch:
    • Roman:
      • Übergeordnetes Thema
      • Protagonisten
      • Zeit, Zeitraum und Schauplätze
      • Andeutung der Handlungsentwicklung, um Interesse zu wecken und Spannung zu erzeugen
    • Sach- und Fachbuch:
      • Übergeordnetes Thema
      • Zentrale Themenaspekte
      • Zielgruppe
      • Zu erwartender Erkenntnisgewinn für den Leser

Bei der Art und Weise, wie die einzelnen Stichpunkte zu einem Text zusammengefügt werden, können unterschiedliche stilistische Mittel zum Einsatz kommen. So können bestimmte Sachverhalte oder Themenaspekte in Form von Fragen formuliert werden, die Interesse am Buch erzeugen oder unmittelbar in die Handlung hineinziehen. Die folgenden Umschlagtexte bzw. Auszüge daraus verdeutlichen unterschiedliche Facetten der Formulierung und des Textaufbaus.

Die Philosophen kommen von Marion Fugléwicz-BrenBeispiel 1: Die Philosophen kommen von Marion Fugléwicz-Bren:

„Philosophie ist gefragt. Festivals, Nächte der Philosophie in ganz Europa beweisen es. Wie denken zeitgenössische Philosophen? Welchen Praxisbezug, welche Möglichkeiten hat Philosophie heute, im Zeitalter digitaler Medien? Sind Werte Luxus? (…) Die immer aktuellen Sinnfragen sind es, ebenso wie die neuen Aspekte und Zugänge, die sich beharrlich und konsekutiv auftun (…) oder eben in diesem Buch, wo sie sukzessive eine gegenwärtliche Erörterung erfahren.“

Die ersten beiden Sätze implizieren: Philosophie ist ein Thema mit hohem Aktualitätswert. Die darauf folgenden Fragen lassen den Leser unmittelbar darüber nachdenken, was er zu diesen Aspekten weiß – schon ist das Interesse geweckt. Denn wer sich gänzlich nicht für Philosophie interessiert, hätte das Buch bereits aufgrund des Titels nicht näher betrachtet.

Jakobsweg im Smoking von Philipp WinterbergBeispiel 2: Jakobsweg im Smoking von Philipp Winterberg:
„Jakobsweg im Smoking? Tatsächlich: Ein dänischer Pilger hat seinen feinsten Anzug dabei, weil er glaubt, spanische Restaurants würden ihn sonst nicht hereinlassen. Andere Pilger bringen ihre Hängematte mit, (…) In kurzweiligen Episoden berichtet der Autor von den Wirrungen der Ausrüstungsbeschaffung und pilgert schließloch mit nur 3 kg im Rucksack nach Santiago de Compostela. Der Ausrüstungsratgeber ist ein Muss für jeden Pilger!“

Die Kurzbeschreibung greift direkt den Buchtitel auf, um den Leser unmittelbar „in medias res“ zu holen. Nach wenigen Sätzen ist der thematische Ansatz klar, wertvoll für den Leser ist zudem die Formulierung „kurzweilige Episoden“. Soll heißen: Dieses Buch ist zwar ein detaillierter Ausrüstungsratgeber, eine trockene Faktensammlung erwartet den Leser aber keineswegs. Der Abschluss „ein Muss für jeden Pilger!“ ist eine charmante Art der Kaufaufforderung.

Kairo von Matthias FabianBeispiel 3: Kairo – Alltag und Ausnahmezustand von Matthias Fabian

„Kairo 2013. Die ägyptische Revolution feiert ihren zweiten Jahrestag mit Tränengas und Straßenschlachten, eine Rebellion fegt den Präsidenten aus dem Amt und die Militärs übernehmen erneut die Macht im Land am Nil. Der Autor schildert ein Jahr Alltag und Ausnahmezustand, nimmt Sie mit auf die Straßen und Plätze von Kairo. (…) Ein Buch über das wahre Leben: mal hochbrisant politisch, mal typisch ägyptisch alltäglich.“

Je komplexer die Thematik, desto besser, die Eckdaten („Kairo 2013“) gleich am Anfang zu erwähnen. Die wertende Einordnung des Schreibstils am Ende der Beschreibung mutet wie ein Kommentar aus einer Rezension an und wirkt dadurch verkaufsfördernd.

Gefahr ohne Schatten von Anika LimbachBeispiel 4: Gefahr ohne Schatten von Anika Limbach

„Natürlich wusste Jan um die Brisanz der Informationen, nach denen er forschte, aber dass sie derart brisant waren, überraschte ihn. War er wirklich kurz davor, jemandem auf die Füße zu treten, und zwar so sehr, dass man das Risiko eines Mordes einging? (…) ‚Gefahr ohne Schatten‘ ist ein Roman über die Macht der Stromkonzerne, die Gefahren der Atomkraft, das gezielte Ausbremsen der Energiewende – und den Mut, sich zu wehren. Stoff, der aktueller ist denn je. Auch wenn das spannende Debüt der Autorin Anika Limbach fiktional ist, so beruht das Buch auf gut recherchierten Fakten und ist näher an der Realität, als es dem Leser lieb sein dürfte.

