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tredition-Autor Eike Rappmund: „Investiert in Eure Fanbase“

Mehrfach schon war Eike Rappmund mit seinem „Handbuch Manipulation“ auf den e-Book-Bestsellerlisten von Amazon vertreten. Die gedruckten Ausgaben seines Buches stößt auf nicht minder große Nachfrage. Wer das Denken lieber anderen überlässt, dem wird Rappmunds Buch allerdings nicht gefallen. Denn auf spannende und humorvolle Art legt der Autor dar, dass wir Menschen allesamt gar nicht anders können, als jeden Tag zu manipulieren und manipuliert zu werden. Fachdisziplinen wie die Hirnforschung, Sozialpsychologie und Rhetorik stellen dies unter Beweis. Über ganz alltägliche „Manipulationen“ sprach Eike Rappmund mit uns im Interview. Ihnen, liebe Autorinnen und Autoren, gibt Eike Rappmund, wertvolle Tipps für das eigene Marketing mit auf den Weg. Stichwort: Fangemeinde hegen und pflegen! Frohe Lektüre!

tredition: Lieber Eike, das Cover Deines Buches lässt fast einen schaurigen Thriller vermuten. Ist Dein Buch nichts für Leser mit schwachen Nerven?
Eike Rappmund: Doch gerade für die. „Nerv“ kommt ja aus dem griechisch und bedeutet übersetzt: Faden. Und manchmal hängt in einem Leben ja eine ganze Menge an nur einem dünnen Faden. Wenn man also vorhaben sollte, diesen Faden wieder zu einem starken Seil zu knüpfen, dann ist mein Buch genau richtig dafür. tredition: Kannst Du kurz erläutern, was der Leser nach der Lektüre des „Handbuch Manipulation“ so „drauf hat“?
Eike Rappmund: Manipulation ist auch ein griechisches Wort und heißt sinngemäß übersetzt so viel wie: „Etwas in der Hand haben“, oder wenn man sich ans Latein anlehnen will, dann eben: „Eine Hand voll haben“. Und genau das haben meine Leser nach dem Buch. Sie haben Ihr Geschick, sich durch ihr Leben zu manövrieren, es viel tiefer als zuvor zu verstehen und es selbst zielstrebig zu führen, wieder voll in der Hand. Für was sie das dann auch immer nutzen. Aber die Wahl hat ja immerhin jeder.

Handbuch Manipulation von Eike Rappmund

Bei tredition als Paperback, Hardcover und e-Book erschienen

tredition: Was wären Beispiele für verbale und nonverbale Manipulation, die einem Laien gar nicht so bewusst ist?
Eike Rappmund: Ein Beispiel. Ok. Ich hab begleitend zum Handbuch Manipulation einmal ein kleines e-Book geschrieben in dem ich ausschließlich auf die Wirkung eines Handschlags eingegangen bin. Der klassische, alltägliche Handschlag über den nie jemand nachdenkt. Man glaubt es nicht, wie viel Wirkung der entfaltet und entfalten kann, wenn man bewusst mit ihm umzugehen weiß. Wahrnehmen und die Wirkprinzipien verstehen, wie sie tief in unserer Hirnmechanik rattern, sind Grundvoraussetzungen, nicht nur für ein selbstbestimmtes Leben. Versteht man aber die Zusammenhänge, dann wird das Leben zum Abenteuer und man fühlt sich wieder selbstwirksam und in seinem Leben zuhause.

Wie man seine Wirkung verbal wieder bewusst in die Hand nehmen kann, könnte zum Beispiel auch sein, einmal wahrzunehmen, wie man denn etwas sagt. Alleine die Tonalität, also die Lautstärke, Sprechgeschwindigkeit, Deutlichkeit, oder die Energie, mit der man etwas sagt, kann eine extreme Wirkung entfalten.

 „Ich erkenne nach ein paar Minuten Gespräch, wer sein Geschick in der Hand hat.“

tredition: Du bist Experte für Gesprächsführung und Kommunikationsfachmann: Angenommen Du sprichst einige Minuten mit drei Personen. Kannst Du danach beurteilen, welche dieser Personen gut oder weniger gut Manipulationstechniken beherrscht – und wie schnell kannst Du andererseits andere Personen „manipulieren“?
Eike Rappmund:
„Andere Personen manipulieren“ funktioniert in meiner Welt nicht. Ich kann mein Geschick nur selbst in die Hand nehmen. Dafür braucht es ein wenig Bewusstheit, Verständnis, Wille und einen kleinen Schuss Mut. Wenn ich allerdings um die Wirkprinzipien und die Funktionsrituale unseres Gehirns ein wenig Bescheid weiß, dann kann ich diese natürlich nutzen, um meine Ziele zu erreichen, oder meine Bedürfnisse zu befriedigen. Jeder Flirt basiert auf dieser Grundlage. Keiner würde dabei auf die Idee kommen, den Anderen mit einem vorwurfsvollen Blick abzustrafen, nur weil er mit einem Strauß Blumen in der Hand vor einem steht. Das Wort „Manipulation“ ist wie wohl kaum ein anderes Wort: „psychoenergetisch“. Es wirkt halt. Und zeigt uns meist unbarmherzig, wo wir keine Verantwortung für unser Leben übernehmen.

Zurück zur Frage: Ja. Das könnte ich wohl. Ich erkenne nach ein paar Minuten Gespräch schnell, wer da mehr oder weniger bewusst sein Geschick in der Hand hat, und wer sich eher treiben lässt. Wie gut es mir gelingt, mein Geschick zu führen bzw. andere dafür mit ins Boot zu bekommen, hängt von vielen Faktoren ab. Meistens bin ich aber zufrieden mit mir.

tredition: Dein Buch richtet sich an „professionelle Manipulateure und schockierte Manipulierte“ – müssen wir uns allesamt Sorgen machen, immerzu manipuliert zu werden – oder kann das auch positiv sein?
Eike Rappmund: Ich würde sagen: „die Sorge ist positiv!“ Zu glauben, wir würden auch nur einen Tag erleben ohne irgendeiner Manipulation zu begegnen ist ein Irrglaube. Menschen manipulieren und werden manipuliert. Die Frage ist eher: mit wie viel Bewusstheit führen wir unser Leben? Wenn die Sorge es vermag, uns an dieser oder jener Stelle wachzurütteln, ist das eine tolle Sorge. Wenn man der aktuellen Skepsis folgt, die sich da zum Beispiel gegen die gängigen Berichterstattungen in Presse und TV formiert, ist das aus meiner Perspektive, eine wirklich positive Wirkung dieser Sorge.

