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Self-Publishing Artikel über tredition im Buchmarkt

BUCHMARKT: Windsor-Autoren finden bei tredition neue Verlagsheimat

Seit Mitte März ist der Windsor-Verlag nicht mehr auf dem Buchmarkt vertreten. Den ehemaligen Autoren des Verlags bietet der Hamburger Self-Publishing-Spezialist tredition allerdings eine attraktive Perspektive.

Amazon alles, was ich als Autor wissen muss

Der große Amazon Autorenratgeber – 10 Tipps für Autoren rund um Amazon

Amazon Autorenratgeber

Bild: Autoren stehen, wenn es um Amazon geht, vor vielen Fragen. In unserem großen Amazon Autorenratgeber geben wir Autoren 10 Tipps rund um Amazon.

Jüngst ging ein Raunen durch die Verlagswelt. Amazon-Chef Jeff Bezos hat laut „Forbes“ nicht nur erstmals Microsoft-Chef Bill Gates als reichsten Menschen der Welt abgelöst. Sein Unternehmen Amazon hat dazu noch Google-Giganten Alphabet beim Börsenwert überholt. Der Online-Versandhändler Amazon ist schon länger in aller Munde – von Buchhändlern gefürchtet, bei Kunden für sein breites Angebot beliebt. Autoren stehen, wenn es um Amazon geht, vor vielen Fragen. Ist Amazon wichtiger als der restliche Buchhandel? Reicht eine E-Book-Veröffentlichung bei Amazon, um im Buchhandel Erfolg zu haben? Wie funktioniert die Amazon Rangliste? Und wie platziere ich mein Buch idealerweise bei Amazon? „E-Book, E-Book, E-Book“, ließe sich als gedankliche Spitzmarke über zahlreiche Presseartikel setzen, die zum Thema Self-Publishing erscheinen. Schnell erwächst daraus ein falscher Eindruck des Gesamtmarktes. Bis dato hat Amazon im deutschen Buchmarkt einen Marktanteil von etwa 15 Prozent. Die übrigen 85 Prozent des Umsatzes werden also über andere buchhändlerische Vertriebswege erwirtschaftet. Gerade unbekannte Autoren sollten nicht auf die Chance verzichten, sämtliche im Buchmarkt verfügbaren Verkaufskanäle auszuschöpfen. Was zudem nicht jeder weiß: Das Buchangebot von Amazon, ebenso wie das anderer Onlineshops, basiert auf den Großhandelskatalogen. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist es unabdingbar für Self-Publisher, die eigenen Titel über den Buchgroßhandel verfügbar zu machen. Gleichzeitig ist es wichtig, bei Themen wie Rangliste oder Metadaten informiert zu sein, um eine optimale Sichtbarkeit für das eigene Buch zu generieren. Denn Sichtbarkeit (Visibility) und Auffindbarkeit (Discoverability) garantieren Ihren Bucherfolg!

Gern stellen wir Ihnen in unserem Amazon Autorenratgeber die wichtigsten Fakten, aber auch die Mythen zum Onlinegiganten Amazon vor und zeigen Ihnen auf, was Sie in Punkto Amazon für Ihre eigene Buchveröffentlichung bedenken müssen.

 

Der große Amazon Autorenratgeber: Alle Fakten zum Thema Amazon auf einen Blick:

  1. Kurzüberblick Amazon
  2. Amazon = Buchhandel?
  3. Amazons Eintritt in den stationären Buchhandel – Fluch oder Bedrohung?
  4. Wie kommt ihr Buch zu Amazon?
  5. Besonderheiten in der Zusammenarbeit zwischen einem Self-Publishing-Anbieter und Amazon
  6. Amazon Marketplace
  7. Die Amazon-Rangliste
  8. Worauf es bei der Platzierung auf Amazon ankommt Metadaten! So beeinflussen Sie Ihre Platzierung bei Amazon 
  9. Author Central – Ihre Autorenseite auf Amazon
  10. Ausblick

 

1. Kurzüberblick Amazon

Amazon Ratgeber

Bild: Mittlerweile kennt jeder den Schriftzug des bekannten Onlinehändlers Amazon, der 1994 von Jeff Bezos gegründet wurde.

Amazon ist der bis dato wichtigste Online-Versandhändler. Dieser verfügt über ein breit aufgestelltes Warenangebot, von Kleidung über Haushaltsgeräte bis zu Büchern. Gegründet wurde das börsennotierte Unternehmen von Jeff Bezos 1994 in einer Garage in Seattle als kleiner Online-Versandhandel für Bücher. Über 20 Jahre später hat das Unternehmen rund 25 Millionen Kunden in 160 Ländern der Erde. Der Gründer, Jeff Bezos, wurde im Jahr 1999 vom Nachrichtenmagazin „Time“ zum „Mann des Jahres“ gewählt und hat laut Forbes im März 2018 den reichsten Mann der Welt, den Microsoft-Gründer Bill Gates überflügelt. 1997 folgte der Gang an die Börse. In das deutsche Geschäft stieg Amazon 1998 mit der Übernahme der ABC-Bücherdienst GmbH ein, damals tätig als führender Online-Buchhändler in Deutschland. Um die Jahrtausendewende sorgte das Platzen der Dotcom-Blase auch bei Amazon für Unruhe. Der heutige Marktgigant stand kurz vor der Pleite. Durch diese Situation gerieten neue Felder in den Blickwinkel und die Entscheidung fiel, Amazon von einer reinen Verkaufsplattform für Bücher auch für andere Online-Händler und Produkte zu öffnen.

So entwickelte sich Amazon im Lauf der Jahre durch die Zunahme zahlreicher weiterer Sparten zum vielseitigen Onlinehändler für diverse Produktbereiche. Gewinnbringend waren vor allem auch Services abseits der Produktpalette eines Onlinehändlers, die Amazons Erfolg vorantrieben: Online-Filmleihe, Amazon Music und Amazon Prime. 2007 wurde in den USA der erste E-Book-Reader, der sogenannte Kindle-Reader, verkauft – 2009 dann auch in Deutschland. Der Amazon-eigene Verlag Amazon Publishing wurde im selben Jahr in Seattle gegründet. Die Self-Publishing-Dienste Amazon KDP und CreateSpace und weitere Dienste wie der Amazon App Store und Amazon Prime Instant Video folgen. Neben den zahlreichen Erfolgsgeschichten mehren sich auch vermehrt Negativ-Schlagzeilen, die Themen wie Leiharbeit, schlechte Bezahlung und Arbeitszeiten auf die Agenda von Jeff Bezos rücken. 2013 kommt es auch in Deutschland nach einer Streikwelle in den USA zum ersten Streik. Ständiges Thema, wenn es um Amazon geht, sind sicherlich auch die (steuerlichen) Wettbewerbsvorteile gegenüber kleinen Buchhandlungen, die vom Buchhandel regelmäßig angeprangert werden. Jüngste Nachricht 2018 zu Amazon war der Donnerschlag an der Börse. Amazon ist an Google-Mutter Alphabet vorbeigezogen und hat sich hinter Apple als zweitwichtigstes Unternehmen an der Börse platziert.

 

2. Amazon = Buchhandel?

Amazon Lieferung

Bild: Der Online-Buchhandel stellt bis dato einen Anteil von 18,2 Prozent am Buchhandel mit Amazon. Der restliche Buchhandel macht weiterhin den Löwenanteil aus.

Die Süddeutsche Zeitungtagesschau.de, das Handelsblatt, selbst ein flüchtiger Streifzug durch die Tagespresse der vergangenen Wochen zeigt: der Onlinehändler Amazon ist das zentrale Gesprächsthema der nationalen und internationalen Medien. Self-Publishing-Autoren indes wissen sehr wohl die Chance zu schätzen, ihre Werke über Amazon einer breiten Leserschaft zugänglich machen zu können. Amazon ist unverzichtbar, reicht aber für eine flächendeckende Verfügbarkeit im Buchmarkt nicht aus. Wer hier veröffentlicht, ist mit seinem Buch exklusiv an Amazon gebunden. Je breiter die Verfügbarkeit eines Buches im Markt, desto größer die Verkaufschancen. Und damit verbunden: Je höher die Anzahl der verfügbaren Ausgabeformate eines Buches (Paperback, Hardcover, E-Book in allen Formaten für die gängigen Lesegeräte), desto größer die Chance, dass Leser auf ein Buch aufmerksam werden. Dabei sehen die Fakten wie folgt aus: Der Online-Buchhandel stellt bis dato einen Anteil von 18,2 Prozent am Buchhandel, das ist nicht allein Amazon, auch wenn dieser den größten Anteil ausmacht. Der stationäre Buchhandel bleibt weiterhin wichtigstes Segment im Buchmarkt und beziffert den restlichen Löwenanteil.  Trotz aller Unkenrufe und Shopschließungen ändert sich daran vorerst nichts.

Ganz unabhängig von den gegenwärtigen Debatten rund um Amazon gilt: Autoren, die ihr Werk ausschließlich bei Amazon publizieren – und dies womöglich auch nur im elektronischen Format – verzichten auf die Möglichkeit, Käufer in der Buchhandlung und bei anderen Onlineshops zu erreichen. Ohne Frage ist es für Indie-und Self-Publishing-Autoren weiterhin schwer, einen Platz in den Regalen der Buchhandlungen zu ergattern. Dennoch zeigen viele Erfolgsbeispiele, wie eine solche Präsenz auch für unbekannte Autoren klappen kann. Wohl kaum ein Self-Publisher würde freiwillig auf den Vertriebskanal stationärer Buchhandel verzichten wollen, wenn sein Werk dort nachgefragt wird. Zudem wird die Umsatzbedeutung von E-Books weiterhin überschätzt. Im Jahr 2017 gab es laut dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch rund 3,5 Millionen E-Book-Käufer in Deutschland, die im gleichen Zeitraum durchschnittlich 8,3 elektronische Ausgaben erwarben. Der Umsatzanteil von E-Books im Publikumsmarkt stagniert weiter bei 4.6 Prozent (Quelle Statista). Die Leser bevorzugen weiterhin das Printbuch als Objekt auch zum Anfassen. Für unsere Autoren empfehlen wir daher weiterhin: Der Leser soll sich aussuchen, wo er sein Buch bestellen möchte und in welchem Format er es haben will – wir sorgen dafür, dass es in diesen Vertriebskanälen auch verfügbar ist.

