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Eine Lesung organisieren: Autorin Regina Schlager erklärt, wie’s geht

Bild: Regina Schlager plädiert mit ihrem Buch „Mutig mit dem Herzen führen“ für ein neues Verständnis von Führung aus der Sichtweise von Frauen.

Das eigene Buch erstmals und live der Öffentlichkeit präsentieren – eine aufregende Vorstellung! Womöglich haben Sie noch gar nicht mit dem Gedanken gespielt oder aber sie würden gern eine Lesung veranstalten und haben Respekt vor der Aufgabe.

Wie dem auch sei: Ratschläge von Gleichgesinnten – also anderen Autorinnen und Autoren – zu  bekommen, ist für alle Vermarktungsmaßnahmen unverzichtbar. Diese Chance sollten Sie unbedingt nutzen. Wir sprachen mit der tredition-Autorin Regina Schlager darüber, wie sie ihre erste Lesung organisierte.

Die Autorin ist zwar aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit das Reden vor Publikum gewohnt, dennoch war es natürlich auch für sie eine Herausforderung, eine Lesung zu konzipieren. Gute Planung ist dabei das A und O. Lesen Sie im folgenden Interview selbst, wie Regina Schrader dabei vorging und was sie ihren Autorenkolleginnen und -kollegen im Einzelnen empfiehlt.

Viel Freude bei der Lektüre!

 

So organisieren Sie Ihre Lesung – Tipps von Regina Schlager

Von der Idee zum Buch

tredition: Wie kam es zur Idee für Ihr Buch?

Lesung-Regina-Schlager-Auftakt-Oktober-2017

Bild: Im Oktober 2017 fand Regina Schlagers erste Dialoglesung zu ihrem Buch »Mutig mit dem Herzen führen. Gespräche mit Frauen, die ihre Berufung gestalten« statt.

Regina Schlager: 2015 habe ich eine Online-Konferenz veranstaltet. Ich führte eine Woche lang Gespräche mit Coaches, Beraterinnen und Therapeutinnen zum Thema Berufung. Sie erzählten aus ihrem Leben und gaben Hinweise, was bei der Gestaltung des eigenen Weges aus ihrer Sicht hilfreich ist. Ich bekam von vielen Zuhörerinnen das Feedback, dass die Interviews ermutigend und bestärkend waren. Das inspirierte mich dazu, die Beiträge auch in Buchform anzubieten. Im Buch wollte ich mich auch selbst mehr mit meiner eigenen Stimme einbringen als bei der Konferenz. So verfasste ich einleitende Kapitel, die einen Rahmen und roten Faden bieten.

tredition: Wann haben Sie angefangen, die ersten Lesungen zu organisieren?

Regina Schlager: Ich überlegte mir vor der Veröffentlichung, ob ich eine Buchpremiere veranstalten will. Doch es kam so viel zusammen: die Fertigstellung des Buches neben meiner Coachingtätigkeit war schon ziemlich anspruchsvoll. Ich setzte andere Marketingschwerpunkte und entschied vorerst für mich, keine Lesungen zu veranstalten. Was bald nach der Veröffentlichung stattfand, war ein Podiumsgespräch mit einer der Gesprächspartnerinnen aus dem Buch zu einem thematischen Aspekt. Da wurde ich eingeladen. Ich habe das Thema Lesung aber nicht aus den Augen verloren.

Vor ein paar Monaten war mir plötzlich klar, dass es jetzt soweit ist. Ich machte mich daran, meine erste Lesung zu organisieren. Und plötzlich war auch der Geistesblitz da: »Das wird eine Veranstaltungsreihe!«, in Form einer Mischung aus Lesung und Dialog, zu den verschiedenen Aspekten, die im Buch aufgezeigt werden. So ist das Thema beim Auftakt am 5. Oktober „Achtsamkeit mit Fokus Frausein in der Wirtschaft“. Die nächste Lesung habe ich bereits für 31. Januar fixiert, zum Thema „Charismatisches Auftreten“.

Planung und Organisation einer Lesung

tredition: Wie sollte ein Autor bei der Planung und Organisation einer Lesung vorgehen?

Lesung-Regina-Schlager-Oktober-2017

Bild: Das Aletheja – Center of Creativity in der Trittligasse in Zürich bot einen geschmackvollen und angenehmen Rahmen für die Lesung von tredition-Autorin Regina Schlager.

Regina Schlager: Ich empfehle, eine To-Do-Liste zu führen, beispielweise tue ich dies in meinem Textverarbeitungsprogramm. Zunächst halte ich in einem Dokument Ideen und Fragen fest und ergänze das auch laufend. Zusätzlich führe ich eine Presseverteiler-Liste in Excel. Und ich habe mit Trello ein Online-Tool, das sich gut fürs Projektmanagement eignet. Wichtige Termine und Fristen halte ich in meinem Online-Kalender fest, sodass ich nichts aus den Augen verliere.

Wichtig finde ich, bei den Marketingaktivitäten Prioritäten zu setzen: Was will ich tun, was ist auch realistisch angesichts der Zeit, die mir zur Verfügung steht? Was hat die größere Wirkung? Was macht mir Freude?

tredition: Welche Aspekte muss ein Autor bei der Organisation einer Lesung beachten?

Regina Schlager: Da gibt es im Einzelnen folgende Punkte zu beachten:

Die Zielgruppe: Wen will ich mit der Lesung erreichen? Das kann dann auch schon ein Faktor für den Veranstaltungsort sein.

Der Organisator: Will ich die Lesung selbst organisieren – oder gibt es vielleicht eine Institution, für die das interessant sein könnte und die mich zu einer Lesung einlädt?

Welche Kontakte habe ich bereits, durch die sich wertvolle Synergien ergeben?

Lesung-Regina-Schlager-Nicole-Stadler-Oktober-2017

Bild: Vorab gilt es festzulegen, wie man die Lesung gestalten und durchführen will, also welche Textstellen gelesen werden, ob die Zuschauer mit eingebunden werden sollen etc.

Welche Atmosphäre will ich? Ich habe mich zum Beispiel für meine ersten beiden Lesungen für einen eher kleinen Rahmen entschieden. Der Platz ist auf 20 Teilnehmer beschränkt. Ich habe über einen Kollegen einen sehr schönen Raum mitten in der Altstadt von Zürich mieten können, den ich selbst schon von Veranstaltungen kenne. Die Zusammenarbeit mit dem Kollegen rund um die Lesung läuft sehr kollegial und unkompliziert ab, das erleichtert mir den Einstieg in die Lesungen. Ich spreche momentan vor allem Leute an, die mich bereits kennen: aus meinem Netzwerk, Kunden, Kollegen, Freunde und Bekannte, von denen ich weiß, dass sie das Thema interessiert.

