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Kurzgeschichten gesucht: Jetzt für den MDR-Literaturpreis bewerben

MDR-Figaro_LogoLesen Sie gern vor Publikum und mögen Sie es, Kurzgeschichten zu verfassen? Dann könnte eine Teilnahme am Wettbewerb um den gerade ausgeschriebenen 20. MDR-Literaturpreis für Sie spannend sein.

So funktioniert’s:

  • Vom 1. November 2014 bis zum 31. Januar 2015 können alle deutschsprachigen Autorinnen und Autoren, die bereits literarische Texte publiziert haben, eine Kurzgeschichte einreichen.
  • Die Kurzgeschichte darf zuvor noch nicht veröffentlicht sein und bis zur Wahl des Preisträgers im Mai 2015 auch nicht publiziert werden.
  • Wer eine Kurzgeschichte einreicht, muss darauf achten, dass diese nicht mehr als eine Viertelstunde Vorlesezeit in Anspruch nimmt (entspricht ca. 11.000 Druckzeichen mit Leerzeichen)
  • Eine Vorjury wählt aus den eingereichten Kurzgeschichten sieben Finalisten aus, die ihre Kurzgeschichte am 4. Mai 2015 im Rahmen der Großen Literaturnacht im Haus des Buches in Leipzig vorlesen.
  • Der von einer Jury vor Ort ermittelte Gewinner erhält 5.000 Euro, der Zweit- und Drittplatzierte erhalten 2.500 Euro bzw. 1500 Euro. Ein zusätzlicher Publikumspreis ist mit 1.000 Euro dotiert. Für alle weiteren Finalisten gibt es ein nicht näher beziffertes Honorar.
  • Die Preisträger und weitere Finalisten nehmen nach der Endrunde an einer dreitägigen Lesereise im mitteldeutschen Raum teil. Dafür erhalten sie ein Honorar als Aufwandsentschädigung.
  • 25 Kurzgeschichten des Wettbewerbs veröffentlicht der MDR in der Anthologie „Das Beste aus dem MDR Literaturwettbewerb“. Dafür übertagen die Autoren die Rechte an ihren Kurzgeschichten gegen ein Honorar für zwei Jahre an den Verlag Poetenladen.
  • Einreichung: Es müssen zwei ausgedruckte Exemplare der Kurzgeschichte per Post an folgende Adresse gesendet werden:

Mitteldeutscher Rundfunk
Figaro
Postfach 100122
06140 Halle
Kennwort: Literaturwettbewerb

Wir laden alle tredition-Autoren herzlich dazu ein, am Wettbewerb teilnehmen und wünschen viel Erfolg!

Wie Hauspferd Nasar zum Medienstar wurde

Nasar

Her mit dem Kissen: Nasar hat es faustdick hinter den Ohren, wie im Buch von Dr. Stephanie Arndt zu lesen ist.

Als Sturm Xaver über dem Norden Deutschlands wütete, holte Dr. Stephanie Arndt ihren Araber Nasar kurzerhand ins Haus. Dort gefiel es ihm so gut, dass er nun jeden Tag in die gute Stube hineinspaziert. Über die heiteren Ereignisse, die Dr. Stephanie Arndt mit Nasar erlebt, hat sie gerade ein Buch bei tredition herausgegeben.

tredition: Liebe Frau Arndt, die wirklich außergewöhnliche und lustige Geschichte Ihres Hauspferdes erzielt riesiges Medienecho. Wie kam es dazu und wie aktiv betreiben Sie PR-Arbeit?

Dr. Stephanie Arndt: Das ganze Thema hat eine große Eigendynamik, bedingt durch die Originalität der Geschichte und natürlich gehört auch immer etwas Glück dazu, die Medienaufmerksamkeit zu gewinnen. Erster Impuls war ein Bericht von RTL und im Zuge dessen berichteten weitere Medien. Insbesondere über Social Media hat sich das Thema rasant verbreitet. Interessant dabei ist der neue Ansatz, wie die Medien arbeiten: Es wird abgewartet, auf welche Themen die Menschen abfahren – dann werden die Geschichten von Presse und TV aufgegriffen.

tredition: Wie kam es zum Buch über Nasar? Haben Sie bereits zuvor Erzählungen verfasst oder sind generell buchaffin?