Ein Beispiel dafür, wie sich Zitate aus dem Buch mit einer knackigen Beschreibung des Themas verbinden lassen. Beides erzeugt Spannung und bringt auf den Punkt, was den Leser erwartet.

Aufschieberitis von Daniel HochBeispiel 5: Aufschieberitis von Daniel Hoch

„In diesem Buch erfahren Sie alles über Ursachen, Symptome sowie schwerwiegende Nebenwirkungen der Volkskrankheit „Aufschieberitis“. Lesen Sie, wie Sie mit der scheinbar harmlosen, aber auf weite Sicht lebensbedrohlichen Diagnose „Aufschieberitis“ umgehen. Nutzen Sie die zahlreichen Erfolgsrezepte, um die Krankheit zu besiegen und schützen Sie sich vor erneuter Ansteckung!“

Eine gelungener Appell an den inneren Schweinehund. Zudem wird hier das Spiel mit medizinischen Begrifflichkeiten vom Titel bis zum Rückentext konsequent durchgezogen – und das Beispiel zeigt die Wirkkraft persönlicher Anrede.

 

Abnehmen ohne Achterbahn von Beatrice SchmidtBeispiel 6: Abnehmen ohne Achterbahn von Beatrice Schmidt

„Dieses Werk ist ein Ratgeber zur Veränderung von Ess-und Lebensgewohnheiten und somit eine echte Unterstützung für eine nachhaltige Gewichtsreduktion voller Genuss. Das erste Kapitel umfasst eine sinnvolle und schrittweise Ernährungsumstellung, das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema der Gewichtsreduktion und im dritten Abschnitt des Buches wird erläutert, wie denn das erreichte Körpergewicht gehalten werden kann.“

Klare Fakten kurz zusammengefasst: Bei Ratgebern und Fachbüchern kommt es darauf an, bereits in der Kurzbeschreibung möglichst viele Informationen zu vermitteln, ohne den Leser zu überfrachten.

 

 

Buchpräsentation: Das berühmteste Pferd Norddeutschlands zu Gast in Flensburg

Nasar am Förde Park

Tolle Marketingaktion: tredition-Autorin Stephanie Arndt mit einem kleinen Fan von Nasar (Foto: Findus)

Ein Bad in der Menge kreischender Fans ist für Nasar längst Routine geworden – denn seine Anhängerschaft wächst stetig. Im Gegensatz zu manchem Popstar hat der Araberhengst Fans in allen Altersklassen vom Schulkind bis zum Rentner. Das zeigte sich einmal mehr am vergangenen Samstag, 7. Februar, als Nasar auf dem Außengelände des Einkaufszentrums Förde Park in Flensburg zu Gast war. Anderthalb Stunden lang hatten Jung und Alt Gelegenheit, Nasar zu bestaunen und seine außergewöhnliche Geschichte zu hören, die Halterin Stephanie Arndt in Ihrem bei tredition erschienenen Buch „Nasar – Abenteuer eines Hauspferds“ niederschrieb. „Zwischen 50 und 60 Leute standen immer wieder um Nasar herum“, berichtet Stephanie Arndt. Manch einer ist extra wegen dem Wallach von weiter her angereist.

Wie ein Pferd zum Medienstar avancierte

Kein Wunder: In den vergangenen Wochen war Nasar in der lokalen Presse und den überregionalen Medien quasi dauerpräsent. Der Grund: Seit Stephanie Arndt den Vierbeiner Ende 2013 aufgrund der schweren Stürme „Christian“ und „Xaver“ ins Haus holte, zieht er es vor, dort zu verweilen anstatt im Stall zu bleiben. So trabt er munter durch die Zimmer des Friesenhauses in Holt, schaut Fernsehen oder macht es sich am Kamin gemütlich.Nasar von Stephanie Arndt

Ein Selfie mit dem derzeit wohl berühmtesten Pferd Norddeutschlands ließ sich am Förde Park kaum jemand entgehen. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der dort ansässigen Buchhandlung Findus statt, in der auch das Buch über Nasar zu haben ist. „Die vielen von uns vorbereiteten Apfel- und Möhrenstückchen ließ er sich gerne schmecken“, sagt Kirsa Jensen, die das Event bei Findus mit organisierte. „Da die Veranstaltung draußen vor der Notausgangstür der Buchhandlung stattfand, mussten nicht alle Besucher in die Buchhandlung kommen. Aber einige sind von der Center-Mall aus durch den Laden gelaufen, um dorthin zu gelangen, insofern war auch im Laden eine höhere Frequenz zu bemerken“, so Jensen weiter. Mit Plakaten und Berichterstattungen in der Presse hatte Findus im Vorhinein ordentlich die Werbetrommel für die außergewöhnliche Signierstunde gerührt – ein positiver Effekt für die Wahrnehmung der Buchhandlung in der Öffentlichkeit. Auf 250 Quadratmetern werden bei Findus Bestseller, Taschenbücher und Non-Books präsentiert. Eine weitere Filiale befindet sich im Flensburger Citti Park. Findus gehört zur Bücher Rüffer & Westphalen GmbH & Co. KG, die als regionales, inhabergeführtes Buchhandelsunternehmen an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins insgesamt fünf Buchhandlungen betreibt.