Dann gilt es natürlich zu beachten, wie man die Lesung gestalten will: Welche Passagen, wie viel soll gelesen werden? Werden die Zuhörer in irgendeiner Form eingebunden? Gibt es vielleicht auch ein Rahmenprogramm, z.B. Musikeinlagen? Biete ich Getränke oder sogar kleine Snacks an?

Wie möchte ich das Buch nach der Lesung präsentieren? Wie viele Exemplare liegen aus (die muss ich vorher bestellen)? Biete ich nach der Lesung an, Bücher zu signieren?

Wieviel Budget steht zur Verfügung? Das ist natürlich ein entscheidender Faktor. Verlange ich einen Eintrittspreis?

Möchte ich, dass sich die Leute anmelden? Wenn ja, wie? Ich selbst benutze mit Eventbrite ein Tool, wo man sich online anmelden kann. So habe ich einen Überblick, wann die 20 Teilnehmer erreicht sind. Und ich kann ihnen auch Erinnerungsmails schicken.

Fehler vermeiden – aber wie?

tredition: Welche Fehler sollte ein Autor unbedingt dabei vermeiden?

Regina Schlager: Gar nicht einfach zu sagen. Ich bin ja auch erst am Ausprobieren und komme sicherlich noch auf Dinge, die sich nicht bewährt haben. Auf keinen Fall sollte man bei der ersten Lesung zu hohe Erwartungen haben. Nur weil ich eine Lesung ankündige, drängen sich nicht unbedingt hunderte Menschen in einen Riesensaal, den ich teuer angemietet habe. Nicht ausgeschlossen, dass das passieren kann, sehr häufig aber wird der Andrang anfangs nicht so groß sein. Zudem ist es ein Irrglaube, dass beispielsweise eine einmalige Ankündigung der Lesung auf Facebook als Marketing ausreicht. Die Werbetrommel muss vielseitiger und lauter auf möglichst vielen Kanälen gerührt werden, damit viele Menschen auf die Veranstaltung aufmerksam werden.

Lesung-Regina-Schlager-Aletheja-Klangschale-Oktober-2017

Bild: Es ist wichtig, dass Sie bei der Organisation Ihrer Lesung die Werbetrommel auf möglichst vielen Kanälen rühren.

Der Tag der Lesung 

tredition: Was ist am Tag der Lesung besonders wichtig?

Regina Schlager: Es ist wichtig, am Tag der Lesung nicht noch zu vieles organisieren zu müssen. Am besten rechtzeitig und möglichst entspannt zur Lesung gehen. Aufregung ist sicherlich für jeden dabei. Ein wenig Bewegung, Atem- oder Stimmübungen, vielleicht auch Momente der Stille und Sammlung helfen hier.

Wenn man großes Lampenfieber hat oder eine sehr unsichere Stimme, dann kann auf Dauer z.B. Stimm- oder Auftrittstraining unterstützen. Es könnte auch sein, dass die Stimme beim Lesen sehr schnell ermüdet, man das Gefühl hat, zu leise zu sprechen oder zu undeutlich. Die wenigsten sind hier die geborenen Profis, hier ist Entwicklung erlaubt. Man muss sich nicht verstellen: Man kann authentisch sein und sich gleichzeitig weiterentwickeln, das schließt sich nicht aus.

Nicht vergessen, wichtige Materialien mitzunehmen: Buchexemplare, falls vorhanden Flyer oder Visitenkarten.

Nach der Lesung: Nicht zu kritisch sich selbst gegenüber sein. Sich feiern, dass man die Lesung abgehalten hat. Vielleicht mit anderen gemeinsam feiern. Aus der Erfahrung lernen.

Über die Autorin

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Bild: Regina Schlager im Gespräch mit einer Zuhörerin bei einer Lesung.

Regina Schlager, geboren 1970 in Wien, studierte Germanistik und Philosophie. Sie hat langjährige Erfahrung im Wissensmanagement, Learning und Development, sowohl in einem mittelständischen als auch einem internationalen Beratungsunternehmen. Eine gesundheitliche Krise im Jahr 2006 öffnete für sie eine intensive Phase der Neuorientierung. Sie zog nach Zürich und machte sich hier 2012 mit ihrem eigenen Unternehmen selbständig.

Heute unterstützt sie als zertifizierter Businesscoach, Berufungscoach und Embodied Life Guide Menschen dabei, in Kontakt mit sich selbst und ihrer Berufung zu kommen. Ein besonderes Anliegen ist es ihr, den Wandel zu sinnvoller Arbeit, Zusammenarbeit und Führung mitzugestalten. Mutig und mit Herz.

2015 gründete und organisierte sie die erste Online-Berufungskonferenz, schreibt regelmäßig in ihrem Blog und gibt den Podcast »Berufung gestalten. Selbst, Sinn, Leadership« heraus.

Facebook für Autoren

Social Media für Autoren – Wie Sie Facebook erfolgreich für Ihr Marketing nutzen

Nutzen Sie Ihre Chance und erfahren Sie in unserem aktuellen Blogartikel, wie Sie beim Facebook-Marketing richtig vorgehen und welche Klippen es dabei zu umschiffen gilt.

  1. Social Media-Marketing: Nichts geht ohne Marketing-Plan!
  2. Zielgruppe – Sind meine Leser bei Facebook?
  3. Passende Facebook-Gruppen finden
  4. Der Facebook-Algorithmus: Mehrwert für Leser schaffen
  5. Ihre Autorenseite auf Facebook anlegen!
  6. Ihre Buchseite bei Facebook!
  7. Interaktion ist Trumpf: Veranstaltungen, Gewinnspiele zu Ihrem Buch
  8. Facebook Live-Funktion nutzen
  9. Darf’s auch mal eine Anzeige sein?
  10. Weitere Social Media-Kanäle bedienen: Twitter, Snapchat, Instagram, Pinterest …

1 Facebook-Marketing: Nichts geht ohne Marketing-Plan!

Wie vermarkte ich mein Buch

Bild: Fangen Sie rechtzeitig mit dem Marketing an und legen Sie sich schon beim Schreiben einen Marketingplan zurecht.