3. Amazons Eintritt in den stationären Buchhandel – Fluch oder Bedrohung?

Amazon vs. stationärer Buchhandel - Amazon Ratgeber

Bild: Welche Strategie plant Amazon mit der Eröffnung von Buchhandelsketten und birgt dies eine Gefahr für den deutschen Buchhandel?

Für viele war es 2015 eine Überraschung: Der weltgrößte Online-Händler eröffnet seinen ersten Buchladen, „Amazon Books“, in Seattle, der Stadt also, in der das Unternehmen 1994 gegründet wurde. Bis zum Jahresende hat Amazon weitere Buchläden in den USA eröffnet. Wie aber ist dieser Schritt in den stationären Buchhandel zu werten? Sieben Tage die Woche können die Kunden dort nun nicht nur Bücher online bestellen, sondern auch vor Ort kaufen. Amazon selbst bezeichnet den Shop als „Buchladen ohne Wände“, tausende von Büchern werden vor Ort präsentiert, weitere Millionen Titel sind online verfügbar. Zu jedem Buchtitel, der in der Buchhandlung präsentiert wird, gibt es eine Rezension, die online zu dem Buch verfasst wurde. Die ausgestellten Bücher sind entweder besonders gut bewertet oder werden aufgrund der hohen Beliebtheit, bspw. berechnet nach der Anzahl an Wunschlisten auf denen ein Buch steht, herausgefiltert. Laut der Seattle Times, die im Interview mit Jennifer Cast, der stellv. Präsidentin von Amazon Books, sprach, sind die Beweggründe vor allem darin zu sehen, dass Amazon durch seinen Zugriff auf Millionen von Verkaufsdaten davon ausgeht, keine Ladenhüter im Shop stehen zu haben, sondern aufgrund der positiven Bewertungen oder der Beliebtheit eines Artikels nur gut verkäufliche Bücher für den Offline-Verkauf ausgewählt werden. Computerbild nannte zudem den Punkt, dass vor allem die Kombination aus Online- und Offline-Handel als vielversprechend erscheint und demnach der Shop diesem Aspekt Rechnung trägt. Die Erkenntnisse basieren auf der Marktforschung, die Amazon umfassend betrieben hat.

Ironischerweise mussten dank Amazon bereits viele kleine Buchhandlungen schließen und selbst eine Branchen-Größe im amerikanischen Buchmarkt wie Barnes & Noble musste in Seattle 2011 die Filiale im University Village aufgeben – genau dort, wo Amazon Books die Türen geöffnet hat. 2017 eröffnet in New York ein weiterer Buchladen, den die FAZ als „langweiligste Buchhandlung New Yorks“ bezeichnet. Denn schwarze Sperrholzregale, neongrelles Licht, Schilder mit den Aufschriften „Bücher mit mehr als 10.000 Kritiken auf Amazon.com“ , das Sortiment basierend auf tausenden von Datensätzen aus dem Amazondatenpool regt Besucher laut Redakteur Lars Jensen wenig zum Stöbern und Lesen an. Viele weitere Buchläden folgten. Was sagen die deutschen Medien bzw. der deutschen Buchhandel zu dieser Entwicklung? Das Handelsblatt sieht in der Öffnung des Amazon-Shops eine weitere Bedrohung für den Buchhandel – doch was impliziert dieses Vorgehen von Amazon darüber hinaus noch? Man kann wohl zunächst von einem Experiment ausgehen, mit dem Amazon weitere Daten und Informationen über das Kaufverhalten der Kunden gewinnen kann.  Zum anderen ist Amazon durch einen stationären Shop und eine umfassende Auswertung des Kundenverhaltens imstande, das Angebot exakt auf die Nachfrage auszurichten, die vorab ermittelt wurde. Ob der Schritt in den stationären Buchhandel ein dauerhaftes Projekt für Amazon ist, bleibt abzuwarten.  Mit weiteren Buchläden in deutschen Städten wird Amazon sich laut Einschätzung des Handelsblatt zurückhalten, da die Buchpreisbindung Amazon hier einen Strich durch die Rechnung macht. Eine weitere aktuelle Entwicklung war die Nachricht, dass Amazon mit Koch, Neff & Volckmar GmbH zusammenarbeitet und für die Titel seines Verlages Amazon Publishing die Listung im stationären Buchhandel anstrebt. Von Seiten der großen deutschen Buchhandelsketten Thalia, Osiander, Mayersche wurde dieser Schritt des Buchgroßhändlers KNV stark kritisiert.

 

4. Wie kommt ihr Buch zu Amazon?

Amazon Ratgeber

Bild: Unser tredition Amazon Ratgeber zeigt (Self-Publishing)-Autoren, wie sie mit dem eigenen Buch zu Amazon kommen.

Amazon ist Onlinehändler und zugleich Self-Publishing-Anbieter: Welche Dienstleistungen bietet Amazon (Self-Publishing)-Autoren, beziehungsweise wie kommen Sie mit Ihrem Buch zu Amazon? 2009 hat Amazon den eigenen Verlag Amazon Publishing in Seattle gegründet. Neben dem hauseigenen Verlag bietet Amazon Selbstverlegern die Möglichkeit über die eigenen Self-Publishing-Dienste Amazon CreateSpace und KindleDirect Publishing, eigene Bücher zu veröffentlichen. Bei CreateSpace handelt es sich um einen klassischen Print-on-Demand-Service. Demgegenüber ist Kindle Direct Publishing (KDP) von Amazon zunächst als Self-Publishing-Plattform für E-Books installliert worden, seit Kurzem ist über KPD aber auch die Veröffentlichung von Taschenbüchern möglich. Als AutorIn sollte man hier beachten, dass diese mit ihrem Buch exklusiv an Amazon gebunden sind. Eine reine Buchveröffentlichung bei Amazon bedeutet, dass der Autor auf maximale Verkaufschancen verzichtet und dass keine Hardcover-Veröffentlichung möglich ist.

Im gesamten Buchhandel verfügbar wird ein Buch hingegen dann, wenn ein Autor sein Buch bei einem entsprechenden Self-Publishing-Dienstleister herausgibt – so bietet etwa tredition eine flächendeckende Erhältlichkeit im gesamten Buchmarkt und natürlich auch bei Amazon an. Der Ablauf wäre dann wie folgt: AutorInnen veröffentlichen bei einem Self-Publishing-Dienstleister das eigene Buch, der Dienstleister übermittelt elektronisch alle Daten zu Ihrem Buch an Amazon. Innerhalb weniger Tage ist Ihr Buch auf Amazon.de sowie auf den internationalen Seiten von Amazon gelistet und bestellbar. Das eigene Buch kommt somit einfach und schnell in den nationalen und internationalen Handel. Bücher von tredition sind deshalb bei dem größten deutschen Onlinehändler Amazon sowie bei tausend weiteren Onlineshops erhältlich. Nahezu alle Titel sind bei Amazon „auf Lager“ und deshalb sofort verfügbar. Denken Sie daran, jedes Buch als PB, HC und E-Book angeboten wird. Denn der Kunde soll entscheiden, welches Format er oder sie lesen möchte. Nehmen Sie das Angebot des Dienstleisters an: tredition konvertiert Ihr Buch in die in den Shops gängigen Formate. Zudem gibt es die Möglichkeit, das eigene E-Book nur bei Amazon zu veröffentlichen und die restlichen Printformate (Hardcover und Paperback) bei einem Self-Publishing-Dienstleister ohne exklusiven Vertrieb.

 

5. Besonderheiten in der Zusammenarbeit zwischen einem Self-Publishing-Anbieter und Amazon

Amazon Zusammarbeit SP-Dienstleister

Es gibt in der Zusammenarbeit zwischen SP-Dienstleister und Amazon einiges zu bedenken.

Jedes Buch ist bei Veröffentlichung über den SP-Dienstleister tredition bei Amazon national und international verfügbar. Bei Bestellungen übernimmt Amazon Versand und Verkauf. Lieferungen erfolgen innerhalb von wenigen Tagen. Ein Verkauf Ihres Buches über Amazon wird auf Ihrem Provisionskonto bei tredition gutgeschrieben. Amazon reagiert auf Nachfragetrends: Wenn ein Buch stark nachgefragt wird, legt sich Amazon den Titel auf Lager, so dass eine schnelle Lieferung garantiert ist. Was gibt es sonst noch bei einer Veröffentlichung über einen Self-Publishing-Dienstleister in der Zusammenarbeit mit Amazon zu bedenken? Wird Ihr Buch über den tredition-Shop verkauft, ist Ihre Provision deutlich höher als bei einem Verkauf über den Buchhandel, denn ein Buchhändler (wie Amazon oder andere Shops)  behält im Schnitt 45% des Nettoladenpreises ein. Die Übermittlung von Provisionen läuft wie folgt: Die Übermittlung von Verkaufsdaten funktioniert bei gedruckten Büchern meist tagesaktuell, dauert jedoch bei E-Books oft einige Wochen, da Amazon diese den Partnern mitunter mit einer Verzögerung einspielt. Self-Publishing-Dienstleister können Autoren somit die Umsätze auch erst mit Verzögerung anzeigen und die entsprechenden Provisionen auszahlen. Sie wollen die Darstellung Ihres Buches auf Amazon ändern? Dann kontaktieren Sie am besten Amazon oder bitten Sie Ihren Verlag oder Dienstleister, dies zu tun.

6. Amazon Marketplace

Amazon Marketplace

Der Amazon Shop ist der Hauptumschlagplatz von Amazon, der Amazon Marketplace ist eine Art Second Hand Buchshop für Händler und Reseller.