Erfolgsstrategie: „Testleser“ auf Facebook

tredition: Weshalb hast Du Dich für Self-Publishing und tredition entschieden?
Eike Rappmund: Wie Du ja sicher nun siehst, bin ich ein Mensch, der es gerne selbst in die Hand nimmt und sein Geschick auch gerne selbst verantwortet. Ich mag es, ein Projekt von der Vision bis über die Umsetzung hinaus zu gestalten, zu formen, zu begleiten, anzutreiben und auch manchmal daran zu verzweifeln. Das bringt Erfahrung und Lebensqualität. Es macht einfach Spaß. Vieles von diesem Prozess hätte ich delegieren müssen, an einen Verlag, wenn ich nicht als „Indie“ hätte schreiben wollen. Und das ist für mich nicht denkbar. Auch wenn ich manchmal in Richtung den großen Verlagen und meinen Kollegen da schiele, es treibt mich an, durchzuhalten und besser zu werden.

tredition war damals für mich die erste Wahl. Vor allem hat mich Eure sympathische und persönliche Betreuung angesprochen. Ich mag es, als Mensch wahrgenommen und nicht als Nummer verwaltet zu werden. Und ich bin von Eurer Arbeit überzeugt. Ihr macht vieles wohl sehr richtig, sonst hätte mein Buch auch wohl nicht den Erfolg erreichen können. Immerhin war ich bereits ein paar Mal eBook-Bestseller bei Amazon in ein paar Sparten.

tredition: Was hast Du beim Schreiben und der Buchveröffentlichung als größte Herausforderung empfunden?
Eike Rappmund: Meine fehlende Erfahrung mit dem mir doch recht neuen Markt um ein daraufhin gut abgestelltes Marketingkonzept zu gestalten. Ich habe verdammt viel Lehrgeld auf dem Weg bisher gelassen. Aber es war bisher jeden Cent wert. Ich habe mittlerweile vieles an Strategien ausprobiert. Einiges lief erfolgreich, anderes ging den Bach runter. Aber wenn ich jetzt zurück schaue, kann ich doch auf einer recht soliden, konzeptionellen Basis meine weiteren Projekte gestalten. Dennoch: Es vergeht kein Tag an dem ich nicht dazu lerne. Als letztes Experiment habe ich meine Fanbase in Facebook dazu eingeladen, aktiv als „Testleser“ den Inhalt meines Buches mitzugestalten. Das ist eine überragende Erfahrung. Unglaublich wie viele sich da spontan, kreativ und konstruktiv

bereitwillig einbringen. Ich bin immer noch begeistert. Das haben andere „Foren“ nicht ansatzweise bewegen können. Ich hab die besten Leser! An dieser Stelle einmal: Ein ganz herzliches Danke an all, die meine Bücher und e-Books lesen.

tredition: Worauf kommt es beim Marketing für das eigene Buch an? Welche Tipps kannst Du anderen Autoren diesbezüglich geben?
Eike Rappmund: Als erstes: einen guten Lektor. Als zweites: Einen guten Lektor. Als drittes: Euch. Als viertes: jemanden wie Matthias Matting (selfpublishingbibel.de) und natürlich auch jemanden wie mich (lacht), der sich mit den digitalen Medien auskennt. Als Indie wird man ja vor allem mit dem Marketing in der digitalen Welt zu tun haben. Wenn man das Budget hat, auch mit einer guten PR-Agentur. Aber jemanden zu kennen, der einen heil und ohne große finanzielle Verluste die ersten Schritte auf Spur bringen kann, ist das schon Gold wert. Ein konkreter Tipp noch zum Schluss: Investiert in Eure Fanbase! Das ist zumindest mein Dreh und Angelpunkt. Und der macht nicht nur Spaß, sondern lohnt sich auch. In ganz vielerlei Hinsicht.

Mehr zu Eike Rappmund lesen Sie auf Amazon und Facebook.

Blogs im Porträt: Bei „books & senses“ wird Lesegenuss rezensiert

Ein literarischer Leckerbissen sollte Ihr Buch schon sein, liebe Self-Publishing-Autorinnen und Autoren, wenn Sie sich eine Rezension auf dem Blog „books & senses“ wünschen. Denn Lisa, die den Blog seit 2011 betreibt, möchte Bücher nicht nur genießen, sondern bewertet diese origineller Weise mit kleinen Pfannkuchen als Symbolen. Was Autoren und Leseratten auf „books & senses“ erwartet und weshalb Self-Publishing für Blogger immer wichtiger wird, lesen Sie im folgenden Interview mit „books & senses“-Gründerin Lisa.

tredition: Liebe Lisa, der stimmungsvolle Name Deines Blogs – „books & senses“ – lässt vermuten, dass Bücherlesen ein echter Hochgenuss für Dich ist. Wie muss ein Buch sein, damit es Dich so richtig „vom Hocker reißt“?
Lisa: In der Tat ist Lesen ein besonderes Schmankerl für mich, das ich gerne genießen will. Ganz wichtig ist dabei der Protagonist, bzw. die Protagonistin. Hier muss die Chemie stimmen. Nicht unbedingt von Anfang an, da sich einige Charaktere ja auch noch entwickeln, aber ich muss ab einem gewissen Punkt mit ihnen fiebern können und merken, dass sie mir ans Herz gewachsen sind. Ich bin auch ein großer Fan von Abwechslung in Büchern, das heißt, es darf nicht immer wieder dasselbe oder kaum etwas passieren. Die Handlung muss spannend und interessant sein und darf auch gerne die ein paar Wendungen oder Überraschungen bereithalten. Ein gutes World-Building ist auch ganz wichtig, wenn sich der Autor für eine eigene Welt entscheidet. Je genauer ich mir diese Welt vorstellen kann, desto besser. Der Rest hängt auch so ein bisschen davon ab, welche Thematik das Buch behandelt oder aus welchem Genre es stammt. Was ich in dem einen vielleicht nicht mag, passt dafür umso besser in das andere.

tredition: Wann genau hast Du angefangen zu bloggen und hat sich seither Dein Leseverhalten geändert?
Lisa: Mit dem Bloggen habe ich im Juni 2011 angefangen und seither hat sich einiges verändert. Zum einen haben enorm viele neue Bücher den Weg in mein Regal gefunden und ich habe den Begriff des SuBs (Stapel ungelesener Bücher) zum ersten Mal gehört, verstanden und selbst erlebt. Das gab es vorher bei mir nicht. Gleichzeitig lese ich aber auch mehr und werde auf Bücher aufmerksam, die ich ohne das Bloggen vielleicht nicht kennen gelernt hätte. Vor allem meine Vorliebe für englische Bücher ist mit meinem Blog größer geworden. E-Books lese ich mittlerweile auch vermehrt, weil es für unterwegs einfach toll ist. Ob das allerdings mit dem Blog zusammenhängt oder ob ich mich früher oder später sowieso dafür entschieden hätte, kann ich allerdings nicht beurteilen. Was die Genres betrifft, so habe ich schon immer Bücher aus allen möglichen Bereichen gelesen und denke nicht, dass das Bloggen da etwas geändert hat.