Dr. Stephanie Arndt: Nein, gar nicht! Ich bin wahrlich keine Leseratte, von Fachbüchern einmal abgesehen. In das eigene Buchprojekt bin ich mehr oder weniger ‚hineingestolpert“. Ein Fotobuch, das ich für mich und Freunde erstellt hatte, stieß auf so große Begeisterung, dass ich mich schließlich entschloss, es zu veröffentlichen – allerdings sollte es nicht bei Fotos alleine bleiben.

tredition: Also fingen Sie an zu schreiben!

Dr. Stephanie Arndt: Genau. Fast jeden Abend schrieb ich ein ganzes Kapitel, wie ein Gedächtnisprotokoll – Nasar schaute mir dabei gerne mal über die Schulter (lacht). Stoff für lustige Geschichten liefert der Gute ja wahrlich genug, insofern fiel mir das Schreiben nicht schwer. Was dann mehr Zeit kostete, war die Auswahl der schönsten Fotos und so manche technische Tücken mit meinem Computer.

tredition: Wie kamen Sie auf tredition und weshalb haben Sie sich für eine Veröffentlichung bei uns entschieden?

Dr. Stephanie Arndt: Ich bin zunächst mit einer Druckerei in Kontakt getreten, die mir dann tredition empfohlen hat. Mein Glück! Ich schätze den unkomplizierten Ablauf der BuchveröffentNasar_Coverlichung und den persönlichen Kontakt zu tredition.

tredition: Wie werben Sie für Ihr Buch?

Dr. Stephanie Arndt: Ich habe eine Webseite samt Video-Trailer erstellt, zudem ist Nasar auch auf Facebook vertreten. Abgesehen davon profitiere ich natürlich von der großen Begeisterung der Medien. Die Bild-Zeitung stattet mir in diesen Tagen bereits zum zweiten Mal einen Besuch ab, um eine weitere Fotostrecke über Nasar zu produzieren.

tredition: Wird es eine Fortsetzung des Buches geben?

Dr. Stephanie Arndt: Auf jeden Fall! Ob in gedruckter Form, als e-Book oder im Rahmen eines Blogs, ist noch nicht entschieden. Aber bei der Begeisterung, die das Buch ausgelöst hat, bleibt mir gar nichts anderes übrig als die Geschichte fortzuführen! (lacht)

Serie – Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil V

Social Media Marketing – Xing

Wer kennt wen und über welche Ecken? Und was bringt mir das? Wer sich diese Fragen stellt, kann bei Xing die richtigen Antworten darauf finden. Das soziale Netzwerk ist vornehmlich darauf ausgelegt, berufliche Kontakte zu hegen und zu pflegen – dafür steht übrigens auch der Begriff „Xing“: Auf chinesisch bedeutet das Wort „es klappt“, im Englischen kürzt „Xing“ das Wort Crossing ab (im Sinne einer Kreuzung geschäftlicher Kontakte).

Online-MarketingWeshalb sollte man Xing nutzen?

Im Gegensatz zu Facebook ist Xing dafür geeignet, vornehmlich in beruflicher Hinsicht die eigenen Kontakte auszubauen. Als Autor kann das beispielsweise hilfreich sein, um

  •  den Austausch mit anderen Autoren zu suchen
  • mit Illustratoren, Lektoren, Übersetzern usw. Kontakt aufzunehmen
  • das eigene Buch einer breiten Zielgruppe vorzustellen insbesondere für Fachbücher geeignet)
  • sich über aktuelle Trends und Entwicklungen in der Buchbranche zu informieren
  • aktiv an Diskussionen rund um Self-Publishing, die Veröffentlichung von Büchern und den Buchmarkt teilzunehmen.

Das eigene Profil

Die Art und Weise, das eigene Profil anzulegen, ist ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Nutzung von Xing. Je detaillierter, umso besser. Ansonsten wird kaum jemand Interesse daran finden, sich mit Ihnen auf Xing zu „verbandeln“.