 

Im Gespräch mit tredition-Autor Daniel Hoch

Buchpräsentation von Daniel Hoch

Daniel Hoch arbeitet als Autor, Berater und Speaker. Jährlch besuchen über 10.000 Teilnehmer seine Seminare und Vorträge über Erfolgsrezepte für Beruf und Privatleben.

„Es gibt keinen inneren Schweinehund, das ist Ihre persönliche Lüge, denn wen sehen Sie morgens im Spiegel?“, schreibt Daniel Hoch in seinem Ratgeber „Aufschieberitis“. Klar, ohne Umschweife und –im besten Sinne – schonungslos ehrlich veranschaulicht er in seinem 220-seitigen Werk eine „Volkskrankheit“, die wohl jeden in verschiedensten Lebenslagen erwischt: Ungeliebte Aufgaben werden aufgeschoben, sei es die Steuererklärung, ein Job-Projekt oder das abendliche Joggen. Daniel Hoch geht den Symptomen der „Aufschieberitis“ auf den Grund und gibt Lesern Erfolgsrezepte an die Hand, um die Krankheit zu besiegen. Im Interview mit tredition erläutert Daniel Hoch, wie das Buch entstand und welche Werbemaßnahmen er für sein Werk unternimmt. Zudem gibt er Autoren Tipps zur Umsetzung eines Buchprojektes an die Hand.

tredition: Lieber Herr Hoch, in Ihrem dieses Jahr erschienenen Buch Aufschieberitis geht es dem „inneren Schweinehund“ so richtig an den Kragen. Ist das Phänomen, Aufgaben aufzuschieben, wirklich eine Volkskrankheit?
Daniel Hoch: Auf jeden Fall! Jeder kennt das: Dinge, die man schon längst gern vom Tisch hätte, werden aufgeschoben. Steuererklärung? Mehr Sport? Später, wenn man mal Zeit hat … Unerledigtes nagt und erzeugt Schuldgefühle. Zum Jahreswechsel nehmen sich immer weniger Menschen etwas fürs neue Jahr vor und nur 8% erreichen ihre Wünsche wirklich.

tredition: Wie entstand die Idee zu dem Buch? Und wie würden Sie Ihre Zielgruppe definieren?
Daniel Hoch: Als Berater und Speaker bin ich viel unterwegs und coache Firmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dank meiner Seminare und Vorträge merke ich immer wieder: Gegen die „Aufschieberitis“ ist niemand immun. Ganz klar: Meine Zielgruppe liegt bei Frauen und Männern jeden Alters – das Problem ist das gleiche, nur die Ausprägung variiert. Und das Beste: Allen kann geholfen werden.

tredition: Welches Marketing unternehmen Sie für das Werk? Welche Maßnahmen haben Sie bisher als am effektivsten empfunden?
Daniel Hoch: Ich gehe auf Lese-Tour! Seit der Buchpremiere im September in Leipzig konnte ich das Buch in Kooperation mit dem BVMW und den Wirtschaftsjunioren auch in anderen Städten Deutschlands präsentieren. Selbst Mallorca und Hongkong sind auf Anfrage. Darüber hinaus ist es natürlich toll, den Teilnehmenden meiner Seminare direkt im Anschluss meine Tipps im Buchformat an die Hand zu geben.

tredition: Als Speaker und Berater widmen Sie sich unterschiedlichen Themen der Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung usw. Inwiefern kommt Ihnen dieser berufliche Hintergrund beim Bücherschreiben bzw. auch bei der Vermarktung zugute?Aufschieberitis von Daniel Hoch
Daniel Hoch: Einerseits half mir das natürlich bei der Recherche: Meine Erfahrungen als Berater und Coach zeigen mir, welche Problemstellungen immer wiederkehren und welche Lösungsansätze sich bewähren. Andererseits orientiert sich mein Buch auch an der Struktur meiner Vorträge: Eine klare Gliederung und leicht zugänglicher Inhalt waren meine Orientierungspunkte. Schließlich will ich Zuhörer und Leser wirklich erreichen!

tredition: Welche Tipps würden Sie anderen Autoren geben, die ein Buchprojekt vor sich haben? „Aufschieberitis“ ist beim Schreiben ja durchaus auch ein Knackpunkt…
Daniel Hoch: Nach der Recherche eine klare Gliederung entwerfen und sich Zeitvorgaben beim Schreiben setzen. Und dann einfach mit den Entwürfen beginnen – nichts ist schlimmer als ein leeres Blatt! Step by step. Reden Sie darüber und holen Sie sich Unterstützung gerade beim Lektorat.

tredition: Könnten Sie drei Gründe nennen, weshalb Leser zu Ihrem Buch greifen sollten?
Daniel Hoch:
1) Ich erkläre: „Aufschieberitis“ – wo liegt ihr Ursprung und wieso betrifft mich das?