Als Autor beachten sollte man, dass es auf der Seite von Amazon zwei verschiedene Angebote gibt, was den Verkauf der eigenen Titel betrifft. Amazons Hautpumschlagplatz ist der Amazon Shop. Das ist die eigentliche Anlaufstelle, wenn Kunden oder Leser Produkte suchen. tredition als Dienstleister etwa veröffentlicht direkt bei Amazon. Leser finden Ihr Buch nach Veröffentlichung innerhalb weniger Tage im Amazon Shop. Ein weiteres Angebot von Amazon neben dem regulären Handel ist der Amazon Marketplace. Das ist eine Art Second Hand-Shop für Bücher. Dort handeln vom Verlag unabhängige Händler und Reseller und verkaufen neue und gebrauchte Bücher. Dies ist unabhängig vom Verlag. Jeder Reseller kann dort erworbene Bücher wieder verkaufen. Auch Sie selber könnten als Reseller Bücher verkaufen. Das funktioniert dort wie bei einem Second-Hand-Buchhandel, genauso gut kann der Reseller dort aber auch neue Bücher, die von ihm erworben wurden, weiterverkaufen. Die Anzahl der Reseller oder Market Place-Händler variiert ständig, denn jeder kann dort Bücher verkaufen. Für Kunden sind Bestellungen über den Marketplace grundsätzlich weniger attraktiv, da dort, im Gegensatz zu Direktbestellungen über Amazon, Versandkosten in Höhe von drei Euro anfallen.

7. Die Amazon Rangliste – Wie kommt der Amazon-Verkaufsrang zustande?

Bestseller Liste Amazon

Bild: Amazon hält sich sehr bedeckt, was die Transparenz der Rangliste angeht. Dennoch gibt es viele Tricks und Hinweise, was es zu bedenken gilt, um sich gut zu platzieren.

Diese Frage sorgt bei Autoren oftmals für Verwirrung, vor allem da Amazon nicht nur eine einzige Rangliste führt. Dennoch lohnt sich zunächst ein Blick auf die allgemeine Rangliste, die sogenannte Amazon Bestsellerliste. Diese basiert auf dem Verkaufsrang eines Buches. Als Autor wundert man sich oft, warum das eigene Buch in dieser Rangliste Schwankungen ausgesetzt ist, ohne dass sich an den Verkaufszahlen merklich etwas getan hat.  Wichtig zu wissen ist: Die auf Amazon dargestellten Verkaufszahlen basieren auf Errechnungen über einen bestimmten Zeitraum. Das bedeutet, dass aktuellste Verkäufe eine höhere Priorität in der Darstellung haben als die Anzahl der Verkäufe. Das ist keine Schikane, sondern vielmehr die Voraussetzung für einen hohen Aktualitätswert der Darstellung. Angezeigt wird, was Kunden aktuell kaufen oder suchen. Hierauf sollten auch Ihre Marketingstrategien fußen. Für Autoren bedeutet das: Sie sollten den Amazon-Verkaufsrang keinesfalls als Maßstab für den Erfolg oder Misserfolg eines Buches ansetzen bzw. als Spiegelbild ihrer tatsächlichen Verkäufe interpretieren. Aufgrund der vielen Millionen Bücher, die Amazon im Sortiment hat und der Unberechenbarkeit von Kaufzeitpunkten kommt es gerade bei selten verkauften Büchern zu vermeintlich willkürlichen Sprüngen im Ranking.

Auf dem Portal „surfpoeten.de“ wird sehr anschaulich und detailliert erklärt, wie diese Schwankungen zustande kommen. Das Ranking basiert generell auf Berechnungen über einen längeren Zeitraum. Wer sein Buch möglichst weit vorne platziert sehen will, bedarf vieler Verkäufer über einen möglichst langen Zeitraum. Zugleich legt Amazon viel Wert auf eine unmittelbare Relevanz von Produkten für die Kunden. Was zudem wichtig ist: Amazon hat neben der allgemeinen Top 100-Bestsellerliste auch Ranglisten in allen Buchkategorien, Bestseller-Listen für jede Unterkategorie. Zählt eine Kategorie „nur“ etwa 2.000 Titel, so ist es wesentlich einfacher, dort etwas höher platziert zu werden als in einer über 10.000 oder 20.000 Titel zählenden Kategorie. Es ist also wesentlich einfacher und effizienter, sich bei der Planung für das eigenen Buch auf eine Unterkategorie zu konzentrieren und zu platzieren. Was man bei der Veröffentlichung und der Ausrichtung der eigenen Metadaten für sein Buch bedenken sollte und wie man diese Platzierung beeinflussen kann, erfahren Sie im folgenden Punkt unseres großen Amazon Autorenratgebers.

8. So beeinflussen Sie Ihre Platzierung bei Amazon!

Platzierung Till Hood Abschlußarbeit

Bild: Amazon-Autor Till Hood hat sich mit seinem Buch „Abschlußarbeiten für Strategen“ zielgerichtet unter dem Stichwort Abschlussarbeit/Abschlussarbeiten platziert und rangiert dort als zweites Suchergebnis.

Wie kann ich meine Sichtbarkeit und mein Ranking verbessern? Als erste Regel gilt: wer oben steht, gewinnt. Das heißt, es ist ähnlich wichtig wie bei Google, auf den oberen Plätzen in der Amazon Suche aufzutauchen. Amazon möchte seinen Kunden die relevantesten Produkte anbieten, damit diese angeklickt und gekauft werden. Daher sucht Amazon unter den oberen Platzierungen die Produkte heraus, die am Besten auf die Suchbeschreibung passen. Die Anzeige dieser Produkte wird durch den Amazon-Ranking-Alghoritmus entschieden.

Wichtige Stellschrauben, um das eigene Ranking zu verbessern, sind etwa:

  • die Metadaten (Buchtitel, Kurzbeschreibung etc.) optimal aufbereiten,
  • ein professionelles Coverfoto mit prägnantem Inhalt und Titel,
  • passende Keywords definieren, die vom Kunden gesucht werden,
  • das richtige Genre/die richtige Kategorie auswählen,
  • viele positive Rezensionen.

Fragen Sie sich zunächst einmal selbst, worauf Sie bei einer Suche auf Amazon achten würden? Ja, richtig, der Titel, der Buchumschlag, die Kurzbeschreibung und Ihre Autorenbeschreibung sind das erste Aushängeschild, das Kunden sehen, wenn Sie Ihr Buch bei Amazon oder in einem anderen Shop entdecken. Sie können hier viel tun, um diese Darstellung optimal zu gestalten, so dass Ihr Buch relevant für den Kunden, und damit für Amazon wird, und im Anschluss auch gekauft wird. Ein prägnanter Titel, ein professionelles Cover, gute platzierte Stich- und Suchwörter in den Metadaten, eine aussagekräftige Kurzbeschreibung etc. tun das ihre für eine optimale Darstellung Ihres Titels. Und am Ende zählen dann letztlich die Verkaufszahlen. Wenn ein Buch sich nicht verkauft, hat es wenig Chance, auf den oberen Plätzen der Ranglisten geführt zu werden. Optimale Auffindbarkeit und Sichtbarkeit ist deswegen so zentral. Ihr Buch sollte daher auch unbedingt in der richtigen Kategorie gelistet sein. Ein Ratgeber für den Erfolg im Beruf etwa hat nichts in der Kategorie Roman zu suchen und würde dort auf wenig Kundeninteresse stoßen. Bei einer Vielzahl neuer Bücher haben oft nur die oberen Platzierungen eine Chance, von Kunden wahrgenommen zu werden. Warum also nur auf die allgemeine Bestsellerliste der Top 100 konzentrieren, bei der es einem Lottogewinn gleicht, wenn man dort gelistet wird? Schließlich gibt es es auch noch andere Möglichkeiten! Es ist nämlich wesentlich einfacher und effizienter, sich in einer Unterkategorie zu platzieren, auch weil Leser hier ganz konkret mit Suchwörtern nach konkreten Themen und Bücher suchen. Sie sollten dies bei der Planung Ihres Buchprojekts und der Veröffentlichung im Hinterkopf haben und Ihr Buch zielgerichtet in diesen Unterkategorien unterbringen und sichtbar machen.

 

9. Author Central – Ihre Autorenseite auf Amazon

Amazon Autorenseite Birte Stährmann

Bild: Die Amazon-Autorenseite von Birte Stährmann ist ein gutes Beispiel für eine gut aufgesetzte Amazon-Autorenseite.

Sie haben Ihr Buch veröffentlicht und es ist bereits überall im Handel verfügbar? Denken Sie jetzt auch an die  Überarbeitung Ihrer Autorenseite auf Amazon! Oft wird dieses zentrale „Aushängeschild“ zum Buch vernachlässigt. Wenige Sekunden können im Onlineshop dazu verleiten, auf Ihren Titel zu klicken oder den Kunden dazu zu bringen, zum nächsten Titel zu klicken. Die Aufmerksamkeitspanne der Kunden, die Ihre Seite und Ihr Autorenprofil bei Kunden auf Amazon haben, sind gering. Unterschätzen Sie daher nie die Wirkung der optimalen Präsentation dieser digitalen „Verkaufstische“! Es ist ein oft gemachter Anfängerfehler, alle Arbeit in das eigene Buch zu stecken, aber nicht auf die Außenwirkung des Buches auf den Verkaufsplattformen zu achten. So entgeht Ihnen eine gute Chance, Leser beim Stöbern von Büchern abzufangen und auf Ihre Bücher aufmerksam zu machen. Ein attraktives Autorenportrait zeigt Lesern nicht nur, wer sich hinter einem Buch versteckt, sondern lädt an dieser Stelle auch zum weiteren Schmökern in Ihren Bücher ein. Nutzen Sie daher diese Chance, denn Amazon bietet Ihnen mit Author Central die Möglichkeit, diese Onlinepräsenz von Ihnen auf Amazon optimal darzustellen.