„Bloggen ist mehr ein Miteinander als ein Ego-Ding.“

Lisa bloggt auf books & senses

Gute Bücher im Visier: Lisa rezensiert seit 2011 auf ihrem Blog books & senses

tredition: Du führst auf Deinem Blog auch Challenges durch. Macht es für Self-Publishing-Autoren Sinn, sich hier auch selbst ins Spiel zu bringen, z.B. ihr Buch für die Challenge vorzuschlagen, wenn es thematisch passt?
Lisa: Auf jeden Fall! Wenn es um Themen-Challenges geht, dann sind Vorschläge immer willkommen. Die Teilnehmer solcher Challenges sind immer auf der Suche nach neuen Büchern, die die Kriterien erfüllen und ob der Vorschlag da von einem anderen Blogger oder einem Autor kommt, macht keinen Unterschied. Die Leseratten freuen sich immer über Ideen für neues Lesefutter!

tredition: Tauschst Dich gern mit anderen Bloggern aus? Warst Du beispielsweise auf der Leipziger Buchmesse?
Lisa: Der Austausch mit anderen Bloggern ist eigentlich eine der tollsten „Nebenerscheinungen“ vom Bloggen. Ich entdecke auf anderen Blogs immer wieder neue Bücher, die dann auch den Weg in mein Regal finden. Manchmal werden mir auch Bücher vorgeschlagen, weil einige meinen Geschmack gut kennen und einen ähnlichen haben. Das Bloggen ist dahingehend mehr ein Miteinander als ein Ego-Ding. Mit einigen Bloggern schreibe ich auch privat regelmäßig und dann tauschen wir uns über alles aus, was mit Büchern zu tun hat. Auf der Leipziger Buchmesse war ich leider nicht, dafür bin ich aber immer auf der Frankfurter Buchmesse, wo ich mich mit anderen Bloggern treffe und beim Wuseln von Stand zu Stand auch über Bücher spreche. Sich persönlich auszutauschen ist ebenfalls eine tolle Erfahrung.

tredition: Self-Publishing ist ein wachsender Trend auf dem Buchmarkt. Inwiefern erachtest Du das aus Bloggersicht als spannend?
Lisa: Buchblogger wie ich sind immer auf der Suche nach aufregenden, neuen Geschichten. Gerne auch aus der Feder deutscher Autoren. Da mittlerweile aber viele englische Titel eingekauft werden und dafür weniger deutsche Bücher das Licht der Welt erblicken, ist es gar nicht so einfach, neue deutsche Autoren zu entdecken. Zumindest empfinde ich das so. Wenn ich durch die Jugendbuchabteilung in der Buchhandlung gehe, entdecke ich meist englische Namen, aber vergleichsweise wenige deutsche. Self-Publishing deutscher Autoren bietet daher die Möglichkeit, meine dahingehenden Lücken im Regal zu füllen. Man kann dabei verborgene Schätze finden, die aufgrund des fehlenden renommierten Logos auf dem Cover unentdeckt bleiben.

„Im Self-Publishing kann man verborgene Schätze finden.“

tredition: Wie kamst Du auf die sehr witzige Idee, Bücher mit Pancakes zu bewerten?
Lisa: Wenn ich mich recht erinnere, dann habe ich an dem Morgen, als ich mein Bewertungssystem konzipiert habe, Pancakes gegessen. Und da diese super lecker waren habe ich mich wohl dazu entschieden, sie als mein Bewertungssystem zu nutzen. Zudem hatte niemand anderes dieses System und ich wollte etwas Eigenes haben. Mittlerweile würde ich mich vielleicht für etwas anderes entscheiden, aber die Pancakes waren seit Tag 1 dabei und auch wenn sich das Design schon zig Mal verändert hat, so sind die Pancakes doch immer geblieben. Zum Glück bleiben virtuelle Pancakes auch immer schön frisch. ;)

tredition: Welche Projekte planst Du dieses Jahr für Deinen Blog?

Lisa: Wie oben schon erwähnt bin ich zwar einerseits Fan von englischen Büchern, andererseits würde ich gerne mehr deutsche Autoren entdecken. Das klingt widersprüchlich, aber das books_senseseine beeinflusst auch das andere. Deswegen würde ich neben meiner Englisch-Challenge gerne noch eine weitere Challenge starten, in der es um deutsche Autoren geht. Es gibt bestimmt schon ein paar Challenges in dieser Richtung, aber vielleicht kann ich mir ja noch etwas Neues einfallen lassen. Vielleicht ja auch etwas mit Self-Publishing als Thema? Denn soweit ich das mitbekommen habe, bekommen Blogger auch von Challenges nie genug. ;) Einfach lesen reicht uns nicht.

Des Weiteren will ich dieses Jahr wieder meinen Bloggeburtstag feiern, was letztes Jahr wegen Zeitmangel leider nicht geklappt hat. Außerdem nehme ich an der Blogger schenken Lesefreude Aktion zum Welttag des Buches teil. Ein paar andere Aktionen sind noch in Planung, aber ich brauche noch etwas Zeit für die Ausarbeitung. Momentan bin ich mit vielen Dingen parallel beschäftigt und komme deshalb nur im Schneckentempo voran.

tredition: Zu guter Letzt: Weshalb sollten Self-Publishing-Autoren und alle Bücherfans Deinen Blog keinesfalls aus den Augen lassen?
Lisa: Wie bei den Büchern, so bin ich auch bei meinem Blog ein Fan von Abwechslung. Wenn es um die Gestaltung von Posts, Bildern oder Aktionen geht, lasse ich mir immer gerne etwas Neues einfallen, damit es keinem Langweilig wird – weder mir noch meinen Lesern. Dazu gehört auch das Vorstellen neuer Bücher und allem, was dazugehört. Ich würde mal behaupten, es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken und ich freue mich über jeden, der gemeinsam mit mir Suchen und Finden möchte.

 

Gastautor bei der Huffington Post werden – Gastbeitrag verfassen und das eigene Buch präsentieren

Marketing-Tipps von tredition in der Huffington Post Deutschland

Gastbeitrag von tredition in der Huffington Post DeutschlandWie gelingt es, möglichst viele Leser auf das eigene Buch aufmerksam zu machen? Diese Frage stellt sich einem jeden Self-Publisher, der kurz vor der Veröffentlichung steht oder diese bereits realisiert hat. tredition gibt in einem Beitrag in der Huffington Post Deutschland Tipps für die eigene Marketingarbeit.

Die Ernährungsexpertin: tredition-Autorin Beatrice Schmidt im Interview

Beatrice-Schmidt_Web_200Vielseitigkeit ist eine Eigenschaft, die tredition-Autorin Beatrice Schmidt zweifelsohne auszeichnet: Nach einem BWL- und Marketingstudium absolvierte sie eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin mit dem Schwerpunkt der Prävention von ernährungsbedingten Erkrankungen. Seither führt sie nicht nur eine eigene Beratungspraxis, sondern bündelte ihr Fachwissen auch in zwei Ratgebern, die sich erfolgreich im Buchmarkt etabliert haben. Im Gespräch mit tredition gibt Beatrice Schmidt Anregungen für eigene Marketingaktivitäten als Self-Publisher.

tredition: Liebe Beatrice, bereits zwei Ernährungsratgeber hast Du bei tredition herausgegeben. Wie kam die Idee auf, Deine berufliche Expertise als Ernährungsberaterin auch in Buchform „weiterzutragen“?