2) Ich gebe den Lesern konkrete Erfolgsrezepte mit an die Hand.

3) Mein Buch animiert zu Veränderungen und ich rede Tacheles.

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing und tredition entschieden?
Daniel Hoch: Ich bin gern unabhängig und nehme Dinge selbst in die Hand. Self-Publishing ist eine unkomplizierte Möglichkeit, seine eigene Botschaft professionell zu veröffentlichen.

tredition: Haben Sie bereits ein weiteres Buchprojekt in der Pipeline?
Daniel Hoch: Ideen habe ich viele! Mich interessieren Themen rund um die Wirtschaft des Mittelstands. Als Leiter der Servicestelle für die Region Leipzig bin ich ebenfalls für die Oskar-Patzelt-Stiftung aktiv, die jährlich den „Großen Preis des Mittelstandes“ ausruft. Vielleicht geht mein nächster Ratgeber in diese Richtung. Am meisten interessieren mich die Denk- und Handlungsfehler von Menschen, auch dieses Thema verfolge ich für die nächsten Jahre.

Blogs im Porträt: Wortakzente – hier ist der Name Programm

Wortakzente_ScreenshotWer die Buchblogs von Daniela Dreuth aufruft, dem wird schnell bewusst: Hier ist eine Dame am Werk, die gern mit Sprache umgeht und sich für das Schreiben begeistert: Die Namen ihrer beiden Blogs „Wortakzente“ und „Kinderohren“ sind fein gewählt und bleiben im Gedächtnis. Büchern und Geschichten widmet sich Daniela Dreuth nicht nur als Bloggerin, sondern auch beruflich als freie Lektorin. Im Interview mit tredition berichtet Daniela Dreuth, welche Genres sie als Bloggerin bevorzugt.

tredition: Wann haben Sie Ihren Blog gestartet?
Daniela Dreuth: Der erste Artikel in meinem Blog „Wortakzente“ erschien im November 2009.

tredition: Wie würden Sie in Kürze das Konzept Ihres Blogs beschreiben?
Daniela Dreuth: Hauptsächlich rezensiere ich Romane und Sachbücher, aber zwischendurch berichte ich über alles Mögliche, was mir gerade wichtig ist, beispielsweise eine Besichtigung einer neuen Jugendjustizvollzugsanstalt. Ab und zu nehme ich auch gerne an einer Blogtour teil.

tredition: Können sich Autoren an Sie wenden, wenn Sie sich eine Rezension bei Ihnen wünschen?
Daniela Dreuth: Ja, das können sie gerne machen. Sie sollten nur nicht zu enttäuscht sein, wenn ich eine Absage erteile. Manchmal passt es thematisch nicht oder es springt beim Lesen der Inhaltsangabe einfach kein Funken über. Meist liegt es aber daran, dass ich schlicht zu viele Anfragen bekomme – ich muss die vielen Bücher ja auch irgendwann lesen. Außerdem habe ich noch ein zweites Buchblog, Kinderohren, in dem ich Kinderbücher bespreche.

tredition: Sind Sie auf spezielle Genres beschränkt oder rezensieren Sie bunt durch die Genre-Landschaft?
Daniela Dreuth: Ich lese zeitgenössische Literatur, Fantasy, auch mal einen historischen Roman oder Krimi. Außerdem Sachbücher, aber da interessiert mich natürlich auch nicht jedes Thema. Ich mag vor allem Biografien und Bücher über Sprache(n).

tredition: Was fasziniert Sie am Schreiben und an der Literatur besonders?
Daniela Dreuth: Am Lesen liebe ich die Möglichkeit, alles um mich herum zu vergessen und in fremde Zeiten und Welten abzutauchen. Das Schreiben macht mir einfach Spaß, außerdem finde ich es schön, wenn durch mich Bücher, die mir gefallen haben, weitere Leser finden.

Übrigens: Auf ihrer Webseite gibt Daniela Dreuth wertvolle Schreibtipps. Lesenswert für alle Autoren!