  • Laden Sie ein professionelles Porträtfoto von sich hoch, das Sie z.B. auch für die Bewerbung Ihres Buches verwenden
  • Unter „Berufserfahrung“ sollten Sie Ihre wichtigsten beruflichen Stationen und Qualifikationen darstellen, insbesondere jene mit Bezug zu Ihrer Tätigkeit als Autor, z.B. Zertifikate von Schreibseminaren, Workshop-Besuche etc.
  • Interessen: Erwähnen Sie hier vor allem jene Interessen, die im Bezug zu Ihrem schriftstellerischen Schaffen stehen und den Themengebieten, zu denen Sie schreiben oder die Sie in Ihrer Tätigkeit als Autor umtreiben
  • „Ich suche“/“Ich biete“: Hier haben Sie die Chance, mittels Stichwörtern zu verdeutlichen, weshalb Sie sich in Xing bewegen und über welche Themen Sie sich austauschen möchten. Beispiele für Stichwörter sind:
  • „Ich biete“: schriftstellerische Erfahrung, Tipps zur e-Book-Veröffentlichung, Lyrik
  • „Ich suche“: Erfahrungsaustausch mit Autoren, interessante Informationen über den deutschen Buchmarkt, Tipps zum Self-Publishing, professionelle Übersetzung
  • Einstellungen: Auf der Startseite Ihres Profils gelangen Sie über den als Zahnrad visualisierten Button in den Bereich „Einstellungen“. Dort gibt es den Menüpunkt „Privatsphäre“. Diese Einstellungen sollten Sie idealerweise so beibehalten. Wenn Sie beispielsweise nicht erlauben, dass alle Xing-Mitglieder Ihnen Nachrichten senden, entgehen Ihnen womöglich wertvolle und interessante Kontaktaufnahmen.

Das eigene Netzwerk erweitern und pflegen

Kontakte zu Freunden, Bekannten und Kollegen sind schnell geknüpft, um gänzlich neue Xing-Mitglieder aus dem eigenen Interessenbereich kennenzulernen, können Sie folgendermaßen vorgehen:

  • Klicken Sie neben dem regulären Suchfeld auf „Erweiterte Suche“ und „Mitglieder“. So können Sie beispielsweise Xing-Mitglieder nach Branche oder Firma filtern.
  • Auf der Startleiste Ihres Profils gibt es n der rechten Menüleiste den Punkt „Ihr Netzwerk“. Dort werden Ihnen Kontakte Ihrer Kontakte empfohlen, deren Profil Sie sich anschauen können. Das ist vor allem sinnvoll, wenn Sie schon mind. zehn bis zwanzig Kontakte geknüpft haben.

Auf die Gruppe, fertig, los!

Wie bei Facebook so ist es auch bei Xing wichtig, das eigene Profil wirklich aktiv zu nutzen, indem man sich buchstäblich ins Gespräch bringt. Dafür sind die zahlreichen Gruppen wertvoll.

  • Recherchieren Sie zunächst, welche Gruppen für Sie sinnvoll sind. Dazu klicken Sie im Menü oben auf „Erweiterte Suche“ > Mitglieder > Gruppen.
    Gibt man nun beispielsweise den Begriff „Autor“ in das Suchfeld ein, werden passende Gruppen aufgeführt. Wichtig: Schauen Sie sich das Profil der einzelnen Gruppen und deren Mitgliederzahl genau an.
  • Je mehr Mitglieder, desto mehr Aktivität in den Gruppen, desto reicher das Informationsangebot und desto größer die Chancen für Sie, sich selbst einzubringen. Außerdem sollten Sie sich einmal anschauen, wie aktiv die Gruppe mit neuen Beiträgen bespielt wird und von wem. Wenn sich über Monate immer wieder dieselbe Person mit wenig spannenden News bemerkbar macht, lohnt sich kaum ein Anschluss an die Gruppe. Also nicht allein von der Betitelung der Gruppe leiten lassen!

Folgende Gruppen könnten für Sie als Autor interessant sein:

Autoren

Journalismus & Autoren

Verlage und Autoren

Ich mach was mit Büchern

Darüber hinaus macht es auch Sinn, Gruppen beizutreten, die Sie aufgrund eigener Hobbys interessieren. Auf diesem Wege wächst der Kontaktkreis und auch das kann für Ihre Tätigkeit als Autor hilfreich sein.

Nutzen Sie in jedem Fall die Möglichkeit, sich als neues Mitglied in einer Gruppe kurz vorzustellen und damit erste Akzente zu setzen (dabei nicht zu werblich werden). Beiträge in Gruppen sollten einen fachlichen Mehrwert für die Gruppenmitglieder bieten, basierend z.B. auf Ihren eigenen Erfahrungen beim Schreiben, Tipps für die Buchveröffentlichung, Zusammenarbeit mit Lektoren und Illustratoren usw.