 

10. Ausblick

Bild: Wie geht es mit Amazon und dem Buchmarkt weiter? Wir können gespannt bleiben, ob Amazon hier neue Impulse setzten kann oder das große Sterben der Buchhandelsketten weitergeht.

Die Frage, wie es mit Amazon weitergeht, ist eng verbunden mit der Frage nach der Entwicklung des Buchmarkts. Leider gibt es keine Glaskugel, mit der man in die Zukunft schauen kann, aber spannend bleibt es sicherlich. Wichtig ist, nicht nur Schwarzmalereien ein Ohr zu leihen, sondern den Buchmarkt objektiv zu betrachten. Der Onlinehandel bleibt weiter ein Schwergewicht im Markt und wird mit Sicherheit auch noch an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig wird der stationäre Buchhandel ebenfalls immer seine Berechtigung behalten. Dies gilt vor allem in Hochfrequenzlagen, nämlich dort, wo Menschen Muße und Zeit zum Lesen haben. Das umfasst etwa den Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel. Denn, wer reist, hat Zeit und Lust zu lesen und die Menschen reisen und pendeln immer mehr! Gerade deutsche Leser beziffern weiterhin den Wunsch, ein physisches Buch in die Hand zu nehmen, wenn gelesen wird, auch wenn die Anzahl der E-Book-Leser sicherlich ebenfalls noch steigen wird. Gleichzeitig stagniert der Buchhandel zurzeit schon seit einigen Jahren. Daher wird es interessant werden, ob Amazon hier neue Impulse setzten kann oder das große Sterben der Buchhandelsketten weitergeht.  Leser können von neuen Ideen und Impulsen im Buchhandel nur profitieren. Für Autoren ist es stets sinnvoll, die gesamte Bandbreite an möglichen Vertriebskanälen im Blick zu behalten und – wie oben erläutert – möglichst nicht eingleisig zu fahren. Gleichzeitig sollte die Präsenz bei Amazon von Autoren möglichst optimal vorbereitet werden. Das heißt, bereits vor Veröffentlichung sollten Sie als Autor Ihren Buchhandelsauftritt optimal vorbereiten, mit gut durchdachten Metadaten, einem professionellen Cover, den richtigen Stichworten etc.. Aber auch nach der Veröffentlichung gibt es weiterhin viel tun, mit einer gut aufgebauten und gut gefüllten Autorenseite und und und. Bleiben Sie neugierig und gestalten Sie die (Literatur)-Zukunft mit Ihrem Buch mit!

 

Jahreswechsel 2017 2018 Rückblick

Es weihnachtet im Buchmarkt – der Jahresrückblick 2017 von tredition

Jahreswechsel 2017 2018 Rückblick

Bild: Erfahren Sie in unserem aktuellen Blogartikel alles darüber, was 2017 bei tredition passiert ist und was das neue Jahr für Sie bereithält.

Schwups, da ist sie schon wieder da, die Vorweihnachtszeit mit den verregneten, grauen Tagen, aber auch mit den Kerzenlichtern und der festlichen Beleuchtung, welche die dunkle Jahreszeit etwas freundlicher und besinnlicher erscheinen lassen. In Riesenschritten steht nun schon wieder der Endspurt gen Weihnachten und der Jahreswechsel an. Haben Sie Ihr Buchprojekt schon abgeschlossen? Und wie sieht es eigentlich mit Weihnachtsgeschenken aus? Haben Sie diese bereits alle zusammen? Für alle, die diese Fragen mit ja beantworten können, aber natürlich auch für alle anderen, ist es an der Zeit, sich einmal zurückzulehnen und sich mit uns gemeinsam auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit zu begeben.

Gern möchten wir zu diesem Zeitpunkt noch einmal innehalten und mit Ihnen gemeinsam auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurückblicken und die Ereignisse, Highlights und Neuerungen der vergangenen Monate Revue passieren lassen. Denn immerhin gibt es tredition dieses Jahr seit sage und schreibe 10 Jahren! Grund genug, einmal genauer hinzusehen, was dieses Jahr eigentlich so alles passiert ist.

Das war los 2017:

  • tredition hat 10-jähriges Jubliäum gefeiert – innovatives und unabhängiges Veröffentlichen gibt es jetzt schon seit 2007
  • Quo vadis Buchmarkt? Von Buchmarkttrends und dem Weihnachtsgeschäft
  • Digitalisierung ist das Trendthema 2017
  • Buchhandlungen in der Krise – Self-Publisher als neue Wachstumsmotoren
  • Veröffentlichen 4.0 – neue Funktionen für Autoren machen Ihnen das Leben leichter
  • Neue Marketingleistungen von tredition – mit unseren Hilfetools zu Ihrem Bucherfolg
  • Vom Verlag zur Self-Publishing-Bühne – Autoren wechseln immer häufiger zum Self-Publishing
  • tredition ändert seinen Sitz und verstärkt das Team!

 

tredition feiert 10-jähriges Jubiläum

Bild: tredition gibt es jetzt schon 10 Jahre!

Anfang des Jahres hatte das gesamte tredition-Team einen ganz besonderen Grund zum Feiern. Im Februar hat tredition seinen 10. Geburtstag gefeiert! In diesem ganzen Jahrzehnt Self-Publishing hat sich viel bewegt ! Self-Publishing selbst ist in diesen zehn Jahren aus den Kinderschuhen herausgewachsen und hat sich im Buchmarkt als feste Größe etabliert. tredition hat diese Entwicklung von Beginn an begleitet und sich in all diesen Jahren durch zahlreiche Innovationen zu einem der führenden Self-Publishing-Spezialisten entwickelt und den Fortschritt des Self-Publishing entscheidend mit vorangetrieben.

2006 war die Idee zum einzigartigen und unabhängigen Self-Publishing-Dienstleister – dem „Gammelbuchskandal“ sei Dank – geboren worden. 2007 gründeten Sandra Latußeck und Sönke Schulz das Unternehmen. Seitdem ist das innovative Erfolgsmodell auf stetigem Wachstumskurs. Unter den führenden Self-Publishing-Dienstleistern ist tredition dabei ein unabhängiges Unternehmen geblieben, das ohne einen großen Medienkonzern im Rücken agiert.  Autoren und Autorinnen schätzen bei tredition besonders den Kundenservice, die inkludierten und weitreichenden Marketingleistungen und das einfache Veröffentlichungsmodul. Wir freuen uns mit Ihnen auf die nächsten 10 Jahre – und viele weitere Innovationen!

 

 

Quo vadis Buchmarkt? Von Buchmarkttrends und dem Weihnachtsgeschäft

Buchmarkt Weihnachtsgeschäft 2017

Bild: Immer weniger Menschen greifen in ihrer Freizeit zum Buch.

In Deutschland gibt es rund 30,6 Millionen Buchkäufer. Circa 90.000 Titel werden pro Jahr im Markt veröffentlicht. Dieser enormen Anzahl an Titeln stehen gleichzeitig immer weniger Leser gegenüber. Viele Studien haben bereits gezeigt, dass die Zahl der Leser sinkt. Bis 2020 werden sich wie PwC im „Executive Summary – Der Buchmarkt in Deutschland  2016 – 2020“ vemeldet die rückläufigen Printumsätze sogar noch weiter verschlechtern. Laut IfD Allensbach hat auch die Lesehäufigkeit in den vergangenen fünf Jahren deutlich abgenommen; 1997 haben 47 Prozent der Deutschen mindestens einmal pro Woche ein Buch gelesen, 2012 sogar 49 Prozent – 2017 sind es gar nur noch 42 Prozent! „Zu wenig Zeit“ ist das häufigste Argument, das genannt wird, wenn nach den Gründen gefragt wird, warum die Literatur links liegengelassen wird. Laut einer aktuellen Studie der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (Iglu) treten diese Probleme bereits an den Horten der Bildung auf: immer mehr deutsche Grundschüler können sehr gut lesen, während gleichzeitig aber auch immer mehr von ihnen eine Leseschwäche aufweisen. Schwarze Nachrichten für die Buchbranche. Aber kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen, sondern es gilt hier weiterhin das Lesen zu fördern, und das schon im frühen Alter. Denn gerade im digitalen Zeitalter ist Lesen wichtiger denn je.

Denn immer mehr Menschen wollen lesen. Die Realität sieht dann aber ganz anders aus. Der Alltag und die zahlreichen Freizeitangebote lassen wenig Raum für Lektüre. Der Buchhandel ächzt unter diesem Trend. Denn es werden immer weniger Bücher verkauft. Eine Umfrage der Marktforscher von Deloitte zeigt, dass dieser Trend sich auch im Weihnachtsgeschäft fortsetzt. Ein weiterer Schock. Scheinbar gibt es auch hier eine Trendwende: Bücher führen normalerweise das Ranking der beliebtesten Weihnachtsgeschenke an erster Stelle an − 2017 musste der Buchmarkt um seinen Spitzenplatz bangen, den Süßigkeiten einzunehmen drohten. Das ganze Jahr hatte der Buchhandel bereits mit Umsatzrückgängen zu kämpfen. Dabei hat gerade eine Studie der Stiftung Lesen die positiven Effekte des Lesens und Vorlesens hervorgehoben. Denn das Vorlesen, das schon bei Babys und Kleinkindern von Vorteil sein kann, fördert nicht nur die Lust auf Literatur und den Spracherwerb, sondern auch die emotionale Bindung. Von diesen Frühstlesern könnte dann auch der Buchhandel profitieren, der sich in dieser Zeit, die von vielen Umwälzungen geprägt ist, auf die Suche nach neuen Konzepten begibt, um Leser wieder für sich zu gewinnen und zu halten und treue lebenslange Leser braucht, um sich wieder zu erholen.

 

Digitalisierung ist Trendthema 2017

Digitalisierung tredition Bücher

Bild: Die digitale Revolution führt auch im Buchhandel zu drastischen Veränderungen.