Beatrice Schmidt: Interessanterweise hatte ich nie vor, Bücher zu schreiben. Im Jahr 2012 sprach mich eine sehr imposante und interessante Dame (Susan Heat) an, mit der ich über eines der vielen sozialen Netzwerke in Verbindung stehe. Ich hatte ihr kurz zuvor eine Zusammenfassung zu einem bestimmten Ernährungsthema zukommen lassen. Sie war so angetan von der Art meines Schreibstils, dass sie mich anrief und fragte, ob ich das alles selber formuliert hätte. Als ich ihr sagt, dass es selbstverständlich meine Formulierungen sind, riet sie mir dazu unbedingt ein Buch zu schreiben. Sie meinte, ich hätte eine echte Begabung dafür ein trockenes Thema spannend zu vermitteln. Gesagt habe ich: „Ich denke darüber nach, es ist eine interessante Idee!“. Gedacht habe ich: „Das ist doch total verrückt, ich kann doch keine Bücher schreiben, ohne mein Rechtschreibprogramm bekomme ich doch kaum eine Seite ohne Rechschreibfehler zu Papier. Und überhaupt, wer will schon noch einen Ernährungsratgeber? Davon gibt es doch wirklich schon genug!“

Doch der Gedanke ließ mich nicht los und so fing ich an mich näher mit dem Thema zu befassen und mein ersten kleinen Ratgeber „Ich stell dann mal um“ in die Tat umzusetzen. Knapp anderthalb Jahre später kam dann schon das zweite Buch „Abnehmen ohne Achterbahn“.

tredition: Der Entschluss ein Buch zu schreiben, ist das eine, die Umsetzung das andere. Wie bist Du bei Deinen beiden Werken vorgegangen? Welchen Zeitraum hat das Schreiben in Anspruch genommen?

Beatrice Schmidt: Für mich stand das Thema sehr schnell fest. Es musste die Ernährungsumstellung sein. Zum einen ist dies mein berufliches Steckenpferd und zum anderen ergab eine grundlegende Recherche des Büchermarktes, dass es diesbezüglich nur wenig gute Literatur gibt. Danach habe ich mich ans Schreiben gemacht. Dies ging beim ersten Buch sehr schnell, da ich mit dem Thema nahezu täglich zu tun hatte und ich „nur“ all mein Wissen dazu zusammenfassen musste. Hinzu kommt, dass ich ganz bewusst auf zu detaillierte Erklärungen verzichtete. Beim zweiten Buch hat es, obwohl der erste Ratgeber in überarbeiteter Form ein Bestandteil davon ist, dann schon deutlich länger gedauert alles zu Papier zu bekommen. Für mich ist es wichtig, dass mein Gegenüber bzw. meine LeserInnen mich verstehen. So verzichte ich auf Fach- und Fremdwörter und, wenn ich dann doch mal eines verwende, erkläre ich es im nächsten Satz auch gleich. Über den Schreibstil habe ich mir recht wenig Gedanken gemacht, ich habe einfach angefangen so zu schreiben, wie ich denke und rede. Und entstanden sind zwei praxisnahe und sehr gut verständliche Ernährungsratgeber, die immer wieder gern gelesen werden.

„Meine Ratgeber sind Mitmachbücher. Das kommt gut an.“

Abnehmen ohne Achterbahn_200

Im Juli 2014 bei tredition erschienen

Ich stell dann mal um

Das Debüt, erschienen im April 2013

tredition: Vor Deiner Tätigkeit als Ernährungsberaterin hast Du ein Marketing-/BWL-Studium vollzogen. Inwiefern kam Dir das bei der Vorbereitung und Kalkulation Deiner Buchprojekte zugute?

Beatrice Schmidt: Auf das Wissen meines Erststudiums greife ich bei nahezu allen meinen geschäftlichen Tätigkeiten zurück. Insbesondere bei der Kalkulation der Buchpreise ist mir mein Wissen zu Gute gekommen. Aber was viel wichtiger ist: Speziell die Marketing-Kenntnisse helfen mir bei der Vermarktung und beim Verkauf meiner Bücher.

tredition: Welche Resonanz von Lesern hast Du bisher auf Deine Bücher bekommen?

Beatrice Schmidt: Bisher habe ich fast nur positives Feedback von meinen LeserInnen erhalten. Es gibt selbstverständlich immer Menschen, denen das, was man tut und schreibt nicht gefällt. Jedoch war es nie mein Anspruch und wird es auch niemals sein, es jedem Recht zu machen. Besonders oft wird in den Rezensionen oder auch in den persönlichen Briefen an mich erwähnt, dass ich witzig schreibe (und das bei einem Fachbuch), aufkläre ohne zu belehren und immer ohne erhobenen Zeigefinger auskomme. Außerdem finden die LeserInnen es gut, dass meine Ratgeber „Mitmachbücher“ sind. Das heißt, man liest sie nicht und dann ist es gut, sondern man arbeitet sich Stück für Stück durch, setzt das um was in den Büchern steht und geht erst in den nächsten Umsetzungsschritt, wenn der vorherigen abgeschlossen ist. Das kommt gut an und das ist auch genau das was ich erreichen wollte.

tredition: Wie betreibst Du Marketing für Deine Bücher?

Beatrice Schmidt: In erster Linie vermarkte ich meine Bücher im Internet. Ich bin auf vielen sozialen Netzwerken aktiv und betreibe einen eigenen Blog. Außerdem halte ich Vorträge zu Fachthemen und sehe zu, dass ich so oft wie möglich in der Zeitung zu sehen bin. Ein Interview mit mir in einer etwas größeren Regionalzeitung in Niederbayern Anfang Januar 2014 hat beispielsweise dafür gesorgt, dass ich mit meinem Ratgeber „Ich stell dann mal um“ im Amazon-Ranking auf Platz 3 katapultiert wurde. Dort bin ich noch heute unter dem Suchbegriff „Ernährungsumstellung“ zu finden. Auch schreibe ich Fachartikel für andere Blogs, Zeitschriften und Magazine. Diese Artikel stelle ich (bei kleineren Anbietern) in der Regel kostenfrei zur Verfügung und als Gegenleistung wird Werbung für meine Ratgeber eingebaut. Es ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

tredition: Weshalb hast Du Dich für Self-Publishing und tredition entschieden?