Blogs im Porträt: Anima Libri – Auftritt mit Eleganz

Anima Libri

Anima Libri (= die Seele des Buches) empfängt die Blog-Besucher mit einer übersichtlichen Seitenstruktur und kreativer Darstellung der Rezensionen

Klare Struktur, gute Übersicht und ein ansprechendes Layout sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass Besucher eines Blogs Lust zum Verweilen haben. Der Buchblog „Anima Libri“ ist buchstäblich mit Herz und Seele angelegt. Kleine Symbole über jedem Buchtitel verdeutlichen das entsprechende Genre, kurze Teaser, die die Buchrezension zusammenfassen, schaffen einen schnellen Überblick und erhöhen den Anreiz, die komplette Rezension zu lesen. Interaktiv wird  der Blog zudem durch Autoreninterviews, die mit Gewinnspielen verknüpft werden. Hannah Rautenberg – die „gute Seele“ hinter Anima Libri – führt im Gespräch mit tredition das Konzept ihres Blogs näher aus.

tredition: Wann haben Sie Ihren Blog gegründet?
Hannah Rautenberg:
Meinen Blog, Anima Libri – Buchseele, gibt es unter diesem Namen seit Ende 2010, wenn auch im Laufe der Zeit auf verschiedenen Plattformen und verschiedenen Domains. Mit dem Bloggen an sich habe ich allerdings schon einige Jahre vorher, irgendwann mit etwa 14 Jahren, damals allerdings nur sporadisch und auf wechselnden Blogs, von denen heute leider nichts mehr übrig ist.

tredition: Könnten Sie das Konzept Ihres Blogs erläutern?
Hannah Rautenberg:
In den vergangenen vier Jahren haben sich die Inhalte auf meinem Blog hauptsächlich auf Buchbesprechungen und Autoreninterviews konzentriert, für das ganze persönliche „Drumherum-Geblogge“ hatte ich irgendwie noch nie ein Händchen. So gibt es auf Anima Libri nahezu täglich Rezensionen von mir oder meinen Rezensenten, wobei ich hauptsächlich Fantasy lese und rezensiere, darunter auch vieles, was so als Young Adult oder All Age eingestuft wird, allerdings mit zunehmenden „Ausflügen“ in andere Genres. Meine Rezensenten/Co-Blogger hingegen sind allesamt eingefleischte Krimifans, sodass insgesamt eine doch recht bunte Mischung zusammen kommt.

Hannah Rautenberg - Filia Libri (c) privat

Hannah Rautenberg (© privat)

tredition: Können Autoren Ihnen Rezensionsexemplare anbieten?
Hannah Rautenberg: Ich freue mich immer, wenn mich Autoren über mein Blog finden und anschreiben (entweder über das Kontaktformular oder die E-Mail-Adresse im Impressum), um mich auf ihre Werke aufmerksam zu machen. Ich muss zwar zugeben, dass ich den Veröffentlichungen von Independent-Autoren zuweilen kritisch gegenüberstehe, weil ich damit vor Jahren, als e-Books und Selfpublishing zum ersten Mal so richtig im deutschsprachigen Raum aufkamen, einige nicht ganz so positiven Erfahrungen gemacht habe. Mittlerweile habe ich gelernt, dass Independent bei weitem nicht gleich zu setzen ist mit minderwertiger Qualität. und Rechtschreib- und Grammatikfehler findet man auch in den Veröffentlichungen großer Verlage oftmals zur Genüge. Daher finde ich es immer sehr spannend, wenn mich Independent-Autoren anschreiben und freue mich, wenn ich ihnen mit meinem Blog eine Plattform bieten kann, über die sie hoffentlich den einen oder anderen interessierten Leser für ihr Werk finden können.

tredition: Was fasziniert Sie an Büchern und an der Literatur besonders?
Hannah Rautenberg:
Generell finde ich es immer wieder faszinierend, was für unglaubliche Geschichten Autoren – egal ob nun Independent oder Verlagsautoren – erschaffen. Es ist gerade diese Vielfältigkeit, die mich so am Lesen und an der Literatur begeistert: Die Möglichkeit in die unterschiedlichsten Welten abzutauchen und die vielfältigsten Abenteuer an der Seite abwechslungsreicher Charaktere zu erleben. Daher habe ich mich nach einigem Hin und Her auch dazu entschieden, mein Hobby man zum Beruf zu machen und ein Studium gewählt, in dem Literatur keine kleine Rolle spielt – und natürlich ist das auch der Grund, weshalb ich blogge.