Stürzen Sie sich nicht wild auf die Plattform und probieren einfach drauf los. Wenn Sie Ihr Buch veröffentlicht haben, haben Sie sich sicherlich schon einige Gedanken zu einem Vorgehen im Bereich Marketing gemacht. Social Media- oder Facebook-Werbung funktionieren nicht losgelöst von Ihren anderen Maßnahmen. Grundsätzlich sollte man vor Beginn der Marketing-Maßnahmen generell eine Übersicht, einen sogenannten Marketingplan, zu den geplanten Aktivitäten erstellen. Die Maßnahmen auf Facebook sollten dann im besten Fall mit anderen Social Media-Maßnahmen auf anderen Kanälen (wie Instagram, Twitter, XING), aber auch anderen Marketingmaßnahmen wie Pressearbeit, Lesungen etc. kombiniert werden.  Die Marketingaktivitäten sollten auf allen Kanälen eine Geschichte zu Ihrem Titel erzählen und Maßnahmen untereinander unterstützen. Wenn Sie etwa eine Pressemeldung erstellen, können Sie den Pressetext für Posts verwenden, einzelne Beiträge auf unterschiedlichen Kanälen sollten aufeinander  abgestimmt sein. Veranstalten Sie eine Lesung, sollten Sie dafür natürlich auch in den sozialen Netzwerken und auf Facebook werben etc. Nicht immer ist Facebook-Werbung für jedes Buch geeignet. Ein Fachbuch erfordert zum Beispiel andere Marketingmaßnahmen als ein Fantasyroman. Sie sollten sich daher vorab Gedanken darüber machen, ob und welche Maßnahmen für Ihr Buch sinnvoll sind und inwieweit Facebook in diese Strategien einzubinden ist. Dies sollten Sie in Ihrem individuellen Marketingplan mit genauen Richtlinien für die Organisation Ihrer Marketingaktivitäten und deren Durchführung festlegen. Facebook eignet sich gut, um langfristig auch vor Veröffentlichung eine Fanbasis oder Community aufzubauen. Wenn das Buch dann veröffentlicht ist, und diese Community schon besteht, ist es einfacher, direkt mit Ihren Marketingmaßnahmen loszulegen und bereits eine große Community anzusprechen.

2 Ihre Zielgruppe – Sind meine Leser überhaupt bei Facebook?

Facebook für Autoren

Bild: Der erste Schritt beim Facebook-Marketing: Analysieren Sie, ob sich Ihre Leser überhaupt auf dem sozialen Netzwerk aufhalten.

Haben Sie sich schon einmal darüber Gedanken gemacht, welche Zielgruppe eigentlich Ihr Buch liest? Dies sollten Sie – auch abgesehen von Ihrer Facebook-Werbung – unbedingt vor allen Marketingbestrebungen genau überdenken. Denn nicht jeder Titel ist bei Facebook gleich gut aufgehoben. Fragen Sie sich aber auch, wo Ihre Leser aktiv sind. Ist Ihre Zielgruppe auf Facebook überhaupt zu Hause und wenn ja, wo und wie agiert diese in dem Netzwerk? Nur so können Sie herausfinden, wie Sie die Zielgruppe am besten erreichen. Sinnvoll ist die Werbung über diese Kanäle sicherlich bei belletristischen Werken, etwa bei Kriminalromanen oder Fantasywerken. Für diese Genres gibt es bei Facebook viele Fangruppen und Foren. Anders sieht es schon bei Fach- und Sachbüchern aus. Hier kommt es ganz auf das Genre und den Titel an, ob Werbemaßnahmen über Facebook sinnvoll sind. Nehmen Sie sich Ihren Titel noch einmal zur Hand und betrachten Sie diesen aus der Warte des idealen Lesers. Welches Genre und welcher Inhalt machen Ihr Buch aus und welche Leser kommen für diese in Frage? Wen spricht der Stil und die Aufmachung des Buches an? Technisch versierte Leser halten sich hauptsächlich in den sozialen Netzwerken, auf Blogs oder in Buchcommunities auf. Ein Kochbuchliebhaber kann sich zwischen verschiedenen Plattformen für Bilder und Videos entscheiden und postet seine Bilder vielleicht auf Pinterest, Instagram oder  Facebook – oder hält sich vielleicht nur offline auf. Die Biografie eines ländlichen Rudervereins oder ein Schachratgeber wären aber wahrscheinlich bei Facebook eher fehl am Platz! Verpulvern Sie Ihre Marketingmunition nicht durch Aktionen, die Ihr Zielpublikum vielleicht gar nicht erreichen!

3 Passende Facebook-Gruppen finden

Gruppen entdecken Facebook

Bild: Facebook-Gruppen sind eine gute Option für Autoren, sich mit anderen Nutzern, Autoren und Lesern auszutauschen oder diese anzusprechen.

Soziale Netzwerke wie Facebook bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten zum Austausch oder zur Werbung. Eine interessante Option sind hierfür die Facebook-Gruppen. Das sind Nutzer- oder Diskussionsgruppen, in denen sich einzelne Nutzer zu bestimmten Themengebieten unterhalten. Diese bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten für Ihr Marketing:

  • Austausch mit anderen Autoren
  • Ansprache und Kontakt zu Ihren Lesern
  • Aufbau und Pflege Ihres Netzwerkes/Ihrer Fan-Basis
  • Informationsmöglichkeit zu einem Thema

Recherchieren Sie daher auf den Social Media-Kanälen und Facebook mögliche Diskussionsgruppen, zu denen Ihr Buch passt. Je mehr Anknüpfungspunkte, desto besser fruchten Ihre Marketingbestrebungen. Sie können bei Facebook in der linken Benutzerleiste passende Gruppen suchen. Dazu gehen Sie auf den Reiter Entdecken und klicken auf den Button „Gruppen“. Im Gruppenreiter geben Sie dann ein Stichwort ein oder suchen in der entsprechenden Kategorie  und Ihnen werden die passenden Gruppen angezeigt. Schauen Sie sich das Profil der einzelnen Gruppen und deren Mitgliederzahl genau an. Haben Sie eine passende Gruppe gefunden, können Sie dieser beitreten, mit anderen Nutzern agieren, Fragen stellen. Je mehr Mitglieder, desto mehr Aktivität in den Gruppen, desto reicher das Informationsangebot und desto größer die Chancen für Sie, sich selbst einzubringen. Außerdem sollten Sie sich einmal anschauen, wie aktiv die Gruppe mit neuen Beiträgen bespielt wird und von wem. Werden in der Gruppe neue, für Sie oder Ihre Leser relevante Informationen geteilt, lohnt es sich, der Gruppe beizutreten. Eine aktive und fortlaufende Kommunikation mit anderen Facebook-Nutzern, Autoren oder Lesern ist wichtig – nicht nur, um sich ins Gespräch zu bringen, sondern auch, um von den Erfahrungen anderer Nutzer zu profitieren oder sich über die eigenen Erfahrungen auszutauschen. Sie können zudem auch eine eigene Gruppe gründen.

Self-Publishing-Gruppen Facebook

Bild: Zu Ihren persönlichen Interessen oder Themengebieten finden Sie auf Facebook sicherlich die passende Gruppe!