Die Digitalisierung oder die „digitale Revolution“ ist das Thema der Stunde. Nicht nur im Wahlkampf, auf den Schulhöfen oder in Think Tanks spielen die digitalen Umwälzungen eine zentrale Rolle. Die Digitalisierung betrifft uns alle und ändert die Gesellschaft, wie wir sie kennen in enormer Geschwindigkeit. Digitale Welten durchdringen unseren gesamten Alltag. Informationssortierung, ständige Erreichbarkeit, soziale Medien oder die Bedienung und das Verständnis von (digitaler) Software werden zu einem täglichen Muss. Diese Entwicklung befördert auch im Buchhandel drastische Umwälzungen. Das zeigt sich allein schon an den Möglichkeiten des digitalen Drucks, der das Print-on-Demand-System erst ermöglicht. Gleichzeitig spüren Buchhandlungen die Folgen des enormen Markteinflusses von Onlinegiganten wie Amazon und Co. und müssen mit den Folgen des unverminderten Drucks durch die Digitalisierung umgehen.

 

Buchhandlungen in der Krise – Self-Publisher als neue Wachstumsmotoren im stagnierenden Markt

Nasar bei Edeka

Bild: Dem Buchhandel geht es nicht gut, Self-Publisher setzen neue Impulse.

Das Buchhandelssterben geht aus den oben genannten Gründen auch 2017 weiter. Buchhandlungen arbeiten deswegen händeringend an neuen Konzepten und Strategien, um zum einen den Trend des wegbrechenden Lesepublikums aufzuhalten, aber auch um mit den Onlinegiganten mithalten zu können. Zum Glück gibt es mittlerweile das Self-Publishing. Denn dieses relativ neue Segment verspricht für Buchhändler durch eine Vielzahl an spannenden und interessanten Self-Publishing-Titeln zusätzliches Wachstumspotenzial. Grund genug für Buchhändler, sich immer mehr diesem neuen Segment zu öffnen und den Indieautoren immer mehr Platz im eigenen Sortiment einzuräumen. Dadurch erhält eine immer größer werdende Menge an neuen AutorInnen im Buchhandel die Chance, das eigene Buch zu präsentieren – und das nicht in der hintersten Ecke des Buchladens, sondern in prominenter Lage im Schaufenster oder auf den vorderen Verkaufstischen. Der etablierte Buchhandel profitiert durch frischen Wind und neue Themen und AutorInnen, statt immer nur die etablierten „Hasen“ zu präsentieren oder auf die bekannten Bestseller-Titel zu setzen, die sowieso in jeder x-beliebigen Buchhandlung zu finden sind. Ein kreatives und individuelles Programm ist gefragt und wird auch von den Kunden geschätzt. Scheuen Sie sich als Autoren daher nicht, Buchhändler anzusprechen. tredition-Autoren wie Davut Cöl,  Sabrina Salander, Doris Meissner und viele andere haben es vorgemacht. Das bekannte KulturKaufhaus Dussman ermöglicht etwa dem Self-Made-Autor Davut Cöl die Vorstellung seines Buches an prominenter Stelle.

Zusätzlich entdeckt der Buchhandel gleichzeitig auch neue Wege, um Bücher zu präsentieren und an die Käufer zu bringen. Geschäfte und der Einzelhandel jenseits des eigentlichen Buchhandels mit seinen Nebenstellen bietet dabei großes Potential für die Auffindbarkeit von Autoren – und gewinnen daher zunehmend an Gewicht. Bücher spielen immer öfter in nicht originär buchhändlerischen Geschäften wie Supermarkt, im Theater, im Fachwarenladen etc. eine Rolle. Neue Wege eröffnen sich und zeigen: kreative Ideen von Autoren punkten! Zum wichtigen Nebenhandel entwickelt sich etwa der Lebensmitteleinzelhandel, der dem traditionellen Buchhandel Chancen bietet, Bücher dort auszulegen und vorzustellen, wo das Zielpublikum des Buches eben täglich einkauft. Auch hier sind Self-Publisher den traditionellen Verlagen bereits voraus. Früh werden diese kreativ und probieren neue Wege, etwa mit Lesungen im Restaurant wie Susanne Friedrich, Michael Nowak, der sein Buch im Theater auf die Bühne bringt, oder wie Stephanie Arndt, die neben ihrer Reihe zum Hauspferd „Nasar“ dieses Jahr erstmalig den Wein zum Buch im EDEKA-Einzelhandel präsentiert hat.

 

Veröffentlichen 4.0 – neue Funktionen für Autoren machen Ihnen das Leben leichter

Neue Funktionen für Autoren 2017

Bild: Mit diesen neuen Features wird Ihre Veröffentlichung noch leichter.

Autoren müssen heutzutage nicht mehr auf die üblichen Verlagsstrukturen Rücksicht nehmen und Monate auf die eigene Buchveröffentlichung warten. Flexibilität, Schnelligkeit und die Hoheit über den eigenen Text und die Gestaltung stehen bei AutoInnen hoch im Kurs und sind starke Argumente für den Weg zum Self-Publishing. tredition versucht, durch stetige Innovationen und fortschrittliche Technik die Veröffentlichung für AutorInnen noch einfacher zu gestalten. Dieses Jahr haben wir Ihnen dazu eine Reihe von neuen Features geboten, welche Ihnen eine Veröffentlichung erleichtern und diese noch schneller machen. So können Sie seitdem bei unserem automatisierten Buchsatz nicht nur aus 12 verschiedenen Vorlagen auswählen, sondern auch mit noch größerem Seitenumfang veröffentlichen. Für selbst gestaltete Umschläge gibt es mittlerweile die Funktion „Druckvorschau“, mit der Sie Ihre Umschlaggestaltung leicht auf Fehler überprüfen können. Auf diese Weise vermeiden wir, dass es zu Differenzen zwischen der Umschlaggestaltung und dem Druckergebnis kommt. Sie können außerdem seit diesem Jahr bei mehrteiligen Titeln Ihr Buch als Titel in einer Reihe veröffentlichen. Ihre Buchprojekte sind damit für Leser und Buchhändler noch besser auffindbar, weil sie miteinander verknüpft sind. Da bei der Vielzahl an regelmäßigen Neuerscheinungen die Auffindbarkeit des eigenen Buches der Dreh- und Angelpunkt für den Bucherfolg ist, nimmt das Thema Aufbereitung von Metadaten für den Buchhandel eine immer wichtigere Rolle ein. Auch dafür haben wir mit der Einführung der „Verkaufsargumente“ im Veröffentlichungsprozess eine sinnvolle Möglichkeit gefunden, Ihnen die Aufbereitung Ihrer Metadaten so einfach wie möglich zu gestalten.

 

Neue Marketingleistungen von tredition – mit unseren Hilfetools zu Ihrem Bucherfolg

Neue Marketingleistungen tredition

Bild: Mit diesen Zusatztools sind Sie startklar für Ihren Bucherfolg.

Wenn Sie in letzter Zeit über unsere Seite gesurft sind, haben Sie sicher schon die Pop-Up-Fenster gesehen, die Ihnen allerlei hilfreiche Dokumente für Ihre Veröffentlichung oder Ihr Marketing anbieten. Seit kurzem unterstützt tredition AutorInnen mit vielen weiteren zusätzlichen Marketingleistungen für Ihr Buch. Neben unserem Verlagsblog, in dem Sie viele hilfreiche Informationen zu allen Themen rund um die Buchveröffentlichung finden, etwa wie Sie eine Amazon-Autorenseite anlegen oder wie Sie Ihr Marketing richtig angehen, bekommen Sie von uns für Ihr Marketing aber auch für alle weiteren Bereiche rund um die Buchveröffentlichung weitere hilfreiche Tools mit an die Hand , damit Sie Ihr Buch professionell an Ihre Leser bringen. Dabei unterstützt Sie etwa tredition-Geschäftsführer Sönke Schulz mithilfe von einer Reihe von Webinaren. In einem ausführlichen Marketing-Webinar zeigt er Ihnen etwa alle Tricks zum Marketing auf, in einem anderen Webinar erfahren Sie, wie der Buchmarkt funktioniert. Eine große Anzahl an Download-Dokumenten und -broschüren zu allen Bereichen rund um eine Veröffentlichung helfen Ihnen zusätzlich dabei, Ihr Buchprojekt ganz professionell anzugehen und Ihnen bei Fragestellungen oder Unklarheiten in allen Bereichen kompetent unter die Arme zu greifen. Erfahren Sie dabei etwa alles über Covergestaltung, erhalten Sie Linklisten für Ihr Blogmarketing oder Tipps für Ihre individuelle Autorenvita. Planen Sie mit Ihrem individuellen Projektplan für Belletristik- oder Fachbuchautoren zu Hause ganz in Ruhe alle Schritte zur Veröffentlichung. Oder holen Sie sich mit dem Marketingplan den effizienten Fahrplan für Ihre Marketingaktivitäten nach Hause.  Viele weitere Anregungen, Inspirationen, Pläne und Webinare erwarten Sie! Erfahren Sie von den Profis von tredition wertvolle Hilfestellungen für das Schreiben, die Planung Ihrer Veröffentlichung und für Ihr Marketing  – alles zu finden mit einem Klick auf der Seite von tredition!

 

 

Vom Verlag zur Self-Publishing-Bühne – Autoren wechseln immer häufiger zum Self-Publishing

Astrid Ruppert Autorenbild

Bild: Astrid Ruppert ist eine von vielen AutorInnen, die mittlerweile vom traditionellen Verlag zum Self-Publishing gewechselt haben.