Starker Auftritt von „Madame Coquette und Monsieur Galant“ bei Thalia in Krefeld

Birgitt-Schweren-Wolters

Birgitt Schweren-Wolters, stellvertretende Geschäfstführerin von Thalia in Krefeld

Ob Brimborium, Torte, Nippes oder Tschüss – zahlreiche Worte unseres alltäglichen Sprachegebrauchs haben ihren Ursprung in der französischen Sprache. tredition-Autor Pierre Sommet widmet sich solchen Begrifflichkeiten in seinem jüngst erschienenen Werk „Madame Coquette und Monsieur Galant„. In Krefeld, wo der Autor bereits seit langem heimisch ist, erregt das Buch große Aufmerksamkeit. In der dortigen Thalia-Filiale wird das Werk frontal im Geschäft präsentiert und auch werblich unterstützt. Wir sprachen mit Birgitt Schweren-Wolters, stellvertretende Geschäfstführerin von Thalia in Krefeld, über die tolle Auslage des Titels und die Bedeutung von Independent-Autoren für den Buchhandel.

tredition: „Madame Coquette und Monsieur Galant“ wird bei Thalia aufmerksamkeitsstark präsentiert. Was bewog Sie zu der prominenten Auslage des Titels?
Birgitt Schweren-Wolters: Pierre Sommet hat bereits vor zwei Jahren ein erstes Buch zu diesem Thema herausgegeben, das sehr erfolgreich verkauft wurde. Da er durch seine Arbeit bei der Volkshochschule Krefeld vielen Menschen Französischunterricht gegeben hat, ist er eine stadtbekannte Person, bekannt auch durch seine humorige, charmante Art. Er hat mit uns verschiedene Verkaufsevents bestritten, die sehr viel Spaß machten, auch dem Publikum, und kommerziell sehr erfolgreich waren.

tredition: Welche Bedeutung haben Regionalia generell bei Thalia in Krefeld?
Birgitt Schweren-Wolters: Regioanaltitel haben vor Weihnachten eine sehr große Bedeutung. Viele werden als Geschenke, auch in letzter Minute, gekauft. Hier interessieren sich auf einmal Menschen für Bücher, die sonst kaum lesen. Jeder möchte aber wissen, was in seiner Stadt passiert. Wir organisieren an den vier Samstagen vor Weihnachten Signierstunden mit allen Autoren für aktuelle Regionalliteratur, die gerade erschienen ist, mitten in der Buchhandlung. Hierbei helfen auch die Zeitungsartikel, die die Leser erreichen und neugierig machen auf das neue Buch!

Blickfang im Regal

tredition: Sie werben zusätzlich mit Plakaten für das Buch. Wie ist die Resonanz der Kunden darauf?
Birgitt Schweren-Wolters: Wir hängen die Plakate in alle Eingangstüren und haben so einen Blickfang, auch wenn am Wochenende das Geschäft geschlossen ist und die Menschen auf der Straße flanieren. Auch unsere Schaufenster werden mit Plakaten und Büchern dekoriert.

Madame Coquette und Monsieur Galant

Starker Auftritt: Das Buch von Pierre Sommet hat einen prominenten Platz bei Thalia in Krefeld

tredition: Wie zufrieden sind Sie bisher mit dem Verkauf?
Birgitt Schweren-Wolters: Nach den ersten Zeitungsartikeln – Herr Sommet selbst ist auch sehr gut vernetzt –, ist die Resonanz bereits gut.

tredition: Werden Sie mit Herrn Sommet eine Buchpräsentation durchführen?
Birgitt Schweren-Wolters: Wir haben eine erste kleine Präsentation am 5. Dezember bei unserem Nikolaus-Shopping zwischen 19-22 Uhr geplant und 2-3 Auftritte jeweils samstags von 12-14 Uhr im Laden zur Signierstunde.

tredition: Welchen Stellenwert haben bei Thalia in Krefeld aufstrebende Autoren, die nicht unter bekannter Verlagsmarke veröffentlichen? Teilen Sie die Einschätzung, dass solche Autoren dem Buchhandel heute neue Umsatzchancen jenseits des Mainstreams bieten?
Birgitt Schweren-Wolters: Es müssen wirklich interessante, ausgefallene Themen sein und solche, die für die Stadt eine Rolle spielen. Die Autoren sollten entweder gute Kontakte zur Presse haben oder aus einer Gruppe oder einem Vereinsleben heraus kommen, um gleich einen kleinen „Fanclub“ mitzubringen. Ansonsten lohnen sich keine Abendveranstaltungen oder Präsentationen, wo mindestens 3-4 Personen ihren Einsatz haben müssten. Wenn die Bücher nur irgendwo im Laden ausliegen, ist die Chance auf einen Verkauf gleich Null. Ein Buch muss eine ISBN haben, einen fairen Preis, eine Rechnungstellung, die unser Stammdatensystem versteht und darf nicht bereits in der Zeitung stehen, wenn das Buch noch nicht im Laden ist. Im Falle von Herrn Sommet haben wir den Vorgängertitel sehr erfolgreich verkauft; der Autor ist ein absoluter Garant für einen weiteren Erfolg, an dem er tatkräftig und aktiv mitarbeitet.

Mehr Informationen zum Buch gibt es hier.