Beatrice Schmidt: Als mein erster Ratgeber fertig war, habe ich das Skript diversen Verlagen eingereicht, die dafür werben, dass sie Autoren suchen. Die Reaktionen waren überall die gleichen: „Wir möchten sehr gerne Ihr tolles Buch verlegen, bitte zahlen Sie den horrenden Betrag von xy als Druckkostenzuschuss und schon ist Ihr Buch überall erhältlich.“ Ich empfand diese Angebot als eine absolute Frechheit, weil ich dachte: „Entweder Ihr findet mein Buch toll und wollte es verlegen und bezahlt mich gefälligst dafür, dass ich es zur Verfügung stelle oder ihr lasst es.“ So habe ich nach Alternativen gesucht. Die Gewinnspanne bei den großen Verlagen war mir deutlich zu niedrig, weil ich finde, dass meine Arbeit mehr wert ist als 2 bis 50 Cent pro Buch. So bin ich auf Self-Publishing gekommen und ganz schnell bei tredition gelandet. Ich mag die schnelle und unkomplizierte Abwicklung sehr gern und auch die kurzen Kommunikationswege.

„Autoren müssen in den Medien präsent sein.“

tredition: Welche Tipps würdest Du anderen angehenden Autoren geben, die vor der Buchveröffentlichung stehen?

Beatrice Schmidt: Legt einfach los, fangt an zu schreiben und lasst die Öffentlichkeit daran teilhaben. Bereits während ihr das Buch schreibt, beginnt die Vermarktung. Baut große soziale Netzwerke auf, denen ihr mitteilt, wie weit ihr mit dem Buch seid (nicht unbedingt täglich, aber doch wöchentlich oder alle vierzehn Tage), nehmt Kontakt mit der örtlichen Presse auf und schreibt. Lasst Euch nicht von Eurer Idee abbringen und legt los. Sobald ihr fertig seid, lasst das Buch unbedingt Korrektur lesen. Es gibt in meinen Augen nichts Schlimmeres als ein Buch voller Fehler.

Macht Euch keine großen Hoffnungen auf extrem hohe Buchverkäufe. Die Leute müssen Euch erst einmal kennen lernen und wissen, dass es Euch gibt. Gerade am Anfang läuft es vielleicht recht schleppend. Das könnt Ihr ändern, indem Ihr präsent seid. Präsent in der Zeitung, im Internet und vielleicht auch im Radio und im Fernsehen, wenn Ihr es schafft hier entsprechende Kontakte aufzubauen und vernünftig zu nutzen.

tredition: Wird es vielleicht bald ein weiteres Buch von Dir geben?

Beatrice Schmidt: Ich arbeite an einem nächsten Buch, werde mir aber noch ein bisschen Zeit dafür lassen. Auch sind schon Themen für weitere Bücher in meinem Kopf. Jedoch möchte ich aktuell ganz viel Zeit mit meinen Kindern verbringen und mich in erster Linier um die Vermarktung der ersten beiden Ratgeber kümmern. Sobald mein „Abnehmen ohne Achterbahn“ ebenso zu einem Selbstläufer geworden ist, wie mein „Ich stell dann mal um“, schreibe ich sicher weiter.

tredition-Autor Eduard Häfliger: „Es ist ein Genuss, Spannungsbögen zu kreieren“

tredition-Autor Eduard HäfligerMal humorvoll und herzerwärmend, mal hintersinnig und angenehm gruselig: tredition-Autor Eduard Häfliger ist ein Meister der facettenreichen Kurzgeschichten. Zu bemängeln haben seine Leser nur eines: Sie wollen mehr! Ob ein neues Buch zu erwarten ist und mit welchen Marketingmaßnahmen Eduard Häfliger seine Bücher bekannt macht, lesen Sie im folgenden Interview.

tredition: Lieber Herr Häfliger, als gelernter Elektroingenieur und Unternehmensberater dürften Sie eine Leidenschaft für Technisches und Zahlen haben. Wie und wann packte Sie die Lust an Worten, also am Schreiben?
Eduard Häfliger:
Mich hat immer wieder fasziniert, wie Menschen sich im technischen Umfeld verhalten, wie sie denken und handeln. Meine Überlegungen und Schlüsse habe ich manchmal in Berichten ausformuliert, besonders in meiner Arbeit als Unternehmensberater. Doch mit Worten habe ich bereits in meiner Sturm-und-Drang-Zeit jongliert, oft in Gedichten. Das Tagebuchschreiben im reifen Alter hat mich schließlich gereizt, mich als Geschichtenerzähler zu versuchen.

tredition: Was fasziniert Sie speziell an Kurzgeschichten?
Eduard Häfliger
: Es ist der Genuss, Spannungsbögen zu kreieren und das Viele, das mir durch den Kopf geht, auf Weniges zu reduzieren.

tredition: Wie gehen Sie beim Schreiben vor? Also woher nehmen Sie z. B. Ihre Ideen? Schreiben Sie spontan drauf los oder eher über einen längeren Zeitraum etappenweise?
Eduard Häfliger
: Ich beobachte Menschen, höre ihnen zu und notiere dann und wann Stichworte auf meinen Flipchart. Eines Tages beginnt sich ein solches Stichwort in meinem Kopf einzunisten und zu entwickeln. Nach Tagen, manchmal Wochen kommt der Moment, wo ich eine Geschichte zu skizzieren beginne, sie wende und drehe, bis ich zufrieden aufatmen kann.

tredition: Wie haben Sie einen passenden Illustrator gefunden?
Eduard Häfliger
: Bei »Ara« habe ich einen Freund und begnadeten Zeichner gewinnen können; meine Geschichten haben ihm Spass gemacht. Das Ergebnis zeigt es. Auch bei den andern beiden Bücher waren Freunde und gute Bekannte am Werk, die es verstanden, sich in meine Texte einzufühlen.

tredition: Welche Resonanz bekamen Sie bisher von Bekannten und Lesern auf Ihr Buch?Ara von Eduard HäfligerSoll ihn der Teufel holen von Eduard Häfliger
Eduard Häfliger: Ich ernte viel Schmunzeln und Beifall bei Lesungen. Einige Meinungen habe ich auf meiner Webseite www.textmanufaktur.eu wiedergegeben. Und immer wieder kommt die Frage, wann denn mein nächstes Buch erscheine. Meine Antwort: Noch in diesem Jahr.

tredition: Welche Empfehlungen würden Sie anderen Autoren für das Schreiben eines Buches geben?
Eduard Häfliger
: Wagen Sie es!