Beispiele von Facebook-Gruppen:

  • Autorenwelt: Plattform für den Austausch unter „Schreibprofis“ und angehende Autoren
  • Autoren_Netzwerk: Öffentliche Gruppe, in der sich Autoren und Self-Publisher untereinander beraten und austauschen können
  • Die bunte Bücherwelt: Diese Gruppe ist für alle interessant, die sich über aktuelle Ereignisse und Trends im Buchmarkt auf dem Laufenden halten und das öffentliche Meinungsbild dazu wahrzunehmen wollen
  • Self-Publishing: Hier tummeln sich vor allem Autoren und Verlagsdienstleister, die sich über alle Aspekte des Self-Publishing austauschen
  • tredition Buchklub: Hier können Sie sich mit anderen Autoren austauschen, Ihr Buch oder Veranstaltungen vorstellen etc

4 Der Facebook-Algorithmus: Mehrwert für Leser schaffen

Wie auch sonst im Werbungsalltag gilt bei Facebook besonders: Nerven Sie Leser nicht ständig mit Werbebotschaften zu Ihrem Buch! Werbung sollte hier etwas subtiler stattfinden! Der streng geheime Facebook-Algorithmus ist unerbittlich. Sie fragen sich, was Algorithmus überhaupt bedeutet? Wie Suchmaschinen oder andere Netzwerke unterliegen die Nachrichten und Posts, die bei Facebook angezeigt werden, bestimmten Algorithmen, die bestimmen, wem und wie oft diese angezeigt werden. Denn Nutzer von Facebook sollen nur die für sie relevanten Themen und Posts sehen, nicht alle hunderttausend Beiträge, die täglich über das Netzwerk veröffentlicht werden. Denn sonst würde eine Chronik schnell überflutet werden oder verstopfen. Das heißt aber auch, dass Ihre Posts und Beiträge auch nach den Richtlinien beurteilt werden, die diese Relevanz analysieren. Die Währung für den Erfolg auf Facbeook sind Likes, Daumen nach oben oder Herzen, das Teilen von Beiträgen und die Kommentare unter einem Beitrag. Wenn Ihre Posts ein oder zweimal nicht geteilt, geliked oder für interessant befunden wurden, klassifiziert Sie Facebook als weniger relevant für Ihre Leser! Die Folge: Facebook zeigt Ihre Posts beim nächsten Mal nicht mehr allen Nutzern an oder blendet diese auf den Chroniken weniger oft ein. Das Todesurteil für Ihre Sichtbarkeit! Die goldene Regel auf Facebook ist deshalb, den Nutzern nur wirklich relevante Informationen zu bieten und mit diesen Beiträgen einen Mehrwert für Leser zu schaffen. Sonst wird Ihr Beitrag schnell als langweilig oder uninteressant für Ihre Nutzer eingestuft und fällt dem rigorosen Facebook-Algorithmus zum Opfer!

5 Ihre Autorenseite auf Facebook anlegen!

Astrid Ruppert Autorenseite auf Facebook

Bild: Autorin Astrid Ruppert zeigt, wie man eine professionelle Autorenpage auf Facebook präsentiert.

Facebook-Seiten von Unternehmen oder Künstlern sind heutzutage in aller Munde. Es gibt kaum ein Unternehmen, das keine eigene Facebook-Seite bespielt und hier Produkte oder sich selbst zu Marketing- und Imagezwecken vorstellt. Gleichermaßen können auch Kreative und Freiberufler einen eigenen Facbeook-Auftritt vorlegen. Auch Sie können von einer eigenen Autorenseite profitieren. Dazu müssen Sie sich aber vorab überlegen, ob Sie Ihr privates Nutzerprofil nutzen wollen oder eine öffentliche Fanpage.  Wie sollten Sie als Autor vorgehen? Alternativ zum privaten Nutzerprofil können Autoren eine Fanpage erstellen, die ganz gezielt die eigenen Bücher und das schriftstellerische Schaffen in Szene setzt. Dabei gilt ihre Autorenseite dann nicht mehr als Personenprofil, sondern als offizielle Seite. Sie können mit dieser Fanpage Ihre Seite von Ihrem privaten Nutzerprofil abgrenzen. Dies wirkt viel professioneller! Leser erhalten so auf dieser Seite nur noch relevante Informationen zum Buch oder zu Ihnen als AutorIn. Private Posts können Sie so weiterhin auf Ihrem privaten Nutzerprofil posten, ohne dass sich hier Ihr Privatleben mit dem Beruflichen mischt. Aber aufgepasst: Es gibt auch einen großen Nachteil dieses öffentlichen Profils! Bei einer offiziellen Seite haben Sie den Nachteil, das Sie mit dieser Seite nicht mehr in Gruppen, Foren etc. agieren und kommunizieren können.

Worauf sollten Sie beim Autorenprofil achten:

Autorenseite erstellen FacebookFüllen Sie Ihr öffentliches Profil möglichst detailreich aus, indem Sie Ihre Aktivitäten als Autor darlegen und auf Ihre Buchveröffentlichungen verweisen. Natürlich sollte ein Link auf die Buchdetailseite im tredition-Shop nicht fehlen. Ein aussagekräftiges Hintergrundbild, Fotos von Buchpräsentationen oder Lesungen sind nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern machen Sie als Autor nahbar. Wichtig sind natürlich darüber hinaus regelmäßige Posts an den Facebook-„Freundeskreis“ über alles, was Sie als Autor umtreibt (welche Themen beschäftigen Sie, welche Veröffentlichungspläne haben Sie, wo und wann finden Lesungen statt usw.).

6 Ihre Buchseite bei Facebook!Mit dem Gesicht zur Sonne

Die Buchseite auf Facebook ist eine weitere gute Option, um Ihr Buch in attraktiver Verpackung zu präsentieren. Mit der Buchseite verhält es sich ähnlich, wie mit der professionellen Autorenseite. Auch diese fungiert als „Seite“, die von Ihrem Benutzerprofil auf Facebook angelegt werden muss. Sie können diese zusätzlich zu Ihrem Autorenprofil oder alleinstehend zu Ihrem privaten Profil nutzen, um Ihren Lesern dort alle Informationen zu Ihrer Buchveröffentlichung mitzuteilen. Teilen Sie hier Videos, News oder Textauszüge zum Buch oder veranstalten Sie Buchverlosungen. Sie können jetzt ganz neu Ihr Buch auch über Facebook verkaufen!

 

 

7 Interaktion ist Trumpf: Veranstaltungen, Gewinnspiele oder Umfragen zu Ihrem Buch

Facebook Veranstaltungen

Bild: Unter der Rubrik „Veranstaltungen“ auf Ihrer offiziellen Seite können Sie Lesungen oder andere Events zum Buch ankündigen.

 

Beitrag Facebook Seite Regina Schlager

Bild: Regina Schlager zeigt mit ihren Beiträgen auf Facebook, wie man interessant und sinnvoll Beiträge gestaltet.