Autorenwissen: Ein Blick auf die deutsche Presselandschaft

„Es gibt nur eins, das schlimmer ist, als wenn Leute über einen reden, und das ist, wenn sie nicht über einen reden“, lautet ein bekanntes Zitat des irischen Schriftstellers Oscar Wilde. Das lässt sich auch auf den Bereich des Self-Publishing übertragen: Je mehr ein Autor im Gespräch ist, desto größer die Chancen, dass sein Werk wahrgenommen und gekauft wird. Dazu tragen Rezensionen in der Presse einiges bei. Aber welche Zeitungen und Zeitschriften sollten überhaupt kontaktiert werden? Wie erreicht ein Autor seine Zielgruppe am besten?

Special-Interest-Magazine

Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Der wachsenden Anzahl an Online-Nachrichtenportalen zum Trotz ist die Vielfalt an Pressetiteln in Deutschland so groß wie nie. Ganze 382 Zeitungen und 1.971 Zeitschriften sind bei der IVW – der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern – gemeldet. Alle drei Monate gibt die IVW aktuelle Daten zu den Verkaufsauflagen dieser Titel heraus. Dass die Mehrheit der Zeitungen und Publikumsmagazine mit sinkenden Auflagen zu kämpfen hat, ist kein Geheimnis.

Tatsache ist aber auch: Der Markt hat sich in den vergangenen Jahren stark diversifiziert, die Zahl der Magazine im sogenannten Special-Interest-Bereich steigt – es werden also immer spezielle Themengebiete und Zielgruppen bedient – während klassische Tageszeitungen, Nachrichtenmagazine, Programm- und Frauenzeitschriften stark an Kioskkäufern und Abonnenten einbüßen. Special-Interest-Titel profitieren zumeist auch von einer vergleichsweise hohen Preisbereitschaft ihrer Zielgruppe. Zu beobachten ist auch: Immer mehr neu gegründete Zeitschriften spiegeln Freizeit- und gesellschaftliche Trends wider, die sich zunächst im Internet herauskristallisieren und von den Verlagen aufgegriffen werden.

Drei Beispiele für erfolgreiche Magazinkonzepte

Brand Eins: Originelle Cover, hochwertige Aufmachung und spannende, tiefergehende Reportagen statt nur Börsenanalysen oder Steuertipps zeichnen das 1999 gegründete Wirtschaftsmagazin aus.

Landlust: Der Zeitschriften-Shootingstar der letzten Jahre. Das Magazin rund um Landleben und Country-Style verkauft sich im Schnitt über eine Million Mal und stellt damit sogar den Spiegel in den Schatten, dessen verkaufte Auflage bei unter 900.000 Exemplaren liegt. Naturbewusste Großstädter ebenso wie ländlich geprägte Gartenliebhaber fahren gleichermaßen auf das Magazin aus dem Landwirtschaftsverlag in Münster ab.

Flow: das selbsternannte Magazin für „Paperlovers“ erschien 2013 erstmalig und entwickelt sich – zumindest bisher – äußerst erfolgreich. Flow ist auf die Trendwelle des „Do-it-Yourself“ aufgesprungen, die sich auch in dem Erfolg von Onlineportalen wie Dawanda widerspiegelt. Das ursprünglich aus den Niederlanden stammende Magazin widmet sich zwar klassischen Themen von Frauenmagazinen (Familie, Beziehung, Freunde, Bewusstes Leben etc.), punktet aber mit aufwändiger Gestaltung, Papier-Extras zum Herausnehmen und reichlich Illustrationen.

Special-Interest-Magazine für Rezensionen anzuschreiben ist oftmals erfolgsversprechender als klassische „Massentitel“ wie wöchentliche Frauenmagazine oder überregionale Tageszeitungen, die mit Anfragen förmlich überschwemmt werden. Hier ein paar Beispiele für Zeitschriften zu ausgewählten Themengebieten:

Sach- und Fachwissen:
Spektrum der Wissenschaft
Welt der Wunder
Zeit Geschichte
Zeit Wissen
P.M. Magazin
Hörzu Wissen
Geo
Geo Epoche

Psychologie und Philosophie
Psychologie Heute
Emotion
Hohe Luft

Musik:
Musikexpress
Metal Hammer
Rolling Stone

Reise:
ADAC Reisemagazin
Dumont Reisemagazin
Geo Saison
Geo Special

Sport:
11 Freunde
Alpin
Bergsteiger
Bike
Cavallo
Fisch und Fang
Golf Magazin
klettern
Outdoor
segeln
Tauchen

Wohnen und Garten:
LandIDEE
Landlust
Liebes Land
Wohnen & Garten

Bei der Frage, welche Zeitschriften Sie für eine Rezension anschreiben könnten, hilft auch ein Besuch im Bahnhofs- oder Flughafenbuchhandel. Nirgendwo sonst ist die Sortimentsvielfalt an Zeitungen und Zeitschriften so groß wie in den Presse- und Buchshops an Verkehrsknotenpunkten – etwa Press & Books, Schmitt & Hahn oder Ludwig Presse + Buch. Streifen Sie einmal an den Regalen entlang und stöbern Sie in den Magazinen, um festzustellen, welche Titel Interesse an einer Vorstellung Ihres Buches haben könnten. Im Impressum der Magazine finden Sie zumeist auch Namen und Kontaktdaten der Redakteure für den entsprechenden Themenbereich.