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing und speziell tredition entschieden?
Eduard Häfliger
: tredition ist eine einfach zu bedienende Plattform, wo sich das Dilemma von e-Book, Paperback und Hardcover gar nicht einstellt. Mit einem einzigen Klick werden gleich alle drei Formate produziert und das erst noch in überzeugender Qualität und zu einem unglaublich attraktiven Preis. Und beim Verlagsteam habe ich den Eindruck, mich in aufmerksame Hände begeben zu haben.

tredition: Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um Ihr Buch bekannt zu machen?
Eduard Häfliger:
Meine Mail-Signatur enthält Links auf meine neu publizierten Bücher, ebenso die aktualisierte Webseite. Im Moment starte ich eine regionale Lesetour. Im März wird eine bekannte Schweizer Rezensentin unter www.lesefieber.ch meine Kurzgeschichtensammlungen vorstellen. Außerdem verspreche ich mir vom tredition Messepaket für die Frankfurter Buchmesse ein gutes Echo.

tredition: Planen Sie, weitere Bücher zu veröffentlichen?
Eduard Häfliger:
Meinen Schelmenroman „Es fing doch so gut an“ werde ich in zweiter Auflage noch in der ersten Hälfte 2015 veröffentlichen. Ebenso steht meine dritte Kurzgeschichtensammlung kurz vor der Fertigstellung; sie wird spätestens in der zweiten Hälfte 2015 erscheinen. Beide Werke natürlich in allen drei Buchformaten bei tredition.

tredition-Autor Peter Granzow im Interview

Peter Granzow_2015„Sagen Sie sofort, was Ihnen nicht passt! Sie sind der Kunde, Sie haben das Geld und das ist es, was der Verkäufer in der Regel haben möchte“, schreibt tredition-Autor Peter Granzow in seinem Buch „Störfaktor Kunde“. Wohl wahr: Ein jeder kennt Situationen, in denen der Kundenservice zu wünschen übrig lässt und der Kunde vom Status eines Königs doch reichlich weit entfernt ist. „Störfaktor Kunde“ bespielt dieses Thema in humorvollen Episoden.

Das Presseecho auf Granzows im Dezember erschienenes Buch ist groß. Erst vergangene Woche war der medienerfahrene Autor in der Sendung Lokalzeit Köln des Westdeutschen Rundfunks zu Gast. Dort gab Granzow lehrreiche und amüsante Einblicke in das “ganz normale Treiben” in Deutschlands Einzelhandel. Und bereits am Donnerstag, den 5. März, steht der nächste Auftritt an: Um 16.30 Uhr wird Peter Granzow im MDR zu sehen sein – ganze 30 Minuten in der Sendung „Gäste zum Kaffee“. Im Interview mit tredition berichtet Granzow davon, wie er bei der Pressearbeit für sein Buch vorgeht und wie es überhaupt zu seinem Buch kam. Außerdem gibt er anderen Autoren wertvolle Tipps für die eigenen Marketingaktivitäten an die Hand.

tredition: Lieber Herr Granzow, das Medieninteresse um Ihr im Dezember erschienenes Buch ist beeindruckend! Worauf führen Sie diesen schnellen Erfolg der Medienaufmerksamkeit zurück?

Peter Granzow: Um es mit einem Wort zu sagen: Klinkenputzen! Da niemand außer dem näheren Umfeld wissen kann, dass man ein Buch geschrieben hat, muss man aktiv Akquise betreiben, was nicht immer so einfach ist. Aber, wenn man von seinem eigenen Werk nicht überzeugt ist, kann man auch nicht erwarten, dass es andere sind. Also bleibt einem nur aktiv Zeitungen und TV-Sender zu kontaktieren. Klar, hier mögen erst mehr Ab- als Zusagen kommen. Aber wenn erst einmal ein Sender angebissen hat, wie bei mir die Lokalzeit aus Köln im WDR, hat man wunderbares Material, um die Sender erneut zu kontaktieren.

tredition: Wie ergab sich die Idee zu Ihrem Buch?

Peter Granzow: Ich denke jeder, der Konsument ist, hat sich irgendwann schon einmal über eine schlechte Dienstleistung, fehlerhafte Möbellieferungen oder dergleichen geärgert. Da ich als Moderator selber Dienstleister bin und um jeden Kunden kämpfen muss, ist für mich eine gute Beratung bzw. ein guter Umgang mit meinen Kunden enorm wichtig, denn sollte ich ihn unfreundlich behandeln oder eine schlechte Dienstleistung (Moderation) bieten, so wird er mich garantiert nicht noch einmal buchen.

tredition: Wem würden Sie besonders ans Herz legen, Ihr Buch schleunigst zu lesen?

Peter Granzow: Mein Glück ist sicherlich, dass das Thema meines Buches „Störfaktor Kunde“ eine große Zielgruppe anspricht und von daher für jeden zu empfehlen ist, der sich schon mal schlecht oder gar unverschämt beraten gefühlt, oder bei z.B. Möbellieferungen sein blaues Wunder erlebt hat. Ganz wichtig ist mir zu sagen, dass es kein Ratgeber ist, vielmehr werden humorvolle Geschichten aus Kundensicht erzählt. Es ist eine leichte Kost, die den Leser zum Schmunzeln bringen und evtl. motivieren soll, sich auch mal zu wehren – mir brachte das gelegentlich tolle Aufmerksamkeiten wie Hotelgutscheine oder auch Bargeld ein. Ich denke, jeder der die täglichen schlechten Nachrichten einmal vergessen möchte, wird beim Lesen meines Buches kurz Abschalten können.

tredition: Wie gehen Sie selbst heute vor, wenn Sie mit unzureichendem Kundenservice beim Einkauf konfrontiert werden?

Peter Granzow: Da mache ich inzwischen den Mund sofort auf und spreche das Thema an. Klar, der Dienstleister/Verkäufer wird das nicht als angenehm empfinden und es ist auch nicht Störfaktor Kunde von Peter Granzowimmer leicht eine negative Kritik zu äußern. Aber ich empfinde es auch nicht als angenehm, wenn ich mir von einer Verkäuferin z.B. beim Kauf von Bettwäsche sagen lassen muss, dass Männer sich da nicht so auskennen und man lieber noch mal mit der Frau kommen soll, dann gehe ich wie das HB-Männchen in die Luft!

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing entschieden?

Peter Granzow: Es ist sicherlich nicht so leicht einen der bekannten Verlage für sein eigenes Buch zu begeistern. Klar, es gibt ja auch Unmengen von Veröffentlichungen pro Jahr. Auf tredition bin ich durch mein Lektorat aufmerksam geworden und konnte die Einstiegskonditionen erst gar nicht glauben – ehrlich gesagt habe ich zu Beginn auch immer den Haken gesucht! Aber: Es gibt keinen!

tredition: Welche Resonanz bekamen Sie bisher auf Ihr Buch?

Peter Granzow: Laut der Rezensionen bei amazon ist es u.a. „lesenswert“, „sehr lustig“, „lustig und ironisch“ … eine der schönsten Headlines war: „Lesen-Schmunzeln-Selbermachen“! Klar, man wird mit einem Buch nicht alle Geschmäcker abdecken können und es werden bestimmt auch negative Kritiken kommen. Da nehme ich mir dann aber Charlotte Roche mit Ihrem Buch Feuchtgebiete als Beispiel: Von über 2.500 Rezensionen bei amazon waren fast 60% negativ – verkauft wurde es 2 Millionen Mal!

tredition: Sie selbst haben jahrelange Expertise als Moderator. Welche Tipps können Sie anderen Autoren für den Umgang mit den Medien geben?