Immer öfter gibt es AutorInnen, die sich über langfristige Verträge, über mangelndes Mitspracherecht und wenig Freiheit bei der Gestaltung des eigenen Buches beim traditionellen Verlag beschweren – oder über die mangelnde Risikobereitschaft von Verlagen, auch Nischentitel im Buchmarkt zu platzieren. Ähnlich erging es Verlagsautorin Astrid Ruppert – eine Verlagsautorin aus großem Verlagshaus. Ihr neustes Buch „Tee mit Ayman“ setzt sich mit Erlebnissen mit Flüchtlingen auseinander – ein für die traditionellen Verlage wenig beliebtes Thema. Aufgrund mangelnder Risikobereitschaft von Verlagsseite nimmt Astrid Ruppert die Sache selbst in die Hand. In ihrer Studentenzeit wollte sie einmal eine „Bibliothek der unveröffentlichten Bücher“ gründen, wo all die besonderen und einzigartigen Bücher, die keinen Verlag finden, ein Zuhause bekommen und gelesen werden können. Mittlerweile gibt es Selfpublishing – und tredition. Ihr „Tee mit Ayman“ muss also nicht in der Bibliothek der unveröffentlichten Bücher stehen, die sie auch nie gegründet hat, sondern ist im Sommer 2017 bei tredition erschienen! Für die Option Self-Publishing hat sich Astrid Ruppert aufgrund der Autonomie und neu gewonnenen Freiheit  sowie der Flexibilität und Schnelligkeit einer Buchveröffentlichung entschieden. Das Beispiel der freien Schriftstellerin zeigt die Geschichte einer Verlagsautorin im großen Verlagshaus und ihren Weg zum Self-Publishing. Wir gratulieren einer Ausnahmeautorin zu ihrer Veröffentlichung.

tredition ändert seinen Sitz und verstärkt das Team!

Umzug tredition

Bild: tredition ist umgezogen!

Wir haben uns 2017 über die stetig wachsende Zahl an Werken verschiedenster Gattungen und Genres und die tollen Bewertungen, die wir regelmäßig von unseren Autoren erhalten, gefreut. Wir wollen weiterhin den besten Service für Sie bieten – und haben dazu unser Team erweitert! Aufgrund dieser Vergrößerung sind wir zudem Anfang Oktober in neue Büroräume in Hamburg-Volksdorf gezogen! In neuen und größeren Büroräumen können wir Ihre Wünsche und Fragen noch besser nachkommen. Wir freuen uns, Ihnen mit frischem Wind noch besseren Service bieten zu können.

 

Prognose für 2018

Wir blicken im Dezember zurück auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr 2017. Wie immer bastelt tredition natürlich bereits an den nächsten Neuerungen und Entwicklungen, um für unsere AutorInnen die Veröffentlichung und die Handhabung unserer Webseite noch einfacher zu gestalten. Bleiben Sie gespannt – auch 2018 werden wir Ihnen wieder viele Neuerungen präsentieren.

Wir halten Sie natürlich über unseren Newsletter und den Newsticker auf der Startseite immer auf dem Laufenden!

 

Man using e-book reader

eBook-Reader und ihre Formate: Alles Wissenswerte übers eBook

Man using e-book reader

Bild: eBooks sind inzwischen auch in Deutschland fester Bestandteil des Buchmarkts. Rund ein Viertel der Deutschen liest eBooks – ob auf eBook-Readern, Tablets oder Smartphones. Foto: Fotolia

eBooks sind bereits seit einigen Jahren auch in Deutschland etabliert. Laut einer aktuellen Studie liest aber lediglich rund ein Viertel aller Deutschen eBooks, auf den unterschiedlichsten Geräten – iPad, Tablet, eBook-Reader, Smartphone usw. Nach wie vor gibt es viele Leser, die sich nicht ans digitale Lesen herantrauen. Rund einem Viertel aller Leser sind eBooks zu kompliziert. Wir haben dies zum Anlass genommen, die wichtigsten Punkte rund ums eBook, die Formate und eBook-Reader einmal zusammenzufassen. Also – keine Angst vor komplizierter Technik, wir erklären hier alles, was Sie über das Thema wissen müssen!

Natürlich ist es gemütlich, sich mit einem schönen Buch und einer Tasse Tee oder Kaffee aufs Sofa zu setzen, in den Lieblingssessel oder auch ins Bett – der Papiergeruch, das Rascheln beim Umschlagen der Seiten, das haptische Erlebnis, wir alle wissen um die Vorteile des Leseerlebnisses mit einem gedruckten Buch. Doch auch echte Leseratten und Bücherfans haben die guten Seiten von eBooks und eBook-Readern erkannt: kein schweres Schleppen mehr unterwegs und auf Reisen – einige Reader wiegen weniger als 200 Gramm, egal wie viele dicke Schmöker gespeichert sind –, Tausende an Büchern immer dabei und die Arme werden auch beim Lesen nicht ganz so schnell lahm wie bei einem dicken Printbuch.

Generell erkennen immer mehr Lesefans diese Vorteile, denn die Nutzung von eBook-Readern steigt, auch wenn die Wachstumsdynamik im Bereich eBook – wie Bitkom berichtet hat –  genau wie im US-amerikanischen Buchmarkt nachgelassen hat. Trotz dieses stagnierenden Wachstums werden auf Smartphones und Tablets laut Bitkom immer mehr elektronische Bücher gelesen – was vermutlich auch damit zusammenhängt, dass die Nutzung mobiler Endgeräte allgemein immer weiter zunimmt. Aber was genau machen eBooks nun aus, was braucht man für einen eBook-Reader und was muss ich beim Schreiben eines eBooks beachten? Wir haben Antworten auf die folgenden Fragen:

  1. eBook – Was ist das?
  2. Welche Vor- und Nachteile hat das Lesen mit eBooks?
  3. Wie entwickeln sich eBook-Markt und Preisgestaltung?
  4. Welche relevanten eBook-Formate gibt es zurzeit?
  5. Wie funktioniert der Kopierschutz bei eBooks?
  6. Welcher eBook-Reader ist der richtige?
  7. Was muss ich bei meinem eBook beachten?

1 eBook – Was ist das?

Ein elektronisches Buch (= electronic book = eBook) – was ist das eigentlich? eBooks bieten viel mehr als nur die digitale Textversion eines gedruckten Buches. Ein eBook ist eine Datei, die sich dem jeweiligen Lesegerät, auf dem es aufgerufen wird, anpasst. Egal ob auf dem Smartphone-Display, dem Tablet, in einer App auf dem stationären Computer oder auf einem eBook-Reader: Der Text passt sich an den Bildschirm an. Die Schriftart und -größe lassen sich individuell festlegen, über das Inhaltsverzeichnis kann man alle Kapitel direkt anwählen und es ist sogar möglich, Links und Textverweise einzufügen. Je nach Lesegerät können außerdem Lesezeichen gesetzt werden, Textstellen gesucht, markiert und gemerkt werden, Wörter nachgeschlagen und übersetzt werden und vieles mehr. Wer sich herantraut, kann also einiges ausprobieren und sich so das eigene Leseerlebnis ganz individuell gestalten.


2 Welche Vor- und Nachteile hat das Lesen mit eBooks/ebook-Readern?

Klar, eBook-Reader sind leicht und speichern unheimlich viele Bücher – das ist den meisten Lesern bewusst. Die Lesegeräte können jedoch (natürlich je nach Preis und Ausstattung) noch viel mehr:

Woman holding traditional book and e-book reader

Bild: e-Book oder gedrucktes Buch? Wir empfehlen: Veröffentlichen Sie Ihr Buch in allen Formaten und lassen Sie den Leser/die Leserin selbst entscheiden. Foto: Fotolia

  • das Layout (Schriftart und -größe etc.) lässt sich individuell anpassen
  • Leser können im eBook Lesezeichen setzen
  • eBooks können direkt über integrierte Shops auf den ebook-Readern erworben werden
  • das Anpassen der Hintergrundbeleuchtung ist möglich
  • einige eBook-Reader ermöglichen eine Anzeige der verbleibenden Lesezeit (aus der vorangegangenen Lesegeschwindigkeit berechnet sich die Zeit, die noch benötigt wird, um das Kapitel/das Buch zuende zu lesen)
  • Markierungen und Notizen sind als Zusatzfunktionen möglich
  • eine Wörterbuchfunktion ist inklusive
  • Übersetzungsmöglichkeiten sind direkt beim Lesen abrufbar
  • Leser können in ihren Readern individuelle Bibliotheken anlegen
  • die intelligente Silbentrennung ist einstellbar
  • die Papierverschwendung fällt weg

… und und und. Doch es gibt ebenso einige Nachteile, die das eBook gegenüber dem gedruckten Buch hat:

  • eBook ist Software (beim eBook erhält man nicht das Buch, sondern lediglich das Recht an der Nutzung des eBooks)
  • eBooks werden als Software mit 19 Prozent versteuert, nicht wie Bücher mit 7 Prozent (auch wenn die Bundesregierung 2016 bekräftigt hat, dass sie sich auf europäischer Ebene für einen ermäßigten Steuersatz für E-Books einsetzen werde, und hier eine Änderung in Planung ist).
  • es gibt unterschiedliche Formate (nicht alle eBooks sind auf allen Readern lesbar)
  • der Akku muss (wenn auch nach langer Laufzeit) aufgeladen werden
  • das Leseerlebnis ist für einige ungewohnt

Zu diesen Vor- und Nachteilen kommt noch, dass eBooks inzwischen potenziell weitaus mehr sind als „nur“ Bücher. Auf neuen eBook-Readern können auch weitere Medien wie bspw. Filmelemente eingebunden werden. eBooks sind somit auch interaktiv und noch weniger mit gedruckten Büchern vergleichbar.

3 Wie entwickeln sich eBook-Markt und Preisgestaltung?

Preisgestaltung eines eBooks

Bild: Wie entwickelt sich der eBook-Markt? Und wie sieht es mit den Preisen von eBooks und eBook-Readern aus? Foto: Fotolia

Auch wenn die Verkaufszahlen anteilig am Markt nicht mehr exponentiell steigen, werden von Jahr zu Jahr mehr eBooks verkauft. 2015 lag der Anteil bei 4,5 Prozent, 2016 geschätzt bei etwa 5,2 Prozent. Etwas mehr als 30 Prozent der Nichtnutzer von eBooks können sich zumindest vorstellen, zukünftig eBooks zu lesen. Da gerade junge Menschen mit eBooks aufwachsen – bereits knapp 40 Prozent der 14- bis 29-Jährigen lesen eBooks – ist auch davon auszugehen, dass die Nutzung weiter steigen wird.