Ihre Leser verhalten sich wie alle anderen Nutzer von Facebook. Sie wollen unterhalten werden, etwas Interessantes erfahren oder etwas Neues lernen. Langweilen Sie Ihre Leser also nicht. Überlegen Sie sich eine Strategie, wie oft Sie Neues posten wollen. Es gibt viele Faustregeln zum richtigen Posting-Rhythmus. Wichtiger ist: nur posten, wenn Sie auch wirklich relevanten und interessanten Inhalt haben. Es gilt hier nicht, wer öfter postet, postet besser. Vielmehr zählt die Qualität Ihres einzelnen Posts. Es darf dann auch gern mal ein persönlicher Post sein. Nutzer wollen nicht den Eindruck bekommen, dass sie von Ihnen nur Werbung präsentiert bekommen. Denn das ist auf die Dauer wenig interessant für andere. Sie fallen dann schnell durch’s Raster und Ihre Beiträge werden immer uninteressanter für Nutzer und damit auch immer weniger von Facebook angezeigt. Denken Sie sich interessante Aktionen zu Ihrem Buch aus. Haben Sie eine Lesung geplant, informieren Sie Leser dazu durch die Option „Veranstaltung erstellen“. Organisieren Sie für Ihre Leser Gewinnspiele, oder Umfragen. Verweisen Sie wie Regina Schlager auf Ihrer Buchseite zu ihrem Titel „Mutig mit dem mit dem Herzen“ zu einem Beitrag auf dem eigenen Blog oder der eigenen Homepage. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wichtig ist eine gute Portion Kreativität!

8 Facebook Live-Funktion nutzen

Bild: Facebook-Live ist eine ganz neue Option, mit der sich Autoren auf Facebook einem (Lese)publikum präsentieren können.

Eine recht neue Funktion, die Facebook von den Plattformen Instagram und Periscope übernommen hat, ist die Funktion Facebook-Live. Diese Option ermöglicht Ihnen als Autor auf Ihrer Autoren- oder Buchseite Livevideos zu starten, die Nutzer auf der ganzen Welt während der Liveübertragung ansehen können. Dazu benötigen Sie die Facebook-App auf Ihrem Smartphone. Sie starten dann unter Ihrem aktuellen Status den Button „Live“ und los geht’s! Die Möglichkeiten, die Sie nutzen können, sind hier vielfältig. Sie können etwa Ihre Lesung live mitschneiden oder Lesern für eine Fragerunde zur Verfügung stehen. Sie können etwas aus Ihrem Buch lesen oder Lesern Einblick in Ihren Alltag geben. Nutzer aus der ganzen Welt können in der Facebook-Weltkarte aller Liveübertragungen dann direkt zu Ihrer Liveübertragung springen. Mit etwas Glück gewinnen Sie so neue Leser! Nach der Liveübertragung können Sie Ihr Video in Ihrer Timeline posten, sodass dieses auch später anderen Nutzern, welche die Live-Übertragung verpasst haben, zur Verfügung steht. Vergessen Sie nicht, Ihr Go-Live auch vorher auf Ihrer Fanpage anzukündigen!

9 Darf’s auch mal eine Facebook-Anzeige sein?

Facebook-Anzeige

Bild: Facebook bietet seinen Nutzer auch Werbeanzeigen, die einer bestimmten Zielgruppe als sogenannte „Sponsored Posts“ eingeblendet werden.

Wer noch Budget für das eigene Buch übrig hat oder einfach die Verbreitung auf Facebook erhöhen möchte, kann auch über eine Facebook-Anzeige nachdenken. Facebook bietet hierfür die Möglichkeit, Anzeigen zu schalten. Man sollte sich vorab genau überlegen, ob dies für das eigene Buch eine sinnvolle Maßnahme ist und bei einer Anzeige genau die Zielgruppe und das Ziel vorab definieren. Es gibt zu dem Thema Anzeigen auf Facebook kontroverse Meinungen. Jeder Autor muss für sich persönlich entscheiden, ob Anzeigen für das eigene Buch eine geeignete Werbeoption sind. Wenn Sie eine Anzeige schalten wollen, sollten Sie aber unbedingt diese Punkte beachten:

  • das Anzeigenziel vorab festlegen
  • die Zielgruppe genau definieren
  • nach Ablauf ders Anzeigenzeitraums die Anzeige auswerten
  • Nach Analyse der Anzeige Ergebnisse für weitere Schritte heranziehen

Bevor Sie die Anzeige schalten, sollten Sie alle Daten der Anzeige genau überprüfen:

  • Texte
  • Bilder
  • Webseite, auf welche die Anzeige verweist
  • Zielgruppe
  • Links etc.

Scheuen Sie sich auch nicht, wenn die Anzeige nicht läuft wie erwartet, diese mitten im Anzeigenzeitraum zu stoppen. Dies ist zu jedem Zeitpunkt möglich!

10 Cross-Medial agieren: Twitter, Snapchat, Instagram, Pinterest … nicht vergessen!

Soziale Netzwerke Werbung

Bild: Es ist eine Kunst, auf allen Kanälen präsent zu sein und sich keine Nutzer oder Leser beim Social Media-Marketing durch die Finger gehen zu lassen.

Facebook ist mit Sicherheit eines der beliebtesten soziale Netzwerke. Sie sollten Ihre Social Media-Werbung aber nicht allein auf einer einzigen sozialen Plattform aufbauen. Agieren Sie crossmedial, also auf verschiedenen Kanälen und verknüpfen Sie ihre einzelnen Marketingstrategien miteinander. Ein fesselndes Autoreninterview sollte nicht auf Ihrer Homepage versauern. Aber auch nicht nur allein auf Facebook veröffentlicht werden. Denken Sie auch an alle weiteren Kanäle, auf denen sich Ihre Leser aufhalten. Auch in diesen Kanälen sollten Sie den Beitrag streuen. Werden Sie nicht nur als Autor Ihrer Geschichte  zum Erzähler, sondern nutzen Sie Ihr Talent zum Geschichtenerzählen auch bei der Vermarktung Ihres Buches.  Die hohe Kunst des Crossmedia-Marketings ist, Informationen und Beiträge über alle Kanäle zu streuen, um die größtmögliche Reichweite für Ihre Buchwerbung zu erreichen. Aber auch beim Thema Social Media gilt wieder die goldene Regel: Nicht dort aufhalten, wo es Ihnen privat gefällt, sondern dort, wo Ihre Leser sich aufhalten. Sie haben also etwa mit Twitter oder Instagram so gar nichts am Hut, Ihre Zielgruppenanalyse hat aber ergeben, dass sich Ihre Leser vorwiegend über einen dieser Kanäle austauschen? Dann heißt es: ins kalte Wasser springen. Und wenn es nicht klappt: Beharrlichkeit zahlt sich bei der Buchwerbung aus. Werfen Sie, wenn Sie es nicht gleich innerhalb weniger Monate auf 100 oder 1.000 Follower schaffen, nicht gleich die Flinte ins Korn. Community-Aufbau dauert Zeit, erfordert Geduld und viel Mühe! Geben Sie nicht so schnell auf! Zu einem Erfolg auf Social Media wird ein Buch nur, wenn Sie kontinuierlich an diesem Bucherfolg schrauben und immer wieder durch das Zünden eines neuen Marketingfeuerwerks auf das eigene Werk aufmerksam machen.