Peter Granzow: Meist sind die Reporter einem ja gut gesonnen, aber je bekannter man wird, desto mehr versuchen sie ja aus einem herauszukitzeln. Also, auch wenn alles sehr freundlich und locker scheint, eine gewisse Vorsicht ist immer geboten. Wer es partout nicht mag, sollte nicht zu viel Privates verraten, das kann man auch ganz klar zum Ausdruck bringen. Fotos von Interviews kann man sich heutzutage auch gleich vor Ort zeigen lassen, sollte man sich schlecht getroffen fühlen, sofort sagen, denn: Was einmal im Internet ist, das bleibt da auch!

Peter Granzow wurde 1966 in Hameln geboren und erlernte zunächst das Konditorenhandwerk. Er wechselte dann eher durch Zufall ins Show- und Eventbusiness, wo er fortan als Moderator arbeitete. Er hat inzwischen über 150 Fernsehsendungen sowie nahezu 5.000 Liveshows moderiert und geht dieser Profession bis heute nach.

tredition-Geschäftsführer Sönke Schulz über Erfolgsfaktoren im Self-Publishing

Sönke Schulz von tredition auf e-book-news.de„Quo vadis, Self-Publishing – welche Fähigkeiten muss man mittlerweile als erfolgreicher Autor mitbringen? Wie wichtig ist Marketing? Welche Dienstleistungen überlässt man besser Profis?“ Zu diesen und weiteren Fragen nimmt tredition-Geschäftsführer Sönke Schulz in einem ausführlichen Interview auf e-book-news.de Stellung. Das Expertengespräch fand anlässlich des bevorstehenden Self-Publishing-Day 2015 statt, an dem tredition als Workshop-Veranstalter teilnimmt.

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil VI: Die Kurzbeschreibung

Wie gehen Sie vor, wenn ein Buch auf dem Präsentationstisch im Handel Ihr Interesse weckt? Richtig! Sie ergreifen es, um den Text auf der Umschlagrückseite zu lesen. Ebenso verhält es sich im Onlinehandel: Hier wird vom Leser zunächst einmal die Kurz- bzw. Langbeschreibung zu Rate gezogen. Was verbirgt sich hinter dem Buchtitel? Welche Story ist zu erwarten? Schon die ersten Zeilen der Beschreibung eines Buches können darüber entscheiden, ob der potenzielle Leser sich für oder gegen den Kauf entscheidet. Ein Stück weit spielen dabei freilich auch der individuelle Geschmack und die Themenvorlieben des Käufers eine Rolle. Doch sollten Kurztexte bzw. Beschreibungen auf dem Buchrücken gewissen Standards genügen, die den Lesergewohnheiten entsprechen und die Voraussetzung dafür bilden, den Inhalt des Buches schnell zu erfassen.

  • Achten Sie penibel darauf, dass der Text keinerlei Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsfehler enthält. Nichts wirkt abschreckender auf die Leser, die gerade erst im Begriff sind, sich für Ihr Buch zu interessieren.
  • Beantworten Sie im Text die wichtigsten Fragen rund um Ihr Buch:
    • Roman:
      • Übergeordnetes Thema
      • Protagonisten
      • Zeit, Zeitraum und Schauplätze
      • Andeutung der Handlungsentwicklung, um Interesse zu wecken und Spannung zu erzeugen
    • Sach- und Fachbuch:
      • Übergeordnetes Thema
      • Zentrale Themenaspekte
      • Zielgruppe
      • Zu erwartender Erkenntnisgewinn für den Leser

Bei der Art und Weise, wie die einzelnen Stichpunkte zu einem Text zusammengefügt werden, können unterschiedliche stilistische Mittel zum Einsatz kommen. So können bestimmte Sachverhalte oder Themenaspekte in Form von Fragen formuliert werden, die Interesse am Buch erzeugen oder unmittelbar in die Handlung hineinziehen. Die folgenden Umschlagtexte bzw. Auszüge daraus verdeutlichen unterschiedliche Facetten der Formulierung und des Textaufbaus.

Die Philosophen kommen von Marion Fugléwicz-BrenBeispiel 1: Die Philosophen kommen von Marion Fugléwicz-Bren:

„Philosophie ist gefragt. Festivals, Nächte der Philosophie in ganz Europa beweisen es. Wie denken zeitgenössische Philosophen? Welchen Praxisbezug, welche Möglichkeiten hat Philosophie heute, im Zeitalter digitaler Medien? Sind Werte Luxus? (…) Die immer aktuellen Sinnfragen sind es, ebenso wie die neuen Aspekte und Zugänge, die sich beharrlich und konsekutiv auftun (…) oder eben in diesem Buch, wo sie sukzessive eine gegenwärtliche Erörterung erfahren.“

Die ersten beiden Sätze implizieren: Philosophie ist ein Thema mit hohem Aktualitätswert. Die darauf folgenden Fragen lassen den Leser unmittelbar darüber nachdenken, was er zu diesen Aspekten weiß – schon ist das Interesse geweckt. Denn wer sich gänzlich nicht für Philosophie interessiert, hätte das Buch bereits aufgrund des Titels nicht näher betrachtet.

Jakobsweg im Smoking von Philipp WinterbergBeispiel 2: Jakobsweg im Smoking von Philipp Winterberg:
„Jakobsweg im Smoking? Tatsächlich: Ein dänischer Pilger hat seinen feinsten Anzug dabei, weil er glaubt, spanische Restaurants würden ihn sonst nicht hereinlassen. Andere Pilger bringen ihre Hängematte mit, (…) In kurzweiligen Episoden berichtet der Autor von den Wirrungen der Ausrüstungsbeschaffung und pilgert schließloch mit nur 3 kg im Rucksack nach Santiago de Compostela. Der Ausrüstungsratgeber ist ein Muss für jeden Pilger!“

Die Kurzbeschreibung greift direkt den Buchtitel auf, um den Leser unmittelbar „in medias res“ zu holen. Nach wenigen Sätzen ist der thematische Ansatz klar, wertvoll für den Leser ist zudem die Formulierung „kurzweilige Episoden“. Soll heißen: Dieses Buch ist zwar ein detaillierter Ausrüstungsratgeber, eine trockene Faktensammlung erwartet den Leser aber keineswegs. Der Abschluss „ein Muss für jeden Pilger!“ ist eine charmante Art der Kaufaufforderung.

Kairo von Matthias FabianBeispiel 3: Kairo – Alltag und Ausnahmezustand von Matthias Fabian

„Kairo 2013. Die ägyptische Revolution feiert ihren zweiten Jahrestag mit Tränengas und Straßenschlachten, eine Rebellion fegt den Präsidenten aus dem Amt und die Militärs übernehmen erneut die Macht im Land am Nil. Der Autor schildert ein Jahr Alltag und Ausnahmezustand, nimmt Sie mit auf die Straßen und Plätze von Kairo. (…) Ein Buch über das wahre Leben: mal hochbrisant politisch, mal typisch ägyptisch alltäglich.“

Je komplexer die Thematik, desto besser, die Eckdaten („Kairo 2013“) gleich am Anfang zu erwähnen. Die wertende Einordnung des Schreibstils am Ende der Beschreibung mutet wie ein Kommentar aus einer Rezension an und wirkt dadurch verkaufsfördernd.