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt dieser Entwicklung auf den Buchmarkt ist, dass die Preise der e-Books tendenziell sinken. Dies erklärt sich vor allem dadurch, dass immer mehr eBooks veröffentlicht werden, die Käufer jedoch nicht mehr Geld ausgeben. Eine größere Anzahl an eBooks muss somit immer härter um die eher geringen eBook-Umsätze konkurrieren. Im Schnitt sind eBooks daher 20 % günstiger als Printbücher. Die Konsequenz für Sie als AutorInnen – eBooks verkaufen sich leider doch über den Preis, der Erlös pro verkauftem Stück sinkt jedoch. Auch Flatrate-Modelle tragen zu dieser Entwicklung bei. Gestalten Sie Ihr eBook also nicht zu teuer, wenn es am Markt bestehen soll.

4 Welche relevanten eBook-Formate gibt es zurzeit?

Wie aber liest man das eBook nun tatsächlich? Leider gibt es nach wie vor unterschiedliche Formate für die verschiedenen Geräte, kein Format lässt sich auf allen Endgeräten lesen. Einige Formate sind jedoch weit verbreitet und finden vielfältig Verwendung. Die wichtigsten stellen wir daher im Folgenden vor:

EPUB

Das epub-Format ist das gängigste eBook-Format, das viele eBook-Reader unterstützen (bspw. Tolino Shine, Kobo und Sony). Allerdings kann es nicht auf den Amazon-Kindle-Geräten gelesen werden. Außerhalb der Amazon-Welt ist es jedoch das Format, das am weitesten verbreitet ist.

Amazon Kindle / .AZW

Ebenfalls häufig genutzt werden die Formate von Amazon, die auf den Kindle-Geräten gelesen werden können. Hierbei handelt es sich um .AZW, .AZW3 und KF8. KF8 ist das neueste Format, das auf den Amazon Kindle Fire Geräten läuft, .AZW und .AZW3 werden von den herkömmlichen Kindle Geräten unterstützt. Allerdings sind die Kindle-Formate auf keinem anderen eBook-Reader lesbar.

eBook-Reader und ihre Formate

Bild: Welche eBook-Formate gibt es zurzeit auf dem Markt? Foto: Fotolia

MOBI

Die oben genannten aktuellen Kindle-Formate basieren auf dem MOBI-Format. Dieses findet nicht mehr so viel Verwendung, da nun hauptsächlich die neueren Kindle-Formate genutzt werden.

PRC / .PRC

Auch .PRC ist ein Dateiformat, das auf Kindle-Geräten Verwendung findet. Es ist dem MOBI-Format sehr ähnlich bzw. basiert dies weitgehend auf dem .PRC-Format. Auch dieses ist jedoch nicht so weit verbreitet wie .AZW und epub.

PDF

PDFs können von vielen eBook-Readern angezeigt werden. Diese entsprechen jedoch nicht dem klassischen eBook, das sich an die Lesegeräte anpasst. Ein PDF ist ein Dokument mit festem Layout, das beim Lesen auf dem Endgerät bei Bedarf herangezoomt und auf dem Bildschirm navigiert wird. Das sogenannte „Fixed Layout“ ist eine solche eBook-Variante: Diese wird bei sehr komplexen Layouts, die viele Abbildungen und Tabellen enthalten, bevorzugt verwendet. Allerdings ist es leider nur über wenige Shops zu beziehen, die wichtigsten sind hier Apple und Amazon.

Außer den genannten gibt es noch einige weitere Formate, die nur für bestimmte Hersteller Anwendung finden. Die meisten sind jedoch entweder bereits wieder eingestellt worden oder finden kaum (noch) Anwendung.

5 Wie funktioniert der Kopierschutz bei eBooks?

Damit eBooks nicht einfach kostenlos weiterverbreitet werden können, verwenden viele Anbieter einen Kopierschutz. DRM (= Digital Rights Management = Digitale Rechteverarbeitung) ist die gängige Bezeichnung für diesen Schutz. Zwei Arten des DRM sind weit verbreitet: der harte und der weiche Kopierschutz.

Urheberrecht eBook - Kopierschutz

Bild: Welche Bedeutung hat der Kopierschutz beim eBook? Foto: Fotolia

Der harte Kopierschutz verhindert dabei nicht das Kopieren des eBooks, sondern das Lesen auf einem anderen Gerät. Auch hier hat Amazon wieder einen speziellen Schutz, weshalb es nicht möglich ist, Kindle-eBooks in anderen Shops anzubieten und auf fremden Geräten zu lesen. Viele der anderen Shops wie Thalia, Weltbild, Kobo etc. setzen beim harten Kopierschutz auf den von Adobe. Obwohl im Internet immer wieder Anleitungen zum Entfernen des Kopierschutzes zu finden sind, ist davon abzuraten, den Kopierschutz zu entfernen. Um den Autor des Buches zu schützen ist dies laut Urheberrechtsgesetz nicht erlaubt.

Der weiche Kopierschutz besteht aus einem Wasserzeichen, das (meist nicht sichtbar) in das eBook integriert wird. Gibt jemand das eBook weiter oder wird es in einem Shop angeboten, lässt sich somit nachvollziehen, wer das eBook zur Verfügung gestellt hat. Da es keine Standards für den weichen Kopierschutz gibt, lässt sich dieser weniger leicht entfernen als der harte Kopierschutz und ist somit eine sinnvolle Alternative. Laut allesebook.de ist der harte Kopierschutz auch deshalb rückläufig; immer mehr Shops verwenden den weichen Kopierschutz.

6 Welcher eBook-Reader ist der richtige?

Doch wenn man nun vor der Entscheidung steht: Welchen eBook-Reader sollte man sich zulegen? Da gibt es je nach Präferenz, Preis und Einstellung natürlich unterschiedliche Empfehlungen. Wir möchten hier kurz zwei der beliebtesten Gerätereihen vorstellen, da rund 85 Prozent aller Nutzer von eBook-Readern eine Ausführung eines dieser Reader bevorzugen: der Amazon Kindle und der Tolino.

Die Kindle-Geräte kommen von Amazon, die Tolino-Reader gehören zur Allianz aus Thalia, Hugendubel, Osiander, Mayersche etc. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Ausführungen: Vom klassische Kindle Reader mit wenigen Funktionen reicht es bis hin zum Kindle Oasis, der nicht nur seine Helligkeit automatisch an das Umgebungslicht anpasst, sondern auch besonders leicht ist und ein scharfes, perfekt ausgeglichen kontrastiertes Bild aufweist.

Bild: Lesen Sie Ihr eBook auf Ihrem persönlich präferierten eBook-Reader oder alternativem Lesegerät. Foto: Fotolia

Auch die Tolino-Allianz hat Geräte für die verschiedenen Ansprüche und Budgets im Angebot: Den eBook-Reader Tolino gibt es bereits für 69 Euro, die neuste Version, den Tolino Vision 4 HD, für 179 Euro. Auch hier reichen die Features von Wörterbuch- und Übersetzungsfunktionen bis zu Helligkeitssensoren und Wasserdichtigkeit. In verschiedenen eBook-Reader-Tests liegen immer wieder mal Kindle, mal Tolino vorne. Welchen Reader man letztendlich wählt, ist also nicht nur von den Features und dem Geldbeutel abhängig, sondern auch eine Sympathiefrage, welchen Shop man bevorzugt unterstützen möchte. Wer sich nicht für den Kauf eines eBook-Readers entschließen kann, braucht sich jedoch auch keine Sorgen zu machen: Laden Sie sich einfach eine kostenlose Software oder App herunter und lesen Sie das eBook auf Ihrem Smartphone, Tablet, Laptop oder PC.

7 Was muss ich bei meinem eBook beachten?

Egal, für welches Gerät Sie sich entscheiden – wir bei tredition bieten potenziellen Lesern alle gängigen Formate zur Auswahl an. Unsere eBooks können Sie natürlich sowohl über die Shops der Thalia-Allianz als auch über Amazon beziehen. Und auch bei Apple sind die eBooks selbstverständlich erhältlich. Doch was müssen Sie als AutorIn bei der Bucherstellung beachten? Im Grunde nicht viel:

  • Wichtig ist, dass Sie beim Buchsatz die automatische Silbentrennung verwenden, nicht die manuelle. Manuelle Bindestriche werden bei der Umwandlung nicht automatisch entfernt.
  • Verwenden Sie, wenn möglich, kein allzu komplexes Layout. Bei vielen Tabellen, Grafiken und Fußnoten ist es nur möglich, das eBook als Fixed Layout zu erstellen. Um unsere Vertriebsstrukturen optimal nutzen zu können, ist dieses Format jedoch nicht geeignet.

Ansonsten können Sie Ihr Manuskript einfach bei uns hochladen – und wir erstellen aus einer Datei Hardcover, Paperback und eBook!

Wir raten Ihnen, Ihr Buch nicht allein als eBook zu veröffentlichen. So verpassen Sie nämlich einen großen Teil Absatzchancen für Ihr Buch! Lesen Sie hier mehr über den Hintergrund, welchen Anteil eBooks am Buchmarkt ausmachen. Wir freuen uns auf Ihr Buchprojekt!

5 Fakten über Self-Publishing und den Buchmarkt auf indie-publishing.de

indie publishingHätten Sie es gewusst? Ausschlafen und Emails lesen sind dem Durchschnittsdeutschen wichtiger als das Lesen eines Buches. Über diese und weitere kuriose Fakten des Buchmarktes klärt tredition-Geschäftsführer Sönke Schulz auf www.indie-publishing.de auf. Lesen Sie hier den kompletten Gastbeitrag.