Wir wünschen Ihnen jetzt erst einmal viel Erfolg bei Ihrem Blogmarketing!

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gern an!

tredition betreibt aktiv Marketing für Ihr Buch! Wir versenden etwa eine Pressemeldung zu Ihrem Buch, stellen Ihre Neuerscheinung auf Social Media vor, listen Ihr Buch im digitalen Katalog von Edelweisss+ u.v.m.!


„Stoerfaktor Kunde“ von Peter Granzow erobert den Buchhandel

Der humorvolle Episodenband „Störfaktor Kunde“ von Peter Granzow liegt prominent platziert bei der Mayerschen am Kölner Neumarkt – in bester Hochfrequenzlage der Stadt. Ein Erfahrungsbericht über die Kooperation mit dem Buchhandel.

Über 11.000 Passanten pro Stunde sind im vergangenen Jahr bei einer Samstagszählung in der Kölner Schildergasse am Rande des bekannten Platzes Neumarkt gezählt worden – damit platzierte sich Köln nach zwei Münchner Straßen auf Patz 3 der meistfrequentierten Citylagen Deutschlands. Gegenüber 2013 hatte sich die Zahl der Passanten in der Kölner Schildergasse deutlich gesteigert – einer der Gründe hierfür – so mutmaßte Engel & Voelkers – dürfte die Wiedereröffnung der komplett umgestalteten Mayerschen Buchhandlung gewesen sein. Und in der Tat präsentiert sich das traditionsreiche Geschäft nach dem einjährigen Umbau deutlich großzügiger, ein Café wurde ebenso integriert wie ein Veranstaltungsbereich, der beispielsweise anlässlich von Lesungen 350 Besuchern Platz bietet.

Kurzum: Eine grandiose Kulisse für jeden Autoren und jedes Buch! Zumal die Vorzeige-Filiale der Mayerschen erfrischend offen gegenüber neuen und unbekannten Autoren ist, insbesondere wenn sie aus der Region stammen. Wer in diesen Tagen das großzügige Entrée der Buchhandlung durchstreift und den Sortimentsbereich „Humor“ ansteuert, wird dort das Buch „Störfaktor Kunde“ von tredition-Autor Peter Granzow entdecken: aufmerksamkeitsstark präsentiert direkt neben dem Episodenroman „Und dann kam Ute“ des bekannten Comedian Atze Schröder und inmitten weiterer Titel aus populären Verlagen wie Goldmann, Rowohlt und Knaur. In der Humor-Abteilung ist „Störfaktor Kunde“ auch bestens aufgehoben, meint Autor Peter Granzow, schließlich schildert er in seinem Buch auf amüsante Weise Erlebnisse in der „Servicewüste Deutschland“, etwa von Verkäufern, die fluchtartig den Raum verlassen, wenn ein Kunde erscheint oder vom Kleiderschrankaufbau mit Hindernissen mangels vollständiger Lieferung der einzelnen Möbelteile.

Peter Granzow

 

Störfaktor-Kunde-MayerscheUnerfreuliche Situationen, die wohl ein jeder in seiner Rolle als Kunde schon einmal erlebt hat. Beruflich ist Peter Granzow als Moderator tätig und weiß daher nur zu gut, dass ein angemessener Umgang mit der Kundschaft eine wesentliche Erfolgsgrundlage darstellt. Aus diesem Gedanken heraus entstand sein Buch. Auf der Facebook-Seite von tredition hatte der Wahl-Kölner Granzow gelesen, dass die Mayersche am Neumarkt regionalen und neuen Autoren gegenüber sehr aufgeschlossen ist – eine E-Mail genügte, um das Team der Buchhandlung davon zu überzeugen, zehn Exemplare von „Störfaktor Kunde“ zu bestellen. Die Entscheidung hat Filialleiterin Barbara Hammes bisher keinesfalls bereut, denn Granzows Buch ist bereits einige Male über den Tresen gegangen. Granzow ist nun vorsichtig optimistisch, dass auch weitere Mayersche-Filialen sein Buch ordern werden. Gleichermaßen ist er mit weiteren Filialisten in Gesprächen.

Anderen Autoren rät Granzow, ein Feingefühl dafür zu entwickeln, in welcher Frequenz und Intensität Buchhandlungen kontaktiert werden sollten. Und: Bei einer höflichen Absage nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, sondern neue Kontakte knüpfen oder die eigene Argumentationslinie abwandeln. Stellen Sie sich dabei immer die Frage: Was zeichnet Ihr Buch gegenüber anderen Titeln des gleichen Genres aus? Weshalb ist es für den Kunden lesenswert, neu und außergewöhnlich? Je mehr Argumente Sie dafür in der Tasche haben, desto leichter fällt das Gespräch mit einem Buchhändler.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Krimiautor Stefan Zieske: Hochspannung brillant vermarktet

Rache, Rache und nochmals Rache – der Protagonist des Krimis „Das andere Ende der Nacht“ ist besessen von dem Wunsch, jene Frau zu vernichten, die seine eigene Lebensgefährtin bis zum versuchten Selbstmord trieb. Wird es ihm gelingen und welchen Preis muss er dafür zahlen? Das Roman-Debüt von Stefan Zieske wird Fans düsterer Lektüre und Hochspannung einen wohligen Schauer nach dem nächsten über den Rücken jagen. Krimis bereiten den Deutschen nach wie vor ein „Mordsvergnügen“. Wie schrieb „DIE ZEIT“ einmal so schön: „Warum geben wir uns die Kugel?“ Ganz einfach: Man vergisst einfach alles um sich herum und taucht voll und ganz in die spannungsgeladene Geschichte ein. Doch für jeden Krimi-Autor gilt: Es gibt jede Menge Konkurrenz auf dem Buchmarkt und deshalb ist es unverzichtbar, für Aufmerksamkeit der Leser zu sorgen. Stefan Zieske zieht vom Flyer über T-Shirts bis zum Video-Trailer und sogar Werbung auf dem PKW den ganze Register attraktiver Werbemöglichkeiten. Im Interview berichtet der Autor, was seinne Krimi inhaltlich auszeichnet und wie er bei der Marketingarbeit für sein Buch vorgeht.