Insgesamt lesen laut dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) mehr als 34,7 Millionen Deutsche mehrmals wöchentlich Zeitschriften oder Illustrierte – Grund genug, auf Rezensionen in der Presse zu setzen!

Das eigene Buch in der Huffington Post vorstellen

Huffington PostWelche Werbestrategie für das eigene Buch ist effektiv und wie viel Zeit muss dafür investiert werden? Vor dieser Frage steht ein jeder Self-Publishing-Autor. Heute möchten wir eine Marketing-Möglichkeit vorstellen, die für jeden Autor einfach umsetzbar ist und dazu beitragen kann, das eigene Werk über die Kanäle des World Wide Web bekannter zu machen.

Die Onlinezeitung Huffington Post, deren Themenpalette von Politik über Wirtschaft und Gesellschaft bis hin zu Wissenschaft, Reisen und Gesundheit reicht, basiert auf einem offenen Redaktionssystem: Ein jeder hat die Möglichkeit, kostenlos Beiträge für die Onlineplattform zu verfassen – das gilt auch für Buchautoren, die somit die Chance haben, Ihr Buch in Auszügen vorzustellen oder einen Artikel zu verfassen, der Interesse für das Buch erweckt. Im Gegensatz zu Rezensionen liegt es also hier ganz in Ihrer Hand, wie Sie sich und Ihr Werk präsentieren.

So funktioniert es

  • Sie schicken eine E-Mail an Blog@huffingtonpost.de mit der Bitte um Einrichtung eines Autorenprofils. Als Anhang senden Sie bitte ein Profilbild und eine Kurzbiografie mit.
  • Fortan können Sie über ihr Autorenprofil Beiträge hochladen. Welche Texte dies sind und wie oft Sie neue Artikel publizieren, entscheiden Sie selbst. Die Texte können auch schon vorher woanders erschienen sein bzw. können Sie diese auch im Anschluss an anderer Stelle publizieren.
  • Einfachster Einstieg ist das Hochladen einer Leseprobe aus Ihrem Buch. Dabei sollten Sie das Cover abbilden und einen Link zur Detailseite Ihres Buches im tredition-Shop einfügen, so dass der interessierte Leser direkt die Möglichkeit hat, das Buch zu erwerben.
  • Das Redaktionsteam der Huffington Post liest alle Beiträge vor der Veröffentlichung und korrigiert gegebenenfalls Formatierung und Rechtschreibung und beantwortet Fragen zur Veröffentlichung.
  • Ihr persönliches Autorenkonto samt Beiträgen können Leser dann über die Rubrik „Blogs“ abrufen und darüber hinaus in dem jeweils passenden Ressort finden (Lifestyle, Tech, Mobilität, Familie etc.). In diesen Ressorts laufen die Gastbeiträge chronologisch ein, d.h. zuerst ganz oben mit Aufmacherbild und anschließend auf der linken Seite unter „Empfohlene Blog-Beiträge“).
  • Beiträge, die die Redaktion als besonders gut erachtet, werden auf die Frontpage gezogen. Dort laufen die Blogs auch auf der linken Seite ein; die Reihenfolge wird dabei allerdings von der Redaktion bestimmt.
  • Ausgewählte Beiträge verbreitet die Redaktion auch über die sozialen Netzwerke der Huffington Post.
  • Einzige No Go’s: verfassungswidrige, anstößige Beiträge und reine Werbetexte

    Murat Ham

    tredition-Autor Murat Ham

Wichtig ist: Wählen Sie eine Leseprobe, die – im Falle eines belletristischen Werkes – mit einem guten Cliffhanger abschließt – und im Falle eines Sachbuches – Ihre Kernthesen gut zum Ausdruck bringt.

So machen es andere:

  • tredition-Autor Murat Ham ist bei der Huffington Post mit einem Beitrag vertreten, der auf seinem Roman „Berliner Liebesfluchten“ basiert.
  • Wie die Beispiele von Jürgen Roth („Der stille Putsch“, Heyne Verlag) und Elisabeth Zacharia („Warum Kühe lachen und Hühner nicht weinen“…, Goldegg-Verlag) zeigen, sind Autoren bekannter Verlagsmarken ebenso vertreten wie solche aus kleineren Verlagshäusern.

Die Huffington Post

„The Huffington Post“ ist eine ursprünglich US-amerikanische Onlinezeitung, die 2005 gelauncht wurde. 2012 wurde sie mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Die deutsche Ausgabe der Huffington Post ist seit Oktober 2013 online, Hauptsitz ist München.