Gefahr ohne Schatten von Anika LimbachBeispiel 4: Gefahr ohne Schatten von Anika Limbach

„Natürlich wusste Jan um die Brisanz der Informationen, nach denen er forschte, aber dass sie derart brisant waren, überraschte ihn. War er wirklich kurz davor, jemandem auf die Füße zu treten, und zwar so sehr, dass man das Risiko eines Mordes einging? (…) ‚Gefahr ohne Schatten‘ ist ein Roman über die Macht der Stromkonzerne, die Gefahren der Atomkraft, das gezielte Ausbremsen der Energiewende – und den Mut, sich zu wehren. Stoff, der aktueller ist denn je. Auch wenn das spannende Debüt der Autorin Anika Limbach fiktional ist, so beruht das Buch auf gut recherchierten Fakten und ist näher an der Realität, als es dem Leser lieb sein dürfte.

Ein Beispiel dafür, wie sich Zitate aus dem Buch mit einer knackigen Beschreibung des Themas verbinden lassen. Beides erzeugt Spannung und bringt auf den Punkt, was den Leser erwartet.

Aufschieberitis von Daniel HochBeispiel 5: Aufschieberitis von Daniel Hoch

„In diesem Buch erfahren Sie alles über Ursachen, Symptome sowie schwerwiegende Nebenwirkungen der Volkskrankheit „Aufschieberitis“. Lesen Sie, wie Sie mit der scheinbar harmlosen, aber auf weite Sicht lebensbedrohlichen Diagnose „Aufschieberitis“ umgehen. Nutzen Sie die zahlreichen Erfolgsrezepte, um die Krankheit zu besiegen und schützen Sie sich vor erneuter Ansteckung!“

Eine gelungener Appell an den inneren Schweinehund. Zudem wird hier das Spiel mit medizinischen Begrifflichkeiten vom Titel bis zum Rückentext konsequent durchgezogen – und das Beispiel zeigt die Wirkkraft persönlicher Anrede.

 

Abnehmen ohne Achterbahn von Beatrice SchmidtBeispiel 6: Abnehmen ohne Achterbahn von Beatrice Schmidt

„Dieses Werk ist ein Ratgeber zur Veränderung von Ess-und Lebensgewohnheiten und somit eine echte Unterstützung für eine nachhaltige Gewichtsreduktion voller Genuss. Das erste Kapitel umfasst eine sinnvolle und schrittweise Ernährungsumstellung, das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema der Gewichtsreduktion und im dritten Abschnitt des Buches wird erläutert, wie denn das erreichte Körpergewicht gehalten werden kann.“

Klare Fakten kurz zusammengefasst: Bei Ratgebern und Fachbüchern kommt es darauf an, bereits in der Kurzbeschreibung möglichst viele Informationen zu vermitteln, ohne den Leser zu überfrachten.

 

 

Buchpräsentation: Das berühmteste Pferd Norddeutschlands zu Gast in Flensburg

Nasar am Förde Park

Tolle Marketingaktion: tredition-Autorin Stephanie Arndt mit einem kleinen Fan von Nasar (Foto: Findus)

Ein Bad in der Menge kreischender Fans ist für Nasar längst Routine geworden – denn seine Anhängerschaft wächst stetig. Im Gegensatz zu manchem Popstar hat der Araberhengst Fans in allen Altersklassen vom Schulkind bis zum Rentner. Das zeigte sich einmal mehr am vergangenen Samstag, 7. Februar, als Nasar auf dem Außengelände des Einkaufszentrums Förde Park in Flensburg zu Gast war. Anderthalb Stunden lang hatten Jung und Alt Gelegenheit, Nasar zu bestaunen und seine außergewöhnliche Geschichte zu hören, die Halterin Stephanie Arndt in Ihrem bei tredition erschienenen Buch „Nasar – Abenteuer eines Hauspferds“ niederschrieb. „Zwischen 50 und 60 Leute standen immer wieder um Nasar herum“, berichtet Stephanie Arndt. Manch einer ist extra wegen dem Wallach von weiter her angereist.

Wie ein Pferd zum Medienstar avancierte

Kein Wunder: In den vergangenen Wochen war Nasar in der lokalen Presse und den überregionalen Medien quasi dauerpräsent. Der Grund: Seit Stephanie Arndt den Vierbeiner Ende 2013 aufgrund der schweren Stürme „Christian“ und „Xaver“ ins Haus holte, zieht er es vor, dort zu verweilen anstatt im Stall zu bleiben. So trabt er munter durch die Zimmer des Friesenhauses in Holt, schaut Fernsehen oder macht es sich am Kamin gemütlich.Nasar von Stephanie Arndt

Ein Selfie mit dem derzeit wohl berühmtesten Pferd Norddeutschlands ließ sich am Förde Park kaum jemand entgehen. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der dort ansässigen Buchhandlung Findus statt, in der auch das Buch über Nasar zu haben ist. „Die vielen von uns vorbereiteten Apfel- und Möhrenstückchen ließ er sich gerne schmecken“, sagt Kirsa Jensen, die das Event bei Findus mit organisierte. „Da die Veranstaltung draußen vor der Notausgangstür der Buchhandlung stattfand, mussten nicht alle Besucher in die Buchhandlung kommen. Aber einige sind von der Center-Mall aus durch den Laden gelaufen, um dorthin zu gelangen, insofern war auch im Laden eine höhere Frequenz zu bemerken“, so Jensen weiter. Mit Plakaten und Berichterstattungen in der Presse hatte Findus im Vorhinein ordentlich die Werbetrommel für die außergewöhnliche Signierstunde gerührt – ein positiver Effekt für die Wahrnehmung der Buchhandlung in der Öffentlichkeit. Auf 250 Quadratmetern werden bei Findus Bestseller, Taschenbücher und Non-Books präsentiert. Eine weitere Filiale befindet sich im Flensburger Citti Park. Findus gehört zur Bücher Rüffer & Westphalen GmbH & Co. KG, die als regionales, inhabergeführtes Buchhandelsunternehmen an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins insgesamt fünf Buchhandlungen betreibt.

 

Autorenwelt: Erfolgreiches Buch-Marketing

"Herbststürme", "Sternschnuppen Regen" und "Gleichklang" auf AutorenweltEine außergewöhnliche Story, virtueller Zusatzcontent oder hart erarbeitete Meinungsführerschaft in einem Themenbereich? Der Erfolg eines Buches hängt von unterschiedlichsten Faktoren ab. Federwelt greift einen Beitrag von tredition auf, in dem die Werbestrategien ausgewählter Autoren vorgestellt werden.