So planen Sie Ihren Besuch auf der Frankfurter Buchmesse

Sie ist das Highlight eines jeden Branchenjahres und die weltgrößte Bücherschau: Über 275.000 Menschen strömen jährlich zur Frankfurter Buchmesse. Ganze 7.300 Aussteller aus aller Welt sind in den Messehallen vertreten, nirgendwo sind so viele Buchtitel auf einmal zu bestaunen. Ein Besuch der Frankfurter Buchmesse ist daher ein wirklich besonderes Erlebnis – das allerdings gut geplant werden sollte! Allein das riesige Messegelände wirkt schnell erschlagend, wenn man sich als Besucher keine Agenda zurechtlegt, welche Messestände und Veranstaltungen man ansteuern möchte.

Autoren von tredition auf der Frankfurter Buchmesse

Hier geht die Post ab: Jedes Jahr kommen zahlreiche Autoren zu tredition an den Stand auf der Frankfurter Buchmesse

Ihr Ticket: Autoren sind Fachbesucher

Die diesjährige Frankfurter Buchmesse findet vom 8. bis 12. Oktober statt. Autorinnen und Autoren gelten als Fachbesucher und haben somit die Chance, die Messe auch vor dem „Publikumswochenende“ zu besuchen, an dem die Messe ihre Pforten auch für Privatbesucher öffnet. Es empfiehlt sich daher, an einem der ersten drei Messetage nach Frankfurt zu kommen, um den größten Besucheransturm zu meiden.

Unter folgendem Link können Sie sich als Fachbesucher registrieren:

https://de.book-fair.com/mbf/services/login.aspx

Es lohnt sich, frühzeitig online ein Ticket zu erwerben: Im Vorverkauf kostet eine Tageskarte 36 Euro, an der Tageskasse 52 Euro.

Anreise und Öffnungszeiten

Reisen Sie am besten mit Bus & Bahn an, um Stau, Parklatzsuche und Parkkosten zu vermeiden. Die Messe hat mittwochs bis samstags von 9 Uhr bis 18:30 Uhr geöffnet und sonntags von 9 Uhr bis 17:30 Uhr. Es ist empfehlenswert, morgens zwischen 9 und 10 Uhr auf dem Messegelände zu sein, um den Tag voll ausschöpfen zu können.

Tagesplanung

Wie Sie Ihren Messebesuch planen, hängt natürlich ganz davon ab, welche Interessen und Ziele Sie verfolgen. Möchten Sie sich über Entwicklungen auf dem Buchmarkt informieren und Tipps rund um das Self-Publishing aufnehmen? Möchten Sie andere Autoren treffen, aktuelle Thementrends aufspüren oder Lesungen besuchen? Im Idealfall nehmen Sie sich für all diese Aspekte ein bisschen Zeit, so dass der Messebesuch Ihnen neue Erkenntnisse einbringt und Sie zugleich inspiriert.

Besuchen Sie tredition

Natürlich freuen wir uns sehr, wenn Sie den Stand von tredition auf der Frankfurter Buchmesse besuchen. Alle zwei Stunden gibt es bei uns Kurzpräsentationen zu ausgewählten Themen rund um das Self-Publishing. Mehr dazu lesen Sie hier:

Die Self-Publishing-Area

Seit 2013 widmet die Frankfurter Buchmesse dem Self-Publishing einen komplett eigenen Bereich mit Präsentationen und Workshops. Welche Veranstaltungen im Einzelnen dort stattfinden, gibt die Frankfurter Buchmesse im September bekannt. tredition ist natürlich auch mit zahlreichen Vorträgen dabei!

Bei den abendlichen „Meet & Greet“-Veranstaltungen ab 17 Uhr in der Self-Publishing-Area haben Autoren die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre mit anderen Autoren und Dienstleistern ins Gespräch zu kommen. Falls Sie am Wochenende anreisen: Unter dem Motto „Interaktives Speed-Marketing“ werden am Messesonntag drei Self-Publisher eigene Buchprojekte vorstellen und das Publikum bei der Entwicklung von Marketingideen mit einbeziehen.

Rund ums Digitale

In mehreren Messehallen gibt es sogenannte „Hotspots“ – das sind Ausstellungsflächen, auf denen neue digitale Produkte und Dienstleistungen präsentiert werden. Nutzen Sie den Besuch auf der Frankfurter Buchmesse, um sich über neue Entwicklungen in diesem Bereich zu informieren, beispielsweise am Hotspot „Digital Innovation“ in Halle 8.0 oder am Hotspot „Mobile“ in Halle 6.1.