tredition: Lieber Herr Zieske, Rache, Intrigen, Mord und Lügen – all das spielt eine große Rolle in Ihrem gerade erschienenen Krimi. Was fasziniert Sie als Autor besonders am Krimi-Genre?
Stefan Zieske: Zuerst kam der Gedanke, dann die Geschichte, dann letztlich wurde erst das Genre klar. Soll heißen, dass ich mir nicht fix vorgenommen hatte „Das wird jetzt ein Krimi“ oder „Das wird ein Thriller“. Nein, es hat sich mehr oder minder durch die Geschichte ergeben.
Allerdings muss ich auch ehrlich eingestehen, dass ich eher einen Bezug zur „dunklen“ Seite habe, mich also eben gerade Geschichten mit einer gewissen düsteren Grundstimmung sehr reizen. Aus diesem Grund konnte es fast nicht anders werden als es nun geworden ist.
Ein weiterer Punkt, der mir an Krimis als auch Thrillern sehr gefällt und der mir das Schreiben auch sehr angenehm gestaltete, ist, dass man mit den Figuren spielen kann. Man ist nicht fest darauf fixiert, dass der Charakter z.B. immer lustig und fröhlich sein muss, nein, man kann durchaus alle Facetten des Gefühlslebens wiedergeben.

tredition: Wie lange haben Sie an „Das andere Ende der Nacht“ geschrieben?
Stefan Zieske: Ich habe ca. zwei Jahre an meinem Buch gearbeitet. Meist habe ich nachts geschrieben, wenn es im Haus ruhig war, denn als Vater von drei Kindern – ein Kleinkind und zwei Teenager – und dazu noch mit einem sehr ausfüllenden Berufsleben, ist es nicht leicht die Zeit zu finden kontinuierlich dran zu bleiben. Ich denke, dass dies auch die größte Herausforderung war, nämlich die Kontinuität. Man glaubt gar nicht, wie sehr ein Kapitel vom Nächsten abweichen kann, wenn zwischen dem Schreiben der beiden Texte einige Wochen liegen.

trediton: Haben Sie das Cover selbst gestaltet?
Stefan Zieske:
Ja, ebenso wie alle weiteren grafischen Dinge, z.B. den Buchtrailer, die Website usw. Ich bin da etwas eigen und habe das Gefühl, dass ich lieber alles in meiner Hand lasse. Ich muss aber auch von Glück sagen, dass ich die Möglichkeiten habe.
Auch war mir gerade beim Cover wichtig, dass es die Elemente des Buches widerspiegelt. So steht die Waffe in den Händen für die Gefahr, den Hass und die Gewalt, in die der Protagonist verstrickt wird. Der rote Porsche ist wiederum Symbol für seinen Spagat zwischen seinem früheren Leben und dem Leben in der High-Society. Man kann das so erklären, dass ein Porsche in beiden Gesellschaftsschichten akzeptiert ist. Jeder Junge aus einfachen Verhältnissen kann neidlos, aber doch bewundernd, diesen Wagen ansehen, während er auch für die Upper-Class immer noch ein begehrenswertes Objekt ist. Passend ist hier das Zitat aus dem Kapitel Das schöne Leben, oder auch nicht: „Einerseits Schlipsträger, andererseits Rocker. Er hat was und er passt einfach zu dem Umfeld, in das ich mich begebe und doch auch zu mir.“

 „In meinem Krimi ist die Gangart ein wenig härter.“

tredition: Was zeichnet Ihr Buch Ihrer Einschätzung nach gegenüber anderen Krimis aus?
Stefan Zieske:
Ich denke, dass ein großer Unterschied zu anderen Krimis und Thrillern die Hauptperson ist. Er passt nicht wirklich in eine Schublade und ist auch nicht Everybody’s Darling und trotzdem auch kein unsympathischer Mensch. Seine Selbstzweifel aber auch seine Selbstzerstörung, sein Selbstmitleid aber auch die Sorge um andere, er ist einfach ein widersprüchlicher Charakter. Insgesamt ist auch die Gangart des gesamten Hintergrundes ein wenig härter. Wird in anderen Büchern oder auch in Filmen ein Rocker beschrieben, so hört er maximal AC/DC und darf ein Pils trinken, meine Hauptperson hingegen darf sich Death-Metal anhören und trinkt und raucht darüber hinaus auch exzessiv.
Und natürlich noch eine schöne Sache, wie ich finde, sind die Sticheleien zwischen ihm und seiner Haushälterin Frau Schleier, die ich, das gebe ich unumwunden zu, mir aus den Screwball-Komödien der 30er und 40er Jahre abgeschaut habe.

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing und tredition entschieden?
Stefan Zieske:
Ich hatte natürlich, wie jeder Autor auch, zuerst den Traum, das Buch auf „regulärem“ Weg zu veröffentlichen. Allerdings war nach kurzer Internet-Recherche schnell klar, dass man als unbekannter Autor, gerade mit seinem Debut kaum eine Chance hat, bei einem traditionellen Verlag unterzukommen. Also erwog ich die zweite Möglichkeit und stellte mein Manuskript diversen Literaturagenturen vor. Ohne jemanden schlecht machen zu wollen: Die Mühe kann man sich beinahe sparen. Wenn Antworten kommen, auch von laut Autorenforen angeblich seriösen Agenturen, so wird oft eine Vorauszahlung für den Vermittlungsversuch gefordert oder es werden andere kostenpflichtige Angebote unterbreitet. Eine sehr nette Dame erklärte mir auf Nachfrage auch sehr bereitwillig, dass man als Agentur sowieso kein Interesse an neuen Autoren habe, sondern eher darauf aus sei, bekannte Schriftsteller von anderen Agenturen abzuwerben. Kurz gesagt: Ein Satz mit x, das war wohl nix.
So habe ich also angefangen nach anderen Vertriebswegen zu suchen und hatte nach einiger Recherche das Self-Publishing als gute Möglichkeit entdeckt. Die Suche nach seriösen Angeboten brachte mir gleich als ersten Punkt in der Google-Suche den tredition Verlag. Ich habe dann das Angebot genau studiert, mir Meinungen anderer Autoren durchgelesen und habe ohne groß zu Zögern zugegriffen. Eine Entscheidung, die ich bislang nicht bereut habe.

“ Werbauftritt und Buchthema müssen eine harmonische Einheit bilden.“

tredition: Die Palette der Werbemaßnahmen für Ihr Buch ist sehr beeindruckend! Könnten Sie erläutern, was dabei wichtig zu beachten ist? Die Palette der Werbemaßnahmen für Ihr Buch ist sehr beeindruckend! Könnten Sie für andere Autoren erläutern, was dabei wichtig zu beachten ist?
Zunächst vielen Dank für das Lob. Wichtig ist eigentlich, dass der Auftritt zum Thema passen muss. Ich habe ja bereits die Ursachen für die Wahl der Coverelemente erklärt. In meinem Fall setzt sich das Motiv des Autos immer weiter fort, z.B. bei den Postkarten oder auch auf dem T-Shirt. Es ist, um einen musikalischen Vergleich zu ziehen, quasi wie bei einem Konzeptalbum, bei dem sich ein bestimmtes Thema durch den gesamten Handlungsstrang zieht bzw. als Grundmelodie immer wieder auftaucht. Natürlich ist die Gestaltung der Werbung zeitaufwendig und nicht ganz einfach, insbesondere, wenn man sich noch nie damit beschäftigt hat, aber diese Zeit sollte man sich nehmen, denn die Werbung ist das A und O.