 

 

Innovation? Fehlanzeige – Sönke Schulz im bookbytes-Blog

Sönke Schulz auf bookbytesQualifizierter Nachwuchs aus IT und Wirtschaftswissenschaften täte der Buchbranche gut, denn es fehlt an konzeptionellen Ansätzen für Innovationen, die dem Markt neue Wertschöpfung bescheren und nicht nur eine Umverteilung der Umsätze von einem Trägermedium auf das andere oder von einem Vertriebskanal auf den anderen darstellen. Erfolgsbeispiele aus anderen Branchen zeigen, wie Innovationen neue Märkte begründen können.

 

Buchreport.Blog: Sönke Schulz zur Entwicklung des Buchmarktes 2015

Sönke Schulz im buchreport.blogBlick in die Kristallkugel: Wie wird es dem Buchhandel in den kommenden Monaten ergehen? Wie entwickeln sich die Titelzahlen und welche Rolle spielen e-Books? tredition-Geschäftsführer Sönke Schulz analysiert im buchreport.blog die Entwicklung des Buchmarktes 2015.

So wird sich der Buchmarkt 2015 entwickeln

Schlechte Perspektiven für Filialisten, wachsende Titelzahlen auf Anbieterseite und ein gebremstes e-Book-Wachstum – tredition bringt auf den Punkt, welche Tendenzen den Buchmarkt 2015 kennzeichnen werden und was das für Self-Publisher bedeutet.

 

Buchhandel

Ausgangslage

Das Weihnachtsgeschäft darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Buchhandel das Jahr 2014 nicht gut abgeschlossen hat: Gemäß Erhebungen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ging der Umsatz im Buchhandel 2014 um 2,1 Prozent zurück. Inflationsbereinigt liegt der Rückgang sogar bei drei Prozent.

Prognose

  • Filialisten weiter unter Druck: Filialisten bleibt keine andere Wahl, als weiter Flächen zu verkleinern oder komplett zu schließen – was insgesamt wieder den Gesamtumsatz des Buchhandels drücken wird.
  • Buchhandel vor Ort profitiert: Laut Börsenvereinsstudie hat der „Buchhandel vor Ort“ (exklusive der Vertriebswege Bahnhofsbuchhandel, E-Commerce und Kauf-/Warenhäuser) 2014 mit 1,2 Prozent ein nicht ganz so starkes Umsatzminus zu verzeichnen. Es darf also die Prognose gewagt werden, dass es inhabergeführten Buchhandlungen – mit einem entsprechenden Kundenstamm und innovativen Geschäftskonzepten – am ehesten gelingen kann, neue Wertschöpfung zu generieren.

Die Konsequenz für Self-Publisher: Mit 48,6 Prozent Umsatzanteil ist der Sortimentsbuchhandel gemäß den Erhebungen „Buch und Buchhandel in Zahlen“ des Börsenvereins nach wie vor der wichtigste Vertriebsweg für Bücher in Deutschland. Der Internetbuchhandel steht hingegen erst für 16,3 Prozent des Umsatzes – eine Zahl, die in der allgemeinen Branchendiskussion oftmals in den Hintergrund rückt. Für Self-Publishing-Autoren ist und bleibt es also unverzichtbar, den Kontakt zum „Buchhändler um die Ecke“ zu suchen, um sich im stationären Geschäft Präsenz zu verschaffen. Gerade angesichts der tendenziell rückläufigen Umsatzlage ist jeder Autor gut beraten, nicht eingleisig zu fahren, sondern sein Buch über möglichst viele Vertriebswege (stationär und online) anzubieten.

 

Buchveröffentlichungen

Ausgangslage

2014 waren in Deutschland (gemessen am Amazon-Katalog) über 300.000 e-Book-Titel lieferbar – Tendenz steigend. Auch über Print-on-Demand-Verfahren (PoD) kommen jede Menge Titel auf den Markt, darunter nicht nur Self-Publishing-Titel, sondern auch zahlreiche Backlist-Titel, die dank moderner Drucktechnologien reaktiviert werden können und neben den Novitäten um die Gunst der Leser ringen.

Prognose

  • Weiter starkes Titelwachstum: Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl lieferbarer Bücher weiter stark ansteigen wird, sowohl auf elektronischem Wege als auch im Printbereich.
  • Höhere Volatilität bei Bestsellern: Da eine immer größere Bandbreite an Titeln zur Verfügung steht, sinken Absatz und Umsatz pro Titel. Bestseller werden sich folglich immer weniger hoch verkaufen.
  • Verlage unter „Output-Druck“: Vor allem große Verlage werden gezwungen sein, mehr Titel auf den Markt zu bringen, um auf diese Weise den Umsatz zu stabilisieren.

Die Konsequenz für Self-Publisher: Es eröffnet sich die Chance, mehr eigene Titel auf den Bestsellerlisten zu platzieren. Auf diese Weise kann es gelingen, mit neuen Themen und Ideen Trends zu setzen und neue Zielgruppen zu erschließen.

 

Print versus eBook

Ausgangslage

Es kann nicht oft genug gesagt werden: Es entfallen „nur“ 3,9 Prozent des Gesamtumsatzes mit Büchern in Deutschland auf das eBook. Zugleich platzieren sich neue Anbieter im Bereich der Abo- und Flatratemodelle. Der Start von Kindle Unlimited entfachte die Diskussion neu, wie Verlage sich demgegenüber positionieren sollten. Was wird also 2015 im eBook-Markt passieren?

Prognose

  • Weiter gebremstes eBook-Wachstum: Oftmals vollzieht sich mit etwas Verspätung die gleiche Entwicklung wie im US-amerikanischen Buchmarkt, in dem die Wachstumsdynamik im Bereich eBook seit einiger Zeit wieder nachlässt. Bereits 2013 hatte sich das eBook-Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr verlangsamt. Offizielle Erhebungen zum Gesamtjahr 2014 liegen zwar noch nicht vor, doch ist die Tendenz im US-Markt eindeutig: Mit einigen Ausnahmen haben „die meisten großen eBook-Händler in den vergangenen 12 bis 18 Monaten mit stagnierenden oder rückläufigen Umsätzen“ zu kämpfen, schrieb beispielsweise Mark Coker, Gründer und CEO der Self-Publishing-Plattform Smashwords, im November 2014 (siehe auch buchreport).
  • Der Print-Absatz steigt wieder: Noch einmal sei auf die Entwicklung in den USA verwiesen. Gemäß jüngster Erhebungen von Nielsen Book Scan sind die Printabsätze 2014 um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ein vergleichbarer Effekt ist auch hierzulande zu erwarten.
  • Verlage verabschieden sich von der Flatrate: Je stärker Flatrate-Abos von Lesern genutzt werden, desto stärker leidet der tatsächliche Umsatz mit eBooks. Das werden Autoren und Verlage schmerzlich zu spüren bekommen und es ist davon auszugehen, dass mittelfristig erste Verlage den Rückzug aus den Flatrate-Modellen antreten werden.

Die Konsequenz für Self-Publisher: Autoren und Self-Publishing-Dienstleister tun gut daran, auf beide Formate (print + eBook) gleichermaßen zu setzen, deren Vorteile konzeptionell auszuschöpfen (Verlinkungen, anspruchsvolles Coverdesign, Illustrationen) und damit jeder Leserpräferenz zu genügen.

 

Self-Publishing

Ausgangslage

In den vergangenen Jahren ist in Deutschland die Zahl der Novitäten im Self-Publishing kontinuierlich auf zuletzt über 40.000 Titel (print + eBook) in 2014 gestiegen. Traditionelle Verlage haben 2014 mit eigenen Plattformen reagiert (z.B. Lyx Storyboard von Egmont) bzw. Dienstleister aufgekauft (Bastei Lübbe holte Bookrix unter sein Dach).

Prognose

  • Starkes Titelwachstum: Alles spricht dafür, dass sich dieses noch junge Marktsegment auch 2015 dynamisch und wachstumsstark weiterentwickeln wird.
  • Mehr Hybridautoren: Die Zahl jener Autoren, die die Vorzüge des Self-Publishing zu schätzen wissen und zugleich klassische verlegerische Dienstleistungen (Lektorat, Illustration etc.) in Anspruch nehmen oder parallel bei traditionellen Verlagen veröffentlichen, wird weiter zunehmen.
  • Verlage unter Druck: Lektorate sehen sich plötzlich damit konfrontiert, dass ihre Stammautoren selbstbewusst entscheiden, welche Titel sie unter etablierter Verlagsmarke herausgeben möchten und welche auf dem Wege des Self-Publishing.
  • Etablierte Marktteilnehmer steigen ein: In Kürze wird ein bedeutender Vertreter der deutschsprachigen Buchbranche in den Self-Publishing-Markt einsteigen. Mehr darüber wird exklusiv auf tredition.de zu lesen sein.

Die Konsequenz für Self-Publisher: Für Self-Publishing-Autoren erweitern sich die Möglichkeiten, ihr Buch auf den Markt zu bringen und die Chancen, mittelfristig unter traditioneller Verlagsmarke zu veröffentlichen. Zugleich wird es immer schwieriger, die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen. Ein Fokus sollte also darauf gelegt werden, dass das eigene Buch möglichst gut auffindbar ist (über flächendeckende Distribution, Metadaten, Rezensionen, Self-Marketing etc.).

Buchmarkt: Neue Dienstleistung für Digital-First-Verlage

Neue Dienstleistung von tredition im BuchMarktVerlage, die eine „Digital first“-Strategie verfolgen, können künftig mit tredition als Dienstleister ihre e-Books innerhalb kürzester Zeit auch in gedruckter Form auf den Markt bringen. Der Hamburger Verlagsdienstleister konvertiert ePUBs vollautomatisch in einen druckfähigen Buchblock um. Buchmarkt stellt die neue Dienstleistung von tredition vor.

Buchmesse Blog: 5 Wahrheiten über Self-Publishing

 Gastbeitrag von tredition im Buchmesse blogWird die wachsende Bedeutung des Self-Publishing-Marktes mit der Entwicklung des Buchmarktes insgesamt gespiegelt, wird deutlich, wie sehr sich die Branche in den kommenden Jahren verändern wird – und muss.