Der Veranstaltungskalender

Auf www.buchmesse.de/kalender können Sie anhand von Stichwörtern gezielt nach Veranstaltungen suchen, die Sie persönlich interessieren. Wichtig: Wenn Sie Veranstaltungen in unterschiedlichen Messehallen planen, rechnen Sie genügend Puffer ein, um von A nach B zu kommen.

Im Gespräch mit dem Bestsellerautoren Timur Vermes

Timur Vermes, geboren 1967, studierte in Erlangen Geschichte und Politik und wurde dann Journalist. Er schrieb für die „Abendzeitung“, den Kölner „Express“ und mehrere Magazine. Seit 2007 veröffentlichte er als Ghostwriter vier Bücher, darunter den Bestseller Er ist wieder da.

Timur Vermes verzückte die Leser mit einer Hitler-Parodie

Mit viel Satire gespickt ist der Hitler-Roman von Timur Vermes

indition: Seitdem Sie mit „Er ist wieder da“ einen Bestseller gelandet haben, führten Sie zahlreiche Interviews. Gibt es eine Frage, die Sie nie gestellt bekamen, aber schon immer gerne beantworten wollten?

Timur Vermes: Definitiv nicht: Erstens wird man jede Menge gefragt, und zweitens traue ich mich bei Interviews schon mal Fragen aufzuwerfen, wenn ich finde, dass sie gestellt werden sollten.

indition: … und was läge Ihnen zum Beispiel besonders am Herzen?

Vermes: Ich trinke immer auf den Weltfrieden. (lacht)

indition: Wie wichtig finden Sie es, direkten Kontakt  zu Ihren Lesern zu halten bzw. auf diese zu reagieren?

Vermes: Es gibt Autoren, die sehr gut eine Community betreuen und den Leser an sich binden können. Ich gehöre nicht dazu. Letztlich hat sich der Weg für mich als richtig erwiesen. Die Frage ist aber auch, was das Produkt ist, das man vermarktet: Ist das der dufte Kumpel von nebenan, der liebe Schnuckelautor, der stets für jeden Leser ein offenes Ohr hat? Oder ist das Produkt nicht doch eher der Text? Zudem ist die Social Media-Schiene weitgehend irreversibel: Wenn man einmal damit anfängt, sind die Leser auch leicht enttäuscht, wenn man nicht oder nicht schnell genug antwortet. Aus diesen Überlegungen heraus kam ich zu dem Schluss: Für manchen Autor mag das passen, aber nicht für mich.

Self-Publishing oder Agent?

indition: Haben Sie je darüber nachgedacht, Ihr Buch auf dem Wege des Self-Publishing zu veröffentlichen?

Vermes: Nein. Weil ich kein Unternehmer bin. Und weil ich den Mechanismen des Buchmarkts weitgehend vertraue: Wenn sich kein halbwegs ordentlicher Verlag für ein Buch interessiert, dann mit großer Sicherheit deshalb, weil das Buch keine wirtschaftlichen Erfolgsaussichten hat. Ich habe mein Buch auch nicht per Hand Verlagen angeboten. Ich hab mir einen Agenten gesucht. In meinem Fall Regina Seitz und Leonie Schöbel bei der Agentur Michael Meller – Literaturagenten sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil jener Mechanismen des Buchmarkts.

indition: Self-Publishing hat bereits einen Anteil von 19 Prozent am deutschen Buchmarkt. Tendenz steigend. Wie bewerten Sie diese Entwicklung?

Vermes: Die Entwicklung besagt zunächst nichts. Aus der Zahl angefangener Weblogs kann man ja auch nicht schließen, dass die alle gelesen werden. Aber: Self-Publishing ist eine Möglichkeit, Aufmerksamkeit nachzuweisen: Wenn Sie einen Titel selbst verlegen und es zeigt sich, dass den 10.000 oder 20.000 Leute erworben haben, meinethalben auch für wenig Geld, dann ist das aber eine Zahl, mit der Sie anschließend bei einem Verlag belegen können, dass Sie nicht völlig am Markt vorbei schreiben.

indition: Bastei Lübbe gründete dieses Jahr die Bastei Lübbe Academy für talentierte Schreiberlinge. Würde es Sie reizen, dort Seminare zu geben?