Zum Thema der Flyer sollte man sich gut überlegen, wo man sie platziert. Sicherlich werden mehr Exemplare in einer Kneipe oder Bar mitgenommen bzw. gelesen, als z.B. in einem Hofladen in einem 1000-Seelen-Ort. Man sollte das auch ein bisschen abhängig von der Zielgruppe und dem Thema des Buches machen. In einer Bar, in der hauptsächlich Mittdreißiger verkehren sind Flyer für einen Wirtschaftskrimi besser aufgehoben als in einer Shisha-Lounge, in der das Publikum nicht älter als 22 ist.
Trotzdem muss in meinen Augen versucht werden, so viele Menschen wie möglich zu erreichen, man sollte nur aufpassen, dass man mit „unnützen“ Maßnahmen kein Geld verschwendet, denn Werben ist teuer.

Den Trailer habe ich, wie auch die Website, komplett selbst erstellt. Ich habe mir ein Konzept überlegt, die Bilder gemalt, gescannt und nachbearbeitet. Dann habe ich die Musik dazu erstellt (in Variationen auch auf der Website) und schließlich den Text geschrieben und aufgenommen. Ich kann die Produkte von „Magix“ empfehlen, die mir diese Arbeit doch sehr erleichtert haben. Generell möchte ich sagen, dass es ohne Vorkenntnisse sicher nicht leicht ist, das alles zu erstellen, aber ich sage einfach mal: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

„Mein nächstes Buch wird noch eine spur finsterer.“

tredition: Wie ist bisher die Resonanz Ihres persönlichen Umfelds auf Ihr Buch? Gibt es erste Leserstimmen?
 Stefan Zieske: Bisher habe ich sehr positive Feedbacks bekommen und auch bereits die Rückmeldung, dass sich verschiedene Leute tatsächlich nur aufgrund der Leseprobe das Buch bestellen wollen. Auch die Stimmen von Menschen die das Buch bereits komplett gelesen haben, sind durchweg positiv ausgefallen und ich hoffe darauf, dass ich noch weitere Leser damit ansprechen kann.

tredition: Sind Sie auf den „Geschmack gekommen“, d.h. planen Sie weitere Bücher?
Stefan Zieske: Ja, das bin ich und mein nächstes Buchprojekt ist bereits in Arbeit und es wird noch eine ganze Spur finsterer. Mehr kann ich aber noch nicht verraten.

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil I

Jedes bei tredition veröffentlichte Werk unterstützen wir mit zahlreichen Marketingmaßnahmen von der Pressemitteilung bis zu Social Media-Aktivitäten. Aber jeder Self-Publishing-Autor weiß: Eigene Werbemaßnahmen sind unverzichtbar, um bei Lesern und Presse zusätzliche Aufmerksamkeit für das eigene Buch zu erregen und Kaufanreize zu geben.

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Copyright: Maik Schwertle, pixelio

In unserer neuen Serie zur Selbstvermarktung geben wir Tipps, wie Sie im World Wide Web und dem Buchhandel Interesse für Ihr Buch wecken können. Bleiben Sie dran – alle paar Tage erwarten Sie neue wertvolle Hinweise.

Teil I: Email-Marketing und eigene Webseite

  • Link zum Buch in der E-Mail-Signatur:

Der einfachste und schnellste Weg, die Leserschaft über Ihr Buch zu informieren. Fügen Sie Ihrer Email-Signatur einen Link zum tredition-Shop hinzu. Das geht ganz einfach:

  1. Begeben Sie sich auf die Detailseite Ihres Buches (z.B. über die Suche auf der Startseite).
  2. Auf der Detailseite klicken Sie dann auf den Link „Auf diese Seite verlinken“
  3. Den nun sichtbaren Link können Sie kopieren (markieren Sie den Link und klicken Sie entweder mit Rechtsklick -> auf Kopieren oder drücken Sie STRG+C).
  4. Anschließend integrieren Sie den Link auf Ihre Homepage oder in Ihre E-Mails.

Sollten Sie noch keine Signatur haben, erfahren Sie hier, wie Sie bei Outlook mit wenigen Klicks eine Signatur erstellen können.

  • Den eigenen Bekanntenkreis informieren: Schicken Sie eine E-Mail mit diesem Link sowie ein paar Fakten zu Ihrem Buch an Ihren Bekanntenkreis und alle Ihre Kontakte, die Interesse daran haben könnten, Ihr Werk zu lesen. Bitten Sie in Ihrer E-Mail den Empfänger, diese Nachricht ebenfalls an die eigenen Kontakte weiterzuleiten.
  •  Verlinkungen auf Ihrer Webseite: Wenn Sie bereits über eine eigene Webseite verfügen, können Sie den Link zum tredition-Shop auch dort an passender Stelle integrieren.
  • Eigene Website erstellen: Erstellen Sie eine eigenen Autorenhomepage oder eine Seite zu Ihrem Buch, die Sie dann regelmäßig mit Informationen zu Ihnen als Autor/in und zu Ihrem Buch bestücken sollten. dazu ein paar Vorschläge:
  • WordPress: Das umfassendste Tool zur Erstellung einer Webseite ist unserer Meinung nach die Web-Software WordPress: Sie ermöglicht das Einbinden zahlreicher Tools wie Social-Media-, Blog- und Kommentarfunktionen, die Erstellung und Durchführung von Umfragen uvm.
  • Die Self-Publisher-Bibel bietet eine ausführliche Anleitung zur Erstellung einer Autoren-Webseite mit WordPress
  • Blogger: Im Gegensatz zu WordPress bietet der Blog-Dienst „Blogger“ von Google die Möglichkeit, Werbeanzeigen einzubinden.
  • Webseite ganz neu erstellen: Für alle, die Lust haben, sich tiefere IT-Kenntnisse zuzulegen oder bereits über solche verfügen. Das Fachmagazin Chip empfiehlt hierfür den Hosting-Anbieter Contabo.

In Teil II unserer Serie geben wir Tipps für die Vorstellung Ihres Buches gegenüber der Presse und Medienvertretern.

 

Börsenblatt: tredition erweitert sein Team

Neue Mitarbeiter bei tredition im BörsenblattDrei neue Mitarbeiterinnen sind seit Herbst 2012 bei tredition an Bord. Die personelle Aufstockung ermöglicht eine Inhouse-Vermarktung aller bei tredition veröffentlichten Bücher – ein Service, der im deutschen Self-Publishing-Markt einzigartig ist. Unter anderem wird jedes Buch von tredition mit einer Pressemitteilung werblich unterstützt.