Vermes: Wir diskutieren bereits darüber. Und ich mag generell beruflich Dinge testen, die ich noch nie gemacht habe. Darin besteht der Reiz.

indition: Nach welchen Kriterien entscheiden Sie darüber, ob ein Stoff das Zeug zum Buch hat oder nicht?

Vermes: Das Kriterium ist stets dasselbe: Unterhält mich der Stoff/das Buch oder nicht? Und Unterhaltung kann dabei sehr weit ausgelegt werden: Ist es spannend oder anregend oder informativ oder komisch? Darum geht es.

 

Börsenblatt: tredition erweitert sein Team

Neue Mitarbeiter bei tredition im BörsenblattDrei neue Mitarbeiterinnen sind seit Herbst 2012 bei tredition an Bord. Die personelle Aufstockung ermöglicht eine Inhouse-Vermarktung aller bei tredition veröffentlichten Bücher – ein Service, der im deutschen Self-Publishing-Markt einzigartig ist. Unter anderem wird jedes Buch von tredition mit einer Pressemitteilung werblich unterstützt.

Das eigene Buch vermarkten wie ein Profi

Eigene Literatur zu veröffentlichen ist einfach, ein Buch vermarkten noch viel wichtiger! Als einziger Self-Publishing-Dienstleister Deutschlands vermarktet die tredition GmbH ab sofort sämtliche Werke ihrer Autoren. „Damit liefern wir einen Service, den außer uns nur herkömmliche Verlage für ihre bekanntesten Autoren anbieten“, so Sönke Schulz, Geschäftsführer der tredition GmbH. Für den Ausbau des Marketings ist tredition im Oktober um drei weitere Mitarbeiter gewachsen.

Das eigene Buch vermarkten wie ein Profi

tredition bewirbt Buchnovitäten auf Facebook

„Das fehlende Marketing wird ja bei Self-Publishing-Anbietern immer wieder kritisiert. Wir ändern das jetzt, unterstützen so unsere Autoren noch mehr und setzen damit nicht nur unsere Konkurrenz, sondern auch die herkömmlichen Verlage unter Druck“, so Sönke Schulz. „Diese müssen sich langsam die Frage gefallen lassen, warum Autoren überhaupt noch zu ihnen gehen sollten“, sagt Sönke Schulz. „Ich denke, der Umstand, dass 27 Prozent unserer mehr als 1.000 Autoren vom herkömmlichen Verlag zu uns gekommen sind, spricht in diesem Zusammenhang Bände.“

Marketing wie im klassischen Verlag

tredition bietet seinen Autoren professionelles Marketing im Rahmen eines Rund-um-Servicepaketes: Dazu gehört unter anderem die Buchvorstellung in Form von Pressemitteilungen und deren Versendung an relevante Nachrichten- und Newsportale. Ebenso werden die Werke auf diversen Buchvorstellungsplattformen präsentiert. Darüber hinaus gibt es auf tredition.de eine Rubrik mit detaillierten Porträts der Autoren. Ein weiteres Marketing-Tool ist die Suchmaschinenoptimierung von tredition-Titeln, um diese im Internet besser auffindbar zu machen. Zusätzlich bewirbt tredition seine Titel über Facebook und Twitter und stellt Redakteuren Rezensionsexemplare zur Verfügung.

Sönke Schulz: „Diese neue Vermarktungsleistung ist nur ein Teil unseres Paketes. Unsere Autoren profitieren gleichzeitig davon, dass ihre Bücher in sämtlichen Medientypen von Paperback über Hardcover bis zum eBook sowie über alle relevanten Verkaufskanäle vom stationären Buchhandel bis hin zu den Online-Stores vertrieben werden. So wird jeder potenzielle Leser erreicht.“

Die Umsetzung dieses neuen Vermarktungsservices fällt in den Aufgabenbereich von drei neuen Mitarbeiterinnen bei tredition: Während Nadine Otto (Kundenbetreuung & TREDITION CLASSICS) zuvor bei Springer Science + Business Media sowie Rowohlt tätig war, heißen die Zwischenstationen von Anna Fleck (Kundenbetreuung & Distribution) unter anderem Rosenheimer Verlag sowie Compact Verlag. Als dritte im Bunde verstärkt Gudrun Göller (Marketing) das Team von tredition. Sie blickt auf die Gründung einer deutschsprachigen Zeitung in Polen zurück.